Indiana Tribüne, Volume 30, Number 130, Indianapolis, Marion County, 24 January 1907 — Page 4
Judtana Tribüne, 2fl Januar R7
Jnd'iana Tribüne. Hnaulgtgtdtv Itx tvdng . Indianapolis, Ind.
Harry O. Thudiu Präftdeut. WcschäftSlocalt lo, 31 Süd Delaware Straße. TELßPHONE 269 E ttred t the Pott Office ot Indianapolis ai tcond eins matter. Heute Abend findet im Deutschen Hause die fcbr wicktize Eitzuna der lokalen Ftftdehörde mit Hinzuziehung der Finanz und HalleN'ComtteS statt, in der Mittel und Wege gefunden wer den sollen, die Abhaltung deS Eünger fefteS deS .Nord.Amerikanischen Sän gerbundeZ" im Juni d. I. hier zu er möglichen. Die Hallenfrage ist der einzige Punkt, an dem das Süngerfeft zu scheitern droht. Ader ein gu ter Wille ermöglicht Alles, und so wollen wir hoffen und wünschen, daß die hochangesehenm Mitglieder der Jeflbehörde heute Abend von einem solchen guten Wil l e n beseelt sind, daß der Tele graph" morgen früh den Deutschen der Stadt Indianapolis und Umgegend und ollen deutschen Zeltungen in den Ver. Staaten freudevoll melden kann: Das Sänqerfeft des .Nord Amerikanischen Sängerbundes- findet v o m 19. b i S 22. I u n i d. I. hier in Indianapolis statt ! uö der Bundeshauptstadt. (Fortsetzung ) Profkffor Clliott erklärte heute, er habe nicht die Absicht gehabtvor dem nächstwöchentlkchen Termin deS KomiteS für Mittel und Wege weiter auf die Peirce'sche Angelegenheit einzugehen, da aber Peirce den Name deS derftor denen Staatssekretärs Hay in die Sache hineingezerrt habe, so erachte er eS für angemessen, ohne Zögern die korrekte Verston zu geben und damit nicht bis zur nächsten Komite Sitzung zu war ten. Sekretär Hay-, so konyatirt Prof. ölliott, hatte b!S zum Morgen des 8. Januar 1905 keine positiven Be weise dafür in Händen, daß der Scha denanspruch für die Beschlagnahme des Schiffe? .I. Hamilton LewiS betrü gerischer Art sei und daß der damalige Hilfssekretär Peirce diesen Anspruch durch falsche Darstellung der That fachen als einen scheinbar rechtsgültigen zurechtgestutzt hatte, trotzdem eS seine Pflicht gewesen wäre, als Beamter deS Staatsdepartements denselben zurück zu weisen. Das ist meine Beschul digung.' WaS seine Gebühren anbe trifft, so geht mich daS nichts an. Diese Frage habe ich niemals besonders her vorgehoben, obschon eine Menge Leute sehr verschobene Ansichten darüber ha ien. Herr Hay war krank, als ich ihm die Beweise für Peirce's AmtSmi'ß. brauch im Einzelnen vorlegte. Da ihm diese Beweise in Form eines vertraulichen Memorandums vorgelegt wurden, so ist eS wahrscheinlich genug, daß Herr Hay das Dokument nicht in den Archiven deS StaatSDepartementS deponirte. Herr Hay verfiel dann bald in die tödtliche Krankheit, welche ihn veranlaßte, am 5. März aus dem De partement zu scheiden, und die ihn nicht lange darauf abberief. Herr Hay konnte also kaum etwas in der Sache thun. Daß Herr Root nichts von die ser Affäre wußte, als er am 26. Ja nuar den Brief an den Präsidenten richtete, in welchem er Peirce ein Rein llchkeitS.Certifikat ausstellte, ist sehr möglich. Indessen wird daS ganze Be welSmaterial nunmehr an'S Tageslicht kommen. Inzwischen sollten die Freunde