Indiana Tribüne, Volume 30, Number 131, Indianapolis, Marion County, 25 January 1907 — Page 3

Jndiana Tibüne. 2S Januar 10O7

Jlltcrurban Zcit-Taliclle. I. U. T. Stfem. Schnelle Durchzüge nach Fort Wayne. Schnelle Durchzüge nach Marion. Schnelle Durchzüge nach Peru. Schnelle Durchzüge nach Logansport. Schnelle Durchzüge nach Anderson. Schnelle Durchzöge nach Muncie. Züge verlaffen Indianapolis. uneieck Marion Division, kavrenn, Fortsille, Pendleton, ndnson, Vorttovn, Runcie, Middletoran,lezandria, Suurmitville, Fairnrount, aj Eity, Zonei bvro, Varion, Blufften und Union Eit?. 4 00 Sm. 1 05 . 5 06 Lm. 2 00 Nm. 6 00 Vm. 3 05 Nm. 7 05 Vm. 4 00 31m. 8 00 Sm. 5 00 Nm. 9 05 . 5 05 Nm. 10 00 Lm. 6 00 Nm. 11 00 Vm. 7 05 Nm. 11 05 Vm. 9 05 Nm. 12 00 NUg. 11 30 Nm. Limited. Logansport & Peru Division. Termel, NoLleSville, Cicero, Lrcadia, Rllanta, Ttvton, Kokomo, Ealvefton, Wallon, LoganSxort, Miami, Bunker fiisl, tn und Elwood. 5 00 Vm. 1 45 Nm. 5 45 Vm. 3 00 Nm. 7 00 Vm. S 45 Nm. 7 45 Vm. 5 00 Nrn. , 00 Bin. 5 45 Nm. , 45 Vm. 7 00 31m. 11 00 Lm. 9 00 Nm. 11 45 Vm. 11 30 Nm. 1 00 Nm.

Limited. eue spezielle Bedienung nach Ft. Wahne. Aüge verlassen Indianapolis um 7.-00 und X03 Nhr Vormittags und 3:00 und 7.-00 uz Nachmittags, schnelle Fahrt nach Fort Oasne machend und mit den Schnellzügen ach Toledo, Detroit und Lima verbindend svie auch in Toledo und Detroit mit den Demxsern, die aus den großen Seen nach sSinac, Buffalo und den Niagara Füllen usen, Verbindung machend. Der Rarion Flyer, der Indianapolis um N Uhr Vorm. und 5 Uhr Nachm. verläßt, H2lt nur in Anderson, Alexandria, Summitlle, Fairmount, Jonesboro und GaS City Aunction an. 11:30 AbNld'Zug nach Muncie. 11:30 Wend-Zug nach Peru. Ange jähren nach Fort Benjamin Harri tm um 6:45 Vm, 5.05 Vm, 11:05 Vm, 1:05 3feN und 3:05 Nm. Weitere Information in der Office: Ter cm! Gebäude. PhoneS : Neu, Main 6055; t, Main 175, 1 Ring. Zudianapolis & Lastern. Mchnell-Züge laufen nach Sreenfield, mghtStown, New Castle, Cambridge CKv, Kichmond, Dayton, Ohio, jede Stunde bis S Uhr dendS, in Dayton, Ohio, mit allen Schnellzügen, die nach Springfield, Colum ins und allen centralen Punkten Ohio'S 5sufen, Lerbindung'machend. bend'Zug um 11:30 AbendS nach KnightS vn. Weitere Information in der Office : Ter nsl Gebäude. PhoneS : Reu, Main 6055 t,Main 175, 1 Ring. Jndiauapolis & Martinsville. ach Mooresville, Bethan? Park, Mar. ldiZville, Ind. Srfte RcrgnvCar um 6.0) Uhr Morgen?, mm von 7:00 Uhr Morgen? jede Stund diS 7:00 Uhr WendS. end-CarS verlassen die Jnterurban Station um 9:00, 10:00 und 11:30 AbendS. Die 10:00 UhrCar fahrt nur bis ooreSville. Weitere Information i der Ossice : Xtu mal Gebäude. PhoneS: Neu, Main 6055 ; ll, Maw 175, Ring. Jxianapolis & Western Traction Company. ach Avon, Danville und Zwischenfiationen. Erste Car verläßt Indianapolis um 5 Uhr Morgens, dann jede anderthalb Stunden bis :30 Uhr Abends. Letzte Car um 11:15 Uhr AbendS. Weitere Information in der Office : Terminal Gebäude. Phones: Neu, Main 6055, lt. Main 175, 1 Ring. JuianaPoliS Coal Trti So. Züge lausen stündlich von Indianapolis nach PlaiRsield von KM Uhr Morgen eil 730 Uhr Wen, bendzüae um 9 und 11:20 Uhr bendS. Der 5:00 Uhr Morgens Zug läuft nicht SonntazS. Wte Information in dr Offi : Ter fcul Gebäude. PhoneS : Neu, Main 6055 ; Gt, Main 175, 1 Ring. Indianapolis d Northwestern. Schnell-Züge nach CrawfordSville und LaftifttU lausen roie folgt: 6:00 Vm., 7:00 Vm., 8:10 Vm., 9:00 Vm., 10:10 Vm., 10.45 Bm., 11:10 Vm.. 12 Mittags, 1:00 Nm.. 2:10 Nrn., 4:25 Nm., 6:00 Nm., 7:10 Nm., 9:00 Nm. und 11:15 Nm. Züge, welche um 10:45 Vm. und 4:25 Nm. n! fahren, sind Durchzüge nach CrawfordS bille. Der 11.15 Abends Zugfährt nur biS Franksort. Weitere Information in der Office: tx naal Gebäude. PhoneS : Reu, Main 6055; t. Maw 175, 1 Ring. Wm. Stoerfle. SeleFl. No. 202 Nord Noble Stre

