Indiana Tribüne, Volume 30, Number 123, Indianapolis, Marion County, 16 January 1907 — Page 5
Judiana Tribüne, IS Januar t0?
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Die beiden Windhunde.
Humoreske von C 0. 25. Rödgen. Die beiden jungen Männer, die dem Gericht zu H. überwiesen waren, um dort ihre Referendarzeit abzumachen, waren liebenswürdige Schwerenöther im besten Sinne des Wortes. Ein Vergnügen ohne Kurt Hellmers war einfach undenkbar die beiden waren immer dabei, mußten immer dabei sein, wenn' was Richtiges werden sollte. Ihnen hatte auch der Herr Bürgermeister sein Haus geöffnet das erste Mal wieder seit einer ganzen Reihe von Jahren, seitdem kein Referendar mehr über die bürgermeisterliche Schwelle gekommen war. Bald waren sie dem Stadtoberhaupt. der selber ein fideles Haus war, zu große Streber gewesen, bald sprach der Korpsstudent noch gar zu sehr aus ihrem Thun und Handeln, bald spekulirten sie auf einen Freitisch in seinem Hause das alles war bei Kurt Hellmers und Alfred Pix nicht der Fall: sie stammten beide aus guten, wohlhabenden Familien und verlengneten ihre gute Erziehung auch nicht einen Augenblick. Manch lustiger Streich war zwar auf ihr Konto zu setzen, aber diese Streiche waren nie über die Grenze der guten Sitte hinausgegangen. Lebenslust und Humor sprachen aus allen ihren Thatra", und deshalb nannte sie auch der Herr Bürgermeister innerhalb seiner vier Wände, ohne daß die Referendare selbst etwas davon ahnten die beiden Windhunde. Und diesen Kosenamen hatte auch Jma. des Bürgermeisters einziges, holdseliges Töchterlein, aufgeschnappt. Diese Irma, ein frisches, fesches Mädel von einigen zwanzig Jahren, übte zur Zeit m der Hauptsache zwei Funktionen im Hause des Bürgermeisters aus: die des Sonnenscheines und die des Magneten. Mit ihrem sonnigen, herzerfrischenden Lachen zauberte sie bei trostlosestem Wetter Sonnenschein in's elterliche Heim.und mit ihren großen, klaren, blauen Augen, ihren rosigen Wangen, ihren Korallenlippen und nicht zum wenigsten mit ihren herrlichen, blonden Flechten zog sie die beiden Windhunde an und fesselte sie, mehr, als es den übrigen Honoratioren der Stadt lieb war, an das Haus ihres Vaters. An zwei Abenden in der Woche waren die beiden Referendare zum mindesten bei Bürgermeisters, und nicht selten kam es vor, daß einer von ihnen auch noch an einem dritten Abend einen Vorwand fand, um auf ein halbes Stündchen vorsprechen zu können. Diese Extrabesuche -. wurden aber von dem jeweiligen Anderen mit sehr mißgünstigen Blicken beobachtet, wie denn überhaupt seit einiger Zeit mitunter eine gewisse Reizbarkeit zwischen den beiden Freunden zum Ausdruck kam, über die sie sich keine Rechenschaft geben konnten oder vielmehr wollten; denn im Grunde genommen wußten sie beide recht genau, daß sie eifersüchtig aufeinander waren. Und Irma? Sie befand sich in einer schwierigen Lage. Daß sie den beiden jungen Männern nicht gleichgültig geblieben war. wußte sie längst; das beruhte überdies auf Gegenseitigkeit. Aber waren sie ihr beide gleich lieb, der blonde Kurt und der dunkle Alfred, oder gab sie einem von beiden den Vorzug? Diese Frage hatte sie sich schon oft vorgelegt, aber klipp und klar beantwortet hatte sie sie noch nicht, obwohl es ihr in letzter Zeit so vorkam, als könne sie Alfred's Klingeln an der Vorsaalzlocke unter Hunderten heraus erkennen, als höre sie seinen elastischen Schritt, wenn er auf dem Trottoir vor ihre: im Hochparterre gelegenen Wohnung entlang gmg, aus dem aller Vorübergehenden heraus, als liege in dem Blick seiner kohlrabenschwarzen Augen ein wärmerer Ton, als in den freundlichen, blauen Kurt's, und als sei es nicht der blonde, sondern der schwarze Schnurrbart, an den sie im