Indiana Tribüne, Volume 30, Number 133, Indianapolis, Marion County, 28 January 1907 — Page 7
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Kriminal Roman. Nach Emil Gaboriau. ErstcL Kapitel. In einer Fcbruar.Nacht deö Jalz res 1370 favcn in einem Cafe aus chicrn der Boulevards in Paris Via Herren bei einer Partie Whist. ie Polizeistunde war längst vorüber. Ter Besitz des affechauscö, em Teutjchcr. ?camenö Austuö Puyenl'0fcr, stand an einem der Fenster inu lauscht? durch die geschlollenen gonste?. laden aus Ctc3trafce hinaus, um reajizeitig seine Stammgäste zur Nnhc mahnen zu können, fclls sich der langsame Schritt einer Poltzeipatrouille vernehmen licijc Tie drei Spieler vertraten die verschiedenen Stände; der Eine von ihnen. Herr Sltoci, war ein Rentier, der Zweite war ein junger Journalist, der Tritte, Tr. Valentin Legris, war ein Arzt, ein Mann im Ansang der Streitiger. Es schlug halb Eins. Justus hatte seinen Gästen soeben wieder frisch gefüllte Schoppen vorgesetzt, als ein gellender Schrei auf der Straße ertönte. Tie Spieler warfen sofort die Kar ten auf den Tisch und sprangen auf. ,.Habcn Sie gehört?" fragten sie den Wirth. Tas deutsche Phlegma war nicht leicht zu erschüttern. Das Gesindel. das sich bei 5?acht auf dem Boulevard herumtreibt, rauft sich wahrscheinlich wieder," erwiderte Justns ruhig. Ta ertönte ein zweiter Schrei, noch markerschütternder als der erste: deut lich unterschied man jetzt die Worte: Zu Hülfe! Zu Hülfe!" Man mordet Jemanden! Vor wärts!" lief der Toktor: vorwärts, meine Herren!" Er öffnete die Thür, und die Herren stürzten auf die Straße. Ter Boulevard koar zwar leer, aus weiter Ferne vernabm man jedoch ein Geräusch, wie von Schritten mehrerer fich eilig entfernenden Personen. Tort fliehen mehrere Leute," sagte der Doktor: ..es muß irgend ein fchlech ter Streich hier ausgeführt worden sein: durchsuchen wir die Umgegend! Tie Drei folgten sofort dieser Auf forderung. Ter Rentier hatte kaum einig? Schritte vorwärts gemacht, als er erschreckt ausrief: Ach, Du, mein Gott!" Tie Anderen eilten sofort herbei. Was giebt's?" fragten sie. ..Tort! Dort!" ächzte der Rentier, ans eine dunkle Masse weisend. die auf dem Bodm lag. Ter Doktor und der Schriftsteller beugten sich sofort üuer dieselbe, und sie bemerkten einen Mann, der. dcio Gesicht dem Boden zugekehrt, wie leblos dalag. Schließlich rief der Schriftsteller aus: ..Dergleichen kann m Paris aus offener Straße geschehen! Wo ist die Polizei?" Ter Toktor hatte den Mann auf den Rücken gelegt. Ter Mann ist noch nicht todt," erklärte er: vielleicht können wir ihn noch retten, kommen Sie. Justus! Helfen Sie mir ihn hin eintragen!" Mit seinen kräftigen Armen hob der Wirth den Bewußtlosen wie ein Kind empor; er trug ihn in das Cafe und legte ihn auf em Billiard. Es war ein hübscher junger Mann im Alter zwischen fünfundzwanzig und dreißig Jahren, mit einem schwarzen Lollbart: seine mit Blut bespritzten Uleider waren von elegantem Schnitt. die Wäsche fein und blendend weiß Zwischen den halb geöffneten Lippen sah ein kleines Stück Papier hervor, gleich als ob er im Moment, bevor er das Bewußtsein verlor, noch Zeit ge funden hätte, ein gefährliches Schrift stück zu vernichten, indem er es ver schluckte. Ter Toktor war der Einzige, der dies bemerkte, und er unterließ es, die Anderen auf feine Entdeckung auf merksam zu machen. Er begann den Bewußtlosen zu entkleiden, um die Wunde zu untersuchen. Holen Si? Werner, Leinwand, Bandagen!" ge bot er Justus. Wecken Sie Ihre Frcm. damit sie mir etwas Eharpie zurecht macht!" Es war nicht nöthig, ftnrn Putjen hofer zu wecken. Ter Lärm war ihr nicht entgangen, und im Moment, ah der Doktor sie herbeiwünschte, trat sie in dces Zimmer. Als sie die blutige Gestalt auf dem Billiard erblickte, brach sie rn lautes Jammern aus. Wir haben den Mann aus den Händen von Räubern gerettet," beeil te sich ihr Gatte ihr zu erzählen; cr wird am even bleiben, nicht wahr Herr Toktor? Tr. Legris hcüte bereits die Wunde untersucht. Ja, er wird davonkom men," sagte er, die Verwunduna is ziemlich unbedeutend er kann sich bc seinem Schutzpatron bedanken. Wen, der Hieb mit dem Todtschläger, dessen Spur Sie hier auf dem Nacken sehen seinen Kopf getroffen hätte, dann war s mit :hm vorbn. Er hat auker dem einen Messerstich zwischen dir Beamtem veiommen, aver cie JUinge ist wunderbarer Weise an einem nosen abaegullen, etwa ,ier zejn Tagen wird er dolllsmmen he.-
gestellt sein."
