Indiana Tribüne, Volume 30, Number 130, Indianapolis, Marion County, 24 January 1907 — Page 5

Jndiana Tribüne, 2. Januar 1007

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Esgcnthuznsllnn der Assen.

Ihre Freude a glitzernsen Gegenständen. Ixt Schlacht im Mangohai. Wenn man unter Eiaenthumsssnn die Anschauung versteht, daß ein Eegenjtano fern Äesttzer allem mit Ausschlun aller anderen aehöre. so findet sich eine solche bei allen höher organi)ixun toeiqopren. tote zeigt s:ch namentlich deutlich hinsichtlich des Futters. bealiÄ der fiimaen. der Laaerstatte. d?r Höhle oder des Nestes, sowie eines bestimmten !ahraebletes. Ten entwickeltsten (Zigenthumssinn besitzt untreltig der Hund. Deshalb ist er als Wäckter den Menscben besonders lieb und werth. Er unterscheidet auch genau das Besitzthum seines Herrn von andern. Wie steht es nun mit dem Eiaenthumssinn d:s Assen, der seiner körverlichen Vesckaffenbeit nack.dem Menschen viel näher steht, als der Hund? An sich i)t ja D:r Äffe ganz besonders von der Natur bevorzuat. um Eiaenthum zu erwerben, denn Gebiß und Echnare! anderer Thiere können sich mit seiner Sand nickt messen. Es kaminen jedoch viele Umstände hinzu, die einen etwa aufkeimenden Eigenthumsstnn bei den Vierhändern unterdrücken. ISunacrM schwelten sie der Nahrunassuche wegen wie Nomaden umher, von festen Wohn- und Schlafstätten kann also nicyt die wtot sein. Daß der Affe trotzdem einen Eigen thumssinn bellst, kann nach den Beob achtungen an gefangenen Thieren nicht im mindesten cezwelselt werden. Darwin fiai beobachtet, dak im zoolvaischen Garten ein Affe, der schlechte Zähne hatte, einen Stem zum Oeffnen der Nüsse benutzte und die Wärter versicherten ihm, daß der Affe den SteiY nach dem Gebrauch im totroh verberge und nicht zugäbe, daß ein anderer Afs ihn berühre. Der Eigenthumssinn der Affen ist der des Menschen: Webe dem. der ihm etwas fortnehmen will; was er aber emem anderen durch Gewalt oder List entreißen kann, das aehört ebenfalls ihm. Der starke Pavian untersucht cesyald die Backentaschen der Meerkatzen und nimmt mit Seelenruhe, was er dort vorfindet. Die Wohnstätten kommen, wie ge sagt, bei den Affen wegen ihres nomadisirenden Lebens nickt in Betracht. Dagegen scheinen Kämpfe um das Jagd- und Nahraebiet bei Affenbeer den keine Seltenheit zu sein. Brehm schildert, wie zuweilen zwei Banden von Hulmans aneinandergerathen und erbittert um das von der einen besetzte Wohngebiet oder um verlockendeFruchtgärten kämpfen. 1 Hughes schildert neuerdings einen solchen Kampf, der anscheinend um den Besitz eines Manaohaines geführt wurde. Zunächst betheiligten sich nur führende Männchen, zwei aeaen eins, als aber das eine der zwei durch einen Biß in die Kehle und Aufreißen des Halses getödtet war. eilten auch etliche Weibchen rniuu: die sem Angriff erlag das beim ersten Gange Sieger gebliebene Männchen, und von seiner nun fliehenden, ohnehin schwächeren Bande schien die stärkere einige als Gefai.zene aufzugreifen. Am deutl?chsten kommt der Eigenthumssinn der Affen bei Gegenständen zum Ausdruck, die ihnen zum Spiel oder zur Unterhaltung dienen. Besonders erfreuen sie sich an Spiegeln und glitzernden Gegenständen und werden nicht müde, diese immer wieder zu beschauen. So erzählt Pechuel-Lösche von einem zahmen Affen, der eine Leidenschaft für ein Jfolationsthermometer gefaßt zu haben schien. Kam der Bierhänder frei und wußte sich unbeobachtet, so sprang er danach und entführte es. Er freute sich offenbar am Glitzern des Glases, behandelte es aber stets so sorglich, daß das Instrument, selbst wenn es mit auf Bäume oder Dächer genommen wurde und ihm abgeschmeichelt werden mußte, doch nie zu Schaden kam. Versunkene tadte in Turkcstan. Der englische Forscher A. Cahn. der verschiedene Forschungsreisen in Rus-sisch-Turkestan gemacht hat. berichtet im Geographical Journal" über interessante archäologische Fund:. Auf dem Grunde des Sees Jssykkul liegen Trümmer von Städten, die nach einer alten Ueberlieferung von früheren furchtbaren vulkanischen' Katastrophen herrühren. In Koi-Sary an der südöstlichen Küste des Sees, circa 40 Met len von Prjevalsk. fand man im Wasser Uebcrreste von Hausutensilien, wie Gefäße aus gebranntem Thon, die mit geraden und spiralförmigen Linien ver.ziert waren, sowie Knochen von Menschert und Hausthieren. Wenn das Wasser klar ist. soll man die schwachen Umrisse von Mauern und Gebäuden erblicken können. Für genaue Forschungen müßte man mehrere Boote zur Verfügung haben; an der südlichen Küste bis Prjevalsk ist jedoch kein Boot aufzutreiben. Man nimmt an. daß diese Ueberreste von einem Volksstamm herrühren, der sich, aus Westchina durch die Hunnen vertrieben, im 2. Jahrhundert v. Chr. hier angesiedelt hatte und bis zum 5. Jahrhundert n. Chr. in jener Gegend verblieben war. Ein Bild R a f f a e l s . siznirt 1514. das Porträt eines Bruders des Papstes Leo X., ist in Paris für $106,250 verkauft worden.

