Indiana Tribüne, Volume 15, Number 358, Indianapolis, Marion County, 13 September 1892 — Page 2
Mt' m e. r j V Erscheint Anglich und Sonntngs. it taalMt Ariftöne kostet durch de Träge? 33t Gents per Woche. t:e onntsgÄ-.Tribünc" G ISentS per Woche. Belde zufamMe 13JttstS oder 55 Grat per 2Kar. Per Pest jüg?schZSi in Vor ia &1tf i, $ f n i IV rtSr :i -mm- - r jgw-vp 44 T SJ"-? Office : 130 Oft Maryland StraZ-e. IndisNapoUZ, Ind., 13 Sept'öcr '92. Oirchow nter tltttufien. PrsfesZcr Rudo'f Birchow erregte auf dem srchäologr'chen Congreß in Moskau von den auswärtigen Theilnehmern unbedingt das meiste Interesse ber MoS Uvcikt, die in ihren Blättern eingehend das liebenswürdige Auftreten des gro ßen deutschen Gelehrten besprechen und ihm in jeder Weife huldigen. Ja den MoZk. WdolNLsti- hnßt es u. A.: Süll, bescheiden, mit etwas vornüber gebeugter Halimg tritt Professor Vir chow in den Sitzungssaal ein, aber unwillkürlich richten sich sofort alle BlÄe auf ihn. Von Statur ziemlich klein und hager, daZ Kops und Bart haar ergraut, gebietet dieser anscheinend schwache Mann iibcx eine großartige, unverwüstliche WisjcnZkraft und wird im Kampfe des Verstandes mit dem Verstände, des Wissens mit dem Wissen, der Erfahrung mit der Erfahrung zum gefährlichen, ja. häufig genug zum unbesiegbaren Gegner, wenn das auch Niemand vermuthet, der ihn sich langsam von seinem SiZ; erheben und ge düäi die Estrade besteigm sieht, als sei er bestrebt, möglichst unbemerkt zu bleiben. Tieser Eindruck verschwindet denn auch mit einem Schlage, sobald er zu xtztn beginnt. Er spricht leise, die Stimme fast gar nicht erhebend; aber seltsam: jedes einzelne Wort ist den Zuhörern verständlich; nicht die geringste Intonation, mit der er feine Rede variirt, geht verloren; aller Augen hängen an ihm, alle hören ihm athemlcs zu. Prof. Virchow beherrscht die franzö. sische Sprache recht gut. Hin und wieder findet er aber nicht gleich das entsprechend? Wort und demzufolge treten in seinen Reden manchmal längere Pau sen ein: dann aber geschieht es immer, daß nach einer solchen Pause ein besonders treffendes Wort folgt, welches den Gedanken des Rcöncrs ungemein genau zum Ausdruck bringt; nicht selten tom msn auch in solchen Momenten Blihe echtesten Humors zum Vorschein. Bei den überzeugendsten Stellen seiner Rede schiebt der Professor seine Brille auf die Stirn hinauf und blickt seine Zuhörer gleichsam fragend an, wahrend sich aus seinem Gesicht ein leicht ironi ch:ä Lächeln zeigt. Daß auch die in Moskau lebenden KeichsVeutzchen ihren bernhtnten Landsmann ganz besonders feierten, ist selbstverständlich. Einer der ersten Besuche Virchows in der altchrw:i?öigen Kremlstadt galt übrigens einem txlt, der für g'wöhnkiche'gremöe kaum dcssnders Anziehen des haben diirste, dem Ochonij ötjad, einem Markte, welcher sich mehr durch die Fülle der auf ibm zum Verkauf konunenden LedenSmiitel, als durch de sondere Sauberkeit ausgezeichnet, und der mit Bezug auf die holeraverbrei tung als einer dcr gefährlichsten Punkte Moskaus gilt. Manche der dortigen zuttgengeWandten Händler mag der un bekannte, ibre Buden eingehend reci dirende" Herr, der sogar einzelne ihrer Eßwaaren, besonders getro knete Pilze, persönlich probirte, etwas unheimlich vorgekommen sei; aber desto lauter fangen sie sein Lob, als sie vernahmen, welch in der ganzen Welt bekannter Äarin" sie mit seinem Besuche beehrt, zumal derselbe sich später sehr zufrieden über die vorgefundenen Rcintichkeitsund Sicherheitsmahregeln ansgefprochen hatte. Daß dieses Lob nicht ihnen, sondern nur der SaniUttspolizei gelten tonnte, die ihnen neuerdings erst zwangsweise eine gewisse Reinlichkeits liebe aufgedrungen, ließen die Herren Händler wohlweislich u erörtert, nah men es einfach für sich in Anspruch und Nagen nun oazu bei, auch in ihren Simsen Proleo? Vrchow vottsthumuch zu machen. lfri?u,;Zsche Hltje. Ueber Temperatur-Angaben in Afrika schreibt Gerhard Rohlfs 'in der Köln. Zeittung" : Man. hört in der letzten Aeit l viel von hohen Temperaturen, daß ich hier einige der von mir in Asrtka erlebten höchsten Temperaturen mitthei" ten werde. Dieselben haben insofern Interesse, weil es nicht Ausnahme Temperaturen sind, sondern sich in jedem Jahr um die gleiche Zeit wieder holen dürsten. In Karfas am Ued-Ssaura beobacht tete ich am 31. Juli 1864 im Schatten ,41 Grad E., ein der Sonne ausgesetz tes Thermsmet zeigte 69 Grad Nachmittags; ebendaselbst