Indiana Tribüne, Volume 30, Number 123, Indianapolis, Marion County, 16 January 1907 — Page 4
Indiana Tribüne. ' titaulaiatlen von dn VtAt . Indianapolis, Ind. .
Sirry O. Thudinm Präsident. VesthSftSlocalt 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 69. 'rtd rnt the Pott Office oi Indianapolis tcond cla matter. Aus der Vuudeshauptsiadt. Eine Folge der ElvildienSreform. über velche mit Recht Klage geführt wird, ift die Thatsaqe, daß unter der selben die Subalternbeamten bis zu einem Alter im Amte verbleiben, wo ihre LeiftungSfühigleit mit der Höhe der von ihnen bezogenen Gehälter in keinem Einklänge mehr steht. Auf sie findet Lincoln'S bekanntes Wort: SSenige sterben und Keiner dankt ab" noch immer Anwendung. Das Civlldienst syftem, erklärte letztes Jahr ein Bun deZabgeordneter im Hause, ist zum Ci vlldkenstvenfionSsyftem geworden. Und von dem Sekretär des Innern, Hitch cock, wurde die Aeußerung berichtet, daß, wenn er die alten Leute loZ wäre, er in seinem Departement mit 25 Pro zent weniger Angestellten auskommen könnte. Namentlich in den Washing toner Departements soll eS förmlich wimmeln von Mummelgreisen, die ihre Arbeit nicht mehr thun könnten und vielleicht sogar Andere hindern an der Arbeit, die aber trotzdem ihre Stellen debalten und bis an ihr seliges Ende ihr Gehalt beziehen, well niemand ver pflichtet sei, ste zu entlassen; und die be treffenden Vorgesetzten, ob sie auch die Macht hätten zur Entlassung, zu viel Mitleid hätten, um die .hilflosen- al ten Leute auf die Straße zu werfen. Eine von der National Civil Sev vice Reform League" veranstaltete Un tersuchung hat allerdings ergeben, daß die Sache bei weitem nicht so schlimm ist, wie sie dargestellt wird. EZ wurden allerdings! innerhalb des Bezirkes Co lumbia 1637 Angestellte (.ClerkS") gefunden, die J65 Jahre und darüber alt waren und durchschnittlich $1235 JahreSgehalt zogen; darunter 586 von 70 Jahren und darüber mit durchschnittlichem JahreSgehalt von 1243. AlleS in allem aber bilden die Leute, die das 65. Lebensjahr überschritten haben, nur 5.1 Prozent der Gesammtzahl der Angestellten, also 51 unler 1000; und die der Sied zigjährigen find nur 1.2 Prozent der Gesammtzahl oder 12 unter 1000. Was den Geldverluft betrifft, welchen die Regierung durch Beibehaltung der alten Leute erleidet, so wird der nach den Ergebnissen der Untersuchung auf mir" $1,200,000 im Jahr be ziffert. Immerhin ein beträchtliches Stück Geld, und im Interesse des öffentlichen Dienstes dürfte es entfchie. den besser sein, wenn diese alte Garde mit einem Theile ihres Gehaltes pen fionlr! und. in den Ruhestand gesetzt wird. Der erste HülfS'Generalpoftmeifter Hltchcock empfiehlt in seinem JahreS berichte sehr angelegentlich eine Erhö hung der Angestellten ldeS Postdeparte mmtZ. Er macht' geltend, daß die Letzteren seit dem Steigen der Preise aller LebenSbedürsnisse keinerlei Zula gen erhalten haben, wie sie in anderen geschäftlichen Stellungen bewilligt wurden, und daß man ihnen. wenn die Leistungsfähigkeit des Post dienfteS auf feiner gegenwärtigen Stufe erhalten werden soll, bessere Bedlngun gen bieten müsse. Eine ungewöhnlich große Zahl Poft.ClerkS und Briefträ ger hat, wie Herr Hitchcock ferner aus führt, feit letztem Sommer ihren Ab schied genommen, und eS wird immer schwieriger, tüchtige Leute als Ersatz für die Scheidenden