Deutsche Rokm'alsclZuk. Die Gründung der Anstalt u:;d was sie in erster Linie bezweckt.

rufnakzmebediugungkn-Bksuch ttt JHnle. Acutzcre und innere (rinriztung-Nutzen 9ti Internats Vielseitige usbildung. Ter .'klirplan. Wohlhabende Freunde und Gönner der deutschen K lonialbewegung haben in Witzenhausen bei Kassel mit.finanzielle: Unterstützung aus Neichsmitteln die Kolonialschule, Wilhelmshof" genannt, eingerichtet, die erste und einzige ihrer Art, die es in Deutschland gibt. Tie Anstalt will in erster Linie praktische Landwirthe. Pflanzer, Weinund Obstbauer, Wirthschafts- und Plantagenbcamte für die deutschen überseeischen Ansiedclungsgebiete heranbilden, jungen Leuten den Uebergang zur praktischen Kolonialarbeit bahnen, ihnen dadurch einen Theil der Überseeischen Lehrzeit ersparen und sie gleichzeitig auch körperlich für den Aufenthalt und die Arbeit in den Kolonien rüstig machen. Aufgenommen werden junge Männer von 17 bis 27 Jahren. Trotz des Hochschulcharakters, der d:m Institut eigen ist. wird bei der Aufnähme von dem Besitz bestimmter Berechtigungsscheine und Reifezeugnisse abgesehen, und verlangt wird nur ein gesunder kräftiger Körper, wackere Gesinnung. Fleiß und guter Wille. Wie sehr die Schule bereits in Anspruch genommen wird, obwohl sie erst im Jahre 1899 gegründet wurde, geht daraus hervor, daß die ungefähr 70 Schülerstellen, für welche die Anstalt Raum hat, sämmtlich besetzt sind und daß beim letzten Semesteranfang zahlreiche junge Leute, die sich zur Aufnähme meldeten, abgewiesen werden mußten. Ein Gang durch die Anstalt gewährt zunächst ein Bild von ihrer äußeren Einrichtung. Alle Schüler haben ihre Wohnung im Anstaltsgebäude. Einer der Gründe, die für diese Form maßgebend waren, besteht darin, daß die jungen Leute vor dem Kneipenleben bewahrt bleiben, denn die Erfahrung hat gelehrt, wie gerade unter der Tropensonne der Alkohol die Arbeitskraft schwächt, und daß der sogenannte Tropenkoller meistens nichts anderes ist. als die üble Folge von zu reichlichem Spirituosengenuß. Fast alle Gesellschaften. Behörden, Private, die sich an Wilhelmshof" mit dem Ersuchen um Zuweisung von Personal wenden, nehmen ausdrücklich auf diesen Punkt Bedacht. Man kommt durch die hübschen freundlichen Wohnräume der Schüler, wo die Betten mit Decken belegt sind, weil Federbetten der Abhärtung wegen ausgeschlossen sind durch die Lehrsäle, dann im Garten durch die GeWächshäuser, das Laboratorium, die Sattler-. Stellmacher-, Tischler-, Schuhmacher- Kind Schmiedewerkstätten, die Molkerei, den Milchviehstall, die große Reit- und Turnhalle, ferner in dem umliegenden Gelände durch die Baumschulen. Obstpflanzungen, Weinberge. Tabaksanlagen u. s. w.. alles Stätten, die mit dem Lehrplan in Verbindung stehen. Schein aus ihrer bloßen Aufzählung geht hervor, wie bei der Ausbildung die verschiedensten künftigen Lebenslagen und Wirthschaftsbedürfnisse des Schülers in's Auge gefaßt werden. Der Lehrplan ist zwei- bis dreijährig und umfaßt allgemein bildende, wirthschaftliche und technische Fächer sowie Turnen, Fechten, Reiten. An Einzelheiten unter diesen Fächern seien herausgegriffen: Kolonialpolitik. Einführung in die Volks- und Kolonialwirthschaft, Grundzüge des Kolonialrechtes. Agrar-, Handels- und Verkehrspolitik. Naturwissenschaften. Tropengesundheitslehre, ein Samariterkursus. Sprachen (darunter auch Suahell), Landwirthschaft. Gärtnerei und Forstwissenschaft mit besonderer Berücksichtiguna der tropischen Verhält nisse. Buchführung u. s. w. Das wichtigste unter allen diesen Fächern ist naturllch das der tropischen Landwirts)schaft. Man beabsichtigt. Witzenhausen zu einer standiaen Untersuchunasstation für tropische Produkte zu gestalten und dort ein Tropenmuseum zu begründen. woran es bis jetzt in Teutschland noch fehlt und wozu in Witzenhausen durch die Unterstützung der über See ziehenden Schüler leicht die Möglichkeit geboten ist. Salut für RationalHymne. Die Armeevorschriften sind dahin abgeändert worden, dak alle aktiven Soldaten und Offiziere, wenn immer die Nationalhymne The Star Spangled Banner" bei formellen Anlässen auf Militärstationen gespielt wird, stramm Achtung stehen müssen. bis die letzten Töne verklungen sind. Dieselbe Ehrung soll auch den Nationalhymnen anderer Nationen erwiesen werden, wenn dieselben aus Höflichkeit während der Anwesenheit eines Revrasentanten jener Nation gespielt werden. utttrm lerner ane tar Spanaled Banner" bei Anlässen gespielt wird. wie sie von den Mmtärvorschriften vorgesehen sind, so soll dasselbe nur einmal durchgespielt werden und es sollen keine Wiederholunaen stattfin-

oen. als solche, die durch die Noten bedingt sind.

Bzcan.PublizistiK.'