zeigte am 2. Au gust desselben Jahres die Zimmer wärme 41 Grad, das Wasser in der Kulla (ein ausscheidender Wasserkrug) zeigte 42 Grad und in der Sonne das Thermometer 70 Gras. In Mharsa in Tuat zeigte am 9. August 1864 das Thermometer im Zimmer 3 t Grad, der .Sonne ausgescxt 53 Grad. .In Kaura zeigte das Thermometer fast den ganzen Tag zwischen 40 und 50 Grad Warme im Schatten, und die Sonnenstrahlen hatten eine so intensive Macht, dan eine Stearinkerze, die man der gejsen , fortzunehmen, nach einigen Stunden bis auf den Tocht zusammen, geschmolzen war. NachmittagZ wies , em in den Sand gestelltes Thermome ter 03 Grad, der Sonne ausgefeztt 74 Grad und im Schatten 43 Grad auf." In Nebab? vermalte ich am 15. August 1879 3 Uhr Nachmittags 40,2 , rc E. und am 1. Juni 1870 zwischen Farea und Ozcdabil: um, die- ' Mbe Zeit 41 Grad. Tas Wasser des Sioifjciv Meetts hat immer Ladewan MemTemveratar :26radWärme.?!ördKlich von Massauzh in einer Entsernung von tlva 120 5!m. war am l6.,?!o vember !,1L) vor Sonnenaufgang bi 23 Grad W.'.rme usttemperatur die des S??:raners 29 (irüo Warme. Wie an
ANSlana Trzvmw.
ftteugend für MM)e und pezzer ezne Fahrt auf dem Nöthen Meer ist. wird "durch folgende Angaben klargestellt: Am IV. November 1880 betrug vor Sonnenaufgang die Temperatur in der Küche des Dampfers 40 Grad Wärme.
Am selben Taqe um i Uhr morgens war im Vorraum zur Maschinen 'Abtheilung die Luft 35 Grad warm, näher am Kesftl 45 Grad warm und vor dem Heizraum, wo geheut wurde, ;6 Grad warm notirt. Wasser und Lust hatten im Freien um dieselbe Zeit die gleiche Temperatur von 20 Grad wärme. Um 9 llfjr vormittags war aber die Luft schon 30.5 Grad wZrmer und um diese Zeit arbeitete man in der Küche bei 52 Grad. Was würde aber ein Mini ebener dazu sagen, wenn man ihn, 2;i ,1. " . . mn Grad warmes Wer vorzen woulek Bis auf diese Temperatur, gelang es, irn'er F lascher b er h?rab;u stimmen durch Umwicklung von feuchten Tüchern und Hin und Herschwenken in nassen -äcken. bei einer Lufttemperatur von 30 Grad oder mehr in Massauah. -und es schmeckte durch diejeu geringen Tem-peratur-Unterschied wie vollkommen ab gekühltes Bier. Und doch kann man so hohe Hlkegrade, beiöer als L,,5 Grad, also die Blutarme des Menschen ertragen, weil durch die Ausdün stuna der Haut dleze auf elner oestanvigen Kühle erhalten wird, die man auf 25 Grad, auch wohl bei ganz hohen Temperaturen von über 50 Grad aus 30 Grad bemessen kann. Der Ursprung des Petroleums. Zur Frage nach der Entstehung de Erdöls hat Tr. F. Förster, Assistent an der physikalifch'technischen Reichsanstalt, in der Naturwiss. Rundsch." einen be rnerkenswerthen Leitrag geliefert, der sich auf Forschungen von Zaloziecki, Vesth und Schestogal stützt. Das Vorkommen des Erdöls in Gesteinen, die durch Absatz aus dem Was ser entstanden sind (Sedimentgesteinen), sowie das vielfach gleichzeitige Auftre ten von Ctl und kochsalzhaltigem Was. ser lassen es als sicher erscheinen, daß das Material für unser Erdöl durch die Thierwelt des Oceans geliefert ist. ES erscheint auf den ersten Blick cinigermaßen schwierig, eine so große An Häufung von Tbierleibern aus begrenztem Raume anzunehmen, daß aus ihnen jene Erdölvorräthe entstehen konnten,. welche viele Millionen Centner bereits geliefert haben und sicherlich noch weiterhin liefern werden. Aber die Paläontologen stellen unZ auf Grund ihrer Befunde unbedenklich ganz unbegrenzte Mengen von Leibern der gewaltigen Saurier, von Fischen, von Tintenfischen und anderen Weichthieren zur Verfügung. Ihre Leichen wurden, wenn die Thiere im freien Weltmeer ge lebt hatten, vielfach an die Küste ge schwemmt und fanden Kch hier mit den Ueberresten der Küstenfauna zusammen, welche jedenfalls noch reicher entwickelt war. als diejenige der offenen See. Es sind offmbar die User vorweltlicher Meere, an denen wir heute unsere grö ßeren Erdöllager finden, welche ja dem Zuge groker Gebirgsketten in ihrem Verlause sich eng anschließen. Diele, deren Häupter vermuthlich als Inseln die damaligen Meere überragten, feil deten an flachen Uferstellen. in Buchten und Lagunen geeignete Vorrathskam mern für die Leichen der Seethiere, die hier dem Fäulnisprozef; unterlagen. In Bezug auf den Verlauf des letz tereu mun man an der thierischen Su b stanz die stickstoffhaltigen Muskelstosse von den stickstofffreien Fettstoffen wohl unterscheiden. Die ersteren werden durch das Wuchern