Indiana Tribüne, Volume 30, Number 147, Indianapolis, Marion County, 13 February 1907 — Page 4

Jnvtana Tribüne, s. Februar lg7.

Hndiana Tribüne. Vnaulgtgcb von Itx ttvbng E. Indianapolis, Ind. Harry O. Thudinm .... yräfident.

GesehäftSloealt No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269 C tcrd t the Pott OCce ot Indianapolis ai ccond ela matter. Aus der Bundeshauptstadt Dreißig neue Männer treten am 4. März in das Oberhaus des KongreffeS ein. Achtunzsanzig von ihnen find be reitS gek?2hlt, und nachdem Senator Drydm von New Jersey seine Kandi datur zurückgezogen hat, wird sich die Gesetzgebung deZ Staates wohl bald über einen anderen Kandidaten einigen. Bleibt also nur noch Rhode Island übrig, dessen Gesetzgeber sich nun ein mal nicht auf einen geeigneten Vertreter des DuodezStaateS im nationalen Oberhause einigen können oder wollen. Aon den bereits gewühlten 23 Mttglie dern des Monats find 17 wiedergewählt worden, also keine Neulinge im ttapi tol. Zu ihnen gehören der 82jührige Morgan von Alabama und der noch um drei Jahre ältere VettuS aus dem selben Staate. Alabama steht zu sei nen .alten Herren; denn Morgan be ginnt am 4. März seinen sechsten SenatZtermin und PettuS vertritt den Staat auch bereits zehn Jahre. Ju den übrigen Veteranen im Senat gehören Frye von Malne, der bereits die 75 hinter sich hat und dem Ober hause seit 1831 also schon 26 Jahre angehört, und Bacon von Georgia, der im 63. Lebensjahre steht und seit 1894 Bundessenator ist. Senator Cullom von Illinois ist 77 Jahre alt und trägt die Senatoren.Toga bereits seit 1833, also seit 24 Jahren. Zu dm Wieder. gewählten zählen ferner Dolliver von Iowa, Fofter von Louisiana, Crane von Massachusetts, Nelson von Minne sota, Bxrnham von New Hampshire, SimmonS vsn Nord Carolina, Batley von Texas, Martin von Virginien, El. kinS von West Virginien und Warren von Wyoming. Auch Bailey von Te. xaS zieht trotz aller Bedenken, die ge gen seine Wiederwahl wegen seiner Ge schäfte mit der .Standard Oil Co.laut geworden find, für einen zweiten Termin wieder in den Senat ein. Die neuen Männer, welchen die Bun deSsenat-Toga zugefallen ist, find mit Ausnahme von Smith von Michigan und CurtiZ von ttanfas, die bereits im Repräsentantenhaus ihre Schule durchgemacht haben, in weiteren Krei sen ziemlich unbekannt. WaS Gug genhetm von Colorado, Joe Dixon von Montana, der erste BundeLsenator in dianischer Herkunft, und die anderen neuen Männer, welche Würde und Bürde deS Senators zum erstenmal tragen, gesetzgeberisch leisten werden wer will, wer kann das sagen. Im merhin ist eS gut. daß dem Senat neues und frisches Blut zugeführt wird. Viele der neugewählten Senatoren stehen im besten ManneSalter, sind noch imVollbefitze der körperlichen und geistigen Kräfte. Ein eigenthümlicher Fall von Favo ritiZmuS, in welchem die maßgebenden Autoritäten deS MarineDepartementS einen offenbar in besonderer Gunst fte henden Offizier vor den Folgen seiner Sorglosigkeit oder Ungeschicklichkeit be wahrt haben, ist durch Privatbriefe, welche hierher gelangt find, bekannt geworden. ES handelt sich dabei um die Vertuschung von Thatsachen, welche die Beschädigung des Panzerschiffes Counecticut" betreffen, als dieses beim Einfahren in den Hafen von Culebra am 13, Januar auf ein Felsenriff ge rieth. Der Kommandant deS Schiffes ist Kapitän William Swift, welcher geraume Zeit der hiesigen allgemeinen Marinekommiffion, dem .Board of Strategy", dem Admiral Dewey prü fidirt, angehörte und bet den maßge benden Kreisen des Departements be liebt ist. Als der Bericht hierherkam, daß der Vanur der .Connecticut" bei Culedra Schaden gelitten, erklärte man im De partement, eS sei eine Bagatelle, bezüg lich deren kem Aufhebens gemacht zu werden brauche. Damit war die Sache abgemacht, und man hörte nichts wei ter davo. Jetzt erhellt, daß die Be schädigung eine seh? schwere gewesen ist, welche eS nothwendig machen wird, daß die .Connecticut- ln'STrockendock geht. um reparirt zu werden.- ES erhellt fer iier, daß das Schiff bei Hellem Tage auf einen Riff M?, welches auf den

