Indiana Tribüne, Volume 30, Number 136, Indianapolis, Marion County, 31 January 1907 — Page 4
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Jndiana Tribüne. Hnaulgtgcdtn von ttt Oatrcotrg V. Indianapolis, Ind.
öany O. Thudiu t t t t präfideut. VeschSstSloeal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. E itred at the Pott Office of Indianapolis aa cend dtti matter. ,,1&ax" Joe Cannon. In den Jabren 1889 bis 1891 und 1895 bis 1899 war Thomas B. Reed Sprecher des Repräsentantenhauses und ervard sich durch sein eisernes autokra tisches Regiment den Beinamen Czar. Czar Reed nahm Rechte und Freiheiten für sich in Anspruch, die von den me!' ßen seiner Collegen stark angezweifelt und angefochten wurden, die man oder auS Parteigründen bei den Republik nern hmnahm, wahrend die Minori tStSPartei zwar aufmuckte, aber eS nützte Nichts. Reed war Autokrat, war .Czar Reed-. Seit 1903 ist Joseph G. Cannon Sprecher deö Re prSsentantenhauseS und Cnlel Jot", wie er von seinen Freunden genannt wird, ift'dem Hause gegenüber durch auS kein gemüthlicher Onkel oder auch nur strikter, oder unparteiischer Spre cher des Hauses. Erst ist er Partei, und eS ist ' ihm während der letzten Sitzungsperioden oft der Voraurf ge macht worden, daß sein Regime mehr und mehr das der Willkür und despotisch!? Gewalt geworden sei. so daß ti zur Zeit geradezu unmöglich gewor den, irgend' eine Gesetzvorlage über irgend einen'Gegenftand zur Verband lung zu'bringen, ohne daß der Cpre cher erft'darüber sconsultirt worden ist und seine Zustimmung gegeben hat. So striktüft die Controlle deö Spre cherS, daß ' das Repräsentantenhaus nicht diel' mehr ist, als eine Abstim mungSmaschiue für solche Vorlagen, welche der Sprecher vorzulegen für gut befindet. WaS nicht den Beifall des Sprechers hat, wird einfach nicht vor das Haus 'gebracht, selbst wenn eine Majorität der Repräsentanten dafür ist. Der herrschende Ring- mit San non an der' Spitze' controlirt einfach die gesetzgeberische Thätigkeit deö UpräsentantenhauseS. . Die 385 Dtti glieder des Hause? haben nach .Onkel JoeS" Pfeife zu tanzen. Der Sprecher und diejenigen Mitglieder, die er sich hier und da auswählt, ihm ihre Unter fiützung zu leihen, sind dadurch u Stand gesetzt, das ganze Reprüsentan tenhauS zu beherrschen. ES ist nicht einmal, wie die deutschen Achtundvier ziger sagten: .Unser Herzog absolut. Kenn er unS unseren Willen thut.Die Unabhängigkeit der Reprüsentan ten und die individuelle gesetzgeberische Thätigkeit sind gefährdet, und das Un terhauS der' nationalen Gesetzgebung sinkt mehr'und mehr von der Stellung als gesetzgebender Körper herab, die ihm durch die Verfassung gewährleistet ist; um so lmehr, da der Senat von Jahr zu Jahr smehr eine Art Supre matle über daöiRepräsentantenhaus zu geKinnen l sucht. Da der Sprecher de Unterhauses die Macht hat, , die Vorsitzenden der der schkedenen Comites zu ernennen, so hat er darin ein starkes Mittel, seine Macht zu befestigen;' denn fcr braucht nur die ihm treu ergebenen'Vasallen dazu auS zusuchen. Diesem Zustande der Dinge kann nur durch, das Haus selbst abge helfen werden, indem die bis jetzt be stehenden und mißbrauchten Regeln re vidirt und geändert werden. Wenn der nächste Sprecher gewühlt wird, ist Gelegenheit, ihn zu verpflichten, eine Modifikation der Regeln im Unterhause zu sichern. , Mit dem Schlüsse dleser Congreß.Stsfion !ist