Indiana Tribüne, Volume 30, Number 114, Indianapolis, Marion County, 5 January 1907 — Page 1
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(ßvfdtelnt eden gtaxtimitiag - r Jahrgang 30. Indianapolis, Ind., Samstag, 5. Januar 1907 . No. 114.
Freche Gauner Verlangen geringere Besteuerung Angebote fnr Schntzvall Nachrichten aus Jndiana.
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40 Leute verschüttet. Bingen in Hessen vom Unglück heim gesucht.
Bingen, Heffen. 5. Januar. Mährens der Arbeiten an der Eisen bahnftttcke zwischen Lemscheid und Leiningen wurden gestern 40 Leute durch einen Erdfturz verschüttet. Die Leichen von 13 Getödieten wurden geborgen und 15 Verletzte wurden soweit auZ dem Einstürze befreit. - Ein Damm war eingestürzt, 'unter welchem zwei Männer begraben wur den. Um die beiden Verschütteten zu retten, waren sofort Leute von allen Seiten herangezogen und in der Grube waren etwa 50 Mann beschäftigt, als das Erdreich nochmals nachgab und 40 derselben verschüttete. Geldschrank gesprengt. Beute klein, aber viel Schaden angerichtet. In der Office der Superlor Sheet metal Co., 2301 Roosevelt Avenue, statteten Einbrecher während der Nacht einen höchst unwillkommenen Besuch ab. Die Banditen erbrachen mit Ge rüthen, welche sie in der Fabrik borge funden, den großen Geldschrank, indem sie Kombination und vandhaben völlig demolirten. Zum Glück war ix der Ofstce kein Geld aufbewahrt, so daß die Einbrecher nur kleine Beute mach ten. Bücher und Papiere lagen über die 'ganze Office zerstreut, dazwischen lagen die Hämmer und Handwerkzeuge, sowie auch der erst kürzlich gekaufte Typemrlter, welchen die Burschen gleich falls mit dem Hammer zerschlagen hat ten. Der angerichtete Sachschaden wird auf 5200 geschätzt. Wurde freigesprochen. Michael Lynch, der vor einigen Ta gen im Polizeigerlcht mit 510 nebst ttoften bestraft wurde, appellirte an das Kriminalgericht, wo er feine Unschuld bewies und freigesprochen wurde. Lynch ist der Mann, welchen Polizist Hunter vor einigen Tagen mit einem Jackett über dem Arm an der Virginia Ave. antraf. .Lynch stopfte das Jackett unter seinen Ueberrock und als dann der Polizist ihm nacheilte, lief er davon. Der Beamte holte den Mann aber zu letzt ein und Lynch wurde verhaftet. Im Polizeigerichte gab er keine Er klärung ab und die Folge war feine Verdonnerung. Sobald aber der Rlch. ter gestern erfuhr, daß Lynch im Auf trage von Frau Frank Hughey das Jackett aus deren Haufe geholt, klärte sich die Sache auf und der Angeklagte wurde freigesprochen. Gerieth in einen Fahrstuhl. Wolserd Pherson aus Beinbrldge, Ind.. ein Berichterstatter des Mor ning Star-, gerketh im Star Gebäude hier, als er den Fahrstuhl selber zu leiten versuchte, zwischen die Platform desselben und den Fußboden und zog er sich an den Beinen und dem Unter körper schwere Verletzungen zu. Er wurde in'S städtische Hospital gebracht. Shideley wird kaudidiren. La Porte. Ind. Ein Busen freund deS früheren Repräsentanten Bmjamin F. Shiveley von South Bend, Ind., erklärt, daß Herr Shlve ley zur passenden Zeit seine ttandlda tur für die demokratische BundeSBice Präsidentschaft Nomination formell bekanntgeben werde. Er war Gouver neurS'ttandidat im Jahre 1896 und erhielt die demokratische CaucuSNoml Nation für Bundessenator gegen Albert I. Beveridge. Harry AtkinS, No. 7 Nord Eaft Straße wohnhast,, der vor einigen Tagen an der RLeftseite mit der linken Hand unter die Räder eines Zuges ge rieth, so daß ihm dieselbe im DiSpen farium theilweise abgenommen werden mußte, wurde unter Anklage deS Irr i finnS verhaftet. AtkinS versuchte eS, j in einem Restaurant sich den Schädel
Plündern GeschäftSlokal.
