Indiana Tribüne, Volume 26, Number 136, Indianapolis, Marion County, 30 January 1903 — Page 5
Jndiana TriböKe. 30. Januar 1903. 5
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Aus den Gerichtshöfen.
Geschieden. Richter McMafter bewilligte der Frau AmaNc Frederick die Scheidung von ihrem Gatten Georg. Es wird ihr noch das der Ehe entsprossene Kind zugesprochen. Scheidungsklagen in Hülle und Fülle. Nicht weniger als 6 Scheidungsklagen wurden gestern im ,Gericht ein gereicht. Adolph Jaeger wünscht von seiner ihm im November angetrauten Gattin Sophie geschieden zu werden, weil er bald nach der Trauung empfunden
haben will, daß sie als Mädchen nicht keusch und züchtig gewesen war. Jessie Harper beklagt in ihrer gegen ihren Gatten George eingereichten Scheidungsklage denselben der Truntenheit, der brutalen Behandlung und der Pflichtvernachlässigung. Charles H. Lewis, welcher seine Gattin Minnie auf Scheidung beklagt, be schuldigt dieselbe ihre Pflichten als Hausfrau und Gattin in jeder Beziehung vernachlässigt zu haben. Cora E. Trexler wurde von ihrem Gatten Charles in roher Weise behandelt. Sie wünscht daher von ihm geschieden zu'werden. Lucy Thompson hat auch nichts mehr für ihren Gatten George übrig und sie verklagt ihn daher auf Schei dung. Anna A. Griffin war in der Ehe mit ihrem Gatten George ebenfalls nicht auf Rosen gebettet. Er behandelte sie in liebloser Weise und vernach lässigte sie in jeder Weise. Bedauernswerth. FrancisZM. Elliot reichte im Kreisgericht das Gesuch ein , die 17-jährige Winnifried Lenon nach der Anstalt für Schwachsinnige in Ft. Wayne zu schicken, da sie nicht in vollem Besitz ihrer geistigen Kraft ist. Der Prozeß des Dr. Alexander. Bevor am nächsten Montag der Prozeß des Dr. Joseph C. Alexander seinen Ansang nimmt, wird der Specialrichter Bailey einen Befehl erlassen, demzufolge im Gerichtssaal nur Zeitungs-
leute, Advocaten und solche Leute geduldet werden, welche direct in dcm Fall interesnrt find. Diese Ordre wird deshalb erlassen, werden, um zu verhindern, daß der Saal überfüllt wird. Eine alte Klage. Die alte Klage von Copeland gegen Bruening kam I gestern einmal wieder vor Richter Anderson zur VerHand, lung. Dieses Mal handelt es sich um die Gegenklage,welche Wm. H. Bruening gegen W..iM. Copeland eingereicht hatte. Er ! ersucht in derselben um einen perpetuellen Einhaltsbefeb! gegen Copeland und deffen Frau nach. Der Streit entstand vor mehreren Jahren über gewisses Grundeigenthum, welches der Vater von W. H. Bruening und Frau Zopeland hinterlassen hatte. Der Prozeß iftj von beiden Parteien mit großer Bitterkeit geführt worden. Eines Tages kam es in die Office von Harris, Miller & Elam zwischen den beiderseitigen Anwälten zu einer festigen Auseinandersetzung und durch einen Zufall wurdeder Anwalt Addison C. Harris in den Arm geschaffen. Steuerschnüffler sind zu ihrer Vergütung v'e r e ch t i g t. Das Appellationsgericht hat gestern entschieden, daß ein Contract, durch welchen die County Commissäre von Park County sich verpflichteten, SteuerIchnüfflern die Hälfte von allen Steuern zu zahlen, welche von Eigenthum ein
gegangen sind,jdas bisher nicht auf der
Steuerlifte stand und deren Besitzer sich um die ZahlnngZ.der Steuern drückten, gesetzlich ist. Eine ähnliche Klage, wie die obige, liegt ach von Marion County in den Gerichten vor.
Heimath-Unterftützungs- öerein.
