Indiana Tribüne, Volume 30, Number 151, Indianapolis, Marion County, 18 February 1907 — Page 7
Jndians Tribüne. 18. Februar 1007.
Banditen im Frack. Kriminalrsmannach Emil Gaboriau.
(Fortsetzung.) Glauben Sie denn, baß wir )w len, um zu gewinnen?" fragte dieHer zogin. Tas wonl nicht, aber Sie können einen Verlust eher ertragen als ich!" erwiderte der Alte mit seinem unver wüstliözcn Phlcgma. Philipp, der erklärt hatte, die Bank so lange halten zu wollen, wie er noch einen Louisd'or in der Tasche habe, hatte vor sich auf dem Tische mehrere Rollen (Goldstücke aufgehäuft. Ach was!" rief er; das ist doch nicht fir Ernst; das Spiel beginnt, meine Ta men und Herren: ich bitte zu setzen!" War es Zufall oder geschickte Anordnung der Herzogin, dasz Raimund' Zwischen Fräulein Simone und der briinetten Tamc mit den schönen Au gen zu sitzen kam? Ta weder 3?ai mund noch Simone das Spiel kann ten, war die brünette Tarne veranlaj'.t. Beiden wiederholt mit ihrem Nath beizustehen. Raimund und Simone verloren ib ren ersten Einsatz. Herzogin, 8;e sind eine schlecht Rathgeberin," sagte Philipp zu der brünetten Tame. Raimund's Nachbarin war. wie er wuftte. eine Herzogin: er batte aber bei der Vorstellung ihren Namen über hört. Toch was kümmerte das ihn: ibn beschäftigte nur der eine Gedanke, wie er ein Gespräch mit Fräulein Si nione anknüpfen solle. Was sollte er ihr sagen? Irgend eine landläusige Redensart? Er hätte sich lieber die unge abgebissen. Was aber? Tie Qualen, die er auf dem Balle gelitten, begannen wieder. Zu Alledem glaub te er zu bemerken, das; Fräulein Si mone mit ihm zu sprechen wünsche, das', sie ilun etwas sagen wolle: ihre Blicke waren einander mehrmals begegnet, und stets hatte sich tiefe Rötbe über des Fräuleins Wangen ergossen. Raimund verlor ohne Unterlaß. ..Meine Nachbarschaft scheint lmen kein Glück zu bringen," bemerkte die Herzogin. Er verneigte sich, fand aber kein Wort der Erwiderung. ,.ch bin doch ein Tummkopf sonder Gleichen!" dachte er. wütbend gegen sich selbst. Es kam Roth", und die Herzogin, welch.' auf ..Sckwarz" gefetzt hatte, verlor sünfzelm Louisd'or. Sie werden ja völlig ausgeplün dert. rfTau Herzogin." sagte ein junger Mann lächelnd. Sie werden wobl dem Herzog von Mnssa schreiben müssen, oaj$ er Ihnen Geld schickt." Bei der ??ennnna dieses ?!amen? zuckte Raimund zusammen. War es möalich? War die Zrau. die neben ihm safz, wirklich die Herzogin von Mus'n? h." bemerkte eine andere Tame, der Herzog von Mussy ist nicht wie gewisse Ebemänner meiner Bekannt schaft: er wartet nicht, bis feine Go n?ahlin von ihm Geld verlangt: er stellt ihr so viel zur Verfügung, daß i: nickte zu verlangen braucht." Es war kein Aveifel mehr möglich. Raimund sah und borte nichts mehr. ein Schwindel batte sich seiner bemäch tigt. und ohne zu wissen, was er that. betbeiligte er sich an dem Spiel: nur ein Wetafc erfüllte ihn: Flucht! Schleunige Flucht! Cli, hätte er sich doch sofort in unauffälliger Weise zu rückueben können! ..Tas Glück wendet sich Ihnen Za je!: endlich zu." meinte die Herzogin ven Mussti sich an den Nachbar wendend: ..wollen wir uns associiren und auf Halbpart spielen?" Genisz!" stamttiltc Raimund; mit Vergnügen!" Herr Bonrsonne. der seinen jungen freund beobachtete, bemerkte diese Verwirrung, und als um zehn tth: Thee und Erfrischungen herumgereicht wurden, sagte er: Nun, mein lieber Telorge. müssen wir uns verabschie den!" Tie Herzogin wollte die Herren zwar zurückhalten, aber Herr Bour sonne schützte eine dringende 5lrbcit vor. versprach, bald wiederzukommen, und zog fich, von Raimund gefolgt, zurück. . Was ist Ihnen?" fragte der Inge ilieur. als sie das Schloß verlassen hat ten; Sie sind ja in großer Aufre