Indiana Tribüne, Volume 30, Number 113, Indianapolis, Marion County, 4 January 1907 — Page 4

Judtana Tribüne, S. Januar 1001.

Indiana Tribüne. Cttauljtjttea ton bet Stdrg . Indianapolis, Ind. Hany O. Töudlum yrifideut. GeschöftSloealt TCo, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE

E 'trtd. xt the Poit Office oi Indianapolis aa ccood dass matter. Ein dritter Termin. Soeben wurde unL ein Circular von der in Chicago neu gegründeten und auch schon im Staate Illinois inkorpo rlrten Roosevelt Third Terrn National League" zugeschickt. Welche sich eine eigene Platform zusammengezim rnert hat, auf der Präsident Roosevelt für einen dritten Termin kandidlren soll. In der Platform wird nach Anficht der Mitglieder der neuen Liga genau bewiesen, daß Herr Roosevelt der Io gische Kandidat der republikanischen Partei sein muß und daß da? Volk der Ver. Staaten ihn als Präsidenten für einen dritten Termin auch logischer Weise erwählen wird. ES ift ganz zweifellos, daß Herr Roosev.'lt für die Bevölkerung der Ver. Staaten, wenn ein Republikaner im Jahre 1903 erwählt werden sollte, die befte und geeignetste Persönlichkeit dazu wäre, aber ift es denn schon so sicher, daß ein Republikaner unser nächster BundeZprüfident sein wird? Der Prä fident hat bisher iimmer energisch ver nelnt, nochmals kandidlren zu wollen, und es ist mehr als fraglich, ob er sein Wort brechen wird. Die anderen möglichen! Präsiden! schaftZ. Kandidaten der republikanischen Partei, wie ttriegSsekretär Taft. Staatssekretär Root, Vice'Präfident FairbankS und Bundessenator For aker von Ohio, können gegen Herrn Roosevelt nicht im Geringsten Ion kurriren undZihre Wahl wäre mehr als zweifelhaft, sollte einer dieser Herren die Prüfidenten'Nomination ergattern. Herr Roosevelt swüre' demnach das Alpha und Omega der republikanischen Partei, aber Diesem steht das imgefchriebeneGesetz entgegen, daß kein Präsident der Ver. Staaten drei Ter mine hinter einander als solcher wähl bar sein darf. Diese ungeschriebene Gesetz würde Herrn Roosevelt Hun derttausende der Stimmen der konser vatlvsten Republikaner kosten und der Präsident weiß Dieses auch sehr genau und daher sein Sträuben, gegen einen dritten Termin. Den Demokraten ergeht eZ mit ihrem nächsten Präsidentschaftskandidaten fast ebenso wie den Republikanern. Sie haben auch nur bis jetzt einen Mann, der für das hohe Amt in Betracht ge zogen und möglicherweise auch als Prä fident erwählt werden könnte, und dieser Eine ift William JenningS Bryan von NebraSka. Obgleich Herr Bryan schon zwei Mal vom Volke als BundesPräsident abgelehnt wurde, so ift er. und nur allein er, der logische Kandk dat der Demokraten, well sonst die demokratische Partei keinen einzigen Mann hat, der auch nur die geringste Aussicht! hätte, als Präsident erwählt zu werden. Nehmen wir nun an, daß sowohl Herr Roosevelt . 'als auch Herr Bryan von ihren National'Parteiconven tionen die Nominationen als Bundes Präsidentschaft? Kandidaten erhalten würden, werlvon ihnen hätte dann die bessere Aussicht erwählt zu werden? Allen diesen frühzeitigen Präsident. schsftZmacherelen haftet ein Fehler an, durch den sie meist in Nicht? zerrinnen werden. Alle rechnen mit Dingen, die sich nicht berechnen lassen. Wenn heute im Lande der Plan eineS dritten Ter mineS noch'vielkach Anklang findet, so ift damit durchaus noch nicht gesagt, daß zur Zelt der großen politischen Tagungen'.im nächsten PräfidentschaftS jähre diese nämliche Stimmung noch vorherrscht. Sollte es sich herausstellen, dak eine Fälschung straflos ift, weil sie dem Verüber persönlich nicht zugute kam, so geht unsere Verbrecherwelt fröhlichen Zeiten entgegen, zumal eine Hand die andere waschen könnte. Terdeutsch-amerikanische Central bund tritt mit neuer Hoffnungöfreu digkelt in'? Neue Jahr. Er hat in der Vergangenheit viel geleistet und hofft w der Zukunft noch mehr zu thun, leider auch zu thun zu haben. Möge er treu und frei feiner Aufgabe obliegen !