Seekarten verzeichnet ist, und zwar fuhr die .Connecticut- mit vollem Dampf auf und mehrere Stahlplatten wurden durch die Kraft des Stoßes eingetrieben. - Was die Departementö-Behörden mit veranlaßt baden mag, diese ernste Be schädigung deS Schiffes geHelm zu Hai ten. ist der Umstand, daß die .Connec. ticut- das Admiralschlff des Eeschwa derö ist und daß fie ihre erste Fahrt machte. AlleldingS ordnete Sekretär Metcalf an, daß Admiral Evans, Chef deS Ge fchwaderS. eine Untersuchung anstellen lassen solle, aber ob dieselbe ftattgefun den hat und was daS Resultat derselben gewesen, darüber schweigt die Ge schichte. DleS steht in Widerspruch mit den sonst in solchen Fällen befolgten Methoden, und erst jüngst ergab sich ein Fall, welcher in scharfem Kontraft zu demjenigen der .Connecticut- steht. Das Panzerschiff .Rhode Island- fuhr in stark nebligem Wetter auf eine Sandbank an der Virginischen Küste auf. Kapitän Garst, der Komman dant, ward vom Dienste suSpendirt, und im Departement machte man nicht das geringste Hehl daraus. Senatoren und Kongreßmitglieder, befreundet mltOffizieren, die unter dem

ehemaligen strengen Vorgehen des De partementS, wo die Thatsachen nicht unterdrückt wurden, gelitten haben, ge denken den Fall der .Connecticutetner Sonde zu unterwerfen, um ihre Mißbilligung des vom Departement n diesem Falle geübten FavoritiSmuS zu erklären. Katzbalgersien. Zwischen den beiden Centralameri kanischen Republiken Nikaragua und Honduras ist eS wieder einmal zu Feind seligkeiten gekommen. Bei der niedrigen Kultur jener Re publiken ist dieser Konflikt für die übrige Welt ziemlich bedeutungslos; desto bedeutungsschwerer ist er für jene Länder selber. Man thut der dortigen Bevölkerung Unrecht, wenn man an nimmt, ihr unruhiger Geist treibe fie zu so häufigen Revolutionen oder Grenz kricgen. Sie würde gern Frieden hal ten, da fie nicht einen Vortheil,. wohl aber alle Nachtheile von diesen Konflik ten hat. ES sind vielmehr die politi schen Kliquen, welche im persönlichen Interesse diese häufigen Konflikte her aufbeschwören und die männliche Be völkerung trotz deren Widerstreben in ihre Dienste Pressen. Für die Cntwick lung dieser vou der Natur überreich gesegneten Länder find diese häufigen innern und äußern Konflikte ein schwe reS Hinderniß. Sie find daran schuld. daß ihre Kultur noch nicht über die ersten Anfänge hinausgekommen ist und daß die männliche Bevölkerung durch diese Kämpfe so schwer betroffen wird, daß fie in dielen jener Länder nur einen kleinen Bruchtheil der weiblichen Bevölkeruug ausmacht. Eine weitere unvermeidliche Folge ist die dortige nie drige Moral, da viele der dortigen Frauen lieber uneh?liche Kinder haben wollen, als gar keine. Daß ein Mann dort in ehelicher Gemeinschaft mit meh reren Frauen gleichzeitig lebt, ist in manchen jener sonderbaren Republiken eine häufige Erscheinung. Die mittelamerikanischen Republi ken Honduras und Nikaragua wollen einander bekriegen einer der Fälle, wo Präsident Rovsevelt'ö .Knüppel aus dem Sack!- zu Ehren kommen kann. Der einstige Stahlkönig Charles M. Schwab hat seiner Schwester zum HochzeitSgebinde zwei Millionen Dol larS geschenkt ein Schwabenstreich, dessen Amerika sich nicht zu schämen braucht. Interessant und instruktiv wäre die Veranstaltung einer Probe darüber, ob die Japaner selbst nun auch wohl den andern Nationen die Achtung ent gegenbrtngen, welche fie für sich selbst in Anspruch nehmen. Ein äußerst vernünftiges Urtheil über das Geschenk, das? John D. Rocke feller für ErziehungS.Zwecke machte, füllte Mayor Tom L. Johnson von Sleveland, Ohio. Er erklärte solche Schenkungen für gefährlich, da in den Schulen, die mit solchem Gelde unter stützt werden, niemals die Wahrheit über fozlalökinomifche Themata gelehrt werden dürfe. Da solche gewaltigen Schenkungen Lehranstalten, denen fie zufließen, in den Stand setzen, andere nicht in solcher Weise subventlonirten Anstalten zu ruiniren, würde eS schließ lich nur noch daS Geld der Rockefeller'S, der Carnegie'S, der Armour'S etc. sein, welches die Lehrpläne beeinflusse, und von .freier Wissenschaft- würde dann

