Indiana Tribüne, Volume 26, Number 179, Indianapolis, Marion County, 21 March 1903 — Page 6
Jndiana Tribüne, 2l März 1903.
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Europäische Nachrichten. Baden. U tz e n f e l d. Untererheber Josef Lais erhielt die silberne VerdienstMedaille. W e r t h e i m. Werkmeister Freudenberger von Karlsruhe wurde hier als städtischer Baumeister angestellt. Früherer Stadtbaumeister war der verstorbene Chr. Wießler. W o r b l i n g e n. Die Hebamme Frau Agathe Städele erhielt von der Großherzogin für ihre mehr denn 40jährige Berufserfüllung das silberne Ehrenzeichen. Grlh-Lothritrgcn. S t r a tz b u r g. Wirklicher Geheimer Oberregierungsrath Freiherr von Freyberg - Eisenberg erhielt den Stern zum Rothen Adlecorden zweiter Klasse mit Eichenlaub und Geheimer Regierungsrath Freiherr von Liebenstein den Rothen Adlerorden dritter Klasse mit der Schleife. Oberförster Herf wurde zum Regierungs- und
Forstrathe m der Verwaltung von Elsaß - Lothringen ernannt. Der Kirchenhistoriker Professor Ehrhard in Freiburg hat einen Ruf an die in Straßburg neugegründete katholischtheologische Fakultät als ordentlicher Professor für Kirchengeschichte erhalten und angenommen. A l g r i n g e n. In der Nacht borten die Bewohner des Hauses Weber plötzlich ein Gepolter. Als man nachsah, fand man am Fuße der Treppe den Bergmann Peter Geyer liegen. Da er angeheitert war und sang, ließ man ihn ruhig gewähren. Als man aber Morgens herunter kam, lag Geyer todt auf dem C cUl XllbUVQ. Schwerin. Der Großherzog wählte von den drei ihm vom Landtag für die Stelle eines Landrathes präsentirten Candidaten den Freiherrn v. Langermann und Erlencamp auf Zaschendorf. G r a b o w. In seltener geistiger Frische und großer Arbeitsfreude konnte der Lehrer Strath seinen 70. Geburtstag begehen. N e u st r e l i tz. Dem hier wohnhaften früheren Gendarmerie - OberWachtmeister Knaack ist der Charakter als Lieutenant verliehen worden. Kaufmann Philipp Köthe stellte seine Zahlungen ein. R e h n a. Amtsanwalt Bürgermeister Hofrath Negendank hier ist aus seinem Amt als Amtsanwalt fvirn hiesigen Amtsgericht entlassen. S ch w a a y. In der Warnow fand man die Leiche des seit October v. I. vermißten Schneidermeisters Wagner von hier. Stöcnbitrg. Oldenburg. Der Sattlermeister Aug. de Vries und Frau feierten das Fest der goldenen Hochzeit. Berne. Th. Christoffers in Ganspe hat die von seinem Bruder Aug. Christoffers in Vettingbühren erworbene Stelle für 54,000 Mk. an Heinrich Hollmann in Hekeln derkauft. Der hier im Stedingerlande allgemein bekannte und beliebteSchlossermeister Georg W. Kollschen feierte seinen SO. Geburt-tag. E v e c st e n. Die Leiche eines Mannes, der von dem Abendpersonenzuge von Bremen überfahren und getödtet wurde, ist als die des Gelegenheitsarbeiters Ripken erkannt worden. F e d d e r w a r d e n. Bei der Pfarrerwahl, die unter Leitung des Geh. O. K.-R. Ramsauer abgehalten wurde, sind sämmtliche 84 abgegebenen Stimmen auf Hilfsprediger Tiarks in Delmenhorft gefatllen. Heppens. Bei dem Neubau des Herrn Eggerichs stürzten drei Steinträger vom Gerüste ab. Einer derselben, der Arbeiter Bruns aus Kopperhörn, erlitt nicht unbedeutende Verletzungen. N e u e n d e. An Blutvergiftung gestorben ist hier der Kaufmann Vosberg. Areic Städte. Hamburg. Capitän Paul E. Lünejchloß, Führer desReichspostdampfers Kiautchou". ist kurz nach seiner Heimkehr im hiesigen Hafen in seiner Wohnung von einem Siaganfall betroffen worden und demselben erlegen. Capitän Lüneschloß war 53 Jahre alt. Die 73jährige Wittlve Marrn fiel in der Amfinästraße 75 eine Treppe hinab und erlitt so schwere KopfverAtzungen, doß sie starb. Oscar Ruperti ist an Stelle des verstorbenen Ferdinand Peitzer in d,e Allgemeine Abtheilung des Börsenvorstandes bis zum Anfang des Jahres 1904 gewählt worden. Die Börsen - Commission wählte Ruperti zu ihrem Vorsitzenden. Das Landgericht verurtheilte den Director des städtischen Werk- und Armenhauses, Moraht, früheren Bürgermeister, wegen zahlreicher Amtsunterschlagungen zu vierjähriger Gesangnitzstrafe. Pastor emer. Dr. phil. Johann Heinrich Wichmann Halben ist im 67. Levensjayre nacy längerem Xietden in seiner hier an der Sedanstraße belegenen Wohnung verstorben. In der Lilienstraße wurde der 52 Jahre alte Zimmermann Reinhard Moritz Witzke. wohnhaft Rostlxkerstraße 28, von ei.iem unbebannten Mann rschlagen. In Gudendorf brannten 3dohnhaus und Scheune des L-andmrnnes W. Blohm nieder. Der bisherige Assistent bei der Deutschen Seetrrte, Dr. Gerhard Schott, ist zum Mheiluruzsvorfteher bei der Seeroarte befördert worden und hat an Stelle des in
den Ruhestand getretenen Capitän L.
