Indiana Tribüne, Volume 30, Number 123, Indianapolis, Marion County, 16 January 1907 — Page 1
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"" Grfdjetnt fedn Neutnntttag. Jahrgang 30. Indianapolis, Ind., Mittwoch, 1. Januar 1907 No. 123. mZmmam' . I 1 i i
Die Legislatur Der Mittwoch! Legislatursitzung wurde mit einigem Interesse entgegen gesehen, da man wußte, daß eine große Anzahl wichliger Vorlagen zur Unter breitung bereit seien. Herr Morton aus Howard County, Vorsitze de5 KomiteS für öffentliche Moral, hat eine Vorlage in Vorbereitung, welche den Betrieb der Sonn tagZtheater behindert. Die Vorlage ist gegen die 5 und 10 Cents Daudeville Theater gerichtet, welche allenthalben im Staate eröffnet wurden. Eine Voilage zur Eröffnung eines ExaminationSBureauS für Tele. graphiften wird von Herrn Baker aus Elkhart vorbereitet. Man hofft, daß diese Vorlage vielen der Eisenbahnun glückSfüllen ein Ende bereiten wird. Parier brachte eine Vorlage ein. welche die Verwendung von Straßen bahnwagen ohne Vestibüls im Winter verbietet. Slimp eine solche gegen Ver ftümmelung von Schattenbüumen. Hinausschieben deZ letzten Termin? der Steuerzahlung vom 1. zum 3. Montag in den Monaten Mai und November. Benson wünscht die Anzahl von Wahlzktteln für die Wahlen beschränkt zu sehen. Condo, Bewilligung von $120.000, um die Ausgaben der Ge setzgebungsfltzungen zu decken. Pasfirt unter Aushebung der Regeln. Green will daS Ausnahmegesetz auf Hypothe ken von $700 auf $1400 erhöht wissen. Garrard.will Wittwen und Blinde mit geringen Mitteln von der Befteue rung ausgeschlossen wissen. Babcock wünscht eine Erbschaftssteuer vorge sehen. AuS dem Sospital entflohen. Nur leicht bekleidet, und soviel man weiß ohne Schuh und Strümpfe, ist Elba Bowman, 20 Jahre alt, aus dem städtischen Hospitale entflohen. Bowman wurde vor einiger Zeit wegen DlebstahlS eine? PetroleumofenS der haftet, und er wurde in der Jall ge halten, um die Sitzung der Sefchwore nen abzuwarten, als es sich ergab, daß er ärztlicher Pflege bedürfte. Man brachte ihn WS Hospital, und um seine Flucht zu Verbindern, nahm man ihm seine Kleider fort. Er wurde im dritten Stockwerke untergebracht, und von dort machte er sich dann ungesehen fort. Man glaubt kaum, daß Bow. man sich lange wird flüchtig halten können. New A l d a n y. Zwischen der New Albanier Jugend und den Jüng lingen von Jeffersonville besteht der GirlieS- wegen bittere Feindschaft, sodaß gestern einige New Albanier, die das Mädchen ihrer Wahl in Jefferfon dllle besucht;, die Polizei telephonisch aufrufen mußten, nur, damit sie, ohne durchgeprügelt zu werden, die Heim fahrt mittels der Straßenbahn an treten konnten. - So weit ist die Eifer sucht der Jünglinge der beiden Nach darstädte bereits gediehen, daß die Frage in Erwägung gezogen wxrde, ob es nicht am Besten wäre, die Einbe rufung einer Compagnie Milizsoldaten in die Wege zu leiten. Aber die ftram mm Jungen der .' Milizcompignie pflegen ja auch die jungen Mädchen zu .poussiren", und so würde damit viel leicht nur Oel ln'ö Feuer gegossen werden. In Jeffersonville sind bekla genswerthe Zustände, die nach Remedur schreien. Willke Donovan, der erst achtzehn Lenze zählt, und der sechzehn jährige John Seeback, der bereits ein ..Alias" hat und, wenn man lhn ruft. auch auf den Namen John MeDaniel hört, mußten sich gestern im Polizeige richt wegen finnloser Betrunkenheit der antworten. Die Strafsache wurde der tagt, um die Personen ausfindig zu machen, welche den Schlingeln am letz ten Sonntag Branntwein , verkauft haben. Louis Reschar,' Hüter de Rosehill-Schulgebäudel, endlich meldete der Jeffersonville? Polizei, daß am Sonntag böSwUlge ' ' Buben in die Schule eingebrochen find und dort eine Anzohl Schulbänke zertiäannt haben.
