Indiana Tribüne, Volume 30, Number 144, Indianapolis, Marion County, 9 February 1907 — Page 5

Jndlana Tribüne, 9 Februar ini?

Gebildete Verbrecher. (Berliner Lokalanzeiger.)

Dieser Tage ist. wie gemeldet wurde, der Rechtsanwalt Karl Hau, der drin gend verdächtig erscheint, seine Schwiegermutter ermordet zu haben, an die deutschen Behörden ausgeliefert worden, und wir werden in nicht zu langer Zeit Zeugen eines traurigen Prozess sein. In der That erschüttert uns nichts so sehr, als wenn wir sehen, daß einMensch, dessen wissenschaftliche Bildung auch eine gewisse Kultur des Herzens voraussetzt, zum Verbrecher wird. Freilich pflegt die Verbrecherlaufbahn gebildeter Individuen mit d:r ersten Strafthat zu enden. Jedenfalls ist der Prozentsatz derer, die eine höher? Schulbildung genossen haben, unter den Rückfälligen sehr gering. Unter 100 Rückfälligen besaßen im Jahre 1900 2.5 männliche. . 0.7 weibliche, 1901 1.7 männliche. weibliche, 1902 1.3 männliche. weibliche Verbrecher höhere Schulbildung. Tiefes Resultat ist weiter nicht überraschend. Ist einmal ein Mensck. der eine gute Erzi:hung genossen hat, verbrecherisch veranlagt, so zeigt sich das sehr früh, und gewöhnlich läßt es der verbrecherische Trieb kaum zu, daß fch ein erfolgreiches Vildungsstrebm entwickeln kann. Sole früh Gefallenen sinken bald tiefer und tiefer in den Schlamm. Aber in den meisten Fällen, fci ein Gebildeter auf der Anklagebank sitzt, handelt es sich doch um Willensschwache, die einer'Verführung erlagen, oder um Menschen, die für Augenblicke die Hemmungen ethischer Vorstellungen eingebüßt haben. Eine mehrjährige Gesängnißhaft pflegt solche Leute völlig zu brechen. Wohlhabende Verwandte sorgen dann wohl für einen Unterschlupf, und die armen Sünder tragen für den Rest ihres Lebens zu schwer an ihremSchicksal, als daß sie es ein zweites Mal versuchen wollten. Aber ein Grausen empfinden wir immer, wenn ein solcker Mensch au3 der Gesellschaft gewissermaßen herausfüllt. Und wenn wir ein paar sola'cr Fälle mit eigenen Augen sahen, so b'ei den sie uns uvergeßlick:. Meine 5rsahrunc?en veranlaßten mi5?. ein kleinss privates Verbrecheralbum aruuleaen, aus dem ich folgendes mittlcllen möcf te: Tcx Jr?n lernte ich in cin:m S-d-c:!: ci::cr. älteren, schr symp-ithi-)?.rr. X)iuw kennen. Das volle, stark crrcut'' Haar ließ sin feingeschnittencs Gesicht eigenthümlich frifch erscheinen. Die schönen, großen Augen blickten so gütig und herzlich, daß ich rasch Vertrauen zu ihm gewann. Herr F. war Rechtsanwalt. Keiner von den großen, berühmten Modeanwälten. Alles an ihm war Schlichtheit und Biederkeit. Und seine Jntoreisen waren nickt aus die Geschäfte des Tages allein gerichtet. Er betonte es stets. daß er darüber hinaus sich gern in iurlstisch-wienschaftllch Arbeiten versenke. Manches Mal sah ich ihn in der Laube bei seinen Büchern sitzen, ganz still, ganz andächtig, ganz verioren in die geliebte Beschäftigung. Die liebenswerthe Persönlichkeit zog mich sehr an. Manches Mal wanderten wir hinaus in d freie Landschaft. Dann erzählte er von seiner heiteren und lebenslustigen Frau, die d Kinder wegen in ein anderes Bad gegangen war, während er Erholung von einem inneren Leiden suchte. Wenn er von seiner Familie sprach, schien er Wärme und Glück auszustrahlen nur, wenn er Gcldausqaben machte, war er merkwürdig befangen, fast trauriq. Zuweilen neckte ich ihn sogar wegen seines Geizes; und ich fand die Geick,enke. die er sur seine Familie als Mittebringe" kaufte, eigentlich ein bischen schäbig. Aber es paßte immerhin zu dem streng bürgerlichen Zuschnitt seines Wesens. Er reiste ab. Wenige Mcmate späf:r las ich von seiner Verhaftung. Es schien mir so ganz unmöglich, daß ein Prachtmensch wie er Unterschlagungen begangen haben sollte. Ein übertriebener Aufwand habe ftinen Ruin herbeigeführt! So las ich... Ein anderer Fall : Unser Turnlchrer. Als ich zu ibm kam, war er vielleicht einige dreißig Jahre alt, ich war Sextaner. Während meiner ganzen Sckulzeit war er mein Lehrn. Viel haben wir nicht miteinander gesprochen. Er war ein ernster, strenger, aber gerechter Mensch, den wir alle achteten und gern mochten. Nach Kinderart brachte ich ihm mein Poesiealbum. Und er schrieb mit festen, markigen Zügen ein: Wer auf die Marke sieht, wird nimmer Die Wahrheit schau'n, man findet nur Verborgen hinterm äußern Schimmer Die reine, unverfälscht' Natur Ich wa? sehr glücklich darüber, aber im Laufe der Zeit vergaß ich den Spruch, das Buch ich veraaß auch den Mann. Im vorigen Jahre wurde er wegen eines Sittlichkeitsverbrechens zu tinex mehrjährigen Gefängnißstrafe ttrurtheilt. Da siel mir auch das Spruchlein wieder ein . . . In einem dritten Fall sah ich mit eigenen Augen, wie ein Mann zum Verbrecher wurde. Es war vor fünf Iahren . Der Münchener Karneval ging eben zu Elide. Lustig wanderte man von einem Vergnügen in's andere, und kein Mensch sah in einer solchen Stimmung genau hin, mit

