Indiana Tribüne, Volume 30, Number 141, Indianapolis, Marion County, 6 February 1907 — Page 1

J

CO riSNC n Tage und . N - 0 jj- Tase und 5 SonntaasMatt Sonntagsblatt z).p,r Woche. s 5 1G t'tr Woche. wu-yo - tziSii? 5SSSSÜ (SvTäftint ehett Sladtmlttas. Indianapolis, Ind., Mittwoch, 6. Februar 1907 No. 141. Jahrgang 30.

(sv Os n Ml f VjZ-lIx U'oJ-

rsssft

H fl MI fl nT? U rfil UU'y-' U Lh lLxv

iV s

ss

.

1 1 ?

Großfeuer in Boston. Boston, Mass.. 6. Febr. Ein Mann vuide getöstet, und 13 andere verletzt, in -einem Feuer, welches das von Hunt BroZ. Departement.Jeschaft bewohnte Gebäude zerstörte. DaS Feuer theilte sich mehreren Tenement Woh. nungen mit, und Jacob Gild, der durch Rauch überkommen wurde, starb. Die Feuermehr wtzrde durch Schneeme hen sehr behindert. , Zn Tode gequetscht.

Scott Thomas, ein 55 Jahre alter Mann. 705 Greer Straße wohnhaft. wurde Mittwoch früh in Jttenbach's Steinhauerei dadurch getödtet, daß ein Hebedaum des DampskrahneS brach, und er unter die kleine Maschine ge rieth, mittels welcher Steine von einem Orte zum anderen tranöserirt werden. Thomas war bereits todt, als er von seinen zur Hilfe geeilten Kameraden hervorgezogen wurde. Die Leiche wurde im städtischen Todtenhause aufgebahrt. ThomaS war lange Jahre in Jtten bach'S Diensten, und er war in Aufsicht der Hebemafchwerien welche die Stein blöcke für' Staatshaus, sowie auch für'S Soldaten Monument plazirten. , . Zionökirche. Heute Abend wird ln der Zionökirche, 32 West Obio Straße, ein illustrierter GefangzotteSdienft gehalten. Pastor Egll von Eeymour, Ind., welcher schon vor 2 Jahren durch seine Laterna magkca die herrlichsten Vilder gezeigt hat. wird heute Abend die Jlluftratio nen besorgen und unter anderem die Christenvttfolgungen vorführen; Frau Gillett vom Indianapolis Eonservato rium of Mustc wird durch einen pas senden Trauermarsch auf der Orgel in ihrer bekannten Fertigkeit die Schrecken der Shristenverfolgung in musikalischen Tönen darstellen. Jede Gesangnum mer ist mit tüchtigen Sängern besetzt. Auge, Ohr und Herz sollen erquickt werden. Auf zur Zionökirche. heute Abmd um 8 Uhr. Türkei. Conftantinopel, 6. Februar. George CdriftuS, Sohn deS früheren König? Milan von Sexbien, entging gestern Admd nur mit genauer Noth einem Attentate. Der Dolch des An areiferS durchbohrte eine schwere Brief tasche, und beachte dem jungen Manne eine schmerzliche, aber nur unesähr liche Verletzung in der Brust bei. Wieder ei bekannter alter Deutscher dahin. Wiederum hat der Tod einen der ältesten Deutschen der Südseite, den allgemein bekannten und geachteten Herrn Carl Wilhelm Hartmann, auö dem Kreise seiner Familie gerissen. Herr Hartmann wurde am 10. Oktober 1829 in Schaumburg Lippe . in Deutschland geboren,' wanderte im Jahre 1861 nach Amerika aus und kam direkt nach seiner Landung nach In dianapolts, woselbst er die ersten zwe Jahre bei Herrn Henry Weghorft als , Gärtnergehilfe thätig war. Hiernach machte er sich felbftftündig. 'richtete ein StraßenbefprengungSgefchüst ein und war der Erste, welcher einen Sprinklingwagen ln dieser Stadt fuhr. Er betrieb dieses Geschäft 16 Jahre, um alsdann eine Wirthschaft an der Ecke der East und McCarty Str. zu über nehmen, welcher er über 15 Jahre vor stand. Die letzten 12 Jahre, verlebte der alte Herr im Kreise seiner Familie friedlich und zurückgezogen und von allen Unbilden des geschäftlichen Le benö verschont. Vorgestern Vormittag gegen 11 Uhr ereilte ihn nun in seiner Wohnung, 6l2 Prospekt Straße, ein Schlaganfall, dem er gestern Abend ' um 5j Uhr erlag. Dm Tod beklagen außer seiner Wtttwe Minnie Hartman und seinen fünf Söhnen, noch viele Bekannte und Freunde deS so plötzlich Verstorbenen. ;

Zn Tode gebrüht. Kleiner Knabe fällt in kochende? Wasser.