zu erhalten. Die meisten Poftbedienfteten, namentlich aber die Briefträger, verdienen sich ihr Brod sauer genug, und jedenfalls wäre ihnen eine dem PreiSauffchlag der Le benSbedürfaissek entsprechende Lohnzu läge eher zu gönnen, als den Senate ren und Repräsentanten, von welchen die große Mehrzahl aus reichen Leu ten besteht. Die braven Patrioten im nationalen Abgeordnetenhause haben wirklich Pech. Nicht allein, daß der Senat alle ihre Hoffnungen auf GehaltSnhöhung zu nichte gemacht hat, läßt auch , der Ab geordnete GaineS von Tennessee, der sich offenbar vor seinen Konstituenten als Muster der Tugmdhastkgkeit auf spielen will, nicht locker mit seiner Bill. wonach jedem Mitgllede,-. das ohne triftige Entschuldigung eint : Sitzung
schwänzt, das Gehalt für den betreffen
den Tag abgezogen wird. Man hat sich die größte Mühe gege ben. GaineS das Unkollegialische seiner Handlungsweise klar zu machen, allein er besteht auf seiner Bill und sie nie. beizustimmen, das ift eine elnlgerma ßen riskante Sache, well die ttonfti. tuenten zu Hause natürlich annehmen werden, daß die Abgeordneten, die ge gen die Bill find, die schlimmsten unter den parlamentarischen Schulschwänzern find. UebrigenS hat GaineS nicht so ganz Unrecht, wenn er sagt, daß diese Geschäfte im Hause von ein paar Mit gliedern besorgt würden und daß die Mitglieder sich beinahe zu Tsde racker. ten, während ihre Kollegen außerhalb des Kapitals ihrem Vergnügen nach. gingen. Eins, schreibt ein Washlng. toner Korrespondent, muß man dem Manne von Tennessee lassen. Er ift immer da und wacht mit Aengftlichkeit darüber, daß sein Name in jeder Sitzung häufig aus den Seiten deö .Congresfional Record' erscheint. Er ift unglücklich, wenn die pro Tag weniger als ein Dutzend Mal der Fall ift, und macht gewissermaßen eine Ehrensache dariuZ, jeden Redner in jeder Debatte, sei eS mit Fragen oder mit belehrenden Bemerkungen, zu un terbreSen. GaineS rühmt sich, nie einen SitzungStag versäumt zu haben, v ... o--Jreundschaft für Japan dazu um fich mit seinen angevuqen ulunsispmnrn m befreunden. " l Im Jahre 1880 betrug die Anzahl der Rübenzucker.Fabriken in den 0 0 I Vereinigten Staaten vier, 20 Jahre . " ... Ä n, später aber war dieselbe bereits gestiegen und gegenwärtig beträgt fie 51. DaS in solchen angelegte Kapital beläuft sich aus oeaen L375.000 in 1880, und der Werth der Produktion ...e oao oqo k-?o
au, -,o?u,f? zwei Terminen dem Stadtrathe von on granulirtem Zucker wurden im Htford an und war Mitglied der Levoeiaen Jahre 496.618.314 Pfund im aislalur ro Connecticut. Er wurde
Werthe von 823.493,373, von Roh. zucker 1.223.607 Pfund im Werthe von S431,229 und von Melasse 9,. 609.642 Gallonen im Werthe von 8221.097 produzlrt. Die Fabrikation von Rübenzucker wird' in 12 Staaten betrieben, von denen auf drei, Mkchi gan, Colorado und Californlen, zwei Drittel der Gefammtproduciion ent allen. r mW intriiM hrtn Nothwendigkeit gesprochen, unsere VSW 1 . M v. vv J I Flotte zu vergrößern; schneller zu ver. arökern, als tö bisher in Aussicht ge nommen war. Die Möglichkeit kciege ,rF... m..k.,,.. ..Bf,.. iiwfc uwiuiaHw Betracht gezogen. ES giebt da oi4u igvtt. bv I Stimmen, die Beachtung verdienen und folqe, Uder vle man oyne weiteres zur Tagesordnung übergehen kann. Uki,r,n .st hnr hU I . WG,GWG W m eine Flotte gebaut Haben vollen, stark genug