Indiana Tribüne, Volume 17, Number 27, Indianapolis, Marion County, 15 October 1893 — Page 4

Jndiana Tribüne. Erscheint Täglich und Sonntags

Tie tägliche .Tribüne" kostet durch den Träe? 12 Cent! per Zocke, die SonntZgSTribür?7 k Ztnti per 23ote. Beide zusammen ILllentS sd". LZ Cent perMonat. Per Post zugesiSt in S?c; auSbezalzlung per Jahr. Ossice : No. 18 Tüd Alabama Str. ?nana.-o! ?, ?nd., 15 Ofrob.r 103 Nmerikanisüies SeriÄ-:'cater. Ler Schlußt ein, S!em yoxttx Ecrichtsdram. Der amerikanische GerichtZsaal mufj bekanntlich manchen Leuten das Theat:r ersetzen. Tie Tramen, die sich dort abspielen, sind ja oft genug auch sehr spannend" und bieten so viel Ausregung und Nervenerschütterung, w'.? irgend eines der für die ameritaillsche Aühne bearbeiteten Schauerdramen. Besonders groß ist das amerikanische GerichiZtheaier in EhebruchZ-Dramen. Die Dichter der stärksten- französischen Eh:bruchsstücke müssen beschämt die Harmlosigkeit ihrer Machwerke und Zahmheit" ihrer Phantasie eingestehen, wenn sie ihre Dichtungen mit dem vergleichen, was bei einem sensationell seri Ehescheidungsprocesse auf dem G:biet? der Schlüpfrigkeit und ungeschminkten , Schamlosigkeit geleistet wird. Es bewahrheitet sich da wieder einmal ganz besonders die Wahrheit des Ausspruchs, daß Wahrheit stärker sei als Dichtung. Was bei solchen Proceß Verhandlungen geleistet wird, ist wirklich .stark". Selbstverständlich findet sich zu solchen Vorstellungen im Gericht?, bei welchen die Skandalsucht befriedigt wird, das Publicum am zahlreichsten ein und leider eben so selbstverständlich gehört der größte Theil dieses Prublicums dem sögenannten zarteren Geschlecht an. Um den Eindruck einer Theatervorstellung vollständig zu machen, fehlt nur noch eine Eerichtscapelle, welche vor Beginn der Sitzung eine der VerHandlung angemesseneQuverture spielt, besonders interessante Zeugenaussagen melo-dramatisch begleitet und die Gerichtspausen durch einen flotten Walzer oder ein hübsches Potpourri ausfüllt. Der Richter und die wichtigsten Zeugen oder die Beklagte in einem skandalösen Scheidungsproceß könnten vom Gerichtsorchester mit einem Tusch empfangen werden. Unser amerikanisches Gerichtstheater erinnert manchmal sehr an das Theater zu Shakespeares Zeiten. Wie in Shakespeare'schenStücken(in ihrer Ursprunglichen Fassung) von Zeit zu Zeit der Clown auftritt und seine belustigenden Späße macht, so fungiren beim amerikanischen Gerichtstheater von Zeit zu Zeit die Advokaten als Clowns und tragen durch freiwillige oder unsreiwillige Komik viel zur Erheiterung des Publicums bei. Eine andere Aehnlichseit mit dem Shakespear'schen Theater besteht darin, daß manchmal das Publicum mitspielt. Im Ueörigen ist dieses Publicum sehr dankbar". Die Witze der Advokaten werden beinahe immer sehr beifällig aufgenommen und ost folgt ein minutenlanger enthusiastischer Applaus der Urtheilsverkündigung durch den Richter, oder dem Wahrspruch der Geschworenen. Der Schlußact einer Vorstellung im Gerichtstheater zu New Iork wurde jüngst mit ganz oesonderemBeifall aufgenominen. , Das dort zur Aufführung gelangte Stück, d. h. der verhandelte Proceß war mehrere Tage hindurch vom Publicum mit größter Spannung und Aufmerksamkeit verfolgt worden. Das (Sujet" des in dortigen Supreme Court Theater' zur Aufführung gelangtenStückes war ein recht interessantes. David I. So lomon, der Theilhaber einer groken Cravattenfabrik, hatte sich mit Frau lein Thomas, einer früheren Arbeiteriii der Fabrik verlobt. ES war alles zurhochzeit vorbereitet und schon