E. Dinklage die Leitung der Abtheilung I (Maritime Meteorologie und Hydrographie) übernommen. Bremen. Capitän Christian Külken, einer der ältesten Bürger Bremerhavens, ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Am hiesigen Tivoli-The-ater blickte F. Heidorn auf eine 25jährige Thätigkeit zurück. Schuhwaarenhandler Christian Pentzke und die Firma Diedrich Baldewein stellten ihre Zahlungen ein. Lübeck. Der Verlag der Lübecker Nachrichten" ging aus der Ed'schen Familie an die Redacteure Wienandt und Willers über. Schweiz. Bern. Der Regierungsrath wählte an die durch den Tod von Rationalrath Zurbuchen erledigte Stelle des Bezirksprokurators desOberlande Advokat Kummer, früher Gerichtspräsiden! von Thun. Basel. In Neu - Allschvil, unweit Basel, brannte die Passavant'sche Thonwaarenfabrik vollständig nieder. Der Materialschaden wird auf 400.000 Franken geschätzt. 250 Arbeiter sind brotlos. H u t t w i l. Es wurde hier eine 70jährige Frau Flückinger von der Eisenbahn überfahren und getödtct. R ü t i. Von einem Wagen wurde der zu Stadt und Land bekannte 90jährige Violinspieler Pfenniger, einer der flottesten Geiger auf dem Lande, überfahren und schwer verletzt. Er erlitt einen Arm- und einen Beinbruch und Kopfverletzungen. S ch a f f h a u s e n. Bei der Stichwähl für ein Mitglied des Großen Stadtrathes unterlag mit wenigen Stimmen Arbeitersekretär Adjunkt Meier gegenüber dem bürgerlichen Candidaten Stoll. Gerichtsfubstitut. S o l o t h u r n. Zum RegierungsPräsidenten für 1903 wurde gewählt Regierungsrath Kyburg. Sostorreicr) - Ht. rg cxvtx. Wien. Der Kaiser hat dem Secretär der Centraldirection der Schulbücherverläge Theodor Woll den Titel und Charakter eines Regierungsrathes und dem Oberinspector des Postsparkassenamtes Karl Boynger aus Anlaß der Uebernahme in den Ruhestand den Titel eines Regierungsrathes verliehen. Wegen Unterschlagung von Büchern wurde der 26jährige Dr. phil. Adolf Ncy verhaftet. Diener Josef Heinzinger stürzte von einer Leiter und trug einen Schädelbruch davon. Ueberfahren und schwer verletzt wurde der 12jährige Sohn des Schuhmachermeistes Leopold Karhan. Wegen betrügerischen Bankerotts wurde der 30jährige Lederhändler Albert Toch verhaftet. Oberpostrath Eduard Effenbcrger wurde aus Anlaß der Uebernahmb in den Ruhestand durch die Verleihung des Konthurkreuzes des Franz Joseph - Ordens auseelchnel. Komponist und Kapellmeister C. M. Ziehrer erhielt anläßlich seines 40jährigen Dirigentenjubiläums die große goldene Salvator - Medaille. Budapest. Die ungarischen Reichstags - Abgeordneten Gustav Degen und Franz Major sind hier gestorden. Dem Gutsbesitzer Julius Grafen Karolyi und dem Concipisten im Ackerbauministerium Alexander Kelcz von Fületincz wurde die Kämmererswürde verliehen. G r a z. Ober - Postcntrolleur Jofef Freyesleben erhielt anläßlich der Uebernahme in den Ruhestand den Titel eines kaiserlichen Rathes. Groß - Kikinda. Der hiesige 83jährige Inwohner Alexander Faber hat sich erschossen. In einem hinterlassenen Schreiben gibt er unglückliche Liebe zu einer 52jährigen Frau als, Motiv der That an. G r u l i ch. Der 24jährige Bauernsöhn Johann Prix