Ter Journalist hatte den Rentier bei Seite gezogen. Das ist ein vor reffllcher Stoff für einen ZeiwngS artikel. "erklärte er ihm, für einen Artikel, der Aufsehen erregen muß!" Dank den unausgesetzten Bemuhun des Arztes hatte der Verwundete das Bewußtsein wiedererlangt. Von Justus gestützt, richtete sich derselbe angsam auf und masz scme llmge düng mit erstaunten Blicken. - All mählich wurde er sich klar über seine Lage. Wie soll ich Ihnen danken, meine Herren!" begann er mit matter Stimme: Sie haben Ihr Leben ge wagt, um das meine zu retten." ' Unsere Verdienste sind nicht so groß, wie Sie glauben." unterbrach ihn der Doktor: als wir Sie fanden, waren die Mörder bereits entflohen."' In den Gesichtszügen des Verwun deten Prägte sich große Ueberraschung ls. Sie sind geflohen?" sprach er halblaut vor sich hin: ..ohne mir den Garaus zu machen? Bin ich etwa beraubt worden?" fragte er plötzlich. Man brachte ihm seine Kleider. Uhr und Portemonnaie waren verschwun den. ES waren also Ticbe!" flüsterte der Verwundete in einer Weise vor sich hin. als ob ihm durch diese Wahr nehmung alle seine Vermuthungen widerlegt wären. Weder der Schriftsteller, noch der Rentier hatten diese Bemerkung der nonimen: dem Toktor war sie nicht entgangen. Donnerwetter!" dachte er: daö ist em seltsamer Patron. Er wundert sich, daß man ihn nicht er schlagen hat, und ist überrascht da durch, daß er nur beraubt wurde." Dahinter steckte offenbar ein Geheim niß. Wissen Sie vielleicht, mit was sür Leuten Sie zu thun hatten?" fragte er laut. Durchaus nicht!" erwiderte der Verwundete. I Würden Sie dieselben wiedercr kennen?" Ich habe sie gar nicht gesehen.- I Die Nacht ist sehr dunkel: das ist wahr, aber trotzdem " Ich lag auf dem Boden, bevor ich noch eine Ahnung hatte, daß ich von Räubern umgeben war," sprach der Verwundete, sonst hätte ich mich,ver thcidigt. und Sie mögen überzeugt sein, daß es mit einigem Erfolg gefche hen wäre!" In der That verrieth das ganze Acußere des jungen Mannes eine mit ungewöhnlicher 5Iraft gepaarte Ener gie. Tie Falle war sehr geschickt ge stellt." so fuhr derfclbe fort. Als ich hier vorbeikam, glaubte ich plötzlich ein Stöhnen zu hören. Ueberrascht blieb ich stehen und lauschte. ' Aber mals hörte ich denselben klagenden Laut, imd wie ich nach der Gegend blickte, von welcher er kam, sah ich auf dem Boden eine menschliche Gestalt lie gen. Ich beugte mich über sie. und bekam in demselben Augenblick einen so starken Schlag auf den Kopf, daß ich mehrere Schritte zurücktaumelte und niederstürzte. Wahrscheinlich," bemerkte derDok tor, waren di? Mörder hinter jener Bank verborgen." Ich war indessen nur leicht be täubt," erzählte der Verwundete wei ter, ilnd nach drei bis vier Sekunden wieder völlig bei Bewußtsein. Als ich mich aber erheben wollte, sühltc ich einen stechenden Schmerz zwischen den Schultern: ich konnte nur noch einen Schrei ausstoßcn, dann schwanden mir die Sinne, und ich weife nicht, was ferner geschah." Trotz scheinbarer Gleichgültigkeit beobachtete der Doktor den Verwunde ten scharf. Das werden Sie mor gen Alle dem Polizeikommissär wie derholen müssen," sagte er. Bei diesen Worten durchlief ein Zittern den Körper des Verwundeten. 