Indiana Tribüne, Volume 30, Number 113, Indianapolis, Marion County, 4 January 1907 — Page 7

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!IWIIII!l!l!ii!il!iHI!l!l!l!i:!;i!!l!ni!II!!ni!limill!Ii!IL Hndcrl 1 Noman von g A. G. von Snttner i STi:Hiirj!ii!!!!!:!,!;!!;n:;i:i!::iii!i!!!:i!i,,:i!iiii!!;i:ii!! (Fortsetzung.) Jetzt fühlte er, daß Jemand an seiner Seite stand und nun le.te flcsi plötzlich eine Hand auf seine (Schulter. (5s wax nicht die kräftige Hand deö Pfarrers nein es war ein leichtes Zittern ?,inJ ihm durch den Körper, und ein un:ndliches schnürte iftin d.iZ Herz jufaniiner! (5s kann nicht sein," murmelte er halblaut und es '.rar doch so er sah gewiss nicht im Fieber im MaliNsir.n: eil.e t leine Hanb streckte sich ihul entgegen, als er sich nun bebend erhob, und eine sanfte tieftlingende Stiinme svrach etro.iZ -zitternd zwar, aler deutlich die '-Sorte: ..Ich 'machte Ihr? Hand eh Gie gcken denn es ist eine brave, rnutl'iz? H'nd!" und jctzt ergriff er dieses Händchen, und küßte es und ließ sein: Thränen darauf fallen, bis es ihnrniü einen; sanften Druck entzogen wu.rd:. Muth Andreas, und Hoffnunz!" Esther!" !am es wie ein Hilferuf aus seiner Brust aber das Bild war zerflossen. Esther!" rief er nochmals mit einer Stimme, in der all sein Schmerz all seine Sehnsucht all seine Liebe lag dann fiel er in die Kniee, veraruv das Gesicht in beide Hände und weinte bitterlich. Kourage, junger Freund!" sagte der Pfarrer, oer seine Amtszeschäft: beendet haite, und, ton der Wirthschafterin gefolgt, in die Laube trat. Setzen Sie sich zu mir. und lassen Sie ein Glas Ürein schmecken; nachher wollen wir ohne Zeitverlust über die Zukunft berathen." Andreas ließ sich nicht zum Frükistück nöthigen. Seit der gestrigen Schreckenssiund: hatte er nichts zu sich genommen. Ihr Gepäck ist gekommen, und zugleich ein paar Worte an mich von Erwein; er läßt Ihnen sagen, daß er Sie noch zu sehen hofft, der arm: Junge; zu diesem Zweck will er herüberkommen." Wissen Sie. freund, daß mir in Aezug auf die böse Geschichte von gestern ein Licht aufgegangen ist," sagte Herr Maurus nach einer kleinen Pause. Ich habe mir von Erwein das bewußte Zeitungsblatt auögeveten, und darin ein Tetail gefunden, von dem Sie mir gar nicht gesprochen: Wußte Ihr Bruder um das abhängn gekommene Manuskript, das Ihnen zur Abschrift anvertraut worden ist?" Gewiß wußte er's; es war ja dies der Grund, warum ich noch in derselben Nacht mit ihm nach Kampcgg eilte.Ja, aber er dachte wenn ich mich Ihrer Mittheilung entsinne nur ein die Brandstiftung dabei." Freilich war das sein Hauptzedanke, doch er wußte jedenfalls, daß mir mehr um die Papiere zu thun gewesen." Dann ist meine Vermuthung ohne Zweifel richtig: Der angebliche Geldpack, den die Alte bei ibrem Kräutersammeln gesehen zu haben glaubt, ist weiter nichts, als das Manuskript meines Bruders; verlassen Sie sich darauf." Wenn das der Fall wäre, dann würde das aanze Unglück leichter " Seien Sie versichert, daß es sich damit so verhält, wie ich es Ihnen sage. Mich nimmt es Wunder, daß Sie aestern nicht selber darauf gekommen sind." Da.r.t fehlte es mir an jeder