Indiana Tribüne, Volume 30, Number 131, Indianapolis, Marion County, 25 January 1907 — Page 1
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Z3 Grfttrctni feden Närtinrtttag. t Jahrgang 30. Indianapolis, Ind., Freitag, 25. Januar 1907 No 131.
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W, H. MilKr MI. Eine Kugel endet fein Ccben.
Wilbtlm H. stiller. Manager der ttlee & Coleman Sofflina, WoikZ, er. schoß sich am Freitag Vormittag im Ställe hinter seiner Wohnung. 905 Broadway. Ein Grund für die That ist nicht bekannt. Miller hinterläßt Frau und 5 Kinder. Sein Familien leben war ein ideale. Seit gestern war Herr Miller krankheitshalber zu Hause gewesen, doch litt er anscheinend nur an einer schweren Erkältung. Mlller verließ daZ Zimmer, ging in den Stall und kurz darauf hörte man den Knall des Revolvers. Man eilte zur Stelle und fand den Mann mit einer ttugelwunde in der Stirne besinnungslos vor. Er wurde ins HauS ge tragen und Aerzte bemühten sich, den Mann am Leben zu erhalten, doch ftarb er eine Stunde später ohne daö Be wußtsein wiedererlangt zu haben. Die Kunde deS TodeS verbreitete sich rapide und erregte in allen Kreisen be rechtigteS Aussehen. Unfall. Irene S t o t t S, ein 14 Jahre altes Mädchen, Angestellte deS New Vork Store, wurde gestern Abend an der Ecke Meridian und Washington Str. von einer Kutsche überfahren Die sich in der Kutsche befindende Frau nahm das Kind zu sich und brachte dasselbe nach der elterlichen Wohnung in den Meridian Flatö. doch ließ sich der Name der Frau nicht ermitteln. Kleine vtadtnenlgleiten. Heute Abend 7.45 Uhr findet in der ZksvSkkrche die Versammlung des Prot. Dlakonie.VereinS statt. Gelegentlich seines GeburtS tageS wurde Herr Karl Kramer von einer Anzahl seiner Freunde überrascht. Aus dem veranstalteten PreiS'ttarten spiel gingen die Herren Joseph Hoff mann, LouiS Berdel, Alfred Pich, Ri chatd Jsenflamm und John Gebhardt als Eieztt bttvsr. Ein reichhaltiges GeburtStagSmahl, sowie auch schöne Lieder und Ansprachen folgten, flut ungern schieden die Gäste vom gastlichen Hause. Eine kalte Welle wird durch daS Wetterdureau angekündet und die Temperatur soll biZ Samstag früh auf 10 Grad über Zero fallen fallen. Kü! tere Witterung und Schnee lautet die Meldung für heute Abend. Offene Civildienflpellen. Die Ver. Staaten Eivildlenft'Eom Mission hat Prüfungen ausgeschrieben für Wagenmacher mit einem Jahres gehalt von $750 in Phoenix, Ariz., Maurer werden für daS HaSkell Jnfti tut in KanfaS und in Chilocco, Okla.. verlangt und werden dieselben mit S720 jährlich salürirt, Holzfäller der langt man für oen Jndianerdienft zu San Juan. N. M., welche ein Mo natögehalt von $55 bekommen. Eine BildungSprüfung ist für keinen dieser Posten vorgeschrieben und wird nur Erfahrung und physische Befähigung verlangt, und müssen die Appltkanten über zwanzig Jahre alt sein. Henry Klanke, Vertreter der Jndiana Trust Co. im GrundeigenthumS-, Miethe- und Ver-sicherungS-Departement. W i l l i a m L u c a S, 331 West 12. Straße, ein bereits 77 Jahre alter weißhaariger Neger, wurde von den Detectivs 7)ugan und Kurtz unter An klage gestellt, eine Uhr verpfändet zu haben, über deren Ursprung die Pott zei sich nicht im Klaren ist. LucaS, den man auf fein Wort aus der Haft ent ließ, sagt die Uhr sei ihm von einem altm Manne, der inzwischen gestorben ist, geschenkt worden, und nur dem Um stände, daß er Geld benöthigte schreibt er eZ zu. daß er sich von dem. Geschenke trennte.