letzten Augenblicke vorm Einschlafen noch einmal denken müsse. Aber wie geszt. eine offene Antwort auf die nrage, ob blond, ob schwarz, war sie sich bis jetzt schuldig geblieben. Hatte Irma sich bisher nur immer ganz tief im innersten Winkel ihres jungfräulichen Herzens mit . jener Frage beschäftigt, so kam sie heute, als die beiden Referendare wieder einmal den Abend bei Bürgermeisters' verbrachten, in die Laqe. offl ziell dies zu thun. Die Honoratioren der Stadt hatten ein Wohlthätigkeitsfest zum Besten der Hinterbliebenen einiger Bauarbeiter, die beim Einstürz eines Neubaues um's Leben gekommen waren, geplant. Auch Irma hatte ihre Mitwirkung zugesagt, und zwar wollte sie ein paar Lieder zum Vortrag bringen. Kurt sowohl wie Alfred waren beide gute Klavierspieler, und auf ihre Frage, ob einer der Herren die Begleitung zum Gesänge übernehmen wolle, hatten beide gleichzeitig ihre Bereitwilligkeit erklärt wem sollte sie nun das Amt des Akkompagneurs übertragen? Daß jeder der beiden jungen Männer eine Bevorzugung darin erblicken würde, das lag auf der Hand, denn die gemeinsamen Uebungen boten ja Gelegenheit zu ungestörtem Beisammensein mit ihr. Wurde sie Kurt wählen, so
mußte sich Alfred zurückgesetzt fühlen und umgekehrt. Beleidigen aber wollte Irma keinen von beiden, sich selbst auch nicht dem Scheine aussetzen, als bevorzuge sie -einen von ihnen. WaZ also thun? Da kam ihr ein erlösender Einfall, men meine erren", lernte uc
zu den Beiden, deren Blicke an ihren Lippen hingen, als sollten diese 00 oder Leben verkünden hören Sie zu. meine Herren! Wer von Ihnen mir morgen die erste Aufmerksamkeit erweist, der soll mein Begleiter sein. Um elf Uhr dürfen Sie sich meine Entscheidung holen. Bis dahin aber muß meine Bedingung erfüllt sein, ohne daß einer von Ihnen vorher diese Wohnung betreten darf. Der Bürgermeister schüttelte sich vor Lachen. Mädel, da hast Du den beiden W. . Windhunden wollte er sagen, schluckte aber noch rechtzeitig das Wort herunter den beiden Herren aber eine böse Nuß zu knacken gegeben! Nun, meine Herren", fubr er zu diesen gewandt fort für beute ist's genug; 's ist gleich zehn Uhr morgen ist auch noch ein Tag, und Sie gebrauchen gewiß Zeit zum Ueberlegen. Also: viel Glück beiderseits!" Die beiden Referendare empfahlen sich und bald lag das bürgermeisterliche Haus in tiefster Finsterniß da, ein Beweis, daß alle ihr Lager aufgesucht hatten. Am längsten war es hinter dem Fenster hell geblieben, das den Abschluß der Bürgermeister-Woh-nung bildete. Dort lag Irma's Schlafzimmer. Irma hatte erst noch eine Weile am offenen Fenster gestanden und ihre heiße Stirn der kühlen Nachtluft preisgegeben. Sie hoffte auf diese Weise die Erregung, die sich ihker bemächtigt hatte, zu beschwichtigen. Aber das wollte ihr nicht gelingen. Noch lange, nachdem sie ihr Lager aufgesucht, warf sie sich unruhig umher, bis endlich die Müdigkeit sie übermannte. Ihr letzter Gedanke war aber auch diesmal der schwarze Schnurrbart. Ob er den Sieg davontragen würde. . .? Kurt Hellmers und Alfred Pix waren, nachdem sie das Haus des Bürgermeisters verlassen, noch eine Weile schweigsam neben einander hergegangen. Als sie am Markt anlangten, fragte Kurt: Kommst Du noch mit in den Preußischen Hof?" Ich habe noch Appetit auf ein Glas Bier!" Alfred aber lehnte ab er sei müde und wolle sein Bett aufsuchen. So trennten sie sijj denn und Kurt betrat allein den Preußischen Hof". während Alfred nach Hause ging? Bewahre! Kaum hatte er den Freund und Nebenbuhler in dem erleuchteten Portal verschwinden sehen, als. er plötzlich Kehrt .machte und im -Sturmschritt die Straße entlang lief, die ein paar Hauser weit sich abzweigte und aus der Stadt hinausführte. In einem der letzten Häuser, einer Gärtnerei, brannte noch Licht. Dort klopfte Alfred an's Fenster. Na nun. wer kommt denn da noch zu nachtschlafender Zeit?" fragte eine Männerstimme, nachdem das Fenster geöffnet worden war. Ich bin's, Herr Janke ich, Referendar P15! Mein Gott. Sie Herr Referen dar? 