harrtat die Braut und die Trauzeugen deZ Bräutigams. Aber David kam nicht. Statt seiner kam die Nachricht, daß der Bräutigam irrsinnig geworden sei. Die Braut hatte bald in Ersahrung gebracht, wie die Sachen standen. David war auf Betreiben seines Bruders Henry, welcher mit der Wahl, die sein Bruder getroffen hatte, nicht einverstann war, in einer Privatirrenanstalt untergebracht worden, nachdem verschiedene Aerzte seine geistige Unzurechnungsfähigkeit bescheinigt hatten. Die schöne Braut glaubte natürlich kein Wort davon, daß ihr David irrsinnig sei. Schon der Umstand, daß er sie heirathen wollte, erschien ihr als ejn Beweis seines ungetrübtenVersiandes. Sie ergriss sofort gerichtliche Schritte zur Befreiung des Geliebten. Vor wenigen Tagen wurde dann im genannten Gerichte der letzte Act des Stückes gespielt. daS in New York viel Aufsehen erregt hatte, weil die Solomons nicht nur viele Cravatten sondern auch sehr viel Geld besitzen. . Das Stück hatte eine befriedigende Lösung. Die Geschworenen verkündeten den Wahrspruch, daß David nicht meschugge" sei. Nun kam eine ergreifende Schlußscene. Schade, daß das Gerichtsorchester in New York noch nicht eingeführt ist. Dasselbe hatte unbedingt den Kußwalzer" intoniren müssen. Zuerst küßte David seinen Vertheidiger in sehr theatralischer Weise, dann küßte Fräulem Thomas ihrenDavid m etwas hysterischerWeise, worauf David seine Braut in sehr nachdrücklicher Weise küßte. Acht oder zehrr Freundinnen der Braut küßten sich untereinander, ja, eine derselben küßte sogar mauZ Versehen" einen jum 'NÄ.Ws.nz.5. ÜLteJ e;iiij tita

I7egl:itel' hatte' unb 5er" gerade neben ihr stand, hierauf sagte David zu den Geschworenen, er könne ihnen jetzt nur herzlichstenDank sagen, später würde er mehr zu sagen haben.Das bedeutet ein Champagne-Souper für die Jury," sägte der 1. Bürger" aus dem Zuscauerraum. Vielleicht auch nur eine Cravatte für jeden Geschworenen" sagte der 2. Bürger." Vorbana! ' !

?er Herr Lieutenant haben warten müssen ! ! Eine Anzahl Droschken hielten eines Tages, so wird der Volksztg." erzählt vor dem Berliner Kammergericht, an der Ecke der Linden- urd der Hollmannsiraße. Ihre Fiiine? waren einstimmig derAnsicht, daß es bald für sie etw'is zu thun geben feinde. Die Entscheidung lag jedoch nicht beim Kammerqericht. sondern in der benachbarten Garde-Kürassier-Castrne, allwo der Kaiser bei dem Qfficiercorps speiste. Das Mahl konnte jeden Augenblick aufgehoben werden und die Kutscher waren deshalb der Fahrgäste, die alsdann nahen würden, gewärtig. Der erste Kutscher saß, wie es die Vorschrift gebietet, auf demBock, die übrigen hielten sich bei ihren Wagen auf. Mitten in dieser erwartungsvollen Z:it überkam den dritten Kutscher ein menschli ches Rühren. Seine Kehle verlangte , nach Bier, sein Gaumen nach einer Ci- ; garre. Du," sagte der Trink- und , Rauchlustige zu seinem hinter ihm auf der Stelle haltenden Genossen, ick jeh' mal uff 'nen Oogenblick in de Destille. Js wat los, da pfeifst De!- Der Raum der Destille" hatte denKutscher kaum aufgenommen, als mehrere, vom Mahl heimkehrende Officiere demHalteplatz zueilten. Die erste Droschke fuhr davon, die zweite ebenfalls, und jetzt trat ein Lieutenant an die dritte heran, um sich in deren Arme zu werfen. Während der vierte Kutscher den verabredeten Pfiff ertönen ließ, begann der Lieutenant mit lauter Stimme seinem Unmuth über daS Fehlen desKutschers Ausdruck zu geben. Flugs war ein Schutzmann zur Stelle und km nächsten Augenblick stürmte der Kutscher herbei. Er hatte