der Fäulnikmikro den rasch zerstört, und der Stickstoff ent weicht als Ammoniak oder in Gestalt der in Wasser leichtlöslichen, also auch leicht fortführbaren organischen Basen; die Jette hingegen widerstehen den Faulnißprozessen,' zumal wenn noch beson dere erhaltende Einwirkungen binzukommen, in sehr hohem Maße. Daher ist es schon oft beobachtet worden, daß dort, wo thierische, an Fett reiche Kör per vergraben wurden, nach vielen Jahren noch ichliche Fettmassen auf gefunden wurden, und zwar besonders bei Gegenwart von Wasser. Dieses sogenannte Leichenfett (Adipoeire) war sogar noch reichlich vorhanden, wenn selbst die Knochen de Thieres bereits verschwunden waren. Die Zersetzung d stickstoffhaltigen Stoffe ging Anfangs rasch von statten, wurde dann ober langsam, als die da' von noch nicht ergriffenen Theile sich mit Sand nnd Schlamm' bedeckten; auch das Seewasser konnte feine erhaltende Wirkung ausüben und besonders die noch unzersetzten Fettmalftn davor schlitzen, da auch sie schlketzlich den Faulnißmikr'bm zum Opker sielen. Uni.'r der Gand und Schlammdecke dauert aber die ZerseZzung der stickstofs. haltigen Stoffe, ' wenn auch verlang, samt. fort, so daß diese bis auf kleine Reste verschwunden waren, als jene Decke so dicht geworden, daß ein Entweichen der stickstoffhaltigen Zerfetzu ngs producte nicht mehr stattfinden konnte. Der Druck dieser gasförmigen Zer setzungprodukke kam zu dem äußeren Druck der überlagernden Sediment' schichten hinzu, um die Zerltöruna der Fettsubstanz einzuleiten. Von Zako ziecki ist überzeugend nachgewiesen worden, daß das sogenannte Erdwachs lder Ozokerit). von dem man z. B. ln Galizicn große Mengen findet und zur Paraffinsabnkation verwendet, ltt jimgeres Produkt d.'r Zersetzung thierischer Fette, also ein UebergangsSlied zwischen dem Leichenfett und dem Erdöl vor stellt. Wir dürfen daher sagen, daß abnlich, wie die Reste untergegangener Floren , auS jüngerer und älterer Zcii als Torf. Braunkohle und Steinkohle uns überliefert find, so im Leichenfett, im Erdwachs und Erdöl die auf einander,, folgenden Umwandlnngsprodukte vergangener Thiergeschlechter' uns ent. gegentreten. ,, , , , Nolhfchrtl einer Tamenzettung ,Hundert!ausendwcise müssen jetzt unsere jungen Damen ihren LebenZun" tcrhalt auf eigene Hand verdienen, weil so viele junge Männer nicht hciralh?n. so klagt die Zeitschrift "Ladies Horn Journal". Geaenwärtia befinden sich in den
Ber. Staaten übn 2,000,01)0 weibliche Personen aus der besseren Gesellschaft, welche durch berufsmäßige und allge meine Dienste ihren Unterhalt crw:r den, und zwar als Lehrerinnen der ver schiedcmzl Gattungen, als BibUszthekarinnen, als Aerzte, Zahnärzte und Anwälte, als Schreibe- und Recheng.chil fcn, als Telegraphisten und als Post angestellte, ganz abgesehen von der gro öen Armee der LadenmamsellS und me chanifchcu Arbeiterinnen. Erst seit, verhültttißmaß!g kurzer Zeit, ist dieses Heer so angeschwollen und wächst noch immer mehr. Wir stehen hier vor einem ernsten socialen Problem. Matthus hat einen Segen darin blicken wollen, wem, die Zahl der Ge burten abnimmt. Man möchte glan den, daß er bei uns besonders viele An Hänger gesunden habe; denn die Kin deczahl in den Familien sowohl in den Vor. Staaten, wie in Eanada. nimmt beständig ab. Wohin soll es noch kom men, wenn die Abneigung gegen die Gründung und gegen die Erweiterung der Familien so fortgeht? Wäre die Durchschnittszahl der Köpfe pro Fami lie 1300 noch so groß gewesen, wie 1st0, so hätten,, die Ver. Staaten 6,. 000.000 Menschen mehr, und Canada 0.000 mehr gcöabt, als die letzte Volkszählung autwies. Zuletzt fragt die genannte Zeitschrift nach einem Heilmittet für diele Ver leZungen von Grundgesetzen der mensch lichen'Gesellschast", läßt aber die Frage unbeantwortet. Denn sie ist zu ver ständig, um Vorschläge, wie den einer JunggezellenSteuer", im Ernst zu macheül Aber von Einseitigkeit sind ihre Ausführungen nicht frei. Ter starke Andrang von Frauen nach selb ständigen Beru'szweigen in unserem Lande ist keineswegs blos durch das Iuklggellenthum 'verursacht worden; wohl aber trägt er in g a r manchen Fällen unleugbar da;ü bei. die Bctrefsenden als weniger begehrcnswerthe Ehecandidatinnen el scheinen zu lassen, also das Junggeselleuthum zu sördern. Anderntheils ist erst jüngst nachgewic sen worden, dar, die vergleichsweise Zahl der Heiratheu bei uns keinen Anlaß zur Schwarzfelicrei gibt !
