Indiana Tribüne, Volume 30, Number 110, Indianapolis, Marion County, 31 December 1906 — Page 1
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. r . . , . Erscheint seden Nartnnittag. Jahrgang 30. Indianapolis, Ind., Montag, 31. Dezember 190 No. 110.
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Seschäfisforgeu ireibeu zum Selbstmord. L. L.Asham, 29 Jahre, ein bekannter Anwalt, beging Montag früh Selbst, mord durch Einnehmen einer Dosis Morphium. Asham wurde in seiner Office. 77 Baldwin 'Block, aufgefunden, und seine Freunde glauben, daß Geschäftssorgen den jungen Mann zur Verzweiflung trieben. Asham kam aus White County nach Indianapolis; vor etwa 2 Jahren graduirte er am hiesigen College of La, konnte aber trotz bester Arbeit nicht vorwärts kommen, und man nimmt Niedergeschlagenheit als Ursache der That an.
Villige Fahrpreise ach Indianapolis Zur Anziehung von Einkäufern. Aobert G. McClure, Sekretär des Commercial.Clubs, bereitet die halb jährige Cxcursion der MerchantS' & Manufacturerö' Association von Jn dkana und den umliegenden Staaten nach unserer Stadt vor. um die Betref senden zu veranlagen, bei unö ihre Einkäufe zu machen. Die Central Passenger Association hat eine Rate von H für die Rundfahrt garantirt und ist diese Veranstaltung dem Commercial Club zu verdanken. Die letzte derartige Excrsion brachte über 1000 Personen nach Jndianapo liS und hat man 60,000 Circulare aus gesandt, um die Vorzüge der Hoofier Metropole zu veranschaulichen. Die Zeit der Excursionen fällt zwischen den 15. Februar und 17. März. DaS Januar-Wetter. Die folgenden Daten der Wetter beobachtungen der letzten 35 Jahre ent lehnt, wurden vom Wetterbureau ge siern veröffentlicht. Dieselben sind nicht als eine Wetterprophezeihunz an zusehen, sondern zeigen nur die Witte rungSverhältniffe für den Monat Ja nuar während der genanuten Zeit Periode. Die Januar Durchschnitts Tempe ratur betrug 23 Grad, der Januar 1830 mit 45 Grad gab uns den wärm sten, der Januar 1893 mit 13 Grad den kältesten Januar. Der 20. Jan. 1906 und der 11. Januar 1890, mit je 70 Grad Wärme waren die wärm ften Januartage und der ö. Januar 1834 mit 25 Grad wird als der kälteste Januartag verzeichnet. Der Durchschnitts FeuchttgkeitZniederschlag für den Monat wird mit 2.3 Zoll an gegeben, doch wies der Januar 1890 nicht weniger wie 10.20 Zoll auf, wo gegen in 1902 nur 0.76 in Feuchtigkeit verzeichnet wurde. Der größte Feuch tigkeitSniederschlag innerhalb 24 Stun den wurde am 1. Januar 1890 ver zeichnet, an welchem Tage nicht weniger wie 4.41 Zoll Regen sielen. In der Nacht vom 10. auf 11. Janur 1895 hatten wir den größten Schneefall zu verzeichnen, Schnee gabs in Fülle. Das Wetterbureau verzeichnete damals nicht weniger wie 9.6 Zoll. Die vorHerr. schknde Windrichtung ist auS dem We gen und die DurchfchnittS-Gefchsindig. keit desselben beträgt 12 Meilen. Der 17. Januar 1897 mit 57 Meilen machte die größte Ausnahme. WillThompfon, ein etwa 25 Jahre alter Mann, anscheinend auf der Reise nach Lima, O., wurde ge. ftern Abend vom UnionBahnhofe nach dem Hospitale gebracht. Thompson litt anscheinend an einem hochgradigen Fieber und phantafirte tetrügliche Jett in der Station umher, durch sein excen trischeö Wesen Aussehen erregend, ehe man auf seinem Zustand aufmerksam wurde. Weihnachtsfest und Ball veranstaltet von der Schiller Loge No. 2 deö Verbesserten Ärdens der PYthtaö-Nitter am Montag Abend, den 31 Dezember, in der ermsnia Halle. Eintritt : Herr und ame2Ze; Extra-Dame 10r.
