Indiana Tribüne, Volume 30, Number 124, Indianapolis, Marion County, 17 January 1907 — Page 3
Jndlans Mbüne, 17. Januar 1907
Jllterurban Zeit-Tabelle.
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Erdbeben-Unglück Ist bedeutend größer, als anfänglich angenommen wurde; 1000 Todte, 3500 Verletzte.
Wahl eines neuen Erzblschoss. Ter Czar hat Vertrauen zum Premier.
gelungener Banditenstrcich. Sechs große Kriegsschisse in Ban. Castro grollt den Vcr. Staaten. Greiser Krösus erobert schöne Gräsin. Blutige Bemerkung des Schahs. Treuer Ticuer des Czaren verbrannt.
amala. Schaden größer, a 1 8 anfänglich angenommen. St. Thomas. Dänisch West. indZen, 16. Jan. Nach den neuesten Berichten sollen beim Erdbeben in und um Kingston auf der Insel Jamaika wenigstens 1000 Personen um'S Leben gekommen und gut 90,000 sollen hei mathloS geworden sein. Der verur sachte Schaden wird auf wenigstens S10.000.000 berechnet. Kingston, 10. Januar. Ein heftiges Erdbeben suchte am Montag Nachmittag halb 4 Uhr diese Stadt heim. Alle Häuser innerhalb eines Radius von zehn Meilen wurden schwer beschädigt und alle Häuser in der Stadt zerstört. Gleich nach dem Erdbeben brach an mehreren Stellen Feuer aus, welches das entsetzliche Unglück noch be deutend vergrößerte. Der Geschäfts theil Kingstons ist ein Haufen rauchen der Asche. Die Anzahl der getödteten Personen teläust sich auf ung-führ 400 und Tausende find verletzt worden. Die Kirchen, die öffentlichen Amtsgebäude und Hotels find alle zerstört, aber beim Einstürze des fashionablen Conftant Spring Hotels wurde keiner oer nordischen Gäste getödtet. In der letzten Nacht brach das nur noch glimmende Feuer mit neuer Macht aus. Die Neger verursachen gräßliche Szenen, nachdem sie die Wirthschaften erbrochen und sich vollgetrunken haben. Im Milltärhospitale sind 45 invalide Soldaten zu Tode verbrannt. London. 16. Januar. Das ttolonlalamt hat die RegierungSbeam ten auf der Insel Jamaika angewiesen, alle nöthigen Anordnungen zu treffen, um die durch daS Erdbeben und durch das darauf folgende Feuer in der Stadt Kingston Verunglückten und Nothlei. denden mit den nöthigen LebenSmltteln und Kleidern zu versorgen. Der Kreuzer Brilliant-, der bei Bermuda lag, und der Kreuzer 3ndesatigable", bei Trinidad haben den Befehl erhalten, sofort nacz Kingston abzufahren und Hülfe fd leisten. Beide Kreuzer find je 3000 Register. tonS groß und haben eine Besatzung von 550 Soldaten. Größere Detache mentö Soldaten von den Kriegsschiffen sollen in Kingston gelandet werden, da mit dieselben Pzlizeidlenfte ausüben und Ruhe und Ordnung aufrecht er halten. Kingston bestand hauptsächlich aus einstöckigen, mit VerandaS umgebenen Gebäuden, die einen der schönsten und sichersten Häfen in Weftindien umschlie ßen. Die Einwohnerschast, ungefähr 62.000 Köpfe zählend, bestand zum größten Theil aus Negern und Mulat ten; nur etwa 2,200 weiße Personen hatten ihren Wohnsich dzseldst. Kingston hat schon diel unter Siür men, Erdbeben und Ueberschwemmun gen gelitten. Im Jahre 1692 wurde Port Royal, das am Ende der den Hafen von Kingston bildenden Land zunge liegt, von einem Erdbeben zer stört und von den 3000 Häusern blke ben damals nur 200 stehen und ein Theil der Stadt versank ganz im Meer. Nach dieser Kathaftrophe fiedel ten die Ueberlebenden nach der Ebene von Lkgnanea über, wo dann die Stadt Kingston entstand. Im Jahre 173Z richtete eine Feuers brunft in Kingston einen Schaden im Betrag von 82.500.000 an, und im Jahre 1343 wurde die Stadt abermals von einer Feuersbrunft heimgesucht. die für 515,000,000 Schaden an richtete. Deutschland. Wahleineö neuen Czb! s ch 0 f S. G n e s e n, 16. Jan. DaS Domka pitel der Crz.Diecöse Posen versam melte sich heute tm KrönungSsaale, in dem früher die Könige von Polen ge krönt und gesalbt wurden, und nomi nirte sechs Crzpriefter, deren Namen der preußischen Regierung vorgelegt wird, aus denen dann der Nachfolger des verstorbenen Erzbtschofs Moas.