's ist doch kein Unglück passirt? Bewahre. Herr Janke aber Sie müssen mir einen Gefallen thun! Ich brauchte heute Abend noch einen Rosenstrauß!" Ja, das thut mir leid, Herr Ueferendar die letzten Rosen habe ich beute früh abgeschnitten!" Das stimmt nicht Herr Janke! Als ich heute Nachmittag an Ihrem Garten vorbei ging, habe ich mindesiens noch em Dutzend gesehen! Der Gärtner lachte verlegen. Na, wenn Sie sie selber gesehen haben, dann hilft's wohl nichN, dann müssen wohl wirklich noch ein paar dran sein. Einen Augenblick, Herr Referendar!" Das Fenster wurde von innen geschlössen und kaum eine Minute spä ter stand der Mann, eine brennende Laterne in der Hand halten, vor Alfred. Sie müssen aber schon so gut sein und mir ein bischen leuchten!" Aber mit dem größten Vergnügen, Herr Janke. Entschuldigen Sie nur, daß ich Sie so spat noch bela stige!" Die beiden gingen in den Garten, und bald hielt der Gärtner etwa ein Dutzend der schönsten gelben Rosen in der Hand. So, Herr Janke. die binden Sie mir nun recht geschmackvoll zusammen. und mitten hinein befestigen Sie mit einem Stückchen Draht diese Karte hier aber so, daß man sie nicht so leicht sehen kann! Er gab dem Gärtner seine Visiten karte, die er vorher zweimal geknickt hatte, so daß sie nur ganz klein war, und sagte dann: .Ich werde vorm Hause warten, bis Sie den Strauß gebunden haben! Lange brauchte er .nicht zu warten. dann erschien der Gärtner wieder. Alfred drückte ihm einen harten Thaler in die Hand, und ohne den Dank des über diese Opulenz ganz versteinerten Mannes abzuwarten, machte er sich wieder auf den Rückweg. Jetzt 'hatte er ja Zeit. Langsam schlen derte .er die Straße . zurück, die. er vorher im Sturmschritt entlang ge
laufen war. M und zu drückte er sein glühendes Gesscht in die Rosen
hinein und sog mit Wohlbehagen den süßen Duft ein. Nur wenige Stunden noch, dann würde Irma voraussichtlich das Gleiche thun, und er würde das Glück haben, von ihr zur Begleitung aufgefordert zu werden; denn daß Kurt ihm zuvorkommen könnte daran war ja gar nicht zu denken. Irma war, das wußte er genau, eine Frühaufsteherin. Wenn sie morgen früh ihr Fenster öffnen würde, mußte sie den Strauß finden, und er war somit der Erste, der ihr an diesem Tage eine Aufmerksamkeit erwiesen! Die Rathhausuhr schlug gerade halb zwölf, als Alfred vor dem Fenster stand, hinter dem Irma in süßem Schlummer lag. Vorsichtig spähte er erst noch einmal nach allen Seiten hin, und da er Niemand erblicken konnte, schleuderte er mit geschicktem Wurfe den Strauß so, daß er auf dem Fensterbrett liegen blieb. Dann trollte er sich, vergnügt ein Liedlein vor sich hinpfeifend, seinem Heime zu. Allein, sein Thun war nicht, wie er annahm, unbeachtet geblieben. Gerade der von dem er es am allerwemgsten gewünscht hätte, war Zeuge davon gewesen: Kurt der kurz zuvor das Wirthshaus verlassen, hatte im Schatten eines Baumes am Marktplatz gestanden und von dort aus das ganze Manöver beobachtet. Als Alfred sich weit genug entfernt hatte, daß eine Ueberraschung durch ihn nicht mehr zu befürchten war, schlich sein Rivale sich an das Haus des Bürgermeisters heran und faßte unter Irma's Fenster Posto. Eine über das Fensterbrett herabhängende Rose, verrieth ihm, was Alfred da hinaufgeworfen hatte einen Strauß! Nun. den konnte er gerade gut gebrauchen, um Irma's Bedingung zu erfüllen. Vorsichtig stieg er auf die Brüstung des Kellerfensters, konnte aber von dort aus die Blumen noch nicht