Indiana Tribüne, Volume 25, Number 218, Indianapolis, Marion County, 6 May 1902 — Page 4

Jnn Tribüne. 6. Mai 190.

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Indiana Tribüne. H,rauSzeeben von der Guttttbcrg E. Indianapolis, Ind.

Harry O. Thudium Präsident. Geschäfts local: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 6. Entered at the Post Office of Indianapolis as second dass matter. Eine originelle Werbung. Ludolf v. Münchhaufen. der 1590 einem der ältesten Abelsgeschlechtei Westfalens entsprossen, war einer der bekanntesten Bannerherren dieses Namens. Man rühmt ihm nach, daß ei niemals ein unwahres Wort gesprochen habe und von einem so unerschütterlich redlichen Charakter gewesen sei, daß Jedermann auf sein einfaches Wort ebenso fest bauen konnte, als hätte er Brief und Siegel darüber gegeben. Dieser Ritter erwählte seine Gemahlin aus einem alten, vornehmen und angesehenen Geschlechte der Mark Brandenburg, nämlich das edle und tugendsame Fräulein Anna v. Bismarck, Tochter Abrahams v. Bismarck, Erbherrn zu Krossen und Schönhausen, und seiner Gattin. Anna Schenk, Tochter vom Hause Flechtingen. Die Werbung Münchhausens geben wir hier mit den Worten des Chronisten wieder: Da er um Annen v. Bismarck warb, wollte sie sich zieren. Da spracki er zu ihr: ,Annchen! Willst Du. so willst Du! Sonst gibt es der Mut-ter-Töchter noch mehr!' Sie sagte zu. aber unter der Bedinguug, daß er seinen Zwickelbart abschneiden solle. Er aber faßte ein einzelnes Haar und sprach: ,Annchen, sieh, auch nicht dieses Haar!' Nun war sie's auch zufrieden. Sie heiratheten sich und lebten sehr glücklich miteinander!" Bismarck-Miqucl ein Kontrast. Starke Widersprüche in Harmonik gesetzt macken den Charakter jedes bedeutenden Mannes aus. Eine solch Natur, in der sich die entgegengesetzte sten Eigenschaften ausbalanciren Härte mit Sanftheit, Verwegenheit mi: Vedachtsamkeit, vorbeugende Einsich und hemmender Eigensinn, berechnendt List und naive Unbekümmertheit cim solche Natur etwa war Bismarck. Hiei war Alles auf's Feinste abgestimmt, be; Erfolg verdient, der Mißerfolg keim Wirkung der Schwäche, sondern ein Unterschähung des Widerstands, alsc ein Fehlgehen des Urtheils. Der ehemalige Oberbürgermeister von Frank furt war so klug wie Wenige, aber ir dieser Klugheit lag ein Auflösendes Die Skepsis. Bismarck verachtete ri. Menschen, weil cr sie kannte, aber t beugte sich vor den Ideen; Miquel verachtete die Ideen, obgleich er sie kann!? aber er beugte sich vor den Menschen Er verstand Alles, auch das Subtilste, aber er wußte, daß es nicht ein Wahrheit in der Welt gebe, für die mai unter Umständen zu sterben bereit seir muß, sondern eine ganze Menge vor Wahrheiten, die alle gleichviel ode? gleichwenig werth sind, um die zr kämpfen sich nicht verlohne. Diese? Vorzug des Philosophen wurde zurr Ruin des Staatsmannes. Nur wer ar sich und seine Sendung glaubt, derr glauben auch die Anderen. An diesen Mangel an Selbstüberzeugtheit, an dieser wie treulos berührenden innere? Lässigkeit ist Johannes v. Miquel mi: seiner Lebensarbeit schließlich gescheitert. Viclumworben. Die Königin Elisa beth von England blieb bekanntlich unvermählt, doch an Bewerbern