wem er verkehrte. In unserer Ge fellschaft tauchte ein etoaS verwegen eleganter junger Fant auf. Wie er mit einem Male an unserem Tische saß weiß ich nicht zu sagen aber er brachte mir Grüße von einem gemein., samen Freund auZ Berlin das genügte. Ein paar Tage verlebten wir in Sans imd Braus. Da kam der Aschlnnttwoch. Die übliche Porto inomiaiewaschung auf dem Marktpla machten wir mit prllichcr Genauigseit mit. Kein rother Heller bc schwcrte uns mehr, und wir fanden c nur höchst anständig, daß auch unser eleganter Freund mit seinen Mittel i fertio, war. Aber wie daZ so ist in der Fastenzeit ging es mit seiner Eleganz schleunigst bergab. Er war i'och zu kurze Zeit in München, um neu den dortigen ausgezeichneten Kreditoerhaltnissen Gebrauch machen zi: leinen. Aber imr halfen nach Kräj im. denn je schlechter es ihm ging, um so mehr wurde er einer der Unseren, d. h. einer Gesellschaft junger Künst ler und Schriftsteller, die zwar auf Aeußerlichkeiten seinen Werth leateii. dafür aber ein immerhin hohes künstkeusches Ziel unablässig im Auge fcc hielten. Auch Ferdinand so hieß der Mann sprach zuweilen von fioljcn Zielen. Er war ein netter Meiisch. mit entzückniden Manieren. Er bennes uns. daß er aus einer sehr geachteten Wiener Familie stammte. kurz wir gewannen ihn lieb, denn er besaß ein großes Erzäblertalent. Und er hatte etwas zu erzählen: Er war österreichischer Offizier gewesen, l'.'ktte krankheitshalber den Dienst. ver lassen müssen und wollte nun Särift steller werden. Den Wahrheitsbeweis trat er nie an, wir waren froh, daß er