Ein verwegenes Rüuberftöckchen wurde gestern Abend kurz vor 7 Uhr in Ära L. Miller'S Cisenwaarenhandlung, 1620 Oft Washington Str., von zwei leider entkommenen Burschen ausge sührt. Um die angegebene Stunde erschie nen in dem Geschüste zwei Männer im Alter von annähernd 40 Jahren und baten, ihnen Taschenmesser zur Aus wähl vorzulegen. Herr Miller begab sich zum Schau kästen, holte die gewünschten Sachen herbei, und blickte dann tn den Lauf eines großen Schießeisens. Während der eine der beiden Burschen ihm be deutete, sich ruhig zu Verhalten, ging der andere sofort auf das Cashregifter loS, welchem er 812 in Baargeld ent nahm. Der Bandit trat darauf an den Schaukasten, holte sich zwei Revol ver, ein halbes Dutzend Rafirmesser und 16 Stück der besten Taschenmesser aus demselben, welche er alle in den Taschen seines Rockes verschwinden ließ. Inzwischen hatte der erste der beiden Halunken mit Herrn Miller ein Ge spräch angeknüpft und hatte, nachdem er das Logenabzelchen desselben bemerkt, sogar noch die Unverfrorenheit beses sen, demselben den Logenhandgrrff an zubieten, welches von Miller natürlich rM den Worten abgelehnt wurde, daß er sich nicht als Logenbruder zu Räu bern und Banditen bekenne. Die Radler Hall und Rademacher nahmen den Thatbestand auf, doch wurden die frechen Ganner bis jetzt noch nicht erwischt. Csllectkonen snr NeScne-Misfion Als Betrügereien gebrandr.iarkt. Von verschiedener Seite wurde Be schwerde geführt, daß eine oder mehrere Frauen für das Reöcue Mission Home betteln gingen und Unterstützung? gelber für dasselbe einkassirten, worauf der Superintendent dieser Gesellschaft, Dr. W. Wheeler, aufmerksam macht, daß alle derartige Collectiven Betrü gereien seien und daß für die (Wheeler) Reöcue Mission und Helmath zu In dianapoliS Niemand autorifirt fei, Gel. der für dieselbe zu empfangen. Wenn Moneten nöthig seien, so wende sich die MlsstonSbehörde an einige prominente Geschäftsleute hiesiger Stadt, welche Mittel und Wege ebneten, um der Ca lamität abzuhelfen. Vom Wasserwagen" gefallen. Elmor Boyd, 512 Division Straße, der am Donnerstag vom Wasserwa gen-, den er erst am Neujahrötage be stiegen, schon wieder Herabsiel, wurde in drei gegen ihn erhobenen Anklagen schuldig befunden, und in jedem Falle zu je $5 nebst Kosten verurtheilt. El mer war in Gesellschaft eineS gleichfalls angesäuselten Freundes nach Hause ge kommen, und hatte dann demselben demonstrativ bewiesen, welch KrengeS Regiment er im Hause führe. Er hätte zuerst der Tochter eine Ohr feige verabreicht, uelche die eine Ge sichtöhälfte völlig anschwellen ließ. Nachdem er dann noch mit den übri gen Fgmillenmitgliedern in Streit ge rathen, war er wieder auf die Wander schaft gegangen, um neue Ladungen einzunehmen. Die Radler Galnlsch und Wilson nahmen ihn fest, als er in einem Drugstore seine Heldenthaten erzählte. Unter der Anklage, Leihhäuser ohne LizenS betrieben zu haben, wur den Charles MediaS, 510 Jndiana Ave. und E. Mantel. 111 West 10. Straße, vom LlzenS.Jnspektor TulliS verhaftet. Zwei gestohlene Ueberröcke, einer derselben M. L. Clawson im Traction Gebäude, der andere S. F. Gilleöpie aus Frankfort gehörig, wurden gestern von dm Detektivs Häuser und Simon in Leihhäusern aufgefunden, und ihren
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Für Straßen-Vrbefserungen.