Ein schöner Verlauf des Stiftungs-Balles.
Daß der seit fünf Jahren bestehende Heimath-Unterstützungs-Verein zu den beliebten deutschen Vereinen der Stadt gehört, hat der ausgezeichnete Besuch, welchen sich sein gestriger, in der Columbia Halle abgehaltene StiftungsBall zu erfreuen hatte, auf's Neue bewiesen. Von Anfang an berrschte in dem freundlichen Saale unter den Theilnehmern und d?n vielen liebenöwürdi-g-n Theilnehmerinnen an dem Balle eine gemüthliche, fröhliche Stimmung vor, welche auch bis zum Schlüsse durch keinen Mißton getriebt wurde. Prof. Mayer's Musitcapclle lieferte vortreffliche Ball Musik uud nach ihren Klängen schwang Alt und Jung bis zum frühen Morgen fröhlich das Tanz dein. An der Quelle, wo der schäumende Gerstensaft floß, ging es stets sehr vergnügt zu und viele deutsche Lieder wurden gesungen. Es sei noch erwähnt, daß auch Bewirthung und Bedienung nichts zu wünschen übrig ließ. Um den schönen Erfolg, welchen der 5. Stiftungsball des Heimath Unter-ftützungs-Verein gestern Abend errang, hat sich das aus folgenden Herren bestehende Arrangements - Comite namentlich verdient gemacht : F. Rennegarbe, Vorfitzender, WmStickan, Wm, Strangmeier,H. Rennegarber, E' Wegehöft, Dick Aebker und Henry Weiland.
Rene Kohlen-ahu,
Um noch mehr von Jndiana's Kohlen zu exportiren.
In der Office des Staats-SecretärS wurde gestern die Chicago, T?rre Haute & Southeaftern Railroad Co." mit einem Capitale von $200, 000 incorporirt. Die Compagnie beabsichtigt den Bau einer KohlentransportBahn von Chicago durch die Counties Lake, Newton, Benton,Warren, Fountain, Vermillon, Pike und Vigo und
von Terre Haute nach einem Punkte in Sullivan County, um von dort
Kohlen nach Chicago zu transportiren. Die Directoren sind Nils Olsen, Bayard Taylor, D. W. Scanlon, W.
E. Cloyes, S. D. Fobes, T. I. Maguire und C. H. Glazer, sämmtlich von
Chicago.
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der Stadt, Mucho's Longfellow".
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In Ohio gestorben. Herr Leo Haller, ein früher in Indianapolis wohlbekannter Deutscher, der lange Jahre in dem Geschäft von L. 3. Ayres & Co. angestellt war, ist in. Trenton, Ohio, woselbst er ein Grocery-Geschäft betrieb, von einem Schlaganfall dahingerafft worden. Herr Haller kam in seinem 17ten Le densjahre aus Elsatz'Lothringen nach hier und nahm seiner Zeit in hiesigen deutschen Kreisen eine geachtete Stelle ein. Der Verstorbene war 62 Jahre alt und hinterMt eine Mttwe und 2 Kinder.
Die Grubenarbeiter wollen den Versuch machen, vor der Streikkom
Mission der Kohlenbarone Verantwor
tung für den Kohlenmangel officiell feststellen zu lassen. Angesichts der vorzüglichen juristischen Kräste, welche den Herren zur Verfügung stehen, dürfte dies ein recht schwieriges Stück Arbeit abgeben und das Unterfangen kann die damit nothwendig verbündenen endlosen Verschleppungen kaum rechtfertigen. Wer die wahren Schuldigen der Kohlennoth jetzt noch nicht kennt, wird dies auch nicht durch die Kommission erfahren. in
Göttfried Bionninger's Cafe, Ohio und Illinois Straße. Größte Auswahl in Rheinweinen Whiskies und Cigarren, sowie in allen DeUcateffen der Saison. Alleiniger Agent von der berühmten Marke 5il ver Age, Absolut Pure Rye".
koreanische Ersiildungm. Japanisch? und Mandschu-Jnvasioncn und dcrcu Wirkungen.