Peirce's, welche den guten Namen deS verstorbenen John Hay mißbrauchen, indem sie, um Peirce reinzuwaschen, behaupten, Herr Hay habe dessen un gehörige Vorgehen gebilligt, vorfich tigseln.Auch im Repräsentantenhause lft ein Wechsel in der demokratischen Führer schaft zu erwarten. Wie eS heißt wird die MinoritätSpartei im nächsten Kon greß nicht ihren bisherigen Führer John Sharpe Williams vonMisfisflppt, sondern Champ Clark vom ö. Mis sourier Distrikt die Nomination für das Amt des Sp"echerS zuwenden. Das ist in diesem Falle nicht ganz eine leere Ehre, sondern gleichbedeutend mit sei er Auswahl zum. Wortführer seiner Parteigenossen im' Hause nd giüt ihm außerdem Gelegenheit die Politik seiner Partei zu sormulinn, vaZ vor. einer
Präftdentschaftö-Kampagne von großer
Bedeutung ist. Er hat bei der Besetzung der Aus schüsse die geeigneten Männer aus sei per Partei zu ernennen und beeinflußt in großem Maße die Kaukusbeschlüsse. Er selbst vertritt gewohnheitögemäß die Minorität als Senior seiner Partei genossen in dem wichtigen Ausschuß für Mittel und Wege. Williams hat den Erwartungen nicht ganz entsprochen iObschon ein Mann von bedeutendem Wissen, mit in Deutschland erworbener Univerfitätöbildung und ein echter Ty puö deS südlichen Gentleman, fehlt ihm doch die durchgreifende Energie, diese Vorzüge zur Geltung zu bringen. Sr ist schwerhörig, von schwacher Stimme und unscheinbarem Aeußeren. Clark. der auf nicht minderer Bildungsstufe steht, ie er, erfreut sich eines mäch tigen Organs. Wo Williams nicht durchdrang, erzwäng sich Clark Gehör mit seines Basses Grundgewalt. Wil liaS bewirbt sich um den Posten eines Senators. Sein Gegenkandidat ist Gouverneur Vardaman, der bekannte Negerhasser. Wenn es ihm gelingt, diesen zu schlagen, so wäre seine Füh rerschaft im Hause soakeso zu Ende. Schallende Ohrfeige für On sei Sam. Bei dem unliebsamen Zwischenfall, bei dem dem amerikanischen Admiral DaviS vom englischen Gouverneur Ewettenham die Thüre in Kingston recht derbe gewiesen wurde, muß man die ganze Angelegenheit im richtigen Richte betrachten. WaS hätte ein ame rikaner Gouverneur aetban. wenn ein britischer Admiral unter ähnlichen Um ständen sich in seiner (unerbetenen) Hül'eleiftung so aufdringlich gezeigt und so selbherrlich betragen hätte, wie eS der amerikanische Contre Admiral DaviS da unzweifelhaft ge than hat? Wir zveifeln keinen Augen blick, daß der amerikanische Gouverneur ganz ebenso, wie Herr Kwettenyam. gethan hätte. ES mag ja sein, daß der stolze Brite Briten find ja gewöhnlich- stolz die amerikanische Hülfe nicht gerne sah. Aber keinAmerikaner kann trotzdem verkennen, daß die Zurückweisung unseres unberufenen Admirals durch den ftol' zen Brtten m der fform korrekt. aber in der Durchführung gröblich in sultirend war. DaS Sprüchwort sagt: Was Deines Amtes nicht ist, da laß' Deinen Fürwitz. Und unser Admiral hat die weise Lehre, die dieses Sprüch wort enthält, von vornherein nicht be folgt. Unsere Marine ging ungerufen nach der Erdbebenftadt Kingston, und sie ging nicht nur ungerufen, sie griff. dort angekommen, auch in einer Weise in die .Herstellung der Ordnung- und in die Aufrechterhaltung der