sich, um den ihm durch den Pfiff angekündigten Fargast nur ja nicht lange warten zu lassen, nicht einmal Zeit genommen, sein Bier auLzutrinken. Nur die gekauftenCigarren hatte er sich eingesteckt und sofort war er hin zu seinemWagen gesprungen. Hie? angekommen,empfing ihn das Schelten deö Lieutenants und das Grollen deS Schutzmanns. Sie waren nichi auf Ihrem Plate. Der HerrLieutenant haben warten müssen bemerkte der letztere. Der Kutscher entschuldigte sich, verwies auf feine eilige Rückkehr und deutete an, daß der Herr Lieutenant höchstens eine oder zwei . Minuten gewartet haben könne. Der Schutzmann hielt jedoch feinen Vor-' wurf aufrecht und notirte den Kutscher. Geg:n daS Strafmandat in Höhe von 3 Mark. daS ihm in Folge der Anzeige zuging, erhob der Kutscher Widerspruch und zunächst hatte sich vaS Schöffengericht mit dem sträflichen Warlenlassen des GardelieutenantZ zu beschäftigen. Der Angeklagte wendete ein, daß er an dritter Stelle gehalten daß er sich nur auf einige Augenblicke entfernt und daß er überdies duu die bewußte Vereinbarung mit seinem Genossen alles gethan habe, um ein Warten des Fahrgastes zu verhindern. Die !pen?eisaufnhme eraab daS Erzählte. Der gleichfalls vernommene Schutz. ! mann bemühte sich, darzulegen.daß der Angeklagte zweifellos gefehlt habe. Der Angeklagte sei nicht beim Wagen gewesen und der Herr Lieutenant habe ' warten müssen. Die letzten Worte gebrauchte der Schutzmann wiederholt und stetZ mit großem Nachdruck aus dem Herrn Lieutenant." De? Amts?.nwalt beantragte, den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 3 Mark zu verur theilen, indem er betonte: Ei Ueber- . tretung liege vor und sei im 'vorli:genden FaÜ schärfer zu ahnden, w:il der Fahrgast, den der Angeklagte habe roarl:n lassen, ein Officier g??esen sei. Das lZericht erkannte jedoH auf Freisprechung. Ter Angeklagte habe nicht an erster, sondern an dritter Stelle gehalten, unb sich nur auf einige Augenblicke entfernt, bemerkte derVorsitzende. ' Hterui könne etwas Sträfliches nicht gefunden werden. Soweit gehe diePo- ; lizeiverordnunq nicht, einem Kutscher. ' der - 'cht als Erster halte, zu gebieten, . seinen Wagen überhaupt nicht zu ver- ; lassen. Der Umstand, daß der Fahrgast, der eine oder zwei Minuten babe warten müssen, ein Officier gewesen, . komme gar nicht in Betracht. Für einen . Arzt, der sich eilends zu einem Schwer kranken begeben wolle, könne diese : Spanne Zeit von Bedeutung sein, nicht aber für einen Lieutenant, der von einem Mahle komme und sich nach Hause begeben wolle. Eine oder zwei Minuten habe ein Lieutenant doch wohl übrig und-die LffentlicheOrdnuug werde .nicht geschädigt, wenn er einmal einige Augenblicke warten müsse, be-. vor er seine Nachhausefahrt antreten . könne. mm ' Jüdisch.deutscheS Theater in Sofia Man schreibt aus Sofia: Hier wur ' fc: mir Gelegenheit zu Theil, eine jene: ; jüdischen Theatertruppen- kennen zi lernen, von welchen letzter Zeit wieder holt die Nede war und über welche aucl v. Hesse-Warteag vor einiger Zeit u 'der Franks. Ztg." berichtet hat. Sei einem Monate giebt hier die israeli. .tisch-amenkanische Truppe" des Herr, ! Finkelstein Vorstellungen, welche fuT großenZulaufes erfreuen und auch vor! einem Theile des nichtjüdischea Publi. cums ziemlich sturk besucht werden. Dii ' Bezeichnung israelitisch-amerikanisch' j ist allerdings nur mit Vorbehalt zr nehmen und wurde wohl der Neklami wegen gewählt, vielleicht auch wohl deö, halb, weil zuerst in gfoerifo die 2ej