um ihre Hand hat es ihr nicht gefehlt. Zuerst lehnte sie die Hand Philipps des Zweiten von Spanien ab. Dann erhielten gleichzeitig Friedrich der Zweite von Dänemark und Erich von Schweden abschlägige Antworten, als sie sich um t bewarben. Katharina von Mediet bot ihre Söhne, Franz, Karl und Heinrich, den einen nach dem anderen, an. Auch Erzherzog Karl, der Sohn des Kaisers Maximilian des Zweiten, ging einmal, aber vergeblicher Weise auf die .Brautschau an den englischen Hof. Elisabeth starb unvermählt. Ter krme Azor. Der franzosische Schriftsteller Monfelet war ein?r der größten Feinschmecker seiner Zeit und als solcher in ganz Paris bekannt. Als im Jahre 1870 Paris belagert wurde, zog auch im Hause Monselets SchmalHans als Küchenmeister ein. Die Lebensmittel gingen nach und nach auf die Neige, und schließlich sah er sich genöthigt, sogar einen Hund zu schlachten, den er sehr gern gehabt hatte. Als die Mahlzeit beendet war, sammelte Monseiet die Ueberbleibsel auf einen Teller und sagte mit traurigem Seufzer: Der arme Azor! Wenn er jetzt da wäre, er würde seine Freude haben; er fraß die Knochen immer so gerne." Während 'des Manövers. Bäuerin: Ich wollt' mich beschweren, Herr Hauptmann; Ihre Leute haben heute auf dem Felde meine Tochter geküßt!" H a u p t m a n n (der gerade sehr beschäftigt): Ja, darum kann ich mich jetzt nicht kümmern! Das wird später bei der Flurschadenvergütung regulirt werden!"

Allerlei.

Ein interessanter Erb Prozeß schwebt im Gerichte in Louisville, Ky. $ftn 22. Juni vergangenen Jahres wurden der deutsche Gärtner Gco. Weiß und seine Gattin Caroline von einem Blitzstrahl getroffen und getobtet. Weiß hinterließ eine LebensVersicherung, deren Betrag nach den Bestimmungen der Police im Ueberll.'bungsfall seiner Gattin zufallen, im Falle des früher erfolgenden Todes der Frau jedoch oem Manne zur freien Verfügung überlassen bleiben sollte. Dem Bunde der Eheleutc waren drei Kinder entsprossen; beide Gatten hatten aber Kinder aus erster Ehe mit in sie neue gebracht. Die Frage entstand nun, wer zuerst den Tod fand, da von diesem Umstand die Erbberechtigung der mit in die Ehe gebrachten Kinder abhängt. Die Erhebungen ergaben angeblich, daß sich bei Frau Weiß mehrere Minuten lang noch Spuren von L'ben zeigten, als nach der Katastrophe Nachbarn hinzueilten, daß der Mann aber schon todt war. Wenn das Gericht dementsprechend seine Entscheidung 'bgiebt, würde die Vcrsicherungssumme ausschließlich den Kindern der Frau Weiß zufallen. Durch eine Scheidungsklage, welche der schwedische Porträtmaler NUes Larsen in Trenton, N. I., angestrengt hat, wird der alte Ven Akiba mit seiner Sentenz Es ist schon Alles dagewesen!" wieder einmal ad absurdum" geführt; Larsen will nämlich geschieden werden, weil er nicht weiß, ob seine Gattin ein Mann oder ein Weib ist". Wie es in der Klage beißt, fand die Trauung vor 16 Iah ren in Minnefota statt und wurde von einem Baptisten - Pfarrer vollzogen. Das Paar machte eine Hochzeitsreise" nach Norwegen und Schweden und ließ sich nach der Rückkehr in Brooklim häuslich nieder. Später brachten sie längere Zeit auf einer der Frau" Larsen gehörigen Farm in Vermont zu, wo die Frau" pflügte, Holz