erreichen. Unwillig stieg er wieder herab, um nach irgend einem Gegenstand, einem Stock oder dergleichen zu suchen. Da er aber nichts Passendes fand, machte er noch einmal den Versuch, vom Kellerfenster aus. vielleicht durch einen Sprung, den Fenstersims zu ereichen. Da eben hatte er auf dem Vorsprung des Kellerfensters festen Fuß gefaßt, wurde er umsanft von hinten gepackt. Halt! Wen haben wir denn hier?" rief ihm eine rauhe Männerstimme zu. Erschreckt sprang Kurt von seinem erhöhten Standpunkt herab und blickte in das Gesicht des schnauzbärtigen Nachtwächters. . Der ließ verdutzt den Gefaßten loS und überrascht rief er aus: Herr Referendar Hellmers was machen Sie denw hier?!" Kurt lachte verlegen, faßte -sich dann aber schnell vielleicht war es recht gut, daß ihn der Nachtwächter hier gesehen. Im Nothfalle konnte dieser ihm als Zeuge dienen. )", sagte er, ich habe nur der Tochter unseres Herrn Bürgermeisters einen Strauß in's Fenster gelegt daS wird man doch wohl noch dürfen, nicht wahr? - Aber der Nachtwächter war anderer Ansicht. Bedaure. Herr Referendar, das dürfen Sie nicht, und ich muß Sie schon ersuchen, den Strauß wieder herunterzuholen, denn sonst laufe ich Gefahr, daß mir der Herr Bürgermeister, den Vorwurf macht, ich hatte diese Nacht geschlafen aber nicht gewacht!" Nun", entgegnete Kurt mit verschmitztem Lächeln, das jedoch zum Glück die Dunkelheit verbarg, in Verlegenheit will ich Sie nicht bringen ich werde den Strauß wieder herunter holen. Aber ohne Ihre Hilfe werde ich's kaum fertig bringen! Das Fenster ist zu hoch!" . Das ist der geringste Kummer", meinte der Nachtwächter. Wozu hab' ich denn meinen Stock?" Und mit einem Ruck hatte er mit Hilfe seines langen Stockes den Strauß vom Fenster herunter geholt. Wissen Sie", sagte Kurt, als er den Strauß aufgehoben hatte, eine Liebe ist der an anderen werth! Ich habe Sie, um Ihnen keine Ungelegenheiten zu machen, den Strauß wieder vom Fenster herunter holen lassen, möchte aber gern, daß Fräulein Irma morgen früh, beizeiten den Strauß in Händen hat. Würden Sie mir den Gefallen thun und morgen früh, sobald es im Hause des Herrn Bürgermeisters lebendig wird, diesen Strauß mit einer Empfehlung von mir abzugeben?" . Der Nachtwächter erklärte sich damit einverstanden, zumal außer dem Rosenstrauß noch eine blanke Mark in seine Hand glitt, und Kurt-begab sich,- auf das höchste von dem kleinen nächtlichen Abenteuer befriedigt, nach Hause. Als Irma am nächstn Morgen am Kaffeetisch erschien, prangte dort ein herrlicher Rosenstrauß. Der NachtWächter hatte ihn mit einer Empfehlung von Herrn Referendar Hellmers früh kurz nach fünf Uhr der Köchin übergeben, als diese beim Bäcker das frühstück holen wollte, Alfred hatte kein Lebenszeichen von sich geben. Und ' doch hatte Irma gehofft, da gerade er. . Sie. war ärgerlich und wollte den Gedanken nicht Zweiter iuöspinnen.-
Punkt elf Uhr erscholl die Vorsaalklinget. Kurt und Alfred erschienen gleichzeitig beide siegesgewiß, und
das umsomehr, als sie den Rosenstrauß mitten auf dem Tisch prangen sahen. Nun, Irma, wer von den beiden Herren ist denn als Sieger hervorgegangen?" fragte der Bürgermeister, der sich zu dem wichtigen Moment der Entscheidung eingefunden-hatte. Der Spender dieser Blumen , antwortete Irma, nicht ohne Alsred dabei einen vorwurfsvollen Blick zuzuwerfen. Nicht wenig erstaunt aber war sie, als beide junge Manner wie aus einem Mbnde riefen: O, Fräulein Irma, Sie machen mich glücklich durch. Ehre Entscheidung!" - Alle blickten einander fragend an, bis Irma das Schweigen brach: Ja, wer von Ihnen hat mir denn die Aufmerksamkeit erwiesen?" Alsred nahm den Strauß rn die Hand und sagte: Bitte, mein Fräulein, die Antwort auf Jre Frage befindet sich