nicht meh? dle Rede sein können.

Nachrichten aus Jndianä.

Fairmount. Hier ist AmoS Bell, nachdem er sich ein Jahr lang durch den ausschließlichen Genuß von Eiern und Milch am Leben erhalten hatte, an der Schwindsucht gestorben. Bell verzehrte täglich drei rohe Eier und drei Quart Milch. Nachdem er diese Diät einige Monate inne gehalten hatte, besserte sich sein Zustand auch wesentlich und nahm er bedeutend an Gewicht zu. Nachdem er jedoch sein normales Ge wicht wieder erlangt hatte, wurde ihm die Speise zuwider und verschlimmerte sich auch sofort sein Zustand wieder. ColumbuS. Nachdem er einen Gasolinbehälter in seinem Laden gerei nigt hatte, hielt der Materialwaaren Händler John GraveS ein brennendes Streichholz in den Behälter, um nach zusehen, cd derselbe auch rein sei. Im nächsten Augenblick erfolgte eine Cxplo fton und GraveS wurde eine Strecke von 20 Faß hinweggeschleudert. Gesicht und Hände find ihm schlimm verbrannt und wird befürchtet, daß er das Augen licht einbüßt. GraveS hatte heißes Wasser zum Reinigen des Behälters be nutzt und dak Gasolin war hierdurch nicht genügend entfernt worden. ES hatten sich durch daS heiße Wasser aus dem Gasolin Gase gebildet, die sich ent zündeten. Marion. Hier wurde der in der Fabrik der United StateS Specialty Co. angestellte Otto Coffelt in das Ge triebe einer Maschine gezogen und mit einer Welle, die 100 Umdrehungen die Minute machte, herumgedreht. Der Mann hatte keinen Fetzen Kleidung mehr an seinem Leibe bis auf seine Schuhe, als Mitarbeiter die Maschine zum Stillstand brachten. Wie groß war aber ihr Erstaunen als Coffel an fing zu lachen, nachdem er aus seiner Lage befreit worden war und vorgab nicht im Geringsten verletzt worden zu sein. Die Arbeiter erwarteten nicht anderes als Coffelt als zerftümmelte Leiche vorzufinden. Garrett. Im Hospital liegt hier Wm. Hoffman infolge eines Echü deldruchS, den er durch einen Schlag gegen den Kopf erhielt, in sehr kriti ttschem Zustande darnieder. Carl Pen zine, einer seiner Nachbarn, hatte ihn nach einem Streit in die Wohnung eines anderen Nachbar? verfolgt, wo Hoffman Schutz suchen wollte und ihm mit einem schweren Stück Eisen den Schlag versetzt, ehe er flüchten konnte. Penzine, der als reizbarer Mensch be kannt ist und der deshalb schon öfter? mit den Behörden in Konflikt gerathen war, wurde vom Sheriff i.iZ Gefäng niß gebracht, um eine Untersuchung der Großgeschworenen abzuwarten. New Albany. Christian Hagen, ein in DuboiS County woh nender Farmer, verlor vor einigen Tagen auf eigenthümliche und größ liche Weise sein Leben. Er fuhr heim wärtS, als er auf einmal entdeckte, daß sein Ueberzieher und sein Rock in Flammen standen. ES gelang dem Unglücklichen in seiner Aufregung nicht, sich die Kleider schnell genug vom Leibe zu reißen und er rief laut genug um Hülfe. Geo. Schott und dessen Sohn, welche gerade des WegeS kamen, eilten hinzu und eS gelang ihnen, HagenS Ueberzieher abzunehmen und die Flammen, die des Manne? Rock einhüllten, zu löschen, der Far. mer hatte aber bereits so schwere Brandwunden erlitten, daß er bewußt loS wurde. Man trug ihn nach seinem Hause, wo er trotz sofortiger ärztlicher Hülfe am nächsten Morgen stirb. Wie so viele Leute, die gerne eine Pfeife rauchen, hatte er seine noch brennende Pfeife in seine Tasche geschoben und dieselbe hatte dann den Ueberzieher in Brand gesetzt. AlS die Tasche durch gebrannt war, fiel dle Pfeife zu Boden und man fand sie später an der Unfall ftätte. Hagen war vierzig Jahre ctt und hinterläßt seine Gattin und me; rere Kinder. B o h a r t. Dem Schulknspector Scott von Clark County, der sich auf einer JnspektionStour durch das County befindet, wurde' eine nette Ueberrasch ung zu Theil, al? er da? Schulgebäude in Bohart besuchte. Sämmtliche Fen ftern de? Schullokals waren zertrüm mert. Die große Wandkarte an der Wand war mit Kevolverkugeln durchlöchert und dle Bücher im Bibliothek, schrank zerfetzt und auf andere Welse zerstört. Die Lehrerin, die daselbst angestellt ist, hat keine Kontrolle über die halbwüchsigen Burschen, die ihr über den Kopf gewachsen find 'und thun, was ihnen beliebt. ES ist sehr leicht möglich, daß sich dle Burschen für den Unfug 'vor Gericht verantwort müssm. ; . "

