Indiana Tribüne, Volume 30, Number 129, Indianapolis, Marion County, 23 January 1907 — Page 6

Jttdiana Tribüne, 23. Januar 1907

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Europäische Nachrichten.

Frovinz Sachsen. Magdeburg. Dieser Tage blickte die hiesige Firma Max Stein. Gummi-, Guttapercha-, Asbest-, Treibriemen- etc. Geschäft auf ein L5jcihrige? Bestehen zurück. Nach dem Tode des Begründers führte dessen Wittwe das Geschäft fort, das sich in weiten Kreisen eines guten 2stisehens erfreut. A n n a b u r g. Letztens begab sich die Ehefrau des Hilfsweichenstellers ..!Vi li V. f"X ilinvi um lci uicmicuucn j;ua;cnlampe in den Keller. Unterwegs löste sich die Lampe aus ihrer Einfassung uno ptl aus das telnpsioer. er Petroleumbehälter zersprang und üi wenigen Augenblicken standen die loer der krau ln yellen flammen. Sie lief in ihrer Todesangst Hilfeschreiend auf den Hof, wo schnell hinzueilende Personen die Flammen durch Aufwerfen von Sand und Kleidungsstücken erstickten. Die Bedauernswerthe hatte schwere Brandwunden am ganzen Körper erlitten. Dinge l stä d t. Vor einiger Zeit wurde der Kutscher Andreas Kirchberg von hier aus der Chaussee zwischen hier und Helmsdors infolge Scheuwerdens der Pferde von einem schweren Erntewagen heruntergeschleudert und überfahren. Die Näder gingen ihm über die Brust, so daß er schwere, innere Verletzungen davontrug. Nach längeren Qualen ist der Verunglückte gestorben. Halle. Von einem Automobil wurde der 13jährige Sohn Kurt des Konditors Gustav Rennert übersahren und getödtet. Den Lenker bei' Automobils trifft keine Schuld. Kleinquenstedt. Dieser Tage feierte der frühere Schneidermeiste? König mit seiner Gattin das Fest der goldenen Hochzeit. Lengenfelo u. St. Das Fest der goldenen Hochzeit konnte letztens in verhältnißmäßig großer Frische das Josef Hartmann'sche Ehepaar feiern. Umgeben von allen Familienungehörigen und Verwandten, zog das Jubelpaar in die Kirche, wo es von Kaplan Leonhard eingesegnet wurde. Ganz besonders erfreut war es über das ihm überreichte Gnadengeschenk von 50 Mark. S ch ö n e b e ck. Dem Arbeiter Lindner wurde für 50jährige treue Dienstzeit in der chemischen Fabrik Hermania Hierselbst das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. stendal. Bei einer Schleppjagd stürzte Leutnant v. Ribbeck so unglücklich mit seinem Pferde, daß er einen komplizirten Schlüsselbeinbruch davontrug. Wernigerode. Vor einiger Zeit feierte der Hauptkassirer Stier sein goldenes Dienstjubiläum. Mrovin- xnnovev. Hannover. Tödtlich verunglückt ist vor einiger Zeit der Saisonarbeite? Nadzy. Derselbe war in der Zuckerfabrik beim Bahnhof Fischerhof beschäftigt und wurde dortselbst von einem Eisenbahnwagen, welcher rangirt wurde, gegen eine Mauer gedrückt. Der Verunglückte, der Vater von fünf unmündigen Kindern war. wurde in das Krankenhaus in Linden gebracht, wo er kurze Zeit nch feiner Einlief?rung starb. Das 25jährige Dienstjubiläum beging vor Kurzem der berittene Schuhmanns - Wachtmeister Rasemann Hierselbst. Von seinen Vorgesetzten und Kollegen wurden dem Jubilar Glückwünsche und Geschenke zu:h:il. Vurgstemmen. Der Hofbesitzer Friedrich Ohlmer und seine Ehefrau. Ama.lie. ged. Nühmekorf. feierten das seltene Fest der gold:n?n Hochzeit. Der Jubelbräutigam ist 85 Jahre und die Jubelbraut 73 Jahre alt. Beide erfreuen sich der besten Gesundheit. D e h n s e n. Auf dem Kaliwerk Desdemona ereignete sich ein schwerer Unglück-fall. Bei