Indiana Tribüne, Volume 30, Number 145, Indianapolis, Marion County, 11 February 1907 — Page 7

Jndiana Tribüne, il Februar 7.

Banditen im Frack. Krimmalroman, nach Emil Gaboriau (Fortsetzung.) Ter Graf verzog leine Miene. St? irren sich," erwiderte er. der General ist in einem völlig regelrechten Tuest gefallen! cd) nicht um Ihnen dies zu fasten, kam ich hierher. Sie wer den sich vielleicht in einer bedrängten Lage befinden?" Was kümmert Sie das?" fuhr diEcneralin auf. Entschuldigen Sie eZ liegt ml? daran, das große Unglück, das ich lei der nicht verhindern konnte, wenig, stenk. zu lindern: ich wagte es. Sie enfzusuchen, nur weil ich die Freude kenieben wollte, Ihnen mitzutheilen, daß für Sie eine Pension von scchstau send Francs in Vorschlag gebracht worden ist." ic Generalin zuckte zusammen. .Ich weise sie aber zurück!" rief sie. Aber, so gestatten Si? doch " Ich weise sie unbedingt zurück!" Jeder Andere hätte sich in diesem Augenblick für besiegt erklärt, nicht so Graf von Mussy. Haben Sie auch rin Recht dazu?" fragte er: Sie sie hen nicht allein, Madame. Sie haben Binder, die beiden Knaben, die ich im Nebenzimmer sao: ihretwegen wer den Sie sich hoffentlich nicht übereilen und einen Lntschlus: fasscn, den Sie später bereuen würo?n." ao war mehr, als die Veneralin ertr'en konnte. Genug!" rief sie, ..glauben Sie denn, das; ich Ihre im) obrer Freunde Absichten nicht durch, schaue? Trotz meiner Hülflosigkei: beunruhige ich Sie doch: einen Mör d?r knin ja ein Schatten schrecken! Ich bin für Sie ein ewiger Gewissen? vorwurf, eine beständige Trohung.' Da haben Sie sich denn ansagt: Mieten wir ihr Geld! Sie wirz es anneb men. und wir können ruhig sein: sie wird es annehmen., und wenn si.' jräter jemals noch gegen uns aufrreten sollte, können wir ihr sagen: Z'as sprechen Sie da von Ihrem ermor beten Gatten ! Wir haben Sie doch be zhlt. und Sie haben dao G?ld von Denen genommen, die Sie des ÜVordes zeihen!" Die Blicke des Grafen von Muss verriethen in diesem Augenblick mehr Bewunderung als Zorn. Ein seltenes Weib!" dachter. Tie Gencralin fubr fort: Wir wol len uns nicht bezahlen lassen: wir wollen die Hoffnungen, welche die Zu kunft für uns birgt, nicht verkaufen. Ich und meine Kinder wollen unseren Hos: behalten, aber auch unser ökccht auf Rache!" Ein seltsames Lächeln spielte um die Lippen deS Grafen von Mnsst): die Trohnnqen der hülflosen Wittwe erschienen ihm in hohem Grade komisch. Ich danke Ilsnen für diese Lektion," sagte er in spöttischem Ton zu der Ge N'.'ralin. Zum Glück steht Ihnen kein Äann zur Seite, der Ihre guten Absichten auszuführen im Stande ist." ?u irrst Dich. Schurke! Es ist noch (?iiier d?!" ertönte plötzlich hinter ihm eine 2ii::i;ne. Ter Graf wandte sich rasch um. In der offenen Thür stand Kranß, die Tnfcn mit Blut unterlaufen, in jeder Hand eine Pistole. Toch schon batte sich die Generalin auf .Mrciitj gestürzt und hielt seine Ar me umschlungen. Unglückseliger Was wollen Sie tfnrn?" rief sie. trenn suchte sich von ihrzubefreien. ..Lassen Sie mich!" rief er: ..es wird fecll vollbracht sein! h Tu Bandit! ?icd-dcin Tu den General ermorde: rjerr, kommst Tu her, nm seine Frau zu beschimpfen!" Nnr mühsam gelang es der Genera lin, dcn erregten Alten zurückzuhal len. co neben ie doch!" rief sie fccin Grasen zu. ,.