Indiana Tribüne, Volume 30, Number 143, Indianapolis, Marion County, 8 February 1907 — Page 7

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Banditen im Frack. Kriminalroman, nach Emil Gaboriau.

(ivortsetzung.) Jch brauche das Gc?ld aber imbc dingt spätestens binnen achtundvierzi.; Stunden!" rief der Architekt. WaZ willst Tu denn damit begin nen?" Ich brauche es, um den Verhält nisscn entsprechend auftreten zu sönnen; ich wohne vier Treppen hoch in einem ärmlichen Hause. Wer wird mich dort aufsuchen? Niemand!" Herr Robert sann ein Paar Augen blicke nach. Auf die Hoffnungen deö Architekten hin achttaufend ffrancS zu wagen, das war jedenfalls eine mik Iidtf Sache: verweigerte er ihm aber das Gels, so konnt er auch nicht auf seinen Beistand rechnen, falls er ihn nöthig hatte. Brauchst Tu wirklich die ganze Summe, welche Tu der langst?" fragte er. "Würde Tir die Hälfte nicht genügen, wenigstens für den en'tcn Augenblick? Später fände sich schon Rath.Ein Hoffnungsschimmer glänzte in den Augen de Architekten. Ich habe auf das Genaueste berechnet, was ich brauche," rief er, und ich kann keinen Centime von dieser Summe entbehren. Borge nur heute die Sum nie, um die ich Tich bitte, und inorgen werde ich eine elegante Wohnung be sitzen, zu welcher die Baulustigen schon den Weg finden werden, denn (loutau, die Baronin ölzonsen, Herr von ISorn bcl und der Graf von Mussy werden mick empfehlen." Ter Aövokat überlegte noch im mer. Warum wendest Tu Tich nicht an die eute. welche Tu soeben ge nannt hast?" fragte er. So dumm!" rief der Architekt, dann würden sie glauben, sie bättcn mich mit diesen paar Francs bezahlt; gieb mir das Geld, Robert, und ich werde Tir ewig dankbar sein!" Auch ich... sagte der Advokat, er warte einen Dienst von Tir." verfüge über mich!" rief Herr Verbale; ..ich bin zu Allein bereit: was soll ich thun?" Nun denn." fagte Herr Nobctt, ich wollte Tich um einige Auskunft über Herrn von Combel ersuchen." Tie sollst Tu haben!" rief der Ar chetekt. und zwar eine so genaue Aus knnft. das; Tir Niemand in Paris eine genauere ertheilen könnte!.. Ter Tiener trat mit der Meldung ein, das) dicSiiPpe schon seit eine Weile stiifgetrstoen fei und daß sie kalt wette, wenn der Tocktor sich nicht bald zu Tische begebe. Weis;! Tu was. lieber Freund," rief Herr Verdale. ..ich esse mit Tir, und dabei erzähle ich Tir, was Tu missen willst. Vorwärts! Zu Tisch! yft eine Flasche von Teiuein vorzüg lichen Burgunder bringen, der jede 'Zunge au lösen vermag !" Wellige Ninnien spater fassen sich die B?ihcn bei Tische aeaenuber. en Satiren war .Herr 'eröale uid;i so remiiiigt gewesen; er gluub!'. die achttausend Francs schon in bzt Tasä-e 311 haben und sah sich die glän zendsten Erfolae gesickert. ?!un las: ans von Herrn Combel sprechell!" be siann er. Toch es ist unmöglich, von ihm zu sprechen, ohne die Baronin El ionsen zu erwähnen, und darum will iaj mit oieier oeginnen. Ich lernte diese Frau in Rom kcn nen. Ich gefiel ihr, und hätte ich Geld gehabt, fo würde sie es mir ab genorkÄien haben. Eines Tages lies; sie durch mich einige ihrer Juwelen in's Leihhaus tragen. Tu wirst nun vielleicht wissen wollen, wie alt sie ist. Ta weis; ich wahrhaftig nicht. Sie ist vielleicht nicht älter als fünfzig Jahre, vielleicht ist sie schon über sieb iia. Niemand kennt ihr wahres Al ter; ebenso wenig kennt man die Stcl lnl?g. die sie in der Welt einnimmt. ich aber weitf. das; sie sich mit Politik beschäftigt. Intrigantin durch und durch, zu jedem Verrath bereit, würde sie vor keinem Auftrag zurucklchreckcn. den man einem Polizeispion ertheilen kann. Gott wein, wie oft sie der Po lizei gedient bat, gcwik Jedem, wel cher in der Lage war, nc zu bezahlen. Tas ist in der That ein reizendes Portrait!" sprach Herr Robert. Ich zeichne sie vollkommen ge treu." erwiederte lachend der Architekt; er leerte langsam sein Glas und fuhr dann fort: Richt Jeder würde so rücr baltslos über sie sprechen, wie ich; es ist nicht gut. sie zur Feindin zu haben: in sie genauer kennt, der fürchtet sie auch. Ein Geheimnis:, das sie be sidt, verkauft sie so leicht, wie Jemand seine Juwelen in s Leihhaus schickt, und sie behauptet, dasz ihr Vorrath von Geheimnissen unerschöpflich sei. Ich glaube dies gern, denn ich wcisz. das; sie der russischen und der österrci chischen Polizei Tienste geleistet hat Wer ist denn diese Baronin cigent lief;?- unterbrach ihn der Mvokat. Von Geburt ist sie Französin; sie stammt von einer alten Familie in der Betragne ab. von einer alten, aber armen Familie. Sie war etwa zwanzig Jahre alt. als sie einen Schweden Na mens Eljonsen kennen lernte. E5 dauerte nicht lange, so liebten sich die Beiden. Herr Eljonsen warb um sie, und eines Tages folgte sie ihm da das Weib ja stets dem Manne folgen soll als seine Frau nach Riga, wo er als Kaufmann ansässig war.