der Vornahme von Neparaturarbeiten glitt der Arbeiter Richard Werner von hier von einer Leiter aus und fiel in einen Behälter mit Lauge. Der Bedauernswerth: trug am ganzen Körper schwere Brandwunden davon. Vollern. Die Eheleute Altentheiler Franz Jürgen Niebuhr und Katharine Dorothee Elisabeth, geb. Oetzmann, feierten das Fest ihrer goldenen Hochzeit. Aus dieser Veranlassung hat der Kaiser den Genannten die Ehejubiläumsmedaille verliehen. Harzungen. Letztens brach auf dem Hofe des Landwirthes Karl Jbe auf nicht ermittelte Weise ein Schadenfeuer aus. durch das Ux ansehnliche Ackerhof total eingeäschert wurde. Die ganze reiche Ernte ist vernichtet worden. Das Vieh konnte gerettet werden, ebenso das neue massive Wohnhaus. Stöcken. Im hiesigen Gemeindebezirk wurde die Leiche eines jungen Mannes ans der Leine gefischt und durch die Gendarmerie in die hiesige Leichenhalle gebracht. Nach den bei dem Todten gefundenen Papieren haudelt es sich um den 1883 in Hannover geborenen Dreher Heinrich Stendel. Aus den übrigen Papieren, die in seinem Besitze gefunden wurden, ging hervor, daß Stendel verlobt war und daß demnächst seine standesamtliche Trauung stattfinden sollte. Die Leiche zeigte an der Nase eine ziemlich schwere Verletzung. Wilkenburg. Das seltene Fest dS 60jährigen Lehrrrjubiläumö oab der hiesigen Kirchen imd Schulze.

meinde Gelegenheit. ihrerLehrer, Adolf Vostel. welcher von seinen 50 Dienst-

jähren 39 Jahre an dieser Stätte gewirkt hat, Liebe und Verehrung zu bezeigen. Frovinz Weflfar'en. M ü n st e r. Die Kaiserin hat der hiesigen Oberlehrerin Jakobine Tiemann das silberne Frauen - Verdienstkreuz verliehen. Bochum. Vor Kurzem wurde auf dem Bahnhof Süd der Expedient Kramer von der Firma Arthur Koppel von einer Lokomotive erfaßt und zermalmt. Beck um. Letztens erbänate sidi yterselvs! tn seiner Wohnung am Bett Pfosten der etwa 33jahrige Arbeiter A. Limbrock infolge Säuferwahnsinns, Hagen. Kürzlich gerieth der bei dem Walzwerk Funke & Elbers angestellte 27jährige Lokomotivführer Schrubbert zwischen eine Mauer und eine Lokomotive und erlitt tödtliche Quetschungen. Er schleppte sich bis zum Führerstand und drehte die Ventile ab, wodurch er weiteres Unglück verhütete. Er wurde später bewußtlos gefunden und starb auf dem Wege nach dem Krankenhause. Herford. Mit schweren Kopfwunden wurde letztens die Leiche des 49jährigen Zimmermannes Broäfeld aus der Werra gezogen. Wie zu vermuthen ist, wurde der Mann ermordet und die Leiche in's Wasser geworfen. Es hat sich herausgestellt, daß Brockfeld, der vom Hause mit der Absicht, Weiden zu schneiden, wegging, mit einem stumpfen Instrument über den Kopf geschlagen worden ist. Am Kopfe waren mehrere Hiebwunden und blutunterlaufene. Stellen. Der Thäter hat dann den betäubten Mann in's Wasser geworfen. An einer Weide festgeklemmt, wurde die Leiche gefunden. Ueber den Thäter konnte nichts ermittelt werden. I s e r l o h n. In seiner Wohnung. Nordstraße, vergiftete sich der Schneidermeister Nied Hierselbst mittels Lysol. Der Grund zur That ist undekannt. Langendreer. Mehrere 14bis lojährig: Knaben spielten aus dem neuen Bahndamm mit einem Teschin. Dabei löste sich ein Schuß und die Kugel drang dem Sohn des Bahnwärters Beute in den Kopf. Der schwerverletzte Knabe wurde, nachdem ihm die erste ärztliche Hilfe zutheil geworden war. in's Krankenhaus gebracht. heinprovirrz. Köln. In einem Hause der Schaafenstraße wurde, in einem Sack eingenäht, jfcie