zwischen diesen Blumen!" Er bog sie ein wenig auseinander, so daß Irma die zusammengefaltete Karte sehen konnte. Sie holte sie hervor und las mit lauter Stimme: Alfred Pix. Referendar!" Dann reichte sie Alfred die Hand mit einem warmen Blick und sagte nur: Ich danke Ihnen." Nein ich danke Ihnen, denn ich darf Sie doch begleiten?" Sie nickte ihm freundlich zu. Kurt aber sagte in komischer Verzweiflung: Mensch, hast Du ein Glück wer konnte auch ahnen, daß Du so vorsichtig sein würdest!" Auf allgemeines Verlangen gah er seinen nächtlichen Streich zum Besten, nachdem er vorher dem Bürgermeister das Versprechen ' abgenommen hatte, nicht gegen den Nachtwächter vorzugehen, der ihm ja eigentlich bei Ausübung eines Diebstahls geholfen hatte. ' MS die beiden Referendare dann das Haus verlassen hatten, meinte der, Bürgermeister: Aber ein paar richtige Windhunde sind's doch!" Irma nickte ihm erröthend zu und sagte: Du wirst Dir aber schon gefallen lassen müssen, daß ich Dir einen der Windhunde als Schwiegersöhn in's Haus bringe!" So. welchen denn? Denn schwarzen oder den blonden?" Wenn Du nichts dawider hast den schwarzen, Väterchen!" Und Väterchen Bürgermeister hatte nichts dawider. In welcher Eigenart das Glück oft an die Thür klopft, bewies ein Vorfall in Kingsland, N. I. Im vorigen Jahre wurde der Vater von Willie Ritaco von einem Zuge der Lackawanna - Bahn getödtet. Die Mutter suchte sich und ihre Kinder, so gut es ging, zu ernähren. Am Danksagungstage gab es jedoch nur Macaroni. Brod und Thee, während die Kameraden dem derzeit 12jährigen Willie erzählten, wie schön der Turkey geschmeckt habe'. Er beschloß deshalb, für dieses Jahr aus eigenen Kräften für einen Turkey zu sorgen. Er trug n'amlich durch Schuhputzen und Zeiwngsverkauf zum Unterhalt bei. Jeden Penny. welchen er nebenher erhielt, deponirte er in einer improvisirten Sparbüchse, bestehend auö einer Eigarrenkiste. welche er fest zunagelte. Als er am Tage vor dem Danksagungsfest seinen Reichthum zählte, fanden sich 350 Pennies in der Kiste, welche er mit berechtigtem Stolz seiner Mutter für das Turkey - Dinner übergab. Der Vogel wurde gekauft und gereinigt. Willi: fand im Magen des Turkeys einen blinkenden Stein, den er in die Tasche steckte. Dann ging er fort, um mehr Geld zu verdienen. Dem ersten Mann, welchem er die Schuhe putzte, zeigte er den gefundenen Stein. Der Fremde betrachtete denselben aufmerksam und fragt den Jungen, was er für seinen Fund haben wolle. Als dieser zaghaft fünf Cents für den Stein verlangte, lachte ihn der Mann aus, nahm sein Portefeuille heraus und gab dem Knaben eine $10 - Note. Als der Fremde sich entfernte, ohne Wechselgeld zu verlangen, stand der Knabe einen Augenblick starr da und sah verblüfft dem freigebigen Manne nach. Er hatte eben keine Ahnung gehabt baß er einen werthvollen Diamanten verkaust hatte, den der Truthahn irgendwo gtfunden und aufgepickt hatte. Sofort eilte Willie zu seiner Mutter, welcher er athemlos von seinem Glück erzählte. Diese trar nicht minder erfreut als ihr Sohn, denn nun war ja Geld genug im Hause, mn außer dem Kauf von Pie und Cranberries noch ein paar Wochen zu leben. Der Schlächter, welcher den Turkey verkaust hatte, hatte denselben, mit orderen erhandelt, und Niemand rocij, wo der Vogel den werthvollen Stein gefunden hatte. - Ein Liter Menschenblui entyalt etwa acht Gramm Salz, eben soviel wie die gleiche Quantität Ost. 1 Wasser. Indische Perlen bringen aus Anlaß ihrer schöneren Form und besseren Glanzer bessere Prerse als au stralische. Tauben und Truthühnei haben eine Körpertemperatur von 10S Grad, oder 10 Grad mehr als di nichen. - In Rumänien müssen dii Radfahrer ihre Namen deutlich an den Laternen ihrer' Fahrräder anbrm gen lassen.