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Andrelv

Universität" wird von dem

gegründet.

Mord vnd Selbstmord aus Eifersucht.

erhobnng an westlichen Bahnen. Prinz Waldemar" Opfer ftraflicher PflichtversäumniS- Keine permanente Okkupation CubaS. Handel mit den Philippinen. Einhcltnng des Achtstundentages.

Carnegie gründet eine Universität. Chicago, 24. Jan. Andrew Carnegie, der hunderfache Millionür und Stahlkönig, will sich in dieser Stadt durch Gründung einer Nniöerft üt, seinen Namen führen soll. ein unvergängliches Denkmal setzen. Die JnkorporalionSpatziere zur Grün dung der .Andrew Carnegie Universi. ät" wurden heute im Bureau des County'RecorderS hinterlegt. In diesen JnkorporatkonSpapleren heißt es. daß die Universität gegründet werden soll, um Medizin. Zahnarznei unde, Pharmacie, Schöne Wiffen chasten und ttünfte, Gesedeökunde. Theologie und alle Zweige der Wissen chaft zu lehren. Die Universität soll licht als ein Institut, um Geld zu er werben, gefühlt werden, sondern nur der Belehrung, wie deren Geschäfts führer beschließen, dienen, in Ueberein ftimmunz mit den Gesetzm und der Konstitution deS Staates Illinois. MordundSelbftmord aus Eifersucht. FreSco. Cal.,24. Jan. Der in einem Leichenbeftattergefchäft angestellte John I. Jackson tödtete heute Abend n einem Anfall von rasender Eifer sucht seine Geliebte Sufie Pearson in Gegenwart ihres Vaters. Grant P. Pearson und schoß sich dann selber eine Kugel durch den Kopf. Jackson wollte anfänglich den L. M. Packard erschie ßen, der das Mädchen gestern Abend in's Theater geführt hatte, oder als er den Revolver gegen Packard erhob, sprang di: Pearson dazwischen und sagte: .Schieß mich." In demselben Augenblick krachte ein Schuß und daZ Mädchen stürzte todt zu Boden, worauf er Selbstmord beging. Attentäter kommt vor Gericht. Sattton, 011c, 24. Januar. Brigade General McSaSkey in San Antonio, der Kommandeur des De parkementS TezaS, hat auf den 15. Februar ein allgemeines Kriegsgericht nach Fort Sill, Tex , einberufen, um den Korporal KnowleS auf die Beschul digung deS Mordversuches gegen den Kapitän Edgar B. Macklin, begangen in Fort Reno am 21. Dezember v. I . zu Prozessiren. Der Angeklagte ist auf seinen eigenen Wunsch nach Fort Sill überführt worden und steht gefesselt, unter scharfer Bewachung. Ein Negerkrawall, welcher hier von dem Neger Lane Dixon in Scene ge setzt wurde, der zu den entlassenen Sol daten vom 25. JnfanterieNegiment gehören, soll, führte gestern Abend zu der Tödtung von Mat Marshall, der Verwundung von Dixon und mehrerer anderer Farbiger und der Verhaftung von etwa 50 andern. Lohnerhöhung an West lichen Bahnen. Chicago, 24. Jan. Die Eisen bahnzugleute und Kondukteure sammt licher Bahnen westlich von Chicago ver langen Lohnerhöhungen, deren Be willigung die Zahlliften jährlich um viele Millionen erhöhen würden. An den Forderungen sind über hundert tausend Angestellte betheilkgt und e? wird darüber jetzt von KomUeS diSku tirt. welche die Generalbetriebditer und die Arbeiter. Organisationen vertreten. Die erste Konferenz dieser Art wurde gestern hier abgehalten und eS heißt. den Ardeltern sei entschieden erklärt worden, alle ihre Forderungen könnten nicht erfüllt werden. In einigen Fällen betragen die Mehrforderungen 35 bis 40 Prozent, da mit der Förde rung der Erhöhung der Lohnskala um 15 Prozent die Forderung Hand in Hand geht, daß die Arbeitszeit von 10 auf 8 Stunden herabgesetzt wird. Dem Vernehmen nach werden die Eisenbah nen sich auf eine Lohnzulage von mehr als 10 Prozent nicht einlassen. .Prinz Waldenar- Opfer sträflicher Pfl ich tv er. f ü u mn i ß. Neu V o r k, 24. Jan. Das de