diese Gelegenheit gegeben. Ob sie das HauS wahrneh mm wird, ist eine andere Frage. Und ob der neu gewählte Sprecher sein Wort einlösen wird, steht auch dahin; denn eS ist gar zu schön, den Autokraten, den Czaren spielen zu können, so viel Macht in eine? Hand zu vereinigen. Der Salton-Oee. Der unermeßliche Schaden, der im südwestlichen Californien infolge deö Durchbruchs des Colorado Flusses an gerichtet worden ist, wird wohl nie wieder gut gemacht werden. Die Geschichte von der Entstehung deö Salton'SeeS liefert eines der auf fälligst Beispiele von der Gewissen, losigkelt unserer großen Cisendahnkor porationen und von ihrer völligen Mißachtung der Rechte Anderer und
der Interessen der Allgemeinheit. ES ist nicht zu verwundern, daß die Leute imner zahlreicher werden, die i diesen großen Korporationen mit ihrer gren zenlosen Rücksichtslosigkeit und gewalt thätiger Anmaßung einen Gemeinscha den erkennen, der nicht schnell genug abgestellt werden kann, weil der Be stand solcher Körperschaften die Sicher heit des Staates und das Wohl jedes einzelnen Bürgers gefährdet. Der SaltonSee ist bekanntlich da durch entstanden, daß der Colorado Rioer infolge von Deicharbeiten, welche die California Development Co. be Hufs Berieselung von Trockenländern im südlichen California hatte vornehmen lassen, seine User durchbrach, seinen alten Lauf aufgab und sich in die Salton'Senkung ergoß. Dort wird er einen der größten Binnenseen der Welt bilden, ein neues Todtenmeer. wenn e nicht gelingen sollte, den Ufer bruch wieder zu schließen und den Co
lorado River wieder in sein altes Bett zu lenken. Mit Abficht hat die Cali. fornla Development Co. diesen Scha den nicht verursacht, darüber herrscht wohl ketn Zweifel. Aber in leichtfin Niger und fahrlässiger Weise ist er herbeigeführt worden, man hat mit der Gefahr gespielt, bis der Schaden da war. Und mehr als wahrscheinlich ist eS, daß an dieser Stümperarbeit in der Wasserbautechnik schmutzige Knauserig seit die Schuld trug. ES war ein Gründerunternehmen von Anfcng an und wenn der Uferbruch deS Coloiado sich nicht eingestellt hätte, so wären die Verheißungen der California Develop ment Co., die sie den Ansiedlern mit ihren BerieselungSlündern machte, wahrscheinlich doch nie wahr geworden. aus der Bundeshauptstadt. Der Distrikt von Columbia, so klein er ist, übertrifft an Reichthum fünfundzwanzig Staaten und Territorien. DaS Stückchen Erde von 170 Quadrat meilen, in dem das Kapttol und die Bundeshauptstadt liegen, ist reicher alS Maine. 5!ew Hamp'hire. Ver mont, Rhode Island, Delaware, West Virginia, die beiden CarolinaS, Jlo riva, die beiden DakotaS, Alabama, Mississippi, Louifiana, ÄrkansaS, das Indianer Territorium, Oklahoma, Montana, Jdaho, Wyoming, New Mexika, Arizona, Utah, Nevada und Oregon. Repräsentant ttline von Pennsy! vania, der daS ausgetüftelt hat, ist der Meinung, daß Washington in sechSzig Jahren die schönste Hauptstadt der größten und mächtigsten Nation der Welt sein wird; daS Paris Amerika'S. ES braucht gerade kein amerikanisch:? Paris zu werden; eine schöne amen kanische Stadt ist eS schon , heute, soweit wir amerikanische Städte kennen ge lernt haben, sogar die schönste. Schneller, als anderswo, scheinen in Spanien die Minister abzuwtrth schaften. Nicht weniger als fünf Mi nifierien find in den letzten 13 Mona ten dort aufgebraucht worden. Marint'Offiilere wollen