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h 'QT D i e Ueber fälle und die Greuelthaten der Banditen scheinen in Italien kein Ende nehmen zu wollen. Ueber eine neue Schandthtt ward aus Rom berichtet: In Monreale bei Palermo wurde eine ganze Bauernfamilie in ihrem von einem OraWenhain umgebenen Häuschen ermordet aufgefunden. Sie bestand aus dem Ehepaar Lorenzo und Maria Jntravaia, beide je 60 Jahre alt. und deren halberwachsenen Söhnen Guiseppe und Paolo. Letzteren waren die Arme und Beine abgeschlagen worden während man den Alten die Augen ausgestochen hatte. Die schrecklich verstümmelten Leichen lagen unbekleidet da, das Haus war völlig ausgeraubt. Allem Anschein nach haben sechs Banditen die schauerliche That vollführt. In Mazzara bei Trapani hatte der Maler Vito Balfatore ebenfalls ein gefährliches Abenteuer mit Briganten zu bestehen. Er zog auf seinem Esel mit Malerschirm und Stafselei ruhig seines Weges, als zwei Briganten ihm aus einer Hecke die Worte: Jhr Gesicht auf die Erde!" entgegendonnerten. Der Maler warf sich auch sofort zu Boden, erfaßte aber dabei seinen Revolver, schoß einem der Briganten nieder und machte den anderen nach furchtbarem Ringen auf Leben und Tod dingfest. Der Maler blieb unversehrt. Eine fröhliche Scene spielte sich dieser Tage vor dem Bezirksgericht Zürich ab. Ein ehrsamer Zürcher hatte einen in der Schweiz lebenden Deutschen Ehdbe Schwob" genannt. Der Richter sollte' nun die verletzte Ehre des deutschen Staatsbürgers wiederherstellen. Der Beklagte hatte sich vor der Gerichtssitzung derart Muth angetrunken, daß er bald nach der Eröffnung der Verhandlung zu einer Ordnungsstrafe von 10 Francs, verurtheilt wurde. Darüber lächelte der Kläger , sehr schadenfroh. Er sollte jedoch erfahren, daß am besten lacht, wer zuletzt lacht. Als der reumüthige Angeklagte 50 Francs zu einem Vergleich bot. wies der Kläger trotz dem Zureden des Richters diese Summe stolz zurück: . er. verdiene als Provisionsreisender monatlich 50 Francs und brauche die lumpigen 50 Francs nicht. Neugierig erkundigte sich nun der Richter nach der Steuerveranlagung des verdienstreichen jungen Mannes. Die verlegene Antwort veranlaßte das Gericht, im Steuerregister Nachschau zu halten und da stellte es sich denn heraus, daß der Jüngling ein lächerlich kleines Einkommen versteuerte. Nach dieser Feststellung erhielt der Gerichtsschreider die Weisung, dafür zu sorgen, daß der Kläger mit 6000 Francs Einkommen zur städtischen Steuer herangezogen werde. Jetzt lachte der Beklagte und mit ihm das ganze Publikum. Peinliches Gefühl. Schneidermeister: Der Herr Major ist. der unangenehmste Schuldner, mit dem ich's je zu thun hatte! . . . Wenli ich mit der Rechnung zu ihm komme, behandelt er mich so, daß ich das Gefühl habe, als wär' ich ihm 'was schuldig!" Einfaches Verfahren, .Sie sagten doch. Sie rauchten nur Cigarren mit Ringen ?" .Die blas ich mir eben!" .
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