gung, Ihr Arm zittert!" Bite. fragen Sie mich nicht!" rief ' Raimund. Sie sprachen auf dem Heimweg kein Wort mehr. Tcr Wirth erwartete sie, und als er Raimund erblickte, kam er rasch auf ihn zu. Ter Poslbote hat zwei Briefe aus Paris gebracht," sagte er; hier sind sie!" Raimund vermochte kaum mit maU ler Stimme zu stammeln: Ich dan ke." Er nahm die Briefe in Empfang, und ohne sich von Herrn Voursonne zu vc-ravichieden, eilte er cie treppe mii anf. Ter Wirth war von dem Benehmen des jungen Mannes überrascht und äußerte dies auch gegenüber Herrn Voursonne, der in der Nüche am Herd feuer feine Pfeife in Brand fetzt?. Was hat nur Herr Telorge?" frag te er. Nichts, gar nichts!" erwiderte dc? Alte. Als er aber zu seinem Zimmer bin
aufstieg, brummte er vor sich hin:
Was znm Teufel mag zwischen meinem Schützling und dem Fräulein von Maittefcrt vorgefallen sein? Oder sollte sich etwas zwischen ihm und se: ner anderen Nachbarin zugetragen ha ben? Trese Herzogin von Musw it eine sehr hübsche Frau; sie sah ihn mit so zärtlichen Blicken an. . Und er?! Ja. er hat sie auch mehrmals so selt sam angeblickt. Toch was grüble ich darüber nach!" In seinem Zimmer angekommen. war Raimilnd auf den Lchnstuhl nie dergesunken und versuchte seine Gc dankeii zu sammeln. Wie schlecht bin ich!" seufzte er; wie feig! Warum habe ich ihr nicht gesagt, daß sie di? Zxrnir eines Elenden sei, eines Man es. auf dessen Untergang ich bedacht bin! Ist es Unrecht, das; mich die Näbe von Simone fesselt? Muß ich darauf verzichten, sie wiederzusehen, so lange die Herzogin von Mussy sich im Schloß Maillefert aufhält? Sie, welche dlei.cn elenden Abenteurer vielleicht gegen ihren Willen gchcirathct hat, ist ja frei von Schuld." Er hielt die Briefe noch m der Hand. ?er eine war von feiner Mut ter. der andere von Herrn Robert. Er zerriß das Eoiwert des Briefes von seiner Mutter und las: Lieber Raimund! Eine innere Stimme fagt mir, da'z die Stunde der Vergeltung bald schla gen wird: alte Freunde Deines unvcr geglichen Vaters, die uns völlig vergessen zu haben schienen, haben mich besucht. Ganz Paris spricht von einein skandalösen Prozeß, welcher ge geii Herr Muss von der Familie sei iier Frau ongestrmgt werden wird. Man bcbauptet auch, daß Herrn Eom bel's Stellung eine sehr schwankende sei. Raimund, mein geliebter Sohn, gedenke der Aufgabe, die wir uns gc stellt! Halte Tich frei von allen Vcr pflichtungen, und sei bereit, dem ersten Rufe zu folgen! Tine Schivester Pau line und ich umarmen Tich herzlich. Elisabeth Telorge." Der zweite Brief war von Dr. Ro bert: er sandte einen Brief von Hans. Der junge Eornevin schrieb: Liebe Freunde ! Nach einer migemein stürmischen Ucberfahrt habe ich Australien erreicht. Vorgestern. Sonntag, bin ich in Melbourne gelandet, und bade iowrt die 'Nachforschungen nach Pincheiro. b:m Sohn des Schmugglers, der mit meinem Vater Chile verlassen bat. begonnen. Es fiel mir nicht fchwer. ihn zu finden, denn er ist einer der angesehensten Kanflente von Mcl bourne. Leider traf ich ihn nicht zu Hause, ilnd einer seiner Angestellten theilte mir mit, daß er sich in den Minen befinde und die Zeit feiner Rückkehr unbestimmt sei. Turch denselben Mann erfuhr ich aber auch, daß Pinchciro zur Zeit sei' ner Landung einen Begleiter hatte, einen gewissen Voutin. Taß diefci Boutin Lorcnz Eornevin, mein Vate? ist, darüber giebt es für mich keine:, Zweifel. Jedenfalls wird Herr Pm cheiro mir sagen können, was aus ihm geworden ist. Eine, innere Stimme sagt mir. daß ich dem Ziele nahe bin Hoffet also das Beste!" Euer Hans." Mit einem schmerzlichen Seufze, ließ Raimund den Brief fallen. Itf darf nun nicht mehr nach Schluß Maillefert gehen," murmelte er vor sich hin: ich darf auch Simone nich: mehr sehen, denn die Loosung meine: Mutter lautet: Halte Tich frei von allen Verpflichtungen! Sei bereit. ! v (..t ... : -r Mi ui'ni i'ium Jini au iiuuuii AIS Raimund am Morgen zuln Frühstück kam, erwartete er, daß Herr Boursonne ihn mit tausend Fragen be stürmen werde, abrr nichts dergleichen erfolgte. Offenbar," hatte der Alle sich gesagt, handelt es sich hier um cme ernste Angelegenheit: hat er Ver trauen zu mir, so soll er selbst spre chen." In ziemlich schlechter Lann? verließ er schließlich das Zimmer, zitn dete seine Pfeife an und sehte sich auf die Bank vor dem Hause. Als Raimund später unter das Hausthor trat, war aber die Stim tm... r . v i r. rr inung oe5 aucn oeoeuieno oeer gc worden. Wollen Sie wetten," rief er, daß der Reitknecht, der dort gerit ten kommt, unS aufsucht?" Er täuschte sich nicht. Vor dem Ho tel angekommen, schwang sich der Reit knecht aus dem Sattel und trat auf einer der Herren vielleicht Herr De lorqe?" Raimund trat vor. Das bin ich!'' sagte er. Der Reitknecht zog bedächtig ein Packetchen aus seiner Rocktasche. ..Ich habe Ihnen dies zu übergeben," sag te er. Herr Voursonne war näher getreten. Sollen Sie auf eine Antwort war ten? fragte er. Rein!" erwiederte der Mann, der schon wieder zu Pferde gestiegen war; er grüßte und ritt rasch denselben Weg, den er gekommen, zurück. Raimund betrachtete noch immer mit einer Art Scheu das duftende Packetchen, das er in den Händen hielt. End lm? ccato er sich aus sein Atmmer uno zerriß die Envelope; sie enthielt eine Brief und eine Anzahl Banknoten. Der Brief lautete: Mein 'Herr! Sie haöen unZ gestern so rasch ver lassen, daß wir unsere Rechnung rnch abschließen sonnten;' Wir haben au Halbpart aespielt. ,Rach Ihrer -Ent fernung setzte ich das Spiel fort, im Glauben, daß Sie es .mlr.-mcht übe nehmen wurden, wenn ich unser Ein-
aaekapital verspielte: doch anstatt zu
verlieren, was mir gewöhnlich passirt, war ich vom Gluck ungemem beguntigt. Ich habe zwenausendachthundert Francs gewonnen, deren Hälfte ich Ihnen als Ihren Antheil übersende. Sie sehen, daß unsere Verbindung uns Glück gebracht hat. Herzogin von Mussy. Raimund war leichenblaß geworden; er rief die Wirthin herbei. .Ihr Pfarrer ist doch ein braver Mann?" ragte er sie. Oh gewiß!" versicherte die Frau; ,er ist der beste Mensch auf Gottes Erdboden und ein Wohlthäter der Armen, wie man Nicht leicht einen zwei en finden durste; sur sie gäbe er sein etztes Hemd hin." -Ueberbringen Sie ihm dieses Geld für feine Armen!" sagte Raimund. Er druckte ihr den Brief und die Banknocn in die Hand und eilte m das Haus. In ihrem ganzen Leben war die würdige Frau noch nicht so überrascht gewesen; sie sah sprachlos bald die dieen Banknoten, bald Herrn Boursonne qn. Herr Delorge scherzt wohl blos?" ragte sie endlich. .Der alte Ingenieur war zwar nicht minder überrascht, aber er meinte doch, daß es Raimund mit dem Geldgeschenk Ernst sei; cr ließ der Wlrthm das Geld, nahm aber den Brief an stcb und begab sich mit diesem zu Raimund. Sie sind ja plötzlich sehr freigebig geworden," sagte er, als er in dessen Zimmer trat. Dieses Geld brannte mir in den Händen," erwiederte Raimund; ich gab ihm die richtigste Bestimmung, di: es haben kann." Sie haben aber zugleich mit dem Geld auch diesen Brief fortgeworftn wandte Herr Boursonne ein. Ach. was schadet das! Diesen Bn:r kann Jeder lesen!" Her? Boursonne ließ sich das Nicht zweimal sagen; er las den Brief sehr aufmerksam durch. Eh! Eh!" sagte er lächelnd. Das giebt zu denken! Die Herzogin von Mussy ist eine anbe tungswürdige Frau mit ihren grozi.n schwarzen Augen, welche Feuer za sprühen scheinen. sprechen Sie mir nicht von diezer Frau!" fiel ihm Raimund heftig iii's Wort; mir graut vor ihr! Es ist ein Unglück, daß ich ihr begegnet bin; eine innere Stimme sagt mir. daß bicc Begegnung verhängnißooll für mich werden wird! Die beiden Ingenieure begaben si vor die Stadt zu ihren Arbeiten. 