Vom Jnlande. Dreißig Städte und Ort schaften in den Ver. Staaten führen de:z Namen Washington. Eine Kuhhaut liefert bei nahe doppelt soviel Leder als die Haut eines Pferdes. Wegen Ermordung eineö städtischen Polizeimarschalls ist in Eor pus Christi ein Mann zu 99jähriger Zuchthausstrafe verurtheilt worden. Kettenkugeln waren die Erfindung des großen holländischen Admirals DeWitt. Sie wurden zuerst in XOGC) gebraucht. Pergament, das f ttrB a n jos, Trommeln :e. benutzt wird, ist aus Esels-, Kalb oder Wolfshauten ge macht: das aus Wolfsfellen ist das beste. Nach den statistischen Be. richten der Ver. Staaten hat das culti virte Land im Staate New Jersey einen durchschnittlichen Werth von 565 per Acre, den höchsten Werth von irgend einem Staate in der Union. Der erste Weinberg im nörd kichen Ohio, das seiner amerikanischen Weine wegen jetzt einen Ruf hat, wurde von Hiram T. Denvey in 1857 eine Meile von der Stadt Sandusky an gelegt. Vom 1. Januar bis Endd Juni d. I. sind 19.223 Auswanderer nach Manitoba und den westlichen Ter ritorien gegangen.. Während dessel den Zeitraums im verflossenen Jahre betrug die Zahl der Einwanderer we Niger a?s achttausend. Das Städcheu Eumberlan in Rhode Island besitzt eiu Versamm kungshaus und ist stolz darauf, welches in 1740 gebaut worden ist. Die Mut ter des ermordeten Präsidenten Gar sield hielt in. ihrer Jugendzeit ihren Gottesdienst darin ab. Eine alkgemeine Aeerdi. gnngs.Gesellschaft hat sich in New York gebildet, die den Zweck verfolgen soll, den Armen zu einer respectablen Be stattung zu verhelfen. Wenn die Ar tnen in New Sork nun auch flicht an ständig leben können, so können sie sich wenigstens anständig begraben las sen. Frau Margarita Rivera. die Großmutter. des Gouverneurs Ga ken von Erahuila, jst im Alker von 132 Jahren gestorben. Sie würde in Spanien geboren und kam vor einem Jahrhundert nach Mexiko. Kürzlich erhielt sie noch vom Erzbischof von Madrid eine Abschrift ihres Geburts scheinS. In den letzten Jahren war sie sehr schwach, sie konnte ihr Zimmer nicht verlassen. 1 Ein neuesMineral, das in seinen Eigenschaften dem Asbest (Stein, flachs) ähnlich ist, hat man in unge Heuren Ablagerungen in den Ver. Staaten von Columbia gefuuden. ES hat die Farbe des Bernsteins, ist yyll. ständig durchsichtig und unvrbreiiubar. Angestellte Versuche lassen daraus schlje. ßen. Haß es sich für die Fabrikation von Banknptenpapier und als ei feuerfestes Material von großem , Werthe erweisen wird. Ein weißer Jixyiß ist aus demselben gezogen wordey.'. , ,,,,' . Eolumbns.Reliqu ien wcr den das Interesse dcS Vublikums , auf der Weltausstellung stark in Anspruch nehmen. Dieselben werden von Spa nien, Italien. Rom, West.Jndien und anderen Gegenden des Erdballes , her beiaeschafft wcrden Fast jede Abtbei. tung p Ausstellung wird , Reliquien ausweisen, alte Dokumente, , Bilder, 'alchmen, MtUüt, M'udungen u. s. w. . Objekte von , historischem ,Jn teresse oder beieicknend für di hife d.'s Fortschrittes in der betreffenden Branche., Fast zeder emzelne Unious' staat wird zu-dieler Sammluna Bei, träge liefern. ,, Die interessantesten wer den von Peng-ylvanien stammen, wo in Philadelphia die Vorkehrungen zur Ausstellung der folgenden Objekte ge troifen sind Der Stul'.l. auf wlckem Thomas Jefferfou faß,' als er die Un! adyanglglcltZ . Erklärung adsaßte; d Tisch, auf welchem dieselbe unterzeichnet
.ouro?; das fttberne Ttntensatz, welches zu demselben Zwecke benutzt wurde; Thomas Jessersous Schwert; ein Stuhl aus historischem" Holz, au Theilen des Eolumbus'schen Wohnhauses in Spanien gefertigt; die Glocke, welche in Valley F.rge gekäutet wurde, als Wash ington diesen Platz mit seiner Armee besetzte: ein Sopha. welches George Waih-ngton gehörte; eine Bank, aus dem Holze des Kirchenstuhls gefertigt. den Washington und Lafayette benützten; eine von Gen. Washington be nützte PunschmTcrrine; Peales Porträt George Washingtons; der erste Blitab leiter, von Benjamin Franklin ersvn den; das Original.Modell von John Fitchs Dampfdoot, welches von 1787 bis 17L0 zwischen Philadelphia und Burlington lief; eine von Franklin erfundene elektrische Maschine; Uhren von Franklin, William Penn undOli ver Cromwell, welche heute noch die Zeit richtig angeben, die vielerwahnte Philadelphiaer Freibeitsglocke :c. Kürzlich ist von Wafhing. ton ein Spccialzug abgegangen, welcher' zum Mindesten -ein gleiches Interesse beanspruchen dürfte, wie der so diel be sprochene .Gold'Zug". welcher zwanzig Millionen von San Francisco nach New Vork brachte. Der.Bestimmungs ort dieses aus sieben Waggons zusam mengesetzten Zuges ist San Francisco und feine kostbare Fracht besteht in drei kolossalen Geschützen, welche die Bewaffn nung des Küstenvertheidigungs-Schiffes Monterey" vervollständigen sollen. Es sind dies ein zwölfzölliger und zwei zehnzöllige gezogene Hinterlader, ersterer 36 Fuß und 9 Zoll, letztere je 3l Fuß lang. Jedes dieser Aiefcngeschütze liegt auf einem besonders für den Zweck gebauten flachen Waggon, auf welchem eine Art Wiege construirt ist, um das kolossale Ltohr darern zu betten und es vor dem Herabfallen zu bewahren.