Ein guter Fang.
Einbrecher und StraßenrSuber gefangen. Einen äußerst guten Fang machten gestern die Detektiv Holtz und De Roffett in der Person deö 18jährigen Eldo KnauS, an der Smith Straße wohnhast. Die 404 W. South Straße wohn hafte Frau Jennie Moore meldete der Polizei, daß ihr vor einigen Tagen eine werthvolle Mandoline gestohlen wurde, und den Detektivs wurde die Verfolgung deö Falles übergeben. ES gelang denselben nach einigem Nach forschen daS Instrument in einem Pfandleihhause aufzufinden und wei tere Untersuchungen wurden unver züglich eingeleitet. Man sand dann, daß Eldo KnauS daS Instrument dort versetzte, und bald gelang eS auch dielen selber aufzufin den und zur Polizeistatlon zu bringen. Sobald man den Burschen in der Sta t!on ins Verhör nahm, fiel es dem De tektiv Holtz auf, daß Harry jenem Straßenräuber unheimlich ähnlich sah. der am 9. Januar I. A. Robinson in der News Alley beraubt h2tte. - Holtz fragte direkt darauf los, doch blieb der Bursche zuerst standhaft, und verneinte, im Kreuzverhör jedoch gelang eS, ihn zum Geständnisse zu bewegen. Er ge stand, den Mann angegriffen, und zu Boden geschlagen zu haben. Eldo beftreitet aber energisch noch irgend welche Kumpane gehabt zu ha üen, machte aber den Fehler während deS Kreuzverhörs beständig mit wir" zu antworten. Er sagte unter an derem: Der Mann beschuldigte unS daß .wir" Straßenränder seien und wir standen an der Ecke." Nach stattgefunden? Verhöre fragte man ihn, wer den alle mit dem .wir" gemeint sei, doch blieb er soweit stand hast, und eS gelang nicht, ihn zur Ent hüllung.weiterer Umstände zu bewegen. Er gesteht ein, Robinson niedergeschla gen zu haben, beftreitet aber energisch derjenige zu sein, welcher ihm die $3 abnahm. Die Beamten messen seinen Auesagen, daß er oder seine Kumpane den Raub nicht ausführten, nur wenig Wichtigkeit bei. Eldo ist übrigens schon früher in Schwulitäten gewesen. Er soll beim Park Theater, sich bei passender Gele genheit einmal ein Portemonnaie an geeignet haben, doch kam er damals mit einem blauen Auge davon. Er wurde nach dem County - Gefängniß gebracht, wo er jetzt mit seinem Vater zusammen fitzt. Dieser wartet dort nämlich auf die Großgeschworenen. Eldo'S Vater wurde nämlich zur Zeit der gegen Polizisten erhobenen Erpres sungSanklagen, in welche außer einem Neger auch Frau KnauS verwickelt war, verhaftet. EhefiandS-Ltatiftik. Wie wir durch die hiesige County clerks Office erfuhren, wurden im Jahre 1906 2794 HeirathSErlaubnlß scheine ausgestellt gegen 2573 im Jahre 1905 und 2675 im Jahre 1904. Wie viele dieser Ehen mögen wohl von lan ger Dauer sein ? Geprüfte Krankenpflegerinnen deS städtischen SosPttalS Sollen im Dispensarium Hülfe leisten. Die Doktoren Edgar F. Kiser vom Dispensarium und Norman JobeS vom Stadt.Hospital, sowie Frl. Freese, als Vorsteherin der ttrankenwärterinnen des Hospitals, haben ein Uedereinkom men dahin getroffen, daß in Zukunft die geprüften Krankenpflegerinnen des Hospitals zu irgend welchen Diensten für das Dispensarium hinzugezogen werden können, und . besonders die Pflege 'von Lungenkranken überneh men. Der Eommercial Club hat sich aus freien Stücken erbotm, den sich im Dienst befindenden Pflegerinnen einen guten Lunch täglich unentgeltlich zu liefern. . -' ;
Leonard StnbbS gefangen.