allen möglichen politischen Kon ftellationen gegenüber. Mit ihnen ift niüt ,u reckten. Aucb da flotten. mächtige England kann fich nicht ge .kn. !sn. ml GGttzP HG QM VMMt V sie die ganze Welt ln die Schranken fordern könnte. Und die Ver. Staa ten stehen in dieser Beziehung diel gün fttger da als England. Sie brauchen nicht zu befürchten, eines Tages gegen drei oder vier Mächte zugleich kämpfen zu müssen; sie müßten dann eine ganz wilde Politik treiben, und damit braucht nicht gerechnet zu werden. Alles, was ste braucken. ik eine Flotte, die im stände ift, die Küften des Landes aus reichend zu schützen, und dasür genügt die Vergrößerung, wie fie seit einigen c .t oi.r I.I..XUI .. la V MV.W. . . . Ueberftürzungen wären vom Uebel. Auch als reichste Nation der Welt kön nen wir uns nicht gestatten, Kriegs schiffe auf Vorrath zu bauen und fie dann auf ihren Ankergründen verrosten zu lassen. - England braucht eine An w a ariNLflotte. wir nicht, das muß der ausschlaggebende Gesichtspunkt bleiben. Die gröhte und pas sendsteNuöwahl von Schnitt. blumen und SlumenstüSen Ist All fllfeirttt ittih iVAtm Ia iAHin tiQtu Ereignisse. Wir find lfelA iiMt jederzeit gern bereit bei der AuSVahl behülflich zu ein. Oertermann Bros. (So 9Ai rAn an. fijft. ' -"llA. B a r num au Mattoon, Jll., ein Heizer der Big Four Bahn, welcher von seine? Lokomotive fiel. ,oa T JL. . CTO O fc. ... rp iqjrocw lsunrn um p,c 8u. wurve w, ist. BtncenlS votpual ge bracht. Man befürchtet einen Echä. delbruch.
vom TknnisLiabinclt.
Ttk kSfige KorpratioS:Kommissür nv ein Sport int Weihen Hause. Herbert Knox Cmith. der am 4 März 1907 das Amt des Korpora-tions-Kommissärs Garfield übernimmt, gehört zum sogenannten Ten-ms-Kabinett. Mit der Zugehörigkeit zu diesem Kabinett ist kein Salär verbunden, und Ernennungen für dasselbe bedürfen Herbert Knor Smi'.h. mit nickten der Bestätigung durch den Bundessenat. Tas Kabinett bildet eine de: eiqenartigen Jnshtuhonen der Roosevelt'schen Administration und ist ein Ausfluß der Sportliebhabereien des I Praiioenien. . Ävs ,m getaner oes Weißen Hauses ist ein durch einen Drahtzaun abgeschlossener Tenm .sichtet, o die Mitglieder des Tennis-Kabinetts sich an dem Spiele vergnügen. Zu ihnen zählen. . a.T l , außer dem Präsidenten UNO smtty. unter anderen auch Earfield. der künftige Sekretär des Inneren und Pinchot, s r ei v er.c.. Zul tmn Smith wurde in Ehester, Ma .. getntn u'b slm . m mz - snen Eltern nach Connecticut. Er graduirtc 1891 an der Yale-Universi-tät. sowie 1895 an der Nale-Rechts-jIe und etablirte sich in Hartford. Genn.. als Anwalt. Gmtih gehört: ln 1903 Hilfs-Korporations-Kommissär. in welcher Stellung ihm ein hervor ragender Antheil an den Untersuchun gen gegen den Ocltrust zufiel. S'chuk der Küsten. Itt iünafte Jakreb,rik,t de vkesS der Ber. Ttaaten-Ariller,e. Einen etwas beklemmenden Eindruck erweckt der Jahr:sbericht des Chefs der Ver. Staaten-Artillerie. Brigadegene rals Arthur Murray. Nach seinem Dafürhalten fehlt es sowohl bei der t . v t V 1V rr sl . ip K.. v.,IiAv. in '" " ,1 Vollendung . der Küstenbefestigungen sind, einschlieklich der Kosten der Mumtion und des Kustenterrams, . noch S50.879.339 erforderlich, mi alle ' c or..srii sc'icui" noa S T n,nrmm,n,n Rrfestiaunaen ist eine Besatzung von 2278 Offizieren und 65.no Mann nothwendig. Arthur Murray wurde 1851 in