(M)cit Sie doch. soi'N stelle? ich für nichts!" Ter Gras entfernte sich, und setz? cicLina c-3 der 03cncralin. den alten Soldaten zu entwassncn. Trch nun musste sie zu ihrem ?ldvl taten; derselbe musste sofort Mnntnig von dem Vorgang erhalten. Ein Wagen brachte die öencraitn in kurzer Zeit zu Herrn Robert: und da sie mit den Lokalitäten bekannt war, in das an das Arbeitszimmer deö Advokaten stoßende Wartezimmer. Tie Thür, die aus diesem Raume in daö anstoßende Zimmer führte, war nur angelehnt, die Gcneralin konnte daher das Gespräch, welches im Ne benzimmer geführt wurde, wörtlich vernehmen. Auch konnte sie durch bis Thürspalte die Personen beobachten. Ter Advokat hatte sich an seinem Schreibtisch niedergelassen; ein Herr stand neben ihm. Es war der Archi tekt Vcrdale. Weikt Tu," sagte Verdale. bafe Tu mich ganz erbärmlich empfängst? Ich sehe, daß Tu mir die Angst, welche Tu ausgestanden hast, nicht verzeihen kannst." Herr Robert schlug heftig mit bet Faust auf den Tisch. Genua, solcher unverschämter Redensarten!" rief er; zur Sache! Fasse Tich kurz!" Höre mich an!" begann der Archi telt; ich will Dir Alles beichten. Ich gestehe, daß ich übereilt gehandelt, aber ich konnte nicht anders. Jeder Andere hatte an meiner Stelle dasselbe ge than; urtheile selbst! Als ich an jenem Morgen mit Deiner Anweisung über

achttausend Francs für den Bankier in der Tasche das Haus verließ, begeg. nete ich dem dicken Coutau. Ich grü ße ihn und frage dann: Nun, wann werden Sie mich zum reichen Mann machen?" Ich dachte, 'cr werde mir wie gewöhnlich antworten: Morgen zwischen sieben und neun Uhr." Statt dessen sah er mich finster an und sagte in rauhem Ton: Sind Sie im Stande, ein Geheimniß zu bewah ren?" Etwas überrascht erwiderte ich: ..Gewiß! Namentlich wenn meine Zu kunit davon abhängt!" Er ergriff meinen Arm. Nun." sagte er, dann suchen Sie sich binnen vier Tagen min bestens hunderttausend Francs zu vcrschaffen, und bringen Sie mir diese! 'zen! Es ist Zehn gegen Eins zu wet ten. daß ich Ihnen dafür eine halbe Million zurückgebe." Vei diesen Worten wurde ich blaß. Ist das Ihr Ernst?" fragte ich. Und ist das Geschäft gefahrlos?" Er zuckte oi? Achseln. Würde ich es denn unternehmen, wenn es nicht gefahrlos väre? Ich setze dabei mein ganze) vermögen auf's Spiel. Nach genauer Erwägung kann ich nur sagen, daß man underte gegen Eins wetten sann, daß es gelingt

Sie!?. Robert, da erlag ich der Ver Innung Zu Hanse angekommen. snä te ich unter meinen Papieren einen Teiner Briefe hervor und begann Teiue .Handschrift nachzuahmen. Nach zierundzwanzig Stunden war es mir gelungen, den Brief anzufertigen, reichen ich Deinem Bankier übergab, i:v mir baare hnndertachtzehntausend Francs auszahlte. Tiefes Geld trug ,ä) schleunigst zu Coutau." Tie Gcneralin. welcher das Lau schen unangenehm war, und die sich bereits erhoben hatte, um das Zim :ner zu verlassen, sank starr vor Ueber rajtfnina auf den Stuhl zurück. Ich war nicht verreist," fuhr der Architekt fort: ..ich wartete in Berbor .lenbeit den Erfolg ab und habe in dieser Zeit entsetzliche Qualen gelit Im: sieh mich an und sage, ob ich nicht gealtert bin? Wenn Eoutau's Unternelnnen mißglückte, blieb mir nichts r.l ria, als Dir einen Abschiedöbrief zu sä reiben und mir eine Kugel dilrch den üi.'pf zu jagen. Taß ich hier bin, mag Dir beweisen, da wir Erfolg hatten; beute früh hat mir Eoutau's Kassirer oierbundertachtzigtausend Francs ge bracht. Wenn wir von dieser Summe den Betrag abziehen, welchen ich von Dir entliehen habe, so bleiben noch drcibundertzweiundsechzigtausend Vr., welche wir wie Brüder theilen wollen, verzeihst Tu mir nun? Gestehst Tu. daß ich unter einem Glücksstern gcbo ren bin? Fort mit der ernsten Miene! Sic-inin in meine Arme!" Der Advokat schien nicht geneigt, der Aufforderung seines Freundes zu folgen: er stand ernst, wie eine Statu? da.' Ter Architekt war der Meinung, daß Robert seinen Worten nicht glau ce; er zog aus seinem Portefeuille ein Bündel Banknoten hervor und warf es auf den Tisch. Hier!" rief er. Zähle nach! Ueberzeuge Tich. daß die Noten