Indiana Tribüne, Volume 30, Number 150, Indianapolis, Marion County, 16 February 1907 — Page 3
Jnditma Tribüne, 10. Februar 1007
Jlltermvall Zeit-Tabelle.
I. U. T. Syfte. chnefie Durchzöge nach Fort Wazne. Schnelle Durch züge nach Narion. Schnelle Durchzüge ach Peru. Schnelle Durchzüge nach LoganZport. Schnelle Durchzüge nach Andersen. Schnelle Turchzüge nach Muncie. . Lüge verlassm Indianapolis. VI und t Sa Marion Divisi on. kävrence, Fortville, Pendleton, Lndnson, vorktown, TZuncie, Middletown, lerandria. WNittille, Fairmount, Sas City, Ion baro, Marion, Blufft, und Union Cit?.
4 00 SBrn. 1 05 Nm. 5 05 Sa. 2 00 Stet 6 00 Bm. 3 05 Nm. 7 05 SB. 4 00 Sta. 6 00 aSrn. 5 00 Nm. 9 05 Srn. 5 05 Nrn. 10 00 Lm. 6 00 Nm. 11 00 m. 7 05 Nm. 11 05 m. 9 05 Nm. 12 00 NttzZ. 11 30 Nm.
Limited. Logaviport ck Peru Division. Tarmel. Nobleiville, Cicero, rcadia. Atlanta, Xipton, Kokomo, Salvefton, Walton, LoganZport. Miami, Lunker Hill, &ru und Elwood. ' 5 00 rn. 5 45 Bm. 7 00 Lm. 7 45 Vm. m 00 Bau 1 45 Lm. 11 00 Lm. 11 45 Vm. 1 00 Nm. 1 45 Nm. 3 00 Nm. 3 45 Stet. 5 00 Nm. 5 45 Nm. 7 00 Nm. 9 00 Nm. 11 30 Nm. Limited. eue spezielle Bedienung nach It. Wayne. Züge verladen Indianapolis um 7) und 11:00 Uhr Vormittag und 3) und 7) M$t RachmUtagS, schnelle Fahrt nach Fort LZayne machend und mit den Schnellzügen ch Tolede, Detroit und Lima verbindend (alt auch n Toledo und Detroit mit den Dampf, die aus den großen Seen nach ttaöinac, Bussalo und den Niagara Fällm Kufen, Verbindung machend. D Kation Flyer, der Indianapolis um ZI Uhr Sonn, und 5 Uhr Nachm. verläßt, Hält nur in Anderson, Alexandria, Summit ille, Fairmount, Joneöboro und GaS City Aunction an. 11:30 Lbeikd'Zug nach Muncie. 11:30 AbendZug nach Peru. Mige fahren nach Fort Benjamin Harri 9 nm 6:45 Vm. 9:05 Bm, 11:05 Bm, 1.-05 Rn und 3:05 Nm. OeUere Information in der Office: Xtt mttiaX Gebäude. PhoneS : Neu, Main 6055; Bit, Main 175, 1 Ring. Indianapolis d Lastern. chnell-Züge laufen nach Sreenfield, mahUtown, New Caftle, Cambridge Ciry, ichmond, Dayton. Ohio, jede Swnde 618 Uhr dendö, in Dayton, Ohio, mit allen Schnellzügen, die nach Springfield, Colum SnI und allen centralen Punkten Ohio'S lufen, Verbindung machend. Ldend'Zug um 11:30 Abend, nach KnightS ?tvn eitere Information w der OMce x Ter mal Geblude. PhoneZ : Reu, Main 6055 iltfXain 175, 1 Ring. JndiauapoliS & MartlnSville. ach MsoreSville, Bethany Park, Mar nnöoille, Ind. Erste MorgnuCar um 6:00 Uhr Morgens Sr on 7.-00 Uhr Morgens jede Stunde 7.-00 Uhr Abend. dmd-CarS verlassen die Jnterurban tatisn um 9:00, 10:00 und 11:30 Abend S. Die 10KX) UhrCar fährt nur bis soreSville. Weitere Information in der Office : tv nnal Gebäude. PhoneS: Neu, Main 6055 ; lt. Mai 175, Rwg. ' Indianapolis & Western Traction Company. Nach Avon. Damnlle und Zwischenftationen. Erfte Car verläßt JndiancpoliS um 5 Uhr Morgens, dann jede anderthalb Stunden bis 9:30 Uhr Abend. Letzte.Car um 11:15 Uhr AbendS. Weitere Information in der Office : Ter mal Gebäude. Phones: Reu, Main 6053, lt. Main 175, 1 Ring. ZndianapolU Coa! Tractisu So. Züge lausen stündlich von Jndianapoli ach Vlainsield von 5.