Leiche des Schlossers Repol aufgefunden. Dr Sack war mit einer Begleitadresse nach Frankfurt a. M. versehen. Die Hausbewohner gingen achtlos an dem Gepäckstück vorbei, in der Annahme, daß es sich um ein Postkolli handle. Erst durch den Leichengeruch wurden sie aufmerksam und erstatteten der Kriminalpolizei Anzeige. Es ist anzunehmen, daß Repol vergiftet und dann in den Sack eingenäht worden ist. Die Geliebte" Repols. eine Stundenarbeiterin, ist seit einiger Zeit verschwunden. Barmen. An Blutvergiftung starb der Flaschenbierhändler Karl Holländer von hier. Vor einiger Zeit scheute bei einer. Fahrt durch die Lichtenplatzerstraße das Pferd des Holländer und ging durch. Um das Thler aufzuhalten, war Hollande: vom Wagen gesprungen. Er kam zu Fall und wurde, die Zügel festhaltend, eine Strecke' weit mitgeschleift. Hierdurch erlitt er an den Beinen blutige Verletzungen, wodurch, obwohl er i'.i ärztliche Behandlungen genommen wurde, nach kurzer eit eine Blutvergiftung eintrat. Er wurde in's städtische Krankenhaus ausgenommen uno lst bald darauf genorben. B e tz d o r f. Letztens wurde der hier beschäftigte Bahnhcfsarbeiter von Bonati von einer Rangirabtheilung überfahren und sofort getöotet. Der Kopf wurde vom Rumpfe getrennt. Duisburg. Kommerzienrath Elskes hat für den Theaterbaufonds, wozu Kommerzienrath Böninger mit 200.000 Mark den Grundstock legte, 40.000 Mark und für einen Zierbrunnen an der Königstraße 5000 Mark gestiftet. Elberfeld. Ein tödtlicher Unglücksfall ereignete sich an dem großen Geschäftshause von Tietz. Dort war der Klempnerlehrling Karl Guthmann mit Arbeiten auf dem Dache beschäftigt; auf unerklärliche Weise rutschte der Junge plötzlich aus und fiel auf die Straße. Schwer verletzt wurde er in's Haus gefragen. Zwei Aerzte waren bald zur Stelle, der Schwerverletzte wurde in's Krankenhaus gebracht. Dort ist er den erlittenen Verletzungen alsbald erlegen. Die Untersuchung ist eingeleitet. Mülheim. Vor Kurzem ist an der Ruhrbrücke der 70jährige Bergmann Seyen todt aufgefunden worden. Die Umstände ließen aus einen Mord schließen. Wie sich jedoch bei der Obduktion herausstellte,, handelt es sich um einen Unfall mit tödtlichem Ausgang. Seyen ist in betrunkenem Zustande von der Ruhrbrücke lxi Alstaden abgestürzt und unten auf einen spitzen Stein geschlagen, wodurch er sich die Verletzung an der Schläfe zugezogen hat; auch waren dem Verunglückten an der inen Seite

sämmtliche 'Rippen gebrochen, wie er auch sonst durch den Sturz aus be-

trachtlicher Hohe schwere rnnere Ver letzungen erlitten, hat, an deren Fol gen er alsbald gestorben ist. Provinz Kesfen'Iasfau. Kassel. Verliehen wurde dem Sanitätsrath Dr. Friedrich Ende mann Hierselbst der Rothe Adlerorden 3. Klasse mit Schleife, dem Gerichtsvollzieher a, D. Ludwig Berghoff hier, bisher in Homberg. dem Polizel - Sekretär und Polizeikas sen.- Rendauten Philipp Biehl hier. uno oem eyrer a. Wilhelm Berae zu Oersfeld der Kronenorden 4. Klasse, dem Prioatförster Friedrich Linz zu Wrchmannshausen tm Kreise Mchweae das Allaememe Ebrenzer Burghaun. Unser allverehrter Herr Burgermelster Olhewicz wurde einstimmig zum Kreistagsabgeordneten des Kreises Hunfeld gewäblt. F r a n k e n b u r g. Der Kreistag wählte den Bürgermeister Dortz von hier an Stelle des verstorbenen Gutsbesitzers Ueberfrost - Vorsitter als Mitglied des Kommunallandtaaes. Frankfurt. Im Gefängniß in der Hammelsgasse erhängte sich der wegen Einbruchs festgenommene 34 Jahre atte Tagelöhner August Peter aus zaner opven. Kreis Ratb?now. Der Maurerlebrling Karl Bender, o:r vor längerer Zeit von einem Neubau in der Schwalbacherstrciße abgestürzt war. ist im Bockenbeimer Elisabethenkrankenhaus seinen Verletzungen erlegen. F r o n h a u s e n. Der Orts- und Polizeidiener Schneider in Herbstein. weiter voriges 'abr se n 50?