nicht falsch sind! Und das Al les gehört uns!" Nob?rt wies die Banknoten mit der achtlicker (Merbe zurück und sprach.Zählen Sie die hikndertachtzchntau send Francs ab. die Sie mir gestohlen haben, und entfernen Sie sich mit dem Rest!" Du scherzest. Robert!" rief der Ar. chitelt: das ist doch nicht Dein Ernst?" Seien Sie versichert .daß ich in vollem Ernst gesprochen habe!" Der Architekt stürzte mit einem Mal aus all' seinen Himmeln. Du hast mich mißverstanden, lieber freund." sagte er; ich will ja den Gewinn mit Dir theilen: auf Deinen Theil entfal len bundertachtigtauscnd Francs!" Ter Zorn übermannte den Advoka ten. Mein Herr!" brauste er auf, ,,?ikc Zudringlichkeit wird ver lebend!Ah! Weshalb denn?" Weil ich ein ehrlicher Mann bin und Ihr Mitschuldiger werden würde. wenn ich dle Fruchte Ibrcr Falschunz mit Ihnen theilte!" Der Architekt wurde seucrroth. Tu bist hart, Robert." sagte er; eö ist wahr, ich habe mich zu einer voreiligen Handlung hinreißen lassen, aber ich glaubte, nachdem ich Alles wieder gut gemacht " Mit einem nervösen Laclzcn schnitt ihm der Advokat daS Wort ab. Wie der gut gemacht?" rief er; das ist in der That vortrefflich! Doch kommen wir zum Ende! Geben Sie mir zu rück, was Sie mir geraubt haben, und dann verlassen Sie mich! Wir wollen nicht weiter streiten, denn eine Eini. gung erzielen wir doch nicht." DaS schien auch der Architekt end lich einzusehen: n zählte hundertacht zehntausend auf den Tifch und schoö sie Herrn Robert hin. Hier! sag ie er. Es ist gut!" antwortete der Advo sei. Nun", meinte Verdale, habe ich Sie nur noch um Zurückgabe meines Briefes zu ersuchen.Ter Advokat erhob sich. Das er. warten Sie vergebens," sagte er: die ser Brief ist mein, und ich werde ihn behalten!" Zitternd wie Espenlaub lauschte die Generalin im Nebensaale dieser Un terhandlung: sie vergaß völlig ihre seltsame Situation. Ueberrascht von der Weigerung M Advokaten, wankte Verdale und sah

den Freund mit stieren Blicken an. Tu willst mich erschrecken. Robert sagte er endlich mit halberstickter Stimme: Tu rächst Dich für die So? ge, die ich Dir bereitet habe; gestehe es! Du kannst doch unmöglich beab sichtigen, diesen Brief aufzubcwah ren!" Und doch will ich es!" erwiderte Herr Robert. Aber weshalb denn?" B'eil " Willst Du vielleicht setzt, nachdem ich Dir Dein Geld zurückgegeben, eine Klage gegen mich einreichen" Sie kennen mich zur Genüge, um zu wissen, daß ich das nicht thun werde." Also was denn sonst?" Darüber bin ich Ihnen keine Rechenschaft schuldig!" Robert!" stieß der Advokat hervor. Die Beiden standen sich so nahe gegenüber. daß sie ihren Athem füblen konnten, der Advokat kalt wie Marmor. der Architekt furchtbar erregt. Sie werden aber doch einschen," begann Verdale wieder, daß ich den Brief nicht in Ihren Händen lassen kann; er birgt zu große Fefahren für mich." Dann durften Sie ihn nicht schreiben." erwiderte Herr Robert kalt. Tiefes Schweigen folgte diesen Worten. Es war so still, daß die Generalin den Atem der beiden Männer hören konnte. Diesen Brief in Ihren Häkden las -sen", fuhr der Srchitekv fort, das heißt, Ihnen eine Macht ertheilen, welche kein Mensch üder seinen Nebenmenschen ausüben darf ; das heißt, mich mich gefesselten Händen Ihnen überliesern, als Ihren Sklaven." 