fällte und andere schwere Arbeit verrichtete. Strümpfe stopfen, Kochen, Waschen und andere weibliche Arbeiten gingen ihr total gegen den Strich. Die Farm wurde aber schließlich doch aufgegeben, weil sie sich nicht bezahlte und Frau" Larsen etablirte in New Fork eine Dampfwäfcherei, während Larsen nach Park Ridge, Bergen County. ging. Larsen beschwört, die Frau" habe cs so viel wie möglich vermieden, mit ihm allein zu sein und, wenn dies nicht zu vermeiden gewesen sei, habe sie sich stets sehr scheu vor ihm zurückgezogen. Dann sei sie ihm vor etwa drei Iahren mit der Erklärung, sie passe nicht zu ihm", durchgebrannt. A m a l i c L a w.r en c e beging in Hoboken. N. I.. auf ungewöhnliche Weise Selbstmord. Mehrere Freunde waren Abends bei ihrer Familie zu Besuch und Frau Lawrence ließ Bicr holen. Nachdem sie allen Anderen einaeschenkt hatte, füllte sie ihr eioenes Glas bis zur Hälfte mit Bier. goß Karbolsäure hinzu und trank die 9ft.se ing. ehe man ihr das Glas entreißen konnte. Sie war todt, ehe ein Arzt erschien. Frau Lawrence war 49 Jahre alt und wog 300 Pfund. Ihr Gatte war feit drei Monaten außerStellung, und nun hatte noch der Hauswirth ihnen angekündigt, daß sie ausziehen müßten, wenn sie die Miethe nicht bezahlen kennten. Dies scheint die Frau zur Verzweiflung getrieben zu haben. Auf seiner Ranch am Henry Lake in Montana ist Richard Rock, einer der besten Kundschafter in 5lndianerkriegen, von einem Büffel, den er selbst auferzogen, zu Tode gespießt worden. Rock war einer der Späher der von den Indianern fast ganz vernichteten Custer - Erpedition ; er soll es gewesen sein, der Custer die Kunde von der Anwesenheit der Jndianer unter Sitting Bull überbrachte und ihm rieth, das Kommen von Reno abzuwarten, ehe er die Rothhäute angreife. Vor ungefähr einem Jahre wurde Reno von der Regierung in den Dellowstone Park geschickt, um die dort vorhandenen Büffel zu zählen. Frau Luetgert spukt" wieder. Mary Simmering, dit als Entlastungszeugin in dem sensati?nellen Luetgert - Prozeß in Chicago auftrat, ist geporben. und gleichzeitig kommt die Kunde, daß Frau Lernst Luetgert, die angeblich von ihrem tot ten, dem Wurstmacher Adolph L. Luetacrt. ermordet und deren Leiche von ihm in einem Bottich durch Säuren aufgelöst sein soll, wieder einmal aufgetaucht ist. und zwar in Alma Mott Heim, an Austin Avenue zu Chicago, wo sie untcr dem Namen Mary Robbins Aufnähme jano. Anwalt W. A. Vincent, rer Vertheidiger Luetgerts, wird nichlZ unversucht lassen, um die Personalien der anscheinend übergeschnappten Frau, die in Lumpen gekleidet, ziellos umherirrend, von der Straße aufgegriffen wurde, feststellen zu lassen. Mary Robbins hat drei Warzen, eine auf der Stirn, die andere über der Oberlippe und die dritte auf der rechten Wange, angeblich genau wie Frau Luetgert. Der Daumen ihrer rechten Hand ist ungewöhnlich lang; das war auch bei Frau Luetgert der Fall, und außerdem fasste ungewöhnlich kleine Füße. Die kleinen Füße sollen der Stolz der Frau Luetgest gewesen sein. Mary Robbins ist 5 Fuß 4 Zoll yro.ß und hat graues iüx, doch ist dieses stellurweise noch b.on). Frau Luetgert hatte bekanntlich schöneblondeS frnar. Däes,s mrjirjürhta Ä.