Eine tägliche Zeitung mitte aus dem WeU' , meere herauegegebeu. Die Ozean-Publizistik ist natürlich recht jungen Datums. Die Möglichkeit, mitten auf dem Weltmeer eine tägliche Zeitung zu schaffen, war erst mit der Erfindung der Funkentelegraphie gegeden. Freilich, schon früher gab es wohlgelungene Gelegenheitszeltungen, die auf den atlantischen Dampfern für die Passagiere und unter allgemeiner Mitarbeit der Passagiere verfaßt und gedruckt worden sind, doch handelte es sich nur um lustige Gelegenheitsschop fungen. Der Bruch des magischen Kreises der Abgeschlossenheit wurde erst durch den Funkspruch möglich. Obgleich auch. wenigstens für den Ozean, der Funkspruch seinen Vorläufer hat. Die Ham-burg-Amerika-Linie hatte z. V. schon 1900 ihren Schnelldampfern versuchsweise Brieftauben zur Uebermittclung von Nachrichten von hoher See miiaegeben. Eine wirkliche Lösung der un umerorocyenen icachrich:en - frraqe brachte jedoch erst die drahtlose Telegraphie. Im Sommer 1903 wurdet! die ersten Marconistationen auf den Ozeandampfern errichtet. Zunächst handelte es sich bei der Uebermittlung von Depeschen um kürzere Strecken; Marconigramme konnten nur , in der Nähe der Küste oder eines anderen, mit entsprechenden Apparaten ausgerüsteten Dampfers aufgefangen oder befördert werden. Durch Anschläge oder einfache Bulletins wurden diese Depeschen dann den Passagieren bekannt gegeben. Tie Erfindung des Longdistance-Apparates ermöglichte es, Marconigramme über größere Entfernungen zu senden. Da mit war die Möglichkeit zur Heraus gäbe -einer Zeitung gegeben, die den Passagieren täglich die neuesten Ereignisse bringen konnte. Diese Longdi-stance-Marconigramme werden nur d:s Nachts befördert, da das Licht einen nachtheiugen Emsluß auf die Beweaungen der elektrischen Wellen zu haben scheint. Schon seit Ende drs Jahres 1905 läßt di: Hamburc--Am?ri!a-Linie ein? täglich: Bordeiiunz erscheinen, die sich seitdem immer v.:ti)z vervollkommnet hat. Dies ist die erste Zeitung der Ozean - Publizistik. Manch: Schiff? andere? Nationalitäten pflegen als An fang der täglichen Menukarten kurze Marconigramme über wichtige poli tische Ereignisse mitdrucken zu lassen Aber eine regelmäßige Zeitung auf dem Ozean erscheincn zu lassen das ist cm deutsch:? Erfolg. Dieses erste Organ der Ozean-Pub-lizistik heißt Atlantisches Tageblatt" und wird auf folgenden Dampfern der Hamburg-Amenka-Llme unentgeltlich vertheilt: Amerika." ..Kaiserin , Au guste Viktoria." Teutschland." Hambürg." Moltke" und Blücher." Es ist eine wirkliche Zeitung, ein hübsch illustrirtes Blatt in handlichem Quartformat. Die feuilletonistischen Vor drucke werden zum Theil an Land hergestellt. Die Redaktion befindet sich im uteranschen Bureau der Hamburg Amerika-Linie in Hamburg. Ganze Seiten von Annoncen in deutscher und englischer Sprache beweisen den ge schäftlichen Erfolg." Die täglichen Drahtnachrichten findet man auf der ersten Seite. So lasen Fnscoer, die auf der Ruckfahrt nach der Heimath waren, mitten auf dem Ozean spaltenlange Berichte über die Erdbebenkatastrophe von San Irancisco. Auch die Auflageziffer der deutschen Ozean-Publizistik ist nicht qering. Solch ein Schnelldampfer ist eine kleine Stadt in sich selbst, und in nahezu 4000 Exemplaren lesen taglich die Reisenden ihre Ozeanzeitung. jllnvicrsteucr in Frankreich. Die Erhebung einer Klaviersteuer in Frankreich ist von der Kammer der