Carnegie

Stahllönig in Chicago Atteutätcr kommt vor Gericht.-Lohn klagenswerthe Unglück, das dem zur AtlaS-Ltnie gehörigen Dampfer Prinz Waldemar-, der bei Kingston auflief und als völlig verloren zu betrachten ist, zuftieß, ist auf das unglaubliche Verhalten der Lootsen im ttingftoner Hafen zurückzuführen. Der Superin tendent der Linie in Kingston, Kapitän gorwood, hatte, da in Folge des Erd bebenS die Leuchtthürme zerstört waren, die Lootsen beauftragt, dem fälligen Dampfer entgegenzufahren und ihn vor der ihm drohenden Gefahr zu war nen. Die pflichtvergessenen Menschen dachten aber nicht daran, dieser Wel sung nachzukommen und so wurde daS prächtige Schiff dem Untergang ge weiht. Aus diesen Erklärungen, die Kapitän Guido MeiSner von dem hier eingetroffenen Dampfer .Prinz Eitel Friedrich" abgegeben hat, ist auch er sichtlich, daß den sich hier eines großen Freundeskreises erfreuender Führer des UnglückSschtffeS, Kapitän Winzer, ab folut keine Schuld an dem traurigen Borfall trifft. Keine permanente Okku pation Cuba's. Washington, D. C., 24. Jan. Seit einiger Zeit find hier Gerüchte umhergeschalrrt, daß die Aiiminiftra tion eS jetzt schon für nothwendig hält. Schritte zu thun, um die amerikanische Administration in Cuda gewissermaßen permanent zu machen. Mit Rücksicht darauf, so hieß eS, liege eS im Plan des Sekretärs Taft, den jetzigen tempo rären Gouverneur Magoon, dessen Ab reife nach den Philippinen er gern sehen würde, durch William I. Bucha nan, seiner Zeit unter zwei Admini ftrationen (Cleveland und McKinley) Gesandter in Buenos Aires und jüngst Obmann der amerikanischen Delega tion auf dem Panamerikanischen Kon greß zu Rio Janeiro, zu ersetzen. Gleichzeitig, so hieß eS, solle Oberst Clarence Edwards, der gewiegte Sach. verständige der Kolonial.Adminiftra tion, dem neuen Gouverneur beige geben werden. Sekretär Taft, darüber befragt, er klärte sehr emphatisch, daß dieses Ge rückt jeder Begründung entbehre. Die Administration sei nach wie vor be strebt, sobald wie möglich aus Cuba herauszukommen. Wenn eö möglich sei, einen passenden temporären Stell Vertreter für Richter Magoon zu finden, so würde er denselben gerne dem Prü fidenten empfehlen, um die Abreise Richter Magoon'S nach den Philipp! nen zu, ermöglichen, aber Buchanan werde eS nicht sein und Oberst Cd wardS werde ebenso wenig nach Cuba geschickt werden. Handel mit den Philip p i nen. Washington, D. C.. 24. Jan. Eine für die Philippinen.ttommisfion von W. M. Shuster. dem Insular Zollkollektor, ausgearbeitete publizirte Statistik läßt ersehen, daß der Strom der japanischen Auswanderung nicht nach den Philippinen gerichtet ist. Der Bericht, welcher sich über das mit dem 30. Juni 1906 beendigte Jahr erstreckt. läßt ersehen, daß im Jahr 1906 nur 277 Japaner nach den Philippinen ge kommen find, gegen 1235 im Jahre 1905, 2744 im Jahre 1904 und 1072 im Jahre 1903; 377 Japaner haben im Jahre 1906 die Philippinen ver lassen. Die geschäftliche Lage im Hafen von Manila ist, wie der Bericht besagt, eine ziemlich gedrückte, während Zamboanga der philippinische Hafen ist. in welchem die Zolleinnahmen die größte Zunahme zeigen. Die Gesammtzollelnnahmen in allen Häfen der Philippinen in dem bezeichneten Jahre betrugen $7,553, 000 Gold, eine Abnahme von 5710, 353 im Vergleich zum Vorjahre. Von dem Gesammtwerth der im Fiskaljahr 1906 importirten Waaren kamen für 4.333.020 aus den Ver. Staaten, gegen S5.639.512 tm Vorjahre, eine Abnahme von $1,506.392. Der (3s sammtverth der nach den Ver. Staaten erdortirtm Produkte der Philippinen