der Vorlesung unserer Dramen geduldlg lauzchte, und bcüten nach den sei' v.en nicht die geringste Sehnsucht. Aber es ging bergab. Mangel an Geld ist keine Schande aber so gar kein Geld Und feine Stim mnng verdüsterte sich immer mehr. Die Eleganz wanderte zur Trödlerin. und bald besaß er nickfts mehr als ei ;cn Zyllnderhut, einen Mantel, einer 5 ackettanzug und ein Paar LackTtiefel vn, wenn der Zylinderhut und die Vcsfticfcl nicht gewesen wären ! Er .vrlfflte lerne Sachen mit rührender V-icfce, und auf seiner schönen, sehnigen kealt sah das alles noch ganz gut aus. lln erem Wreirnö ama es tmmn ch leckt er. Seine Lage war ganz Hofslnttgolos was thun? Er spral. über leine Lage nicht qcitn aus eber Briefe gingen hin und her. und da Ende war immer, daß Geldquel Im nicht mehr aufzutreiben waren. Damals wurde er nicht zum Berbrekher, denn wir waren nicht zu stehlen. Damals wäre er vielleicht zugrunde gegangen, so ganz lautlos. In der höchsten Noth verschafften wir ihm eine Stellung als Pnvatsekretar bei ei nun reichen Mäee, der voruberaeheno für einige Monate w München weilte. Ferdinand schien gerettet. Er hatte wenig zu thun, verdiente ganz ant - ja seine Eleganz befand sich in durchaus aussteigender Lmi. Leider, leider war der Mäeen ein vorübergehender. Er reiste von Miinchen ab und hinter ließ nichts als ei kleine, mit allerhand werthvollem arfi erfüllre Wohnung. Sein Sekretär besaß aber nicht die Kraft, dem Wohlleben zu entsagen. Er stattete der Wobunq seines Macens einige verhängnisvolle Besuche ab. Mit Hufe von Drenstmauneru räumte er sie allgemach -voma ans und schleppte für einige tausend Mark Werthsachen auf das Lechamt. Er sah fabekhaft ekeaant aus. verkehrte langst nicht mehr mrt der armseligen 5rünstlergellschaft. die bewundernd und mit leisem Verdacht den abtrünnigen Freund mit der Lebewelt verkehren sah. Das Ende? Er wnrde verhaftet. Aus dem Untersächnngsgefängniß schrieb er mir noch inen Brief er bat mich, ich möchte ihm einen Stehkragen besorgen. Er brauche ihn nothwendig zur Gerichtsverhandlung. Er wurde auch so zu neun Monaten Gesanani verurtheilt Ferdinand ist in die anständige Gesellschaft nicht mehr zurückgekehrt. Das letzte, was ich von ihm las, war ein Steckbrief. Er hatte eine Wiener Dame um 25,000 Kronen bescvindelt. Aber ich glaube, man wird von dem talentvollen jungen Manne noch hören. Frederick LauS. Weaen falscher Denunz i a t i o n verurtheilte die Kölner Strafkammer den Schutzmann Burmann zu drei Monaten Gefängniß. Der Beamte hatte einer 5?rau. der er eine Ladung zu überbringen hatte, unsittliche Anträge gestellt. Sie beschwerte sich bei der Polizeidirektion, worauf Burmann eine Anzeige wegen Beleidigung erstattete. Die Frau wurde frelgesprvchen und hierauf der Schutzmann unter Anklaae stellt Der Staatsanwalt hatte sechs Monate beantragt, weil die öffentliche Rechtssicherheit durch solche Vergehen stark gefährdet wurde. In der. Rage. lRtttn? rcin netter Mann bist Du! Du kümmerst Dich um mich weniger wie um Deinen Hund. Wenn nun Dein Pudel sterben würde V sn i x T""" 1!! itXs. VDuHC; iuuiut iu iii uu9 stopfen lassen." (5islTfin (nreafti J$vlt mick wurdest Du Dir ein? solche Ausgabe nicht mauUi

Inländische Nachrichten.

DerWerthdesaründli-

chen Kauens derSpeisen ist wie ihre geringe Große. Daß durch Experimente, die in der letzten hnen auch die Gesichtszüge der WciZeit mit den Studenten der Universität ß sehr sympathisch sind, ist ebenfalls Yale angestellt worden sind, aufs schla- "ar. Kurz nach dem Tode des Gcgendste erwiesen worden. Bei uns ist neralstabschess Kodama bemerkte einer es in letzter Zeit Mode geworden. Men-, ljrincr Freunde zum Lobe des Berblischen als Versuchskaninchen zu benu- Sen. er sähe aus wie ein Fremder, tzen und an ihnen die Vekömmlichkeit selbst äußerte mich dahin, daß sein von Speisen und Getränken festzustel- f g dem eines Engländers geglichen len. und so war es naheliegend, auch be. Wenn ein japanischer Vater die Frage des Kauens auf oleiche Weise ncht. daß sein mit einer weißen Mutzu ergründen. 5Öas Resultat hat er- ter erzeugter Sohn etwas über das geben, daß Gladstone. EnFlands gro- Durchschnittsmaß hinausragt, dann ßer Staatsmann, rechte hatte, als er es Zj alle Ursache, heiter zu sein, sich zur Lebensregel machte, jrden Bis-, Wenn aber die amerikanische Mutter sen 3.6 Mal herum- zu kauen. Unter ?uf ihren kleinen Sohn blickt, der von Aufsicht von Professor Jrding Fisher snem japanischen Vater die kurze Gebetheiligten sich neun Studenten zwan-, Mt. die gelbliche Haut und die krumzia Wochen lang an dieser Probe aufs , mtn eine geerbt hat. dann kann sich Exempel. Es stand den Studenten nur elterliche Liebe über solch' trauvöllig frei, von der reickbesetzten Tafel lge Mängel hinwegsetzen." Dem zu essen, was und soviel sie wollten. ' Japaner scheint demnach nicht nur nur mußten sie sich zum Langsamessen lcmc kleine Gestalt, sondern auch seine und arllndlicben Kauen vervflickten. ein gelbe Haut nicht mehr zu passen. Vi.l-