äbria?s Amtsjubiläum beaina. stürzte form Nachhausegchen die steilen Treppen yerunrer uno vlied todt liegen. Marburg. Das große Nau'schc Gut ln dem nahen Beltershausen wurce zur 150.000 Mark an ein Handelskonsortium verkauft. Niederaula. In dem benachbarten Torfe Niederjossa befindet sich ein Einwohner, der Auswaler Völker. der nächstens hundert Jahre alt wiro. Mttcrdeutscho Zitcrcrten. Vraunschweig. Der Bäcker Heinrich Kammrath verunglückte in der Bäckerei Südstraße 1 beim Mehlhochwinden dadurch, daß er sich mit einer Hand an dem Seile festchielt. hochziehen ließ und schließlich, als er es nicht mehr aushalten konnte, sich fallen ließ. Dabei erlitt er einen Bruch des Unterschenkels und eine Verstauchung des linken Fußes. Dermbach. Letztens stürzte hier der Tünchermeisier Lässer rückwärts von der Treppe. Er wurde besinnungslos vom Platze getragen und starb, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Ei sen ach. Von einem Straßen-bahn-Motorwagen umgefahren wurde die schwerhörige Frau Bertha Köroer. Die dezahrte Frau hatte beim Sturze einen Schädelbruch davongetragen, der alsbald ihren Tod herbeiführte. Gotha. Sein 25jähriges Jubiläum als Arbeiter bei der Firma Heilbrunn feierte kürzlich Adolf Kallenberg. Das Verhältniß zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer war stets ein gutes. Leopolds hall. Der Invalide Karl Rasche beging mit seiner Ehefrau in körperlicher und geistiger Rüstigkeit das Fest der goldenen Hochzeit. Die Wiedereinsegnung des Paares, dem das übliche Geschenk, eine Traubibel, zutheil ward, erfolgte durch Pastor Baumacker. P o ß n e ck. Kürzlich kamen der taubstumme Fabrikweber Adolf Wilke und der gleichfalls taubstumme Modlleur Blechschmidt gemeinsam auf einem Fahrrade die steile Ranisersiraße herabgesaust. In der Nahe der Rsßnerschen Flanellfabrik kamen beide zu Fall, wobei sich der 25jährige Wilke so schwer am Kopf verletzte, daß er nach kurzer Zeit seinen Geist aufgab. Schleiz. Ein blühendes 18 Jahre altes Mädchen. Fräulein Asta Widder aus Groß - Wankula bei Gräfentonna, die seit etwa einem Jahre in der hiesigen Vurkhardtsmllhle zur Erlernung der Wirthschaft thätig war, hat sich letztens auf ihrem Zimmer die Pulsadern durchgeschnitten. Einige Zeit später wurde das junge Mädchen todt aufgefunden. In einem hinterlassenen Brief hat es als Motiv der That Liebeskummer angegeben. Zerbst. Vor Kurzem feierte das Rentier Friedrich Walther'sche Ehepaar hier seine goldene Hochzeit. Der Herzog ließ dem noch rüstigen Paar eine Jubiläumsbibel überreichen. Falsch verstanden. Dame: Jch habe eine große Vorliebe für mystische Angelegenheiten." Alter Gutsbesitzer: Wie komisch Sie sich ausdrücken, mein Fräulein! Da sagt man doch ganz einfach: Ich interessire mich für die Landwirth-schüft.-Das kluge S ö hn che n. Der kleine Jsäak fällt vor seinem Vater hin. Vater: Gott' der Gerechte. Jsaakche, mußt Du Einem fallen gerad' vor die Füß'?- Jsaykchen: Wie hälfet, Vaterleben, maßt de nicht: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm?" ,

ZkinSerschH. Anstalten zur Aufnahme nißhandeltrr Kinder bei Berlin.