Pike SountD. Mo., aeboren, Er war von 1869 bis 1870 Hilfs-Clerk von Pike Countv. besuchte von 1870 ms 18 4 die Militärakademie zu West Point. trat als 2. Leutnant in das 1. Ver. Staaten-Artillerie-Neaiment em und graduirte 1880 mit Auszeichnung an der Artillerie-Schule zu ort Monroe. -t2-. I 1 tifoJjiX !:.;' 7 'rigadkgclikral Arthur Murray. Va. Murray war in der Folgezeit Le!, I c r-"k r. m i rtr für Nbnsik an der West Vointer Militärakademie. Judqe Advokate del ' . . Departements von Missouri und Pro fessor für militärische Wissenschaft und Taktik an der Yale-Universitat. Im Jahre 1895 wurde er vor dem BundesKreisgericht ' in St. LouiS zur AusÜbung der Anwaltspraxis zugelassen Murray wurde beim Ausbruche des :. oss:,, x. m.. "a' wrv - vvrals Wilfon und war bis 1839 Judge Advokate des Departements von Matanzas auf Kuba. Von 1899 bis I . tr i t evm . . - - c -u"- oelyemgle icn meurren an oen i rt r -.r v mt:! . ttampicn aus ven Philippinen, wo ei Kommandant des 1. Distrikts des Departements von Visayas war. Seinen gegenwärtigen Posten versieht Murray sen dem 1. Oktober 190b. Im Leuchtth u r m d i e n st der Ver. Staaten waren im verwichenen fZiZkaljahre 5581 Personen angestellt..
2'JAi& 7 HrM I 'twA Ur m K "SÄlÄ''-ll I i-ov" -""j Ji 1 i;'' I H I -21 'M'? XÄWW n, . jti&fw&sr A ? ( $$S i&wS M 5 'MMNWF , - M , w$m
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Aus dem ?cbcn von Tauchern. Auf dem Lande ist man gewöhnlich
der Meinung, daß es kaum einen gefährlicheren Beruf geben könne als den des Tauchers. Indessen erklart einer der berühmtesten Taucher. Jim Mur phy, der fast 30 Jahre diesen Beruf ausgeübt hat, daß, er doch in Verlegenheit gerathe, wenn er ein Abenteuer aus semem Leben erzählen sollte, bei dem er wirklich in Lebensgefahr geschwebt hätte. Anstrengend und aufreibend ist der Beruf dagegen in höchstem Maße. Einmal so erzählt Murphy. hatte ich allerdings ein aufregendes Abenteuer. Ich arbeitete für die Kronagenten in der Höhe von Barbados in Westindien auf einem Boote, das leck geworden war. Nach zweistündigem Suchen unter dem Schiff fand ich den Schaden und verstopfte das Loch mit Kalfaterwerg, aber vor meiner Ablösung ward mir noch eine Ueberraschung zutheil. Es war zur Zeit des Krieges zwischen Japan und China, und die Mannschaft des Schiffes gerieth wegen der beiden Völker in Streit und kümmerte sich nicht mehr um den Taucher in der Tiefe. Als ich das Zeichen mit dem Seil gab. ließen sie mich in eine Tiefe von 10 Faden Wasser (1 Faden gleich 6 Fuß) fallen, und erst als sie darauf ihren Irrthum bemerkten, brachten sie mich mit einem Ruck, der mir fast das Leben gekostet hätte, nach oben. Tas Schiff hatte einen Tiefgang von 23 Fuß. so daß ich an einen Ort. wo es von Haifischen wimmelte, blitzschnell auf 91 Fuß hinabfiel. Bei den Haifischen fällt mir übrigens ein. daß sie in der Regel ebenso erschreckt über unser elektrisches Licht sind wie wir über sie. . Als ich in Libau bei der Errichtung der Hafenwerke half, schulte ich über 100 Taucher, von denen nicht einer das Leben verlor. Auch in Gibraltar habe ich viele Taucher angelernt. In einer Tiefe von 19 20 Faden kann man wegen des zu großen Druckes nicht lange arbeiten. Ich bin schon in einer Tiefe von 25 Faden gewesen, aber nur auf ganz kurze Zeit. Die Gefahr bei so großen Tiefen liegt in der Thatsache, daß