Experiment, das jeder an sich selbst ohne die geringste Unbequemlichkeit erESSJ 8,? i . (v r r . r i n kann. Im Laufe der Zeit wur - Ä der Bctheiligten vorgenommen, und a:n Ende der ersten zehn Wochen ergab sich, daß acht der jungen Leute an Ausdauer um die Hälfte zugenommen hatten. Ihre geistige Leisrnngsfähigkeit war in t.:. rn.:r. ..cci rr .-i.. uttiut ixi c isuvul. -ici iicuuic iuiu die Vorschri ien n!ch, kflI. war lör - .rV, , .;n; ,,r i.;.. ,!.

fw.k4 uav o4! o yitlLivv iUj v : ' -w v j v v w yuua üw wie anfangs aeblieben und lieferte ' nommen. Diese verfolgte fast von Beebenfalls den Äew?is für die Nichtige ' ginn ihrer Thätigkeit als Pflegerin keit der Voraussetzungen. Am Enc Herrn Stiller mit Liebesanträgen. Der der zwanzig Wochen war die Leistungs- Direktor ist ein Mann von 62 Jahren, fähigkeit jener acht genau auf da Die geistig offenbar nicht ganz normale Doppelte stieaen. ebenso battm sie an Schulze mußte schließlich aus dem

starre uns Mwyt deutend zugenommm. Ihre übrige Tageseintheilung und Beschäftigung war genan dieselbe geblieben, s hatten ihren Studien obgelegen und keine anderen als die üblichen Lclsübungm vorgenommen. Man darf also nack dem in Nale erzieltm Resultate behaupten, daß kr. Mensch bei langsamem Essen und gründlichem Kauen an Körper- und Geisteskraft zunimmt. Außerdem mach ten alle acht Studenten die Erfahrung, daß ihre Freude am Essen täglich zunahm, was an und für sich schon von Wichtigkeit ist. da der Mensch nicht nur essen soll, um stch am Leben zu erhalten, sondern er soll es auch gern thun. Ein Rächer Carusos stand dieser Tage in der Person Dr. Eesare Wischnewetzkys vor dem New Jorker Polizeirichter. Letzterer schien denn auch der Ansicht zu sein, daß der gute Doktor, der übrigens in Würzbürg sein Staatseramen grnacht uno ein Orthopäde von Ruf ist, nicht ins Gefängniß, sondern in eine NervenHeilanstalt gehört, und stellte ihn nur unter eine allerdings bedeutende Friedensbürgschaft. De Szene, die zu der Verhaftung Dr. Mschnewetzkys führte, spielte sich in einem vollbesetzten Straßenbahnwagen ab. Ihm gegenüber saß Frau Stephen D. Buttle. die Gattin eines bekannten Brooklyner Geschäfts mannes. Dr. Wischnewetzky fixirte sic einige Zeit, und dann mit dem Finger auf sie deutend, rief er aufgeregten Tones: Sie erbärmliches Frauenzimmer! Ich habe nun lange genug zugesehen. Sie flirten ja in schamloser Weise? Ins Gefängniß gehören Sie! Diese Carusk-Geschichte muß aufhören. Stoßen Sie doch Ihren Nachbarn nicht immer cm! Degenerirte Weiber Ihrer Sorte, von denen die Stadt voll ist. treiben die Männer ins Affenhaus." In diesem Augenblicke faßte der junge Arbeiter, neben dem Frau Buttle saß, Dr. W. beim Kragen, schleppte ihn aus dem Wagen und übergab ihn der Polizei. Auf der Wache wiederholte Dr. Wischnewetzky unter wilden Gestikulationen seine Beschuldigung und erklärte, man thue ihm als einem Manne der Wissenschaft, der nur dem Gemeinwohle dienen wolle, bitteres Unrecht. Frau Buttle hat den sittenstrengen Doktor wegen Beleidigung verklagt. Weiß-gelbe Ehefchlie Lungen, nor einiger Zeu gmg durch die Presse eine Notiz, worin m'-t Recht vor den Nachtheilen gewarnt wurde, die für erne weie Frau aus der Vereyellchilng mit emem Ostasia ten entspringen. Nun mag es wohl auch von Interesse sein, Zil sehen, wie sich die Japaner zu dem Thema weiß gelber Eheschließungen stellen. Zu gestandenermaßen sehen die Japaner ui der Verbindung mit Europäerin nen oder Amerikanerinnen in erster Linie ein Mittel zur Nassenverbessc' rimg. Erst jüngst wieder hielt Herr Aoki, der japanische Gesandte in den Vereinigten Staaten, vor den in New Nork ansässigen Japanern eine Rede. worin er die Japaner, die amerlka Nische Frauen haben, beglückwünschte und die noch ledigen Söhne aus dem Land der aufgehenden Sonne aufforderte. sie sollten sich Mühe oeben. eine Amerikanerin zu erringen. Die Vortheile solcher Heirathen. vom japanischen Standpunkt aus betrachtet, werden gut illustriert durch einen Brief. den ein Japaner kürzlich an die Japan Times" richtete. Dort heißt es : Es wird allgemein von den Japanern selbst zugegeben, daß die Japaner physisch den Weißen unterleaen sind. Durchschnittlich ist ein erwachsener Japaner so groß, wie ein 16iahriger Knabe in Amerika. Die Sdröklinae aus lZhen von Japanern mit Amerikanermnen sind weder so klem wie der