Ord nung" em, als oo fte nicht Fremdling auf der Insel, sondern der Besitzer und Verwalter derselben wäre. Daß sie dabei Übel anlaufen könnte, wenn den britischen Behörden die Sache nicht ge fallen sollte, das hätte sich der Admiral im Voraus sagen müssen. Jedoch der höhnische Spott in dem Briefe deS stolzen Gouverneurs war in einer Weise angebracht. Wollte Herr Swettenham die amerikanischen Seesol baten nicht auf britischem Gebiete dul den, so hätte er das in passenderer Form erklären können. ES war nicht nothwendig zu schreiben, daß das ame rikanische Konsulat durch mit Knüppeln bewaffnete Soldaten vertheidigt werden könnte, und daß britische Kriegsschiffe eS sich nie einfallen ließen, New Yorker Bankiers gegen Einbr cher zu schützen. Seinen Ungezogenheiten setzte der Gou derneur die Krone auf, indem er den gekränkten Admiral ganz ungebührlich lange warten ließ, als dieser ihm sei nen Abschiedsbesuch machte. Als einziger Entschuldigungsgrund für diesen der ganzen amerikanischen Nation zugefügten Affront wäre, daß der stolze britische Gouverneur in Folge der Crdbebenkataftrobhe die geistige Ba lance verloren haben könnte. Sein Nervensystem muß jedenfalls schwer er schüttelt sein und seine schnelle Addern sung von seinem Gouverneuröposten würde ein kleines Heilpflafter auf die tiefe JnfultirungSwunde der amerika Nischen Nation sein. Die größte und passendfteNuSvahl von Ochnitt blumen und OlumenftüSen kür alle freudigen und traurigen Ereignisse. Qir find jederzeit gern bereit bei der Auswahl behülfiich zu lein. Oertermann Qroö. o. 241 Olafs. Nve. tu
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Der Dlcro Yorker astn.
Natürliche Vorzüge, Verbindungen und Mängel des Hafens. Schiffsverkehr - Vrpor im Import Zahl er Bassagikre-Siscnbal,nen und anäle. Unzulänglichkeir Fahrwassers Hohe Piermiethe. In einem bemerkenswerthen Ze! tungsartikel spricht sich der General Direktor Albert BaUin von der Ham-burg-AmcrilJ'-Linie über die Frage aus, Wus New York zu thun hat. um seine Stellung als Centrum des Schiffsahrtsverkehrs zu heben." Ballin gedenkt zuerst der wunderbaren natürlichen Beschaffenheit des New Yorker Hafens, durch welche diesem von vornyerem Vorzüge zu Gebote steben. die von den aroken europäischen üäfen trotz Aufbringungen vonMillionen und Millionen kaum erreicht werden können. New York ist daher heute einer der größten Hafenplätze der Welt. In dem am 30. Juni 1906 zu Ende gegangenen Fiskaljahre fuhren 4403 Schiffe von fremden Häfen in den Hafen von New York ein. Sie brachten der mächtigen amerikanischen Republik Produkte aller onen. Fabrikate aller Nationen. Ver gnügungs- und Geschäftsreisende und die Einwanderer aller Völker. Gleichzeitig yaven 5914 Schisse den Hafen nach allen Theilen der Welt verlassen. New York steht in direkter Verbindung mit 184 fremden Hasen und verfugt über nicht weniger als 35 Damvfer linken nach Europa. 17 nach CentralAmerika. 14 nach Süd-Amerika. 