Indiana Tribüne, Volume 29, Number 42, Indianapolis, Marion County, 12 October 1905 — Page 5
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Die Zlachttelegrapliistin, Eber: Das vereitelte Bahnräuber -Attentat. Von R. ff. 1. Die Station Velford war unter den Zugbediensteten als die Unglücksstation dieser Linie bekannt. Während der letzten drei Jahre war sie nicht nur zweimal ausgeraubt worden, sondern es waren, auch drei schlimme Zusammenstöße von Zügen hier vorgekommen. von vielen lleinerenUnfällen ganz abgesehen. Mit abergläubisch scheuen Blicken sah daher das Zugpersonal nach dieser Station, so oft es hier vorüberfuhr, und besonders bei Nacht. Hoodoo!" flüsterte der Eine zum Andern. Nicht totnw wunderte man sich' in diesen Kreisen, als die Bahngesellschaft den Posten eines Nachttelegraphisten trn dieser Station zum ersten Mal mit einem Mädchen besetzte! 23o mögen sie die nur aufgetrieben haben?" sagte der Lokomotivführer Tom Mason vom Lokal - Personenzug kopfschüttelnd zu seinem Freund, dem Heizer Meik. das ist gewiß der ungeeignetste Posten der ganzen Linie, um von einem Mädchen ausgefüllt zu werden, die ihre erste Diensterfahrung macht!- Und Meik stimmte ihm bei. Die neue Nächttelegraphistin selber aber, Nellie Held, sah die Sache von einem ganz anderen Gesichtspunkt an. Sie besaß den ganzen unbändigen Hosfnungsmuth der Jugend, und sie hatte endlich erreicht, wonach sie gestrebt, oder wenigstens die erste Stufe einer neuen Sphäre glücklich erstiegen. Lange hatte sie mit heißem Bemühen die Geheimnisse des Telegraphiewesens zu bemeistern getrachtet, während sie gleichzeitig eine Stelle mit ärmlichem Lohn in einemHandelsladen ausfülltet Einmal zuvor schon hatte sie es gewagt, sich der Telegraphistenprüfung zu unterziehen, aber dieselbe nicht bestanden. Schweren Herzens ging sie heim, und selbst in Thränen durfte sie keine Erleichterung suchen: denn im Fenster, gerade über dem kleinen Gärtchen, saß ja ihre geliebte kranke Mutter, deren Kreuz wahrlich schon schwer genug war, und Nellie legte sich die Pflicht auf, nur Sonnenschein in das Heim zu bringen. Wußte sie doch nich: einmal, ob sie dasselbe behaupten konnte! Mütterlein sollte wenigstens nichts mehr von den Stürmen draußen in der Welt und drinnen in ihrer Brust zu fühlen bekommen. So lange Nellie dies gelang, tröstete sie sich immer wieder. Jetzt, beim zweiten Anlaufe, hatte sie gewonnen. Jubelnd' theilte sie der Mutter die Kunde mit, und mit dem fröhlichsten Herzen vertauschte sie ihre alte .Stellung, welche ihr ganze $5 die Woche gebracht, mit der einer Nachttelegraphistin zu Belford! Als sie ihre erste Nacht an dem neuen, so verantwortlichen Posten hinter sich hatte, fühlte sie, in die aufsteigende Morgensonne blickend, daß sie endlich Etwas war".