eine, noq so groß wie der anvere r"T M L k ( W

-.neu. nay sie Japaner oen äuaniey y.egen. 3" wachsen, ist so augenschemleicht kommt's noch einmal dazu, daß' r der Haut jährt - w.nn ihn die . ötallsornler noch langer pisacken. ' 1 ' "Ti ao',a,o Rachr.ch.en. . nV c. , bs. :rd w.d v T) V m. ... o :: . ji an - v det: Der Direktor der Lübecker Kom merzbank. Stiller, hatte vor etwa zwei V,-if.Tn rtT2 T)f T.-:. r,: ::k.j. o"V4-" t.t. .uiu uuuuius ! Iranlen Frau die 38!kriae Le,.i ! Ku,!, ni.a Kr.m,s.i ia r,na Hause entfernt werden. Aber auch dann noch ließ sie nicht nech, Stiller mit ihren Anträgen zu belästigen. Als alles vergeblich blieb, begann sie, ihn mit ihrem Haß zu verfolgen. Bor etwa acht Wochen erschien sie plötzlich ' vor der Börse und machte dem St. im Beisein zahlreicher Börsenbcsuch:r eine ,urcytvare iszene. D:e Folge war eine Beleidigungsklage, die auch zu der Beurtheilung der Sch. führte. Da sie aber drohte, sich bei Vollstreckung d?s Urtheils ein Leid anzuthun, sah Stiller schließlich von einer Bestrafung ab. Er ließ sich nur einen schein ausstcllen. in dem die Sch. alle Beleidigungen zurücknahm. Weniae Taqe darauf ! schrieb sie aber neue Briefe an dortige angesehene Personnchkeiien, die von Beleidigungen des St. strotzten. Er leitete nun ein neues Verfahren gegen die Sch. ein. Deren Rechtsbeistand warnte wiederholt Stiller vor Gewaltthaten der Schulze. Sie hatte schwere Drohungen gegen den Direktor ausgcstoßen. Selbst der Polizei wurde von dem Rochtsanwalt Mittheilung g?macht. Einer polizeilichen Beobachtung entzog sich die Sch. aber durch Abreise nach Dresden. Kürzlich kehrte sie unverhofft nach Lübeck zurück. Sie lauerte ihrem Opfer auf dem Wege zur Bank auf. Das Gesicht hatte sie mit einem dichten Schleier bedeckt. In der ZNühlenstraße. einer der Hauptstraßen Lübecks, stieß ste auf Stiller, der mit Senator Rabe des Weges kam. Sie trat auf den Ahnungslosen zu und schoß ihm eine 5lugel durch das linke Auge ins Gehirn. Stiller sank ohne einen Laut zu Boden. Er war sofort todt. Hierauf versuchte die Attentäterin die Flucht, doch verfolgte sie Senator Rabe. Nunmehr drehte sie sich kurz herum und schoß sich vor den Augen des Senators eine Kugel in di: Brust, die nach etwa 15 Minuten auch ihren Tod herbeiführte. Die Aufregung über die Blutthat ist in Lübeck eine ungeheure. Stiller war einer der besten und angesehensten Bürger Lübecks. Als Wortführer der Bürgerschaft und des Bürgerausschuffes genoß er höchste Werthschätzung. Schon seit mehr als zwanzig Jahren erfreute er sich hier allgemeinen Vertrauens. Im Jahre 1883 zog er als Mitglied der Fortschrittspartei in den Reichstag. Seine berufliche Thätigkeit hinderte ihn später aber, nochmals eine solche Wahl anzunehmen. Unter seiner Mitleitung ist die Kommerzbank zu Lübeck zu einem der ersten dortiger. Bankinstitute geworden. emplerenzlerwuro auf Sprecher Eannon. Weil Ioe Eannon in seiner Machtstellung als Vorsitzender des Meordnetenhaufes des Kongresses sich den Anschauungen der Temperenzler nicht gefü?ig zeigte, hassen sie ihn grimmig. Einer ihrer Anführer in Iowa, der Richter Green, hat ihn bksonders auch deshalb auf dem Strich, weil er sich nicht zur Förderung des GesetzentWurfs d?s dortigen Kongreßmitgliedes Hepburn hergab, wonach geistigen Getränken se"st die Durchfahrt durch Prohibitionsstaaten verboten werden sollte. Green. doppelt giftig in Fole des Mißerfolgs jener Bill, stieß in einer Rede zu Sidney in Iowa sogar die niederträchtige Verläumduna aus. Cannon habe sich von Bierbrauern und Anderen kaufen lassen und sei überHaupt ein ganz korrupter Kerl. Doch Cannon's lange ehrenvolle politische Laufbahn burot auch für sune persönliche Ehrenhaftigkeit. Reflexion. Lebemann: Ausschaun thu ich schon wie der Herbst, blos im Herzen ist's noch Lenz, in der Kehle immer Sommer und im Portemonnaie da ist's immer gefroren?!