Wird aus New York zurück gebracht erden. Leonard StubbS, der unter Hinter lassung von einer $1000 Bürgschaft aus der Stadt entfloh und feit letzten Juni von der Polizei gesucht wurde, ist in New York eingefangen und Detektiv Ehauncey Manning ist gestern Abend abgereist, den Mann nach hier zurück zu befördern. StubbS ist ein Theaterunternehmer und laut Aussagen der Polizei ist er vorsichtig und gewitzt in seinem Unter nehmen. Er kleidet sich hochmodern. steigt in den besten Hotels ab. Er steht hier unter Anklage deS Großdkeb ftahlS. Er ist beschuldigt, zwei Packete. Äm. Lobb. Präsident der White City Amüsement Company, gehörig, von der American Expreß Co. ausgelöst zu haben und mit denselben verschwunden zu sein. Die Packete enthielten laut Aussagen der Polizei einen Cinemeto graph und die nöthigen Filme. Der Expreßbote soll dieselben im English Hotel an StubbS abgeliefert haben, der sich seinerzeit als Lobb aus gegeben haben soll. Wegen Neberfordernng für Stra-ßen-Verbesserunge Wird jetzt Klage eingereicht. Frau Anna I. Miller von No. 1943 Bellefoataine.Straße reichte durch ihre Anwälte Lecklider und MyerS Klage gegen JameS Broden, früheren Sekre tär der Republic Creosotlng Co., ein, w.'gen Rückerstattung von 5211, welche ihr zu viel für Straßenverbesserungen abgenommen wurden. Als die 20. Straße eine Fahrweg Verbesserung erhalten sollte, war Herr Broden bei Frau Miller und traf mit derselben ein Abkommen, daß, wenn die Pflasterung der Straße mit Holz. blöcken im Jahre 1906 vorgenommen würde, ihr diese Anlage nicht mehr als $3 für den lausenden Fuß, oder $360 für 120 Fuß, kosten würde. Jetzt aber verlangt die Stadt 84.75 pro laufenden Fuß und ist Frau Miller für 5571 für diese Verbesserungen ein geschätzt. Natürlich will sie diesen Mehrbetrag von 5211 nicht leisten und deshalb die Klage. Broden ist inzwl schen verstorben, jedoch erwartet man. daß die gerichtliche Entscheidung zu Gunsten von Frau Miller ausfallen wird. Verunglückte Hochzeitsreise. Melvin Jacobs, 20, Jra Erman, 13, Alice Jlynn, 18. aus Cincinnati. wurden von den DetectivS Holtz und DeRossette verhaftet. Wie verlautet, kamen die Cincln notier nach hier, und sofort wurde geplant, daß eine doppelte Hochzelt stattfinden solle; da man jedoch nur 13 Dollars in der gemeinsamen Kasse hatte, und dieses Geld nicht genügte, alle Unkosten zu bestreiken, einigten sie ftch Alle dahin, daß Melvin Jacobs und Hazel Hancock sich zuerst verheirathen sollten. Jacobs' Eltern und Erman'S Schwester kamen jedoch nach hier, und nachdem diese mit den Beamten die nöthige Rücksprache ge nommen, gingen diese zum Hause 618 Nord Senate Ave., wo eines der Paare sich inzwischen niedergelassen, und nach, dem dieses festgenommen, gelang es auch, deS anderen habhaft zu werden. Alle werden gegen hohe Bürgschaft ge halten. Ern blauer Garten. in welchem jede einzelne Pflanze blaue Blüthen trägt, ist auf dem Landsitze von Sir Elliott Lees in Dorsetshire, England, angelegt worden. Die gestrickten Strümpfe kamen im Jahre 1560 durch die Schweizer auf, obwohl dieselben namentlick in Seidenstickerei idres boben Preises- wegen noch lange eine große ii üseuenyeir eueren. D i e Krieasebrenliste. welche jüngst in Japan veröffentlicht wurde, weist 516.426 Namen auf. Alle Land und Seeloldaten. die daraus sieben, dielten (Äeldaesckenke und 429.926 außerdem noch Dekorationen.