Abgeordneten genehmigt worden. Das Haus zeigte seine besondere Antipathie gegen Leute, die Klavier spielen, dadurch, daß es einem Vorschlag, an Stelle der Einführung einer Klaviersieuer die Steuer für Automobile zu erhöhen, seine Zustimmung ausdrücklicü versagte. Für gewöhnliche Hausinstrumente sind 10 Francs (etwa $2) jährlich zu bezahlen. Konzertflügel werden doppelt so hoch besteuert, weil sie doppelt so viel Lärm machet, für Orgeln sind 100 Francs zu bezahlen, weil sie die Ruhe am meisten stören. Harmoniums sind merkwürdigerweise steuerfrei, obwohl sie, schlecht gespielt, noch mehr auf die Nerven fallen als Pianos. 'Mustklehrer brauchen keine Steuer zu zahlen, dagegen werden die gewerbsmäßigen Klavierspieler dazu herangezogen. Die P a n t h e r d a in c. " Unter diesem Namen stellt sich gegenwärtig die Französin Mademoiselle Irma Loustan aus Paris in allen größeren Städten Europas als SehensWürdigkeit zur Schau. Die zarte weiße Haut der sonst hübschen jungen Dame, weist zahlreiche, verschiedenartig geformte dunkle Flecke auf, welche eine fellartige Behaarung tragen. D er d i a y u u i g t A , e r - fügtet ist das Nhinozeros. Seine Haut ist so fest und zähe, daß ihr die Kralle des Löwens und des Tigers nichts anhaben kann, und daß "der Hieb eineZ Säbels, ja nicht einmal d'e Kugel . einer gewöhnlichen Flinte sie durchdrinat. ' - ,