Für das Zugpersonal war Nellie bald mehr, als die grüne" Nachttelegraphistin der Unglücksstation. Diese selbst schien sich geradezu in eine Glücksstation zu verwandeln, und Nellie stieg immer höher in der allgemeinen Werthschätzung, nicht nur durch ihre dienstliche Tüchtigkeit, sondern auch durch ihre Persönlichkeit an sich. Ihr größter Verehrer aber wurde Tom, der Lokomotivführer. Er wußte schon nicht mehr anders, als daß es zu seiner täglichen Dienstpflicht gehörte, jedesmal, wenn sein Zug auf der Ausfahrt oder der Rückfahrt das Blitzmädel mitnahm sein Käppi zu lupfen und lächelnd zu sagen: Guten Morgen, Fräulein Nell" oder Guten Abend, Fräulein Nell", je nachdem. Und der artige Dank für seinen Gruß blieb auch nie aus. Was Tom that, das machte auch Meik, der Heizer, mit; das war er schon der Theilnahme für seinen Freund schuldig. Eines Morgens hatte sich eine Verschwörung" gebildet. Als der einlausende Zug die Station Belford erreichte, sprang der Lokomotivführer, die Oelkanne in der Hand, ab. Man hätte im ersten Augenblick glauben können, daß er mit dem großen-Dampfroß. im Dienst als die 72" bekannt, etwas Besonderes zu thun habe. Doch das war durchaus nicht der Fall, und bei näherem Zusehen bemerkte man, daß er einen funkelreinen Kragen nebst Halsbinde trug und unter dem Kittel und den Arbeitshosen die besten Kleider anhatte. Er ging direkt in das Stationshäuschen, und er fühlte, wie die Oelkanne 'in seiner Hand zitterte. Auch seinem Heizer war es nicht ganz geheuer. Guten Morgen, Fräulein !" Tom konnte im Augenblick gar nichts den Namen auf die Zunge kriegen, so viel er auch an denselben seit Wochen gedacht hatte. Als er sein Käppi lupfte, fiel die Oelkanne zu Boden, und der Schweiß drang ihm auf die Stirne. Doch ; er nahm sich rasch zusammen, und die Oelkanne ufhebend, sagte er, als ob er zum ersten Mal etwas auswendig Gelerntes vortrage: Meik hat mich gebeten, Sie einzuladen, mit uns auf der 72 zu fahren haben Sie Lust?" setzte er nach einer kleinen Pause hinzu. Es ging besser, als Tom und Meik gedacht. Nellie nahm die schlichte. Einladung ohne Weiteres an, und als sich der Äa nieder in Bewegung gesetzt
hatte, saß Nellie auf dem Polstersche." mel im Cab der Lokomotive. Und siehe da! fortan machte sie jeden Tag ihre Fahrt hin und zurück in derselben Weise mit Tom und Meik. Sie gewöhnte sich auch daran, die Dampfpfeifen - Signale zu besorgen, und machte .sich ein Vergnügen daraus, solche ertönen zu lassen, so oft es nothwendig war. Eines Abends, als man sich wieder Belford näherte, tönte die Dampfpfeife etwas ungewöhnlich, während Nell sie bediente. Auf einen lang gezogenen Pfiff folgte rasch ein kurzer, dann eine kleine Pause, dann wieder ein kurzer Pfiff, wieder eme kleine Pause, und dann zwei lange. Der Lokomotivführer sah das Mädchen fragend an, welches enthusiastisch lächelte. Das ist mein Name Nell in telegraphischen Zeichen", rief sie fröhlich; damit kann ich den Tagtelegraphisten benachrichtigen, und Ihr könnt mich immer mit diesem Signal allemal wissen, lassen, wann Ihr kommt. Wird das nicht lustig sein?" Meiner Treu, das hätte ich nicht gedacht, daß die alte 72 noch lerne, würde. Nell zu sagen", lachte der Lokomotivführer. Am nächsten Morgen schon machte er, als der Zug sich auf ixr Ausfahrt dem Städtchen näherte. Gebrauch von dem Signal. Eine kleine Frauengestatt auf dem Perron winkte ihm mit einem weißen Taschentuch. . Alles sicher", , rief Tom