Hölzerne Borjchlußstücke, die von einer d.nch das Rohr der Länge nach lausenden Eisenstange gehakten werden, ichließen die Mündung und Kamuiet ösjnuttg der Geschütze; jeder Bolzen und jede Schraube, die hervorstehen, sind in welche hölzerne Pflöcke eingezwängt; die ganzen Geschütze sind dick mit weißer Oelsarbe angcztrichen, um das Rosten zu verhüten.' Man sieht, die sorgsamsten Vorkehrungen sind getroffen wor den, um diese Meisterstücke der Stahlgicßcrei vor Beschädigungen zu schützen, und mit Recht, denn es kostet ein Per mögen, ein derartiges Geschütz herzu stellen. Das zwölfzöllige Geschütz wiegt 50 Tons und die beiden anderen je 40 Tons: die für dieselben bestimmten Projectile wiegen 750, resp. 500 Pfund; das Gesammtgcwicht der Geschähe, Mu nitiou u. f. w., welche von Washington abgingen, übersteigt 400,000 Pfuud. Mit Ausnahme der Original-Stahl Blocke, die zuerst gegossen und dann ge.hmicdet werden und aus den Stahlerlitt von Bethlehem. Pa.. stammen, ')ie Ge.'chütze in dm Werkstätten - -a:hingtomr Schisssbauhofes her i nw:dsti.' Vom Auslande. In Madrid wurde vo, einem Hochstapler ein überaus frecher Betrug verübt. In eine in der Bar quillo Straße gelegene Goldwaaren Handlung trat am frühm Morgen ein Oberstlieutenant der Infanterie, der die Uniform der Königlichen Flügelad jutanten trug nnd vorgab, im Austrage des Kriegsministers erschienen zu sein, um einige Uhren auszuwählen, die als Hochzeitsgescheuk für eine vornehme Dame bestimmt seien. Der Goldschmied, dem die gowstrotzcnde Uniform Respekt einflößte, kramte natürlich seinen gan zen Uhrenvorrajh aus, unh der Herr Flügeladjutant war so gütig, drei mit Brillanten besehe Uhren 'im Werthe von 14,000 Pe'etas (12,800 Mark) auszumahlen und sich dieselben in daZ Königliche Schloß schicken zu lassen. Als der Goldschmieds persönlich im Schlosse erschien, wurde er bereits von dem Oberstlieutenant-, der sich Graf Kindelan nannte, erwartet; der Gras nahm ihm die Uhren ab. um sie dem Herrn Mluister zu zeiAen, und ward nicht mehr gesehen. Dem gepxe? ten Goldschmied ' wurde sptker mitge theilt, das im spanischen Heere ollex dings ein Oberstlieutenant Graf Kinde lan diene; dieser Herr befinde sich aber gegenwärtig auf Cuba, und Habens Überpieß nicht nöthig, Uhren zu stehlen. Ob der intesiigenje Hastnerder mit be wundernswerjher Nlcherhett agikje, 4e mal ergriffen werden wird, .ist be! der bekannten Lässigkeit 'der spanische? Polizei mehr as fraglich. Der Dichter Kon rad Ferdinand Meyer in Zürjch ist in Wahn? sinn verfallen. Bor ' einem t Jahre machten? sich bei dem , Sichter.! vesseiz Lebenslust und Lebenskxi uneischspf.' lich erschienen, die ersten Ztnzejchen der Krankheit bemerkbar, und selber hatte, noch so viel Einsicht in seinen I? stand, daß er seine Ueberführung in dil Irrenanstalt Königsfelden . bei Brugg veranlaßte, in der sich jetzt befindet, u. wo eine Wendung zum Schlimmeren eingetreten ist Wahnvorstellungen und firZ Ideen sollen den Kranken beHerr scheu und eine Genesung ist leider nicht abzusehen. Eine erbliche Aylage dürfte Ausgangspunkt dkZ GehirnleidcnS seiy. Der unglückliche Dichter, 'desferz' geistige Wiedcrhcrsteilung auf's innigste ge. wünscht wird, ist verheiratet mit Ver Tochter deji General)' Zieglcr und Ba trr eines .dreizehnjährigen ,T ächter chenC Berliner Blätter ber ich. ten: Von einem eigenartigen Wahn ist der an der Frankfurter Allee, woh nende