9icitt! Rein!" rief er; um feinen Preis!" Ueberrascht blickten ihn Alle an. Dem Verwundeten entging die Wirkung seiner Worte nicht. Ich will keine Klage erheben," sagte er rasch. Wenn Sie, meine Herren, dem unenlich großen Tienst, den Sie mir erwiesen baben, einen weiteren hinzufügen wollen, so sprechen Sie zu Niemanden: über den Unfall, der mir zugestoßen; darf ich Sie darum bitten?" Er wartete mit so ängstlicher Span nung auf eine Antwort, daß Tr. Ligris Mitleid fühlte. Wir werden Ihr Geheimniß bewahren," erklärte er, Sie haben mein Wort darauf!" Nun meinetwegen!" sagte nun auch der Schriftsteller seufzend; schade um den Artikel, den ich darüber hätte schreiben können!" Frau Putzenhofer brachte dem Verwendeten eine Tasse Thee. Nachdem er sie ausgetrunken, erklärte er, daß er sich nun so weit erholt habe, daß er sich in seine Woßnung begeben sönne. Mein Name ist Raimund Tc lorge. meine Herren," sagte er, wäh. rend cr seine Kleider anzog; ich woh ne in der Rue Blanche; sobald ich wieder hergestellt bin, hoffe ich das Ver gnügen zu haben, Ihnen meinen Dank bezeugen zu können." Er wollte sich entfernen, hatte je doch seine Kräfte überschätzt, denn schon bei den ersten Schritten wankte er. Ich dachte mir's gleich," sagte der Doktor; wir werden Ihnen einen Wagen besorgen, und zur größeren Sicherheit werde ich Sie begleiten.Wenige Minuten später stand eine Droschke vor dem Kaffeehause: man
hob den Verwundeten in dieselbe, bis Doktor setzte sich neben Raimund, und die Pferde zogen an ?ch werde also gezwungen sein, vas Bett zu hüten ?" fragte d? Verwundete Mindestens einige Tage lang", erwiderte der Doktor Daö kann in tiefem Auaenb ick sehr unheilvoll für mich w.-rken", ent gegnete der Ändere ; ich würde sehr viel darum geben, könnte ich jede Spur meines 11 falls beieittssen ; ich lebe mit meiner Matter und Schwester zusammen, mein Bater starb eines geheimnißvollen Toe'; M iffc-n. e"N auch unbedeutenden Unfall wird die Beforgniß meiner Mutter bis zur krankhaften Erregtheit angefacht." So sagen Sie ihr doch nichts!" sprach Tr. Legris; verbergen Sie Ih re Kleider und bleiben Sie unter dein Vorwand eines leichten Unwohlseins im Bett!" Ich brauche aber doch einen Arzt." Und einen, der Ihr Geheimniß be wahrt, nicht wahr? Nun denn, ich stehe zu Ihrer Verfügung." Ter Wagen hielt' vor dem ihm be zeichneten Hause; der Verwundete stieg allein aus und wandte sich dann an den Toktor. Die frische Luft hat mir wohl gethan," sagte er; ich fühle mich kräftig genug, um die Treppe allein hinaufzusteigen. Verzeihen Sie, Toktor, daß ich Sie nicht bitte, mich zu begleiten! Ich bin überzeugt, daß
meine arme Mutter wegen meines langen Ausbleibens besorgt ist und noch nicht schläft. Ein anderer Tritt als der meine würde sie erschrecken; ich muß ohnehin Ihre Güte noch in Anspruch nehmen und Sie bitten, den Kutscher zu bezahlen, denn ich bin ja völlig ausgeplündert worden. Also , auf Wiedersehen morgen!" Nachdem Raimund in das HauS ge treten war, bezahlte der Doktor den I Kutscher und begab sich zu Fuß auf den Heiinweg. Dies war ein seltsames Abenteuer!" sprach er vor sich ' hin. Was enthielt wohl der Brief, den er verschlungen hat? Warum will cr der Polizei keine Anzeige machen? Ich werde schon hinter daS Geheimniß kommen!" I Am nächsten Tage fand sich der Doktor um elf Uhr in Raimund's Wohnung ein. Ein alter Diener, des- ( sen Haltung den früheren Soldaten ' verrieth, führte ihn zu dem