Die Ebe war keine glückliche, doch

nach einem Safire starb Herr isiion n ' - m 1 und hinterlieb seiner Gattin ein Ka Hr,1 mrfebr?, cm iülirlickes Einkom men van achtzigtausend bis hundert, tausend Kranes sickerte. Ob sie ihn beweint hat, wei ich nicht, aber bald nach seinem Tode verließ sie Riga, w? sie sich langweilte. Sie siedelte nach Wien über und nannte sich dort Baro nin vcv. Eljonsen. Sie lebte aus so großem Fuke. das; sie schon nach drei ryTiviM, ntsftt itiir ihr ststme 23eiITlÖ y) 14 1 t V r. ' O gen verbraucht Hatte, sondern auch noch von Gläubigern bedrängt war und sich mit einem Prozeß wegen rwmWhnftor nTfhipslpriinslpn be droht sah. Gezwungen, aus Wien zil Kuh hennh sie sick in die Schweiz. . Wrmntti nnrfi öonbön. ti . . ' i von dort nach München und später W, C!jMhPs " , w v ..Und Herr von Eombel?" fragte Herr Robert ; ..Tu hast ihn ja noch gar nicht erwähnt?" . Er wird sofort erscheinen," erwie derte Herr Berdale. Er füllte sein Glas wiederund fuhr dann fort: Jetzt kennst Tu die Bsronin von Eljonfen. Ich habe nur noch beizufügen, daß si? auf ihren Streifzügen durch Europa einen Knaben mit sich führte, den si? Bittor nannte, und den sie abgöttisch zu lieben schien." War es ihr Sohn?" fragte der fVi, l uvv i m, Tie Welt vermuthete es." erwi derte Herr Verdate, aber sie irrte sich, " ' ........... Viktor war ll?r nur anverrraui war den. Bon wem? Das ist ein Geheim ! r (Zlvinti fiesirtithf ort St( TTJltt I lllp. -i, Iv vllilli .'vijun-p1-"' viv .ixi-i ter des 5waben sei eine sehr hochge tellte Tame. wahrend Andere wiisen wollen, iie sei nur eine onooner Bur. gerolrau. Aber Tu?" fragte Herr Robert, Was glaublt Tu?" -?dv NlcktS!" Tn 7 u aber so gut über AllcZ mterrichtet bist " Ter Architekt lachte. Ich weid allerdings Manches." sagte er, aber ich weis; nicht Alles: ich kann Tir nichk mehr sagen, als daß aus diesem Kna ben mit der Zeit Herr von Eombel gc worden ist!" Weber 'ommt aber der Name von Eombel"?" c . . -, y r r Y 1 I Tas nt eine andere Geschichte! Tie Baronin Eljonsen lernte in Wien einen Herrn von Eombel kennen, und vvii vuiiivh n. mini, itiiv 1 seitdem wick et n übt rnefir von brer Seite. Als de.r junge Viktor später w gnrif irrt fnslfp. frtrttp .