-00 Uhr MorgenS ill 7X Uy, Zldend. Abendzüge um 9 und 11:20 Uhr AbendS. Der 5:00 Uhr Morgen Zug läuft ich Sonntags. Weiten Information in der Office : Ter mwal Gebäude. PhoneS : Neu, Main 60 LU. Mai 175, 1 Ring. Indianapolis & Norttzveftern. vchnell,Züge nach CravfordSville und La ayette laufen wie folgt: 6.00 Vm., 7:00 V., 8:10 Vm., 9:00 Bm., 10:10 Vm., 10.45 v., 11:10 m., 12 Mittags, IM Nm. 1:19 Nm., 4:25 Nm., 6:00 Nm., 7:10 Nm. fc00 Nm. und 11:15 Nm. Züge, welche um 10:45 Vm. und 4:25 Nm. abfahren, sind DUrchzügeZ nach CrawfordS ville. Der 11.15 AbendS u' fährt inur bi Franksort. Weitere Information in der Office : Ter mal Gebäude. PhoneS: Neu, Main 6065; lt, Main 175, 1 Ring. .M-MX rn 13 enmd werd VonrdSM nfc wilfuij unRiunnui rch CtttaI'C?i9 fjtbobfli Im UdnnchKiK. Breis V ILOO, M an ggifte d (. D. 99t 906f . Um f)t,
Regiernngskontrolle
Befürwortet Präsident Rooscvclt Wer alle den Wer.
Staaten noch gehörenden Ländcrcicn.
Arsenik in fünf Leichen analysirt. Baukränber machen reiche Beute. Wider-
liche Szene ans dem Galgen. GeldschranZsprenger begeht Selbstmord Wollten eine Lokomotive stehlen. Tod und Verder ben durch Uebcrschwemmung. Große Einnahmen durch Lizcnsen.-Ulk in den Gesetzeshallen.
Warnung vor Vergeudung der ttohlen lündereten. W a s h l n g t o n, D. C. 15. Feb. Präsident Roosevelt ließ heute dem Kongreß eine lange Botschaft zugehen, worin er auf .die dringende Nothen digkelt einer Gesetzgebung bezüglich der verschiedenen Phasen der die öffent ichen Lünderelen der Ver. Staaten angehenden Situation" aufmerksam macht. Er befürwortet die ttonser. vkrung von Kohlen und anderen Brennmaterial'Ressourcen auf Lünde eien, welche noch der Regierung ge hören, uno sagt, künftighin sollte die Nation ihren Bestdtite! für diese Ressourcen feühalten. Er befürwortet RegierungSksntrolle über die Weiden auf öffentlichen Ländereien im Westen unter einem System kleiner Abgaben ür Benutzung der Weidegründe und ersucht um eine sof,rt flüssig zu machende Nachbewilligung von einer Million Dollars zum Zweck der Ent. deckung und Verhinderung von Lände rel'Betrügerelen. Auch befürwortet er ein System der Verpachtung der Mine rallündereien der Regierung, sowie daß die Brennmaterial Landereien als öffentliche .Utilitüten" behandelt wer den. Arsenik in fünf Leichen gefunden. Chicago, 15. Feb. Der Ehe miker Prof. Walter Haines, der auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft die Eingeweide der Mitglieder der Vzral Familie analysirt hatte, berichtete heute dem amtlichen Leichenbeschauer, daß Frau Rose Bzral, die Mutter der Fa milie, an Arsenikvergiftung gestorben sei. Von den sechs untersuchten Reichen der Vzral.Famille sind in fünf Leichen Arsenik in größeren Quanti täten gefunden worden, wodurch deren Tod verursacht worden ist. Der Wahrsager Herman Lelek befin det sich hier lm County.Gefängniß. da er beschuldigt wird, den Tod der Mit glieder der Vzral'Familie verursacht zu haben. Bankräuber machen reiche Beute. P e o r ! a , Jll., 15. Feb. Der Geldschrank in der Bank von ElliSville wurde heute Morgen früh von Elbre chern gewaltsam geöffnet und $1400 in Goldmünzen und 81600 in Goldfche! nen aus demselben geraubt. Herr E W. Butler, der der Eigenthümer der Ft.! ist, wurde durch die laute Deto Nation bei der Aufsprengung deS Geld schranke? in seiner naheliegenden Moh nung geweckt und nichts Gutes ahnend. kleidete er sich