raniineniressen von vesonoeien Kennzeichen brachte die Matrone des Heims, Frau Mary H. Killip, auf den Gedanken, daß ihre Schutzbefohlene wahrscheinlich Frau Luetgert sei. und sie setzte schließlich interessirte Personen in Kenntniß, die eine Untersuchung einge leitet haben. Feuer im Schiffsraum. Die 835 Zwischendecks - Passagiere. welche vor einigen Tagen mit dem Dampfer Marco Minghetti" von Neapel in New Dork anlangten, hatten keine Ahnung von dem 13stündigen Kampf, den die Offiziere des Dampfers mit einem Feuer hatten, welches denselben zu zerstören drohte, als er einen Tag in See war. Der Dampfer verließ Neapel am 23. März. Um 2 Uhr am darauffolgenden Nachmittag ward entdeckt, daß einige Ballen Heu brannten, welche zur Fütterung mehrerer Ochsen mitgenommen worden waren. Die Luken zum Hauptdeck wurdeil sofort geschlossen und Dampf in den Raum gelassen, sowie die Bekämpfung des Feuers durch Wasser vorgenommen. Der nächste Hafen war die Insel Cagliari, die man erst am nächsten Nachmittag erreichen konnte. Ueber dem Raum, wo die Flammen wütheten, befand sich der Gepäckraum. Die Habseligkeiten der Zwischendeckspassagiere wurden zum großen Theil sehr beschädigt. Dreizehn Stunden wüthete das Feuer, ehe es gelang, dasselbe unter Kontrolle zu bringen. Den Passagicren, die nach der Ursache des Rauches fragten, wurde gesagt, das Schiff werde ausgeräuchert. Die Gesellschaft ersetzte den Zwischendeckspassagieren den ihnen durch das Feuer entstandenen Verlust. Gei st eskranke Mutter steckt die Tochter an. Fräulein Elsie Hedrick, welche als die Schönheit in den exklusiven Kreisen in Astoria, L. I., gilt, wurde vor einigen Tagen plötzlich irrsinnig, nachdem sie mehrere Jahre lang fortwährend ihr? geisteskranke Mutter gepflegt hatte. Die Familie hätte die kranke Frau bei ihrem Reichthum leicht in einer PrivatAnstalt unterbringen können; die Tochter lieh dies jedoch nicht zu, da sie die Mutter selber pflegen wollte. Kürzlich rief Fräulein Hedrick vom Hofe ihres Hauses aus, wo sie mit aufgelöstem Haar stand, verschiedene Nachbarn an die Fenster und hielt denselben e.ne längere Rede, in der sie erklärte, sie sei die Gattin von Dr. Kendry, einem wohlbekannten Arzt in Astoria. Sie wollte Frau Kendry genannt werden. Magistrat Smith wurde benachrichtigt, der die Kranke durch einen Polizisten nach dem Gericht bringen ließ, wo j:e auf die Frage nach ihrem Namen dabei blieb, daß sie Frau Kendry sei. Die Unglückliche wurde nach dem CountyGefängniß gebracht, wo sie bis zu ihrer Ueberführung nach der Staats-Jrren-anstatt bleiben wird. Die Aerzte sind der Ansicht, daß hier ein Fall von Ansteckung vorliegt. Beim Pflügen auf sein e m Felde legte der Farmer M. I. Finster bei Eldora, Ja., mit seinem Pflug ein Vlechgefäß blos, das mit Gold- und Silbermünzen angefüllt war. Vor kurzer Zeit hatte er schon einmal auf seiner Besitzung einen Geldfund gemacht. Er riß ein altes Gebäude ein und ein Regen von Silbermünzen fiel auf den Boden. Man nimmt an, daß ein früherer Eigenthümer der Farm seine Schätze an beiden Plätzen versteckt hatte, aber starb, ohne Jemanden sein Geheimniß zu offenbaren. Mit Hilfe seiner Zähne rettete Alderman Louis' Wallace in Si. Joseph. Mich., einem Manne das Leben. DerDampfer Tourist" wurde während eines Sturmes von seinem Ankerplatze losgerissen und fuhr auf einer