(err von Eombel zu ibm: ..Tu brauchst einen Namen und hast keinen. Nimm meinen ??amm. ck aebe T r bn: seine Iraner waren stets brave und ehren tiierisip Wänncr: suckk? oncki Tu Uim ' I ' I Ehre zu machn!" ' ' ' - ' Ter Name Eombel scheint das ein zigc Erbtheil des Adoptivsohnes der Baronin von Eljonsen gewcsm zu sein. ch sage, es scheint gewesen 511 in denn tliatsäckilick erbielt er nock . -. r . w ... ttn nnslprp. meisnes II? mir lekNl Geburt sich benebenden Gerückte reckt, fertigt. Ich meine die gehetmnikvolls Protektion, die ihm seit seinem Ein tritt in die Welt nicht gefehlt hat. Es mimte eine mächtige Protektion sein, denn dieselbe riat seine Befnrderimal ?.um Kavitän über die Zkopfc alterer X.Tinicrc ninmeg ccrouii. Weoer iei -rr' . r;... r. er.- -V r .: ne Fähigkeiten, noch seine Verdienste. noch seine Fuhruiig rechtfertigten die fcs ailffällige Avancement. Des in Schulden steckend, war er in Verlegen Dirnen gcrmnen. welche bei ledemAnoc ren länast die Auöstonuna aus dem ?!eginnt zur Folge gehabt hätten, Er trieb es aber so arg. oafc er eines ' - . . Ina -LcistcS aezwunacn wurde, um Entlassung cillzukommen, nachdem einen mißlungenen Versuch gemach: hatte, sich zu erschießen. Und nun ist mein Wissen erschöpft; Herr von Com bcl's Lausbahn nach seineni Auc-trilt aus der Armee zu verfolgen, ist eben so unmöglich, wie die Spur eines Irr lichtes zu finden." Wovon hat er aber gelebt i" ..Von allen möglichen erlaubten ' J f und unerlaubten Beschäftigungen! Tann hat ihm die Baronin Eljonsen ttneim nher hrpimnT neholhn. imb schließlich unterstützte ihn mehrere Jahre lang eine jstrnqc Tame." Flora Misri?" fragte der ?ldvo kat. Ganz richtig! Sie hat ihm mehr mnU firhnntPtihf (klimmen rtrltrhen. stets im Vertrauen auf seinen anten

Stern. Sieh, Freund," schloß Ver- ist eine schreckliche Pein für eine Mutdale lächelnd, auch ich bm unter einem ter. wenn sie ihren Kindern kein Brod

guten Stern geboren: darum gieb mir die achttausend Francs, und ich werde Millionär und Du Teputirter." Eine Stunde sväter vcrlien der Ar chitekt daö Haus; er hatte die ge wünschte Summe in der Tasche, sein Glück5st?rn war aukaeaanaen. (, icj u u Achtes Kapitel. Mehrere Wochen waren verflossen. Tft hör flshhrtfrtf rrWnfinrf fiA zu entschloß, die Gencralin Delorge zu besuchen. Als er die Villa erreich. te. fand er das Gitterthor offen und trhlirtto kam Vn.jf (rt Crtf sVnnt (Titif. vtvuuti UU vtlliwitiii iyw nivu ouiubcn im Alter von etwa zwölf Jahren, welchen ein alter Mann mit langem, grauen Schnurrbart Reitunterricht er teilte- 53 waren Raimund Telorae und Leo Corncvin. Ter Advokat sprach die 5wabm an und plauderte eine Weile mit ihnen. Der alte Reitmeister mit dem grauen chnurroarr irar rni otn vokaten heran und fragte: Ich habe wohl die Ehre, mit Herrn Robert zn kzrccken?grauen Schnurrbart trat an den Ad