Die Legislatur. Die $000 ttzensvorlage unter Berathung. Der Senat hatte gestern die 1000 Licenzvorlage unter Berathung, und viel Für und Gegenargumente wurden
gehört, nachdem AmendementZ eingereicht waren. Die Vorlage besagt, daß $250 in den Schulsond. 8750 aber der Stadt zufl eßen sollen; daS erste Amendement ändert dieses auf gleiche Theilung für Stadt und Schulen ab, während das Anhängsel ?u diesem vorschlügt den Schulen 8600 der LizenSgebühren. der Stadt aber nur $400 zuzuweisen. Ge gen die $1000 Lizeaö wurde von keiner Seite soweit gesprochen, alle hatten ihr Augenmerk auf die Vertheilung der Gelder g?richtet. Die Vorlage wurde von Senator Mattingly aufgerufen, worauf Senator Pearson sofort mit der Verbesserung für gleiche Theilung erschien. Senator E. E. Moore sprach zu Gunsten des AmendementZ, wahrend Senator Mattingly zu Gunsten der Original'Vorlage sich auösprech. Er ging von dem Standpunkt aus, daß eine große Reduktion in der Anzahl der Wirthschaften stattfinden werde, und daß die $750 wohl kaum den AuS fall an eingenommenen Geldern für die Städte decken würden. Senator Cox aus Marion sprach sich zu Gunsten der Verbesserung auS. Senator Bowser, der auf die Rede seines Vorgängers Bezug nahm, sagte. daß auch er höhere Salüre für Lehrer befürworte, daß er aber nicht damit einverstanden sei, daß der Staat sich an die Wirthschaften wende. .Gebt den Städten olle Einkünfte aus den Lizen sen, und falls nöthig erhöht die Schul steuern," war fein AuSspruch Senator Stack sagte, daß er ganz ge' nau dieselbe Verbesserung einzubrin gen hoffte, wie Senator Pearson die selbe unterbreitete, daß aber, da er die Ehre nicht haben könne, diese Vorlage selber zu unterbreiten, er mit Freuden Pearson's Vorlage unterstütze. Senator Slack vertrat die Idee, daß nur wenige Wirthschaften, die niederen Kneipen ausgenommen, unter der 31000 LizenS zu Grunde gehen wür den. Senator Kirkman sprach zu Gunsten der Verbesserung. ; Senator Hugg sprach sich zu im ftm der ßlOOO LWnS au, da dieselbe nicht so unvernünstig sei, doch glaubte er. daß die Städte, welchen die Wirth, schaften ja eine wirkliche Last aufbürde ten, auch den größten Theil der LizenS gebühren haben sollten. Nachdem noch eine Anzahl der Sena toren darüber gesprochen, wie denn die Gelder zur Vertheilung gelangen soll ten, wurde die Sache zur Abstimmung gebracht, und mit 22 gegen 22 SUm men durch den Vice Gouverneur zu Gunsten des Cox.AmentementZ ent schieden. Die Vorlage wurde darauf dahin abgeändert, - daß $400 der Lizenöge bühren an die Stadt. $600 derselben an den Schulsond abgegeben werden sollen. Die Kultivir'ung von Gummi bildet jetzt in den Schulen Westafrikas einen Unierrichtsgegenstand. Jedes Dorf in Wesiafrika ist verpflichtet, eine gewisse Anzahl Acker mit Gummibäumen zu bepflanzen. Im Kongo staate allein sind 12.500,000 Gummibäume angepflanzt worden. Von einem Pferde angegriffen und schwer verletzt wurde eine Frau Louis T. French in Helena, Mont. Sie hatte sich nach dem Stalle begeben, um Eier zu holen; als sie nicht bald zurückkehrte, suchte sie ihr Gatte und fand sie im Stulle bewußtlos am Boden liegend und das Pferd trat mit den Hufen auf ihr herum. French griff das wüthende Thier mit einem großen Holzstück an und es gelang ihm, die Frau heraus zu bringen. Sie hatte einen Bruch der Schadeldecke. mehrere Rippenbrüche und zahlreiche Schnittwunden und Quetschungen am ganzen Körper erlitten. Wodurch das Pferd so wüthend geworden war, ist rn'c&t bekannt. - t. .r -- : -
ängerfest verschoben. Fcstbchördc macht diesbezügliche Empfehlung. Mayor Bookwalter'ö Bemühungen von der BeHorde anerkannt und indosflrt.