Ein Gesetz zur Verhinde

rung von isnettvayn Unfällen. Man kommt wirklich aus dem Kopf schütteln gar nicht heraus. Jetzt heißt es, die Eisenbahnverwaltungc.i sind empört über die neue Gesetzvorlage de? Senators La Follette, wodurch die Bahnen angehalten werden sollen, kei nen Angestellten, der mit der Bewe gung der Züge zu thun hat, länger als 16 Stunden hintereinander arbei te zu lassen und, falls die Einhaltung dieser. Zelt durch Umstände verhindert wird, ihm wenigstens 10 Stunden Ruhe zu gönnen. 16 Stunden Arbeit! Und da wollen sich die Bahnen noch beschweren. ES wird geltend gemacht, um die Ueber schreitung der 16 Stundenzeit zu ver. meiden, müßten die Fahrzeiten verkürzt werden und man wäre nicht selten ge. nöthigt, die Züge auf Nebengeleisen halten zu lassen, damit die Leute ihre 10 Stunden Ruhe bekämen. Abge sehen davon, daß sowaS wohl nur hie und da bei Frachtzügen vorkommen dürfte und nie bei Personenzügen, klingt das wie Hohn, denn thatsächlich schieden doch die Bahnen in den meisten Unglücksfüllen die Schuld auf die Uedermüdung von Beamten. Da die Bahnen nun selbst noch gar nichts ge than haben, um eine Verbesserung in der Beziehung herbeizuführen, sollten sie sich freuen, daß das Gesetz ihnen helfen will. Das Publikum hat an. gefichlS der immer häufiger und schlim mer auftretenden Unglückefälle daS Recht, zu verlangen, daß die Bahnen energische Anstrengungen für die Sicherheit deö Lebens der ihnen An vertrauten treffen. ES ift höchste Zeit. daß das Gesetz kräftig eingreift und das Volk vor der E:wissen!osigkeit sol ch:r Unternehmer schützt. Ein anglo - amerikanisches Blatt wirst die Frage auf. ob England im Falle eineS Krieges zwischen den Ver einigten Staaten und Japan letzterem Lande beiftehen werde. Nicht daran zu denken! Wenn eS wirklich einmal zu einer kriegerisch aussehenden Situation kommen sollte, würde England sich redlich bemühen, Japan in den Krieg hineinzuhetzen; aber sobald es zum Klappen käme, würde John Bull die Hörner hübsch einzieben und Japan die Suppe auslöffeln lassen, die er ihm ein gebrockt. In Tokio wird man davon hoffentlich überzeugt fein und sich dem gemäß einrichten. Wenn'S Fell 'mal jucken sollte, würden unsere gelben Freunde die Keile allein zu kriegen haben. Eine eigenthümliche Erscheinung will die Verwaltung, der New Jorker Metropolitan Life Insurance Company beobachtet haben. Sie behauptet, die Sterblichkeit unter der farbigen Bevöl' kerung unseres Landes habe in den letz ten Jahren derart zugenommen, daß das Risiko zu groß geworden sei. Deß halb hat sie ihre Agenten angewiesen, fortan Applikationen von farbigen Ver ficherungrluftigen nicht mehr anzunehmen, auch verfallene Policen auf eigenes Rtsico nicht mehr zu erneuern. Wenn diese Beobachtung richtig ist, würde sie aus'S Neue beweisen, daß Trägheit und Unsauberkeit nicht die Mittel find, daS Leben zu verlängern. Vielleicht wird das Rassenproblem mit der Zeit auf diese Weise gelöst werden. Herr L. Call von Washington sagte in einem Vortrage über die Kon zentration deS Reichthums auf der 57. Jahresversammlung der .American