ruhi" gen UeberlegungZkraft; ich begriff nur einen Gedanken, und der war: .Dein Bruder ist ein Mörder!' Jetzt, wo Sie mich auf den Umstand aufmerksam machen, erscheint mir freilich Vieles in einem anderen Lickte." ..Stellt sich die Sache so heraus, wie ich dieselbe fast mit Sicherheit annehme, dann dürften ohne Zweifel die Umstände mildeind werden ja, dann zlaube ich fast hoffen zu dürfen, daß die ganze Geschichte entstellt sei, und daß es sich lediglich um die Entreißung des Packets handelte, wobei möglicherweise Gewalt angewendet werden mußte, ohne daß dieselbe jedoch mit einer Mordabsicht in Verbindung stand." t . Andreas wagte es nicht, sich dieser allzu beruhigenden Hoffnung hinzugeben; erinnerte er sich doch, daß Josef dem Kamptrottel Rache geschworen. weil er ihn für denjenigen hielt, der ihn und die Eltern um Hab und Gut gebracht hatte, doch thaten ihm die Worte des Pfarrers unendlich wohl, sie waren ihm wirklicher Trost und Linterunz. Unter anderen, was geschieht mit Pech?" hub Herr Maurus plötzlich an. .Man hat ihn ebenfalls gebracht. Wollen Sie nicht das Thier verkaufen? Ich weiß Jemanden, der den Pudel nicht ungern erwerben möchte." Verkaufen? Wollen Sie mir erlauben. ihn Ihnen anzubieten? Das würde mir mehr Vergnügen machen." .Danke; ich nehme das Geschenk an. vorausgesetzt, daß Ihnen die Trenrning nicht allzuschwer fallt. Uebrigens glaube ich Ihnen versprechen zu können, daß er vortrefflich behandelt werden wird." Die Trennung schwer!. lieber fiim mel ick weiß nicht, ob mir diese

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len wird ich habe vielleicht mehr gelitten, als je ein "

..Nicht verzagen, Freund; Muth!" unterbrach der Pfarrer ermunternd. .Wir haben Jeder mehr oder weniaer unser Kreuz zu schleppen, uno so Manche unter uns tragen es ihr ganzes Leben hindurch, ohne den Kopf hängen ZU lazjen. Das ist eben das Pr'.vllegi.lm cci G?l?:l5e!en. ocs AernunsUgen. daß er sich wacker . durchschlägt; umso größer der Triumph, wenn alle Hindernisse einmal übersprungen sind!" Wenn wir aber endlich sehen, daß wir sie nicht überspringen können?" ' Dieser Augenblick kommt dem Starlcn nie; er gibt nie die Hoffnung auf." Pech kam bellend dahergelaufen; cc hatte sich aus der Kammer, wo er eingesperrt gewesen, davongemacht. Freüdiz i prang er zu seinem Herrn empor u.'.d l:dz ihm die üOetne. Gu tes Thier Du aehst nun in einen anderen Dienst über." Wenn Sie ihn ungern vermissen so -" Nt,'.n, nein;" Andreas hatte um den Hals des Hundes ein rothes ci denland entdeckt, das von der dichten Wolle verdeckt war. ..Durchaus nicht, Herr Pfarrer." versicherte er. während er das Band etwas lockerte, damit es sichtbar bleibe. Sie werden mir im Gegentheil Freude machen, wenn Sie ihn annehmen." Jetzt kam auch ein kleiner Streifen hartes Papier zum Vorschein, der cm Band hing. ..Glauben Sie ja nicht, daß ich ihn für mich erbettelt habe," sagte der Pfarrer, der bcürchten mochte, daß Andreas solche Gedanken hege, zu einer solchen Indiskretion hätte ich nie den Muth gehabt." Wie können Sie nur glauben, daß ich Acbnliches denke!" Andreas machte sich emsig mit dem Hunde zu schaffen. Es