man den Druck erst fühlt, wenn man nach oben kommt. Dann schmerzt jeder Muslel und jeder Knochen so. als ob man in einer hqdraulischen Presse zerdrückt worden wäre. Bei der Forth-Vrücke war ich vier Jahre beschäftigt, und manchmal arberieten wir in 19 Faden Tiefe, was wir aber nur Z Stunden aushalten konnten. Fünf Stunden hintereinander kann man nur in 13 Faden Tiefe arbeiten. Bei monatlicher Anstellung verdient der erste und beste Taucher 25 bis 35 (51 gleich 20 Shilling gleich $4.86), der gewöhnliche Taucher gegen 20. In der Regel wird zehn Stunden täglich gearbeitet, und zwar ?wei Stunden nacheinander unter Wasfer, dann kommen die Taucher nach oben. Bei Akkordarbeit - dauert eine Schicht vier Stunden und bringt 16 Shilling bis 1 ein." Den Weltrekord in Tiefseetauchcn hat James Eooper errungen, der 31 Faden tief zu dem Schiff Kap Horn" bmabstiez. das aus der Hohe von Pichidanque in Südamerika gesunken war. In dieser Tiefe mußte Eooper einen Druck von 88 Pfund auf den Quadratzoll aushalten. Auch die-bei den Liverpooler Taucher Ridyard und Penk leisteten Wunderbares bei der Bergung von 550.000 Baargeld von dem Wrack der Camilla Mitchell." die bei Schanghai gesunken war. Ridyard gelangte schließlich in die Schatzkam-i mer und fand, daß Würmer die Holzkästen zerfressen, aber die Geldstücke unversehrt Gelassen hatten, die in Haufen auf d:r Erde lagen. Ridyard ging viermal hinunter, machte Schichten von vier Stunden unter Wasser und sandte den Gesammtinhalt von 64 Schatzkisten nach oben. Kein Taucher hatte in so! cher Tiefe je solange gearbeitet. Kritiker Schlaf. Von Eoqucliu, dem bedeutenden französischen Schau spieler. als Kritiker wird folgende Geschichte erzählt: Während ein junger Dramatiker dem gefürchteten Bühnenleiter sein neuestes Stück vorlas, schlief Coquelm em. Der Dichter hielt verletzt mit Lesen inne, weckte dann den Coquelin und sagte: Wie kann jemand. der schläft, sich eine Meinung über etwas bilden?" Mein lieber Herr!" antwortete Eoquelin gähnend. ist der Schlaf keine Meinung? Tie Haltung beim Kondoliren. Der französische Komponist Gounod und seine Gattin hatten bei einer Freundin, deren Mann gestorben war. einen Beileidsbesuch gemacht. Die nrnin. .!. fjt" rv 7T .. V Wittwe zeigte eine schöne Fassung, und so ertrug sie auch standhaft die patyetlschen Umarmungen von Madair.e Gou nod. die unter vielen Thr?7'n exekutir wurdet. Beim Verlassen Salons bemerkte der Meiser: .Me'.n Kind man muk nie trauriaer sein als die Wittwe selbst!- , Gkdankrnsplittcr. Die Größe eines Skandal? errath man oft erft an der aufgewendeten Mühe, ihn ,u vertufcyen. Jeder Menfch hat einen eigenen Feind in sich selbst, dem er viel Liebe und Guteö thut, ohne zn merken, welchen Schaden er sich damit zufügt Freundliche Gesichter willft du um dich sehen? Tu mukt wohl oder übel den Geld beutet aufmachen. Nur bedenke: Ter eine läckelt von ttbn Mart 'an aufwartt. der ndne erst bet zwanzig Wark. . , , 'j
Mnn esse mehr von der am meisten Nahrhaftigkeit bietenden Mehlspeise Uneeda Biseuit der einzige am besten zubereitete Soda Cracker." Dann wlrd mn mehr verdienen können, da ein gutgepflegter Körper mößereLeiswngsWgkeit auszuweisen hat. Auf diese Welse kommt man endlich in die Lage, daß MNN mehr sparen kann ; denn es giebt keine Nahrung die für den erhaltenen Wert so villig ist, als Uneeda Biseuit.