Das Berliner crkchrsmuseunr

Jntereffante Sammlung von ttcgknstSnötn aus itm 5llcnbal,nwefen. Das kürzlich in Berlin eröffnete Verkehrs- und Vaumuseum ist im Cebäude des ehemaligen HamburgerVahnHofs untergebracht und bedeckt einen Flächenraum von über 5000 Quadrat Metern. Das Gebäude selbst wurde zur Aufnahme des Museums einer gründlichen Erneuerung unterzogen. Wenn wir durch das schmucklose Portal des Gebäudes eingetreten f.nd, so befinden wir uns in einer arone dreischiffigen Halle, der frühern Bahnbofshalle. die man durch ein Schmuck thor in der Mitte unterbrochen hat. Vor uns stehen eine aroße Anzahl Mo delle von Lokomotiven. Eisenbabnwagen und Maschinen jeder Art. Wir sehen da Lokomotiven im Modell, di: sozusagen den Biedermeier-Typus der Lokomotive darstellen, z. B. eine sögenannte Lokomotive von 1858. Mit mehr Respekt betrachten wir die oewal tigen Typen heutiger Schnellzugslokomotlven. die Modelle von Spelsewaaen. die Vorrichtungen, die das Signal- und Sicherungswesen veranschaulichen. Als interessantes Stuck fallt uns das Mo dell in die Augen, welches das Aus wechseln von deutschen und russischen Wagen, die verschiedene Spurweiten haben, an der deutsch-russischen Grenze darstellt. Zu den wichtigsten Theilen des Eisenbahnbaues gehört , der . eigentliche Streckenbau mit allem, was dazu geHort der Schienenstrana mit Schwellen. Weichen und Kreuzungen. Dieser wird uns ebenfalls m zierlichen Modcllen vorgeführt, die an Wechnachtsspielzeua erinnern, aber dem sehr ernst haften 3weck des Studiums gewidmet sind. Wir sehen auch ganze Häuser in kleinem Format wiedergegeben, so die Lehrlingswerkstatt zu Nippes, wie (in andern Sälen) die großen Werkstätten der Eisenbahn, z. B. die Hauptwerkstätte zu Opladen. Hinter der Halle befindet sich in einem besonderen Eebäude eine größere Stellwerkanlage mit allen Gelersanlaaen. die dazu aeboren In den etwa 20 Sälen, die zu beiden Seiten der großen Halle liegen, veranschaullchen andere Modelle die verschiedensten Seiten des heutigen Eisenbahnbetriebs. Wir seben alle Türen von Güterwagen, Kohlenwagen, wie sie im Saarrevier verwandt werden, Kanonentransportwagen, wie sie Krupp in Essen braucht. Die seinerzeit vielbesprochenen Schnellwagen der Versuchsstation Marienfelde kann der Besucher hier qenau besichtigen. Ein besonderer Raum ist der Fahrkarte gewidmet; mit den verschiedensten Arten der heutigen Fahrkarten können wir die in Riesenformat gehaltenen