begeistert, sie hat ein weißes Signal gegeben." Es wäre..auch sehr schlimm und grausam für dich gewesen, Tom. hätte sie ihren rothen Sonnenschirm geschwenkt", versetzte Meik, na, ich gratulire, für mich ist das Mädel doch zu gut." Tom sprach erregt auf. Glaubst du wirklich, daß es so weit kommt, Kamerad?" stieß er hervor, manchmal fürchte ich mich fast, daran zu denken, und meine, es wäre zuviel Glück für mich!" 2. Der Herbst mit seinen reichen Früchten, aber auch mit seinen Regenschauern und rauhen Winden, zog ins Land. Dieses Jahr war er besonders naß und stürmisch. ' Die Bahn fand es nothwendig, einen Ertra-Streckenauf-scher anzustellen, um das Bahnbett von Belford bis nach der Brücke an
der großen Flußbiegung abzupatrouilliren. Denn, der, ont unbedeutende Fluß hatte sich in einen reißenden Riesenstrom verwandelt, und die äußerste Vorsicht schien auf dieser kurzenStrecke' geboten. . In den einsamen Stunden der öden Nacht waren die deutlich hallenden Tritte dieses Streckenwächtrs Musik für die Ohren der Telegraphistin. Alle dreißig Minuten hatte derselbe seine Ankunft an der Station zu verzeichnen, indem er einen Zeiger einer Wächteruhr drehte, welche in einem Gehäuse an einer Ecke des Gebäudes stand. Da, in einer besonders stürmischen Nacht um halb ,11 Uhr, hörte Nell die gewohnte Ankunft des Streckenwächters nicht. Sie glaubte erst, daß es ihr infolge ihrer Beschäftigung und des Sturmes entgangen sei. Als sie aber auch um 11 Uhr kein Lebenszeichen vom Wächter vernahm, nahm sie besorgt eine Laterne und ging zunächst auf- das Gehäufe zu, in welchem die Wächterurhr stand, da sah sie zu ihrem Erstaunen, daß die beiden letzten Halbstunden nicht am Ziffernblatt verzeichnet waren. Sie eilte hinein, um sofort die unheimliche Entdeckung zu telegraphiren, aber 0 Schrecken! Die Instrumente versagten den Dienst, und die Armaturen standen offen. Vielleicht hatte der Sturm die Drähte gebrochen, vielleicht war die. Brücke weggeschwemmt und hatte die Drähte mit sich gerissen, oder vielleicht gar waren Bösewichte am Wer!'! Nell schauderte. In fünfzehn Minuten war der Ezpreßzug fällig, der als rechtzeitig" gemeldet worden war, und die Lokomotive dieses Zuges führte der wackere Tom. der vor wenigen Tagen auf dem Exprestzug versetzt worden war, man Erkrankung seines gewöhnlichen Lokomotivführers. Er wird Hilfe schaffen, wenn er kann, aber wenn die Brücke weggerissen, oder wenn irgend eine schwarze That beabsichtigt ist?? Eine solche Angst hatte Nellie Held noch nie gehabt; aber ihre Thatkraft wurde durch dieses Gefühl eher noch erhöht. Irgend etwas mußte rasch gethan werden, und es war keine Zeit mehr, sich nach Beistand umzusehen. Nell ergriff die rothe Laterne und hüllte sie in ihrem Regenmantel. Dann schritt sie eilends, aber geräuschlos das Bahnbett dahin, nach der Brücke zu, stets das Signallicht wohlverborgen haltend. Sie hörte das Rauschen des angeschwollenen Stromes, und hielt inne, um auf den kommenden Zug zu lauschen, statt dessen aber hörte sie die Stimme dreier Männer, nicht mehr als 15 Fuß vor ihr eben dem Geleise. Um Gottes Willen, laßt ihn nicht da hinunterstürzen!" rief eine flehende Stimme, welche von der Telegraphistin als die des Streckenwächters erkannt wurde, bringt den Zug mit der Flagge zum Halten und raubt ihn aus, aber ." Halt's Mal, alter Narr!" O. 0. Ihr mordet mich!" ' Man hörte deutlich wichtige Schläqe. Bist Du noch nicht still?" rief rr : VZUICI.