schnell an und lief auf die Straße, wo er noch gerade sah, wie fünf Männer das Bankgedäude verlie ßen und in der Dunkelheit derschwan den. Er weckte sofort seine Nachbarn und stark bewaffnet begaben sich zwölf Personen auf die Verfolgung der Räu ber. Eine widerliche Hinrich. t u n g S s z e n e. R i ch m o n d. Va.. 15. Feb. Eine widerliche Szene wurde heute im Ge fängnlß in Farmdille verursacht, als die beiden Neger Moseö Hill und Wm. Russin, die den Postmeister John Grudb ermordet haben, ihr Verbrechen am Galgen büßen sollten. Der Neger Hill, ein Mann, der 275 Pfund wog, stürzte durch das. Reißen deS Strickes vom Galgen in die untere Etage des Gefängnisses, aber ruhig erhob er sich wieder und ging auf das Galgengerüft zu. Eine zweite Schlinge wurde ihm um den Hals gelegt, aber auch dieser Strick riß und wiederum stürzte er hinab. St hatte sich bei dem zweiten Fall denHalSwlrbel gebrochen und starb nach einem schauderhaften Todeskampfe. Geldschranksprenger d e geht Selbstmord. L a k e i l y, Fla., 15. Feb. Der große eiserne Geldschrank im Bu reau der Georgia Southern & Florida Bahn wurde in der letzten Nacht m! Dynamit aufgesprengt und über Z300 sielen den Näubem in die Hände.
Der Geldschrank im Laden deS John L. Robert in Wingfield, sechs Meilen von hier, wurde ebenfalls aufgesprengt und Walter Hemmingway von Sa vannah bald darauf, der That verdach tig. verhaftet und in das hiesige Ge fängniß gebracht. Während der Nacht verschlackte Hemmingway eine Quanti' tät Gift und heute Morgen starb er im Gefängniß. Wollten eine Lokomo ttve stehlen. York, Pa., 15. Feb. Ein Ver-
such, eine Lokomotive auS dem Schup pen der Maryland und Pennsylvania Bahn zu stehlen, wurde letzte Nacht von dem Bahnangeftdllten Edward Rudistll verhindert. Zwei etwa 21 Jahre alte Jünglinge heizten die Lokomotive und wollten die Maschine eben davonführen. als sie entdeckt wurden. Einer der ungen Leute hatte die Hand schon am Hebel, alöRudifill mit erhobenem Ham mer ihn zwang, denselben fahren zu äffen, und beide Burschen stiegen von der Lolomotive und eniffoben. Sie agten, sie hätten beabsichtigt, die Loko motive nach dem 35 Meilen südlich ge. egenen Delta, wo sie wohnen, zu brin gen. TodundVerderben durch Ueberschwemmung. Omäha, Neb. 15. Fed. Die Wasser deS ausgetretenen Louv FlusseS bei ColumbuS, Nebr., setzten gestern ihr ZerstörungSwerk fort, indem sie all dem Vieh in den Viehhöfen der Union PacificBahn den Untergang brachten. Aller Zugverkehr ist unterbrochen, auch der Telegraphen und Telephondienft. Die Union Pacisic-Bahn läßt in der Eisstauung im Loup Flusse Sprengun gen mit Dynamit vornehmen, um der Fluth Abfluß zu derfcyassen. Die Lei chen von Daniel McCrone, seiner Frau, Tochter und Schwiegertochter find heute geborgen worden. Die vier Leute sielen gestern bei dem Versuche, sich auf hohes Land zu retten, mit ihrem Gespann in ein Wasserloch und kamen um. Große Einnahmen durch L i z e n s e n. ColumbuS, O., 15. Februar. Der Staat Ohio wird jetzt jährlich etwas über neun Millionen Dollars an Abgaben von Wirthschaften bekommen als Resultat der Erhöhung der Dow fteuer durch da? bekannte AikinGesetz von 8350 aus $1000 das ?labr. Staats Auditor Guilbert gab gestern Abend das Resultat der Getränkeauö schankfteuer