Gehaltsaufbesserung. Ste bilden keine klue nähme. Die Wünsche aller Beamten und aller Angestellten haben eine un verkennbar steigende Tendenz. In Rom ist auf Anordnung des Papstes in der ' österreichischen Kirche zur Feier von Kaisers Geburtstag ein Te Deum- gesungen worden. Eine solche kirchliche Feter für einen prote ftanttschen Fürsten ist bisher noch nicht dagewesen. In Frankreich und England wird man jegt die Fahnen, die man sür den Auöbruch der Revolution ix Deutsch land bereltgehalten hat, beiseite legen müssen. Man sollte sie nicht gar zu weit von der Hand legen; möglicher weise kann man sie einmal daheim ge brauchen. Möglich ist ja. dak die Nebenregierung des deutschen Centrums nun mehr ein Ende gefunden hat, jedoch kann man sich des Eindrucks nicht er wehren, daß ihm mit seinen hundert Stimmen daS Mitreden auch unter der neuen Konstellation nicht ganz wird verboten werden können. Möglicher Weise hat eS aber seine Ansichten geändert. " Än jenen Kreisen des Auslandes, wo man ein döseS Gewissen und ein noch böseres Maul Hai, wird die Auf regung über den AuSgang der Reichs tagSwahl immer größer. Jetzt entsetzt man sich darüber, daß der Kaiser demnächst fünf eigene Wersten haben werde, große Schlachtschisse zu bauen. Und das alles, weil die Wahl so unglücklich aus gefallen sei. Die armen Schelme, sie dauern Uns. -
Grundeigenthurss Nebertragungen.
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östliche Seite von Elliott, nördlich von Belt Rallroad. Benjamin C. Stevenson u. A. an Hugh A. Loughrun. Lot 19, Clifford Place Add., 40 bei 160 Fuß, nördliche Seite von 10. Str., westlich von Jeffer son Ave. 52200. Peter Stuck. Jr.. an Walter L. Carey, Theil vom nordöftlichen Viertel, Sect. 21, Township 15, Range 4, 20 Acker, Perry Township. 52000. Pearl Weaver an Hermann Pink, LotS 10 und 11. Bruce Eubd. Bruce Add., 80 bei 182 Fuß. verbessert, süd. östliche Ecke 24. Str. und Central Ave. 533,000. Carl Schmld an Joseph GaSnlk, Lot 133. Wacker'S 3. vaughville Add.. 36 bei 120 Fuß, verbessert, östliche Seite der Wacker Str., südlich von 10. Str. 51350. Charles I. Oval u. A. an Ella R. Wilson. Lot 69. Washington Square Addition, 1C0 bei 298 Fuß, vacant, westliche Seite der Pennsylvania Str., südlich von 15. Str. 51500. Derselbe an dieselbe, Lot 70, dieselbe Addition. 51500. William Haueisen an Henry C. Ernst u. A., Lot 24, Sektion 1 Mar tindaleö Hill Place Add.. nördliche Seite von BateS Str., westlich von Oriental Str.. 51.400. Anthony Prange an Caroline M. Prange. Lot 46, Picken u. A. Oft Washington Str. Add.. östliche Seite von Beville Avenue, nördlich von New York St?.. 5500. Charles Neese an Daisy E. Mc Cauley. Lot 27, Windsor Place Add., östliche Seite von Windsor Str.. 52.500. Daisy E. McCauley an Charles Reese, Lot 11. Ridenour'S Highland yome Add.. südwestliche Ecke Walcot und Vermont Etr. 53,500. David Care an Brecher I. Terrell, Theil von LotS 1, 2 und 3 in McLee dy'S Subd.. Jrvington. vacant. Wash ington Str. und Layman Avenue. 52,000. William H. Colcman an Florence Whitesell. Lot 77 in Avondale Add.. 40 bei 132 Fuß, vacant, Westseite der Kenwood Ave., südlich von 86. Str. 5835. Mary L. MeigS u. A. an Grace R. Alexander, Lot 16. Danforth u. B. Subdtvifion, Outlot 173, 35 bei 140 Fuß, Verb., Oftsetie der Pennsylvania Str., nördlich von St. Clair Straße. 56800. Jacob Kierdorf'ö Wirthschaft, 835 Massachusetts Ave.