Gestern Mittag ift Wotth McDowell Kaiser, ein 3.jahriger Knabe, dessen Eltern an der Illinois und 54. Str. wohnen, den fürchterlichen Brandwun den erlegen, welche er sich zuzog, als er in einen Kessel voll kochendes Wasser fiel. Der Unfall ereignete sich am Montag Nachmittag; die Mutter war für einige Zelt nach oben gegangen, und der kleine McDowell und ein Ne aerjunge blieben unten in der Küche. Auf dem Herde ftand ein Kessel mit kochendem Wasser. Frau Kaiser war nur kurze Zelt aus der Küche fort, als das schreckliche Geschrei ihres Lieblings sie zur Stelle zurückrief. Hier fand sie dann, daß der Waschkessel vom Herde abgenommen und auf die Erde gestellt war und daß der Kleine in denselben hineinstürzte; der Negerjunge hatte für einen Augenblick die Küche verlassen. Ein Arzt wurde unverzüglich zur Stelle gerufen, doch stellte dieser fest, daß die Verbrühungen solch schreckliche waren. daß sich zur Rettung des Kindes nur wenig unternehmen ließ, und so mußte man sich zuletzt hauptsüchl.ch darauf be schränken, die furchtbaren Qualen deS Kleinen zu lindern. -Die Mutter des K naben ist vor Schmerz fast außer sich. Schvierigkeiten ehren sich. Unüberwindliche Schwierigkeiten hürmten sich gestern Nachmittag vor Fred. Chance aus Nobleöville. Ind., auf. als dieser hier als Vertreter deS dortigen Sheriffs erschien, um Albert Shoef aus Weftfield mit sich zu neh. men, den man tnNoblesville unter An läge der Entgegenahme gestohlener Waaren wünscht. Sheriff Nend:ll auö Nobleöville hatte nämlich vergessen dem jungen Mann die nöthigen Legitima tionen auszustellen, und die Folge war, daß derselbe hier strandete. Shoef, den man in Nobleöville so sehnlichst wünscht, soll angeklagt sein. dort Schuhe aufgekauft zu haben, deren Herftammung nicht absolut erwiesen ift. Geriebene Ganner. Hiesige Geschäfte die Geleimten. Einen ganz gemeinen Schwindel scheinen I. T.' Walpe. ein Panhandle Weichensteller, 19 Süd Beville Ave., uns C. P. Winney, sein Zimmerge nosse, betrieben zu haben, und eine An zahl hiesiger Geschäfte werden wohl das Nachsehen haben. Die Methode der beiden, soweit die Aussagen der Polizei in Betracht kom men, war diese, daß Walpe, der auS angesehener Familie stammt, den Ge schaftöleuten glattweg sag, er sei nicht im Stande für einen Anzug oder an dere Waaren,, welche er sehnlichst wünschte, zu bezahlen, und er eröffnete ein kleiseS Konto, welches von Woche zu Woche größer wurde, bis er zuletzt verduftete. Seinen Freund Winney soll er vorher vorgestellt haben, und dieser wandte den Trick gleichfalls an. Auf diese Welse soll eS den Beiden ge lungen sein, außer der Firma Grav, Gridben & Co., welche für mehr wie $260 geleimt wurden, auch noch einen Zeugladen um beträchtliche Summen zu bemogeln, sowie auch einer anderen Juwelierösirma beträchtlichen Kredit aufzuhängen. Beide werden natürlich von der Polizei gesucht. Jersev-. Leder-. Kummi.Jackets. Vel,. Handschuhe und -Kappen, Mufflerö bei Schneider Nosenberg, 406 Ost Wash. Borden. Hier find neuerdings Vertreter der Chicagoer .Granite Ctone Co." erschienen, um eventuell größeres Areal anzukaufen, dessen Bodenart sich zur Herstellung von Portland Cement eignet. Diese Chicagoer Capitalien gedenken heute mit Bohrversuchen zu beginnen, um den Boden zu prüfen. Möglich, daß später in Borden eine große Portland Sementfabrlk angelegt werden wird. . . ,

Sochlizenevorlage im Senat passirt.