5 nach Asien und 3 nach Australien. Der Gesammtwerth aller aus New Nork abgegangenen Exportsendungen belief sich im vergangenen Jahre auf $607, 160.314. denen Jmportsendungen in Höhe von $734,350,823 gegenüberstanden. Auf diese Jmportsendungen wurden Zölle von nahezu $200,000,000, oder etwa 65 Prozent aller im ganzen Lände erhobenen Eingangszölle, eingenommen. An Passagieren wurden im vergangenen Jahre im New Yorker Hasen 1.423.606 qelandet. Der New Norker Hafen beüt.t eine unvergleichliche Uferfront, welche MeiIen und Meilen von vortrefflichen An kerplätzen für Schiffe bieten. Dazu gesellen sich noch so viele Eisenbahnen, oie in oer (tadt New York munden und ihre Schienenstränge über den ganzen gewaltigen Kontinent ausdehnen. Auch die Wasserwege, welche die Verblndung mit den großen Seen herfielien. wie der Hudson- und der ErieKanal, sind von hervorragender Wich tigkeit. Die jetzt im Bau begriffene Erweiterung und Vertiefung des EricKanals, welche es ermöglichen, daß Lastkähne von 1000 Tonnen Gehalt ötejen Wasserweg benutzen können. wird zur Steigerung der Wichtigkeit des New Norker Hafens aanz bedeutend beitragen. Dagegen gibt es aber auch Faktoren. welche dazu beitragen, dem Wachsthum oes New Yorker Hafens einen Rieael vorzuschieben und es beträchtlich zu verzögern. In erster Linie ist die Unzulänglichkeit des Fahrwassers im Hafen anzuführen. Für moderne Dampfer mit großem Tiefgang gibt es nur einen Schifffahrtskanal, dessen größte Zitt 31H ftufe beträgt. Da viele Schiffe einen größeren Tiefgang besitzen, sind diese außer Stande, jemals bis zu ihrer völligen ??assunaskraft Ladung einzunehmen. Die geplante Vergrößerung der modernen Ozean--riefen ist dadurch völlig ausgeschlossen. Vin zweiter Kanal, der eine Tiefe von 40 Fuß und eine Breite von 2000 Fuß erhalten soll, ist jetzt im Bau. Ein zweites Hinderniß sind die unverhältnlkmaßig hohen Miethen, welche die Stadt New York für die Piers berechnet und durch welche die Schifffahrt im Verkehr mit New York keine Förderung erfährt. In Folge der Ueberbürduna aller in New Jork mündenden Bahnen mit Geschasten. haben diese den Transport großer Stapelartikel, die nur billiae Frachtraten zahlen, vernachlässigt, zumal es ihnen auch an dem rollenden Material dazu fehlte. In Folge dessen sind fast alle Getreldcsendungen nach den südlichen Häfen. New Orleans und Galveston. dirigirt worden, und über New Nork ist der Versandt von Vodenerzeugnissen fast ganz eingestellt worden, so daß Dampfer, die auf derartige Fracht rechneten, leer ausgingen. Ballin schließt seinen Artikel mit den Worten, daß der Hafen von New Nork. wenn er fortfahren will aus der Bahn, der bedeutendste Haft.'i der Welt zu werden, der billigste, sicherste und bequemstc Hafen sein muß. M ü n z t a b c l l e. DI? Werthe ausländischer Münzen im Vergleich zum Dollar variiren je nach den täglichen Geldkursen. Ter Durchschnittswerth einer deutschen Mark ist 23.8 Cents; eines französischen Franc 19.3 Cents; einer österreichschen Krone 20.3 Cents; einer italienischen Lira 19.3 Cents; eines englischen Pfund Sterling 54.86; eines russischen Rubels 39.8 Cents; eines mexikanischen Dollars 52.8 Cents; eines chinesischen Tael 68.3 Cents; eines spanischen Peseta 19.3 Cents, u. s. w. Da s moderne'' Alter f ü r ' s H e i r a t h e n ist gegenwärtig vom 27.-32. Jahre bei Frauen und vom 30. 45. Jahre bei Männern.