Association for the Advancement of Science- in der Columbla-Univerfität zu New York: Vor 50 Jahren habe eö in den Vereinigten Staaten nur 50 Millionäre mit einem Gesammtvermö. gen von etwa 100 Millionen Dollars gegeben. Heute seien fast 99 Prozent des Reichthums und Wohlstandes in den Händen von kaum einem Prozent der Bevölkerung. Die Folge davon sei, daß eö nur enorm Reiche und elen diglich Arme gäbe. Unzulängliche Gesetze, welche der Monopolwirthschast Vorschub leisteten, trügen die Schuld an diesen, abnormen Zuständen. Keine Woche ohne eine oder ehrere große Etsenbahnkataftrophen. Auch unmittelbar vor Schluß deS JahreS wurde wieder eine schauerliche Bahn kataftrophe in unmittelbarer Nähe der Bundeshauptstadt gemeldet und heute Morgen kam die entsetzliche Nachricht, daß ein Passagkerzug der Rock Island Bahn bei Topeka, KansaS, mit einem änderen von der entgegengesetzten Seite kommendm Poftzuge um fünf Uhr

Morgens kollldirte und dreißig Perso nen getödtet und über vierzig mehr oder weniger schwer verletzt worden seien. Beide UnglückSfälle wurden dadurch verursacht, daß die betreffenden Bahn telegraphiften zu gleicher Zeit zwei Züge in einen sog. Block deS BahnsyftemS hineinfahren ließen. Nach wie vor scheinen leider allzu viele Bahnlinien nach dem alten Grundsatz betrieben zu werden : Menschenleben find billig.

Nachrichten aus Jndiana. Borden. William W. Borden, der am 19. Dezember hier verstorbene Philanthrop und Pädagoge hat das stattliche vermögen von S277.770.99 hinterlassen, das, wie bereits kurz be richtet, seiner Wittwe Emma Dunbar Borden zufällt. Sie hinterlegte als TestamentSoollflreckerin Sicherheit. I e f f e r f o n v i l l e. Richter Harry C. Montgomery fetzte die Strafe für Frank Harris, der feine Stieftöchter geschändet hat und dieses Verbrechen? durch Geschworene schuldig befunden war, auf Einsperrung im Zuchthaus auf Lebenszeit fest. Die Strafe hat Harris in der staatlichen Strafanstalt in Michkgan City zu verbüßen. Der Verurtheilte betheuerte nochmals feine Unschuld. Frau Wilhelmina Harris ift aus ih rem Heim, da zwischen SellerSburg und Hamburg liegt, verschwunden, wie man annimmt, aS Scham über die Vergehungen ihres Gatten. Man hat sich nach Frau Harris auf die Suche begeben, die aber bisher ohne jeden greifbaren Erfolg gewesen ift. Die Eltern der Frau Harris es find dies die Diefenbach'schen Cheleute, beide in Deutschland geboren und erfreuen sich bei ihren Nachbarn der höchsten Achtung haben die Ehe ihrer Tochter mit dem jetzt so schwer bestraften Frank Harris niemals gutgeheißen. Seine Frau, die sich adsentlrt hat, steht im 30. Lebensjahre. Während der Straf. Verhandlung suchte sie ihren Gatten auf jede nur denkbare Welse vor dem Schuldkgspruch zu schützen. Gottlieb Leukhardt, Die gemüthliche We Ecke Noble und Market Str. Kleine Stadtnenigkeiten. In HartmannS Geschäft, 1113 Nord West Straße, gelang eS Einbre chern mit mehreren Kisten Cigarren, einer Quantität Seife, Strümpfen und anderen Sachen zu entkommen. Der Neger,, welchen man in Florence, Colo., verhaftete, und in welchem man den hier gewünschten