Indiana Tribüne, Volume 30, Number 136, Indianapolis, Marion County, 31 January 1907 — Page 5

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1KUUU lllUll Bruder Klaus t t Hon H. V. liXühlcitfclo YTTTTY7YT TTfTYYYVYYY YYVt S (Schluß.) Ja. Klaus war gut! Was der nicht alte that! Der hatte mit dem Wirth unterhandelt, und hatte es fertig gebrecht, daß sie schon im nächsten Quartal mietfrei war und ziehen konnte. Ter hatte die kleine Lebensversicherung für sie erhoben der sorgte für den Umzug. für die Reise, und am letzten Abend, als alles verpackt war. da hatte er die ganje Gesellschaft zu sich in's Haus genommen und hatte sie für die Nacht beherbergt, damit sie die Kosten für Logiren im Hotel ersparte. Sie dankte ihm viel tausendmal für all seine Güte. In dieser Nacht, als die Kinder längst schliefen, saßen die drei. Klaus, Rike und Marie noch lange zusammen, und sie gaten ihr so viel Rathschläge, daß ihr armer, weher ftepf sie gar nicht alle fassen konnte. Nur das eine verstand sie: die in S. waren ihre nachsien Verwandten, die standen ihr näher wie Klaus und Rike, denn es waren Hermanns Leute, und die hatten die Pflicht, sie wieder in die Höhe zu bringen. Sei nur nicht zu gutmüthig und nachzieöig. Marie!" ermunterte sie Rike. Verlang' einfach von ihnen sag, daß 2u ihren Namen trägst, und daß Hermann Dich Zn's Unglück gebracht hat." Marie sagte ja" und wieder ja." aber sie dachte nichts mehr dabei sie weinte nicht und kjagie nicht sie war nur müde. Auch am nächsten Morgen konnte sie nicht weinen. Sie fuhren sehr früh, zu einer Zeit, da ihre Abreise nicht auffiel. Sie sollte heimlich gehen, so hatie Rike bestimmt; das sei am vornehmsten m ihrer Lage. Klaus schutrelte bx oie anD: er setzte die fünf Blondköpfe zu ihrer Mutter ins Koupe, küßte ein jedes. sprach der stillen, blassen Frau noch einmal Muth zu. und dann ging er zu Nike, die jenseits der Perronsperre stand und den Abfahrenden mit einem großen, weißen Tuch zuwinkte. Marie wollte ihnen auch wieder win? ken, und sie wollte ihnen noch ein letztes Danke" zurufen, aber ihre Stimme versagte, Thränen verdunkelten ihren Blick alles um sie her war schwarz. undurchdringlich schwarz. Mit einem Wehlaut sank sie auf die Bank zurück. Nun fuhr sie ihrem Schicksal entgegen. S.. den 7. November 1901. Marie Wehrenheim cn Klaus Pohlmann. Mein lieber Bruder! Auf all meine Briefe hast Du mir nicht geantwortet, und ich wollte Dir keine mehr schicken, denn wenn nun doch einmal all meine Briefe verloren gehen oder wenn Du mir nicht antworten willst, dann hat das Schreiben ja doch keinen Zweck. Aber gestern haben sie mich alle gedrängt und haben gesagt, ich müßte mit Dir sprechen, und wenn ich es nicht thäte, dann wollten sie es thun, und siehst Tu. Klaus, da hab' ich gesagt: Schreibt ihm nicht ich will ihm tlbt alles sagen!" Ach. Klaus, es ist mir ja so hart, daß ich das schreiben muß. Sieh mal. in meinem ganzen Leben hab' ich immer gern gegeben, und wenn es jemand schlecht ging, dann hab' ich zu Hermann gesagt: Hilf ihm!" Das hab' ich auch gesagt. lieber Klaus, wie Tu damals zu mir kamst, als Tu alles verloren hattest, und ich war so froh, daß Hermann Euch helfen konnte und daß es Euch jetzt gut geht, und daß Ihr vielleicht einmal reiche Leute werdet. Sieh mal, mein lieber Bruder, wenn - ich allein wäre, dann wurde ich gern hungern und frieren und würde alles tragen und würde nie ein Wort darüber - fernen: aber ich habe doch nun mal die - Kinder, und di: wollen Brot und Kleider haben, und ich bin so arm, so bettel arm. und verdienen kann ich ja auch nicht viel. Lieber Klaus, ich habe nie geglaubt, dan das so schwer t, zu einem andern Menschen zu sagen: Hilf mir!" Ich habe nie geglaubt. daß man deswegen in der Nacht keinen Schlaf findet, und daß man sich vor sich selber schämt. Es ist so schrecklich, arm zu sein! Man hat so das Gefühl, als dürfte einem jeder auf der Straße etwas Höhnisches zurufen; man wagt gar nicht mehr, den Leuten in's Gesicht zu sehen und möchte sich am liebsten in einen dunklen Winkel verstecken. Hermanns Geschwister, die alle selbst nicht viel haben, sagen aber, ich dürfte den Kops mcht hangen lajjen; sie wollen mir einen Laden einrichten, gerade wie es Hermann bei Dir gethan hat. und nun meinen sie, weil Tu doch Hermann, der nur Dem Schwager war. Dein Glück verdankst, würdest Du Dei ner eigenen Schwester gewiß nicht die Hilfe verweigern. Ich will-ja mcht von Dir geschenkt haben, lieber Klaus Du sollst mir jetzt nur mit ein paar hundert Mark behilflich sein, bis ia, etwas verdiene, dann zahle ich Dir alles zurück. Grüße Rike und sage-ihr. daß ick sehr traurig bin. Euch so zu belästigen. aber denkt an meine fünf Kinder ini schreib mir bald ich bitte Dich, lieber