austauchte. Solcher Truppen' von Bedeutung soll' es blos zwei geben. Ji der That hat die Truppe Finkelstein Jahre hindurch in amerikanischenGroß städten mit Erfolg gearbeitet, ehe si nach Europa kam, wo sie in Deutsch land, in Galizien in Rumänien un nunmehr auch in Bulgarien auftrat Sämmtliche Mitglieder der Gesellschas. sind rumänisch: Juden; ihre Bühnenspräche ist der rumänische Dialekt dei Jüdisch-Deutschen", der weniger un angenehm klingt und dem Ni.tjuden leichter verständlich ist, als z. B. der galizische. Diese eigenthümliche, besonders aus der Bühne seltsam anmuthcndc Sprechweise ist das Charakteristisch: ihrer Aufführungen, welche sonst in der Nahmen jeder anderen Bühne sich einfügen lassen würden. Dem Nepertoirl nach sind die Stücke in drei Categorien zu scheiden: Biblische Stücke, solche aus der jüdischen Geschichte; Ueber, 'tragungen moderner Operetten. Es muß bemerkt werden, daß diese Ge sellschaft mehr aus Operettendarstellern als aus Schauspielern besteht und selbst in den Stücken ernster-.; Jnhal. tes des Gesanges und der Musik nich: entbehren zu können glaubt. Als Beispiele ihres Repertoires seien genannt: .Joseph in Egypten", Samson Ha gisor". Sulamith". König Kasimir, und die schöne Esther", Rabbi Koch, ba". La. Perichole". Die schöne He. lena" u. a. m. So verschieden die Sujets auch sind, so ähneln die Stücke in Bezug auf Darstellung und Ausstat tung dcch einander ausfällig. Einen ungetrübten Eindruck, der an das Künstlerische grenzt, machen die bibli schen Stücke. In diesen begreift man die sonst so abstoßende Sprache, und das Bewußtsein, daß Juden die Urgeschichte ihres Stammes zur Darstellung brin gen, erhöht diese Stimmung. Gewiß ,aber kann man es nur als eine Ge schmacklosigkeit oder bestenfalls als ei nen tollen Spaß bezeichnen, wenn man die Götter Offenbachs in jüdischenJsr gon sich zanken oder vornehme Herren und Damen in jenen uns lächerlich klingenden Lauten ihre Liebe gestehen läßt. Daher mag es auch kommen, daß die gebildeten Juden diesen Darbietun zen feindlich gegenüberstehen und keine Gelegenheit versäumen, sie als Ge schn:acksverirrung zu bezeichnen. Der Erfolg giebt indessen den eigenartigen KÄnstlern Recht. Finkelsteins Truppe besteht schon seit zehn Jahren, setzt sich aus denselben Mitgliedern zusammen, bereist die halbeWelt und findet überall :in Publicum welcher wandernder Theaterdirector sonst kann das von sich sagen? Es muß auch constatirt werven, daß dieTruppe in schauspielerisch technischer und musikalischer Beziehung, besonders was Präcision und Zusam menspiel betrisft. sehr Gutes leistet.was sich daraus erklärt, daß dieselben Mit zlieder immer wieder ein und dasselbe Repertoire abspielen. Musikalischen Werth haben diese Stücke freilich nicht. Herr Finkelstein. Direktor, Regisseur. Compositeur und Orchesterdirigent, nimmt seine Musik, wo er sie findet, z. 33. ganze Sätze und Arien aus den be kanntesten italienischen Opern. Solcher art sind auch die biblischen Stücke ver tont und es macht natürlich einen ei genen Eindruck in dem LiebeSduett zwi schen Samson undDelila ersteren einige Takte aus der Rorma" singen zu. hö ren, während die falsche Philisterin ihm mit dem Motiv deZ Bleisoldaten aus der Mamsell Ritouche" antwor tet. Aber das Publicum dieser Borste! lungen ist nicht kritisch. EinzelnenChö' ren liegen hebräische Motive zuGrunde. ob letztere originell sind, entzieht stelz meiner Kenntniß. Unrecht wäre eS, diese kurze Darstellung zu schließen, ohne der Hauptstütze der Gesellschaft, der Primadonna Frau Finkelstein, zu gedenken, für welche die meisten Stücke