Nur ein Auditorium soll vorerst

gebaut werden. Die Absicht eine Stadthalleverbun den mit dem Auditorium zu erbauen, wurde von unserem Mayor Bookwalter für jetzt fallen gelassen, dagegen ist er für die sofortige Errichtung eines Au ditoriumS allein eingenommen und wird zu diesem Zweck eine Sonder Ordinanz dem Stadtrath vorlegen, um denselben zu veranlassen $23.000 zu bewilligen, damit die Gesammtsumme von 8323.000, welche die Wm. P. Jungclaus Company für die Errich tung eines Auditoriums verlangt, er reicht wird, daß der Contrakt sofort vergeben werden kann, um den Kon traktorm zu ermöglichen, ihre Stahl und Cisenkonstrukturen rechtzeitig zu bestellen. Mit dem Bau soll nicht vor Ende März oder Anfang April begonnen werden, da man die verschiedenen Eigenthümer von Ständen in der Markthalle, mlche, sobald der Abriß der Halle beginnt, in temporären Schuppen untergebracht werden sollen. nicht noch auf Kosten der Stadt mit Feuerung versorgen mag. Frau Mary EvanS, 82 Jabre alt, wurde durch ihren Sohn Jobn EvanS, No. 833 CharleS-Streße wohnhaft, als vermißt gemeldet. Die alte Dame ist ihres hohen Alters wegen natürlich sehr gebrechlich, und befürchtet man, daß derselben ein Unglück zuge stoßen ist. Hermann Hillin von No. 1404 Ozford.Straße, ein AblieferungS böte eines der großen Geschäfte an der WashkngtoN'Straße. zog sich gestern dadurch erhebliche Verletzungen zu, daß er auf den angeblich sich in Fahkt be findenden Ablieferungswagen zu sprin gen versuchte. An der Virginia. Ave., nahe Maryland.Straße, gerieih gestern Abend der Wagkn No. 470 von der Shelby-Str.'Linie in Brand, und e? bedürfte der Hilfe einer chemischen Spritze der Feuerwehr, um daS Feuer zu unterdrücken. Der Brand scheint dadurch entstanden zu sein, daß sich die Umwickelung eines der Motore erhitzte und Jeuer fing, das sich dem Holzwerk mittheilte. Der Dienst war natürlich geraume Zeit lahm gelegt, doch gelang es zuletzt, den Waggon, nachdem na. türlich das Feuer gelöscht war, vom Geleise zu schassen und den regelrechten Betrieb wieder aufzunehmen. Im Flnanzdiftrikte in Philadel, phia, Pa., brach beute in einem großen vierstöckigen Geschäftshaus? Feuer au?, welche $75,000 Schaden verursachte. Ein Mann rourde getödtet und viele Personen entgingen nur mit