Jesse Coe vermuthete, wird freige geben, da er nicht der Gewünsche ift. Durch den anhaltenden Regen werden die Holzblockpflaster, welche sich so lange der Trockenheit er freuten, "ordentlich durchweicht, und von vielen Straßen liefen Ersuchen ein, dort, wo sich die Pflaster heben. War nungS'Laternen aufzustellen. Ein recht freundlicher, junger Mann, angeblich Agent einer Piano Handlung, besuchte gestern Nachmittag den 622 Nord New Jersey Straße wohnhaften W. )öower, um sich ein zu vermiethendeSZimmer näher anzusehen. Der junge Mann versprach später wie derzukehren und verließ daS HauS. Ein auf dem Tische liegendes Portemonnaie nebst $17 Inhalt wird seitdem vermißt. Rev. Oliver Daily, der nebst Frau und Tochter in dem Eisen bahnunglück nahe Washington, D. C., getödtet wurde, langte gestern Nach mittag hier an und wurde im Hause seines Vaters, Rev. John R. Daily. No. 1004 Cooper.Avenue, aufgebahrt. Die Frau wird in Newark, O., die Tochter möglicherweise in Virglnien zu Grabe getragen. Der neue 1907 Lahrer Hinkende Bote sowie Ma rien RaUntt, beide von Deutschland importirt, find in unserer Office, 31 Süd Delaware Otr. zu haben. Bauerlaubnißschein e. 22. 1. Lowry. Wohnhaus, No. 2840 YandeL-Str., veranschlagt ans $1800. Jesfie Anderson, Wohnhaus, New Jersey Str., 4000. Charles La. tham. Wohnhaus, 1915 Nord Penn sylvania Str., $6000. A. Eahm, Southeaftern. und Cngllsh Ave., 14800. Meyer & Kiser, Umbau, Pernbroke Urcade, $825. 7

Zlmmcrmstung.

Ihre Nothwendigkeit sür die Crhaltung der Elsundhcit. Kohlensäure l:ö Aafic?)unst - Bcrskhrei: zu? Lustcrncueruug - "2er Lustverbrauö, von krwaHZkNkn-i5rs:itklk (ngläudk? in K-l.'utta. Das tägliche Lüficn der Wohn-, Schlaf- und Arciisräume ist von gcoßer Wichtiglcit. Wenn der 5törper gefund erhalten werden soll, mich der Mensche sich in gesunder Luft bewegen und statt der Kohlensäure, weche et aushaucht, Sauerstoff einatmen. Ganz besonders nc!hi?end:g ist öftere Luftuna solcher Näunie, in denen vic'c Mensmen beisammen wohnen und schlafcn. Außer der durch das Athmen ausgehauchten Kohlensäure wirkt auch dir durch das Athmen erzeugte Wasserdunst störend auf die Athmung. wenn er in zu großer Mene in der Zimmerlust vorhanden Die Zimmerlust wird ferner durch Heizung und Beleuchtunz verschlechtert; denn beim Verbrennen findet genau derselbe chemische Vorgang statt wie beim Athmen; es wird Sauerstoff verzehrt und Kohlenstoff erzeugt. Daraus geht die Nothwcndigkeit hervor, ein Zimmer, in dem nicht nur Menschen athmen, sondern in dem auch Verbrennung stattfindet, um so öfter und stärker zu lüften. Die Lüftung ist zugleich das beste Mittel, vorhandene Feuchtigkeit aufzunehmen und fortzuführen, während lange verschlossene Luft einen moderigen Äeruch annimmt. Mas die Art und Weise des Lüftens zur Erneuerung der Luft in den Zimmern und zum Troclenhalten der letzteren anlangt, so geschieht dasselbe durch Oeffnen der Fenster und Thüren, auch durch Anbringung von Lufträdchen. sowie durch richtig konstruirte Oefen. Da sich die meisten ungesunden Dünste in der oberen Hälfte des Zimmers ansammeln, so gelingt