Vcrbrkchcrfchulcn in Zondon. Der Polizei in London gelang t unlängst, rasch hintereinander 15 Verbrecherschulen, und zwar für Taschendiebe und Einbrecher, zu entdecken und aufzuheben. In ihnen hatten Kinder im Alter von 10 und 14 Jahren von alten Verbrechern systematischen Unterricht erhalten. Die Entdeckung geschah auf höchst eigenartige Weise. Das Dienstmädchen im Hause eines reichen Mannes betrat Abends ihr Zimmer und sah zufälligerweise in den Kamin. Sie sah zwei bloße Menschenfüße in dem Kamin, schlug Lärm, und man zog aus dem Kamin einen kleinen schmächtigen Knaben heraus, der, wie er angab, durch den Schornstein in diesen Kamin geklettert war und nur die Nacht abwarten wollte, um dann im Hause nach Werthgegenständen zu suchen und durch den Kamin das Haus wieder, zu verlassen. Da der Knabe ausnahmsweise pfiff," das heißt verrieth, wer seine Lehrer waren, entdeckte man die erste Verbrecherschule. Nicht weniger als 16 Bengel im Alter von 10 bis zu 14 Jahren hatte der alte Einbrecher gerade im Unterricht. In leerstehenden Häusern im Ostende Londons wurden die Jungen geübt, sicher auf den Dächern hin und her zu laufen. Dann lernten sie das Einsteigen in den Schornstein, das Eindringen in die Kamine, die man in England allgemein an Stelle der Oefen zur Heizung verwendet, und wenn die Jungen die nöthige Uebung erlangt hatten, wurden ste c'Z wirkliche Einbrecher ausgeschickt. Einem solchen Bengel ist dabei ein Dielahl im Laden eines Juweliers geglückt, durch den für 58000 (14.86) Juwelen und Gold in die Hände des verbrecherischen Erziehers kamen. Die Knaben mußten natürlich die gestohlenen und durch Einbruch erlangten Gegenstände an ihre Lehrer abliefern, denn diese allein wußten, wo die Sachen zu verkaufen waren. Die Knaben standen mit den Hehlern in keiner Verbindung; diese hatte nur ihre Leh--rer. Die jugendlichen Verbrecher erhielten aber Antheile, .und 5 als Trinkgeld und acht Tage Ferien waren die gewöhnlichen Belohnungen für erfolgreiche jugendliche Diebe und Einbreche?. Einer dieser eigenthümlichen Lehrer hatte nach seinem eigenen. Ge sta'ndniß bereits 47 -jugendliche Ein brecher und .Diebe ausgebildet.