knappir Roth dem Feuertode. Amerika. An glo - Amerr a n i schs. Die Beziehungen zwischen England und den Vuenngtn Staaten sind kürzlich wiederum im Londoner Tele grammen und in der amerianischen Presse erörtert worden. Die Washingtoner Bericht erstatt der Landespresse haben die Abberufung des britischen Botschafters Sir Mortimer Durand. die anfänglich sehr geschickt als ein gänzlich freinnNigei Rückzug ins Privatleben dargestellt vorden war, erst jetzt unter d Lupe genanuacn und dabei thils bekräftigt. ns wir hier schon vor einigen Wochen darüber sagten. theils Dinge aus dem Washingtoner Gesellschaftsleben hcrangezog?n. die Durands Stellung unhaltbar gemacht hätten. Wir legen diesen gesellschaftlichen Reibungen nur geringen Einfluß bei. In Wirtlichkit erfolgte Durands Abberufung, soweit sie den Wünschen der ammkamschen Regierung entsprach, weil Durand nur wenig Interesse an der Beilegung der kanadischen Streitigkeiten zeigte, und soweit die britische Regierung in Frage kam. weil Durand und sein Vorgänger die englisch amerikanische Verbrüderung nicht zu fordern verstanden haben. Man hat in jüngst Zeit in England hofft, die 5cwfrage werde zu ein:: neuen Annäherung an die Vereinigten! Staaten sShren. aber die letzte nikncklung scheint dun nicht sehr günstiz zu sein, und man erwartet dafür nunmehr lks von der kommenden zweite:: Haage? Friedenskonferenz. Eine lange Londoner Depesche zeichnete schon ein ProgranQU, wie dort eine gemeinsame Politik anangirt" werden könne, ganz besonders indem Engsand und Frankreich der Drogoleh zustimmten, die dort von den Verernigtm Staaten vorgelegt werde. A anderer Stelle ist auf eine bLUiHMnikanische Gruppirung im Haag gegen Deutschland- in d:r Frage der Wruftung hingewiesen wor-. den, und eZ fcrird somit deutlich, daß mn m deutschfeindlichen Kreisen Eng-

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von der am meisten Nahrhaftigkeit bietenden Mehlspeise - Uneeda Biscuit der einzige am besten zubereitete Soda Cracker." Dann wird man mehr verdienen können, da ein gutaepflegter Körper großereLeiswnassählgkeit aufzuweisen ,Auf diese Weise kommt man endlich in die Lage, daß mm! mehr sparen kann: denn es giebt keine Nahnmg die für den erhaltenen Wert so billig ist, als Uneeda Biscuit