Da Lchild??ötn:sÄisf und der Heldentod seic rfinder5 kprenageschosse. Hängebrücke nd Buchdruck Koreas Kultur- und witift schädlicher Bsall. In Korea, so schreibt ein ostasiatischer Berichterstatter, liegt heute das Land vielfach brach, und das Volk üefindet sich in einem traurigen Zustand politischer und sozialer Verkommenheit. So war es jedcch nicht immer. Es gab eine Zeit, in der Korea einen erstaunlich hohen Kulturstar.d besaß, und als die Noth an die Koreaner herantrat, da zeigten sie sich sogar als geniale Erfinder. Es war im letzten Viertel des 16. Jahrhunderts. In Jcpan hatte der Usurpator Hideyoshi die Herrschaft an sich gerissen, und er faßte den Plan, Korea und China zu erobern. Die Japaner waren damals schon mit der Anfertigung und dein Gebrauche rcn
Feuerwaffen bekannt. Hidcvoshi setzte im Jahre 1592 auf 4000 Transportschiften nach Südkorea nicht weniger als 300,000 Mann über, denen dort kaum 10,000 mif Pfeil und Speer ausgerüstete Koreaner cegenüberstanden. Kein Wunder, daß die lampfgeübten fremden Heerschaaren wie ein Sturmwind über das Land fegten und in raschem Siegeszuge. Alles vor sich niederwerfend, bald die Hauptstadt Seoul eroberten. Zwei Monate nach der Landung waren die Japaner zum Einmarsch in China bereit und beorderten die an der Südspitze von Ksrea gebliebene Flotte mit Verstärkungen und namentlich mit Proviant nach Norden zu gemeinsamer Aktion in Liao Tung. Zur Besetzung der zahlreichen Städte und Festungen, sowie zur Sicherung der Verbindungen waren bedeutende Truppenmassen nothwendig. Ta aber erschien der koreanische Adnural Aisunsin mit seiner Flotte und einem von ihm erfundenen Panzerschiff uf dem Schauplatze und brachte der japanischen Flotte eine vernichtende Niederlage bei. Der wesentliche Grund für den entscheidenden Erfolg lag in dem Panzerschiff, das in der Form einer Schildkröte konstruirt und das erste Kriegsfahrzeug seiner Art war, das je erstellt worden ist. Das Schiff besaß, außer einem starken Widder, ein konvexes Deck aus Eisenplatten, ahnlich dem Rücken einer Schildkröte. Vorne hatte das Ungethüm einen mächtigen metallbeschlagenen Drachentopf, aus welchem die Mannschaft Pfeile und andere Geschosse senden konnte. Hinten und an den Seiten waren zum gleichen Zweck gepanzerte Oeffnungen angebracht. Auf dem gewölbten Deck war je ein schmaler Gang von vorn nach hinten und von einer Seite zur anderen, sonst starrte die ganze Oberfläche von Eisenspitzn und Speeren, so daß kein Feind daraic denken konnte, es zu entern. Das eiserne Deck schützte ferner gegen Feuergeschosse. Trotz seiner Schwere war es durch seine gemale Bauart zugleich schneller, als irgend ein anderes Fahrzeug. Dieses Schildkrötenschiff rammte und versenkte an einem Tage nicht weniger als 37 japanische Kriegsschiffe, worauf die übrigen, irgend einen dämonischen Spuk vermuthend, erschreckt die Flucht ergriffen, aber meist nur. um von den anderen koreanischen Schiffen vernichtet zu werden. Tie Vernichtung ihrer Flotte beraubte die Japaner nicht blos der erwarteten Lebensmittel und Truppenverstärkungen. sondern schnitt sie von ihrer Heimath und ihrer Operationsbasi ab. Durch Guerillakrieg machten die Koreaner den fouragirenden Feinden schwer zu schaffen, die bald auch von Krankheiten heimgesucht wurden. Unter solchen Umständen konnte von einem Einfall in China keine Rede sein, und die Japaner waren genöthigt, sich vor einem anmarschirenden chinefischen Heer, dem sich Alles anschloß, zurückzuziehen und schließlich in ihre Heimath zurückzukehren. Ganz derselbe Hergang wiederholte sich bei der zweiten Invasion Koreas durch die Japaner im Jahre 1598. Wieder drangen die japanischen Heere siegreich bis zur Hauptstadt vor, diese zerstörend und alles verwüstend, und wieder vernichtete Disunsin, der dies-
mal über mehrere Panzer verfügte, die Flotte der Japaner im Süden, so daß
auch dieser Feldzug mit deren Rückzug
endete. In dieser Seeschlacht wurde
Nlsunsin von einem Pseüe schwer ge
troffen; er fuhr fort, den Kampf zu lenken, bis der Sieg erfochten war, und
hauchte dann seine Heldenseele aus.