das Lüften am schnellsten und gründlichsten, wenn die oberen Fenster geöffnet werdcn.ie beste Zcit dazu ist früh, einige Stunden nach Sonnenaufgang, dann Nachmittags zwischen zwei und vier Uhr; Abends und in der Nacht ist mit Vorsicht zu lüften. Im Winter ist es in geizten Zimmern besser, alle Fenster und Thüren zugleich zu öffnen, um in kürzerer Zeit eine vollkommene Lufterneuerung zu bewirken. Canz besonders nothwendig ist fleißiges Lüften frisch gewcißter und mit Metallfärben gemalter Wohn- und Schlafzimmer. ehe dieselben bezogen werden, und auch noch einige Zeit nachher. Nach einer Berechnung der Phvsiologen verbraucht eine erwachsene Person.in der Stunde etwa 500 Quarts reine Luft und gibt gleichzeitig 30 bis 35 Quarts Kohlensäure und 1 Unzen wässerige Auswurfsstoffe an die umgebende- Luft ab. Wenn nun z. B. drei Personen acht Stunden in einem geschlossenen Zimmer zubringen, so enthält die Luft nach dieser ,Zeit 2?, Pfund ausgedünstete Hautauswurfsstoffe und 20 Kubilfuh Kohlensäure. Drastischer aber wird die Wirkung, wenn eine größere Anzahl Menschen oder Thiere in einem verschlossenen, verhältnißmäßig kleinen Raume längere Zeit eingepfercht werden. In der Eeschichte ist das Erstickungsdrama von 146 gefangenen Engländern niedergelegt, welche in Kalkutta in ein elendeGefängniß geworfen wurden, das nur 18 Fuß im Geviert und blos zwei kleine Fensteröffnungen hatte, durch welche frische Luft eintreten konnte; da die Qesfnungcn aber beide an derselben Seite angebracht waren, so fand keine Ventilation statt. Alsbald nach dem Schließen der Thüre hinter den Gefangenen nahmen die Leiden derselben ihren Anfang, und es entspann sich zwischen ihnen ein wahnsinniger Kampf darum, an eines der Fenster zu gelangen. Innerhalb vier Stunden lagen diejenigen, welche noch lebten, im Schweigen einer apoplektischen Betaubung am Boden, und am Ende von sechs Stunden waren schon 96 durch den Tod von ihren Leiden erlöst. Am Morgen, als das Gefängniß geöffnet wurde, fand man nur noch 23 am Leben, von denen viele nachträglich noch an typhösen und fauligen Fiebern starben, welche durch die abscheulichen Ausdünstungen und die dadurch bewirkte Blutvergiftung erzeugt worden waren. Bayerns Waldreichthum. Während auf das Gesammtgebiet des Deutschen Reiches nur 26 Prozent Waldfläche treffen, berechnen sich auf den Flächeninhalt Bayerns 31 Prozent oder rund 2.466.000 Hektar i. e. W0.000 Tagwerk Vald. Ter größte zusammenhängende Wc.!dkompler VayernZ und zugleich des Teutsch:'.! Rcich:L ist der im Osten Münchc: sich ausdehnend? Ebersberer Fors:. der eine Fläche von 23,003 Tagwerk umfaßt und so also dem Umfange des Chiemsees fast gleichkommt. Haßte s eine Schw iegermutter. Der pensionirte und verwittwete Bergarbeiter Straßburger in Konradsdorf. .Sachsen, mischte seiner Schwiegermutter, der im 78. Lebensjähr stehenden Auszüglerin Dachselt. mit der er stets in Unfrieden lebte. Lysol in den Kakao, um sie zu vergiften. Die Schwiegermutter schöpfte jedoch Verdacht infolge des scharfen Geruchs und trank den Kakao nicht. Der nette Schwiegersohn wurde verhaftet.'