01: sie während der Vornuttagöttunden vollauf in Anspruch nahmen; erst nach Tische fragte Herr Vourjonne )quk umgen Genossen: (sehen wir veu:e nach Schloß Maillefert?" Ich fühle mich ein wenig unwohl. erwiderte Raimund. Ich aber ginge gerne hin." meint? Herr Voursonne. Heute wäre es nur nicht möglich. Sle'zu begleiten. ?!un, dann wollen wir den Vciuch auf einen anderen Tag verschieben Morgen werde ich ebensowenig hingehen," bemerkte Naunund, d:: einsah, daß eine Erklärung llnvcr mcidlich geworden war und diese Au aelegenheit lieber sofort zum Ailötrag bringen wollte. Alle Wetter!" brauste Herr Bour sonne auf; man bleibt doch einein Hause nicht fern, nachdem man dort eine große Summe gewonnen bat: was würde man von Ihnen denken? Mag man von mir denken, was man will!" erwiderte Raimund; ,,eö ist mir gleichgültig." ..Und Fräulein Simone? Raimund erbleichte. ..Ich weiß nicht," sagte er, wie es Ihnen V.'r gnügen bereiten kann, mich so 31t auä len." Herr Boursonne begab sich an die scm Abend allein in's Schloß. Die Herzogin empfing ihn im Sa lon wie am Abend zuvor, aber c wa ren heute nur wenige Gäste zugegen. Willkommen!" rief sie, als er ein trat; Sie sind ein Mann von Wort! Doch Sie kommen allein? Wo iü Herr Delorge?" Er ist unwohl," erwiderte der In genieur. sehr unwohl!" (5r hatte bet diesen Worten seinen Klemmer ausge setzt und betrachtete scharf FräuK'M Simone und die Herzogin: er bemerk te, wie Beide leicht zusanimenzultell und dann einen raschen Blies Wechsel tens Achtung!" sagte er sich; oac bedeutet etwas!" Es kam neuer Besuch. Damen imd Herren, die sich sofort der Herzogin von Maillefert bemächtigten, und bald darauf Fräulein Simone den Salon verließ, benutzte Herr Bour sonne die Gelegenheit, sich auf ihren leer gewordenen Stuhl neben der Her zogin von Mussy niederzulassen uno ein Gesprach mit ihr anzuknüpfen. Ter Herzogin schien dies wittkom men zu sein; sie ging willig auf jeden Gesprächsstoff em. den der Alte an regte. Schon nach wenigen Minuten hatte er die Ueberzeugung gewonnen. dan bis vor acht Tagen Raimunds ristenz der Herzogin völlig irnfa rann: war. Sie erzählte mtt Begeytrung von ihrem Heimathslande Jta lien und weihte dabei Herrn Bonrson ne mit rückhaltsloser Vertraulichkeit ii alle ihre Familienangelegenheiten ein Sie gestand offen, daß sie noch weni von der Welt kenne, da sie bis zu ihren zwanzigsten Jahre in einem Kloster gelebt, wo s sich sehr gelangweilt ha be. Eines Tages habe sie ihr Vater von dort abgeholt und ihr mitgetheilt daß er ein! Gatten für sie gesunde! babe. einen französischen Grami. der
ür ihre große Mitgift seinen Einfluß
am französischen Hof zu Gunsten ihrer Familie geltend machen wolle. Vier zehn Tage später war sie Herzogin von Mussy. Sie war es ohne Bedenken geworden; die Freude über ihre Be remng aus dem Kloiter lien keine ru :)igc Ueberlegung aufkommen, und das geräiischvolle Treiben im Palast ihres Vaters, das grell gegen die Stil. e des Kloiters abstach, betäubte sie. während die prachtvollen Toiletten, die ihr zur Verfügung standen, und der sie umgebende Lurus sie blendeten. Als sie endlich zur Besinnnng kam, war es 'zu spät. Sie könne sich zwar über ihren Gatten nicht beklagen, der Herzog sei sehr zuvorkommend; er er ulle ieden ihrer Wünsche. Und doch. es sei eben nicht der Gatte, der ihr in hren Jugendträilnien vorgeschwebt. Eigentlich könne sie sich ja gar nicht als verheiratet betrachten, da sie ih. ren Gatten oft drei bis vier Tage