-Ein
StadlewSki erwählt wird. Die preußi sche Regierung sucht sich den ihr an günstigsten gesinnten Kandidaten her aus und der Papst ernennt denselben dann zum Erzbischof. Die Wahl des neuen CrzbischofS ist von außerordentlich großer politischer Bedeutung, weil der Erzbischof die Macht hat, die lebhafte Agitation für ein Vereinigtes Polenreich- in den Oftprovinzen Preußen'S zu hemmen. Keine Militär. Jnftruktoren nach Marokko. Berlin, 16. Jan. Gegenüber dem Spektakel, der sich ln englischen und französchen Blättern anläßlich der Nach icht erhoben hat, daß deutsche Offiziere als ttavallerie'Jnftrukteure nach Ma rolko beurlaubt seien, hält es die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" für angebracht, Oel auf die Wogen zu träufeln. Zur Beruhigung der Lärm macher konftatirt das Blatt, das Ma lot v. Tschudi. VorftandS-Mltglied des Berliner Vereins für Luftschiffahrt. le diglich als technischer Berather deS Sul tans nach Marokko gehe, um bei der Einführung technischer Neuerungen mitzuwirken. Rittmeister Wolf vom Dragoner.Regiment Königin Olga in LudwigSburg begleite den Major als Gehülfe. Die Meldung, daß die Bei den als militärische Instrukteure beru fen seien, wird auf daS Entschiedenste dementirt. Gleiche Schwierigkeiten auf beiden Seiten. B e r l i n. 26. Jan. Die Sitzun gen der deutsch.amerikagischen Tarif kommlsfion dürften sich noch eine Weile hinziehen. Die amerikanischen ttom missäre wollen wissen, wag die Deut schen ihnen bezüglich der Zulassung amerikanischen Fleische?, amerikani scher Frucht und anderer Produkte für Konzessionen machen wollen, finden aber, daß die deutschen Kommissäre in Folge der bevorstehenden Wahlen zu rückhaltend find. Ebenso finden die deutschen Kommissäre, daß ihnen die Amerikaner bezüglich der Aussichten im nächsten Kongreß für Gewährung der gewünschten Tariferlelchterungen wenig Verläßliches versprechen können. Daher die ziemlich unerwartete Verzögerung. Rukland. Der Czar hat Vertrauen z u m P r e m i e r. St. Petersburg, 16. Jan. Das gestern veröffentlichte Dankreskript des Czaren an 'den Premier Stolypin und die übrigen KabinettSmitglieder hat den Zweck, die periodisch wieder kehrenden Gerüchte, daß Stolypin noch vor dem Zusammentritt des neuen Parlament? ausscheiden werde, endgül tlg zu beseitigen. Dem kaiserlichen Reskript folgt die Ankündigung, daß der RelchS.Kontrol leur von Schwanebach, dessen Vermal tung kürzlich auf's schärfste getadelt worden war, den Alerander Newöky Orden, die höchste russische AuSzelch nung. erhalten hat. Generalprokura tor JSwolSki vom veiligen Synod ist zum Minister des kaiserlichen Hause. ViceAdmiral Dubassow zum Mitglied der L andeSverthkidigungS.Kommisfion und Neldhardt, der zur Zelt der Ju denverfolgungen ln Odessa dort Prä fekt war, zum Senator ernannt worden. Der ReichSrath zählt, dem heute der. öffentlichen Verzeichniß zufolge, unter seinen Mitgliedern auch den ExPre mier Grafen Witte. Sin gelungene? Ban d i t e n st r e i ch. Warschau, 16. Jan. Zwischen den Eisenbahnstationen Diernebcz und Weft.Warschau wurde letzte Nacht von einigen Terroristen ein verwegener ZugSüberfall ausgeführt. Die Ban dlten hielten den Train auf freiem Feldes, durchsuchten die Passagiere und verschwanden, nachdem sie reiche Beute gemacht hattm, wieder im Dun kel der Nacht. , Der Expremier GrafWltte, gegen den auf Anstiften der Reaktionäre ein Akten tat verübt worden ist, hat sich eut
schlössen. Rußland für immer zu der