Da3 Haus wird jetzt darüber zu entscheiden haben. Die Hochlizensvorlage, welche $1000 für die jährliche Besteuerung von Wirthschaften vorschreibt, passirte im Senat mit 29 gegen 13 Stimmen und wurde dieselbe nunmehr an daö HauS zur Diskussion und Abstimmung über sandt. Die Vorlage sieht vor, daß $600 zum-Besten deS SchulfondS der. wendet werden soll, während 400 in den respectiven Stadtfückel fließen. Im Hause scheint man nicht allge mein sür die Annahme in der jetzigen Form zu sein, und steht zu erwarten. daß verschiedene Zusütze und float! derungen zur Besprechung kommen werden. Voraussichtlich wird die Vor läge erst in einigen Tagen vorgenom men und dann wild wohl viel Hin und HerredenS sein ehe man zur Abftim mung schreitet. Maskenball des Schväbische NnterftntznngS-BerelnS. In den Räumen der Germania Halle fand gestern Abend der jährliche Mas kenball deSSchwübischen UnterstützunzS Verein? statt, welcher sich eines außer ordentlich guten Besuchs erfreute. Die Masken waren sehr gewählt und die Betheiligung an der großen Polonaise, welche von Herrn Gottlieb Leukhardt und Frau Christ RieS angeführt wurde, bestand ans circa 150 Paaren. Hiernach folgte allgemeiner Mum menschanz und gab man sich nach Her zenSluft der närrisch'sröblichen Tanz luft hin, b!S eS zur Preisvertheilung ging. Ein unabhängiges Comite hatte diese wirklich schwierige Aufgabe zu er füllen, denn aus den vielen wirklich fchö nen und oft recht originellen Masken die vier schönsten herauszufinden, war wirklich nicht so leicht. Doch schließlich hatte man sich darüber geeinigt und die Preise wurden Herrn Whlte, Henry Grunds Frau Gottlieb Goettling und Frl. Rosa Unger zuerkannt. Jetzt folgte wieder allgemeiner Tanz und wurde derselbe von ver HummelS burger SchultheS Vereidigung abge löst. In Hummelsburg hatte man nämlich den alten SchultheS abgesetzt, weil er seinen gleichzeitigen Pflichten alS OrtS'Hebamme nicht genügt hatte, denn alle unter Mitwirkung zur Welt gebrachten GalSle waren verreckf. Der neuerwöhlte SchultheS wurde da rum durch den Herrn Pfarta" (Her mann Mäkle) eingeschworen, waS all gemeine Freude 'hervorrief, da eine or deutliche Gemeinde doch nicht ohne SchultheS bestehen kann. Der Glanzpunkt des FeftrS war hier mit zwar erreicht, doch waren die Theil nehmer noch in solch' fröhlicher Stim mung, daß dieselbe sich in verschiedenen kräftigen und urwüchsig echt schwäbi schen Liedern Luft machen mußte. Die Lebenslust der echten Schwaben ift nicht so leicht zu befriedigen, und dauerte eö bis zum frühen Morgen, ehe die letzten Gäste die Fefthalle verließen. Eoncordia. Jährlicher Maskenball am Mittwoch Abend, den ten Februar, in der Germania Halle. Eintritt : Herr nnd Dame 50 Cents; jede weitere Dame 25 Cents. Polizeiliches. Del MeyerS aus ColumbuS, Jndiana, wurde gestern durch hiesige Beamte verhaftet. Er ift beschuldigt, einem Manne Namens Meyerö? ein Paar kinematographische Linsen geftoh lm zu haben und dann verduftet zu sein. Er wurde nach Cannelton ge sandt, wo er wahrscheinlich prozesfirt erden wird. Wie wäre es, wenn die Patrioten in Washington eine Privatschule sür die Japaner in San Francisco bauten, oder wenn sie selber die Ausgaben scheuen, auf Bundeskosten bauen ließe.

tfata nnd Abel.