Fahrscheine der älteren Zeit vergleichen. m Fahrkarten-Drucl- und Verkaufsapparat arbeitet vor unseren Augen; in demselben Raum befindet sich das Modell eines Billettverkaufs. Verschiedene Säle enthalten Modelle aller möglichen Kunstbauten, Brücken, Tunnels, Bahnhose und Schuppen. In dieser Aothei luna seben wir u. a. Nroben der Ma soltta, die in Cadinen in der Fabrik des Kaisers hergestellt wird. Von besonderem Interesse für den aufmerksamen Besucher sind diejenigen Zimmer, die der Statistik gewidmet sind. Man kann da einen Einblick in die Zablenverhältnisse der preußischen Staatsbahn thun. An den aravbischen Darstellungen hier zur Vergleichung sind die Zeitraume von 1886 bis 1905 herangezogen sehen wir. welche Rke senmaße der moderne Eisenbahnverkehr angenommen hat. wie z. B. der Guter verkehr um das Siebenfache gestiegen ist. Nach einer Berechnung benefen sich die Eesammteinnahmen der preußischen Staatsbahnen im Jahre 1905 auf rund 1,000.000,000 Mark, wovon auf den Personenverkehr 441.000.000 Mark kamen. Im Besitz der Staatsbahn sind 14.837 Lokomotiven. 27.393 Personenwagen, über 300.000 Güterwagen. Cine schauerliche Nacgt. , Der Käser Matthias Eiband in Seeg bei Füssen. Bayern, wollte eines Abends nach dem eine halbe Stunde entfernten Seeweiler an seine Arbeit gehen, gerieth aber bei dem Schneestürm und der dichten Finsterniß vom Wege ab auf den mit einer dünnen Eindecke überzogenen Secger See. Achtmal brach er durch und achtmal arbeitete er steh wieder heraus, bis er endlich auf einer mit einer Schnecwehe bedeckten Eisstelle mitten im See einen schwachen Stützpunkt fand. Zum Glück vernahm man von Seeg aus seine Hilferufe und eilte zu seiner Rettung herbei. Aber im Tosen d:s Sturmes vermochten die Männer nickt zu sagen, von welcher Richtung die Hilferufe kar.-n. Endlich um 11 Uhr. nachdem die Retter den See dreimal umsonst umkreist hatten, ließ der Schneesturm nach und man konnte zeZt feststellen, wo sich der Verunglückte fand. Unter eigener Lebensgefahr und erst nach IZstündiger Arbeit konnten die beherzten Retter den Verunglückten, der inzwischen noch dreimal eingebrochen war und nur schwimmend zu einer festeren Stelle qelanqte. beraen. Trok des. sechsstündigen Aufenthaltes in dem eisizkaltcn See hatte der Cerettete we!ler keinen Schaden genommen. , 'In der Orange RiverK o ko n i e.' Südafrika, werden j2hrlich . von den. Elnc-eborenen 300,000

Schafe gestohlen. I

Allerlei.