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Miiilärflrascn der allen Uömcr. arte Neöpflkgk, twalt tti Feldherrn ,,tv Verfall der 2i4;frlin. llc5cr die Militärstrafcn bei den allen Nömern (ringt 21. Müller in einer deutschen militärischen Fachschrift eine eingehende Schilderung. Die StrafrcchtZpflcgc im römischen Heere war demnach außerordentlich hart und grausam. Der Soldat wa? der Willkür der Vorgesetzten völlig preisgegeben, da es kein Militärstrafgesctzduch, auch nicht ein eigentliches Prozeverfahrcn. sondern höchs'cnZ ein Ermittlungsvcrfahrcn gab. Ter Feldherr haite die richterliche G:n?alt ohn? Veschränkung. Auf Landesverrath stand der Tod, auf Fahnenflucht, je nach der Schwere des Falles. Tod. Abhauen der rechten Hand. Turchlchneiden der Kniebeuge. Rangrerlust und Strafverschickung. Schuldhastes Verlassen des Postens zog ebenfalls Todesstrafe nach sich. Der Ueberläufcr wurde gekreuzigt oder den wilden Thieren vorgeworfen. Feigheit wurde auf verschiedene Weise bestraft, unter anderm auch durch eine Art Spießruthenlaufen. Wer ohne seine Schuld in Kriegsgefangenschaft gerieth, blieb straflos, andernfalls wurde er als Ueberläufer angesehen. Fälle von Selbstverstümmlung durch Abhauen des Daumens, die in späterer Zeit so häufig vorkamen, daß es in manchen Gegenden an tauglichen Nekrutcn mangelt, wurden mit den strengsten Leibesstrafen gebüßt; wenn der Later die Schuld an der Verstümmlung seines Sohnes trug, so verlo? er Freiheit und Vermögen oder wurde verschickt. Auf Selbstmordvcrsuch stand Todesstrafe; in Fällen, die eine mildere Beurtheilung zuließen, erfolgte Versetzung in einen andern Truppentheil ron geringerm Ansehen oder schimpfliche Ausstoßung aus dem Heere'. Widersetzlichkeit zog den Tod nach sich. Meuterei wurde in verschiedener Weise (durch Tod. Dezimirung) geahndet. Hart wurden auch die Vergehen der Soldaten gegen die Person und das Eigenthum ihrer Kameraden, mochten sie im Lager oder außerhalb aeschehcn sein, gestraft; schon geringfiigige Diebstähle kosteten das LeSen. Von Strafen für Mißhandlungen der Soldaten durch ihre Vorgesetzten hören wir nichts. Beschäftigung der Soldaten im Privatdienst der Offiziere war streng verpönt; ein Legationslegat. der einige Gemeine mit feinen Freigelassenen auf die Jagd geschickt hatte, wurde auf Befehl des Kaisers Tiberius aus dem Heere ausgestoßen. Geschenke von den Soldaten für Bewilligung von Urlaub anzunehmen, war den Tribunen in der frühern Kaiferzeit streng untersagt; in mißlichen Zeiten war oft nicht einmal die Beurlaubung gestattet. Wer auf Schwelgerei ertappt wurde, hatte schimpfliche Entlassung zu erwarten. Ungeziemendes Betragen in den Quartieren war gleichfalls strafbar; schwelgerisches Treiben während des Urlaubs hatte Haft, unter Umständen auch Ausstoßung aus dem Heere zur Folge. Nicht minder harte Strafen waren auf ehrenrührige Handlungen (falsches Zeugniß, lügenhafte Angaben über bewiesene Tapferkeit, um eine Auszeichnung zu erlangen, mangelhaste Ehrerbietung gegen die Eltern) gesetzt. Außer den bereits genannten Strafarten gab es noch mancherlei andere: Züchtigung mit dem Stock. Vermögensbußen. Erschwerunq des Dienstes. Untersuchung und Vollstreckungshaft. Aber auch 1ie größte Härte und Grausamkeit der Militärrechtspflege vermochte den fortschreitenden Verfall der Manneszucht nicht aufzuhalten, und die spätere Sitten- und Zuchtlosigkeit im römischen. Heere, sowohl bei Soldaten wie Offizieren, trug wesentlich mit zum Untergange des Reichs bei. Kohle und Kupfer unter Polarcis. Die Polarländer. die auf ihre unter Schnee und Eis liegenden mineralischen Schätze noch nicht recht untersucht worden find, scheinen mehr als andere