Das ist mein Name!" erwiderte

der Advokat. " . Ich dachte mir's gleich," rief der lri prfrcut- ith trf nnnist (?ik fnfnrt nach der Schilderung, die man mir von Sbnen entworfen bat: ick bin ein lter und ergebener Freund des ar mcn Generals, mein Name ist Xu ralld." Tem Namen nach kenne ich Sie bereits." ?h! Madame hat Ihnen wohl Minn hnn ttttr nrMf sirrhsMT vi w U ittiv v v ) v -wlange auf Ihren Besuch warteu las. jcn; wollen Sie mir nicht folgen? Madame wird sich sehr freuen, Sie zu ff " Er winkte den beiden Knaben, dis Nfl'rdk' tnithn tu firisipn. und son St. ctvfw rtjf fi'rfi frtrf vuiiii viii -v..vk 11114 iu) !... l Hauöflur blieb er aber stehen und frrtrtti rn.f drrt iiftirtPtt (TnrtiPhtn tPt- ' v-jj- w -w if aend: Was halten Sie von diesem Burschen?" Ich denke," erwiederte der Advo sät, das; er einst ein tüchtiger Mann werden wird." Herr Turand rieb sich erfreut die Hände. Tas ist auch meine Mei uung!" sprach er; ..aus dem Jungen wird ein tüchtiger Mann werden. Mit einer Klugheit, die weit über sein AI ter geht, hat er die Grosse de lln glücks erfaßt, das ihn getroffen, und eingesehen, welchen Tank er der Frau sWtor-Ttt fj-sutTSnf O'rfirtS.i StT istit vvniiuuiii uiiwu. wujuvL, iiii itu Bruder ihm durchaus nicht ähnlich ist!" fügte er seufeud hinzu. w im i nur as sur ein ruoer sragtt oer Adöokat. T irell fnn Vi2 Trni (XnT--4i.fc jivmv tu vinnk.il vui.' nevin. Johann, den ich sozusagen adoptirt habe. 5 Robert verbeugte sich und sprach sich anerkennend über die Gronmuth d:s Herrn Durand aus Ganz gegen seine Gewohnheit nahm die er das ov nicht an. Älles ec dienst gebührt der Frau Generzlin." -r "1lC.ai. DZVZ oav 0 uiiiroc nici im lance V.i fünf Kmder zu ernähren. Da hab: ich mich denn bereit erklärt, des anderen Knaben. Johann, mich anzunehmen: nur kann ich ihn nicht bei mir oa in? ja unoeruau; oin. brachte ihn u in einer Erziehunganstalt unter; ist erst kurz? ,t dort, und seme Lehrer haben sich jcho:i w, uitv ivMkv wvmw kmvm u Ima! über ihn beschwert." mf,v.r.v xZh Z n .plaudernd hatten sie die ersi e :tuJC I . m'rr y I . mu - Sprecken Sie kem Wort über daZ. was ich Ihnen Mitgetheilt hao:. ,a',te Herr Durand noch rasch zu seinem Vglelter; schonen wir die General.n. d:e can genug usregungen nn-zi: mußte; Sie werden." fugte er iy.nv. wraU ornevlN