schien, als wolle er die lockige Wolle sorgsam in Fäden ziehen, um dem neuen Eigenthümer das Thier in wohlgepflegtem Stande zu überlassen, der eigentliche Grund war aber der. daß er auf der Rückseite des Papierstreifens Schristzllge entdeckt hatte. Er bückte sich nun weiter zu Pech herab und konnte da5 Geschriebene lesen: Hoffnung!" Ich I-'Jre einen Wagen!" rief Her? Maurus. sich erhebend, das ist ohne Zweifel Erwein. Bleiben Sie, ich irerfo ihn hersühren." Für einen Augenblick war aller Kummer aus Andreas Herz gewichen. Das ist Dein neuer Name; nicht mehr ,Pech.' nein: .Hoffnung', sagte er. den Hund liebkosend, und das soll mein neuer Wahl.pruch sein. Er wird mich kräftigen und stärken, er wird mir Muth geben, das Furchtbarste zu ertragen! Dank. 0 Dank. Du meine schützende Fee. die mir dieses Wort gesandt!" er riß das Blättchcn vom Bande, und küßte die Schrift; dann zog er rasch sein Taschenbuch, entnabm demselben ein Blatt und schrieb eilig ein paar Worte darauf: Glaube, und Liebe!" für Deine und meine .Herrin : ... Der Pfarrer hatte richtig gerathen: Er kam mit Erwein zurück. Die warmen Worte des Blinden thaten Andreas wohl. Es war viel Tröstendes und Beruhigendes in dem. was ihm der Ander: sagte; Erwein erwies sich als wahrer Freund. Zum Schlüsse sprach er die Hoffnung aus, daß sich n?5) Alles -um Besten wendzn. und daß Andreas wieder eines schönen Morgens in Rauhenstcin seinen Einzug halten werde. Ich kann nicht länge: bleiben, da Gerhard auf mi. draußen wartet sagte Erwein sich erhebend, er durfte die Pferde nicht verlassen, weil wir keinen Kutscher bei uns haben. Wollen Sie mich bis zum Waaen begleiten. Geier? Gerhard möchte Ihnen ein paar Worte sagen." Andreas willfahrte dem Wunsche und schritt mit Erwein. der seinen Arm genommen, dem Ausgange zu. Gcrbard saß au? tem bchen Kutschbock und beruhigte ''ein Viergespann, das ungeduldig zu ranze'.n begann. Äls die Leiden an den Wagen yerangekommen waren, beugte sich Gerhard herab, und hielt seinem Gegner freimüthig die Hand hin: Wollen wir Geschehenes vergessen und uns die Hände schütteln. err Geier?" sagte er gutmüthig lächelnd. Mit tausend Freuden und Tank!" erwiderte Andreas einschlagend. Lange noch blickte er dem davonjagenden Gefährte nach, dann schritt er langsam zur Laube zurück; er ergriff feuchten Auges die Hand des Pfarrers: Gestern war ein Moment über mich gekommen, wo ich zweifelte, daß es auf dieser Welt gute Menschen gebe. Heute. Gott sei Dank seh: ich. daß man deren mehr findet, als böse!" 20. Kapitel. as ist prächtig. Du kommst geraoe zum Ävenceen zurecht!" rief Herr Fummerer. dem eben Anackommenen die Hand schüttelnd. Herr Klotz, mein Kommis." stellte er dem ehemaligen Pfleglinge seinen langen, hageren GeHilfen vor; hierauf sich zu Klotz wendend: Das ist unser Andreas, von dem wir Ihnen so oft erzählt haben. So, und nun eilig, mein junger darf ich schon .Doktor' sagen? Gehen wir hinauf; das wird eine Freude für die alte Mama sein!" Aber " Nichts aber; es gilt durchaus nichts zu abern rrrrechts umm vorrrrwarrrts ma rrrsch!" Herr Fummerer schien heute wieder zu Ehren irgend ,einerLkahne oder eines Kirchenpatrons

