Indiana Tribüne, Volume 30, Number 116, Indianapolis, Marion County, 8 January 1907 — Page 3

Jndlana Tibüne. 8. Januar 1007.

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Jntcrnrban Zeit-Tabelle.

I. XL T. Syfien. Schnelle Durchzüge nach Fort Wayne. Schnelle Durchzöge nach Marion. Schnelle Durchzüge nach Peru. Schnelle Durchzüge nach Logansport. Schnelle Durchzüge nach Anderson. Schnelle Durchzöge nach Muncie. Lüge verlassen Indianapolis. Muncie & Marion Divisi on. Lavrence, Fsrtville, Pendleton, Anderson, Vsrktown, Muncie, Middletown, Alerandria, Susrnitville, Fairmount, SaS City, Scnefc dors, Marion, Blufft, und Union Eity. 4 00 Lm. 1 05 Nm. 5 l Lm. 2 00 Nm. 5 00 Vm. 3 05 Nm. 7 05 Vm. 4 00 Nm. 8 00 Vm. 5 00 Nm. '9 05 Lm. 5 05 Nrn. 10 00 Lm. 6 00 Nm. 11 00 Vm. 7 05 Nm. 11 05 Vm. S 05 Nm. 12 00 NttgS. 11 30 Nm. Limited. LoganSport ck Peru Division. armel. NobleSville, Cicero, rcabia, Ullanta, Tixton, Kokomo, Gülvefton, LKalton, LoganSport, Miami, Bunker $12, Snu und Elwood. 5 00 Bm. 1 45 Nm. 5 45 Vm. 3 00 Nm. 7 00 Lm. 3 45 Nm. 7 45 Vm. 5 00 Nm. s 00 Vm. 5 45 Nm. , 45 Vm. 7 OS Nm. 11 00 Lm. 9 00 Nm. 11 45 Vm. 11 30 Nm. 1 00 Nm. Limited. Veue spezielle Bedienung nach Ft. Wahne. Aüge verlassen Indianapolis um 7:00 und 11:00 Uhr Vormittag mV. 3:00 und 7:00 zkZr Nachmittags, schnelle Fahrt nach Fort Oayne machend und mit den Schnell,ügen ach Toledo, Detroit und Lima verbindend s,ie auch in Toledo und Dettoit mit den Vampfem, die aus den großen Seen nach Vtaöinac, Buffalo und den Niagara Fällen ufen, Verbindung machend. Der Marion Flyer, der Indianapolis um 11 Uhr Vorm. und 3 Uhr Nachm. verläßt, hält nur in Anderson, Alexandria, Summit ,ille, Fairmount, Jonesboro und GaS City ' Junction an. 11:30 Adntd'Zug nach Muncie. 