Klaus, laß diesen Brief nicht ohne Antwort. Deine traurige Schwester Marie. . Klaus Pohlmann an Marie Weh-

renkein:. Meine liebe Schwester! Tu erinnerst mich daran, daß Tein seliger Mann mir einmal geholfen hat. T?s ist nun schon lange her, und es ist nicht schön, an längst vergangene Woblthaten zi! erinnern. Was ich erreicht habe, habe ich mir selbst zu verdanken daran sind einzig mein Fleiß und meine Sparsamkeit schuld. Die arme Rike hat einen Nervenzufall bekommen, wie sie Deinen Brief las. Tu solltest doch auch nicht vergessen. liebe Marie, was wir nach Hermanns Tod für Tich gethan haben. Ich habe Tir doch alles besorgt, ich habe Laufereien, unangenehme Bitten und Unkosten um Deinetwillen in den Kauf genommen. Meine gute Rike hat Dir den Salon abgekauft, und ich hat? Dir die Miethe für ein Vierteljahr gerettet. Mehr können wir nun nicht thun; wir haben selbst unsere Kinder. Ich mache mir schwere Sorgen Deinetwegen Tu kannst mir glauben, das ist eine große Last, Verwandte zu haben, die nicht in die Höhe kommen können. Du gehörst nun zu der Familie Deines Mannes; halte Dich an sie. Die arme Rike, die noch ganz rothe Augen vom Weinen hat, meint, es wäre besser, wenn Du uns nicht mehr schriebest. Sieh mal. Rike hat ja auch eigentlich recht darin; es ist nicht erfreulich für uns, von feinern Unglück zu h'zren, und da es doch auch noch das Porto kostet, wenn Du uns Briefe schickst, wäre es besser, wenn Du es ganz sein ließest. In einigen Jahren, wenn es Dir wieder gut geht, schreibst Du uns dann froher und lustiger, und wir können uns dann wenigstens freuen, wenn der Briefträger etwas von Dir bringt. Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute, liebe Marie, und bin immer Tein treuer Bruder Klaus. S., den 15. Mai 1903. Marie Wehrenheim an Klaus Pohlmann. Mein lieber Bruder! Das ist nun schon sehr lanae her, seit ich Euch zuleht geschrieben habe, und vielleicht hast l rrv . . rr v r rr. ? - v . ganz vergeben, caß u eine cywester hast. Ich habe oftmals an Tich gedacht. und Tu mußt nicht böse sein, lieber Klaus, wenn ich Tir sage, daß ich im Anfang einen kleinen Groll gegen Tich hatte. Ich habe viel qelitten. und schwere Zei'.en liegen hinter mir. Wir haben gehungert und gefroren; meinen kleinen Erich haben sie mit begraben, weil er zu zart war, um ein so kärgliches Leben zu ertragen. Das war all so furchtbar, und rcie dann noch Hermanns 'iutter starb, uns ihre Pension mcht mehr mit uns tyel len konnte, da hab ich daran gedacht. mit all meinen Kindern in den Tod zu gehen. Und nun ist alles so ganz anders ae kommen so merkwürdig, daß Du es gar n:cht glauven wirst. Ermnerlt Tu Dich noch. Iiecer Klaus, daß mein guter Hermann einen Bruder hatte, der nach Amerika geganaen war. und der all d:e ?!abre über nichts von sich hören ließ? Wir glaubten alle, er sei langst todt und niemand sprach mehr von ihm. Uno neulich, als lch in meinem Tachstübchen .saß und Mehlsäcke ausbesserte, die mir der Müller von gegenüber immer schickt, da schrei ich plötzlich auf. denn ick denke bei Gott, mein Hermann steht vor min" Ein aroker. stattlicher Mann mit blondem Bart und blauen Augen ge r.au so wie Hermann der stand vor mir, und zwei von den Kindern hielt er an der Hand und fragte: Sind Sie die Wittwe von Hermann Wehren heim?" Und ebe er noch etwas weiter sagte wußte ich alles. Das war Joseph, der aus Amerika zurück gekommen war. Lieber Klaus, waS soll ich Dir nun schreiben? Alles kann ich Dir ja dcck nicht sagen, wenigstens nicht so auf ein mal. Die Noth hat jetzt ein Ende für un? Ter gute Joseph immt mich zu sich mich und alle Kinder, und ich oH seine Frau werden, und er kauft ein Haus und einen Garten, und wir sollen froh und lustig werden und alles Leid und Unglück vergessen. Er hat ja Geld so viel Geld - Klaus daß es wie ein Märchen klingt. Aber über das Geld freu ich mich am wenigsten, höchstens darum, wei nun die K!nder ein besseres Leben haben. und weil Du. lieber Klaus und Deine Frau Rike Euch nicht länger meiner zu schämen brauchte Nein über das Geld freu ich mich nicht so sehr, aber daß ich wieder einen Menschen habe, der mich liebt, das mach mich glücklich. Und nun verzeih mir. mein liebe? Bruder, daß ich all die Jahre über eine Last für Euch war. und daß Rike da mals wegen meinem Brief einen Ner venzufall bekam. Nun ist ja alles gut Deine Schwester M a r t c. Klaus Pohlmann an Marie Weh renheim. Meine liebe Schwester! Wie rft ha ich mit Rike von Dir gesprochen in all