Der Erfindungsgeist der Koreaner
brachte auch die ersten Sprenggeschosse. Die Koreaner zwangen einst eine voraeschobene japanische Garnison zumAb-
zug durch die Erfindung eines gewissen Richosun: Derselbe schleuderte mit
Hilfe von Pulver aus einer Bambus
kanone mächtigeKugeln in die belagerte Feste. Sobald sie zu Boden fielen oder irgend etwas berührten, platzten ste.
Die erste dieser Kugeln fiel in den
Schloßgarten, und die japanisch m Krieger liefen herbei, um sich das Ding anzusehen. Da barst es mit einem er-
schutternden Knall, und die Kugel zer-
sprang in tausend Stücke. Kan zählte
mehr als 30 Todte. Auch die Nichtgetroffenen sanken betäubt zu Boden. und die tapfersten Krieger verloren den
Muth. Noch viele solche Kugeln wur-
den in die Burg geworfen, die denn
auch schließlich geräumt wurde.
Die Koreaner haben ferner die erste
große Hängebrücke gebaut. Im Jahre 1392 weigerte sich der Führer der chincsischen Hilfarmce. die Japaner auf
ihrem Ruckzua nach Suden über den
Jnijin-Fluß zu verfolgen, wenn nicht
eine Brücke geschlagen werde, auf dcr
seine 120,000 Mann sicher passiren
können. Da liehen die Koreaner überall groß? Mengen einer zähen, festen Schlingpflanze, Cüik genannt, sammein, die oft 330 Fuß lang wird. Aus
diesen drehien sie a t mamtiae Seile.
Diese wurden an Bäumen und starken
eingerammten Ballen befestigt, auf
Vooicn über den Fluß gebracht und dort wieder ebenso verankert. Um sie über Wasser zu halten, wurden große Eichenstämme im Fluß befestigt. Dann
wurde Holz und Reisig auf die acht parallelen Seile gelegt, und darüber kam Erde und Sand. Als die Brücke sich fest erwies, konnten sich die Chinesen nicht länger weigern, den Fluß zu kreuzen, u:o sie trug denn auch die 120,000 Chinesen, die koreanische Armee und all ihren Troß glücklich auf's andere Ufer. Schließlich sei noch eine friedliche Erfindung, der Buchdruck mit bewege lichen Lettern, erwähnt, der in Korea 60 Jahre früher als in Teutschland erdacht ward, und zwar druckte man sofort mit metallnen Typen des phonetimm koreanischen 2llphabets. Da aber die chinesische Kultur ihren Einfluß in Korea nach wie vor behauptete, und da für die vielen tausend verschiedenen chinesischen Schriftzeichen der Typendruck sich nicht eignete, so verschwand er wieder völlig.