Loug var getäuscht.
Glaubte seine Frau in Begleitung des getesteten Chesman. Erst in der Polizeistation erfuhr ge ftern Frank Lang, der den .Doktor" CheSman am Samstag erschoß, daß die Frau, welche sich in CheLman'S Be gleitung befand, nicht feine eigene Frau gewesen ist. Diesem Umstände Rech nung getragen, scheint eS, als ob er dl selbe in CheSmanS Gesellschaft erwartete. Da aber Long feit einiger Zeit nicht im Familienheim gewesen, und er auch nur sür kurze Zeit am SarnS tag sich dort aufhielt, scheint eS fast. als ob noch eine dritte Person mit der Sache in Verbindung steht, welche dem an sich schon aufgeregten Manne er zählte, daß Frau Long bei CheZman sich befinde. Frau Long bestreitet energisch, für CheSman weitere wie freundliche Ge fühle gehegt zu haben, und sagt, daß derselbe von ihr und den Kindern stets gerne im Hause gesehen wurde. Sie sagt, daß CheSman zuerst mit der Fa milie bekannt wurde, als er im Hause derselben, in Norwosd vor 3 Jahren Quartier nahm. Befragt, ob sie glaube, daß ihr Mann an JrrsinnSanfüllen leide, sagte sie daß sie solches nicht glaube, obgleich er an momentanenAnfüllen vonGedächt nißfchwäche gelitten haben soll. Wie verlautet, haben die beiden ül testen Söhne des Angeklagten für den selben einen Vertheidiger engagirt. Long trügt sein Schicksal mit stoischer Ruhe. Ohio Gegenseitige Feuerversiche-rnngö-Gesellschaften Wollen sich nicht vom Geschäfte in Jndimia ausschließen lassen. Eine gewisse Klasse aüß'e'rftaatlicher Gegenseitiger FeuerverflcherungSgisell schaften wird eS .sich angelegen fein lassen, bei der nächsten Legislatur eine Verbesserung zu dem jetzigen Gesetze, welches sie von den Geschäften in In diana ausschließt, einzubringen, welche dieses Hinderniß beseitigt und ihnen dieselbe GeschästSgelegenheit giebt, wie den Gesellschaften unseres Staates. Das jetzige Staatsgesetz sieht vor, daß die betreffenden Gesellschaften einen Baarbestand von $50,000 und 100,000 in Prümien.Noten oder ähnlichen Si cherheiten ausweisen müssen. Auf den Grund hin, daß die Gegenseitigen FeuerversicherungS Gesellschaften von Ohio keine PrümienNoten aufzuwei sen, jedoch ähnliche Sicherheiten haben. wurden diese vom Generalanwalt vom Geschäfte in Jndiana ausgeschlossen und hierdurch gleichfalls viele Gesell schaften anderer Staaten, welche sich in der gleichen Lage befinden, und will man diesem Uebelstande legislativ abzu helfen suchen. Kleinere AdzngStauale bewilligt. Neue Beschlüsse sür die endgültige Ausführung von kleineren AbzugSkanü len wurden von der Behörde für öffent liche Arbeiten angenommen, welche in zwei ganz verschiedenen Stadttheilen die nöthige Abhilfe schaffen sollen, wovon der eine auf die NorthwefternAvenue, zwischen 23. und 29. Straße, und die Nachbarschaft, und der andere auf den Digrict östlich vom Frauengefängnisse entfällt. Gleichzeitig bestellte die Be Behörde Specifikationen für einen schmalen Streifen AöphaltpflafterS an SanderS Straße, zwischen Shelby Straße und BarthAvenue. t Eva Barbara Dehner. t Im Alter von nahezu 59 Jahren ist gestern Frau Eva Barbara Dehner, Frau von Henry Dehner, 511 Bucha nan Str., gestorben. .Die Verstorbene wurde in Tisfin, O., geboren, wohnte aber seit 33 Jahren in Indianapolis. Sie war ein Mitglied der Ref. Im manuelS Kirche, Ecke. Prospekt und New Jersey Str. ' Die - Beerdigung findet am Mittwoch' Nachmittag statt.