in 1906 war Sll, 580,169. gegen 815.678.875 im Vorjahre, eine Ab. nähme von 54,(93.706. Einhaltung des Acht, stunden Tages. Washington. D.E.. 24 Jan. In Folge eines von den organistrten Arbeitern erhobenen Protestes hat der Marine Sekretär die Kommandanten die Navy Yardö in Boston, New York und Norfolk angewiesen, alle.ffxtra arbeiten an neuen Kriegsschiffen und solchen, welche in Stand gesetzt werden, damit sie sich der atlantische Flotte in Guantanamo anschließen können, einzustellen. Die Beschwerde lautete dahin, daß in allen diejen Navy yardS über acht Stunden täglich, zuweilen bis zu zwölf Stunden und zur Nachtzeit und an Sonn und Feiertagen gear bettet werde, wag dem Gesetz und der Verfügung deS Prüfideten widerspreche. Mordprozeß wird fort gesetzt. New York, 24. Jan. Versen sationelle Mordprozeß gegen de Millionürösohn Harry tt. Thaw wurde heute im Kriminalgericht vor Richter Fitzgerald fortgesetzt. ES dauerte bis heute Abend spät, daß drei weitere Ge schworen? zu den beiden gestern ange nommenen, zugelassen wurden. Harry Thaw und seine ganze Fa milie, mit Ausnahme seiner Mutter, waren im Gerichtssaale erschienen, aber die AuSloosung der Geschworenen bot nur wenig Interesse. ES wird wahr scheinlich noch drei bis vier Tage dauern, bevor die zwölf Geschworenen aus den 200 gezogenen Bürgern aus gewühlt sind. Tiefer Kanal zwischen SeenundGolf. D a l l a ö , Tex., 24. Jan. Die JahreZ.Conventlon der National Re tail GrocerS Association kam heute zum Schluß. Boston wurde als nächste KonventionSstadt auöersehen und fol gende Beamten wurden erwählt: Präsident Charles ttromer von Little Rock. Ark. Vice . Präsident Simon Clark, Minnesota. Sekretär Geo. A. Green (der zurücktretende Präsident). Schatzmeister Henry Schwab, Mtlwaukee. Direktoren F. B. Connolly, Cal., und A. W. Ferlinger von Georgia. Eine Resolution wurde angenom men, den BundeSkongreß zu ersuchen, einen tiefen Kanal zwischen den Seen und dem Golf von Mexiko zu erbauen.