Ein Bruder schlägt den anderen halb todt um ihn auszurauben. Well er seinen Bruder Harvey be raubt hat, muß Eimer Alltop in der Jeffersonville Reformanstalt zwei bis vierzehn Jahre zubringen und wurde gestern dort eingeliefert. Außerdem muß er S1000 Strafe zahlen. ES schwebt wider ihn auch nocy eine An klage wegen thätlichen Angriffs, ln der Absicht zu tosten, unternommen, eine Anklage, die mit dem Raubanfall zu fammenhüngt. Er bekannte sich des Raubanfalles, dessen Opfer sein Bru der war, schuldig. DaS Heim der All topS befindet sich in Brown County, etwa zwölf Meilen von Bloomington' Elmer Alltop ist Junggeselle, und borgte sich vor einiger Zeit von seinem Bruder Harvey $300, ihm sür die Summe einen iWechsel ausstellend. Dieser Wechsel war am letzten Mttt woch füllig geworden, und Elmer All top ward aufgefordert, ihn einzulö sen. Er erklärte seinem Bruder, daß er hierzu augenblicklich außer Stande sei, schlug aber dem Harvey vor, mit nach Bloomington zu gehen, um doe das Geld von einer Bank zu erheben. Das Brüderpaar machte sich denn auch zu Fuß auf den zwölf Meilen langen Weg, und auf dieser Wander fahrt kam Elmer der Gedanke, den Bruder zu ermorden und der Leiche alsdann den Wechsel fortzunehmen. Als neun Meilen hinter dem Brüderpaar lagen, blieb Elmer hinter Harvey zu rück und versetzte ihm mit einem schwe ren Epazierftock von hinten einen vuch tigert Schlag auf den ftopf, einen Schlag, der dm Harvey zu Boden fällte. Sodann hieb er auf den auf der Straße Liegenden mit seinem Knüttel so lange ein, bis Harvey das Bewußtsein .verlor und schleppte ihn dann an einen Zaun, wo er den Wech sel aus seines Bruders Tasche zog und sich aneignete. Harvey ward kurze Zeit später durch Paffanten aufgefunden, und eS gelang, ihn in'S Bewußtsein zurückzurufen. Elmer, der nach der rUchlosen That davongerannt war, wurde schließlich verhastet. Er besitzt in Brown County ein kleines Farman wesen, das dem Harvey Alltop wegen der Geldschuld verpfändet ift. Gottlieb L e u k h a rd t, Die gemüthliche Ecke", Ecke Noble und Market Str. Berathung wegen den Colosseumöbau Zwischen Ma?or und prominenten Geschäftsleuten. Mayor Bookwalter hatte an circa 100 prominente Geschäftsleute der Stadt Einladungen zu einer Bera thungsverfammlung ln den Räumen der Behörde für öffentliche Arbeiten, welche gestern Nachmittag um 3.30 Uhr stattfand, erlassen, um deren Urtheil und Rath in dieser Ange legenheit entgegenzunehmen. - In Folge der unerwartet hohen tto ften. welche der Bau eines ColosseumS elnerseiiS beansprucht und der Noth wendigkelt der Errichtung eines der. artigen Gebäudes, welches durch das rapide Wachsthum der Stadt bedingt ist, müssen bei dem niedrigen Stand der städtischen Finanzen, solide Mit. tel und Wege erdacht werden, dieser Kalamität die Nöthige Abhilfe zu ver. schaffen und deshalb diese Versamm lung, welche außer den Geschäftsleuten und dem Mayor, auch die Mitglieder der Behörde sür öffentliche Arbeiten beiwohnten. I ES wurde viel für den Bau gesprochen und die fast einstimmige Ansicht war. daß Indianapolis ohne ein solches Ge bäude nicht mehr eriftiren kann. Die Versammlung faßte einen Beschluß, welcher den Bau eines ttoliseumS be fürwortet, und 650.000 alö Mazimum ttoftenpreiS festsetzt. Verlangt: Sofort ein Zeitung? träger für den Telegraph und Spottvogel in dem nordöstlichen Stadttheil.

McGee hat Conrage. Er bekämpft Straßenränder und rettet seine Habe.