11:30 AdendZug nach Peru. Sge sahrm nach Fort Benjamin Harri ,,n um 6:45 Vm, 9:05 Lm, 11:05 Vm, 165 Vm und 3:05 Nm. eitere Information in der Ossice: Ter ttknal Gebäude. PhoneS : Neu, Main 6055; t, Main 175, 1 Ring. Judiasapolis & Saftern. Schnell -Züge laufen nach 'Sreenfield, nightLtown, New Castle, Cambridge Ciro, iSmond. Dauton. Ohio, jede Stund bis V Uhr bendS, in Dazton, Ohio, mit am Schnellzügen, die nach Springfield, Colum Ist und allen centtalm Punktm OHW'S Kufen, VerbindungZmachend. Zttend'Zug um 11:30 Abends nach Knights VN Weitere Information in der Office : Ter nal Gebäude. PhoneS : Reu, Main 6055 :t.Main 175, 1 Ring. Indianapolis & Martwsville. ach Mooresville, Bethant) Park, Mar, tville, Ind. Erste Morgen.Car um 6.00 Uhr Morgen. Dmm on 7.-00 Uhr Morgens jede Stunde 3 7:00 Uhr bendS. end CarS verlassen die Jnterurdan tatisn um 9:00, 10:00 und 11:30 AbendS. Xie 10KX) UhrCar fahrt nur bi soreSville. eitere Information in der Office : Ter mal Gebäude. PhoneS: Neu. Main 6065 ; U, Mai 175, Ring. Indianapolis & Western Traction Company. Nach Avon, Danville und Zwischenstationen. Erste Gar verlaßt Indianapolis um S Uhr Morgens, dann jede anderthalb Stunden biS 9:30 Uhr Abends. Letzte Car um 11:15 Uhr Abends. Weitere Information in der Office : Terminal Gebäude. Phones: Neu, Main 6055, Alt, Main 175. 1 Ring. Indianapolis Coal Traetis So. Z2ge laufen stündlich von Jndianapolt ruch BlaiRfield von 5:00 Uhr MorgmS $11 73 Uhr Abend. bendzüge um 9 und 11:20 Uhr AdendS. Der 5.00 Uhr MorgenS Zug läuft nicht Sonntags. Weitere Information in der Ofsi : Ter mwal Gebäude. PhoneS : Neu, Mai 6055 ; lt, Main 175,1 Ring. Indianapolis & Nortyveftern. Schnell.Züge nach CrawfordSville und 2a fTyette lauf wie folgt: 6:00 Tm., 7:00 m., 8:10 Vm., 9:00 Vm., 10:10 Vm.. 10.4a Vm.. 11:10 Vm., 12 Mittags, 1:00 Nm., 2:1 Nm., 4:25 Nm., 6:00 Nm., 7:10 Nm., 9:00 Nm. und 11:15 Nm. Züge, welche um 10:45 Vm. und 4:25 Nm. fahren, sind Durchzöge nach CrawfordS ville. Der 11.15 Abends Zug fährt nur biS Frankfort. Weitere Information der Office: Ter Wal Gebäude. PhoneS: Neu, Main 6055; llt, Main 175, 1 Ring. Vlcomte Selby, der frühere Sprecher des HauseS der Gemeinen, und Sir Erneft Satow. augenblicklich britischer Gesandter in Peking, find zu Vertretern Großbritanniens auf der Haager FriedenSconferenz ernannt.