Nach langer und eingehender Bera tbung beschloß gestern Abend die Festoehörde auf Antrag von Albrecht Ktpp die BundeSbedörve zu ersuchen, die Abdaltung oeS 32 Nationalen San gerf.fteö auf ein Jahr zu verschieben. Dieser Beschluß wurde erst gesaßt, nachdem die Möltchleit, doch noch durch Bau einer temporären Halle die Abhaltung deS FefteS zur seftesetzten Zell zu gestatten, verneint werben mußte. Außer den Mitgliedern der Feftbe bürde waren die Mitglieder vom Hallen und ginanz Comite, die Her ren Mayor Bookwalter, Hilton U. Brown. Albert Metzger. 23m. Grtsfin und Joe Schaub anwesend. Vorsitzer Herr A. M. Kühn be grüßte die Anwesenden mit herzlichen Worten, worauf er Herrn I. P. Frenzel zu einem Resummee der That fachen daS Wort ertheilte. Dann beleuchtete Herr Bernhard Vonnegut die Möglichkeiten eines tem porüren Baues für Abhaltung des EüngerfefteS ES stellte sich sodann nach den Dar legungen deS Herrn Albrecht Kipp her, auS, daß die noch verbleibende Frist zu kurz bemkffen sei, um dem Finanz Comite Gelegenheit zugeben, seine Ar bett zu einem wünschenSwerthen Ziele zu bringen. Mayor Vookwalter ergriff nun das Wort: 6? bedauerte, daß eS ihm durch die vom Zaune gebrochenen Klagen unmöglich gemacht worden fei, den Sängern die geplante Halle für das Eüngerfeft am 19. Juni d. I. fertig zu stillen. Unbeabsichtigte Impfung. DiSpensariums-Arzt impft sich auf eigen? thümliche Weise. Neben den vielen geimpften Pa. tienten, welche zur Zeit im Polizeige bäude fich aufhalten, befindet sich auch ein Patient, der zwar auch geimpst wurde, seit gestern aber erst Ahnung davon gehabt hat. DieS ist Dr. Henry Clay Meek, der mit einer geschwollenen, mit Baumwolle und Vflaster verklebten Backe berumläuft. Die Impfung wurde auf eigenthümliche Weise herbeigeführt. Au jenem Tage nümltch, als man zuerst den Ausbruch der Blattern in der Station wahrnahm, und die Ge fangenen alle der Impfung unterwarf, da war'S Dr. Meek. der den Polizei, ärzten zur Seite stand, die Impfungen auszuführen. Zwar hatte er vergessen, daß er fich an ver Backe kurz vorher ein wildes Haar auSgerissen. und als e: dann, die Lymphe an den Fingern, mit der Hand über die Backe strich, da wischte er fich die Lymphe in die kleine von dem AuSreiben des Haares hinter, lassenen Wunde. Dr Meek sah fich die immer mehr anschwellende Backe verschiedentlich im Spiegel an, konnte aber nicht sehen, was denn eigentlich die Art des Leidens sei, und als seine Kollegen dieselbe als Folgen einerJmpwng erklärten. glabte er ihnen nicht eher, als bis er einen unparteiischen Arzt im entfernten Stadttheile aufgesucht, und von diesem dieselbe Diagnosis erhielt. Der Doctor wird vorläufig keine chirurgischen Fälle in Behandlung neh. men. Wm. Vouee, ein. Blattern Patient tm Hospitale, ist während der Nacht gestorben. John N a d e r und Peter Huhn, zwei der befibekannteften Po liziften wurden vom Sicherheitsrathe auf ärztliche Empfehlung vom Dienste suependtrt, und der PenfionSbehörde empfohlen. ; '