geschrieben zu sein scheinen. Sie ver dient die Bettinunq Primadonna, welche sie sich übrigens nicht selber bei legt, in vollem Maaße, denn sie ist Be sltzerin einer kräftigen, schönen, sym pathischen Stimme, die sie mit Maaß zu behandeln weiß und mit welcher sie. ihr verständnißvolles Spiel hinzuqe rechnet, auf jedem großen Theater sich zu behaupten vermöchte. Karl Marx und Lothar Wucher. Wie man sich erinnert, erklärte Karl. Marx im Jahre 1873, bei Erlaß deZ Ausnahmegesetzes gegen die Socialde rnokratie, als Antwort auf 'die vom Fürsten Bismarck gegen in gerichteten Angriffe in einer Zuschrift an die .Daily News", Bismarck habe ihm 1865 (also bald nach Gründung de, Internationalen Atbeiterassociation) durch Lothar Bucher den Posten eines Vörsen'redakteurS am Preußischen Staatsanzeiger anbieten lassen, um ihr. für 'die preußische Politik zu gewinnen. Vucher.entgegnete auf diese Erklärung, die t.5 Aussehen machte, in der .Norddeutschen Allg' Ztg.-, sein Aner. bieten habe sich nur auf 'die Berichte?' siattung über den Londoner Geld markt, keineswegs aber auf die Redak tion des gesammten Borsentheiles bezogen. Gleichzeitig bestritt Bucher. die Behauptungen von Karl Marx, daß er dem in Genf von Philipp Becker her ausgegebenen revZlutionären Borbo ten" Beiträge geliefert habe; allerdings habe er das Blatt Jahre lang gehalten, jedoch hätten sich seine Beiträge auf die Zahlung der Abonnementsbeträge be schränkt, übe? die wahrscheinlich Lfsent lich Quittung abgelegt worden sei. Wenn schließlich Marx angebe, er (Bu cher) habe ein jährliches Einkommen aus den Schriften LassaleS, da dieser ihm das Herausgaberecht seiner Werke vermacht habe, so' beruhe dies auf einem

Irrthum. Kurze Zeit nach.de? Aer'öfj fentlichung des Lassaleschen Test, mentö habe. e? in einem an dem dama. ; ligen Präsidenten des allgemeinen deut , rUrbkitervereins aerichteten Schrei j

öen ren rym au? vem"Tyrämentt züV stehenden Rechten in Betreff der agikrischen Schriften Lassales ausdrücklich entsagt. Karl Marx antwortete in der Frankfurter Zeitung-, indem n folgende Bruchstücke des Buch:r'sche7 Briefes vom 8. October 1865 veröffentlichte: Der Staatsanzeiger'' wünt monatlich einen Bericht über die Bk'.vegungen des Geldmarktes (und natürlich auch des Waarenmarktes, soweit beide nicht zu trennen). Ich wurde gefragt, ob ich nicht Jemanden empfehlen könnte, und erwiderte. Niemand würde das besser machen, als Sie. Ich bin infolgedessen ersucht worden, mich an Sie zu wenden. ... In Betreff deS Inhaltes versteht es sich von selbst, daß Sie nur Ihrer wissenschaftlichenUeber zeugung folgen; jedoch wird die Rücksicht auf den Leserkreis haute fi nance" nicht auf die Redaktion. eZ rathsam machen, daß Sie den innersten Kern nur eben für den Sachverständi gen durchscheinen lassen. ... Der Fortschritt wird sich noch oft häuten, ehe er stirbt; wer also während seines Lebens noch innerhalb desStaates wirken will, der muß sich ralliiren um die Regierung." Ueber die Angelegenheit hak nun Bucher am 13. Mai 2839 Herrn von Poschinger gegenüber Mittheilun gen gemacht.welche dieser in dem soeben erschienenen Hefte der .Deutschen Re vue- veröffentlicht. Bucher erklärte ihm darnach, er sei vor jenem Briefwechsel mit Marx nur einmal im Jahre 1862 in London gelegentlich einer Landpar tie zusammengetroffen, an welcher auch Lcssale Theil genommen habe. Abgesehen von Scherzen Lassales über die Fortschrittspartei sei damals von Politik keine Rede gewesen. Im Jahre 1865 erzahlt Bucher weiter habe ihn der Curator deS .StaatSanzei gaS" gefragt, ob er Jemand in London wisse, der über vieBewegungen des dor tigen Geldmarktes Correfpondenzen liefern könne. Er habe 'daher unter der Hand bei Marx angefragt, jedoch eine abschlägige Antwort erhalten. Auf Marx, so versichert Bucher. sei er da mals verfallen, weil er von dem Bankier Gerstenberg in London hörte. Marx habe für ein Wiener Bourgeois, blatt correfpondirt.