'Er siel auf die Kniee. Sieh mich hier zu Deinen Füßen! Gieb mir den Brief!" Der Advokat war gerübrt, trotzdem sagte er : Ich kann es nicht nein, ich kann eö nicht " Der Architekt sprang auf. Die Wuth, die er bisher niedergekämpft, machte sich nun Luft. Ich sage Dir aber," schrie er, Du mußt mir den Brief geben!" Er stürzte sich auf den Advokaten, ergriff ihn bei der Gurgel und drängte ihn gegen den Schreibtisch, schreiend: Wo ist der Brief? Gieb Antwort! So'..st bei Gott! bist Du ein Kind des Todes!" Glücklicherweise hatte Herr Robert seine Kaltblütigkeit bewahrt: cr entwand sich geschicht dcn Händen des Architekten und stürzte in das Wartezimmer. Ah! Du Schurke!" heute der Arcbitekt, vor Wuth völlig von Sinnen; .Du wirst mir nicht entrinnen!" Er ergriff einen auf dem Schreibtisch liegenden kleinen Dolch, welchen der Advokat als Aufschneidemesser gebrauchte. und stürzte ihm nach. Plötzlich sah cr sich der Gcneralin gegenüber. Er erschrak so lehr, daß cr. am ganzen 5Zörper zitternd, zurückprallte. Es war Jemand hie? im Nebenzimmer!stammeltc er. In diesem Augenblick kam der Diencr, der das Geschrei gehört hatte, herbei. Der Architekt schleuderte dcn Dolch roeit weg und stürmte mit dem Ruf: 3ch bin verloren!" wie ein WahnsinNiger aus dem Zimmer. Ter Tiencr eilte Herrn Robert, der auf einen Stuhl gesunken war, zu Hülfe. Der Architekt hatte ihn derart gebürgt, daß ihm der Athem geschwundcn war und man an seinem Halse noch die Spuren des GriffeZ sah; er erholte sich jedoch rasch, und sein erster Blick traf die Generalin. welche bleich vor Aufregung vor ihm stand. Ihr Dazwischentreten hat mir das Leben gerettet. Madame!" sagie er. Er stieß mit dem Fuß die Waffe fort, welche der Flüchtling hatte fallen lassen. Das soll ihm aber nicht so hingeb?n!" rief der Diener wüthend; ich hole sofort die Polizei!" Er wollte hinausstürzen. Robert hielt ihn zurück. Ich verbiete es Dir!" rief er; und wenn Du mir einen Dienst erweisen willst, wirst Du keinem Menschen gegenüber diesen Vorfall auch nur mit einem Wort crwähnen Damit der Bandit wiederkommt und dm Versuch mit besserem Erfolge wiederholt!" murrte der Alte. Beruhige Dich!" erwiderte der Advokat; er wird nicht wiederkommen." Lachend fügte cr hinzu: Er wird sich begnügen, einen Anderem herzuschicken, denn in seiner Verwirrung hat er sein Theuerstes hier zurückgelassen, sein Verömgen. Er wies auf die offene Brieftasche des Architekten, aus welcher die Banknoten hervorragten. Armer Verdale!" sagte er dann; er muß sich in diesem Augenblick in einer schrecklichen Aufregung befinden." Die Generalin theilte seine Heiterlcit nicht. Waren Sie nicht zu hart gegen issm?" fragte sie; ich war wider Willen Zeugin Ihres Gesprächs, und ich empfand Mitleid mit dem Unglückliehen; er ist nicht frei von Schuld, aber er hat doch seine That bereut." Bereut?" rief der Advokat, da kennen Sie ihn schlecht! Sie glauben, er sei in Verzweiflung, und er ist doch nur wüthend, weil er sich gefangen sieht. Und ich halte ihn fest, dcn guten Freund, den ich leider erst jetzt im wahren Licht erkannt habe." 3 wäre vielleicht klüger gewesen, ihm seinen Brief zurückzugeben." entgegn;te die Gcneralin. keineswegs!" rief der Advokat lebhaft. Bei solchen Rücksichten bleiben

die ehrlichen Leute trnrnc; uu die Betrogenen. Sie kennen diesen Burschen nicht; er wird es noch weit bringen. In zehn Jahren ist er vielleicht Minister der öffentlichen Arbeiten und besitzt Millionen. Er wird mich tödtlich hassen, und die Klugheit gebietet mir daher, diese Waffe nicht aus der Hand zu geben, um jederzeit nachweisen zu können, auf welche Weise er den Grund zu seiner Größe gelegt hat." Zehntes 5tapitel. Mehr als ein Jahrzehnt ist verflos. sen. Tie Verhältnisse der Teralin Telorae haben si chinzwischen wesent lich gebessert. Eine entfernte Ver wandte war gestorben und hatte ihr mehrere hunderttauseude Francs hin terlasscn. Frau Eornevin ist nicht incbr auf die Unterstützung der Generalin Te lorge angewiesen: ihre Töchter sind herangewachsen, und mit Hülfe der selben hat die Mutter ein Putzgeschäft begonnen, das sich von Jahr zu Jahr zu