doch dauerte seine kriegerische Stirn münz nicht lange, denn er war über die unerwartete Ankunft seines jungen Freundes zu sehr erfreut. Gin .aber' müssen Sie mir doch gestatten." drang Andreas. Der Bruder ist " Ist frei." war die beruhende Antirort. Die Sache hat sich aufgeklärt; dsvon nach dem Abenden en, wenn wir einer Ertraflasche den Hals brechen." Herr F. F. schob seinen Gefangenen die treppe binauf. Ha, Mama Geier Msina Geier Ijuup Ijuup! Setzen Sie Ihre Brille auf ich bringe Ihnen etwas Schönes!" Er führte ei?::n zur Gelegenheit imprc'öisirten Freudentanz auf. als sich nun Mutter und l??bn in den Armen lac.en. dann mit einem, ob dieser Ausgelassenen belchämi-n Jlick auf seinen militarisch?" RZ: Herrrr Klotz. Achtung!" er beugt? sich über das Treppengeländer. da der Hagere, der noch im Laden f.uTuirle, nicht gehört zu haben schi.'n: Jy.uz siictz hacen wir noch ein iv.ar Flaschen Äur.iunder unten?" Ja!" Imnnit ein A.iß herauf, daß daZ elre Gebäude zitterte. Wieviel?" ..Acht!" dröhnte es in einer schauerlichen Weise, die fast an die Wolfschlucht im Freischütz erinnerte. Bravo. Herr Klotz! Dann nehmen Sie gefälligst zwei mit herauf. Wiederholn Sie: zwei!" Zroei!" Sehr gut! Hast Du schon einen ähnlichen Baß gehört. Andreas?" rief Herr Fummerer entzückt. Es ist als ob man einem Walfisch die Seele herauszöge! Prächtiger Mensch, dieser Klotz; er soll Dir nach dem Abendessen fingen: .Im tie fen 5tel ler sitz ich hier!'" Herr F. F. suchte seinen Tenor zu vertiefen. Du wirst Deine blauen Wunder tly.n, oder vielmehr hören. Hurtig. Herr Klo!'., die Suppe dampft!" Andreas hatte bald herausbekommen, daß Herr Fummerer seinen Kommis mit den liebevollen Augen eines Barnum betrachtete, der soeben eine epochemachende Neuigkeit vom Gipfel des Himalaya erworben hat: Der liebe klo," der gute Klotz." der prächtige Klol?" wurde mit einer Sorgfält gepflegt, die der Liebe einer Mutter zu ihrem Neugeborenen fast gleichkam, aler ?mdreas wollte nichts vom tie fen Kel ler" wissen, bevor er nicht über das Schicksal des Bruders vollkommen beruhigt worden war. Ja. hast Du denn nicht meinen Brief, in dem ich die Angelegenheit besprach, bekommen?" Andreas verneinte. Sonderbar. Wann haben wir den Brief aufgegeben, Herr Klotz?" ..Gestern," erwiderte das tiefe E feierlich. Da konnte ich freilich daö Scbrei ben nicht mehr rechtzeitig erhalten," bemerkte Andreas. Herr Fummerer sah sich also genöthigt. den Inhalt feines Briefes mündlich zu wiederholen. Der gute Pater Maurus hatte in seinem Bestreben, den Schützling zu trösten, fast das Richtige errathen: Josef hatte einen Sonntag benutzt, um eine Wallfahrt zur Stätte zu ma chen, wo einst seine Wiege gestanden, und welche jetzt ein von Nesseln. Disteln und Dornen überwucherter Schutthau, fen bezeichnete. Dann, ohne eine bestimmte Absicht zu haben, war er zur Ruine hinaufgestiegen. Kaum hatte ei den inneren Hof betreten, als er den Kamptrottel bemerkte, der emsig tfol schen den großen Steinen des ebemalicen Springbrunnens scharrte und cnblich einen Pack zum Vorschein brachte, Josef war sogleich das vom jüngeren Bruder vermißte Manuskript