sollte von seinen Eltern die Wirthschaft übernehmen; da sowohl er, als auch seine Braut dazu nicht das nöthige Geld hatten, versuchte er sich durch einen Schuß in's Herz zu todten, verfehlte jedoch das Ziel, worauf er sich bis zur Kirchthür schleppte, wo er sich an der Thürklinke erhängte. Innsbruck. Die im Verlage der Wagner'schen Universitätsbuchdruckerei, Inhaber Eckart v. Schumacher, erscheinenden Jnns'brucker Nachrichten" traten in den fünfzigsten Jahrgang ein. Aus diesem Grunve erschien eine Jubiläumsausgabe mit vielen Aufsätzen von Universitätsprofessoren, Fachmännern und Schriftstellern. Die gegenwärtige Redaction besteht aus W. Jakob, Dr. Heindl und Hermann Prechtl. Luxemburg. Luxemburg. Zum Schul - Inspektor in Ersetzung des Herrn Olinger, der zum Inspektor des 6. Bezirks befördert worden ist, ist OberPrimärlehrer Ourth von Remich ernannt worden. D ü d e l i n g e n. In der Scheune und Stellung des MetzgersJoh. Wanderweckene entstand eine Feuersbrunst. Sämmtliche Futtervorräthe und Geräthschaften wurden Tn Raub der Flammen. Grevenmacher. Bei der Gemeinderathsnachwahl waren von 189 eingeschriebenen Wählern 158 erfchie nen. Th. Bech erhielt 102, Herr Hostert 45 Stimmen. Bech ist somit gewählt. ' ii Wilmer dingen. Es brannten die Wvhnuna und Oeionornäegebäude des Hurn Wilh. Schmitz, Wirth von Drinklingen. bis auf's nackte Mauerwerk ab. Schaden 500 Franken.
Die Berliner Nnivcrsität. Si.:e Arbeitshochschnl Bräuche und Thätigkeit ihrer Zöglinge. Ueber die Berliner Universität plaudert die Deutsche Tageszeitung": Die Berliner Alma niater hat den Ruf einer Arbeits-Universität. Sie darf auf diesen Titel stolz sein, denn sie verdient ihn in der That. Wohl geben für viele die Genüsse der Weltstadt den Ausschlag bei der Wahl des Studienorts, allein für die Glücklichen, welche die goldene Freiheit der Studentenzeit auskosten dürfen, ist der Boden der deutschen Reichshauptstadt doch nicht recht geeignet. Der Bruder Studio, der in kleineren Universitätsstädten die erste Geige zu spielen gewohnt ist, wird in der nüchternen Großstadt fast ganz übersehen. Nur in dem eigentlichen lateinischen Viertel steht er in Ansehen bei Zimmervermietherinnen und Kneipwirthen. Längst ist der alte, vornehme Bau unter den Linden, den einst Prinz Heinrich, ver geistvolle Bruder Friedrichs des Großen, sein eigen nannte, zu klein geworden für die nach Tausenden zählende Schaar der Musensöhne. Die Mediziner, die Naturwissenschaftler haben sich schon seit Jahrzehnten auslogirt, übrig geblieben sind nur die Theologen, die Juristen und die Angehörigen der zahlreichen Disziplinen, die in der philosophischen Fakultät vereinigt sind. Dennoch reicht die Zahl der Hörsäle nicht aus, weshalb hinter der Universität ein Anbau entstehen soll. Drinnen in den Hörsälen hat eben das elektrisch: Läutewerk die volle Stunde angekündigt. Ueberall öffnen sich die Thüren, und der Menschenström ergießt sich die Treppen hinunter. Die nächsten 15 Minuten, das akademische Viertel, müssen ausgenutzt werden. Da gilt es, einen Freund zu suchen, mit dem man einen Bummeloder einen Skatabend verabreden will. Andere wieder eilen in die