Kranken. Er fand denselben wohler, als er er wartet hatte, und nachdem er seine Wunde besichtigt, setzte er sich, in der Hoffnung, nun einige Llufklärnng zu erhalten. Er täuschte sich in dieser Erwartung. I Ter Verwundete schien sein Aben , teuer völlig vergessen zu haben; er äu ßcrte blos, daß seine Mutter keinen Verdacht geschöpft habe, und sprach dann von anderen Dingen. So ging es die ganze Woche lang, während welcher Tr. Legris sich tag llch einfand; selbst Mutter und Schwc stcr des Patienten batte der Doktor bi'i seinen zehn Besuchen nicht ein ein z:ges Mal gesehen. Sind Sie da?" rief ihm Raimund einer TagcS entgegen: ich erwarte Sie voll Ungeduld." Er war völlig verändert; feine Augen glühten, und ein fieberhaftes Zittern verrieth seine Aufregilng. Lefen Sie dieses Blatt! Ich habe es heute erhalten." Tas Vriefchen war ohne Unter schrift, mit blauer Tinte auf arobos Papier geschrieben, und lautete: Hell te Nacht wird sich etwas ereignen, wo bei Herr Telorge zugegen sein muß; er finde sich also um Mitternacht auf dem Ball in der Reine Blanche ein. Tort wird sich ihm ein Mann nähern und zu ihm sprechen: Ich komme auö dem Garten des Elysce." Diesem Mann folge er vertrauensvoll überall hin, wohin er ihn führen wird. Er komme, wenn nicht seinetwegen, so ihretwegen; er sei unbesorgt, denn der' Schreiber dieser Zeilen ist seinrund." Nachdem der Doktor den Brief gele sen hatte, war er sofort mit sich über den Inhalt desselben im Reinen. Mir scheint, mein lieber Herr Delorge", sagte er, daß die Leute, denen ihr er stes Attentat auf Sie mißlungen ist, Gelegenheit zu einem zweiten suchen." Vielleicht haben Sie Recht", erwiderte Raimund, es ist aber meine Absicht. der Einladung zu folgen." Dann gehn Sie wenigstens nicht allein!" rief der Doktor. Man hätte glauben mögen, daz Raimund diese Worte erwartet hatte. Den Blick scharf auf den Doktor gerichtet. sagte er: Wer sollte mich begleiten? Meine einzigen zwei Freunde sind fern von Paris; wo fände ich einen Menschen, der bereit wäre, mir zu Liebe sich einer unbekannten Gefahr auszusetzen, und der mir. was auch immer geschehe, unverbrüchliches Stillschweigen gelobte?" Ich will dieser Mann sein", erklärte der Doktor in festem Ton. Darf ich diesen neuen Dienst von Ihnen annehmen?" fragte Raimund. Machen Sie sich darüber keine Soroen!" entgegnete der Arzt. Die beiden jungen Leute bestimmten nun, wo sie sich treffen wollten, und einige Stunden später begaben sie sich in das ihnen bezeichnete Ball - Lokal .Reine Blanche" in der Rue Fontaiine. Dort fand ein Maskenball statt, und alle Räume waren zum Erdrücken voll. Das Fest batte seinen Höhepunkt er reicht, als Raimund und sein Begleiter den Saal betraten; eine unerträgliche Hide berrschte in dem Saal, in welchem siZi eine u-ählbare Menge von .änz:rn und Tänzerinn: be
weake. ' - - Raimund und' Uz Doktor Legris fanden in dem für die Nichttänzer reservirten Raum inen unbesetzten ?lisct) und ließen sich an demselben nder. Der Doktor bestellte Wein; bald crschien der Kellner mit einer Flasche und zwei Gläsern. Der Doktor zahlte. Raimund achte:? nicht darauf; seine Gedanken schiene!' weit weg an einem anderen Örte zu weilen. Die Stirn in die hohle Hand gestützt, saß er m Gedanken verst. nlen da und starrte vor sich hin er merkte aar nicht, wie die Zeit verging.