Jndiana's Wirthsver:
band Nicht mehr gewillt, sich tyrannisiren zu lassen. (Spezial-Depesche.) E V a n 8 V i l l e, Ind., 15. Jan. In der hier abgehaltenen Versamm lung der Mitglieder deS 1. Distriktes deS StaatSverbandeS der Wirthe von Jndiana kamen interessante Dinge zur Sprache. Sonderbarer Weife find von den 13 Kongreßdiftrikten des Staates nur zwei noch nicht organifirt, der In dianapoliser und der Lafayetter. In der StaatShauptftadt hat man eS na mentlich darum noch nicht zu einer Or ganisation gebracht, weil die Stadt selbst unter den Wirthen so viele Befür' uorter einer hohen LizenS hat. La fayette aber ist die Heimath deS wegen feiner Temperenz und anderer Schrul len berühmten" Gouverneurs Hanly. In den übrigen elf Distrikten hat der Wirthsverband 6000 Mitglieder, und diese find fest entschlossen, während der eben begonnenen LegiSlaturfitzung Et was auszurichten, trotzdem auch die immer kühner austretenden Wasserleute sich viel von dieser Sitzung versprechen und an dem Gouverneur einen größe ren Halt haben, als an irgend einem der früheren. Der Verband der Wirthe war feit der Legislaturwahl sehr thätig, und glaubt sich NUN auf eine genügende An zahl Leute verlassen zu können, um Etwas zu erreichen. Man wird jetzt hauptsächlich dahin zu wirken suchen, daß die Regulirung deö Getränkehandels dem Staate entzogen und den ein zelnen Lokalitäten überlassen, also Home Rule- eingeführt wird, wie das Schlagwort lauiet. Sollte man mit solchen Bemühungen aber doch nicht den gewünschten Erfolg haben, dann gedenkt man, in den am meisten bedrängten Lokalitäten und zu diesen gehört jetzt auch Evanöville, wo man früher von strengen Temperenzgesetzen nicht? wüßte ein sehr drastisches Mittel an zuwenden, eine richtige Pferdekur. Das Mittel wird sich als kostspielig erwei sen, aber viele Leute sehen nachgerade ein, daß öle Zelt gekommen ist, wo man entweder Opfer bringen oder den Wasserleuten vollends das Feld über lassen muß. Das Mittel soll vorläufig geheim gehalten werden, weil man sich schon von der großen Ueberraschung, welche seine Anwendung verursachen wird, nicht geringen Crsolg versprechen zu dürfen glaubt. Nahn Rattengift. Wm. Gainn, 2029 Oft Washing. ton Straße, beging gestern Abend Selbstmord, indem er eine Quantität Rattengift zu sich nahm. Verschon bejahrte Mann, welcher während deö ÄbendS allein zu Hause blieb, wurde durch seine auS dem Theater heimkeh rende Frau in den letzten Zügen lie gend aufgefunden. Dr. I. T. Robertson und Dr. Hutchison, welche man sofort zur Stelle rief, bemühten sich vergeblich, den Mann am Leben zu erhalten, doch starb er trotz aller angewandten Gegen Mittel. Schlechte Gesundheit und temporäre Geistesverwirrung scheinen den Mann in den Tod getrieben zu haben. Der Vater desselben soll irrsinnig gewesen sein, während, wie verlautet, der Groß vater des Verstorbenen gleichfalls durch Selbstmord endete. Frank Weilacher'S Sample Room, Ecke Columbia Ave. und 16te Straße. Gelegentlich der Quarantäne in der Polizeistatlon ereignete sich eine Episode, die allgemeine Heiterkeit er regte. Die farbigen JanitorS nämlich. sobald sie daS rothe Blatternschild an der Thüre der Schließerosfice sahen. und ausfanden, daß alle Verdächtige auf zwei - Wochen, unter .Quarantäne feien, verschwanden spurlos, .und. find seither nicht mehr gesehen.-?, - -
Aus den Gerichten.