Lesehalle, um schnell einen Blick in die Heimathliche Zeitung zu werfen. Die Hauptmasse bleibt jedoch unten im Vestibül; dort promeniren die Musensöhne und Musentöchter langsam auf und' ab. Um die mehr oder minder jungen Damen kümmert man sich im Allgemeinen nicht viel, man hat sich daran gewöhnt. Nur ausnahmsweise zieht eine besonders hübsch aussehende Kommilitonin bewundernde Blicke auf sich. Je näher der Zeiger der großen Uhr auf ein Viertel rückt, desto leerer wird es wieder. Bald sind außer dem Portier nur noch wenige zu sehen. Vom oberen Stockwerk her dringt ein dumpfes Geräusch. Es ist das Begrüßungstrampeln, womit nach alter Studentensitte der eintretende Professor begrüßt wird. Ein Verspäteter rast in langen Sätzen die Treppe hinauf. Er weiß bestimmt, daß er im Auditorium durch ein kräftiges Scharren empfangen werden wird. Ein anderes Bild entwickelt sich nach zwölf oder ein Uhr, wenn die Mittagspause eintritt. Während ein Theil der Studenten durch den Vorgarten am Helmholtzdenkmal vorbei nach den Linden seinen Weg nimmt. verläßt die andere Hälfte das Gebäude von der Rückseite aus. Durch das Kastanienwäldchen gelangt man zur Dorotheenstraße. Dort warten fast immer biedere Dienstmänner auf die Heraustretenden und drücken ihnen mit wohlwollender Miene einen Zettel in die Hand. Die meisten werfen aber bald achtlos das Papier weg, so daß schließlich die ganze Straße bedeckt ist mit den Anpreisungen eines vegetarischen Mittagstisches, einer Antiquariatsbuchhandlung oder eines Frackverleihinstituts. Der Berliner Student hat es meistens eilig. Wer tüchtig arbeiten und trotzdem sein junges Leben genießen will, muß mit der Zeit sparsam umgehen, wenigstens bei Tage. Abends singt er dafür die alte Weise Nach Hause geh'n wir nicht." Ungebetene Gäste. Eine Gesellschaft junger Leute hielt kürzlich auf der Farm T. Gehrkes, eines Junggesellen, in der Nähe von New Ulm, Minn., einen Maskenball. Man hatte bereits mehrere Stunden fröhlichen Beisammenseins verlebt, als plötzlich die große Thür der Scheune, in der man tanzte, aufgerissen wurde und zwei schwarzmaskirte Gesellen mit Revolvern eintraten. Die Tänzer blieben wie angewurzelt stehen, und auf ein barsches Wort des einen Räubers gingen alle Hände in die Höhe. Der andere Strolch machte dann bei der Gesellschaft die Runde, leerte Allen die Taschen aus, nahm den Damen auch Uhren, Ringe und dergleichiN weg, und verschwand dann mit seinem Gefährten spurlos in der Winternacht. Gehrke selbst mußte $5 baares Geld zu dem Raube beitragen; die anderen Gäste verloren geringere Summen, aber die ganze Beute mag sich doch auf T200 belauien h&zL Vergiftung vurcySchnee. In Nisch, Serbien, wurden letzthin acht Schulkinder unter eigenthümlichen Vergiftungssymptomen in ärztliche Behandlung genommen. Bei sämmtlichen Kindern zeigten sich, nachdem sie auf dem Wege zur Schule Schnee genossen hatten, um den Durst zu stillen, heftige Vergiftungserscheinungen. Die Kinder waren schwer krank. Die Symptome der Vergiftung waren ähnlich mit jenen der Opiumvergiftung. Es ist unerklärlich, wie in den sonst gänzlich reinen Schnee starke Giftstoffe aclanaen konnten.