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,m' " ' ""JSS?1 ii"w lands schon jetzt auf d fürrstliche VereinzelungDcutschlcnvs aus dem Haa:i Kongreß abzielt Die Leute kÄuzcn sich allerdings gewaltig verrechnen, und die nervös Haft, mit dn man in önglanö den Ereignissen im Haag vorausgreift, scheint uns eher der Furcht zu entfli?ßen. der Haag könne ein neues Fiasto der BenirlKelungspolitik und ein neues Zusammengehen Deutschlands und oer Vereinigten Staaten bringen. Ist nicht die Frage in Sicht, dem Seehandel auch der kriegfüHrendm Siaakn di? vollen Rechte der Neutralität zu sichern. und ist dies nicht eine Frage, deren Lösung sich Großbritannien ebensolange widersetzt hat. als die Vereinigten Staaten sie befürwortet haben? Und hat nicht andererseits schon' der erste Vertrag zwischen den VereinigtenStaaten und Preußen, den Franflin im Jahre 1785 abschloß, bahnbrechend für die völkerrechtliche Neutralität des SeeVerkehrs gewirkt? Auch vor der Konferenz von Algeciras haben die englischen Zeitungen mit Sicherheit ein Zusammengehen der Vereinigten Staaten mit England und Frankreich vorausqesag:. und es ist doch anders gekommen. Einstweilen freuen wir uns aUiaufrichtig über die Entsendunq ri Yr,nw.2 rhr rwwfc 5stslf fiinnfort Bryce ist eine so echte und ernst: Natur. daß man von ihm neben der warmr VslfKnn tT rtfiliftfy - rtmrls.r-'! nun tlV w . v.t v . schen Freundschaft keine HZgkrqedink wJTrk w ;Vr ,

: s l"Tr 77 . jraih. so werden Leute abgriffe, die vZel zr lnkknn '.ft. ?ls daßn mchi Verbrechens schuldig machen. riKÄS ?UtuÖCnri?fe !"t der deutschen Aegternng st aus. stch Präsident Rooseoelt gesetzt hat. d .Kommen oder g die Freundschaft bindere Freundschaft, d er für Deutschland zu pflegen. Der ameDeutschland fühlt, ausgleichend zur rilamsche Botschafter White m Rom Erhaltung des Völkeifriedens zu der- ftie Botschafter Tower m Berlin werthen. In seiner Ansprache an die 0 in den letzten Wochen mit Tücke, deutschm Veteranen nach der Konfe- auij Erfolg angefallen wor. von Algeciras hat Rooseoeli eine bcn nd auch die Reise.des amerikaniwartige Politik niedergelegt, du re'n Gesandten Gummere nach Fez man mit einem Wort kcnnzeichnon, Machte eine Reihe von Zeitungsrnrl. kann als die Interessengemeinschaft düngen über marrokanische Ungebühr Dercr, die die internationale Gerechtig- gegenüber der Gesandtschaft, die sich r-.jc rr r- cnr:i: :n ;c au , i , ,

ua juL-u. icic uum I vficu Ärundzüaen so einfach und doch unter Umständen so weittragend, deck sie so-I

wohl das sichere Auftreten Rooftvelts! .Neligiöse Unduldsam in der internationalen Politik tlärt fcih Uthn krasse Fall von wie auch den weitreichenden Emsluß. konfessioneller Engherzigkeit und Inden damit gewonnen hat Deutsch- Richtet die Deutsch Turnland wud nicht beiseite geschoben wer- j ,.:tuna" aus dem Orte Sveierdorf in