Von den interessirten Grundegen thümern der 20. Straße, zwischen Tal bott Ave. und Bellefontalne Straße wird wahrscheinlich innerhalb der näch ften zehn Tage Klage eingereicht wer den um die hohe Besteuerung dieser halb zu bekämpfen. Die Beschwerde begründet sich da durch, daß die Besteuerung übertrieben und nicht gleichmüßig vertheilt sei, in dem die Behörde die anwohnenden Grundeigenthümer auf eine Strecke von 150 Fuß von jeder Seite der Straße nicht gehörig in Mitleidenschaft der Besteuerung zog. Die Herren D. A. MyerL und Wm. A. Picken werden wahrscheinlich die Interessen der anwohnenden Grund eigenthümer vertreten. ES war vor gesehen, daß die Kosten nicht $3.25 für den laufenden Fuß überschreiten wür den, jetzt aber stellt sich der Preis auf $4.75 per Fuß, welches einer Be fteuerung des Grundeigenthums von 75 bis 87 pCt. bedeutet. Die Behörde der öffentlichen Arbeiten sagt, daß derartige Beschwerden wohl Berücksichtigung finden könnten, wenn man einen einen wirklichen Grund wahrnähme, daß man sie aber gesetzlich zu einer solchen Aenderung nicht zwin gen könne. Geflügelanöpellnng. Die Southern Jndiana Poultry and Pet Stock Association-, die aus Liebe zur Sache beste Geflügelarten züchtet und nicht auf Gewinn, sondern auf Verbesserung der Geflügelrassen ausgeht, rüstet sich für die vom 22. bis 26. Januar in Jefferfonville ftattfin dende Jederviehausstellung. An der Spitze der genannten Gesellschaft stehen Dr. H. E. Bacon aus Jefferfonville, Harry I. Frey und John E. Lentz aus Watson und William I. Schwa ninger aus Jefferfonville. Präsident des Schiedsgerichts für die Geflügel prämlirung ist Herr W. C. Pierce aus Indianapolis, der ein Hähne und Tauben Sachverständiger aus dem Grunde ist. Nach sieden Jahren adoptirt. Ein kleines Mädchen, welches vor sieben Jahren im Indianapolis HoSpi tal von seiner Mutter als Kind von sieben Tagen zurückgelassen wurde, und trotz den vor Kurzem erfolgten Publi catlsnen in hiesigen Zeltungen, um der Eltern deS KindeS habhaft zu werden, nicht reklamirt wurde, ist jetzt von seinen bisherigen Pflegeeltern JameS A. Mcäffey und Elisabeth McHaffey, als deren Tochter Marie McHaffey adopttrt worden. Das Kind, welches außergewöhnlich schön und intelligent ist, wird ganz und gar wie ein natürliches Kind der McHaffey'S behandelt. Regula'S Halle, Logen- und Vereins Vocal, 1703 Süd East Str. Gegen Leichenfütternng Gesetze verlangt. Ungefähr 250 Bürger von Fort Wayne gingen den Sekretär der Staat? Gesundheitöbehörde um Ver anlassung eines Gesetzes an, um zu verhindern, daß Schweine durch Ab fälle oder die Leichname von Thieren fett gemacht würben, da ein derartiges Gesetz bis jetzt nicht exiftire. Dieser Beamte. Doktor I. N. Hurty, sagte gestern, daß die obige Klage voll, ständig gerechtfertjgt sei, da 90 Pro. zent der auf obige Art fettgemachten .Schweine mit Trichinen und anderen Parasiten behaftet seien und kein Gesetz dies verhindere. Der neue 1907 Lahrer Hinkenve Bote sowie Ma rien Kalender, beide von Deutschland importirt, lind w unserer Osstee, 31 Cüd
Doppelt so hoch wie StadtrathSBemilligung.