i Schreibmaschine. Kürzlich hat Mark Twainnn Kapitel seiner Autobiographie deröffentlicht, das beweist. frvTrf. irrfrrrrt Astrf Sr Wmrrinrtr Vvir . . -.. . v. .utvilun.ii : r7rcri rc-r:.w.-:n r- s.: u... :rx. u CiVi iiiiuu;i iji, m dk praiUlllC Bedeutung von Erfindungen hatt; Xk erste Schreibmaschine, sagt er. sah ,cy zum ersten VJiait xm Jahre 1873 in rn-n rv r ri. t r- r .. l Wrtffnn trf fAiiW ,.lL f.i-Z v9hi -' - 1. - " t cr i. rv. v sine um zuuas uqzt j.zd ouars. u) versuchte es mit dem Ding, griff aber bald wieder zur Feder und benutzte die Masckine blak nock. um oeleaentliÄ Rohi&, zi, imhnnW .i.. thete ich eine junge Frau und diktirt: VTV Q f l V M iJliV ihr in die Maschine, aber bloß Briefe. es ging ganz gul, aoer icr munie es bald wieder aufgeben, denn auf jeden Nrik Ihm Ttt hrr ry7,in nst nn Brief kam mit der nächsten Post schon ein Schreiben, worin ich um nähere Angaben über meine Schrzibmaschine gebeten wurde. Eine Schreibinaschine war damals ein Kuriosum, und wer eine besaß, galt als eine Kuriosität. Heute ist das in Ä'nerika um?;'ehrt,. 1 T n V mi rt fnrnrn? tr'i ! wir1 ' ?r. vm efti' Ä Ä muv nun iviiu.M i, ' v i v . V, '"r v ä.." " mem Bücher aus ' X i -7 " -.' u f v i. Mensch war, der je für praktische g &sm hatte; und nun bchanpte ich bis zum W & i m m '"X i UiS9 ci l i Beweise des Gegentheils , daß ich der aanzen Welt die c;rf,w;kmAf,Wn4 r;ti.,.;r .Sch'b??IL u'ttar'schen Arbc " uu, uim Abenteuer und Streiche Tom SawverC. .3 Diese neu erfnndeue Schreibmaschine war voller SAicken und Tücken voller teuflischer Bosheiten. Sie hatte genau so viele Fehler, als nne moderne Maschine Vorzüge hat. Nach einigen Jahren fand ich. 'daß sie meinem Eharakter nachtheilia war: deshalb schenkte ich sie einem Freunde. Er wollte sie erst mcht, denn er war gegen alles Neue mißtrauisch. Wer ich überredete ihn. Er setzte ein großes Vertrauen in mich, und ich brachte 'ihn soweit, von der Maschine Sachen zu glauben, die ich selber nicht glaubte. Er nahm sie mit nach Boston, und mein Charakter beaann noy zu nern. er meines Freundes aber trug für alle Zeiten ei nen Knacks davon. Er behielt sie ein ralbes Jahr, und brachte sie mir dann wieder. Ich verschenkte sie darauf noch zweimal; aber sie wollte nirgends bleu ben und kam immer wieder zu mir zu rück. Dann gab ich sie meinem inschen Kutscher, der sehr dankbar war. weil er das Ungeheuer nicht kannte. Eines Tages hatte er sie für einen Damensattel eingetanscht, den er nicht braucken konnte, und seitdem habe ich M rr - ste aus den Augen verloren. 50,000 Farmarbeiter sur den Staat New York. Äon einem solchen Erfoiae ist das letztjährige Wirken des Jntormationsund statistrschen Bureaus rm AckerbauDepartement des Staates New Nork im Verschaffen von Arbeitern für die Farmer xm Staate beqlnt aewesen. daß die Behörde für dieses Jahr ausgedehnte Vorbereiwngen troffen hat ..-V. 'r.rt ., uuy XiKOlZ lü CZKfClKXltUl Wlafc ZN befolge gedenkt, wie bis' her. Nach Schaimq Charles W Larmon's, welcher das Bureau leite!. werden in drefem FruhNng volle 50.000 Arbeiter auf den Farmländerei:n Vltto Yorks gebraucht weiden. Dier. ! k r , jer gemailigen naazsrage gerecht zu werven, ist das Zrel der BeHorde. So woqi in uLtro yozt, als auch in Cjii ropa sind zahlreiche Anzeigen erlassen worden, und inkola drffai laufen iäa-, lich viele Applikationen von unverbei- . . . T . . . raiyeien und veryeiratheten Männern ein. denen daran lieat. auf dem Land? Arbeit zu erhalten. Eine ganze Reihe , . - ' . 3 . " von besuchen lft aus Holland und an-