Ursprung der :nverkchutzbeaung-T:,uZ;-vereine in Amerika und England ErsZ,reckli:,e Statistik i Prenfzen-Tie Vriiehung der Kinder. In Zehlendorf bei Berlin besteht ein Haus zu? Aufnahme mißhandelter und vernachlässigter Kinder. Das Institut führt den Namen Kinderschutz." Die Kinderschutzbewegung hat ihren Ursprung in Amerika. Eine Missionarin pflegte im Herbsie 1874 in New Jork eine arme, schwindsüchtige Frau und wurde von dieser gebeten, sich eines Kindes anzl'.nehmen. das seine Eltern in der anstoßenden Wohnung täglich auf das grausamste peiniglen. Die Missionarin versuchte zu helfen, aber vergebens. Tie Polizei lehnte ein Einschreiten ab, weil es an Zeugen fehlte, die ein begangenes Verbrechen nachweisen konnten. Schließlich brachte die Missionarin das bellazenswertle kleine Maochen zu dem Präsidenten des Thierschutzvereins. und mit den Worten: Ein kleines hilfloses Kind ist ja wie ein hilfloses Thier; es darf nicht mißhandelt werden," nahm sich der hochherzige Mann des Kindes an. Auf ferne Anregung erfolgte m New Aort die Gründung eines Kinderschutzvereines, und bald entstanden in allen größeren Städten der Ver. Staaten und Kanadas Kinderschutzrereine. Im Jahre 1889 konstituirte sich in London ein Kinderschutzverein, und heute gibt es rn Großbritannien und Irland kaum einen Ort, der nicht einen Kinderschutzverein hat. Viel später erinnerte man sich in Deutschland der Verantwortung für mißhandelte und vernachlässigte Kinder. Im Sommer 1897 erschienen fast gleichzeitig in mehreren viel gelesenen Blättern zwei Aufsätze, die in erzreifender Weise die Leiden armer Kinde? schilderten. Aus den angeführten Statistiken ersah man, daß im Verlaufe von zehn Jahren in Preußen allein 1700 Kinder sich das Leben genommen. So trat am 26. Oktober 1897 der Deutsche Verein der Kinderfreunde" in's Leben. Es zeigte sich, daß man vor allen Dingen den Kampf aufnehmen mußte gegen Ausnutzung und übermäßige Anstrengung der Kinder, gegen körperliche und sittliche Verwahrlosung und gegen Mißhandlung. Diesen Kampf zu fähren, bildete sich bald darauf der Verein zum Schutz der Kinder vor Ausnutzung und Mißhand lung." dessen Thätigkeit sich über alle Theile des Deutschen Reichs erstrebt; seinen Sitz aber hat er in Berlin. Der erste Grundsatz dieses Vereins ist es. für solche Kinder einzutreten, denen sonst Niemand hilft, ganz gleich, welcher R:!igion und welcher Abkunft sie sind. Waisenkinder und FürsorgePfleglinge werden nicht aufgenommen, denn für diese muß die Gemeinde sorgen. Sind die Kinder noch unverdorben, so werden sie in dem kleinen Asyl in Zosscn untergebracht, das der Verein bereits am 1. April 1901 eingerichtet hat. Dieses Asyl erwies sich bald als zu klein. Durch die Großherzigkeit zweier Vorstandsmitglieder, James simon und Franz v. Mendelssohn, welche die nöthigen Mittel hergaben, wurde die Errichtung eines neuen großen Heims, des Hauses Kinderschutz" in Zehlendorf. ermöglicht. Am 29. Oktober 1904 wurde der Grundstein gelegt, lind seit Ende April 1906 ist das Haus Kinderschutz", bereits bezogen. Ein großer, lichter, luftiger Bau in künstlerisch schönen