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Eine Tiebssckule entdeckte man auck in einem Hause, das ein alter Taschendieb gemiethet hatte, und in dem er seine Zöglinge beherbergte. Das Untergeschoß diente den Zöglingen als Wohnung, im Obergeschoß befanden sich die Uebungs- und Lehrsäle. Der Lehrer wandelte durch die Zimmer, und die Schüler mußten versuchen, ihn zu bestehlen, ohne daß er es merkte. Ertappte er die Schüler, so wurden sie gezüchtigt; konnten ste ihm aber etwas unbemerkt aus den Taschen stehlen, so erhielten ste eine Belohnung. Da das Stehlen aus den Kleidertaschen der Damen schwieriger ist. als aus den Taschen der Männer, zog bei gewissen Ueöungsstunden der Lehrer Frauenkleider an und ging dann hin und her, damit die Zöglinge an ihm ihre Uebungen anstellen konnten. Die auf den Straßen wirklich gestohlencn Börsen, Brieftaschen und Acrthzegenstände lieferten die Schüler an ihren Lehrer ab. und dieser hatte so gute Einnahmen, daß er von den Schülern nicht nur keine Bezahlung nahm, sondern ste auch aus eigener Äasche beköstigte und beherbergte. Einer der 15 Inhaber von Verbrecherschulen gab an, daß ihm seine Schule jährlich 200 bis 1000 eingebracht habe. Der silberne Adler. Der deutsche Kaiser begegnete auf einem Spazierganz einem Zahlmeister. Nachdem dieser ror dem Monarchen Front gemacht hatte, redete ihn der Kaiser mit den Worten an: Was stnd Sie?" Zahlmeister beim . . . Negiment, Majestät!" Das stimmt wohl nicht. Sie stnd doch Unter.zablmcister!" Majestät! Ich bin Zahlm:isier!" So! Wo haben Sie denn Ihren Adler?" Bestürzt faßt der Zahlmeister an seine Mütze und stammelt dann verlegen: Ten habe ich vergessen anzustecken. Majestät!" Na, ich bitte mir aus, daß Mzeichen, die ich verleihe, auch getragen werden!" Sprach'S und ging weiter. Die Zahlmeister haben zwischen den beiden Kokarden einen kleinen silbernen Adle? anzustecken, den manche vergessen," um offiziersähnlicher auszusehen. Kasseckonsum der Länder. In Frankreich wird weniger Kaffee als in Deutschland konsumirt, obgleich der französische Kaffee" seit Ludwig XI V. sich überallhin verbreitete. Frankreich weist etwa drei Pfund Verbrauch auf den Kopf auf, Deutschland dagegen fünf Pfund. Und diese, Zahl ist bedeutend im Steigen begriffen, obgleich allmälig die hygienisch vortheilhafteren coffeinfreien Kaffee-Ersatzgetränke immer weitere Verbreitung finden. Das hängt wohl damit zusammen, daß die leidige Gewohnheit bei der gesammten, namentlich aber der ärmeren, Bevölkerung besteht, sich mit Kaffee zu nähren." In England trifft auf d-:n Kopf nicht ganz ein Pfund. Dort wird allerdings mehr Thee getrunken. Mehr Kaffee als Deutschland' noch konsumiren die Ver. Staaten: 7 Pfund auf den Kopf, Belgien 11 Pfund auf den Kopf und am meisten Brasilien mit 14 Pfund auf den einzelnen. Absatz der HohenloheMemoiren. Die Generalversammlung der Deutschen Verlagsanstatt in Stuttgart beschloß. 7 Prozent Dividende statt der von der Verwaltung vorgeschlagenen 5H Prozent zu vertheilen. Diese Erhöhung wurde möglich, weil die Hohenlohe-Memoiren einen unerwartet günstigen Absatz gefunden haben. In der Diskusston wurde festgestellt, daß das Telegramm des Kaisers Wilhelm an den Prinzen Philipp Hohenlohe, in dem ein Tadel über die vom Prinzen Alezander Hohenlohe im Vereine mit Professor Curtius vorgenommene Veroffentlichung der Memoiren ausgesprochen war. einen außerordentlich günstigen Einfluß auf den Absatz des MemoirenWerkes ausgeübt habe. Ein Droschkenkutscher hat jüngst in St. Germain-en-Laye, Frankreich, das Zeitliche gesegnet, welcher berechtigten Anspruch auf den Titel eines Marquis de Loz de Gou etGouraud erheben konnte. Er war der letzte Sprosse eines alten spanischen Adelsgeschlechtes, der in seinen jüngeren Jahren standesgemäß leben konnte, später aber durch Unglücks fälle ' aller Art in mißliche Vermögensverhältnisse gerieth und schließlich ganz verarmte. Ssvisclirltt. -Kapellmeister (zum Komponisten): Sie machen' doch Fortschritte! 'Ihre neueste Operette ist schon so ziemlich von Ihnen!"
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