fN'. solange RoosevM lJi nlittf trMi FilctriT. yuir prtrvinntPTi v w .- v Hier schon einen Ausspruch dos Präsidcnten, der er vor kurzem beim Frühstück im Kreise vieler Gäste that, zu einer Zeit, als die Ernennung des Herrn Bry zum Botschafter noch nicht gesichert war. Roosevelt meinte, es kom me ihm nicht daranf an, wen man schicken werde, nur müsse es ein Mann von Verstand sein; und was Herrn von Sternburg anlange, so nehme der es schon mit jedem Qllf. Hübscher hätt? der Präsident die Auslassungen der Londoner Zeitungen und Wochcnschriften, die von dem neuen britischen Botschaftcr eine Zurückdrängung des deutschen Vertreters erwarteten, nicht abfertigen können. Und hier gelangen wir zu unserem letzten Punkt. Wenn es den englischen Zeitungen, die die Verbrüderung mit den Ver. Staaten so heiß erstreben, lvirklich blos um diese Freundschaft ft'lber und nicht um andere Dinge zu thun ist. müssen sie zuerst die tölpelhaften Verdächtigungen der deutschen Politik aufgeben, für deren Verbreiwng aach den Ver. Staaten sie so ausdaumid sorgen, und die hier je langer je mehr und namentlich im Verein mit den Aündnißgesuchen Argwohn und Widerwillen hervorrufen. Die Lon doner Times" belobte Ende November gar sehr die Rede des Staatssekretärs Root in Kansas City, worin dieser die Jlonroelehre besprochen und auf eine unternehmende südimerikanische Handelspolitik gedrängt hatte, und die Times" begleitete diese Auseinandersetzung mit dem Ausfall von er. schreckender Albernheit, Root habe wohl die amerikanische HandelsdertragskomMission in Berlin im Auge gehabt und andeuten wollen, diese Verhandlungen können zu einem wirthschaftlichen Kampf führen,' der. nach Südamerika

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staubfreien . ",'"Ss? WWWI , iw übertrafen, die Monroelehie . gegen Deutschland entfalln würde! Und das soll Herr Noot in derselben Nedc? haben sagen iecUcn, in der er die EinWanderung der Deutschen nach Vrasilien in herzlichen Worten pries und bcfürwortete. Der Pferdefuß der 2intf" fefyrote womge Tage später hervor, als sie RsevÄts Bruch mit den Uebrr5lcft?ungen ba seiner Reise nach Panama besprach und darr eine gute Voibedouwng für ein mgkfchameritrnifches Bündniß fah. Die National RemeiV übertrumpfte du Zimrt", als sie aus Anlah des Botschafterwechsels zum fecstni gab. Herr von Stcrnburg habe m Washington ausgespielt und Roosevelt habe die underfchamtc deutsche Anmaßung satt. dajz'B?rlin ihn m da Tasche habe, Dieser giftige Ausfall erging zur se!. den Zeit, als der .Outloot oon London den wahrhaft naiven AngkziZmus bcgwg. RoosMlt s zwar (wgland r cim 01.01 jiuaj gnni. v "se tnne engüsch-ammwichhen . Frngm zu l'osen gebe, aber man könne tgrn rächt trauen, daß. er sich . selbst in Fragen, die Ammka nicht berühren, entera tisch auf Seiten Englands und gegen Deutschland stel vnde. Ernennte Auffassung, daß M eNCC$ Prskit automatisch nach der engii-. schen PfQfe tanzen mÄ&iti Hasen ttce ' ' . . . . , m rngkjchen Zeitungen gtrai znne iua t lcuTÄöunyen tscnds feQei. tec M Amerika intereNiren kolmten. im Borhaltlos herausstellten sms (Kölnische Zeitung.) bayerischen Pfalz. Dort bestehen i . . , ' . . ttrirj.. eine cvanaeiricye uno eine larotmic; Schule, Nun ordnete die Regierung an, daß der Turnunterricht getrennt zn Mädchen und Knaben zu ertheilen sei. Die beiden Lehrer einigten sich dhm. daß der evangelische sämmtliche Mädchen. der katholische sämmtliche Knaben im Turnen unterrichtete. Das ging auch ganz gut. Da aber erhsbder Herr Kaplan seine Stimme und erklärte, daß die Ertheilung des Turnunterrichtes durch einen evangelischen Lehr an katholische Mädchen ei Gefahi für den Glauben bedeute. Also geschehen im 20. Jchrwndert! DWhaischeS Dgarteme Wechsel CredUllriefe. Postanweisungen, auf alle Städte Europas. Schiffsscheine Von und nach Europa. Cto und Verkauf auSläudi schen Geldes.

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No. 35 Süd Meridian Str. Esrc&ste N&tfonal BszX