einem einträglicheren gestaltete. Raimund Telorge und Leo Eorn? bin haben bereits daö Alter erreicht, in dem das Gesetz sie nnindia erklär:. Beide haben das Polytechnikum besucht und es mit glänzenden Zeugnis sen verlassen, auf Grund derer sie ba!) Privatanstellunaen erhielten. Ter von Herrn Turand proteslirts Hans Eornevin hat sich der Künstler buwah zugewendet und ist ein Ix munter, vtcloeschästigter Maler worden. Auch Herrn von Eonibcl war in der Zwischenzeit das Glück recht günstig gewesen; er war von Napoleaon III. in den Grafenstand erhoben. Der 5?ai ser hatte ihm ein prächtiges Haus ge schenkt, dessen Erbauer der Architekt Verdate war. Herr von Combel saß in seinen! Arbcitskabinet oder, richtiger gesagt, in seinem Rauchzimmer. Bücher oder Paviere sah man dort nirgends, dage. gen eine Menge Waffen aller Zeiten und Länder, Gewehre, Säbel und Te geu. Auf einem Tische lagen Revol ver verschiedener Systeme. Vor die sein Tische saß der Graf in einem elc ganten Morgenanzug, halb liegend in einem großen Lehnstuhl, als ihm der Tiencr Leo und Hans Corneviu mel dete; cr befahl, die Herren einzulassen. Als die beiden jungen Leute eintraten. erhob sich der Graf und wies auf zivei Stühle. Nehmen Sie Platz!" sagte er. Leo und Hans folgten der Einla düng. Während der TezemberUnru ben." begann Graf von Combel. ver schwand, so viel ich mich erinnern kann, spurlo scin gewisser Cornevin; sind Tie vielleicht Verwandte desselben?'' ..Wir sind seine Söhne," erwiderte Lco . Lorenz (5orncvin diente, wenn inich mein Gcdächtniß nicht im Stiche lar.t. im Elysee in einer niedrigen Stellung," warf Graf von Combel ein. damit seine Verwunderung aus fcriufenb, daß die so stattlichen jungen Männer die Söhne jenes Vaters sein sollten. Als Stallknecht!" erwiderte Leo. Wir haben glücklicher Weise Freunde gefunden, die au5 uns das gemacht haben, was wir hente sind." l3ehr erfreulich für Sie, meine Herren," eritgegnete Graf von Combel, doch was verschafft mir die Ehre?" Unser bester Freund, unser Bru der. Rainuind, der Sohn des GcncralZ Dclorgc, sendet uns zu Ihnen." Graf von Combel zuckte zusammen. Und was will derselbe von ,nir?" fragte er . Naimnnd telorge will seinen 3? ter rächen!" rief HanS; er will sich mit Ihnen schlagen." Graf von Combel war ein zu erfab rener Mann, als das; er etwa? Tcr artige snicht erwartet hätte; es traf ihn nicht unvorbereitet. Obwohl seine Züge nicht die gcriilgste Erregung ver riethen, war er do chblaß geworden und seine Lippen zuckten, als er nach kurzem Schweigen sagte: Ich kan? die Handlungsweise des Herrn Nai. mund Telorge nicht tadeln; an seiner Stelle würde ich ebenso handeln, abe? das Duell, daö er mir anträgt, kann ich nicht annehmen." Aber " begann Leo. Der Graf fiel ihm in'5 Wort. Ich erkläre Ihnen," sagte er, dafc ein Duell zwiscken unö unmöglich ist ; ich habe den General getödict, aber nur. indem ich mich vertheidigte, nachdem er mich mehrfach herausgefordert, be schimpft und zum Aeußersten getrie ben hatte. Sie verlangen nun vo.: mir. ich solle, nachdem mich das litt glück getroffen, dcn Vater zu tödten. mich noch der Gefahr aussetzen, auch den Sohn zu tödten? Um kinen Preis! Tm Morgen nach jenem beklagenswert hm Duell im Elysee Garten habe ich geschworen, mich nie wieder mit Jemandem zu schlagen: ich habe diesen Eid biö jtzt treu gehalten; ich werde ihn auch ferner halten!" (gortsetzung folgt.)

Heute fand eine von 2000 Per. sgnen besuchte Versammlung im Ve laSco Theater in Washington, D. statt, in der Resoluttonen angenommen wurden, den Digrikt Columbia mit der Bundeshauptstadt Washington den Muckern und WasseihelUgm zu übt?, antworten.

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