wart Twains erste I .. . . .

deren Ländern Europa's emgetroffen. ieze eine unrer-Ziommiion auswayw? oanze Familien willens sind, aus- len. um eine Prüfung der Osteopathen

zuwandern, wenn ihnen Farmarbeit zugesichert wird. Auch viele hier an : . . ' .v lanaenve Einwandere? hat w N??reau für das Land cmaeworben. Dies? sollen sich im Groken und Ganzen ausgezeichnet bewähren. Im Laufe des letzten Jahres sind den Farmern

auf diese Weise 4171 Arbeiter gelte- lhncn we Behandlung von Patienten fert worden. Alle Gesuche nm Ar- durch Kneten und Mafstren. um Siöbeit, welche einlaufen, werden in Al- rungen im Körper zu beseitigen, ge-

bany oder in dem New Norker unter dem Hilfs-KomlmMr F. H. lcracke Iteyenoen Bureau gebucht. An eines der beiden wenden sich auch die Farmer, die Arbeitskräfte brauchen, und ihr Wunsch wird schnell erfüllt. Mit großer Sorgfalt geht man bei der Auswahl der Farmarbeiter zu Wege. Kosten entstehen weder diesen, noch den Arbeitgebern. Die Resultate des letzten Jahres waren so ermutbiaend. dan das Bureau sich mit dem Rathe an die Farmer des Staates wendet, ihren B?darf an Arbeitern so bald wie möglich bekannt zu machen, damit sie zu rechter Zeit gute Kräfte zugewiesen erhalten können. Die einzige Ausgabe, welche von ihnen verlangt wird, sind die Kosten für die Eisenbahufart von New York nach dem Bestimmungsorte. Deutsches Hospttai geplant. In Rochestu. N. ist gegenwärtig eine BQvegng im Gange. ? -C. P-. P. I I um ein deutsches Hospital zu errichten, und haben diesbezögliche Besprechungen bereits ftattgchrnden. Jnkbesondere die deutsche ArbeÄertlae ist Feuer mrd Flcrmae das ?wjek!. Steuer -Kolle kor Seo. F. Loth hat die Liste der Sbsfripa mit einer Zeichnung von $1000 eröffnet nd der Oesterrezch-twalsche ,Lkub hat. beschlössen, den Rewertrsg feweL ersten

Geschäfts-Kalender.