- Während Bucher also im Jahre 1873 behauptet hat. der Redakteur d:S StaatSanzeigerS habe ihn um seine Vermittelung bei Marx ersucht, spricht er Poschinger gegenüber bezeichnender Weise von dem Curator deS amtlichen OrganS, also von einem tffctxtn Staatsbeamten. Mit. ReaV .:.i-er Lol,mtunz', Bücher habe seine weitgehendenÄerspre chunaen kaum machen können, ohne mit Bismarck oder wenigstens dem Cu ratsr des Staatsanzeigers" sich in'S Einvernehmen zu sehen. Welche Zw:cke mit der eventuellen Ansung von Marx verfolgt wurden, das geht auS den Poschinger'schen Erwneruagen deutlich hervor. Bücher hat sich darüber zu Poschinger wie folgt geäußert: .Die Fortschrittspartei war damals (zur Zeit des'Briefwechsels) in voller Arbeit, Preußen zu einer Julimonar chie zu machen und hatte dabei natür lich die Aörse zur Bundesgenossin. Nachdem der Conflict alte Geschichte geworden ist, kann man das Ding ja beim rechten Namen nennen. Es war mir bekannt, daß nach Octroyirunz br Preßverordnung vom 1. Juni 1322 eine Berathung darüber stattgefunden hatte, wie man die Geldmacht dieses Ministeriums kirremachen könne. Lon don war damals noch, wie Rothschild sich vor einem Ausschüsse des Unter Hauses ausgedrückt hatte, die Metropole der Geldwelt, der Mittelpunkt des Fi. nanzsystems. Es Ware also nützlich ge Wesen, nicht fortschrittlich, nicht Lou:I Philippisch gehaltene Berichte über di, Londoner Fondsbörse zu haben. Marz konnte die geben, es kam aus einen Ber such cn." T..!,A Frau: Herr Dcüor, me: Madel schnattert immer so. wenn st in'S Bad gelegt werd !' Doktor: ?lch waS, daS macht nix ! Am Schnattern iZ noch Niemand gschtorwe sunscht gäb'i kee Gänö' uf der Welt!"'

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. . WiUVXiU . Jillll; aber komm' mit mir in Ki ftn; :.4t werde für Dich schuldig bleiben!" Der neue Faust. Ctudiosu Ochsebrav (zu seinem Ctubengenossen, der bekne'cht nach Hause kommt) : Na, wo warst Du denn wieder? Studiosus Kneipefest : Spazieren ! Studiosus Ochsebrav : Hör' mal, Du kannst dem Faust ein Double vorgeben! Studiosus Kneipefest : Wie so Studiosus Ochsebrav : Na, Jen brachte doch vom Spaziergang bloß einen Pudel heim-Du aber kommst noch üb' dieÜ Mlt eMNmi Ar?,n waft fvnif I Eine ausriLvtige Appellativ. Da so viele anzeigende Firmen sich an das Publikum wenden, so hat Dr. -choop in Racine, Wis., sich entschloslen, an irgend eine Adresse, Proben seiner Arznei nebst Krankenbucd frei zu versenden, um deren wirklichen Werth zu beweisen. Dieses giebt dem Publikum Gelegenheit, dieselben zu probiren und sich über seine neue Entdeckung zu informiren, bezüglich der Ursache von chronischen Krankheiten und Aufklärung zu erhalten über die Methode zur Heilung von Magen-, Leber- und Nierenkrankheiten durch die Behandlung mit seinen wiederherstelIrndcn Arzneien, die direkt auf die Nerven einwirken, welche diese Organe kontrolliren. Agenten gegen Salair und Commission verlangt. .,. $3 30 na cd Cbicago und Zurück, über die Monon ?ahn am Samstag ? den 14. und Samstag den 21. Okt.' Nähere in der Office, 2 Süd Zll'noiS Str. und an den Bahnhöfen.

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