Erhebung für die letzte Hälfte deS Jahres sei! das neue Gesetz in rast getreten ist. Der Bericht zeigt, daß die derauSgesagte starke Reduzi rung der Wirthschaften nicht eingetrof fen ist, thatsächlich find seit Erhebung der ersten Hälfte der erhöhten Steuer, also seit Juni 1906, nur 109 Wirth schaften weniger im Staate angemeldet worden. Ulk in denGesetzeöhallen. H a r t s o r d. Conn.. 15. Febr. Große Heiter! tt rief heute im Unter hauS der Legislatur der Versuch deS Mitgliedes Higgir.S hervor, eine Refo lutlon einzubringen, wonach Jungge fellen im Staate besteuert werden sollen und zwar solche im Alier von 20 bis 25 Jahren mit 85 per Jahr, mi jeden weiteren fünf Lebensjahren kom men weitere 85 bis zu 40 Jahren hin zu ; wenn über 40 Jahren sollen sie vermittels Chloroform ganz abgethan werden. HigglnS bemerkte dazu, er habe die ChloroformlrungSbestimmung auf das Alter von 41 Jahren angesetzt. well der Sprecher deS Hauses eben 40 Jahre alt geworden fei. Der letztere dankte Herrn HigginS für diese zarte Rückficht, erklärte aber, die Resolution sei unzulässig, weil sie neueS Geschäft und die Einbringung neuer Geschäste nicht mehr zulässig sei. Ein Eisenpfeiler im Gewicht von über zwanzig Centnern stürzte heute in der Werkflatte der ttmwood Bridge Comp. in Chicago um unl, tödtete be seinem Fall zwei Personen und verletzte schwer sieben andere Urdeiter.
Schulfrage beigelegt. Einwandernngs. yesetz '8 Gegen'
versprechen. Washington, D. C.,15. Feb. Die San FrauciScoer Schulsrage, welche daraus entsprang, daß japa nische Schulkinder aus den öffentlichen Schulen für Weiße ausgeschlossen wur den. ist erledigt. Die Basis des heute im Weißen Hause getroffenen Uebereinkommens ist. daß Mayor Schmltz und die Mitglieder der Schulbebörde. sofort nach Vasst. ung der EinwandererVorlage, wie dieselbe im Congreß eingereicht wurde, die Schulen für Orientale aufgeben und den Javanesen Zutritt m den öffentlichen Schulen geben werden. Der Präsident und Secretär Root gaben den San JranciScoern die Ver stcherung, daß eine Extrasitzung einbe rufen werde, falls das Einwanderung? gesetz vor Schluß, also bis zum 4. März nicht angenommen wird. Die EmigrantenVorlage wird heute lm Senate zur Abstimmung ge angen. Tausende von leeren Frachtwaggons. Port Huron, Mich., 15. Fed. Hier und in Point Edward, direkt über der Grenze in Canada stehen Tausende von leeren Frachtwaggons, die die Ge eise meilenweit bedecken und indem: hlefigea Bahnhos ein solches Gedränge verursacht haben, daß der Passagier verkehr stark gehindert wird. Aus London, Ont., traf heute die Nachricht ein. daß sich daselbst mehr als 3000 Frachtwaggons in den Rangirhöfen befinden. Von den Vertretern der Eisenbahnen wird geltend gemacht, daß eS an Lokomotiven fehlt, um die Wag gonS fort zu schaffen. Greift Polizeikapitän an. C hica go, 15. Feb. Ein anfchei nend irrsinniger Mann sprang heute Abend auf Sapt. P. D. O'Brien in der Polizeiftation los, und suchte ihn zu erschießen. .Du bist Roosevelt, nicht wahr-, waren seine Worte. Capt. O'Brien schlug den Mann zu Boden und entwaffnete ihn. Der Unbekannte wurde eingesperrt. Marlnevorlage ange n o m m e n. W a s h i n g t o n. 15. Febr. Die Marinevorlage, welche 896.000.000 bewilligt, passirte heute lm Hause. Der