Die Verwalter des Nachlasses deS verstorbenen Marshall Field haben ihre Arbeiten mit Aufnahme der In ventur beendet. DaS hinterlassene Ber mögen beläuft sich auf 5,000.000, aber dabei sind noch nicht die Werth Papiere eingerechnet. In Critenden, Ky , ist ldaS Si cherheitSgewölbe der Tobacco GrowerS' Depostt Bank von Einbrechern mit Dy namit aufgesprengt worden, worauf sie sich mit $500 aus dem Staube mach ten. Die Kerle waren so eilig, daß sie $4000 in dem Gewölbe übersahen. Den Gipfel der Vereinsmeierei haben die Jung frauen in Lehigh, Ja., erklommen, indem sie den cthib der 23" gründeten. Die Aufnahme bedingt ein Alter von cenau 23 Jahren, die Mitgliederzahl darf 23 nicht übersteigen, dle Versammlungen sind am 23. totn Mo nats. es dürfen nur 23 Beschlüsse ein gebracht werden und 23 Cents sind die Gebühren. Wer Mitglied werden will. muß auch der Ehe abschworen. Sprachen zu lange. Kürzlich sollte in Darby. Pa., der Schuhmacher und PredigerJohn Johnson beerdigt werden, allem seine Freunde hielten im Trauerhause so viele und so lange Reden, daß es Nacht wurde, ehe sie zu Ende waren, und der Küster und der Todtengräber den Kirchhof schlössen und sich nach Hause begaben. Die Beisetzung mußte deshalb auf den anderen Tag verschoben werden. Jugendlicher Held. Der sieben Jahre alte Fred Dubry in Lew! sion. Jda., hat mit eigener Lebensgefahr den vierjährigen Gordon Dudley vor dem Tode durch Ertrinken gerettet, indem er demselben in einen WasserPfuhl nachsprana und den Kopf desselben so lange über Wasser hielt, bis Leute dazu kamen und ihn herauöhol ten. Fünf Kinder in 13 Monaten. Die Familie Charles Stevensons in Kittamina. Va.. ist innerhalb 13 Monaten um 6 Mitglieder vermehrt worden. Frau Stevenson brachte gegen Ende deö JahreS 1905 Drillinge zur Welt und dieser Tage schenkte sie Zwillingen daS Leben. Me . c .e v o inon irno munier uno anuno.

Die Mlcc in Eis.