Neue Klagen. Wm. Lynch reichte gegen Michael Lynch ein Gesuch ein für denAngeklag ten einen Vorwund zu ernennen, da derselbe ein Gewohnheitstrinker sei und nicht die nöthige Fähigkett besitze sein Grund und Persönliches Eigenthum richtig zu verwalten. Michael Lynch reichte gegen Jo sephine Lynch u. A. eine Klage wegen Auslieferung des ihm durch Erbschaft zufallenden Fünftels ' an Grundeigen thum ein und wünscht, wenn möglich, dieses Fünftel in Besitz zu nehmen oder aber den ganzen Besitz verkauft zu sehen, daß ihm alSdann aus dem er zielten Erlös, sein ihm zukommender Aneheil übermittelt wird. Mary Copeland reichte gegen ihren Gatten George Copeland, von dem sie seit September 1905 getrennt lebt, und gegen die Indianapolis Traction und Terminal Co., bei welcher ihr Mann in Stellung ist, eine Klage für $5 wöchentliche Unterstützung ein, da sie selbst keine Mittel besitzt, und ihren aus dieser Ehe entsprossenen 10jährigen Sohn, Freddy, zu ernähren und zu kleiden hat. Auf Scheidung klagte Virgie M. Johnson gegen ihren Clarence, welchen sie am 12. April '1903 helrathete und von dem sie seit dem 12. April 1904 getrennt lebt. Als Scheidungsgrund giebt sie grausame Behandlung an und daß ihr Gatte dem Opiumgenusse fröhne. Sie wünscht außerdem die Obhut über ihr Töchterchen aus dieser Ehe Charlotte Geneva gerichtlich zuge sprachen zu haben. Geo. tt. Whitney u. A. reichten gegen die 1904 Georgia Colony Co. eine Klage auf Forderung im Betrag von $70,000 ein. Außerdem wünschen sie die Handelsgenossenschaft aufgelöst und den VermögenSbeftand unter die Theilhaber vertheilt zu sehen. Suverior-Gericht. Zimmer No. 1, Richter John L. McMafter. In der Contractklage von C. 9. French gegen M. P. Fischer wurden dem Kläger $100 zugesprochen und mußte der Beklagte die Kosten be zahlen. Der Munizipal Bond Co. wurden gegen Corydon R. Chlner u. A. $18.28 für Verbesserungen anSeltenwegen und 542.43 für solche am Fahrwege zuge sprachen und daS in der Klageschrift angegebene Grundeigenthum zum Ber kaufe ausgeschrieben. Name Baldock zog die ScheldungL klage gegen ihren Goiten S. Baldock zurück und bezahlte die Kosten. Zimmer No. 2, Richter JameS M. LeatherS. Nellie Cole bekam $5500 Schadener satz gegen die C. H. & D. Eisenbahn gesellschaft zugesprochen und haben die Verklagten die Kosten zu tragen. K o k o m o. T. C. Hendrix von hier war vor einigen Monaten nach Sioux Falls, S. D., gereift und hatte beim dortigen Gerichte eine ScheidungS klage gegen seine Frau wegenZböswilli gen Verlassen? angeftrengl, und war sprachlos vor Erstaunen, als bei der Verhandlung plötzlich feine Frau und deren Bruder als Zeugen auf der Bild fläche erschienen. Der Richter hatte so fort die Situation richtig erfaßt und nahm Herrn Hendrix richtig vor, um ihm den Standpunkt nach allen Regeln der Kunst klar zu machen. Er machte gleichzeitig der Frau klar, sie könne so fort eine Segenklage einreichen, was auch sofort geschah, und das Resultat war. daß ihr die Scheidung und $1200 Alimente zugesprochen wurden, wäh rend er noch $100 Anwaltsgebühren zu bezahlen hat. Bauerlaubnißschein e. N. Noe. Wohnhaus, 1333 Charles Str., $1350. Carrle Kruse. Wohn Haus, Layman Ave., $4000. Edwin King. Residenz. State Ave.. 000. Edwin King, Doppelhaus, State Ave., K2000. Edvin King. . FrameRefi. denz, State Lve.,' 1000.: i; . vl
Nachrichten aus Jndiana.