eingefallen. Wie ein Blitz sprang er auf der Blödsinnigen los. drückte ibn zu Boden, und griff nach dem Packet, dak der Andere fest zwischen den Fingern eingekrallt hielt. Es dauerte eine g? räume Weile, eh es Josef gelang dem tmthZcuchenden Dieb seine Beute zu entreißen, und endlich, cli er das Päckchen glücklich erobert hatte, ließ er den Anderen los, um sich mit seinem Fund davonzumachen, aber der Kamptrottel :raud sich unter allerlei Verdrehungen auf dem Boden, blutige? Schaum trat ihm aus der gurgelnden Kehle hervor, und schließlich, nach ein paar Zuckungen. brach er leblos zusammen. Josef blieb nichts Anderes übrig, cls schnurstracks zum Gericht zu laufen, und vom Vorgefallenen Anzeige ?u erstatten. Selbstverständlich nahm man ihn in Verwahrung, während e-ne Kommission ohne Zeitverlust an Ort und Stelle abging. Nachdem jedoch der Gerichtsarzt sein Gutachten dahin abgegeben, daß der Blödsinnige eines natürlichen Todes gestorben, seinem epileptischen Anfalle erlegen sei, war durchaus kein Grund mehr vorhanden, Josef in Arrest zu halten. Das Packet wurde gerichtlich untersucht und nachher versiegelt es war das Manukript. Morgen früh kannst Du es bcheben." versetzte Herr Fummerer. denn es ist Dein Eigenthum, wie mir der Herr Bezirksrichter sagte. Es enthält, glaube ich. einen Brief an Dich und sogar Geld Nach dieser allen Kummer in lauter Freude verwandelnden Nachricht, konnte Andreas nicht anders, als sich der Gesangproduktion des Herrn Klotz willig fügen ja. er hatte sogar nichts dagegen, daß der Baß nochmals in den tie fen Kel ler entsandt wurde, um demselben eine dritte Flasche Burgunder zu entnehmen, war er doch sicher.

nicht werde schiafcn lassen; ebenso gut konnte man die Nacht hier, um den runden Tisch zubringen. Soweit beabsichtigte jedoch Herr Fummerer nicht das Fest auszudehnen. Als es von der Pfarrkirche herüber -wei Uhr Nachts schlug, aab er das Zeichen zum Aufbruch: Morgen ist auch noch ein Tag, und n?ch däw ejn sebr wichtiger: Ich habe im Bürgermeisteramt einen Antrag über Anlag: eines Stadtparts zu stellen! Vergiß nicht Andreas, morgen als Erstes eir:n Widerruf an d.is Fttmdünblat! zu senden. Wenn ich überhaupt eine Ahnung gehabt hätte, daß die Nachricht darin gestanden, würde ich es schon längst gethan haben. Oder soll ich's iroZ-d: übernehmen? Ich ha!e mich in neuester Zeit zu verschiedenen Iß.alen mit Erfolg im Schriftstellern dersucht." fügt? er lesch:ideu hinzu. Wenn Sie so gut sein wollen, die Sache in Ordnung zu bringen, werd? ich Ihnen sehr dankbar sein," erwiderte Andreas, dem es nicht entging, daß Herrn F'.irerer daraum zu thun war. die Feder in dieser Angelegenheit zu führen. ..Gern?, ich werde einen dctaillirtcn Artikel verfassen, in aller Frühe noch bevor ich mich auf's Bürgermcisterait begcb:." Andrea-Z hatie es wohl gewußt, daß er kein Auge schließen werde. Er wälzte sich auf seinem Lager hin und her, und horte die Viertel, die halben, die ganzen Stunden schlagen, bis er sich endlich um vier Uhr erhob. Es war noch finstere Nacht. Er öffnete das Fenster und ließ die kühle Herbstluft dereinströmen, dann lehnte er sich auf die Brüstung