vti iyr tnrea. V rw w w r ' . I mm 1.1 f? üie, ireien ük ein: 5?rau Eorevin und die Gen?ralm saßen neben einander wie zwei Freunbinnen, beide schwarz gekleidet: sie n mit der Durchsicht von Briefen uns Papieren beschäftigt. I Oss2 V? onT Ttr den Advokaten I znn-mm ervllctte. eryov sie sich rasch und rcichie ihm die Hand. Endlich kommen S:e! rief sie: endlich kann ich Ihnen fürs alles Gute, das Sie einer armen 22.!!we erwiesen haben, danken!" Ich habe nichts gethan. Madam?, wodurch ich Sie zu Dank verpflichtet i u ri r i - v. Cir , - i , , uaxic. nammce oer .Dooini rqi ::nd beeilte sich, das Gespräch auf ein -re yema zu lenken. -.crr durand kam lhm dabei zu Hll- . . , , v wlfe. da er es nicht gern horte, daß dl Generalm sich emem Anderen gegen über als zu Dank verpflichtet erklärte. Wir haben neue Nachrichten von I n rr trLVlLrz 7d? k ,.st ü eo4n. daß nch l,b.'.- sprach die Generalin. Tas war in der That ine wichtige Neuiakelt. .Wie haben Sie das erfahren i fraate der Advokat. Durch ??rau Eornevm . erwiederte die Generalin. Und zu dieser aewen det. sagte sie: .Julie, erzählen Sie den Herren Alles genau; es ist unumgängI 1 M SWl , P rf1 lich nöthig, van ne Alles ersayren. um uns rathen zu können, I Gehorsam öeaann die Frau des Vermißten: Meine Eltern waren arme Leute und hatten eine große Fa mllie zu ernähren ; sie widerstanden nicht so wie sie eZ htnn mttrx Nater leider dem Elend hätten thun sollen, denn mein Vater raslÖ llCb ÖCM 211111, UNd MklNe Mutter Gott hab' sie selig! es geven rann, um ryren vungcr zu slulen. Von vier Töchtern, die wir zu Hause waren, bin ich die Einzige, die so glücklich war. unter die Haube zu kommen. Die anderen liefen davon, als sie sa'hen, daß es zu Hause für sie mehr Schläge alö Brod gab. Die arI , ' " . men schmettern: Eines Abends gma ich mit Lorenz I r . 0t 'ii pi r r. 9' 0?r2 VBl . mia? W d U UNd fluflett U ZU: Zieh docl die Tänzerin dort in der 3 blicke hm und schreie fast laut auf. denn eS war eine Schwester lDClv - . , , , , orenz lauste einen Theaterzett:l nd wir lcm darauf: Die Wasserfee m,. . . Im ersten Augenblick verwirrte un, dieser Name. Wir haben uns getäuscht. sagte mein Mann; eS ist nicht Deine Schwe ster. mA , m;Whrfsn. tona oennoie eran ocruiifl j Z wunwbar. Alö ich Adele zu ledtene Male gesehn, trug an