Das 'niedrigste Angebot für die Schutzmauer an dem Südufer des Fall Creek zwischen Illinois Straße und Ea pitol Ave., beträgt. $13,555 von der ContractoreN'Firma I. D. Hofe, wäh rend nur S7.000 vom Stadtrath für diesen Fall bewilligt waren. Nunmehr hat die Parkbehörde ihren Superintendenten, Herrn I. Clyde Powers, inftruirt, alle in dieser Ange. legenheit eingereichten Angebote auf ihren reellen Werth zu prüfen und sollte er finden, daß dieselben annehm bar sind, so wird der Stadtrath um die betreffende Mehrbewilligung ersucht werden. Freimanrer-Tempel verkauft. Wie heute bekannt gegeben, wurde die Fre!maurerhi.lle an der Südoftecke von Capitel 2loe. und Washington Str. zum Preise von $205.000 der kauft und. zwar an den Grundeigen thumSagenten L. H. Trotter, welcher, wie man hört, im Auftrage von R. ttirschbaUm handelte, welch' Letzterer die Absicht hegen soll, nach Nieder legung deS jetzigen Gebäudes einen modernen Wolkenkratzer dortselbst zu errichten. Civildienft-Prnsnngen. Eine Civildienft Prüfung für den Posten eines Berechners in dem Ver. Staaten NavkgatkonSObfervatorium, findet am 29 und 30. Januar statt und find vier derartige Vakanzen vor Handen. Diese Rechner werden zwar pro Stunde bezahlt, jedoch soll fich ihr JahreSgehalt auf S800 bis .$1000 be laufen. Beförderungen bis zu S1200 jährlich finden ohne weitere Prüfung, je nach eintretenden Vakanzen statt. Die Examination wird folgende Gegen stände umfassen: Mathematik, Aftro nomie, praktische Berechnungen, mathe matische und astronomische Kenntnisse in sich begreifend, Uebung und Ersah rung. Als Altersgrenze find 20 Jahre oder darüber angegeben, jedoch wird ein Alter unter 35 Jahren vorge zogen. Am 30. Januar findet eine weitere Civildienstprüfung für einen Ueber fetzer in Deutsch und Französisch für das Bureau des International Ex change. Smithfonian JngitutS, statt,' mit welcher Stelle ein Jahreögehalt von $840 verknüpft ist. Die Prüfung wird fich über die folgenden Fächer erstrecken: Buchftabiren. Schönschrift. Briefichrel ben, Ausführung 'nach einem kurzen Entwurf, Französisch und Deutsch. Hauptarbeit wird dle.Uebersetzung der in deutscher und französischer Sprache einlaufenden Briefe sein. Alter 20 Jahre oder darüber. Ausgeschlossen von diesen Prüfungen sind die Bewoh ner lvon Maryland - und dem Distrikt von Columbia. Weitere Informationen find vom Sekretär der hiesigen Civildienft . Prü ungen Herrn H. ft. Milhouse, im vierten Stock deS BundeSgebäudeS er hältlich. Polizeiliches. JameS L. Coppock, 1113 Nil son Str., und Mike B. Theazum, 1623 Cornell Ave., welche beide in die Metalldlebftähle aus der Fabrik der Firma Knight & Jlllson verwickelt sein sollen, wurden von den Detektivs Man ning und Samuels verhaftet. I a m e S M c N e a l , 333 Oft Washington Str., der in angeduseltem Zustande . den Angestellten der Biblio thek eine Vorlesung über Bibliothek wesen usw. -halten wollte, wurde nach der Polizeiftation befördert, wo er in seinen Zellengenossen eine dankbarere Zuhörerschaft fand. Bauerlaubnißschein e. Anna Blythe, Wohnhaus, Ecke Letgh ton und Le Grande Ave., veranschlagt
Aus dc Gerichten. Superior-Gerlcht. Zimmer No. 1, Richter John L.