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Der Trank der Avantc. Vs Türken Lieblingsgetränk Seine uiAl immer eiwandfrc,e Zubereitung. In einem Reisebriefe aus Kleinasien plaudert ein Berichterstatter unter Andcrem über den türkischen Kaffee wie folgt: Ter Türken Lleblingsgetrank ist allerdinas der Kaffee, aber die kleine Schale enthält an Flüssigkeit so wenig. daß man den Kaffee kaum zu den Getränken rechnen kann. Es wird wohl kaum jemals vorkommen, daß d:r Türke an demselben Orte mehr als eine seiner Puppentaßchen Kaffee zu nch nimmt. Der Kasse ist dem Türken ein nothwendiges Lelebungsmittel, ohne das er vielleicht ganz einschlafen würde. Unsere Kafseeklatche mit ihren ungeHeuren Tassen aus Großmutterszeit. die sich immer wieder füllen, wenn man es Mit der Hausfrau nicht veroerrcn will, sind dem Türken durchaus unbekannt. Viele Fremde wird übrigens der türkische Kaffee enttäuscht haben. Die edle Bohne ron Molka ist gerade so selten wie die Traube von Schloß Johannisburg und kommt hier überhaupt me in den Handel. Was aus dem Lande als Kaffee verkauft wird, ist eine bedenkliche braune Suppe, oft übersüßt uvd unbestimmt nach 'allen möglichen Ersatzmitteln schmeckend. Man erzählt wohl im Scherz, daß hier und da der Kaffee aus gedörrtem Kameelmist gebraut werde, wer aber Gelegenheit hatte, auf dem Lande eine erkleckliche Anzahl von Kaffeetäßchen über sich ergehen zu lassen, der mochte den Scherz fast glauben. Ter türkische Bauernkaffee ist beinahe so schlecht wie der Kaffee der Buren, der in der Kriegszeit noch mehr gebrannte Gerste enthielt als im Frieden. Auch Tante Krllger.' Ohm Pauls würdige Gattin, verwendete reichlich die Gerste als Belebungsmittel. und Leute, die sie vor dem Kriege gekannt hatten, meinten, daß der Kaffee im Frieden nicht besser gewesen sei. Um den Besucher besonders zu ehren, thut der Türke etwas Ambra in den Kaffee; der verdutzte Trinker erinnert sich mißtrauisch an den berühmten schwarzen Kaffee, der schon manchem türkischen Würdenträger so ungesund geworden ist. Am überwältigendsten aber wirkt das edle Getränk, wenn es von mitleidiger Hand dem Fieberkranken versetzt wird. Dann birgt es noch den Saft einer Citrone und einer Zehe Knoblauch. Es ist des Guten etwas viel, aber man schwört auf den Trank. Heimische Münzprägung. Die heimische Münzprägung ist im abgelaufenen Jahre geringer gewesen, als in mehreren vergangenen Jahren, was hauptsächlich auf die Erschöpfung des Vorrathes anSilber zurückzuführen ist. Die gesammtc Prägung von heimischen Münzen betrug 167.371.035 Stück mit einem Werthe von 560.216.747; hiervon waren für Z53.002.097 Gold- und für 4.016.363 Silbermünzen, für $2,302,397 FünfcentNickelstücke und für $895,884 Eincent. Bronzestllcke. Für fremde Rechnung wurden folgende Ausprägungen geliefert: 25.000,000 Goldpesos für die mexikanische Regierung, 700.000 Silberstücke für die Regierung von Costa Rica. 1.000.000 Halbbalboa-Stücke sowie 1887 Silberstücke für die Philippinen. Die Ausgabe von Fünfcentund Eincentstücken im abgelaufenen Jahre war größer denn je und belief sich auf $3.198.282 gegen $2.065.067 im Vorjahre. Die Seigniorage an diesen Stücken betrug $2.726.753. Im Ganzen nahmen die Münzstätten $3.707.927 ein. welcher Summe $1.784.100 an Ausgaben gegenüberstehen. Pfeilspitzen vou Stein will ein gewisser Frank S. Washburn in Rhyolite, Neu., herstellen lönnen. Er behauptete, die angeblich verloren gegangene Kunst von einem alten Jndiane? gelernt zu haben und konnte auch eine Anzahl solcher Spitzen vorzeigen' " ; " ...,