lassen. Heute reifte der ehemalige Mi Uster.Piäftdent nach Brüssel ad, wo ein Schwiegersohn Gesandter des Cza ren ist. Von Belgien wird Graf kr gius sich wahrscheinlich nach Paris begeben. Treuer Diener des Cza ren verbrannt. Moskau, 16. Januar. Graf Nikolaus Tolstoi. Verwalter der kaifer. llchen Besitzungen in der Provinz MoS. kau, verbrannte heute in seiner Woh ung in der Nähe dieser Stadt. Eine Frau und zwei Prodinzialbeamte, die beim Grafen zum Besuche waren, und zwei seiner Diener verbrannten eben falls. Der Graf hatte gerade feine Frau aus den Flammen getragen, als er nochmals in das brennende Wohn Haus stürzte, um die unter seiner Ver waltung stehende kaiserliche Kasse zu holen; im selben Augenblick stürzte daS Gebäude ein und begrub ihn in einem Flammenmeere. Im Gefängnisse von LuganSk hatten fich die Besangenen Waffen besorgt und griffen heute die Wächter an. Erst als eine Abtheilung Soldaten eine Salve auf die Gefangenen abgegeben hatte und zwei derselben getödtet und drei andere schwer verwuudet wurden, erga den fich die übrigen Meuterer. Frankreich. Sechs große Kriegsschiffe t m B a u. Paris, 16. Jan. Die Kon trakte für die weiteren vier Schlacht schiffe, welche ln dem französischen Flottenprogramm für daS Jahr 1906 vorgesehen waren und deren Bau kurz vor Neujahr engeordnet wurde, sind vergeben und Frankreich hat nunmehr sechs große Schlachtschiffe ln ttonftruk tion. Sie werden die Namen Dan ton". Mlrabeau". Voltaire- Dlde rot", Condorfet" und Verginauderhalten. DaS französische Marine Ministerium hat die Lehren deS ruf fisch.japanischen Kriege? und nament lich der Schlacht im Japanischen Meere in der gleichen Welse, wie die Marine Ministerien der übrigen Großmächte, lnterpretirt und baut große Schiffe. Dieser Beschluß wurde gefaßt trotz der Vorstellungen deS Admirals Fournier, welcher große Ilotlllen von Torpedo und Unterwasserbooten als zur Ver theidizung der französischen Küsten besser geeignet, empfohlen hatte. Ein jedes der neuen Kriegsschiffe wird ein Deplacemet von 18.350 Tonnen und Turbinenmaschinen von 22.500 Pferde stärken, die mit ihren vier Propellern eine Geschwindigkeit von neunzehn Knoten entwickeln können, erhalten. Ihre Kohlenkapazität wird auf 2000 Tonnen bemessen, so daß ihr AkiionS radiuS bei einer Geschwindigkeit von zehn Knoten 3130 Meilen betragen wird. Sie werden eine sehr starke Panzerung, beschütze von dem schwer ften Kaliber und eine Besatzung von je 31 Offizieren, sowie 630 Mann er. halten. Venezuela. Castro grollt den Ver. Staaten. C a r a c a S, 16. Jan. Venezuela wird sich, einem Beschlusse seiner Re gierung zufolge, nicht an der JameS town'er Ausstellung beteiligen. Die Krankheit des Präsidenten Castro wird als Grund angegeben. Da Castro aber vor zwei Wochen amtlich als wieder vollständig genesen bezeichnet wurde, so steht man klar, daß man eS mit einer leeren Ausrede zu thun hat. Persien. Blutige Bemerkung des Schah'S. Teheran, 16. Jan. Der neue Schah entwickelt nach dem Beispiel se! neö Großvaters einen überraschenden Regierungseifer und ist fest entschlossen, Perlen in jeder Beziehung zu heben. Vor allem will er unter allen Umftän den Ruhe und Ordnung ausrecht er halten. Dieses werde ich erringen", sagte er zu einem seiner ersten Staats beamten, .denn ich weiß, daß einige abgehauene Köpfe besser wirken als ein halbes Dutzend Polizisten."' Schisssnachrichten. Southampton: Kaiser Wilhelm der Große" von Bremen nach New York via Cherbourg. New York: Samland von Antver pen; Masfilia- von Marseille; .Majeftlc von Liverpool und QueenStown; .Flnland nach Antwerpen. London: .Mesaba' von New York. Liverpool: .Teutonlc" von Nev York.