rimmige Slte ud Silittenverkehe ans de Baltischen Meere. Im Gebiete der Ostsee, herrschte unlängst starke Kälte. Das Thermometer sank m einer Nacht auf 4 Grad Fahrenheit unter Null. Das Frische und das. Kurische Hass waren gänzlich zugefroren; im Stettmer Haff mußte die Segelschlssfahrt eingestellt werden, während auf . offener See selbst sich starkes Eistreiben, eine besondere Gefahr für kleinere Fahrzeuge, bemerkbar machte und die Schissfahrt theilweise brach legte oder wenigstens sehr erschwerte. Der Schlittenverkehr auf dem Baltilken Meer war noch in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts (etwa 1842) sehr lebhaft, besonders zwischen Stettin und Riga. Wenn das Eis erst so fest gefroren war, daß es genügende Tragkraft besaß, wurde rufsischer Lein- und Rübsamen auf Schlitten verfrachtet und so nach Stettin gebracht. Auf dem großen Stettiner Haff gab's damals eine Schlittenstraße. die mit Reisig abgesteckt war. so daß sie auch bei Nacht benutzt werden konnte. In windstillen Nächten klang das Schlittengeläute der russischen Frachtschlitten bis in die einsamen Fischerdörfer rings am Strande des Haffs. Bekannt ist. daß der Große Kurfürst im Januar 1679 die Schweden auf Schlitten über die Ostsee verfolgte. Am 26. Januar ging die wilde Jagd sieben Meilen weit über das Frische Haff, und am 20. war der Kurfürst in Kö' nigsberg. Schon 1668 hatte Karl X. von Schweden mit seinen Truppen die zugefrorenen Belte überschritten, um Dänemark anzugreifen. Kracht in sternenklaren Winternächten die Eis--decke, daß es bis in die Dörfer schallt, dann erzählt man sich im sogenannten Lieper Winkel Pommern, schwedische Krieger seien auf Schlitten herübergekommen und versuchten auf dem Burgwall am Meer die einst dort versenkten Schätze auszugraben. Der schwindsüchtige GlaSpokal. Im Dresdener Kunstgewerbemuseum fällt vielen Besuchern ein Pokal auf. der in einem Glasschrank noch besonders unter einem Glassturz steht. Wenn man den Aufseher fragt, antwortet dieser: Das ist das Glas, das die Auszehrung hat. Es steht im .Krankenstall.' damit es die anderen Gläser nicht ansteckt.- Es handelt sich in Wirklichkeit um einen Teckelpokal aus dem 18. Jahrhundert, der Inschrift nach holländischen Ursprungs, der durch Einwirkung der atmosphärischen Luft in Zersetzung begriffen ist. Die Ursache hiervon ist entweder eine fehlerhafte Zusammensetzung der Glasmasse oder die Anwendung eines PutzMaterials, das das Glas angegriffen hat. Die Erscheinung, die man gemeinhin Auszehrung des Glases nennt, ist in Fachkreisen bekannt und wird auch an anderen Gläsern beobachtet. Da diese Glaskrankheit ansteckend wirkt, so wird das kranke Glas von den anderen ab gesondert. Ein Mittel gegen die Krankheit ist Lüftung durch Abnehmen des Deckels. Auch schützt man neuer dings die Gläser gegen die Auszehrung durch Ueberziehen mit Zapon-Lack. Bei dem oben erwähnten Pokal, der keinen besonderen Werth hat, wird dies mcht gethan, um die Entwickelung der Krankheit zu studiren. Das Glas sieht infolge der Krankheit wie Eisglas aus. Es trägt auf einer Seite das Bild eines Hauses, auf der anderen ein Wappen mit der Justitia sowie eine holländische Inschrift, nach der es an scheinend eine Schenkung an eine Kirche war. Der Hiclina." Ueber eine eigenartige Hochzeitsvorfeier in dem durch seine Eisenindustrie berühmten bergschen Lande erzählt ein deutscher Reisender: Auf einem Spaziergang über Remscheids Berge begegnete ich zwei jungen Burschen, von denen der erste eme mit bunten Bändern geschmückte Schnapsflasche, der zweite eine ebenso verzierte Pfeife trug. Sie traten in ein Gehöft, um dort zum Hielmg einzuladen. Der Hieling ist eine im Bergischen übliche Hochzeitsvorfeier, die gewöhnlich am ersten Sonntag nach erfolgtem kirchlichen Aufgebot stattnn det. und die geschmückte Schnapsflasche dient dazu, den eingeladenen Herrschaf ten. auch weiblichen Geschlechts, den Willkommenstrunk zu kredenzen. Beim Hieling wird nicht nur gegessen, getrunken und getanzt, sondern auch geschossen, und sind keine Böller da, so wird der Amboß genommen und umgedreht: die Löcher darin werden mit Pulver verstopft, und der Knall kann losgehen. Auch wird em Sprüchlein von den Einladern hergesagt: En kaulen Dronk, en löstigen Spronk (Tanz), fruo kuomen on lang dobne wen.Sein Unglück ward zu in Glück. Der Bergmann Hicks in Bakersfield. Kal., welcher in Folge eines Erdrutsches 15 Tage lang in einem Stollen lebendig begraben war und erst unter außerordentlichen Anstrengungen befreit werden konnte, ist auf ein volles Jahr zu $500 per Woche engagirt worden und mußte kontraktlich die Werpflichwna eingehen, sich wahrend dieses Jahres in allen Städten des Landes öffentlich ausstellen m lauen. ' '