nicht sehe. In dieser Weise weihte die Herzo gin Herrn Voursonne in ihre tiefsten Herzensgeheimnisse ein. Der Alte wunte nicht, was er dar. über denken sollte. Ist sie so naiv ', fragte er sich, oder über alle Maßen frech? Was veranlaßt sie, mir alles das zu erzählen? Etwa damit ich es Raimund wiedererzähle?" Es entging ihm jedoch nicht, daß er seit einer Weile nicht mehr der allei uige Zuhörer der schonen Herzogiii war. Fräulein Simone war zurückge legt uno hatte sich neben ihm Nieder gelanen. Ihre Nachbarin hatte sie zivar in ein Gespräch verwickelt, aber lic gab derselben nur kurze Antworten, und nicht ein Wort, das die Herzogin sprach, fchien ihr zu entgehen. Bald erröthete sie, bald wurde sie auffallend blast, ilno ihre Augen blitzten. Ei, sieh da!" dachte Herr Bourfon ne; diese beiden Frauen lieben inei iien jungen Freund; sie ahnen, daß ii" Rebenbuhlerinnen sind, und hassen iich.. Aber er! Warum flicht er )c: Hot er vielleicht nicht den Muth, ein? Wahl zu treffen?" .n diesem Augenblick setzte sich dtr Pianist an das Instrument, und va NM"lu'p nicht zugegen war, ihn albeute Riemand hinderte, erfüllten balo ie klänge des Instruments das Ge mach. Herr Boilrsonne benutzte diese. Gele genl'eit. um sich zurückzugeben. Er war sehr zufrieden mit feinen Ent deckungen und fragte fich nun blos, ob er dieselben Raimund mittheilen oder sie ihm verheimlichen sollte. Schließ llch entfchlcd er sich für das Letztere. Dies war auch gut, den dein ar men Raimund kostete sein Entschluß, nicht mehr nach Schloß Maillefert zu gelien, große Ueberwindung. Es ge bort großer Muth und große Stand baf:igkcit dazu, das Glück sich so uabe wissen, daß man nur die Hand aus ziinrecken braucht, und es doch nicht zu ergreifen. Wäre er wenigstens weit weg gewesen! So aber konnte er nicht aus dem Hause treten, ohne am ande ren llfer des Flusses die weißen Mauern des Schlosses durch das Grün der Väinne und Gebüsche hindurchschim meril zu sehen. Er war entschlossen, um seine Versetzung oder um seinen Abschied cinzilkommcn.' Am nächsten Sonntag, während Herr Voiirsonne wie gewöhnlich mit. einigen der nach dcr.Stadt gekommc iien Bauern über die Flußregillirung verhandelte, verließ Raimund das Hotel; er schritt jener Anhöhe zu. von welcher aus man das Schloß vor sich liegen sah. Als er über die Brück.' kam. befand er sich plötzlich Fräulein Simone gegenüber. Sie war indessen nicht allein ; ihre Goiwernante, Miß Lydia Dodge. begleitete sie. Fräulein Simone schien sich auf dem Wege zur Kirche zu befinden, denn Miß Lydia trug zwei Gebetbü cher. Stumm vor Uebcrraschung blieb Raimund stehen. Auch das junge Mädchen war stehen geblieben, nicht weniger verwirrt alo er; sie fand jedoch zuerst Worte. ..Sie waren krank, Herr Delorge?" fragte sie. Ja. mein Fräulein," stammelte Raimund. Sie befinden sich jetzt besser, nicht wahr?" '.a. Wir werden Sie also bei uns wieder sehen?" Fräulein Lydia hielt es für ange zeigt, nun einzuschreiten. Das iü wohl." fragte sie der Herr, welcher den Armen von Rösters vierzehnhi:i'. dert Francs geschenkt hat?" Raimund prallte zurück. Sie wissen das?" rief er. Der Herr Pfarrer hat es heute in der Predigt bekannt gemacht." Wie? Er hat meinen Namen ge nannt?" Nein," (-"widerte Fräulein Simo ne, aber er hat den Armen ichrcr Woblibäter mit so deutlichen Worte: euipfoblcn. daß man Sie sofort erkannt hrt." (gortseKung folgt.) Im Staate Dklavare ist unter dem Namen der Mexican Petroleum So. eine Gesellschaft eingetragen wor den mit einem Aktienkapitale von 50, 000,000, und zu dem Zmcke, Petro ltumqutllen in Mexiko auszudeuten. 5!m Voller Napltaliften solleu m dem UnternehlUkN detheiligt sein.
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