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ff! m staubfreien Länder mit solchen Reichthümern gesegnet zu sein. Vor einigen Jhren schon hat man begonnen, auf Spitzbergen systematisch Kohle zu fördern, und die dahin gehenden Unternehmungen haben sich als lohnend erwiesen. Unlängst ist die neunte Ueberwinterungsexpedition nach Spitzbergen von Tromsö abgegangen. Im ganzen überwintern dort zum Zweck der Kohlengewinnung 70 Mann, die an drei Stellen die schwarzen Diamanten" zutage fördern sollen. In diesem Jahre will man den Betrieb auf die Nordküste der Insel ausdehnen, wo im Sommer 1906 sehr umfangreiche Kohlenlager entdeckt worden sind. Grönland überrascht durch seine im-, mensen Kupferlager. Die von dem Kopenhagener Kaufherrn Bernburg zum Zwecke mineralogischer Untersuchungen nach Grönland entsandte Expedition hat bei Alanjarßnak in Grönland ausgedehnte Kupfcrlager entdeckt, von denen man glaubt, daß sie sich als die reichsten und besten der Welt erweisen werden. So ist die Wahrscheinlichkeit nicht von der Hand zu weisen, daß nach geraumer Zeit im hohen Norden stattliche Bergwerke in Betrieb genommen werden. Die Perlenfischerei ist in Ceylon auf eine Dauer von nur drei oder vier Wochen beschränkt, aber während diefer Zeit werden 22.000,000 Austern an's Tageslicht befördert. Erbsen als Wärmemttt e l. Gewöhnliche, getrocknete Erbsen bindet man in ein starkes Säckchen und legt sie im Winter in die heiße Ofenröhre. Da die Erbsen die Hitze fehr lange halten, kann man das mit denselben gefüllte Söckchen zum Füßewärmen sebr emvfeblen. Zur Desrnstzirung oes Mundes bei hohlen Zähnen ist Borax ein gutes Mittel und nicht unangenehm. Eine starke Prise des Pulvers wird auf die Zunge genommen und. wenn sie aufgelöst ist. im Munde hinund herbewegt, bis alle Theile davon berübrt sind. Sechsjähriger Riese. In einer Sitzung der Gesellschaft für innere Medizin und Kinderheilkunde in Wien stellte Primarius Dr. Knöpfelmacher einen sechsjährigen Knaben vor, der bei vollkommen proportionirtem Körperbau 4 Fuß 4 Zoll mißt. Sein Körper ist dicht behaart, und ein Bart umrahmt das männliche Gesicht des kleinen Riesen." Schneefall mit Gewitter. An einem Abende sehte kürzlich in Reit. Oberbayern, ein ziemlich heftiges Schneetreiben ein. das von mehreren grellen Blitzen mit langanhaltendem dumvfrollendem Donner begleitet war. Die dabei hell erleuchtete Winterlandschaft gewährte bei dem violettgrünen Lichte einen wunderbaren Anblick. Europäisches Ulepartenkki. s ei WeM Credltiiriesc, Postanweisungen, auf alle Städte Europas. Kchrffsscheine Von und nach Europa. nt und Verkauf ausländi schen Geldes. ; No. 35 Süd Meridian Str. 5!sk22tL National Bank.

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