Er sei oder sicher, sagte unser Herr Bürgermeister, daß die Klagen, die ja doch nur aufgebauscht find, bald erle digt sein würden und daß. wenn der Sängerbund in eine Verschiebung des bestes willigen würde, das Kolosseum km nächsten Jahre fertig fein würde. Herr Albrecht Kipp stellte dann den Antrag, die BundeSbehörde zu er. suchen. daS Eüngerfeft auf ein Jahr zu verschieben. In der Diskussion über denselben er klärte sich neben anderen Rednern Herr Leo Rovvaport einer Verschiebung günstig g'ftimmt. Der Antrag fand sodann einstimmige Annahme. Herr Jobn P. Frenzel stellte sodann den folgenden Beschluß Antrag, der durch yebendeS Votum einstimmig Annahme fand; Beschlossen, daß diese Ver. kammlung dem Mayor Bcokwalter ihre Zustimmung und Bewunderung aufspricht, für seine Bemühungen, eine Stadtballe und Auditorium zu erbauen, da eine solche unserer Anficht nach eine der ersten Nothwendigkeiten der Stadt ist. Wir bedauern die Umtriebe, seine Bemühungen zu hintertreiben und be trachten dieselbe als eine öffentliche Ka lamität. - Wir versprechen ihm unsere persön liche Unterstützung in seinen weiteren Bemühungen, seine Pläne zu Ende zu führen.
Will Erbschaft reklamiren. Martha McLaughlln, die Schwester des mit durchschnittener Kehle aufge fundenen Farmer? JameS D. Mc Müllen, erschien gestern in der Coro nerö Office, um bezüglich der Dispo fition der von diesem hinterlassenen Werthsachen, sowie auch der dem ffarmer CbarleS Hauß ausbezahlten Summe Rücksprache zu nehmen. Die Frau sagt, daß ihr Bruder periodisch auf Sauftouren ging, gewöhnlich aber schnell wieder aufnüchierte, und dann lange Zeit hindurch garnicht? trank. Auch soll er, ihrer Aussage nach gei ftkg unzurechnungsfähig gewesen sein, und zwar bis zu einem solchen Grade, daß er während seiner Afälle seine Verwandten mit geladenem Revolver zwang aus und abzumarschiren. Ge wöbnlich Überfiel man ihn dann hin terrückö und entwaffnete ihn, damit er kein Unhell anr'.chten konnte. Frau McLaughlin ist entschlossen, alles von ihrem Bruder verschenkte Eigenthum zu Gunsten der Erben zu reklamiren und wird sie fich dleserhalb mit einem Anwälte in Verbindung setzen. , L e roy Dann er, 582 Nord Tremont Ave., wurde gestern von den Detektivs Hauser und Simon verhaftet und unter die Anklage der Unterschla gung gestellt. Danner ist angeklagt, seinem Arbeitgeber August Saffel, ei nem Möbelhändler, $61 in Baargeld vorenthalten zu haben. Ralph Faulk aus PittSburg, Pa.. und William O. Newkirk aus Sovington, tty., verschafften fich gestern dadurch ein freies Nachtquartier, daß sie in Quinn'S Althandlung ein theu reS Fahrrad zu versilbern suchten. Quinn ergriff einen der Burschen und hielt ihn fest, während der andere von den Radlern Chine und Schlangen eingefangen wurde. DaS Fahrrad war Eigenthum deS Herrn Watson. der dasselbe, am Seitenwege an der Oft Market "Straße hatte ?ehen laffen. ..' ,
Erleichterung snr die Bedräng-
ten. Das Steigen der Fluthen hat aufgehört. E v a n S v i l l e. Die Gefahr einer weiteren Ueber schwemmung ist nach Erklärung deS officiellen Wetter Beobachters von heute an, wieder glücklich einmal vor über. Der Fluß soll endlich stationär werden und in den nächsten Tagen wird er fich wohl dazu bequemen müssen, fich in sein natürliches Bett zurückzuziehen. Erst wenn der Fluß mindestens um zehn bis fünfzehn Fuß gefallen fein wird, wird fich der enorme Schaden, welchen die Überschwemmungen an gerichtet haben, annähernd