und sah zum siernbesäcten Himmel empor. Gleich wie er seine Blicke von einer dieser fernen Welten zur anderen schweifen ließ. sprangen auch seine Gedanken zu den verschiedensten Dingen über. Hoffnung! Ja, mögest Tu mich nie verlassen, ebenso wie das gellebte Bild Derjenigen, die mir dieses Wort in den Kampf um's Dasein mitgegeben!" er fühlte nach dem Kärtch-n. das er am Herzen trug. Du ermuthigcndes Wort Du Zauberwort, von einer guten Fee gespendet, was versprichst Du mir nicht Alleö! Mehr, als ich ja zu hoffen wagen sollte; versprichst Du mir's wirklich? Darf ich hoffen. Esther? Und Gerhard? Wa3 ist's mit ihm? Hast Du Dich nicht mit einem Kuß für immer ve: pfändet? Wärest Du aber dann wohl so grausam gewesen, mir Hoffnung zu geden? Tu mußtest doch Tu ahntest doch, wohinaus mein Sehnen gehe!" Der Nuf des Nachtwächters unterbrach ihn in seinen Träumereien. Seine Gedanken machten nun einen Sprung nach dem Pfarrhaus und von dort zu dem Wohlthäter, der unter kühler Erde ruhte. Er vergegenwärtigte sich den Rektor, das kleine Häuschen, daö nur wenige Schritte entfernt lag, und es hielt ihn nicht länger im Zimmer. Sachte schlich er die Treppe hinab, schob' den schweren Riegel der Hausthür zurück, und trat auf die Straße. Nun eilte er den Platz hinab, dem bewußten Häuschen zu. Dort hinderte nichts seinen Eintritt in's Norgärtchen. und auf der Bank verbrack.e er. in Grübeleien vertieft. die Stunden, bis die Sonne am Horizont emporstieg. Jetzt saß er wieder in seiner lieben alten Kammer, die beziehen zu dürfen, er sich ausdrücklich von Herrn Fummerer ausgebeten wtte. Bor ihm lag das Manuskript und wie er beim Umblättern zu seine? Freude sah. fast gänzlich unversehrt. Der Nektor. der immer ein vorsichtiger Mann gewesen, hatte die Blätter wohlweislich in Wachsleinwand untergebracht gehabt, und erst dann noch eine Hülle dicken Packpapiers darüber gegeben und dem Kamptrottel war es nie eingefallen, vom Inhalt Einsicht zu nehmen: wozu auch? In seiner geistigen Teschränktbeit hatte er lein weiteres Interessc für seine Beute gefühlt; er fah damals, wie Andreas feinen Schatz in die Truhe schob, und das hatte ihn verlockt, dem Anderen einen Schabernack anzuthun. Sobald er im Besitz des Manuskripts gewesen, war er zur Nuine hinaufgerannt, um dajjellc dort, an sicherem Ort zu vergraben. Erst unlängst war ihm die blasse Erinnerung von der Sache gekommen, und er hatte sich überzeugen wollen, ob sein Naub noch an derselben Stelle ruhe, oder ob vielleicht der Teufel davon Besitz genommen, und da war es zufällig gewesen, daß Josef gerade im rechten Moment hinzukam. Möglich sogar, daß ihn der Kamptrottel für den lei!' haftigen Eatan dielt, und daß der bloße Schreck den Geisteskranken getödt:t hatte. Andreas blätterte emsig weiter, denn er war gespannt auf den Brief, von welchem Her- Fummerer gesprochen hatte. Zwischen den beiden letzten Sei ten erst füh'te er etwas, wie mehrere zusammengefaltete Blätter, und nun zog er ein nochmals in Leinwand geschlagenes Päckchen hervor, auf welchem die Worte standen: Für Andrea Geier (Forzsetzunz folgt.)

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