McMafter. Die Scheidungsklage der Lena Bar rifch gegen Joseph Barrisch wurde zu rückgezogen und Klägerin in die Kosten verurtheilt. In der Besitztktelklage von John Schmidt u. A. gegen Susan Mctter nan u. A. wurde wegen Nichterschei nenS der Angeklagten gegen die Letzte ren entschieden und Befriedigung der Hypothekforderung sowie Ausfertigung des Besitztitels angeordnet. Die ReönungSklage der Cknclnnati Brewing Co. gegen Thompson F. TbomaS wurde zurückgezogen und die Kosten bezahlt. . Zimmer No. 2, John W. Holtzman Richter pro tempore. In der Klage von C. O. BurnS Co. gegen Joseph W. Allen wurde letzterer zur Zahlung von $271.89 nebst Kosten verurtheilt. Neue Klagen. June Nettie Hinton reichte, da sie noch nicht volljährig (21 Jahre) alt ist. durch ihren nächsten Freund John Trufty gegen ihren Gatten Samuel S. Hinton eine Scheidungsklage ein. Die Ehe wurde am 6. Juli 1905 geschlos sen. jedoch lebten die Gatten seit dem 1. Dezember desselben Jahres getrennt. Der Mann hat weder für feine Frau, noch für das der Ehe entsprossene Kind gesorgt, jedoch hat er fich, vee die Klä gerin angiebt, der grausamen Behand lung währench deS EheledenS schuldig gemacht. Sie wünscht nun, daß ihr die Obhut über das Kind übertragen wird, da ihr Mann unfähig fei. die selbe zu übernehmen; außerdem wünscht fie noch $200 Alimente ausbezahlt zu erhalten, auch soll der Gatte die Kosten deS Verfahrens decken. Margaret I. Culbertfon reichte ge gen Jda Marie Miller eine Besitztltel Klage ein. Elmer Smith reichte gegen die Joseph Schlitz Vrewing Company und gegen deren hiesigen Vertreter Gustav G. Schmidt eine Klage auf Zahlung von $400 ein. Smith sagt, er habe dem Geschäftsvertreter Schmidt der genann ten Brauerei am 6. Dezember $330 unter der Bedingung überlassen" daß er es zu irgend einer Zeit zurückerhal ten könne; als er aber am 3. Januar um Rückerstattung genannter Summe ersuchte, wurde er kurzer Hand abge wiesen. Ferner ersucht er darum, daß ihm auch die entsprechenden Gebühren für Anwalt ?c. erstattet werden. Gottlieb Leukhardt, Die gemüthliche Ecke-, Ecke Noble und Market Str. Stenersachen in letzten Quartal empfangen. Der Bericht des Aufsehers für Be fteuerung im hiesigen Bezirk zeigt, daß während des letzten Vierteljahres, endend mit dem 31. Dezember 1906, der Gesammtverth .der lmportirten Waaren $113,033 betrug und der Zoll darauf $49,852.37 während im letzten Quartal deS vorhergehenden JahreS der Werth der Jmportatlon $109,149 und die dafür eingenommenen Steuern nur die Summe von $33,152 erreich ten. Der speclfizirte. Bericht für das letzte Vierteljahr zeigt folgende verschiedene JtemS und deren Werthe: Porzellan $32.500; Glaswaaren $1.777; Jen fterglas $2,100; geschliffenes GlaS $2.000; Strohmatten 63.000 Qua dratyardS, zum Werthe von $3.376; Musikinstrumente, im Werthe von $2,. 227; Salz 5,432,000 Pfund, zum Werthe von $16.644; Salpeter 92.400 Pfund, zum Werthe von $4,818; Co. rlnthen 37.174 Pfund, einen Werth von $2,876 prüfentirend; ' Glace Handschuhe' im Werthe von $1.100; Evielsachen.- Puppen etc. für $11, 918; Cigarren für $500; Weine für $2,400;' eine neue Art von Feuerwerks lörpern 3,333 Pfund, einen Werth von
Lafayette. Zwei Mengen