vcoa) etwas dumpfes Stöhnen roar vernehmbar. Da kam der Erpreßzug herangedonnert. Nell m u i t handeln, und wenn es ihr Tod war. Schon näherte sich d'as Dampfroß der östlichen Anfahrt der theilweise zerstörten Brücke. Nell zog die rothe Laterne heraus und schwang sie heftig im Halbkreis. Tom hatte den besagten dampftelegraphischen Gruß für seine Freundin gegeben und wiederholte ihn, weil er dachte, daß sie ihn in einer so schlim-
men acyt das erste Mal überhört haven konnte. Erst das zweite Schwingen der rothen Laterne wurde von der Dampfpfeife beantwortet. und im nächsten Augenblick zeigte das blitzende Vorderlicht der Lokomotive die Gestalt des Mädchens, das nur wenige Fuß von einem jähen Abgrund stand! Die keuchende Maschine kam gerade im letzten Moment der Sicherheit zum Halten! Als Tom aus dem Cab sprang, sak er eine Mannesfaust durch die Luft fahren und das Mädchen niederschlagen. Mit einem Wuthschrei setzte er dem vierschrötigen Anareiker nack. ' der Heizer Meik dicht hinter ihm, und die udrige Zugoemannung nicht weit entfernt. Nimm Dich Nell's an!" rief Tom dem Heizer zu, und dann stürzte er sich auf den Raubgesellen los. Es gab ein fürchterliches Ringen, aber es gelang Tom, seinen. Gegner bis -zum Rande des Abgrundes zu drängen und mit einem letzten Ruck in die tosende Fluth hinab zu schleudern! Arme Nell! Arme Nell!" stöhnte er dann, auf, die Stelle zu gehend, wo Meik kniete, den Kopf des Mädchens in feinen Armen hielt und ihr Gesicht sanft strich. Sei ruhig, Tom. sie koiu.mt wieder zu sich. Gott, sei's gedankt, sie schlägt die Augen auf!" Der Wächter der liegt dort", seufzte das Mädchen krampfhaft, während sie von den beiden Männern nach dem Zug getragen wurde. Dann war es mit , der "Besinnung wieder aus. Die Strolche hatten den Streckenläufer niedergeschlagen und gebunden. Doch wurde er schnell frei gemacht und dem Bewußtsein zurückgegeben. 'Dann erfuhr man von ihm die ganze Räubergeschichte: Zwei Nerle hatten ihm aufgelauert, während er seine gewöhnliche Runde machte, ihn geschlagen und gefesselt; und mit Werkzeugenwelche aus', dem Streckenhaus der Bahn gestohlen waren, rissen sie die kurzen Schienen der Brücken-Anfahrt auf, gruben die Erde aus der schräg abfallenden Uferbank heraus, nahmen auch die Schwellen weg und warteten dann darauf, daß der Expreßzug iniefe Todesfalle laufe, damit sie während des allgemeinen Wirrwars in den Trümmern reiche Beute machen könnten. Nell allein hatte den Zug und die Insassen gerettet, so wacker auch Tom und Meik das Ihrige gethan. Einer der Räuber, lag jetzt in den Fluthen; der andere hatte noch rechtzeitig Reißaus genommen.als er die Schlacht verloren sah. Als das Tageslicht durch Wolkenschleier. . aufgedämmert war, knieten, zwei, noch schmutzbedeckte Wächter Tom und Meik an Nell's Bett in ihrem schlichten mütterlichenHeim. Der eine hielt besorgt die fiebernden Hände des Mädchens, während der andere Lfter die kühlen Umschläge' auf ihrer Stirne wechselte oder ihre vertrockneten Lippen auf'sNeue mit einigen Tropfen Wasser anfeuchtete. Weit in den Tag hinein setzten die Beiden ihre' Krankenwache fort, und viele Male kam und ging der Doktor. Doch er versicherte endlich, daß keine unmittelbare Gefahr mehr sei. Viele trübe und