Sandbank auf. Wallace, Willis Moulton und Kapt. Art. Habel fuhren im offenen Boote nach dem gestrandeten Fahrzeuge. Ehe das letztere den Dampfer erreicht hatte, schlug es um und die drei Männer fielen in's Wasser. Wallace und Habel erreichten das Deck des Dampfers, während Moulton zu versinken drohte. Wallace legte sich auf das Deck, faßte Moulton's Rockkragen zwischen die Zähne und hielt den Mann so lange über Wasser. bis Hilfe kam. Der Baptistenprediger Jacob Kurtz in Waynesboro, Pa., hatte gegen seinen Amisbruter Jacob AlSinger in Dork eine Schadenersatzttage um $25,000 angestrengt, weil diese, gesagt haben soll, daß der Kläger nicht vom heiligen Geiste beseelt sei. Aber Rev. Kurtz wird sich wohl mit dem Be wuhtsein, ungerecht zu leiden, trösten und aus das 25,000-Pflaster verzichten müssen, denn er wurde veranlaßt, die KlaLe zurückzuziehen, da die Vorschriften der deutschen Baptistcnkirche Prozesse unter ihren Gliedern verbie-

!ten. Pastor Kurtz ersuchte nach Zu- , rückziehung seiner Klage den Pastor i Aldinger, einen' der ältesten und begüWertsten Prediger der Baptistenkirche. um Widerruf der anstößigen Erklärung, doch will der Letztgenannte von einem solchen nichts.wissen. Die Olympischen Spie l e. Der ameriknische Repräsentant der deutschen Abtheilung für die in Chicago projektirten olympischen Spiele, Herr Edward Breck von No. 16 Gramercy Park, hat soeben ein interessantes Schreiben vom dtschenBotschafter von Hclleben aus WashingtonchÄteA. In demselben theilt dercäsMer'rii. tt habe eine Unterredung mit dem Drüsi

ixnitii uciix uca ipiujcuc ycijatn, 1. das Herr Roosevelt das größte Interesse bekunde. Dabei habe er die Hoffnung ausgesprochen, Deutschland würde seine besten Athleten nach den Vereinigten Staaten schicken, um sich an den Spiej len zu betheiligen. Besonders habe er j betont, er würde es gern sehen, wenn j gute Fechter seitens der deutschen Studentenschaft hierhergesandt werden wür- ! den. um ihre Kunst zu zeigen.

ti.i.rr3 V 3 Duell mit Metzgermeffern. Ein Kampf mit ).8zölligen Metzgermessern, dem wahrscheinlich zwei Menschenleben aurn Ovser fallen werden, fand vor einigen Äbenden in der Küche des Union League Club in Chicago statt. Die Betheiligten waren der Metzger Emil Colton und der Overkoch Jules Kuntz. Sie stachen und hieben nach einander, bis beide vom Blutverlust erschöpft zu Boden stürzten. Colton's linke Hand war am Handgelenk fast durchschnitten und Kuntz hatte vier Wunden, die acht Adern durchschnitten und einen Schädekörch davongetragen. Der Zweikampf dauerte volle zehn Minuten und mehrere andere Angestellte des Klubs waren Augenzeugen des Gemetzels. Die Männer wurden erst getrennt, als sie. schwach vom Blutverlust zu Boden sielen und doch noch nach einander zu stechen versuchten. Beide waren bewußtlos, als sie aus der Küche g tragen wurden. Colton war aus dem Klub entlassen worden und der Streit entstand, als er Kuntz beschuldigte, seine Entlassung herbeigesührt zu haben. E i n vernünftiges und zeitgemäßes Gesetz existirt im Staate Illinois. Danach wird nicht nur das Tödten der Singvögel und Wildvögel und das Ausnehmen der Nester mit einer empfindlichen Strafe belegt, fondern auch jede Dame, die Vogelleichen, Flügel oder Federn von solchen Vögeln, die nicht als Nahrung dienen, auf dem Hute trägt, sowie jede Putzmacherin, die