Versuch, die Anzahl der Schlacht schiffe zu reduziren schlug sehl. Riesen-Nnternehmeu. Traction Bahnverschmelzung ge, plant. C i n c i n n a t i, 15. Fed. Eine Verschmelzung aller Traction Bahnen im süsweftllchm Ohio und östlichen Jndlana, durch welche Eigenthum im Werthe von 100 Millionen Dollars betroffen ist. soll laut einer Meldung des hiesigen TimeS'Star angestrebt und vielleicht in nächster Zukunft verwirk licht werden. Randell Morgan aus Philadelphia, W. tteöley, Schoeps und W. S. Rose aus dieser Stadt sollen hinter dem Projekt stehen. Herr Schoeps, der ein Syndicat Philadelphia Kapitalisten vertritt, hat seit mehreren Jahren alles nur erhält liche Traction Eigenthum gelaust oder gepachtet. Diese Arbeit soll jetzt soweit gediehen sein, daß die Besitze unter einer Leitung betrieben und alle Ver pflichtungen in den kleineren Verträgen jetzt durch die gesammte Compagnie durchgeführt werden. Die Compagnie wird wahrscheinlich die Indianapolis und ColumbuS Saftern Traction Co. genannt werden. Die Cincinnati, Dayion und Toledo Bahn wird die HauptverkehrSllnie für das obere Ohio und Jndkana fein und wird bezüglich Dividenden und BondS garantlrt fein. In Lang kJSland City wurden heute Vormittag die Fabrikanlagen der Daimler Manufacturing Co. durch Feuer zerstört. Schaden 8400,000. Im britischen Unterhaus soll nächsten Montag die Regierung über den Swettenham DadiS Zwischensall in Kingston, Jamaika, interptllirt wer den. Im Alter von 64 Jahren starb heute in Rom, Italien, Prinzessin Shristlna Ruspell Bonaparte, die Wittwe des Prinzen Charles Bona Parte.
Philadelphias deutsche Ltadtgrün duug im Westen. Daß Philadelphias eigentliche Gründer im Westen starben, das er bringt jetzt der tüchtige deutsche Gcfchichtsforscher Professor Beck. , Tie Deutsche AnsiedlungsGesell' schaft" von Philadelphia, im Jahre 1837 gegründet, steckte sich zum Ziel, im fernen Westen Amerikas eine Stätte, welche in jederHinsicht deutsch sein und bleiben sollte, zu gründen. Die Namen der Promoters", Kider len, Wcsselhoft, Schmöle, Lüdeking, welche den ersten Aufruf unterzeicli nct, sind schon' längst verschwunden, aber noch viele Namen unter der je tzigen eingeborenen deutschen Bewoh uerschaft vonHermann, Mo., erinnern an deutsche alteingesessene Familien Philadelphias. Und wenn ein Phila delphiaer Deutscher heute nach Her mann kommt, wird er auf Schritt undTritt daran erinnert, daß die dor tigen Väter oder Großväter von Pni ladelphia ausgezogen sind. Die Schrift des Herrn Beck zeigi uns die vielfachen Anfechtungen und Mühen der Siedlungsgcsellschaft, eine paffende Stätte für ihre Kolonie zu finden, die Mühsale, das Unter nehmen in's Werk zu setzen und den Zug nach dem Westen anzutreten. Zu den Philadelphiaern stiegen un tcrwegs Ansiedler aus Pittsburg, Cincinnati und zuleht erhielten sie starken Zuzug von Teutschen auZ New Orleans. Aber de? weitaus gröjzte Theil der Gründer Hermanns kam aus Phila delphia. Deutsche waren -die ersten Handwerker, Kaufleute. Weinbauer und Farmer. Was sie geleistet haben, das zeigt der zweite Theil des Werk chens mit seinen zahlreichen Abbil düngen aus dem heutigen Hermann. Das Buch ist ein werthvoller Veitrag zur deutschamerikanischen Geschichte und hier bei Koelling & Klappcnbach zu haben.