sonnige Tage gingen über das Land dahin, bis Nellie Held vollkommen genesen war. Jc'n Tag kam der Superintendent derBah, erkundigte sich nach ihrem Befinden und brachte einen großen Blumenstrauß. Ihre Stelle an der Station Belford war anderweitig besetzt. Auch Tom und Meik hatten Ablösung erhalten und hatten Urlaub auf unbestimmte Zeit mit Fortdauer der vollen Bezahlung bekommen. Sie widmeten natürlich die ganze Urlaubszeit der Reconvalescentin. Beide erhielten Dienstbeförderung, als sie ihre Thätigkeit an der Bahn wieder aufnahmen. Nellie kehrte nicht mehr in den Nachttelegraphistendienst zurück; doch ihre Beziehungen zur Bahn hörten nicht ganz auf, . trat sie doch zu Tom in innigere Verbindung, als zuvor. Es war ein schöner Morgen, auch vom lachenden Sonnenschein verklärt, als Tom die Genesende zum ersten Male ausführte, seine holde Braut. Gerade als sie die Thüre öffneten, kam ein Bote und brachte ein langes gelbes Couvert mit den Jnstgnien der Bahngesellschaft: es enthielt eine AnWeisung auf eine größere Summe, als Nell in sechs Jahren als Nachttelegraphistin hätte verdienen können, und war eine willkommene Brautausstattung! In diesem Fall hatte sich die Bahncorporation nicht als seelenlos" erwiesen. . Um, die Staion Belfoxd herum ist seitdem und es ist schon eine ge'raume Zeit nichts wieder passirt. Es war, als hätte Nellie nach ihrem Opfer wirklich den Bann gehoben: war sie doch in, mehr als einer Beziehung eine Glückbringerin, wie lie auch selber glücklich geworden war, so glücklich, wie sie es, verdiente.
Allerlei sür'S .ans.' Hühneraugen. Als eines der sichersten Mittel zur Beseitigung von Hühneraugen empfiehlt es' sich, eineLösung von 1 Theil Chromsäure in 2 Theilen Wasser zweimal täglich aufzutupfen. Nach etwa 4 Tage schäle man die schwarzbraune Kruste mit einem Messer weg. wiederhole das Betupfen u. f. w.. bis das Hühnerauge verschwunden ist. Ebenso behandelt man Warzen. Das Mittel ist ganz schmerzlos, ist aber giftig, weshalb man es vorsichtig aufzubewahren hat. Das Auflegen von einem passenden Stück einer Citrone, welches man mit einem Leinenstreifen befestigt, oder eines kleinen Umschlages von Brod und Essig (beide Abends vor Schlafengehen angewendet) ebenso das gelegentliche Betupfen mit Essigsäure, ferner täglich wiederholtes Bepinseln mit einer dicken Auflösung von arabischem Gummi wird ebenfalls als sehr wirksam empfohlen. ? Zur Bekämpfung der Schuppenbildung auf dem Kopfe wasche man den Kopf zweimal wöchentlich 'mit einer Mischung von 100 Gramm Seifenspiritus, v 50 Gr. Franzbranntwein. 50 Gr. Bay-Rum, zu welchem Zwecke man zwei Eßlöffel davon' in ein Weinglas thun und mit lauem Waffer voll gießen muß; an den übrigen Tagen der Woche wasche man mit einer Mischung von 50 Gr. doppelkohlensaurem Natron, 280 Gr. abgekochtem Wasser, 20 Gr. Kali-Sei-fenfpiritus, 2 Gr. Lavendel - Spiritus und fette danach mit einer Pomade aus 2 Gr. China - Extrakt, 2 Gr. Peru - Balsam. 4 Gr. gereinigtem Schwefel, 60 Gr. amerikanischem Vaselin. 