solchen Hutschmuck verkauft, ist strafbar. Das Beste aber ist, daß verschiedene prominente Gesellschaftsdamen in Chicago es sich jetzt vorgenommen haben, diesem Gesetz auch Geltung zu verschaffen und darauf dringen wollen, daß jede ihrer Mitschwestern, die sich einer Uebertretung des betreffenden Gesetzes zu schulden kommen läßt, prompt verhaftet und bestraft wird. Tausende von zartbesai teten Damen, die ihrem Schooßhündchen eine Jacke anziehen, damit das Thierchen sich nicht erkälte, denken nicht daran, daß für ihren Kopfschmuck Tausende von Vögeln, die durch ihren Herrlichen Gesang und durch die FarbenPracht ihres Gefieders Ohr und Aug' entzücken, ihr Leben lassen, und viele Tausende von jungen Vögeln im Neste qualvoll verhungern müssen, weil die Eltern von ruchloser Hand habgieriger Menschen getödtet wurden. Eine Frau aber, die das beherzigt, wird sich keine Vogclleichc als Schmuck auf den Hut stecken lassen, ob gesetzlich verboten oder nicht. E i n sensationeller Fund ist in der Nähe von Das Hill. in TradiZ (5o., Texas, gemacht worden, nämlich die Leiche der Frau Ernestine Levi, die, wie man annahm, bei dem Brande ihres Heims umgekommen sei. Die Leiche wurde in einem Loch im Barton Crcek gefunden. John Dittmann, Emil Rißmann und die Gebrüder Spillmann waren auf der Suche nach Vieh, als sie die Leiche entdeckten. Sie war mit Stricken umwickelt und mit Gewichten beschwert worden. Die crsten Nachricktcn lassen nicht ersehen, auf welche Weise die Frau ermordet wurde. Als das Heim verbrannte, wurden in der Asche kleine Knochentheile gefunden und man nahm an, daß die Frau bei dem Brande ihren Tod gefunden habe. Ein alter Mann, Namens Noskey. der auf der Levi'schen Farm arbeitete, wurde verhaftet, cr bchauptet aber, nichts von der Sacke zu wissen. In der ganzen Gegend herrscht die größte Aufregung. D i e Chinesin Frau Lin Heung wurde in ihrem Hause in Portland, Oregon, ermordet und das Haus in Brand gesetzt. Als des Verbrechens verdächtig wurde der chinesische Doktor Lee Po T es verhaftet. Der Mann der ermordeten Frau kehrte vor vier Iahren nach China zurück. Der verhaftete Doktor kam vor elf Monaten nach Portland und verliebte sich bald in Frau Heung. Als Ing Gee Hcung, der Mann der ermordeten Frau, diese aufforderte, ihm nach China zu folgen, wollte der Doktor ihr dies nicht gestatten und es entstand deshalb ein Streit zwischen Beiden. Nach dem Gutachten des Coroners wurden der Frau Heung vier Stiche in den Hals mit einem sckarfen Instrument beigebracht. Vinen gräßlichen Tod fand der 10 Jahre alte Jesse Hendershot aus Masontown, Pa. Der Knabe spielte auf einem der Cokeöfen der Bes- ! semer-ZPerke. als er das Gleichgewtcht i verlor und in die feurige Lohe stürzte, i Ein Arbeiter Namen Frank Chambers I eilte dem Knaben zu Hilfe. eher ihn ' aber bnausziehen konnte, hatte der Tod bereits -sem Werk vollbracht. Der älteste weiße Be. wohn er der Vereinigten Staaten dürfte Joseph Hush in South Bend. Ind., sein, der im Jahre 1793 in New Jersey das Licht dieses irdischen Jammerthals erbkickt hat. Der Jubelgreis ist noch überaus rüstig und hat erst kürzlich an einem einzigen Tage eine Fußwanderung von 28 Meilen gemacht. Hush ist ein starker Raucher und gießt Einen hinter die Binde, 'oenn er dazu Geleaenheit hat.

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