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Ausland HW-:WI-X-4!H-H-4-I Durch Vergeßlichkeit umgekommen. In einer Nacht ist in einem Easthofe zu Hagen, West falen, em Reisender erstickt. Er hatte den Gasofen geöffnet, aber vergessen. die Flamme zu entzünden. Verbrannte auf einem Ofen. Ein arbeitsloser junger Mann, der sich zum Schutz gegen die Kälte auf einen Ofen einer Kalkbrennerei bei Vergisch-Gladbach, Rheinprovmz, zum Schlaf niedergelegt hatte, wurde am Morgen als verkohlte Leiche ausgefunden. Beim Rettungsversuche umgekommen. Auf dem BahnHofe in Bologna. Italien, wollte eme Frau ein Geleise überschreiten, als plötzlich ein Zug heranbrauste. Ein Arbeiter stürzte sich auf die Frau, um diese zu retten, aber beide wurden vom Zuge überfahren. Der Mann war auf der Stelle todt, dte Frau starb tm Spital. Verdorbenes Fleisch als Todesursache. An BlutVergiftung starb m Bonn em Schlosser, der sich das Uebel durch Genuß verdorbenen Fleisches in einem Restaurant zugezogen hatte. Um den Mann zu retten, hatte man schon vorher erfolglos das rechte Bein abgenommen. Gegen den Wirth wurde das Strafverfahren eingeleitet. Dame als KonkursverWalter. Nachdem in Friberg, Sachsen, ein seit Jahren als KonkursVerwalter thätiger Rechtskundiger Namens Straubel gestorben war, wurde bis auf weiteres dessen Bureauvorsteherin zur Konkursverwalterin von zehn noch schwebenden Konkursen ernannt, mit deren Durchführung bis dahin der Verstorbene betraut war. Seit drei Jahren in Brand. Bei Werden. Rheinprovinz, sind in der Dunkelheit auf einem Hügel Hunderte kleiner Flammen inmitten aufsteigender Rauchsäulen zu beobach ten. Diese Erscheinung kommt von einer großen Kohlenhalde einer Zeche. Die Halde steht schon seit drei Jahren in Brand, und alle Bemühungen, den Brand durch Berieselung mit Wasser zu ersticken, waren vergeblich. Wegen der großen Gefahr mußte ein Theil der angrenzenden Waldungen abgeholzt werden. Höfliche Leute. Weil anläßlich der Anwesenheit eines bayerischen Prinzen in Augsburg ein in einer entlegenen Straße wohnender k'önig licher Beamter seine Fenster nicht dekorirt hatte, schrie eine Bäckersfrau auf der Straße: Da schaut's nauf, akönigliches Brot frißt er, aber dekoriren thut er net, pfui Teufel!" Wegen Beleidigung erhielt die Frau einen Tag Gefängniß zudiktirt, und weil der Beamte als Antwort hinuntergerufen hatte: Halte Dein Maul. Drecksau !" wurde er zu 10 Mark Geldstrafe verurtheilt. Wollte keine günstige Kritik. Der Direktor des russischen Theaters in Helsingfors, Finnland, beklagte sich in einer dortigen Zeitung darüber, daß der Theaterkritiker dieses Blattes für die Leistungen der Mitglieder seiner Truppe stets nur Worte des höchsten Lobes habe. Dadurch werde er als Direktor in die größte Verlegenheit gebracht; denn, wenn er es wage, am Spiel seiner Leute auch nur das geringste auszusetzen, beriefen diese sich, im Bewußtsein ihres Werthes, stolz auf die Zeitung, in der ihnen schwarz auf weiß bestätigt werde, daß sie unfehlbar seien. Er sehe sich daher veranlaßt, um etwas weniger gute Kritiken zu bitten. Beschaffte sich seinen eigenen Sarg. Unfern Wowwa in Neu-Südwales ist der älteste Freimaurer Australiens, ein aus Irland stammender Farmer Namens Patrick Maguire, im Alter von nahezu 92 Jahren gestorben. Er gehörte dem Freimaurerorden seit 1833 an. Im übrigen war der Mann ein Sonderling. Er hatte sich nicht nur seinen Grabstein mit selbstverfaßter Inschrift, bei der nur das Datum- des Todestages freigelassen war. auf feine dereinstige Ruhestätte setzen lassen, sondern sich auch ein paar Jahre vor seinem Ableben einen schön polirten eichenen Sarg mit silbernen Beschlägen beschafft, den er seitdem orgfältig in seiner Behausung verwahrte. Hochzeitsmahl im Eisenbahnwagen. In Graz. Steiermark, traf mit der Eisenbahn eine zehn Personen starke Hochzeitsgesellschaft ein. die sich sofort nach der Trauung des Brautpaares in Wien in einen Schnellzug begeben und dort den Speisewagen bestiegen hatte. In dem Speisewagen wurde dann daS Hochzeitsmahl aufgetragen. Die Suppe kam in Wicner-Neustadt. der Braten in Gloggnitz. und während der .Fahrt über den Semmering wurde das Mahl soweit beendet, daß in MUrzzuschlag bereits der Kaffee geschlürft werden konnte. In Graz verließ die ganze Gesellschaft den Wagen, begab sich nach einem Hotel und machte dann eine Rundfahrt durch die Stadt. Am nachsien Tag fuhr das Gefolge der Neuvermahlten nach Wien zurück, die. letzttren aber' reisten dem Süden zu. V

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