Zur Präsidentin der litcrarischen Scktion des Madrider Llthc-näunis wurde Senora Einilia Pardo Bazan erwählt. Tie Hamburger Bürgerschaft ist bei Berathung eine ürsorgegescycö energisch für die gleichberechtigt'it' arbeit der Zrau auf dem Gebiete der städtischen Fürsorge Angetreten. D i e Zahl der TelephonSubskribenten, welche täglich vom Wettcrbureau in Washington, D. C.. Wetterprophezeiungen erhalten, ist im verwichenen Geschäftsjahre auf über 1.000.000 gestiegen. Außerhalb von Washington existiren 105 Wetterstationen, durch welche täglich 25.000 Wetterkarten ausgegeben werden. Die Leichen der verstorbenen Mitglieder des österreichischen KaiserHauses werden in der Kapuzinergruft in Wien beigesctzt. ihre Eingeweide finden jedoch in kupfernen Gefäßen in den Katakomben der Stefanskirche Aufnähme, während die Herzen in silbernen Urnen in der Lorettokopelle der Augustinerkirche aufbewahrt werden. Zum Festhalten der Serviette ist ein neues Geräth, ein Bügel, erfunden worden, der mit einem einzigen Griff federnd um den Hals gelegt werden kann. Bodenuntersuchunqen stellte das Ackerbau-Departement in Washington, D. C.. im letzten Fiskaljähre in 29 Bundesstaaten und -Terri-tonen an. Die Untersuchungen erstreckten sich auf ein Areal von 12.370.240 Ackern. Im Ganzen sind bis jetzt von dem Departement an 76,000.000 Acker unkersucht worden. Der Unrechte gelyncht. Es hat sich nun herausgestellt, daß ein Carl Stierle, welcher vor ungefähr 30 Jahren nahe dem jetzigen Dakota City, Nebr.. wegen angeblicher Ermordung einer jungen Frau gelyncht wurdet eines unschuldigen Todes starb. In einem Schreiben an den Polizeichef von Omaha. Nebr.. erklärte ein O. O. Stierle aus New Orleans, ein Sohn des Gelynchten, daß ein kürzlich dort im Gefängniß gestorbener Sträfling ihm gestanden habe, daß er den Mord, dessentwegen Stierles Vater seinerzeit gelyncht worden war, selbst begangen habe. Bis dahin wußte der Sohn überhaupt gar nichts von der an seinem Vater verübten Voltsjustiz." Zerstörte Vörseneffekt e n. Bei einem Eisenbahnzusammenstoße bei Ottcrsberg, Hannover, bei dem 5 Zugbedienstete getödtet und 13 verwundet wurden, sind mit vielem Bahnmaterial auch Börseneffekten im Nennwerthe von 20.000.000 Mark vernichtet worden. Diese Werthpapiere waren an Bankhäuser in London, Brüssel, Antwerpen sowie Paris bestimmt und sollten zu der monatlichen Schlußabrechnung dienen. Infolge der Vernichtung der Effekten hat die Ultimoregulirung eine empfindliche Verzögerung erfahren. Die zerstörten PaPiere selbst sind ersetzbar, doch nimmt die Ersetzung erhebliche Zeit in Anspruch. dq vorher die gesetzliche Ungiltigkeitserklärung für die Originale erfolgen und andere Formalitäten erledigt werden müssen. Ronrattpöirase. Nit der Ergreifung des Mörders war dem Arm der Gerechtigkeit ein großer Stein vom Herzen gefallen. Acix so! Freund: Kommen Dir auch mal Gedanken, die Du vor längerer Zeit hattest, zurück?" S ch r i f tst e l l e r : Oh ja. wenn ich ein? Marke beilege." Sindlicizo Anslixannnfl. Klein Lieschen: Der Strauß ist doch 'n recht dummes Thier." M a m a: Warum?" Klein Lieschen: Wenn ich so schöne Federn hätte, ich trüge sie alle auf dem Kopfe!" A,iscliuttnkzstttttevric!it. Ja was soll denn das Plakat hier im Kuhstall bedeuten?" Dös bab' ? 'reing'hängt. damit sich die Viecher tbzx

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