der Zeit. Uttt Schwester!'

Nein, diese Unruhe, in der wir um Dich lebten! Fast wäre ich einmal gekommen, um nach Dir zu sehen; aber Du weißt ja, ich bin nicht gut abkömmlich. - Aber nun komme ich in den nächsten Tagen ganz gewiß, und Rike läßt Dich herzlich bitten, mit allen Kindern einmal zu uns zu kommen, wenigstens auf eine Woche damit Ihr Eure frühere Heimath doch einmal wiederseht. Nein dieses Glück, wie Deine Nachricht kam! Unsere Kinder haben richtige Sehnsucht nach Vettern und Kousinchen. und Rike kann es nicht abwarten, bis Du hier bist. Grüße Deinen Herrn Bräutigam von uns und sage ihm, wie gut n: es immer mit Dir gemeint haben, und daß wir Dir damals zu dem Umzug gerathen haben. Wer weiß, wenn Tu hier geblieben wärest, dann hätte er Dich vielleicht nicht gefunden. . Vielleicht entschließt sich Dein Herr Bräutigam dazu, hier an unserm Ort ein Haus zu kaufen; es wäre sehr schön, wenn wir so recht nahe bei einander wohnten und täglich mit einander verkehren könnten; wir sinddoch nuv

einmal Bruder und Schwester. Die gute Rike hat ein Packet für Euch zurecht gemacht. Kuchen und Schokolade für die Kinder, und für Dich eine Bluse. Sie hat Dich immer aufrichtig lieb gehabt. Schreib mir recht bald, liebe Schweter; wir warten mit Ungeduld auf Deinen Besuche Rlke und d:e Kmder grüßen Dich und Deinen Bräutigam und Deine lieben Kleinen, und ich bin wie immer Dein treuer Bruder Klaus. Heroismus tiv.ts Loko motivführers. Ein Schnell zug der Northweftern-Bayn zagte mit einer Geschwindigkeit von 7o Meilen die Stunde dabin, als plötzlich unweit Belle Plain, Ja., ein Buschlußstück am Kessel der Maschine absprang. Der ausströmende Dampf verbrühte den Lokomotivführer Lou Shull und den Heizer Edward McBey in schrecklicher Welse. Es war für ersteren, m entsetzlich litt, nicht möglich, den Hebel zu reichen, aber er sah ein, daß die Gefahr, in der der ganze Zug schwebte, groß war. Er kroch aus Händen und Füßen über den Tender bis zum Gepäckwagen, doch der Exprenbote. der Banditen fürchlele. wollte nicht öffnen. Als er auf wiederholtes Pochen schließlich doch die Thur öffnete, hielt er dem Lokomotivführer zwei Revolver in s Gesicht. Skull gelangte in's Innere und zog das mit den Luftbremsen in Verbindung stehende Seil. Gleich darauf hielt der Zug und die Gefahr war beseitigt. Lieber todt als Steue r n zahlen. Ter Farmer Janatschek in ffarmington. Wis.. hatte dem Steuerzahlen von jeher keinen Geschmack abgewinnen können: es verbitterte ihm das Leben. Je mehr sich sein Wohlstand mehrte, um so mehr Steuern hatte er zu zahlen und um so verdrießlicher wurde er. Kürzlich hatte er sich nach dem Gerichtsgebaude des Eountys begeben, um allda gegen die Hohe seiner Steuerrechnung zu prote stiren. Das Eounty wird keinen Cent mehr von mir bekommen, hatte er beim Verlassen des Bureaus des Steuereinnehmers geäußert. Zwei Stunden später fand ihn seine Gattin im Getreidespeicher auf semer Farm er hängt. Reiche Erbin heirathet Chauffeur. Ein Fräulein Marguerite Wilber in Oneonta, N. A., eine reiche Erbin, die über ein Vermögen von 5300.000 verfügt, hat den Chauffeur ihres Motorwagens. Herbert Cole. geheirathet. Letzten Sommer unternahm Frl. Wilber mit ihrer Mutter eine Automobilfahrt durch Italien und den sudlichen Theil von Frankreich und aus dieser Reise verliebte sich das junge Mädchen in den Chauffeur. Cole. der glückliche Ehemann, ist der Sohn eines Farmers. Ausdauernder Fußgänper. Der Redakteur Henry C. Roetke in Fennimore, Wis., ist jüngst in der Hauptstadt Wisconsins eingetroffen, um seinen Sitz in der Assembly einzunehmen, nachdem er den großen Weg von Fennimore nach Madison zu Fuß zurückgelegt und damit ein während der Kampagne gegebenes Versprechen ein gelöst hatte. Er hatte den Dauermarsch an einem Sonntagmorgen angetreten und traf am folgenden Dienstag um die Mittagsstunde in Madison em. Der chinesische Unterr i ck t s m i n i st e r bat in einer Denkschrift an den Kaiser die Empfehlung gemacht, sämmtliche Vizekönige für 18 Monate nach Japan zu entsen den, um dort die Rechte zu studiren und ue nach Aolauf der Frist wieder m die innegehabten Stellungen einzusetzen. Desgleichen empfiehlt er die Entsenduna von Akademikern nach Iuvan, um sich mit westlicher Bildung bekannt zu machen und sie nach ihrer Rückkehr als Beamte zu verwenden. I n nung smi t glie d e r als m n rr m . jf. T a u s s e il g a n e. icschmied in Mülbausen. Elsak. lieh seinen iünastaeborenen. vier Jahre alten Znaben in der Kirche taufen und hatte

dazu, außer den. Pathen, 2ic ganze Vlechschmiedinnung eingeladen. Eine lange Wagenreihe führte die Gesellschaft nach und von der Kirche zurück in das Haus des Gastgebers.