Korea hat sich von den Verwüstungen der japanischen Invasionen nie erholen können, um so weniger, als bald darauf, während in Deutschland der 30jährige Krieg (1618 bis 1648) wüthete, die Mandschu Korea zweimal mit Krieg überzogen und zerstörten, was die Japaner übrig gelassen hatten. Schwicriges Problem. Broh'Neiv ftortd immenser Paffaglnverkeh und seine Bewältigung. Mehr denn je werden zur Zeit in New Jork Anstrengungen zur Lösung des Problems des Passagierverkehrs gemacht, der- so gewaltig gewachsen ist, daß die dortigen Berkehrsfazilitäten den gesteigerten Anforderungen schon lange nicht mehr genügen. Mit welch' schwierigen Aufgaben man hierbei zu rechnen hat, dürfte auS den nachfolgenden Zahlen erhellen: Die Bevölkerung der Stadt GroßNew Jork betrug nach dem Census vom Jahre 1900 3,437,202 Seelen und nach eine? annähernden Schätzung am 1. Januar 1903 3,632,000 Seelen. 2ie Counties' von Bergen, Essex und Hudson, welche gerade am anderen Ufer des Hudson in New Jersey liegen und mit den Städten Bayonne, Jersey City, Hboken, Weehawken, Englewood, Hackensack, Newark und anderen kleineren Ortschaften so eng mit New Fork durch geschäftliche Bande verknüpft sind, wie irgend ein Borough der Metropole, sirljd, wenn man die Transportfrage vom allgemeinen Standpunkt ansieht, mit ihrer Bevölkerung ebenso abhängig von New Jork, wie die anderen. Die Einwohnerzahl des Territoriums, welches heute Groß-New York bildet, ist in den 40 Jahren von 1860 bis 1900 von
1,174,479 auf 3,437,202 gewachsen. Fast ebenso bemerkenswerth war die Zunahme der Bevölkerung der Counties jenseits des Hudson in den letzten zehn Jahren; sie wuchs in Hudson County von 276,126 auf 386,048 Köpfe an, in Essex County von 256,098 auf 359,053, in Bergen County von 47,226 auf 78,441. Im Jahre 1860 betrug die Gesammtzahl der beförderten Personen in der Stadt New Aork 50,830,173, die naturgemäß sämmtlich auf Konto der Straßenbahnen entfielen, da es damals noch keine Hochbahn gab. Im Jahre 1902 beförderten die Straßenbahnen 866,682,081 Personen und die Hochbahnen 284,864,901 Personen. Während im Jahre 1853 auf den Kopf der Bevölkerung 13 Fahrten im Jahre kamen, benutzte im Jahre 1902 jeder der Bewohner 415 Mal eine der öffentlichen Verkehrslinien. Die lokalen Transportlinien haben heute täglich über 4,000.000 Menschen zu befördern, von denen etwa 2,500,000 auf Manhattan und Bronx, 1,200,000 auf Brooklyn und Queens und 400,000 auf die Linien jenseits des Flusses in New Jersey entfallen. Deutsche Arme in Par i s. Zur Linderung der Noth unter den in Paris lebenden Deutschen wird alljährlich seitens des dortigen Deutschen Hilfsvereins" viel beigetragen. Der Hilfsverein, 1844 gegründet, hat seine Glanzzeit vor dem Kriege 1870 1871 erlebt, und seine Thätigkeit seitdem, wenn auch mit bescheideneren Mitteln, so doch ununterbrochen fortgesetzt. Ehrenpräsident ist der jeweilige deutsche Botschafter, Präsident der jeweilige bayerische Vertreter, Vizepräsident. das heißt der eigentliche Arbeiter, ein Mitglied der deutschen Kolonie. Deutsche Fürsten und Städte tragen zu den Vereinskosten bei, so daß die Einnahmen auf 70.000 bis 80.000 Francs jährlich steigen; die Ausgaben halten freilich damit ohne Mühe Schritt. Die Zahl der unterstützten Armen beträgt zwischen 3000 und 4000, die der nach der Heimath Zurückbeförderten zwischen 600 und 700. die Zahl der unentgeltlichen ärztlichen Behandlungen 3000 bis 4000.
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C leveland Divifi.,
t bedeutet täglich, auszenvmmen Sonntag.
Abgang , 4 40Bm 6 45Bm 7 2093m , 8 00Nm 11 1093m 2 55Vm . 4 45Nm 3 6 25Nm
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