Großbritannien. Greiser Krösus erobert schöne Gräfin. L o n d o n, 16. Jan. Ein mit Ro mantik vermischter Skandal, in dessen Mittelpunkt der bekanntlich schon seit vielen Jahren hier ansässige amerikani sche Multimillionär William Waldorf Aftor steht, hat die englische Gesell schaft in riesige Aufregung versetzt. Der amerikanischeKrösuS steht angeblich im Begriff, sich mit der gegenwärtigen Gemahlin des Carl of Weftmoreland zu verbekrathen und hat die Dame an geblich bewogen, ihren Gatten auf Scheidung zu verklagen. Der Carl soll, da seine bessere Hälfte ihn doch satt hat, und er sie wahrscheinlich auch, ganz mit der Lösung seiner Ehe einver Landen sein. Die Gräfin von West moreland ist ungefähr 35 Jahre alt.
und Herr Aftor nahezu sechzig. Das Schatzamt hat jetzt wieder 100.000 Unzen Silber für Münzzwecke zum Preise von 69.25 Cents die Unze angekauft. Die Bahnarbeiter Walter Poor man und John Schlosser von Piqua. O., wurden heute Abend von einem Schnellzuge der Penna. Bahn auf dem Bahndamm bei Urdana, O., überge fahren und auf der Stelle getöstet. W.T. Meade, ein Farmer in Brown Couniy, TexaS, fand auf fei nem' Besitze unter den Wurzeln einer Eiche einen Topf, in dem sich mehr als 100 Jahre alte spanische Goldmünzen im Werthe von etwa $2000 befanden. ContreAdmiral EvanS hat heute die Regierung, benachrichtigt, daß er die Schlachtschiffe Miffmiri und .In. dkana nach Kingston, Jamaika, ge schickt habe, um den Bewohnern der zerstörten Stadt in jeder Beziehung Hülfe zu leisten. Prof. Matteucci, Direktor deö Observatoriums ans dem Vesuv bei Neapel, Italien, berichtet, daß der Vulkan fich ln Folge deS Erdbebens aus Jamaika in zunehmender Thätigkeit befinde. ManhatinParis kürzlich eine Statistik ausgestellt, welche zeigt, wie diel Kneipen es in den verschiedenen Stadtvierteln von Paris giebt. DaS Viertel in der Nähe der Börse hält den Record: auf 47 Einwohner eine Kneipe. Die Markthallen folgen mit 52 Einwohnern, die aristokratischen Champs Elysees mit 162. Am wenigsten alkoholversorgt ist das Viertel der Militärschule mit 172 Einwohnern auf eine Kneipe. Im Pariser Rathhaus wird demnächst ein neuer Beamter in Funktion treten: der städtische Kinematograph. Ein erfindungsreicher Pariser Gemeinderath ist auf den Einfall gekommen, die Reste und Fei erlichkeiten, die im Lause der Jahie von derStadt Paris veranstaltet werden. müßten einer staunenden Nachwelt durch den Kinematographen aufbewahrt werden. Dieses Projekt scheiterte natürlich an der Kostenfrage. Der kinematoaraphensüchtige Gemeinderath ruhte jeooch nicht und setzte sich mit mehreren Pariser kinematographischen Firmen in Verbindung. die sich bereit erklärten, ihre Funktion ohne Entschädigung auszufüllen, wenn man ihnen erlaube, die Kinematogramme auch anderweitig zu verkaufen und zu verwerthen. Dadurch gewann das Projekt für die Geschäftsleute ein hohes Interesse, da der Kinematograph der Stadt Paris natürlich überall einen vor seinen College bevorzugten Platz erhalten mußte. Die Stadtverwaltung hat unter der veränderten Sachlage das Projekt angenommen und schreibt eht zwischen den verschiedenen einschlaglgen Pariser Firmen einen Wettbewerb aus. um dem besten die neue Würde zu ertheilen. Es ist anzunehmen, daß daraufhin nun auch der gemeinderäthliche Phonograph nicht lange mehr auf sich warten lassen wird. Eine angeblich neue Menschenart hat Kapitän Klinaenberg vom Walfischfanger Olga" auf Prinz AlbertS - Land im nördlichen Eismeer mtdeckt. Die Leute sollen noch nie vorher Weiße geseben haben; alö Waffen führen sie Pfeil und Bogen und kupferne Messer, letztere wohl auS Kupferstücken, die sie auf Treibholz fanden, heraestellt. Der Stamm es handelt sich wohl um Eskimos lebt im Innern des Landes und ist etwa 600 Köpfe siarZ; er nährt sic von Jagd und Fischfang, tthre WmterHütten bestanden cruS Rasenstücken und wann innen mit Pelzen gefüttert, unterschkeden sich aber in der sonstigen Bauart 'wesentlich von denen der sonftiaen ESTtmoitamme. Boshaft. Weinhändler (renomnnrend): Und waö die Seekrank beit betrifft, da kami ich Ihnen ver sichern, ich für meine Person bin daaeaen aefeit." Auhorer: .Glaub'S schon Sie sind ja die Panischere! so gewöhnt.
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