Handelsberichte Zeigen in allen Branchen eine fortschreitende Prosperität des Landes.

Japanische Einwanderung nimmt zu. ! Fünfzehnjährige mit Drillingen. Einwanderer erhalten freie Passage. Die Konstitutions-Konven-tion. Wichtige Prozeßakten gestohlen und derbrannt. Fahrstuhl stürzt iu die Tiefe. - 873,000,000 für das Laudheer gefordert.

Günstige Aussichten für daSneueJahr. Neu York, 7. Jan. Dun & Fo.'S wöchentlicher Handelsbericht schildert die Geschäftslage wie folgt : DaS neue Jahr zeigt günstige Aussichten für die Geschäftswelt. Keine umfangreichen Bestünde sind übrig a blieben, und die Inventuren ent sprechen den hgchgespannteften Erwar tungen. Die führenden Industrien haben reichlich große Kontrakte in ihren Büchern, und die Fabriken arbeiten mit voller Kraft, außer wo Mangel an Rohmaterial oder FeuerungSmitteln dies unmöglich macht oder fertige Ar tikel wegen fehlender FörderungSge legenhelt nicht abgeliefert werden kön nen. Unter diesem Uebel haben beson derS die Mühlen im Nordweften und der Getreide, und Mehl.Export zu lel den, und der Rückgang um $1,749, 665 ist diesem Umstände zuzuschreiben. Die meisten Fabrikanten find mit Bestellungen auf sechs Monate gedeckt, und die Preise find fest. Viele große Kontrakte für Stahl lieferung, im Besonderen Baugerüst Stahl für San Francisco, sind einge gangen worden. Die Bedürfnisse der Bahnen zeigten keine Abfchwüchung, indessen wurden wenige Kontrakte de rückfichtigt, die Ablieferung vor der zweiten Hälfte dieses Jahres verlang ten. Roheisen.Preise sind bis nahe zur Höhe von 1900 gestiegen, aber fertiae Waare ist immer noch niedrig, verglichen mit dem Normalpreise. Da neben muß bemerkt werden, daß die Bahnen in der Beförderung deS Roh eisenS rückständig bleiben und in Folge dessen viele Eisenwerke mit sehr gerin gem Vorrath arbeiten müssen. Im Bormarkt für Webstoffe zeigt daS Geschäft stetiges Anwachsen nach der JeiertagLflauheit, in Vorbereitung auf die kommende Saison. Nach China ist eine große Quantität von Ballen Baumwollzeug abgegangen, seit langer Zeit wieder der erste Export dieser Art nach jenem Lande. Japanische Einwände rung nimmt zu. El Paso, Tex., 7. Jan. Nach genauen Informationen beabsichtigen 21L2 Japaner von Mexiko nach den Ber. Staaten zu kommen. Die Ja paner erhielten freie Fahrt von Japan nach Mexiko und sollten als Arbeiter ihren Lebensunterhalt im neuen Lande erwerben. Kaum find sie in Mexiko angekommen, so gefällt es ihnen dort nicht und in Schaaren strömen sie nach der V:r. Staaten Grenze, um hier ihr Eldorado zu finden. Wenn sie geistig und körperlich gemäß der Eknwan derungögesetze tauglich befunden wer den, so kann man ihnen den Zutritt zu den Ver. Staaten nicht untersagen. Die japanische Einwanderung nach den Hawaischen Inseln betrug im letz ten Jahre 16,740 Personen, von denen mehr als die Hälfte nach den Ver. Staaten gekommen ist. Fünfzehnjährige mit Drillingen. Eureka Spring s, Ark., 7. Jan. Hier beschenkte die fünfzehn Jahre alte Frau May Klrk ihren sied zehn Jahre alten Gatten John Kirk mit drei kleinen Mädchen 'im Gesammtge Wichte von fünfzehn Pfund. Die Mut ter verrichtete noch biS letzten Montag ihre Arbeiten. Nachbarn fanden die drei neugeborenen Kinder vollständig nackt, in den Ueberzieher ihres Vaters eingewickelt. Die ttonftitutionS.tton den tion. G u t h r i e, Okla., 7. Jan. Die KonftltutionS Konvention hat heute gegen die Doktrin der StaatS.Rechte gestimmt und damit eine vorhergegan gene gegentheilige Abstimmung wider rufen. , Zwei AmendementS zur Bun deS'ttonftitution wurden befürwortet, nämlich die Einführung einer Bundes Einkommensteuer und die Erwählung von Senatoren durch direkte allgemeine Abstimmung.