leben gingen zu Grunde und eine Per fon wurde schwer verletzt auf einem Frachtzug der Big Four Bahn an den Geleisen der L. E. W. Bahn. Um 2 Uhr gestern Morgen lies der Fracht zug in Folge eines unbekannten Um ftandeS von den Geleisen in der Nähe eines WeichenthurmeS bei Mont morenci und die Maschine nebst vier BoxcarS rollten die Böschung hinab. Der Lokomotivführer und Jeuer mann konnten fich noch glücklich durch Absprung retten. Einer der getödteten wurde als Lee McJntyre von Jndia napoliS durch den hiesigen Corcner identifizirt, während der andere Tode nicht identifizirt werden konnte. Der Verletzte ist Horace Sefton von 106 N. State Straße, Indianapolis wohnhaft und wurde in das St. Vincents HoS Pital zu Indianapolis überführt. M o n t p e l t e r. Auf einen schlauen Einfall kamen eine Anzahl frühere Wirthe in einer Ward, die durch Re Monstranz trocken- gelegt worden war. Die betreffenden Wirthe hielten nach wie vor ihre Lokale offen und verkauf ten angeblich nckr unberauschende Ge tränke. Unter anderem hatte eine be sondere Sorte Wasser starken Zuspruch, das in Flaschen gefüllt war, die mit den Etiketten Regal Wasser" versehen waren. Dieö besondere Wasser wurde jedoch nur Eingeweihten verabreicht, und konnten fich die Temperenzler den besonders starken Zuspruch des Ge trünkeS nicht erklären. Die Hülfe zweier Repräsentanten der AntiSa laon League von Indianapolis, deren Spürnasen etwas schärfer waren, als diejenigen der guten Temperenzler in Montpelier, mußte in .Anspruch ge nommen werden, und spürten diese denn auch bald die sonderbare An ziehungökraft des RegenvasserS auf. ' Sie erlangten .nämlich das Ver trauen der betreffenden Wirthe und waren im Stande, Flaschen des fon derbaren Wassers zu kaufen. Sämmt liche Wirthe wurden angeklagt, und wurden die gefüllten Flaschen im Ge richt als Zeugniß gegen die Wirthe ge braucht. Der Richter überzeugte fich selbst, daß die Flaschen einen Stoff enthielten, welcher Bier ähnlich sah und auch ganz genau wie Bier schmeckte. Die Montpellier Temperenzler ärgern fich jetzt, daß fie nicht schlau genug waren, um herauözutüfteln daß, wenn Regal umgekehrt duchftadkrt wird, Lager" herauskommt. ChaS BaaSke'S Südseite Kneipe, 1291 Süd Eaft Str. Ferien der Parkbeauten. Gewöhnliche Sterbliche, wenn be sonders von Fortuna bevorzugt, haben ihre Sommerferien, die Beamten der Parkbehörde dagegen find froh, wenn fie fich im Winter von des JahreS Laft und Litze abkühlen können. Eo auch hier. Zwar haben fich einige Demokra ten und wenige Republikaner zu einem unfreiwilligen Urlaub bequemen müf fen, deren Namen von der Zahllifte am ersten Februar verschwinden werden, aber auch hochoffizkelle Persönlichkeiten werden fich die Zeit zu einer Ferienreise gönnen. , ParkCommissär Colonel Dovning wird fich auf einige Zeit nach dem Süden San Antonio und Mexico begeben, woselbst er dielleicht zwei oder drei Monate verbleiben wird.. Herrn Power, Superintendent der Behörde, wurde ebenfalls ein Monatsurlaub be willigt, beginnend am 17. Januar, und beabsichtigt derselbe ebenfalls, sich südlich zu wenden, während der Vor sitzende Coffin Anfangs Februar auf zwei Wochen nach Mexico und dem Südveftm Reißaus zu nehmen ge denkt; nur Herr Blythe Q. Hendricks, der Clerk der Behörde, bleibt allein in feinem Bureau zurück. ES wird nun der Parkbehörde der gute Rath ertheilt, den Herrn Hendricks ebenfalls auf einige Wochen in die Fe rien zu schicken, um die Kosten der Hei zung und Beleuchtung seines Bureaul
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