Ei interessanter Pati:nt. Jn meiner Klinik habe ich jetzt einen höchst merlwurdrgen Patienten. Er bildet sich ein, statt des Blutes Benzin in den Adern zu haben; dabei tutet er sortwayreno wre eine Huppe, saust im Zimmer umher und wirft die Model um. Und wie definiren Sie den Fall? Als Paranoia vraecor." I, keine Spur. Das ist doch ganz ausgez prochen Auto - Suggestion! Arme Nitter. Zwiebc.-c! wird erst in Milch halb geweicht, darauf ir vrrqulrtiem, ieicyigezalzenem lii ganz durchzogen, und zwar von beiden Sei ten, und zuletzt in geriebenem Zwieback gewälzt. In flach Pfanne und reichlich gutem Schweweschmalz bäckt man die panirten Zwiebäcke von oben und unten schon goldbraun, walzt sie varaur m Zucker und 3immt und reicht sie zuletzt heitz mit Vanillen sauce. Apfelmit Creme. Man schält die Aepfel. schneidet sie in der Mitte durch, entfernt das Kernhaus, legt die Äeptet in Wem. taucht sie dann in Mehl und bäckt sie in deinem Sckmal, schön goldbraun. Danach richtet man lie aus einer Schussel bergig an. gibt in einen Topf 1 Pint gute Sahne. 6 Eigelb, etwas aeriebene Mandeln. ein Stück auf Limone abgeriebenen Aucler. 2 Losscl voll Mehl, quirlt alles zusammen auf der Glutb. bis es dick wird, schüttet es über die Aepfel. stellt die Schüssel eine Weile in die Back röhre und gibt die Aepfel mit Zucker i.Ilreut warm zur Tafel. Mohrengemüse. 3 Pfund junge Mohren, auch Mohrrüben genannt, werden geschabt und sofort in kaltes Wasser gelegt. Darauf schneidet man sie in feine fingergliedlangz Streifen, gibt sie in einen Tovf und läßt sie mit einer Prise Salz. 3 En lös sei voll Butter und ebenlovie' Zucker während einer Stunde weich kochen. Es darf nur so viel Wasser zugegeben werden, daß dieses mit den Mähren in gleicher Höhe steht. Kurz vor dem Anrichten verquirlt man et was Weizenmehl in kaltem Wasser. gießt dies zum Gemüse und läßt letzteres noch einige Male aufkochen. Prinzeßsuppe. Hühnerfleisch wird mit Kalbfleisch und Ochsenmark feingehackt. Darunter mischt man geriebene Semmel. Eier und süßen Nahm. Die Masse wird passirt und. wenn e nöthig ist, mit Bouillon verdünnt oder mit geriebener Semmel verdickt. Davon formt man kleine ovale Klößchen, die man kurz vor dem Anrichten mit kochender Fleischbrühe übergießt. Man gibt sie dann in klare Bouillon und fügt-Salz und Muskatnuß bei. Einiae Eiaelb auirlt man mit süßem Rahm, legirt hiermit die Suvve und servirt sie mit Spargel. Abgebrannte Semmelklöße zu Braten. Man schneidet die Rinde von einigen Semmeln ab, weicht sie in Wasser oder Milch ein. drückt sie in einer Serviette aus, setzt sie mit einem guten Stück Butter zum Feuer und rührt, bis sich die Masse vom Topfe loslöst. Dann läkt man die Masse erkalten, gibt Salz und 14 Eier hinzu, sticht Löffelklöße davon ab und kocht sie rn Salzwasser. Reis mit vergrabenem Kalbsbraten. Halbes Pfund ReiZ wird blanchirt, in Wasser halb angequollen, mit auter Bouillon auf gefüllt und weich und dick aekockt. Hierauf streicht man eine Blechschüssel oder einen Backnapf gut mit Butter aus und streut die Form leicht mit Semmel aus. Darauf kommt die Hälfte Reis; Scheiben Kalbsbraten werden darauf gelegt, auf dieselben gut abaewasserte und abaevunie. in Stückchen aeschnitiene Sardellen und in Butter aeschwidte feine Kräuter. Dann wird das Ganze mit der übrigen Rers zugestnchen. Etwas zerlas sem Butter, mit zwei Dottern verquirlt, wird darüber gestrichen und dick mit Käse bestreut. Diese Sveise wird eine Drittel Stunde in wohl durchheiztem Ofen gebacken und eine ardellensauce dazu servirt. Italienische Eier. Secks bis acht Eier kocht man hart, kühlt sie ab, schneidet sie in Hälften, legt sie in eine Kasserolle." beleat sie mit zwölf bis vierzehn gewaschenen, entgräteten und zertheilten Sardellen, streut Sah, weißen Pfeffer, aeriebene Muskatnuk. einen Eßlöffel fein zerschnittene und in Butter gedünstete Schalotten und einen Eßlöffel fein gehackte Petersilie darüber, übergießt das Ganze mit 1 Pint kochender, saurer Sabne. länt eS einmal aufkochen und richtet die Er (möglichst in demselben Geschirr von feuerfestem Thon) an. -'