Ein desperater Kampf wurde gestern Abend zwischen John McGee. 213 Oft Pratt Str., und zwei Straßenräudern auSgesochten. McGee blieb Sieger, und ohne Beute mußten die Angreifer abziehen. Der Ueberfall ereignete sich an der Delaware und 13 Str. Schon aus der Ferne ersah McGee, daß ihm etwas Außergewöhnliches bevorstehe, denn beide Straußenräuber konnten Nicht umhin, ihn ab und zu zu deob' achten. Als McGee sich der verhängnißvollen Stelle näherte, fragte einer der Burschen ihn nach der Wohnung eines Arztes, und der andere zog seinen Revolver und zwang den bereits 65 Jahre alten Mann seine Hände hochzuhalten. McGee, an welchem keine Beute gesunden wurde, erhielt mehrere Schläge mit dem Re volverkolben, setzte sich aber zur Wehre und rief zugleich um Hilfe. Nachbarn eilten sofort zur Stelle und verscheuch, ten die Banditen. McGee wurde zwar verletzt, glücklicherweise nicht schwer. Merkwürdigerweise stimmt auch die Beschreibuug dieser Banditen nicht mit der von den flüher gelieferten Be schreibungen überein; und man fühlt fast, als ob Capt. Alch. der sofort nach Verhaftung von Sullivan und Edgey prophezeite, daß weitere Ueberfülle bevorstehen, Recht behalten würde. Die Räuber vom gestrigen Abend bildeten nun die dritte Gruppe der bisher hier Aufgetauchten. Die erste Gruppe arbeitete bis zur Verhaftung der Genannten, die zweite Gruppe am zweiten Taa.e darauf, 'und jetzt am dritten Tage tritt die dritte Gruppe in Action. Polizisten in Civilkleidung. sowie auch eine Anzahl Privatpersonen patroulliren die Straßen, und hoffen! llch gelingt es die Banditen festzu nehmen. Reform des Musikunter rickts in Sachsen. Auf dem Gebiete des Musikunterrichts haben sich in Sachsen, und wohl auch anderwärts. Verhältnisse herausgebildet, die jetzt auch die Negierung als sehr verbesserungsbedürftig ansieht. Das sächsische Ministerium des Innern hat daher kürzlich eine Anzahl hervorragend Tonkünstler. Musikgelehrtcr und Musiklehr zusammenberufen, um mit ihnen die bestehenden Mißstände zu er Örtern und ihre Vorschläge mtgegenzunehmen. Es handelte sich bei dieser Besprechung namentlich um eine bessere Ausbildung der Musiklehrer. um die Prüfuna als Musiklcbrer. die Höchstzahl der Schüler einer Klasse, um öffentliche Aufführungen der Musikschülcr. Errichtung von Schulzweiganstalien, Ertheilung von sogenannten Kunstscheinen u. s. w. Die Konferenz hat diese einzelnen Punkte sehr eingehcnd erörtert und der Regierung die nachstehenden Vorschläge gemacht: Es ist dringend erwünscht, daß eine oder mehrere unter Betheiligung des Staatcs bestehende Prüfungsstellen für die pädagogische und musikalische Lchrfähigkeit mit dem Rechte der Ausstellung eines Besaylgungsnacywelses lnngerichtet werden. Weiter ist erwünscht, daß eine die Unterrichtsaufgaben klar bezeichnende Eintheilung der Musikunterrichtsanstalten vorgenommen wird und daß sictwa als 1. Elcmentarfchulen. Mittelschulen und Hocyjcyuien für Musik oder 2. als Musikschulen für Berufsmusikere Musikschulen f?r Kunstfreunde oder als Musikschulen sür Berufsmusiker und Kunstfreunde bezeichnet werden. Es ist ferner erwünscht, daß dein Ministerium des Innern ein aus unabhängigen Fachmännern zusammengesetzter Beirath für musikalisch-pädagogische .Fragen zur Verfügung steht. Die Regierung wird diese Vorschläge erwägen. Nach amtlicher Ermittelung gab es vor Zwei Jahren in Sachsen 36 Musikschulen mit etwa 400 Lchrkrästen und 4700 Schülern. Außerdem waren allein in Dresden und Leipzig noch etwa 000 Privatmusiklchrer thätig. R e v. D r. Ä. ??. S ch a n ß g c . st o rbe n. Rcv. Dr. I. F. Schantz. einer der bekanntesten lutherischen Geistlichen in Pennsylvanien, ist im Alter von 71 Jahren in feiner Wohnung in Myerstown, Pa.. gestorben. Er war seit 40 Jahren Geistlicher der lutherischen Friedenskirche in'Zyers town. Er war früher Präsident der Lutheri cken Svnöde. von der Pennsylvani chen und der Deutschen Penn sylvanifchen Gesellschaft.