ueiDa)n, roaojcnD oieic 3uanr-

l in einem enrzuaenocn p ium uu r - i rri::. Snde und Gaze erschlm. Und doch. ! langer ,ch sie betrachtete, wahrend sie tanzte.' desto mehr festigte sich toieta meinc Ueberzeugung, daß sie es sein müßte. .Was würdch Du thun, wenn es Adele wäre?" fragte mich Lorenez. .Ich würde versuchen, mit ihr zu sprechen." ' .Nun." sagte er. da wollen wir lm Zwischenakt bmausaehen und beim Cf 1 . -y, y I a (r t Portier de Theaters Erkundigungen tmJ x . . Der Vorhang war kaum gefallen, so eilten wir schon ylnaus. In der PorVerwöhnung fanden wir eine dicke alte tfwu welche in Gesellschaft von vier oder fünf kostünnrten Madchen eine? rn , Pf T Y r. C, Branntwemflasche zusprach. Sie maß UNs Mit elNklN UNsttUNdlichenBlick UNd fragte: Was wollen Sie hier? Mein Mann erklärte ihr höflich, dan er wissen möchte, ob Fräulein Flora Misri mit ihrem wahren Namen nicht Adele Eochard heiße. Die Alte ließ ihn gar nicht ausreden. Was weiß ich!" rief sie; ich hätte viel zu thun, wenn ich mich um die wahren Namen all dieser Damen kümmern wollte!" Sie begann zu lachen, und alle Anderen lachten mit, als ob die Frage meines Gatten überaus komisch gewesen Ware. So sagen Sie mir wenigstens, t i O ? , p t orenz. was ich ttzun muß um "ne Unterredung mit ttraulem Mis.l z 1s tx I nwcxtw ' zu erlangen! Nun lachte aber die Alte noch meyr und fragte uns, wo wir denn herkämen. daß wir glaucten, man könne In einem Theater so ein- und ausgehen wie in einer Mühle. Wollten wir etwas von Fräulein Misri, so möchten wir doch abwarten, bis sie das Theater verlasse, oder ihr schreiben. Mein Mann entschied sich für das Letztere; er schrieb mit einem Bleistift ige Zeilen auf ein Blatt Papier. xh er Fräulein Misri ersuchte, falls Adele Eochard sei. nach der dritten Gallerie emporzusehen, wo sie rechts u Schwester Julie erblicken w-rde. ie Portiersfrau übernahm die B: Förderung des Zettels, und wir kehrte. cuf unseren Platz zurück, mein Ma in hr erzürnt über das Benehmen d;r selten, ich voll banger Unruhe, w;srT . h ... sfrr Rlick aalt der dritten Gallerie. 1 IVVU 'kl V V 1 1 ' " TnrPr Auaen htatantlm sick. und mir o-o I ' war. als ov ie mir zuwmlte. gic ist es!" sagte Lorenz zu mir; . sie winkt uns zu!" In der That winkte sie uns. wä ruend sie tanzte, mit den Händen lürufte m. Ich vermochte es kaum zu fassen. 1 jjaefa vier Jahren der Trennung san m. . 1 . m I f-, . 1 . cen :a) oa zwei cyweuern wieoer. o:e eine im Zuschauerraum auf der Galle I rie. die andere aus der Buhne als vom Beifall umrauschte Künstlerin. I Wahrend id) noch öaruvcr nacv zann. wie ich es amtcllcn sollte, um 1 mit Adele zu sprechen, ging der Akt ZU noe. xa orangie sill) einer oer I chlienerlnnen zil uns vor uno irag:? meinen Mann, ob er Herr Lorenz ornevm sei. Er bejahte die rage. lch soll Ihnen von einer unserer ftirni icnnnen diesen Brief iidrrfl: I ben sagte die Frau rni cm , m - ;r. i.il.s z'i -in 2'tann roouie un rm tjuiuc Irar stück in die Hand drücken, aber le nte eö ab mit den Worten: Ich danke; ich bin schon bezahlt!" Mich berührte diese Aufmerlsamreti meiner Schwester angenehm. Mein Mann hatte indc cn den Brief geöffnet. Adele schrieb, dafc N m,o a,.f irden W . fcö unl 'ÄÄ liiuiiiiu;, uu tiau; uu vviuuunsi i.; eine Probe stattfinde; sie erwarte uns aber am nächsten Morgen einen: Sonntag iu ihrer Wohnung um el: llbr init unseren Bindern zum zweiten Frühstück. Lorenz schien Zil einem Entschluß gekommen zu sein. Er sprach an die sein Abend kein Wort mehr darüber, aber am nächsten Morgen war er in der heitersten Laune und meinte, er müsse sich nnn recht berauspuhen, um der Wasser.Fee alle Ehre zu machen. Es schlug elf Uhr. als wir mit un ("c-n Mndern . die Wohnung meiner TOte? erreichten. Wir hatten nämlich damals erst drei Kinder. Mei ne cchiveuer woynic in oer zweiien Etage eines schönen neuen Hauses. Ein Ticnstmädchen öffnete die Thür d!r Wohnung; es empfing uns wts i V . ! 1 Gäste, welche man erwartet hat, uns ließ uns in cm Zimmer eintreten, das mir unaemein reich und prachtvoll ausgestattet zu sein schim. (gortsetzung folgt.) Sinausgegebrn. . . . Das ganze Vermögen, überHaupt alles was da ist. habe Ich eingebracht sag' einmal aufrichtig. waS hast denn Du, HanneS, gehabt, bevor I - jfi . ns Mei' mAeYet JKi uh hab', a babt!

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