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D i e abenteuerlichen Schicksale eines Verbrechers, wie sie phantastischer nicht die kühnste Phan taste eines Romanschriftstellers malen kann, kamen dieser Tage bei einer Gerichtsverhandlung in Parts zur Sprache. Angeklagt war em gewisser Constmt Meunier. der im Juli d. I. seine Geliebte getödtet hatte. Meumer wurde vor einer Reihe von Iahr?n zu fünfjähriger Zwangsarbeit in den Colonien veurtheilt. Unterwegs sprang er ins Meer, wurde aber wieder dem nassen Element entrissen und tn Eisen gelegt. Bei der zwangsweisen Uebersührung nach einer anderen Strafanstalt gelang es dem Verbrecher abermals, ins Meer zu springen. Diesmal erwischte man ihn nicht, jagte aber dem Flüchtling ein paar Kilgeln nach, die ihn jchwer verletzten. Trotz der Verwundung und trotzvem er einen großen Blutverlust erlitten batte. vermockte er mit dem letzten Aufgebot der Kräfte bis an die Küste zu ichwimmen. Hrer tevte er 521 j.a ge in der Wüste, nachdem er vorher sechs Tage bewußtlos dagelegen hatte. Er nährte sich von Pflanzen und Kräutern und trank den Thau, der Morgens auf der Erd: lag. Schließlich verfiel er in ein hitziges Wundfieber und wurde so schwach, daß er kaum die Geier von sich abwehren konnte, die sich 'bereits um seinen Körper stritten. In diesem Zustani fandest ihn Beduinen und brachten ihn nach dem internationalen Krankenhause in Jerusalem. Wiederhergestellt, reiste er nach Madagaskar und von hier nach Frankreich, wo er erkannt und abermals zu fünf Jahren Zwangsarbeit verurtheilt wurde. Nachdem er die Strafe abgebüßt hatte. wandte er sich nach Paris, wo er eine frühere Geliebte traf. Da ihm das juirge Mädchen nicht zu Willen sein wollte, erstach er sie mit einem Dolchmesser. Wegen dieser Strafthat hatte sich Meunier jetzt vor Gericht zu verantworten. In der Untersuchungöhaft machte er einen Selbstmordversuch, indem er von einem sechs Meter hohen Thurm hinabsprang, ohne sich aber merkwürdigerweise die geringsten Verletzungen zuzuziehen. Der Gerichtsvorhof verurtheilte den alten Verbrecher zu zehniäbriser Zwangsarbeit. Moralpauke. Denk Dir nur. man hat mir mein Zweirad gestöhlen!" Siehst Du, das kommt von Deiner leidigen Bummelei!. . . HLttest Du die Maschine nicht früher versetzen können?" I n der Reitbahn. Sergeant: Tempo, Einjähriger, und gehen Sie mir .nicht so rücksichtslos mit dem Gaul um! Sie sind hier nicht im Ballsaal, und ein königliches Dienstpferd ist keine Dame, die man beliebig umeinander jagen und herumreißen samt!" AzMÄÄä Dä5ö!2äö Wechjel CredUllriefe. Postanweisungen, auf alle Städte Europas. Schiffsscheine von und nach Europa. am und Verkauf ausländi scheu Geldes. ,111, No. 35 Süd Meridian Str. , . w - - ' nnt National Bank.
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