Einwanderer erhalten freie Passage. New York, 7. Jan. Die Re gierung von Peru hat in ihrem natio nalen Budget einen beträchtlichen Fonds für die Einwanderung ausgesetzt und Präsident Pardo hat ein Dekret der öffentlich!, in welchem er amerikani schen und europäischen Auswanderern, die Luft haben, nach Peru zu kommen, freie Passage auf der Ueberfahrt ga rantirt. Als einzige Bedingung ist gestellt, daß die männlichen Applikanten nicht jünger wie 10 und nicht älter wie 50

Jahre sind und dieZ weiblichen Appll kanten dürfen nicht jünger wie 10 und nicht älter wie 40 Jahre fein; auch müssen sie gesund und von moralischem Charakter sein. Wichtige Prozeßakten ge stöhlen und verbrannt. P e o r i a, Jll.. 7. Jan. Wäh rend der letzten Nacht wurde der große eiserne SicherheltSschrank in der Oeffentlichen Bibliothek mit Dynamit aufgesprengt und daraus alle Akten stücke des Prozesses gegen den Fälscher N. C. Dougherty genommen, die darauf in der Heizvorrichtung des Ge bäudeS verbrannt wurden. Dougherty befindet fich im Zuchthause von Jollet, aber durch die Vernichtung der Akten stücke werden seine BürgschaftSfteller von allen Verpflichtungen erlöst. Die Polizei hat natürlich keine Ahnung, wer die Akten vernichtet hat, da außer denselben, auch noch einige andere Schriftstücke und $95 Baargelo der schwunden find. Die verschwundenen Akten, die nicht zum Dougherty.Pro zesse gehörten, und die 595 wurden wahrscheinlich nur entwendet, um den Verdacht der That von den Bürgschaft?, ftellern abzulenken. Fahrstuhl stürzt in die Tiefe. Minneapolls, Minn., 7. Jan. Ein Fahrstuhl im hiesigen Ge richtSgebäude stürzte heute vier Stock werke tief hinab und die sieben darin befindlichen Personen wurden mehr oder weniger verletzt. Hülfssheriff Clauser hatte sieben Gefangene in den Fahrstuhl gebracht, 'als plötzlich die Maschinerie desselben brach und er bis in' Erdgeschoß hinabstürzte. Mit Ausnahme des unter Mordanklage stehenden John P. Quirk, der tödtlich verletzt wurde, erhielten die anderen sechs Gefangenen nur schmerzhafte Quetschwunden. 873,000.000 für daS Land Heer gefordert. Washington, D. C., 7. Jan. Vorsitzender Hull deS HauSComiteS für militärische Angelegenheiten reichte heute dem Reprüsentantenhause die Militär.BewilligungSbill ein, die für daS nächste Fiskaljahr in runder Summe $73,000,000 für das Land Heer Onkel Sam'S fordert. DaS KriegSdepartement hatte $6,000,000 mehr gefordert, aber das HauSComlte ließ mehrere Posten ganzlich fallen, oder fetzte den Betrag für unwichtige Forderungen herab. Die diesjährige Mllitär.BewilligungSblll ist um $2. 000,000 höher, als die letztjährige. Heizer.Streik friedlich beigelegt. Houston, Tex., 7. Jan. Der Streik der Heizer auf der Southern Pacific Bahn wurde heute formell als beigelegt erklärt, nachdem der General Betriebsleiter Thornwell Fay im Na men der Bahngesellschaft und Vice Großmeister Timothy Shea im Namen der Brotherhood of Locomotive Fire men & Englnemen ein darauf h'nzie lendeS Schriftstück nnterzekchnet hatten. Die Hauptbedingungen des Uebereln kommen? find: Eine AuSglekchungS behörde, bestehend aus drei Repräfen tanten beider Parteien, soll alle Mei nungSverschiedenhelten zwischen Arbei tern und Arbeitgebern fernerhin prüfen. Alle Lokomottoheizer, welche am Streik waren, sollen ohne Voreinge nommenheit wieder angestellt werden. Die 500 streikenden Heizer haben heute Nachmittag sofort wieder ihre Arbeit begonnen.

Scharfe Proteste gegen Einmischung. Washington, D, C., 7. Jan.