Monteur Grimow befallen. Gri mow welcher ein tüchtiger Arbeiter und seit langen Jahren in einer großen Ma schienenfabrik im ' Osten Berlins als Werkmeister beschäftigt, leidet seit, eini gen Wochen an der fixen Jd:e, daß er vsm Kaiser hgm berufen sei .selbstfeu ernde Kanone anzufertigen, die dazu bestimmt ist, im Kriege Alles zu ver Nichten. Diese sonderbare Idee hat dem sonst fleißigen Manne nicht nur vollständig die Arbeitslust geraubt, so daß er jetzt seine Familie vernachlässigt. sondern er bastelt auch Tag und Nacht an einem selbstangefertiglen Modell herum; hierbei macht ex deSj Nachts in temen Msntonegeottden und
Schwärmere,cn einen solchen S'pmuu-!, daß die Hausbewohner erschreckt aus ih ren Betten fahren. In der Nacht vom Montag zum, Dienstag verursachte Gri mow mit seinem Modell wieder einen furchtbaren Lärm, wobei er mehrn? . t . k
der vausdewoMr lyalllch angremn wollte, um sie als Landesverrätherzum Kai' zu führen. Gestern früh ift Xei l t-iif ttrf 1ift flT?rttttt ttrtrfc Ni 14 V avi v ä tiuv vi 4 rcnüinil überführt Mocn. EineMassenveraiktunn . ii(h- --)---. -r..ij(p ,, -.-m1' , . CT 1 in der Gemeinde Moorseele-lez-Menin im belgischen Arrondlzemcnt Courtrar ist durch Genuß von Fleisch entstanden. das, wie angenommen wtrd, nicht von einem lebend gefchlachteten, sondern an Milzbrand verendeten Kalb herrührt. Ein Metzger soll das Thier für 11 Franken von einem Landwirth erstan den und dann mit einem anderen Metzger zum Verkauf getheilt haben. Ter Landwirth wurde während des Gottes dienstes in der Kirche zu Mettin verhaftet, gegen Hinterlegung von 5000 Franken zcdoch vorläufig wieder auf freien Fuv gefeht. Die Zahl der in Folge des Fleischgenusses schwer er' krankten Personen beträgt mehr als siebzig. Die ersten Zeichen der Ver giftung bestanden in Krämpfcn und Erbrechen, so daß die zugezogenen Aerzte anfänglich an Vorhandensein von Cholerine glaubten. Am 13. Au gust starben zwei der Erkrankten, da runter ein 42jähriger Familienvater. Dann folgten mehrere weitere Todes fälle, während an 40 der Vergifteten so krank sind, daß sie mit den Sterbe sacramenten versehen wurden. Unter den Erkrankten befindet sich auch der Metzger, der das Thier gekauft hat. Ein Millionenproceß gegen den Staat Oldenburg schwebt zur Zeit, wie man aus Hannover schreibt, vor dem Oldenburger Landgs richt. ES handelt sich um einen Scha. denerfätz von 3 Millionen Mark für abgetödtetes Jifchwasser. Der Fijch. züchter Chr. Wagner in Oldenburg hatte gegen 260 Goldfifchteiche in der Nähe von Oldenburg angelegt, die vom Hunterflusse ans mit Wasser versorgt wurden. Trotz vorsorglichster Behand lung starben die Goldsische, an einem einzigen Tage für 68.849 M. Auf Veranlassung des Deutfchen Fischerei Vereins wurde nun eine gründliche Un tersuchung des Huntewassers vorgcnom men, welche den Beweis lieferte, daß dasselbe durch das Abwasser aus der Spinnerei, Osternburg, dem starke Mengen Erdöl beigemengt waren, derattig vereinigt wurde, daß die Fische in d.'n Wagnerischen Teichen daran zu Grunde gegangen. Wagner strengte Cchadenproceß gegen die Spinnerei an, ist aber kostenpflichtig abewieen morden. Er hat nunmehr seine An sprüche in Höhe von 3 Millionen Mark gegen die oldenbürgische StaatSregie rung geltend gemacht. In der Nähe von Cnx. yaven vollzog sich am 19. August ein Ereigniß, da? wohl zu den aller selten ften zu rechnen ist. Bei wundervollem