Ausräucherung eines Negers. Ter Neger Lafayette SimS in New Orleans. La., hatte in einem dortigen Logirhause eine Bettstelle in einem Zimmer gemiethet, in welchem noch sechs andere Betten standen. An einem Morgen wollte Sims die Zimmerthür nicht öffnen, so daß der Wirth nicht im Stande war. einem weiteren Logirgast Quartier zu geben. Ter Wirth sandte nach der Polizei, und als Sims auch dann nicht öffnete, fing man an, die Thüre aufzusprengen. Sims begann jetzt auf die Polizislen durch ein Loch in der Thüre zu schießen, und schließlich verfielen die Polizisten auf den Gedanken, den obstinaten Logirgast auszuräuchern. Man warf brennende Baumwolle, mit Oel und Schwefel getränkt, in das Zimmer, und schließlich sah sich Sims, um nicht im Qualm zu ersticken, genöthigt, die Thür zu öffnen. In demselben Augenblick, als der Farbige in dem Thürrahmen erschien, schössen die Polizisten auf ihn, so daß er als Leiche Zusammenbrach. Geistesgegenwart eines Dienstmädchens. Während das Dienstmädchen Ellen Burke in Philadelphia kürzlich allein zu Hause war, hörte sie im Treppenhause ein Geräusch und erblickte, als sie hinunterging, einen baumlangen, schäbig gekleideten Kerl, der einen der werthrollen türkischen Teppiche der Halle unter seinen Arm geklemmt hielt. Von Ellen um sein Begehr gefragt, erwiderte der Fremdling, er habe dreimal vergeblich geschellt und habe die Thüre dann selbst geöffnet; er sei hungrig, habe Nichts zu essen, und wolle um einen Nickel bitn. Ellen vertröstete ihn. sie werde sofort ihren Herrn rufen; der werde ihm gewiß eine Gabe verabfolgen. Damit rief sie laut die Treppe hinauf: Herr Greenwald!" In demselben Augenblicke ließ der Strolch, den der Muth verlassen hatte, den stibitzten Teppich fallen; mit einem Satze war er dann zur Thüre hinaus und spurlos verduftet. M u t h i g e Rettung. Beim Passiren einer Kanal-Brücke bei Tover, N. I., verlor die sechsjährige Anna Arndt vor Kurzem das Gleichgewicht und fiel mit einem Aufschrei in den 20 Fuß tiefen Kanal, der voll händig mit Eisschollen bedeckt war. Ein in der Nähe befindlicher Mann hörte den Schrei und lief, da er nicht schwimmen konnte, in den nahegelegenen Laden von William Stagc, der kurz entschlössen in den Kanal sprang und, da n nicht wußte, wo das Kind sich befand, unter das Eis tauchen mußte. Mit vieler Mühe gelang es ihm endlich, zu Tode erschöpft mit dem bewußtlosen Kinde das Ufer zu erreichen. Ter Retter und die Gerettete wurden schleunigst in's Bett gepackt und durch heiße Getränke wieder in normalen Zustand versetzt. Mutter und Kinder veru n g l ü ck t. Während neulich eine Frau I. Greenwood und ihre drei Kinder, zwei Mädchen im Alter von 16 und 12 und ein Knabe von 11 Jahren, den Uebergang der ..Big Four" westlich von Springfield, O.. überschritten, wurden sie von einem nach Süden gehenden Güterzuge aus Cincinnati ereilt und in das Wasser unter dem Uebergang in eine Tiefe von 50 Fuß geschleudert. Tie Mutter und das älteste Mädchen waren auf der Stelle todt und die beiden anderen Kinder wurden tödtlich verwundet. Ter Maschinist sagte, dichter Nebel habe ihm die Aussicht versperrt. Mann mit einem Strauß e n m a g e n. In einem Hospitale zu Buffalo, N. ?)., erschien jüngst de? 24 Jahre alte Koch Claude Trimble und klagte über Unrerdaulichkeit und Magenschmerzen. Tie Aerzte unterzogen den Mann einer Operation, wobei sie in seinem Magen 453 Teppichnägel, 41 kleine Messerklingen, 142 Schraubennägel, 60 Spitzen wie von Schuster-Ahlen, 6 Unzen zerschlagenes Glas und eine drei Zoll lange Drahtkette fanden. Nach der Operation erklärten die Aerzte, daß Claude alle Aussicht habe, zu genesen. Mord und Flucht aus dem Gefängnisse. Christian T. Benson, welcher sich wegen Dieb''tahls in Olympia, Wash., in Haft befand, erschoß jüngsihin den Gefängnißaufseher David Morell und bewerkstelligte seine Flucht. Er ließ die inneren und äußeren Thüren des Gefängnisses offen, und wenn nicht Frau Jesse Mills, die Gattin des Sheriffs, noch rechtzeitig mit einem Revolver auf dem Schauplatze erschienen wäre, so würden auch die sieben anderen Gefangenen entkommen sein. F ü r st l i ch e s Geschenk. In New York hat kürzlich ein Herr, der seinen Namen der Öffentlichkeit nicht preiszugeben wünscht, der bekannten Mädchenhochschule Barnard College" für den Ankauf eines großen Grund komplexes behufs Vergrößerung der Anstalt die nöthigen Mittel zur Verfügung gestellt. Die Summe beläuft sich auf über $1,W0.(XX). Namen für neue Kriegsschiffe. Marinesekretär Moody hat beschlossen, den nach Beschluß des Kongresses zu bauenden drei neuen Schlachtschiffen von 16,000 Tonnen die Namen Vermont," Kansas" und Minnesota" zu geben und den zwei anderen neuen Kriegsschiff? von 13,000 Tonnen die Namen .Mississippi" und Jdaho."
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