Scharfe Proteste find im hiesigen Staatsdepartement gegen eine Einmi schung dieser Regierung in die Anae legenheit deö Kongo-FreiftaateS erhoben worden. Diese Proteste liefen von ke tholischen Organisationen und einzel nen Katholiken ein. Sie behaupten, daß alle diese Berichte über angebliche Grausamkeiten gegen die Eingeborenen von Protestanten geliefert wurden und theils ganz unwahr find, theils auf ungenauer und mißleitender Jnforma tion beruhen. Beförderung nur nach Verdienst. Washington, D. C., 7. Jan. In dem soeben erschienenen JahreSbe richt des ersten HilfS'General.Postmei fterS Frank H. Hitchcock werden zwei Sachen von allgemeiner Bedeutung eingehend behandelt, nämlich die Erhö hung der Gehälter von PoftamtS.ClerkS und die in Ausficht genommene Ab schaffung des Stempeln von Briefen und Postkarten auf der Rückseite. Am Ende des Fiskaljahres gab es 65.600 Postämter mit 155,000 Ange stellten einschließlich der Postmeister und ihrer Assistenten. Im Ganzen be läuft sich die Zahl der Angestellten in allen Postämtern auf 205,283. Die über $15,000.000 betragenden Mehr Einnahmen deS Vorjahres scheinen fich lm neuen Jahre erhalten zu wollen. Herr Hitchcock befürwortet die Anfiel lung von mehr tüchtigen Leuten in sei nem Departement, damit er mehrSach verständige ausschicken kann, die ihm berichten können, wo und wie der Post dienst verbessert werden kann. Die Er höhung der Gehälter von PoftamtS'An gestellten sollte nur nach dem Verdienst System geschehen und Begünstigungen sollten absolut nicht geduldet werden. In finanzieller Verlegenheit be findet fich, wie .Cxachiner" behauptet. die L. M. Sullkvan Trust Co. in San Franziöko. Wegen abgewiesener Liebe der wund.'te heute Morgen Leo BlochowSky seine Geliebte Minnke Seckoru durch einen Schuß wahrscheinlich tödtlich und beging dann Selbstmord. In der Toledo Machine & Tool Fabrik in Toledo, O., gingen heute 140 Union.Maschiniften an den Streik, weil ihnen eine Lohnerhöhung von zehn Prozent verweigert wurde. DaS chinesische Geschästöviertel in Bangkok, Siam, HinterJndien, wurde heute durch Feuer gänzlich zerstört. Der Feuerschaden wird auf über $3,000.000 abgeschätzt. Eine HeirathSlicenz erwirkten mit Einwilligung der Eltern der 13-jäh rige George O'Hara von Carbon und die 12.jahrige Anna Mechling von Greenöburg, Pa. Der Kessel der Southern Pacific Lokomotive No. 443 explodirte heute bei Curry, südlich von Cordicana, Tex., und der Heizer Garlinghouse wurde auf der Stelle getödtet, während der Maschinist Walter Hoberlin so schwer verbrüht wurde, daß er eine Stunde später starb. Bei Verausgabung von falschem Gelde wurde heute in Chicago Arnold Kincade abgefaßt und verhaftet. Er gestand ein, in Texas wegen desselben Verbrechens in vielen Städten gewünscht zu werden. In einem Anfalle von GeifteSgkl ftörthelt erschoß heute der Eigenthums Händler William M. RhodeS in Pro vidence, R. I.. seine Mutter. Frau Riet C. RhodeS, und beging dann Selbstmord. In einer Wirthschaft in der Nähe deS Clear Fork Kohlenbergwerks bei MiddleSboro, Ky., wurde heute Abend der Bergwerkssuperintendent Ed. Du mett ermordet und Horace Monday tödtlich verwundet. Die Mexican Milling & TranS portation Company wurde heute mit einem Kapitale von $7.000,000 in Trenton, N. I., inkorporlrt. Die In korporatoren find H. O. Soughlan, C. L. Rotzel und L. H. Günther von Jersey City, N.J. Die Manikuriftin Frau Lena Weidman wurde durch einen Schuß getödtet, einer anderen Frau wurde die Kehle durchgeschnitten und zwei Männer wurden durch Schüsse heute Abend tödtlich verwundet während ei neS Streites in der West 82. Straße in New York.