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Württemberg. Stuttgart. Eine in weiten Kreisen bekannte Persönlichkeit. Privatier Karl Körner, ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Karl Körner gehörte wiederholt den bürgerlichen Kollegien vor. Bor einiger Zeit feierte Gewerbehalleaufseher Jakob Bräun sein 25jähriges Dienstjubiläum. Aus diesem Anlaß wurde dem Jubilar von der Vorstandschaft des Vereins der städtischen Unterbeamten eine Ehrenurkunde und ein Geschenk übergeben. Vöckingen. Vor Kurzem feierten hier die Bürstenbinder Tscherningschen Eheleute im Kreise von 7 Kindern und 12 Enkeln das Fest der goldenen Hochzeit. Vom König wurden die Jubilare mit einem Geldgeschenk bedacht, desgleichen von der hiesigen Gemeinde; vom Kirchengemeinderath erhielten sie eine Traubibel in Prachteinband. Calmbach. Als der Taglöhner Proß von hier mit einem Zweispänner Gerüstholz nach Höfen führte, gingen die Pferde durch; Proß wurde geschleift und blieb tödtlich verletzt am Platze liegen. Er starb, noch ehe ärztliche Hilfe möglich war. Fellbach. Als in der Wagnerschen Möbelfabrik ein Motor abmontirt wurde, fiel da große Schwungrad auf den 23jährigen Sohn des Säa und Oelmllllers Kiemle von Winterbach, der den Motor angekauft hat. wobei ihm der rechte Arm vollständig vom Leibe gerissen wurde. Der Verunglückte wurde in das Vezirkskrankenhaus gebracht. Aus Hamburq kommt die Nachricht von der Flucht des InHabers der Fabrik Bintz Corned Beef, des Kaufmanns Walter Bintz. wegen betrügerischen Bankerotts. Wie ftstgestellt wurde, sind ganze Wagenladüngen verdorbenes Fleisch zur Herstellung von Corned Beef verwandt worden. Bintz ist nach Canada ent-. flohen. Die großen Fabrikanlagen befanden sich in Oldesloe. Es soll jeder Beschreibung spotten, in welch' unsauberer Weise die Zubereitung des.. Corned Beef dort vor sich gegangen ist. Nach Aussage des Fabrikpersonals soll überhaupt nur verdorbenes Fleisch verarbeitet worden sein. Die Abnehmer von Walter Bintz sollen übrigens, trotzdem ihnen die Minderwerthigkeit der Waare bekannt war, letztere flott weiter verkauft haben. Hyperbel. Sie glauben gar nicht, wie hoch der Chimborasso ist; ich möcht' fast behaupten, auf den ha ben die Leut' von den anderen Weltenkörpern näher als wir!" uropäischeö Weparenttck. - c Wechsel V CredUgricsc. Postanweisungen, auf alle Städte Europas. Schiffsscheine von und nach Europa. Cn und Verkauf ausländiil schen Geldes. No. 35 Süd Meridian Str. tterekzults National Bank. o der Wille ist, . da ist auch ein Weg, ist eine mächtige Wahrheit, die aus nichts bessere AnWendung findet als auf die Ersparniß von Geld. Während Sie noch jung und aktiv sind und die Zeiten gut, soll en Sie Ihre größten Anstrengungen machen. Unterlassen Sie eingebildete Nothwendigkeiten sowie die kleinen Verschwendungen und beginnen Sie
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mit, dem ersparten Geld ein SparConto mit dieser starken Gesellschaft. Es ist nicht waö Sie verdienen, sondern waS Sie sparen, daS zum Reichthum führt. Lassen Sie dm Januar nicht vor übergehen ohne einen. Anfang gemacht zu haben. Ihr Conto, ob groß oder klein, ist willkommen. HIE IIMIU TRUST COMPANY, TOttel... ..... .. $1,000,00000 Etfttfäuf . 825,000.00