Von der Nivicra. ?I

ff? Von Dr. R. Schäfer. r ' M o n t e C a r l o , 6. Jamnrr. Blendend weiße Schneeflächen. w nit Zucker bestäubte Fächer-, Dattelani Kokospalmen, waren dieser Taae für den Besucher des alten Märchengartens von Monte Carlo cm neuer Zauber. Den Strahlen des Vollmondes in der Sylvesternacht hielt dieser ,Spuk wohl Stand, aber nicht so ter (sonne der ersten Januartage. Bald waren die riesenhaften mexikanischen Kakteen und die starrenden, schwertförmigen Blätter der Agaven von der ungewohnten Schneelast befrat, und nur die empfindlichen Banammhaine und die Zitronen! ultirrrn von Mentone werden noch längere Zeit die Spuren dieser kalten Tage an sich tragen. Bunt zusammmgcweht aus aller Herren Ländern, wie die Pflanzen und Bäume Monte Carlos, sind auch seine Besucher. Vom reichgewordenen Cowboy des fernen Westens bis zum stillvergnügten Japaner sind alle Typen vertreten. Das Gold verfehlt auf keinNation seine Anziehungskraft. Im Spiel wird die Nervenkrast aus äußerste mitgenommen, zumal wenn der Spieler bei hohem Einsatz in kürzcster Zert Die ganze Stufenleiter der Empfindungen, vom überströmenden Glücksg?fühl bis zum Stadium tiefster Depression, durchläuft. Um den glücklchcn Marimum-Spicler schaaren sich die Zuschauer, nicht zum wenigsten jene chongetlgcrten Hyänen des SchlachteldeZ, von welchen die Variation des Acrses von Heine gilt: Wnm ick in Deine Auaen Ich. So denk' ich an mein Porte-monnaie, Und wenn ick küsse Deinen Mund. Dann spüre ich Monetenschwund. Doch NX'Nn Du sprichst: ich liebe Dich . Dann muß ich zahlen fürchterlich." Beim Anblick des Sündenpfuhls von Monte Carlo schlägt der Philister die Hände über dem Kopf zusammen man weiß mcht, ob aus sittlicher Entrüstung. oder um besser in diesen Strudel hineinspringen und darin untertauchen zu können. Jedenfalls ist das eine hier sehr billig, das andere dagegen weniger. Außer jener alljährlich erscheinenden alten Garde, die ;war nicht stirbt, aber desto bereitwilliyz sich ergiebt, fehlt es indessen nicht an fchönheitsstrahlenden. jungen G:stalten, die an Lebenslust lenen im Park gepflegten und gehegten Lachtauben gleichen. Die Menschen mdeljen genießm mer nicht dankbar die Freuden des Lebms, sondern sie werden zu Maschinen, drch welche das Geld rasch hindurch rollt fast life nennen die Englander tresfnd diese Art zu leben, die so ohn: wahr Lebenskunst ist. Das Spiel Mit der Liebe und