Sonnenschein ,und spiegelglatter See verließ Nachmittags ein größerer See schlepp den Hafen; an Bord desselben befanden sich ein norwegischer Kapitän, dessen Braut uud ci-l Geistlicher aus Norwegen, der das Paar auf offener ee trauen sollte. Da die Trauung auf deutschem Boden nicht stattfinden konnte, so fuhr man üb die deutsche Grenze hinaus, und außerhalb des sten Elbfeuerschisses fand die feierliche Handlung statt. Nach einem kurzen 'Aufenthalt auf dem freien Meere sandte sich der Dampf wieder der Elbe zu und gegen Abend kehrten als kirchlich getraute Eheleute das Braut paar vom Vormittag, sowie der Geist liche und die Freunde, die bei der Trauung zugegen gewesen waren, nach Cnrhaven zurück, um dort das Hochzeitsmahl einzunehmen. In Bromberg ist der Theater'platz durch einen neuen ftroßcir Brand zr einem Ruinenplatze gewor, den. Im Hotel Royal, dem. großen vierstöckigen Gebäude an der Ecke des Theaterplatzes, und der Kasernenstraße, war Feuer , ausgebrochen; bald stand das Gebäude in hellen Flammen. Außer dem Hotel brannte auch daS in der Kasexnenstraße anstoßende (Hstull Da in demselben Alles her. Ausbruch des BranPeZ jn tiefem - Schlafe tag, sg tzieb Ä Vii ofinern ,Wo6fi ten Etagen Hilfe zu leisten, die unmög lich' sich selbst retten konnten, !da die Trppen vom Heuer zuerst erfaßt wor d:n waren. Mindestens eine,' halbe Stunde konnte man, jo ,, berichtet der .Ostdeutsche LokalÄttzttaerAäu u!chtZ Anderes gls an die' Reltungsarbeiten denken. Hemi einend war Pas Ge . i . " j - ' . li" t"5. schrel der arg bedrohten Bewohner .des Hauses, das, laute . Schreien der Kinder v (v . ivii'i 1.. ..i.'n. ' ., uno grauen, vjui Vangeiellern kam man den aus den zahlreichen Fenstern deZ Hauses um Hilfe Rufenden? entge? gen. Mit eigener Lebensgefahr kletz terte Herr Schmul von der Kasernen? straßenskite her ans einer'. Hängeleit i ' .; i' H . , 't L- ff i il -i ' ' . 1 fc. - naq o ooerpen nrage mngus,,'wo oie Frau von Kukowskj mit ihrem Kind? uno dem Tienstmädchen . Bertha Saly? msn in Todesangst und , Lebensgefahr schweb en. Ohne das muthige Lordrin gen des Hrn. Schmul wären die Frauen Um FtammcnZod preisgegeben gewesen. In der obersten Etage des HauseZ. uyter dem Gjebel b'efänd"kjch auch dex Reisende Deutsch, aus BreSlaü' eih junger' Mann von einigen Zwanzig Jahren.' Die Flammen drohten de Aedrängten schon zu fassen, v In. sein ürchtljchen Anqst hatte der Mann alle Besinnung , verssreq. " , Obwohl man itjm mit Hingele.tern ,ent-?genzukom? men,, sich anschickte so wartete er die Hilfe nicht mehr ab scmdern stürzte sich zum Fenster hinaus. Er siel -if einer, neben dem Hause stehenden ' ,wag.n und stürzte dann von o;e;At auf daS Pflaster ! des Platzes; Er hat sich dabei schwere innerliche und äußerliche Verletzungen zugezogen. Die Guttentagsche Familie wurde mit Hilfe !?pn HäNgelsstern und Rettungssäcken nu? ven flammen lzerauZgeyglt. Jg ßinsm Zjmmer tzeS zweiten Stockes be, fanden sich sieben Per'fonen ; sie alle lvurden ii Säcken. gus den Flammen geschafft. Auf dieff Weise rettete mu:j die Fxäu Tschatch und ih-e Kind. Per Tischlfnneist Kunext, ein hoch il?
oen Sechzigern freyen ver a nn. er kam dem Flammentode auch nur mit knapper Noib. Den Flammen in dem Hotelgebäude Einhalt zu thun, erwies sich zunächst als ein Ding der Unmöj. lichkeit. Ä!an mußte sich darauf?be schränken, die Nebengebäude vor den Feuer zu schützen. f .M . . ,j - . . . .