Arzt. i m rm. 5.t-8'5.fl"- ktr,-rankizeiten. Lv-eio ewtou Elaypooi SedS ude. Tapeten. ?.apete. Ich hänge nd liefere Taptte. w relttdon. ak, ,. I ä-vh(v mui i Optiker. N8 onviv. M.gach,,. .1 Souare. zweiter Stock, ngeumtter, Waarev'Ablieserung. Maare abgeholt ud elgellkfert. äßige Preise " Schnelle Bedienung. Süd Pennsyloanl. St Ren Siu; lt. Mak ,9. . I ufti. lg. Lcichendeftatter. MhiNeU & lder. LkichenbeflaN. 3 Si. Sllrno: ett. Teiephou : Neu bui lt. aw zm. 3 Won, Haßln George. 857 VaffachuseU eM TeiepZont: en s: N. am itza. fSvt spreche deutsch. F.dnstch.rugrundg,I,. - i tfttcoo ournnagci, ftimmrr 5 und . x Del Str$e. Streich-Jnftrumentenmacher. ' E. Theo. Hrberlkin, ffabrlkant von Violinen. Van dol.ne und SuUarren All, Arten Repttaturen prompt besorgt, lös Virginia Ave. Putzmacherin. Vugupa L. nge. ErvertPtzmacherin. 18 IttnflnAitWttt In. Blech und Metall'DäÄer. len.dMetaii-DSchn. ,w,e fm'fl Dachrinne nes Ho. . Hadley, IM nt. euer Py nx. Finanzielles. $TOtt leiten &tlh tut tlObtln nb Pian ohn die w führn weaiuueinaen. ttbenfo ant Nd cn anb Diamanten. Centra! Soan llv tos etatt Site BUfi. Geld! Wir verleiben Velb an HauSeratbschasten, Pano. Pferde, Wagen oder knchtung. Raten die uied rigften, Rabatt ber grdtzte. Sprechen, Sie vor ober teltphoniren Sie n r Neberzengung. kaft Market Street koan So. 206 La Gebäude, 134 Oft Market Str. Plzont. Neu 32. Eentral, Mai 2983. öbcn zayrltHen aucrn-au2, ocr am 2o. Februar stattfindet, dem deutschen Hoipitalfond zu widme. I . r rt E i n Sänqerfest-Fond. Der beim letzten Sängerfest des Nordöstlichen Sängerbunds zu Newark. N. I., erzielte, recht ansehnliche Ueberschuß ist in einer Satzung des Finan.'.KommUtces. zu welcher auch d FestBehörde eingeladen war, den Bereinigten Sängern von Newark überwiesen, nachdem dem Deutschen Hospital dieSumme von $500 als Lohn für die beim Fest geleisteten Dienste zuerkannt worden war. Der größte Theil des Geldes, die Snmme von $6000, wird als ein Fond für legUin Ausgaben bei zukünftigen Sängerfesten refervirt und von drei Trnsiees im Jjereffc der bereinigten Sänger verwaltet. Der tesammt - Ueberschuß betrag rund $7800. Die Osteopathen des Staates New Fork bemühen sich um gliche Anerkennung der von ihnen: ausgeübten Praxis. In der von ihner? ber Staatsgesetzgcbung in Albany ein-' I :xi cr-v.-?ti-3. r m g"cyicn iu ycii rs: -us zcyn sonen. deren Namen die Staatsorganisation der Osteopathen der obersten: I ern ' rt.f'.i. . " eoizinuioryoro unierorciiri. moc vorzunehmen; Die. welche di? Prüfuna, oeiteoen. ouen oann vom erzien I . r . .....- , I I r narniicn saures oeremiiai ein. ck osteopathische Praxis auszuüben: drn Osteopathen solle es nicht erlaubt sein. Medizinen zu verschreiben oder Opera"onen vorzuneymen: woyi aoer aUJ Mtet zein. ropäischeS Zgeparienekt. 3' WcAcl CrcdMriefe. Postanweisungen, auf alle StSdtc Europas. Schiffsscheine von und nach Europa. und Verkauf auslünd schen Geldes.

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