die Liebe zum Spiel, die hier herrschen, haben einen ganz unbe rechenbaren Einfluß aus Gemüth, Intelligenz und Willenkraft. Eines wie das andere dieser drei feelilchen Grundblstandtbeilc wird langsam b einträchtig!. Die Intelligenz wird durch den Wenn- und Aberglauben im Spielsaal geschädigt, das Gemüth leidet durch die Habgier, du durch die großen Goldrollen und Banknoten packcte aeweckt wird, und das Nachlassen der Willenskraft ruft indirekt jene mcht fo seltenen ragooien uno .ragikomodien hervor. Es ist besser, sich in diesem Sonnenlande mit den zahlreichen Genüsse?, die Natur und Kunst bietcn. zu denu gen. Leidenschaftliche Naturen bleiben am besten dem Spiclsaal fern. Denn für das Spiel gilt dasselb: wie für Schisfbruck. Feuersbrunst und (rdde ben. Geistesgegenwart ist weniger werthooll. als körperliche Abwes e n h e i t. Kerl, nehmen S i e die Glossen zusammen." Ein al1er Südwestafrikaner hatte sich kürzlich vor dcm Kriegsgericht in Detmold zu verantworten, ir war, wie von vor geschrieben wird, beschudigt, sich der Achtungsvcrle-zung vor versammelter Mannschaft gegenüber einem Offizier schuldig gemacht zu haben. Der Angeklagt: war clmg: Jahre als Solda in Südwestafrika und hat dort an mehreren Gefechten thcilgenommen. Vor Kurzem wurde er aus Gesunheitsrüclsicht.'n nach Deutschland zu ückzcsandt. Er meldete sich auch losort au dem Vezirkskommando in Detmold Hier trat ein Lcutnant auf ihn zu und rief: Kerl nehmen Sie die Flossen zusammln!" Er kam sofort dem Befehle nach und erwiderte, er habe keine Flossen. sondern Beine und Füße. Die Folge dieser Affaire war. daß der teou dat in Anklaaezustand ver etzt wurde Ter als medizinischer Sachverständige fungirende Stibsarzt erklärte jedoch in seinem Gutac.en. daß der Angeklagte bei Begehung der Strafthat nicht im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte gcwesen sei, er habe vielmehr unter dem Eindruck eines Tropenkollers gehandelt. Das Kriegsgericht sprach darauf den An-klagtcn frei. ' ' Der amerikanische Holzkönia Weverbäuser hat seinen alten Heimathsort nicht vergessen.. Er schenkte dem Liederkranz- in Nieder-Saul-heim, dessen Mitglied er in jungen 1 . ' ' rm ' . . 1 - 5abren aewe en war. zu eipaajicn 10,000 Mark. Schon früher hat Weyerhäuscr dem Verein mehrere Sänkunaen in derselben Höhe gemacht, auch eine zur Erbauung einer Sangerhalle.

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