Verhältnissen, mit den besten und praktischsten wirthschaftllchen und hygienilchen Einrichtungen. von einem riesigen Garten und großen Spielplätzen umqcken, ist das Haus das Ideal eines Erziehungsheims. Es ist vorlaufig zur Aufnahme von 70 Kindern bestimmt, kann aber erheblich crweiterk werden. Kinder unter sechs Jahren kommen nach wie vor in daZ Asyl nach Zosscn. alle übrigen finden Aufnahme im Zehlendorfer Haus. Tie Kmder empfangen hrer mcht nur den gleichen Unterricht wie in den Volksschulen, sondern werden auch ikrcn Fähigkeiten entsprechend praktisch vorgebildet. Ter Garten bietet allen Kindern Gelegenheit, ihre Kräfte zu bethätigen; d größeren Knaben arbeiten in der Schuhmacher- oder der TischlerWerkstätte und erlangen hier eine für alle Berufe wünschenswerthe Handfer tigkeit. Nach ihrer Einsegnung kommen sie in die Lehre, bleiben aber so viel wie möglich unter dem Schutz des Vereins. Tie Mädchen, die während der Schulzeit schon im Nähen, Stricken und in andern Handarbeiten unternchtet sind, bleiben bis zum 16. Iah? im Hause, und indem sie nach der Einsegnunz alle häuslichen Arbeiten vernchten. werden sie zu Dienstboten ausgebildet.', Bestes Material" für E h i n e s c n h e e r. Die örztUche und sons.ic Untersuchung der Rekruten ln China war letztes Jahr so streiig, daß von 6000 Mann, welche m bit Nordarmee eingemustert werden wollten, nur 400 angenommen tourden. Das Kapital aller japanischen Erwerbs- und Handelsgesellschaften ist noch nicht so groß wie daS der Standard Oil Company.

. Allerlei für's .eauS. Weinflecke werden aus farbigen Stoffen mit lauwarmem Seifenwasser oder mit Salmiakgeist entfernt. Bei echten Stoffen kann man auch Wasserstoff - Ueberoxyd anwenden; ob der Stoff echt gesäröt ist, kann man a? einem Läppchen feststellen. Gewächse, die man in Kellern oder anderen Gewölben durchwintert, halte man recht trocken, damit sie nicht vor der Zeit treiben. Die Pflanze befindet sich bekanntlich im Winter im Zustand der Ruhe, bedarf also keiner Nahrung oder nur gerade so viel, daß sie das Leben behält, ohne zu treiben. Je mehr man dies bei der Pflege beachtet, um so schöner und kräftiger wächst sie nachher. Wachsflecke. Man wäscht die Flecke mit warmem Wasser aus und vestreicht sie dann mit einer Masse, bestehend aus 65 Gramm weißer Seife, 12 Gramm Pottasche und 8 Gramm Spiköl. Aus Sammt insbesondere entfernt man Wachsflecke, indem man den Sammet auf einen Tisch breitet, den Fleck mit einem in 5?lunwasser

getränkten Leinentuch bedeckt und einige Mal mit einem mittelmäßig heißen Plätteisen darübersährt. Lackschuhe erhält man lange schön in ihrem ursprünglichen, eleganten Glänze und guter Schmiegsamkeit, wenn man sie nach dem Gebrauche zunächst gut mittels eines feinen baumwollenen Tuches vom losen Staube reinigt und dann recht sorgfältig mit einer durchschnittenen Zwiebel abreibt. Es darf keine Stelle des Glanzleders von dem Zwiebelsafte berührt bleiben; indeß muß auch ein Uebermaß von Feuchtigkeit vermieden werden. Um Kindern das Haar zu kräuseln, brenne man es niemals, wickele es auch nur im äußersten Nothfalle; flechten ist das beste Mittel, das