Behörde snr öffentliche Arbeiten.

EntlZültig zur Ausfüh rung, gebracht. Für Cementseitenwege an der Oft selte der Sollet Ave., von Burgeß Ave. bis zur Brookviller Road. Für Asphallfahrweg. Backftelngossen und Einfassungen an Sanders Straße, von Ehelby Straße bis zur Barth Ave. Endgültige Besteuerung s liste bewilligt. Für l2.zölligen Röhrenkanal an Shriver Ave., von der 21. Straße bis Marlette Drive. Für 12 bis 18-zöllkgen Röhrenka. nal an 13. Straße, von Senate Ave. btS zum Punkt 95 Fuß östlich von Northwestern Avenue. Für KieSfahrweg, Backsteingossen, Cementseitenwege und Einfassungen an Raderftraße, von 24. bis zur 34. r-1 T. . irugr. Angebote entgegengenommen. Für KieSfahrweg in der erftrn Alley westlich von Alabama Straße, von der 25. Straße bis zum Fall Creek: Ma rion Caldwell. zi.70; Wm. H. Hall. 73 Cents; George W. Shelby, 76 Cents; I. Harry Roberts, 60 Cents. Für Backfteinfahrweg in der ersten Alley westlich von Park Ave., von der 2. Alley südlich der 10. bis zur Pratt Straße; George 23. McCray. 1 55; Marion Caldwell, 1.67; W. I. Coo per. 1.57. Für Cementseitenwege an Emerson Ave., von Washington Straße bis zu den Geleisen der C. H. & X). Bahn: Marion Caldwell. 76 CentS; I. V. Baxter 76 CentS; I. Harry Roberts, 79 Cents. Für ASphaltfahrweg an Ohio Str., von Arsenal Ave. bis State. Ave.: Union Asphalt Company $3 62. , , Für ASphaltfahrweg an Market Straße, von Arsenal bis. State Ave.: Union Asphalt Company S3.52. Für Asphalt Fahrweg, Backstein gössen, geschichtete Einfassungen, Stra ßenüdergänge und belegte Rasenplätze an Lockerbke Straße, von East bis Liberty Straße: Union Asphalt Co., $4.76; 50 Cents und 16 Cents (Ange. böte zurückgenommen.) Für BaFftein.Fahrwe in der ersten Alley westlich von New Jersey, von South biö Baue Straße: Geo. W. McCray, 1.70; Marion Caldwell, 1.80. Für Backftew'Fahrweg in der ersten Alley öklich von Park Ave., von St. Clair bis zur 11. Straße: Geo. W. .McCray. $1.50; Marion Caldwell, ,$1.62; L. I. Cooper, $1.47. i Spezifikationen g e f o r d e r t. Für Cement'Seitenwege an Locker die Straße von East bis Liberty Str. Für Gradirung an Kealing Ave., von Washington bis New York Str. Für gradirten Fahrweg, Rasen ! flachen und Cement Seitenwege in Harving Straße, von der 30. bis ur 36. Straße. Für gradirten Fahrweg, Rasen flächen und Cement Seitenwege an Elmira Straße, von der 30. bis zur 36. Straße. Frank Weilacber'S Sample Room, Ecke Colubia Ave. und 16te Sttaße. Nnsalle. Tony Adam. No. 711 In dlanaAvenue wohnhaft, stürzte gestern in derselben Straße auf dem Eise und brach sich den Fußknöchel. W. D. Hennig an, verschon 23 Male vorher im DiSpensarium er schien, um sich seine Schulter in'S Ge lenk setzen zu lassen, war gestern schon wieder dort ein Patient. Henntgan war gestern mit abermals verrenkter Schulter angetreten und zum zwei dutzendften Male wurde ihm geholfen. Er ift nach Aussagen der Aerzte ein Epileptiker, dessen Schultergelenk sich auf der einen Seite abstumpft, auf der anderen verflacht, so daß Berrenkungen natürlich leicht find.

i ;

' x '

t . - l