Der Doktor dagegen gab daraus woy! Acht; jeden Augenblick zog er seine Uhr hervor, und schließlich vermochte er seine Ungeduld nicht länger zu be'ähmen. E3 wird spätz uns'.r Mann kommt nichts sagte er; vielleicht war der Brief nur eine Täu-schung.-Das ist unmöglich!" rief Raimund. Warum unmöglich? Etwa, weil in dem Briefe von ihr" die Rede ist. also von einer Frau, die Sie lieben?" Thränen schimmerten m den Augen uc iungen Mannes. Thränen deZ Schmerzes und der Wuth. Rein", erwiderte er, meine Zuversicht beruht auf anderen Gründen. Erinnern Sie sich noch der Worte, an denen wir den Mann, den wir suchen, erkennen sollen ? Sie lauten: Ich komme aus dem Garten des Elys6e!" Run, im Gartm des Elys6e wurde in der Nacht vom 30. November zum 1. Dezember 1851 mein Vater, der General Delorge. ermortet!" In diesem Moment näherte sich Ihnen ein Mann in einem ziemlich schäbigen Maskenkostüm. Sollte das Derjenige sein, den wir erwarten?" fragte der Toktor. Er war es. Er trat auf Raimund 5, klopfte ihm familiär auf die Achsel und sagte mit einer rauhen Branntweinstimme: Ich komme aus dem Garten des Elys6e!" Raimund erhob sich sofort. Ich bin bereit. Ihnen zu folgen!" So kommen Sie schnell, denn wir haben uns bereits etwas verspätet!" Der Doktor hatte die Physiognom',? des Fremden scharf firirt. Wenn rni:s) nicht alle Menschenkenntniß trügt", sagte er sich, ist dieser Mann unfähig, ein Verbrechen zu begehen, doch, will :: uns etwa in diesem Kostüm als Führn dienen?" Hierin irrte sich der junge Ar;t. denn der Mann ging in die Garderooö' er zog dort über sein Maskenkosti:.:' einen weitenPaletot an und vertauschte feine federngeschmückte Kopfbedeckung gegen einen Hut. Nun erst bemerk' er den Doktor. ..Oh!" rief er; man sagte mir doch, daß Sie allein seien !" Das ist möglich", erwiderte Naimund, aber wenn dieser Herr m'ch nicht begleiten darf, verzichte ich darauf. Ihnen zu folgen." Der Mann war sichtlich verlegen; plötzlich durchzuckte ihn ein Gedanke. Ich Will dies schnell erledigen", sagt: er; bleiben Sie hier; ich komme gleich wieder." Mit diesen Worten stürzte er sich wieder in das Maskengewühl. Er holt sich Instruktionen", sagte der Doktor. Der Schreiber des anonymen Briefes befindet sich also im Tanzsaal; ich hätte dem Mann folgen sollen; vielleicht ist es jetzt noch nicht zu spät dazu." Es war aber zu spät, denn der Mann kam bereits zurück. Alles in Ordnung!" rief er; der Herr kann mitkommen." Sie verließen das Tanzlokal. , Das Wetter war indessen sehr unfreundlich geworden; ein heftiger Wind brauste über Paris dahin, knickte die jungen Bäumchen auf den Boulevards und schleuderte die Zügel von den DLchern. Raimund und der Doktor achtet::i nicht auf das Wetter; raschen Schrittet folgten sie ihrem Führer, der anfangs die Richtung nach Batignolles ver folgte, dann sich seitwärts wandte und den Weg einschlug, der zum Friedhof am Nord - Ende der Stadt führt. Als sie in eine Allee einbogen, an deren Ende der Friedhof lag, blieb d.-r Doktor plötzlich stehen. Ah. mein Freund." rief er, wohin fuhren Sie uns?" Wohin ich Sie zu führen beauftragt b:n". war die Antwort. Diese Allee endet aber am Fried hof. der bei Nacht geschlossen ist. Das ist möglich; wollen wir weiter gehen? Gestatten Sie uns einige Minu ten!" sagte der Doktor. Dann zog er Raimimd bei Slte und flüsterte hm zu: Wenn Sie mich genauer kennten. wurden Sie wissen, daß ich vor nichts zurückschrecke, doch ich sehe gern klar. Unsere Expedition scheint mri einen sonderbaren Verlauf zu nehmen. Ent schuldigen Gie also meine Frage: Wenn man einen anonymen Brief er hält, weiß man in neun Fällen unter zehn, von wem derselbe kommt. . Von wem kam der. welchen Sie erhielten?" (gortsetzung folgt.) Der Kesammtertrag an Mais in den Ver. Staaien stellte sich in Jahre 19C6 auf 2,927,416,091 Bushel, an Winterwe'.zen auf 492. 588,007 Bushel. und an Frühjahrsweisen auf 242.272.96 Bushel. Ferner wurden bis zum 13. Dezember 1906 11.099.001 Ballen Baumwolle entkernt, geön 9,232.8 L9 im vorigen Jahre. "
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