Eine mysteriöse Testamentsassäre. beschäftigt augenblicklich die Pariser Behörden, m 24. November v. I. starb in Paris hochbctagt Herr Oskar Karl Ernst Naatz, ein gebürtiger Stuttgarter. Der alte, sehr reiche Herr hatte seit fünfzehn Jahren eine Wirthschaften, die kein Gehalt be zog. Aber Herr Naatz hatte ausdrück lich versprochen, ihr sein Vermögen zu hinterlassen. 50,000 Frank jährliche Ncntc brachte. Am 24. No vembcr war Herr Naatz zu seinein Zahnarzt gegangen, um ein neues Gebiß zu Probiren. Der alte Mann sollte seine Wohnung nicht wieder sehen. Tie Wirthschaften war be reits über das Ausbleiben ihres Herrn schr beunruhigt, als der Zahn arzt zu ihr kam, um ihr mitzutheilen, dal; Herr Naatz krank in seiner Woh nung liege. Auf dem Wege dorthin gestand der Zahnarzt, daß der Pa ticnt auf der Treppe einen Sturz ge ryan yaoe uno oeretts toot ei. iQcvt Naatz wurde begraben, und dieWirth schafterin dcponirte bei einem Ge richt das vom 15. März 1900 datirtc Testament, das ne zur Millionarm machte. Zwei Tage später deponirte auch der Zahnarzt ein Testament, da am 2. Mai aufgestellt war, und auch ihn zum Universalerben einsetzte. Alsbald I'egannen die beiden gluck lichen Erben sich zu verklagen, und da die Wirthschaften behauptete, daß Herr Naatz nicht an einem Sturz sondern an einem Schlag oder Stoß verschieden sei, so wurde die Leiche dieser Tage exhumirt. Freilich war das Resultat negativ. Denn die Ver lctzung an der Stirn, die der Leich nam zeigte, kann ebensogut von ei nem Sturz wie von einem Schlag herrühren. Der Richter wirÄ einen schweren Stand in dieser Angelegen heit haben, deren Ausgang ganz von seiner Weisheit abhangt. Ein Besuch bei dem Humoristen Wilhelm Busch. Lothar Joachinl erzählt in den M N. N." von einem Besuch, den er bei dem Einsiedler von w!cchtshausen". Wilhelm Buzch, abgeftattct. Ein stattlicher Mann," schildert er den Tichtcr von A und Moritz", schlank, aufrecht, und trotz seiner fast 7n Jahre von elastischen Beweaungen. Das helle, fprchendc Auge blickt fröhlich in die Welt. Das noch durch aus nicht spärliche, silberweißcHauvt haar aus dem sein gemciszelteu -cha del und der stattliche Vollbart umge ben ihn . mit einem so distinguirten Nimbus, daß wir kein Auge von ihm wenden konnten. Das Gespräch kam zunächst aus das deutsche Geistes leben unserer Zeit, wobei er meinte. cs sei schwer, sich durch die Neuerschel nungcn durchzuarbeiten, es sei eine zu große Produktion vorhanden Chamberlains Grundlagen des 19 Jahrhunderts" hat er mit großem Interesse gelesen. Und dann erzählte er uns, daß er selbst eifrig altindische Sprach und Kulturgeschichte swdire, die ihm eine Quelle lauterer Weis, heit und hohen Genusses sei: über rascht habe ihn bei diesem Studium die aroße Aehmichkeit und verwandt schaft der alten Jndcrsprache mit den germanischen Idiomen." Beim Er wähnen der Munchettcr .healerver kältnifu? that Busch den charakteristi schen Ausspruch: Ein og:l::est ist mir lieber als Ihr Sottheater!" Ein deutscher Verbund zur Forderung der .L"Nichisiahr wurde in Dresden gegrün dct.
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