Haar kraus zu bekommen, und handelt es sich einmal um eine Extra-Gelegen-beit, so mache man es in lauter kleine Flechten, lasse das Kind am Waschtisch niederknien , und presse die Zöpfchen zwischen Zeitungspapier mit mäßig heißem Eisen; das schadet nicht im geringsten. Nur nicht das Hzar direkt mit dem heißen Brenneisen in Beruhrung bringen! Es schadet der Weichheit und dem Glanz. Für gewöhnlich flechte man es des Abends in lockere Zöpfe. Behandlung von Ki::derhaar. Eltern machen ein? : großen Fehler durch die Behandlung des Haares der Kleinen mit 'i"m in Wasser getauchten Kamm. D.1 entsteht ein stumpfes glanzlose? Aussehen. Zum Waschen der Kopfhaut nehme man niemals Soda. Ammonia oder Borax, sondern verdünntes Eigelb, das man in die Haut einreibt und mit lauwarmem, klarem Wasser wieder abspült. Das Einfetten der Kopfhaut kann man einmal wöchentlich thun und zwar ist feines Olivenöl, mit etwas Citronensaft gemischt, gut dazu. Die Hauptsache ist aber das folgende: Jeden Morgen und Abends vor dem Schlafengehen bürsten Sie das Haar mit nicht zu harter Bürste (je nach der Dicke des HaarWuchses) viele Male langsam durch, in feiner ganzen Länge, von oben bis unten ruhig durchgestrichen. Diese Prozedur ist es, die das Haar weich und glänzend macht. Um Goldrahmen aufzufrischen. Gold- oder Bilderrahmen kann man mit leichter Mühe und geringen Unkosten auffrischen und ausbessern, wenn diese zuvor einer gründlichen Reinigung unterworfen werden, und zwar durch Sodaseifenwasser mittelst Bürste und wollenem Lappen. Dann werden die schadhaften Stellen, nachdem Alles gewissenhaft abgetrocknet ist, mit nicht zu sehr verdünnter Natron - Wasserglaslösung vermittelst eines feinen Pinsels recht gleichmäßig bestrichen und unmittelbar darauf das zarte, in einem mit feiner Gase vcrbundenen Glase mit weiter Mündung befindlicheBronzepulver aufgestäubt und der Ueberfluß des Pulvers durch schwaches Klopfen von der Fläche entfernt. Das Bronzepulver haftet so fest auf dem Gegenstande, daß dieser selbst ein Poliren mit dem Polirstein (Achatstein) sehr gut vertagt. Zur Ausbesserung schadhaft gewordener Spiegelrahmen wird dieses einfache Verfahren die besten Dienste leisten. Schädlichkeit der Fußboden lacke. So praktisch die rasch trocknenden Fußbodenlacke auch sein möaen. mit denen man leicht selbst den Anstrich der Dielen erneuern kann, so wema zuverlassla ino ie. was ihre Dauerhaftigkeit anbelangt. Auch der Gesundheit können sie gefährlich werden, weshalb man bei ihrer Verwenduna mit Vorsicht zu verfahren hat. Vor Allem sei gewarnt vor Lacken, die Bleiweik oder andere giftige Farben als Zusatz enthalten. Bei der Sprödigkeit des Schellacks (dieser wird in splrnuoser Losung zur Fabrikation der Lacke benutzt) tritt sich der Anstrich verbältnikmäkia rasch ab und lagert sich als feiner Staub in den betreffenden Zimmern auf Möbel und Fußboden. So findet er auch seinen Weg in unsere Atbmunasoraane. Die aerinasten Mengen, längere Zeit dem Organis- . . e.ir.t m in r . MUS einoerleior, yaoen ergtsiungserscheinungen im Gefolge und der Arzt sucht dann meist vergeblich nach ihren

urzagen.