Evanöville. Der Fluß steigt wieder mit unheimlicher Schnelle und wurde die Höhe von 39z Fuß erreicht. Die Farmer der Niederungen bringen Hunderte von Rindern, - Pferden, Mauleseln und sonstigem Vieh nach hier in Sicherheit. Sollte der gegenwärtige Regen noch lange anhalten, so kann man sich daraus gefaßt machen, daß die Fluth binnen Kurzem die Höhe von 1834 erreichen wird. Man schreibt den AuSbruch deS Typhus dem Umstände zu, daß das Stauwasser der Hochfluth in Abzugs kanäle, Cifternen, Keller und Brunnen eindringt und hierdurch das für den täglichen Bedarf benöthigte Wasser ge fundheitSgefährlkch ist. CrawfordSville. Mayor Boris ist auf eine eigene Art verfallen, überführte Trunkenbolde zur Unterzeich nung von Temperenz Gelübden zu bringen. Hatte man einen alten Sünder, der dem lieben Naß zu viel zuge sprachen hatte, ' vor Gericht gebracht, so wurde ihm die Wahl gelassen, das Ge lübde abzulegen oder eine längere Ge sängnißftrafe anzutreten, womöglich mit Kette und Kugeln verbunden. Die WirthschaftLbesttzer werden von . der Polizei benachrichtigt, wer eine derar tige Unterschrift verbrochen hat und sie geben diesen Personen keine geistigen Getränke mehr, sind überhaupt froh, daß sie diese Sorte von Kunden log find. Petersburg. Im MileySteinbruche, drei Meilen südlich von hier, hörten sechs Arbeiter ein Geräusch, welches sie als von Füchsen herrührend annahmen, und baten die Farmer der Nachbarschaft, mit ihren. Hunden an Ort und Stelle zu kommen, um die vermeintlichen Füchse in Empfang zu nehmen; sie wurden aber höchlichst Überrascht, als ihnen nachZWegnahme mehrerer Steine eine Unmasse von Giftschlangen (CopperheadS) entgegen trat, gegen deren Angriste sie sich etwa 30 Minuten lang zu wehren hatten, und lagen nach Beendigung des Kam ' pfeS vielleicht 100 dieser gefährlichen Reptilien todt am Boden. Der Stein bruch liegt am alten Bette deS Erie Kanals. Diese Gegend ist als Snaky Point bekannt und will man jetzt ge eignete Mittel anwenden, um dieses Ungeziefer, loszuwerden. Clinton. Die Explosion in der Mine No. 7. welche bisher 8 Opfer forderte, hatte zur Folge, daß Staats Mknen'Jnfpector Epperson und seine Assistenten Jonathan Thomas , und Robert Irwin zur Untersuchung der Ursachen derselben hierherkamen. Die Mlnenarbeiter in Clinton sagen, daß die Explosion in Folge von Gasen erfolgte, und daßZIdie Eigenthümer wußten, daß die Mine schon seit meh reren Jahren mit Gasen angefüllt war. Außerdem machten sie die Aussage, daß die nöthige Inspektion nach Gaö unter blieb: sei' und hätte die Explosion bei der nöthigen Vorsicht vermieden werden können. Die Grubenarbeiter stimmten alle darin überein, daß die Grube GaS ent hielt und werden Ablese Aussage vor dem Coroner wiederholen. John ttline. 600 Jndiana Ave., wurde von den Radlern Kttzmille und Trimpe im Geschäfte der Standard Tea Co. an der New Jersey und Wash ington Straße Ecke verhaftet. Er ist beschuldigt, sich einengBesen widerrecht ich angeeignet zu haben. JnderPerson des 19 Nord New Jersey Str. wohnenden Frank Sheriff glauben die Detektivs Hauser und Simon jenen Mann gefunden zu haben, der den No. 33 ttentucky Ave. wohnhaften Floyd Lowell um ewe Quantität Seife, einen Anzug, und andere Sachen beftahl. Er soll auch C. E. Coble, mit welchem er in dem selben Logishause wohnte, um einen Ueberzieher beftohlen haben. Sheriff hatte sich angeblich den Namen Surugh beigelegt. . , . , E. T. Heöerlein, Streich -2nftrumentekacher, 15S . Quzwia Ave.