Allerlei kleine Depeschen.

7. Januar. Krankheit bewog W. H. Chad. beton, einen 65 Jahre alten Farmer von Dier Park, Md., fich zu er hängen. An Wall Street hörte man heute. daß H. C. Frick die Leitung der Fk nanzgeschäfte der Pennsylvania Bahn Übernehmen wird. In ttnoxville, Tenn., wurde JameS Lipöcomp, ein bekannter Ge schäftSmann, gestern Abend in feinem Bette als Leiche gefunden. In Weft'Deutschland drohen sehr gefährliche Ueberschwemmungen. Na mentlich find Mosel, Saar, Neckar, Ruhr und Wupper gewaltig ge. stiegen. Geo. B. Cortelyou trat heute von seinem Amte als Vorfitzender des re pudlikanischen National KomiteS zu rück. Herr Harry S. New wird vor läufig den Vorfitz des Comites über. nehmen. Der LehrftuhlZ fgermanlscher Sprachgelehrsamkeit an der Stanford Unlberfitüt. Cal.. ist mit Dr. George L. Hempl, bisher Mitglied der Fakul tät der Universität von Michigan, be fetzt worden. Skandalszenen in otv poriugle fischen Kammer. Szenen, bk sich in der Kammer ab' spielten, spotten jeder Veschreibim?. Tcm Königshause waren, wie der Ministerpräsident Joano Franca ü einer der letzten Sitzungen zugeben mujzte, von früheren Ministerien ohne Parlamentsermachtigung Gel der vorgeschossen worden. Herr Franco versprach in loyaler Weise, über die Höhe der Beträge dem Hause Angaben zu machen und dem r.ächst eine Vorlage zur Regulirung der Vorschüsse einzubringen, so dasz die Angelegenheit, wenigstens für den Augenblick, als abgethan bctrach. tet werden konnte. Aber die repu blikanischen Abgeordneten, die Kam mer zäblt deren vier, lassen die aün stige Gelegenlieit, die Monarchie anzugreifen, nicht vorübergehen. Vor Eintritt in die Tagesordnung brachte der republikanische Abgeordnet? AI fonso a Costa, ein bedeutender Rechts anwalt und Professor an der Univer sität Coimbra, wiederum die Sache vor; er beantragte die sofortige Re gulirung der. Angelegenheit und meinte, daß nach Erledigung des Geldpunktcs der König sich zurückzie hen und das Land verlassen solle, um dem Gefängniß zu entgehen. Diese Worte entfesselten einen Sturm des Unwillens in der Kammer, der Prä sident ersuchte den Abgeordneten, der inzwischen auf das Schicksal Ludwigs des Sechzehnten hingewiesen hatte, seine Aeußerungen zurückzunehmen, und da er sich weigerte, wurde er dem Regiment entsprechend von den Sitzungen ausgeschlossen. (Tiefer Ausschluß darf die Dauer von 30 Tagen nicht überschreiten.) Ter Ab geordnete weigerte sich, den Saal zu verlassen und so wurde die bewaffnete Macht requirirt. Eine Schwadron Kavallerie sowie Infanterie und ein Polizeiaufgebot umzingelten das Parlamentsgebäude. Dem Militär wollte der Abgeordnete freiwillig mcht folgen, weil die Soldaten, wie er erklärte, keine Gewalt über cmen Volksvertreter härten. Ein anderer republikanischer Abgeordneter, Anto nio de Almcida, war unterdes auf ein Pult iiestiegen und forderte die Sol daten auf, an Ort und Stelle die Re publik zu erklären. Schließlich wur de Eosta abgeführt, nachdem die repu blikanischen Abgeordneten und drei Dissidenten erklart hatten, daß ne be reit seien, sein Schicksal zu theilen Mit den Worten: Es lebe die Frci beit!" ging Costa ab. Später wurde die Sitzung wieder ausgenommen. Der Mnisterpräsident erklärte, daß er, wie versprochen, dieVorschunange legenheit demnächst klarlogen werde. Alsdann entwickelte der republnarn sche Teputirte Almeida ' unter den schärfsten Ausfallen auf die Monar chie sein Programm. Ein dem Mi nisterium ausgesprochenes Aer trauensvotum wurde hierauf mit So gegen 10 Stimmen angenommen n.. i cn -- uno zro nnirage ggen rne uxcuiv runa zurückgewiesen. ?lber das Par lament sollte noch nicht zur Ruhe kommen. Der republikanische Abgc ordnete Braga, gleichfalls ein hervov ragender Rechtsanwalt, sprach zur Tagesordnung und streifte wiederum die Vorschußanaelegenheit. Er wurde aufgefordert, seine Aeußerung: Tie Monarchie in Portugal ist gerichtet, denn der König empfängt, gcdet durch Purpur und Krone, heimlich? Vorschune," zurückzunehmen, und da er dies nicht that, wurde er ausgc stoßen, wobei sich die Szenen wieder holten, die sich beim Ausschluß seines Kollegen Costa abspielten. Tr Ml nistervräsident hielt dem König übe: die Voraänae sofort Vortraa. Die öffentliche Meinung scheint das Auf treten der Republikaner mcht zu bil ligm. .,,