) e r x 0 i n r z jener 0 1 1 : den iunaen Leute Stölzle und VodaorsÜ auf der Raralp hat der Oesterrclchischen Touristen'Zeitung Gelegenheit zu ei nein Artikel gclie crt, welcher geradezu, , auf, muntert, recht halsbrecherische Aussteige zu wählen. Anstatt Besonnenheit zu predigen, findet die Touristen-Zeitung, daß der nämliche thatcndurstige Drang, cr Helden und Forscher schafft, die beiden Jünglinge zu ihrem kühnen Thun h mge r i ss en ha be. m ö ge d ' fe g ol dene Jugend immer neuen Nachwi'chZ finden; denn in den Tagen d-r Gefahr könne das Vaterland auf solche Söhne rechnen und bauen". Das Neue Wiener Tageblatt findet, daß das Ba terland auf Söhne, die von der Raxalpe oder sonstwo herabfallen und todt b!ei den. nicht rechnen kann, sondern wohl vorziehen wird, wenn seine Söhne aus weniger gefährlichen Wegen die Berge besteigen und hübsch am Leben bleiben. Die genannte Zeitschrift zitirt aus einer .Untersuchung des Professors Dr. Heim über den Tod durch Absturz folgende Stelle: ..Wir sind zu dem Resultat ge langt, daß der Tod durch Absturz sud jektiv ein schön Tod ist. Ohne vor ausgegangene Krankheit erfolgt er bei klarem Bewußtsein, bei gesteigertee Sinnes und Gedankcnthäticz'leit, ohne Angst und ohne Pein. Unsere im Ge birge todtgestürzten Freunde haben im legten Momente ihre eigene Vergangen heit in Verklärung geschaut. Sie ha den der Ihrigen noch liebend gedacht, sie waren schon erhaben über körperli chen Schmerz, reine, große Gedanken, himmlische Musik,' das Gefühl dcs FriedenZ und der Versöhnung beherrschte sie, sie sielen in einen blauen nnd rosigen Himmel hinein, so sonst, so weich.' so selig und dann war plötzlich Alles still Der Professor Heim bemerkt das. Neue Wien Tageblatt treffend, scheint seine Untersuchung über den Tod durch Absturz in einer sehr gepol sterten Gegend angestellt zu haben. Ueber den Brand des Stadttheatels die Biella (Piemont) lie gen jetzt Nachrichten vor, die es wahr scheinlich machen, daß das Unglück durch eine Rauferei unter den Choristen veranläßt worden ist. Dienstag Abend fand die Generalprobe ! zu Fra Dia volo statt. Einige angetrunkene Cho ristcn benahmen ftch dabei ungebührlich, geriethen einander in die Haare und stachen sogar mit Messern auf ein ander los. In der Verwirrung, die entstand, wurden mehrere Lichter und Petroleumlampen umgeworfen. Die Proben wurden abgebrochen uud die Sänger verließen das Theater. Im Freien sing aber die Prügelei von Neuem an. so daß die Polizei einschreiten und ein halbes Dutzend der rabiaten Künst ler verhaften mußte. Etwa eine Stunde später, gegen 1 Uhr Nach!s. stand das Theater in hellen Flaznnlen. Die Ver muthung liegt n ihe. daß eine bei jener Prügelei aus der Bühns umgeworfene Lampe oder Uerze nicht mit det gehört, gen Sorgfalt ausgelöscht und daß hier durch das Fcn verursacht werden sei. Es konnte wenig oder nichts gerettet werden. Indessen waren das Theater und seine Einrichtung versichert. Schlimmer sind der Thealerdirector und die Künstler daran, deren Garderobe nicht persichert wär. Den größten Schaden erlitt aber der Kapcllmeistc? Cavazza. dessen Geige, ein Steadivarius. mit verbrannt ist. Jn Trieft hat sich in die. fen Tagen eine romantische Liebes tragödie abgespielt. Im Bureau d. 4 23jäh?igen Käisiers der Proviant-Ab theilung des Lloyd-, Paul Boiti,, schien die 2jälttsze GglZiff seines gen P., mU welcher angeblich schon seit Jahren . ein intimes Verhältniß hatte. Boiti übersah hierauf die Kas' senschküssel einem Collegen. um angeb lich gleich zurückzukehren. Das Paar wurde seitdem .nicht .mehr ; gesehen. Dasselbe! fuhr mit dem Nachmittags, zuge nach Vonfalcone, huranf per Wagen, nach Porto Rosega, woselbst sie .'ine Barke mjetlzeten und in das Mecx hinausfuhren. Fischer 'fanden später die Leichuame derselben aneinauderge bundm. E? scheiflt daß Frau. P. zuerst die Hände ihres 'Geliebten uni dann ihre eigenen festgebunden habe. Frau P. ist Mutter dreier Kinder und zeigte häufig ein centrifchcs Wesen. Ihr Bru.de?' hatte sich vor einigen 'Iah. ren ?et?d et. ' ; , ' Neue WirihMZi ! - - : i, -1 ,.i IIENIIY BAAS, 1 Madtson Ävc. Nv. I Nachfolger von Julius Keller. ' Die besten, einhcttnischcn und nnportirten Weine, Liquöre, Cigarren, Bier u. f. w. Freundliche Bedjennaz und Lunch. F liest pef aa&ii-it. Tag oder Woche. Henry WBuas. 1 ÄgUson Lve. Alle, die zum krummen Reyer kommen Werden wnner freundlich ufa?rt?w,itf u, Gutes Bi.r, scwie den besten Wein ' Schenk' ich meinen werthen Gästen ein. " " Aurhcö' Zch früb nb ftat 'Ncn Luteli uuch " ! ' ,'', - J;V , , i ' , sollst fLite er. : ' !;. U : ' 3 :' s ' ' J'" '? ,-, "; V ! , 391 nd Delaware Strasze. WMMMl '' ,.:'-.,'li : '4 "Si ( .!::,..; ri ; , h ij' :- f. i tt ' ; iC T. F. SMITH , 1'',.?' ; ,!.;!; f Öändicr in um llateiicL i X edq Kooftna. toasi üi-te as-.;-. vr.l feltin tifrbalt'tVtl. trrötstBbf. jiSi " -.. tall.55srvcn jc. ic. Cfn: 199 Jicri :i ttatze. xcifreon i. IM D a ch d e lk e t tr ti Itrij ffSSloe ud ce rantn?cvtItÄe Testier ' ßtc? dächer, TriN'dsd gd ö i i l te k k i D S !: e r Sae ttrre Eo,p,r,ni"T!skr n.,- '.l Äi?. tealffce, No. 169, Aard : 180 W. Msrylandftr. Telephon LSI. Indianapolis, Jnd,
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