30 Gr. Rindermark, 7 Gr. Ricinus - Oel, 1 Gr. Neroli-Oel ein. Elfenbeinmessergriffe und andere Elfenbeinsachen, die gelb geworden sind, reibt man zunächst mit einem in Soda - Seifenlauge getauchten und dann gut' ausgedrückten weichen Wollenlappen ab. Durch Verrühren mit einem Stempel (Pistill) löst man in einer . kleinen Reibschale eine Messerspitze voll medizinisches Seifenpulver in einem halben Eßlöffel voll frisch bereiteter Wasserstofssuperozdlösung und setzt sechs bis acht Tropfen Salmiakgeist zu. Mit dieser Lösung. die täglich frisch zu bereiten ist, werden die Sachen mehrmals am Tage vorsichtig mit einem Wättebäuschchen bestrichen Dies Verfahren ist eine Zeitläng zu wiederholen, das Elfenbein erlangt dann seine ursprüngliche Weiße wieder. - Kartoffel-Behandlung. Den beißenden und kratzenden Geschmack der Kartoffeln, die im Sommer. zu wenig gehäuselt wurden, oder zu lange dem Tageslicht ausgesetzt waren', 'beseitigt man auf folgende Weisen Die . Kartoffeln werden entweder gedämpft oder roh zerkleinert und mit kaltem Wasser Übergossen. Das Wasser wird fiach .6 oder 12 Stunden abgelassen und mehrere Male erneuert, damit die Kartoffeln gut ausgelaugt werden. Das Süßwerden der Kartoffeln rührt nicht von dem Erfrieren her, sondern tritt schon 2 bis 3 Grad über dem Gefrierpunkt ein. Kartosfeln, welche ohne Frost süß geworden sind, verderben leichter, als andere Kartoffeln, ein Einstampfen derselben ist also nicht nöthig. Bewahrt man süß gewordene Kartoffeln einige Tage an einem warmen Orte auf 20 Grad C.), so verschwindet der angesammelte Zucker wieder und die Kartoffeln sind nicht mehr süß. . Holzholitur. Die SchellackPolitur besteht aus einem weingeistigen Schellackfirniß, welcher bisweilen noch Mastix und Sandarak enthält, und wird auf das Holz aufgerieben.' Je poröser das Holz ist. um so concentrirter, muß der Firniß sein; Ahornholz erfordert gebleichten Schellack, zu dunklen Hölzern wird aber der Firniß bisweilen noch gefärbt. Das zu polirende Holz muß fein geschliffen und dann wieder von Oel gereinigt sein; man gießt den Firniß auf einen mehrfach zusammengelegten wollenen Lappen, schlägt feine,' reine, weiche Leinwand herum, benetzt diese mit einigen Tropfen Baum- oder Leinöl, ' und fährt nun mit dem elastischen Ballen in geraden und kreisförmigen Zügen über die Holzfläche hin. Der Firniß wird dadurch gleichmäßig ausgebreitet. Das Oel macht den Ballen schlüpfrig und muß daher von Zeit zu Zeit erneuert werden, bis der Ballen und die Holzfläche trocken geworden sind. Nöthigenfalls muß das Verfahren wiederholt werden, .damit die Harzschicht auf dem Holze genügende Stärke erhält. War beim Schleifen fehr viel Oel in das Holz gekommen, so schlägt dies nach dem Poliren aus und macht ein erneutes Poliren nothwendig. Um Möbel zu reinigen, entferne man zünächst auf trockenem Wege den Staub von ihnen und wasche' sie dann mit einem nicht zu nassen Schwamm ab. Nach dem'Abtrocknen reibe man sie tüchtig mit einem wollenen Lappen, den man mit Petroleum befeuchtet hat und reibe mit einem weichen Leder nach! DaS Aufpoliren von Möbeln erfordert zunächst ein gutes Reinigen der betreffenden Gegenstände. Dann mache man eine Mischung von Olivenöl und Terpentin auf je zwei Eßlöffel Olivenöl ein Eß löffel Terpentin feuchte damit ein Wattebäuschchen an und verreibe eö auf die Flächen. Darauf polire man mit. einem weichen Leder oder mit einem weichen Wolllavven nach!
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