In die alte Hrimath. $1,856,614.27 wurden von drei Danr, pfern entführt. Postsendungen igk Geld und Paketen übersteigen alle? bisher Dagewesene. Dampfen und Stadtpost Personal muß ver ssärkt werden. New York, 17. Dez. Die Hochfluth amerikanischer Dol krs, welche sich regelmäßig zur Weihnachtszeit nach Europa ergießt, hat b?gönnen. Im Laufe 'der letzten Woche haben drei abgegangene Dampfer die respcitable Summe von $1,656,614.27, mitgenommen, und die Beamten oer Postsnzveisungs - Abtheilung habe alle Hände voll zu thun gehabt, die Unmasse der Applikanten zu befriedi gen, welche ihren Lieben in der alten Heimath eine Weihnachtsfreude berei ten wollten. Und da natürlich der zu nächst abfahrende Schnelldampfer daS lachende Baargeld befördern sollte. i mußten die armen Postknechte" Ueberstunden arbeiten. Die Celtic", welche am 12. ds. Mt. abfuhr, trug die größte, je mit einem einzigen Dampfer aus New Fork abge hende Post : 4033 Postsäcke, die neben der gewöhnlichen Briefpost 80.534 ein geschriebene Artikel und 4187 Packete :nthielten. Im letzten Jahre hatte die Baltic". als sie am 13. Dezember absegelte, nur 1541 Säcke und 14,423 eingeschriebene Sendungen an Bord, also 192 Säcke und 66,103 Packete weniger als Heuer die Celtic". Im 7?rraM Jahre nahm am 20. Dezember die Bestie" die größte Anzahl Post sacke, nämlich 3227, mit. während für dasselbe Jabr am 6. Dezember die Ced?ic" die meisten eingeschriebenen Sendungen auf einer Einzelsart nach Europa beförderte, nämlich 51.227. Immerhin ist das um nahezu 30,000 weniger, als was die Celtic" am 12. Dezember dieses Jahres leistete. Die Celtic" beherbergte am Mittoch in ihrem stählernen Inneren Post anweisungen in der erstaunlichen Höhe von $905.048.68, die sich auf 58,853 einzelne Adressaten vertheilten, so daß im Durchschnitt fast $15.50 auf jeden kommen. Von dieser Gesammtsummt gingen $279.633 nach Großbritannien, $143.973 nach Italien. $88.000 nach Schweden. $86.000 nach Deutschland, $82,000 nach Oesterreich. $80.000 nach Ungarn und $54.000 nach Norwegen. Dann folgenGriechenland mit $16,000, Dänemark mit $13.000. die Schweiz mit $10.000. Frankreich mit $9000, Belgien mit $500 und die Niederlande mit $2000. Den kleinsten Betrag, $135. erhielt Luxemburg. Von Aegyptern wurden $123 abgeschickt, und $151 gingen nach Portugal, während sich $486 über die britischen Kolonien vertheilten. Kurz nach de? Celtic- fuhren die Kaiserin Auguste Viktoria" mit $422.122 und die New York" mit $529,442. Das erstere Schiff bringk den Löwenanthcil nach Italien, nsm lich $181.748. während englische Ve? wandte von Bewohnern Amerikas ruN $83.000 zu sehen bekommen. Schwed erhält $31,000 und Portugal ist vm mit einer einzigen Postanweisung vvl $5 bedacht worden. DaS Land da Pyramiden empfängt $9.75. DtS New Aork" nimmt den größten Thei $163.937. nach Großbritannien, in defl Rest theilen sich Italien mit $76-55& Oesterreich mit $45,000, Schwell? mit $32,000, Rußland mit $29,00ft

Deutschland mit $44,000, Norwc mit $26,000 und die übrigen Läi im Verbältniß mit den auf der .Ck tic" verschickten Beträgen. 2)ie dtfj Schiffe nahmen aus Amerika die staO liche Eesammtsumme von $1,85Z) 614.27 mit an die Gestade der aktZ, Welt. Auch die Etruria". welche ay Nachmittag den New Forke? Hak verließ, war mit Postsachen überlad?. Diese Schiffe werden zettta g.ueZä Europa eintreffen, so daß die Weisungen vor den Neiertsgtn cchz? fert und ausgezahlt werden Außerdem stehen noch einig a?eZZ Dampfn as der Lifte, wskch zivtsZ jetzt und Weihnachtsn abgehen und irJ Passagiere und Bost vor tism Wtti nachts und Neusahrkseft drüben an d Bestimmungsort gelangen lassen dU len. Deshalb ist es gar nicht unwech schcinlich, daß sie sogar noch grvß?Z Geldsummen in Änweisunam ttd noch mehr gewöhnliche Postsachen SÄ Bord haben werden. Um die Soktlrur der enormen Menge auf dn Rette ti ermöglichen, sind dem regulären Stavs auf jedem Dampfer noch ein oder zwV HilfS-Postbeamte bsiaegeben Word. Auch hat Superintendent Elliot fein Bureau durch Einstellung zahlreich Hilfsarbeiter vergrößert; trotz alledem aber müssen die Beamten manche freU Stunde opfern, um die unglaubliche Arbeitslast zu bewältigen. Postmeister Willox aber neht auS der Höhe der beförderten Geldsendung gen den Schluß, daß unser Land siZ noch nie einer solchen Prosperitat tu freut hat, wie augenblicklich, und all Postbeamte stimmen mit tym dark? überein, daß die Zunahme in Weih nchts-Geldgeschenken. die bit z tnm gewissen Grade die Ersparnisse d eingewandert! fremdländischen Ele mcnts rcpräsentircn, noch nie so augcnfällig gewesen ist, wie in diesem Jahre. - .. ' Druckfehler. . ,. Durch das Eingreifen einiger ByXV, terien (Batterien) wurde das Schickst der Schlacht entschieden.

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