feststellen lassen. In der StaatS(auptftadt scheinen mber die Zahl der durch die Hochfluth aus ihren Wohnungen vertriebenen Personen höchst übertriebene Angaben verbreitet zu sein. Abermals wurde dem Mayor gestern vom Gouverneur Hülfe angeboten. Die Depesche, welche er an Mayor Boehne sandte, hatte folgenden Wort laut: .Ich habe einen Brief von Bürgern auS Nevburg erhalten, in welchem dieselben mir mittheilen, daß die dar tige Bevölkerung fich in großer Noth befinde. Untersuchen Sie die Sack laze und lassen Sie mich per Tele graph Näheres wissen. I. Frank Hanly." Der Mayor telegraphlrte hierauf zu rück: Newburg hat etwa 125 hülfsbe dürftige Personen, welche durch die Hochfluth in momentane Ncth gera then find. ES hat fich dort ein HülfS Comite gebildet, welches fich der Noth leidenden annehmen wird. Ich habe demselben mitgetheilt, fich mit Ihnen in Verbindung zu setzen. John W. Boehne, Mayor." CvanSdille selbst ist doch und trocken und hat unter der Hochfluth daher nicht viel zu leiden. Sollten wir später be deutende Hülfe gebrauchen, so werden wir uns vielleicht an Sie wenden. Zur Zett können wir die Sltuatton noch U meistern.Da Hülföcomite charterte gestern die beiden LauncheS .The Bachelor" und .Catherine". Die ergere hatte die Feuerwehrleute Cecil und Carter und die letztere den Feuerwehrmann Grant und Heilsarmee Capitän Lever an Bord. Die Böte begaben sich nach den ober halb der Stadt befindlichen Field's und StanSdury Farmen und retteten einen Mann. Namens John De Baptifte und zahlreiches Vieh und Geflügel. Heute werden keine Hülfsbote ausge sandt werben; eS sei denn, daß von be drängten Farmern speziell darum er sucht wird. DaS Städtchen Enterprisesteht drei Fuß unter Wasser und der größte Theil der Bevölkerung ist ge flohen. Nur ein einzige? Gebäude ist bis jetzt von den Fluthen verschont ge blieben. T e l l City hat durch die Hoch fluth außerordentlich gelitten. Viele Bewohner mußten aus ihren Wohnungen flüchten; im Bahnhof steht das Wager vier Fuß tief und die Stadt wäre von der Außenwelt vollständig abgeschlossen, wenn die TelephonVer bindung nicht arbeitete. Ein Drittel der Stadt steht unter Wasser. Gouverneur Hanly hat Hülfe angeboten, dieselbe ist bis jetzt jedoch nicht angenommen worden. Taylorville, eine Vorstadt vyn Terre Haute, ist öde und verlassen. Das Hochwasser der letzten Tage hat den Wabash derart angeschwellt, daß die Niederungen überschwemmt find und die Bewohner gezwungen waren, ihr Heil tn der Flucht zu suchen. Nörd lich von West Terre Haute ist da? Wasser an einzelnen Stellen sechs Fuß tief . in der Landstraße. Die Pump statlon ist ebenfalls unter Wasser. Die Straße nach St. Mary's ist theUvelse übnguthkt. : Ueber tausend Personen
find obdachlos geworden. Zahlreiches Vieh und Geflügel ist ertrunken. Bei Petersburg ist derWhlte River nach wie vor im Steigen; es wird jedoch erwartet, daß er heute das Maximum erreichen wird. Die Woh nungen vieler Familien find feit vier zehn Tagen von Wasser umgeben. Der Wabash Fluß brach heute Nacht durch den Damm bei Maria Pond, sieben Meilen nördlich von Bin cenneS. Ind., und vier Meilen nörd lich von Emerson, Ind. Mehr als zehntausend Acker Land wurden über schwemmt.
Nachrichten aus Jndiana. Clinton. John Sabo, ein Slave, welcher hier eine Spezerelwaa renhandlung betreibt, hatte eine Aaa. renladung seiner Waaren nach dem drei Meilen südlich von hier befindlten Minen.Lager gefahren. Auf dem Aöck wege rutschte sein Pferd einen Damm hinab in einen Wassergraben, wo Mann und Pferd ertrunken aufgefun den wurden. Sabo hinterläßt eine Wittwe und vier Kinder. M u n c i e. Die Jlo Oel Comp. .i&4 tklB. n..ixi nr... iiyii unui y,iiycu vieuui luye U( einen EinhaltSdesehl gegen die In dkana Naturgas und Oel Company ein, um die Angeklagten zu verhindern, fernerhin durch Saugpumpen Natur gas in die noch Chicago führenden Röhrenleitungen zu pumpen, da hier durch das Gas auSj allen Gasquellen der Nachbarschaft herauSgesogen werde, wodurch die Eigenthümer der Letzteren finanziell bedeutend geschädigt würden, und außerdem der (gebrauch von Na turgaSpumpen gegen die Gesetze von Jndiana verstoße. Die Jlo-Besellschaft führt mehrere Zeugen vor, welche aussagen, daß sie, ehe die Jndiana Gesellschaft ihre Saug pumpen in Fairmount in Betried setzten, genügend GaS für ihren Bedarf hatten und konnte sogar noch die Tln Plate Mill in GaS City mit Feuerung versehen. Sobald die Saugpumpen aber ihr Werk begannen, verschwand das Gas nach und nach gänzlich und jetzt sei der Zug an den Bohrlöchern so stark, daß die Luft und auch leichtere Gegenstände in deren Nähe mit hinein gezogen würden. Alle Oel und NaturgaS.Jnteressen ten find auf den AuSzang deS Prozesses gespannt, da, sollte derselbe von der JloGesellschast gewonnen werden, die NaturgaSzufuhr von den Gasfeldern von Jndiana nach Chicago dadurch aufhören müßte. L a p o r t e. Die Eisenbahn-ttom misfion von Jndiana hatte eine Anzahl von Vorladungen an verschiedene Bahnbeamten und Zugbedienftete er lassen, um eine gründliche Unter suchung über die Ursachen der letzten drei Bahnunsälle tn Jndiana, welche bei Woodville. Fowler und Sanford stattfanden und bei denm Über 100 Personen getödtet wurden, anzustellen und über geeignete Schritte zu bera then, welche derartige Vorkommnisse möglichst verhindern. H e n r y d i l l e. Eine Dynamit explosion richtete im Hause von George Kallendach. fünf Meilen von hier, gro ßen Schaden an. Kallenbach. ein ChausseeAufseher, hatte eine Quantität Dynamit nach Hause gebracht, welche er in einer Kiste versteckte. . Am Abend wurden kleine Küchlein in den Kasten gesetzt, und zur Warmhaltung desselben setzte man den Kasten auf den Ofen. Der Kasten wurde überhitzt und das Dynamit ex plodirte. Alle Fenster im Haufe wur den demolirt und zwei der Kinder wur den gefährlich verwundet. Herman Moeller'S Halle, Südwest Ecke Noble und Market Str. Helene E g a n , 1603 Broad way, eine vielversprechende junge So pransängerin der Stadt ist gestern Abend einem Herzschlage erlegen. Frl. Egan war Solistin der College Ave. Baptisten Kirche,' sowie auch de, Ply raouth CongregkUiLn. , ,