Ein Freundesdienst
Wird mit Verhaftung geahndet. Ein Freundesdienst war es, welchem Mike Lynch, 1002 English Avenue, gestern seine Verhaftung verdankte. ... Gemüthlich schritt Mike nämlich, ein elegantes Damenjacket über dem Arm. die Virginia Avenue entlang, als plötz lich aus einer der Nebenstraßen, gleich. falls gemüthlich schlendernd, der Poll zift Hunter auftauchte. Mike sah den Polizisten, der Polizist sah Mike und beiden schien das gegenseitige Aussehen nicht zu gefallen, denn Mike verlängerte seine Schritte ein wenig und Hunter machte eS genau ebenso. Wäre nun. Hunter in entgegengesetzter Richtung davongegangen, dann wäre die Sache nicht passirt; da er aber darauf ver. sessen schien, hinter Mike herzugehen, so mußte denn doch zuletzt etwas d'raus werden, und eS wurde etwas d'rauS. Als Hunter nämlich Mike eingeholt hatte, war das Jacket verschwunden. dasür aber hatte Mike beträchtlich an Körperfülle zugenommen. Hunter sah sich nach allen Seiten um, streckte auch die flache Hand aus, zu sehen, ob es vielleicht nicht etwa regne, und als er trockenes Wetter konftatiren konnte. schleuderte er dem nichtsahnenden Mike ganz direkt die Frage in'S Gesicht, was eS mit dem Jacket unter dem Rocke für eine Bewandtnlß habe. Er. erhielt die Antwort, welche die Verhaftung zur Folge hatte, nämlich, daß ein Freund, dessen Frau ausgehen wollte, ihn 0 beten habe, das Jacket mit sich fort nehmen, denn ohne Jacket würde' " j" c Frau sich schwerlich auf die wagen. . Hunter gefiel die Sache dur' nicht und-Mike wanderte nach der Station.' - Zur Notiz. . Unseren Lesern zur gef. Z 5 Notiz, daß die 5 "Ind. Trwüne" ; i des Neujahrstages wegen, ! Z morgen, Dienstag, nicht er- Z l scheinen wird. i Die Gntenberg Co. Welche Räumlichkeiten man gern für das Jugendgericht haben möchte. . grau Heien W. RogerS. eie der Prüfungsbeamten des Jugendgerichts äußerte, daß, um wirklich ideale. Zu stände Zn diesem Gericht herzustellen, hierzu folgende Räumlichkeiten nöthig seien: . 1. Ein Versammlungszimmer für Zeugen. . 2. in Privatzimmer für das Ver. hör eines jeden einzelnen Falles. 3. Ein Wartezimmer, welches gleich zeltig . für dke PrüfungSdeamten deS Gerichts dienen könnte. 4. Ein Zimmer für die ärztliche Un tersuchung der Kinder. 5. Ein GeschüstSzimmer für die Ar. beiten der VormundschastSbehörde. Frau RogerS sagt, diese Zimmer seien unbedingt nöthig, wenn man die verschiedenen Klagesalle von - Kindern und Erwachsenen auseinander halten wolle und würden sich für diesen Zweck die Zimmer der Südweftecke im Base ment des Courthauses vorzüglich eignen. . Russell Childerö. aus Chicago, JllS., gegen welchen die Großgeschworenen eine Anklage auf Großdiebftahl erhoben, wurde gestern durch die Detektivs Kurtz nd Dugan verhaftet. ?. 1 i Der neue 197 Lahrer Hinkenve Bote fovie Na sen Kalender, : beide von Deutschland importirt, find in unserer Osstee, 31 'Cfcd Delawsre cto ixx äftro -
Auf dem Wege zur Hochzeit
Vom Tode ereilt.' Der CircuS Akrobat Fremont E. Hunt, welcher feine Gesellschaft in Mexiko verließ um sich in hiesiger Stadt mit einer jungen Dame zu verheirathen, deren Name er anzugeben verweigerte, und worüber seine Familie ebenfalls keine Auskunft zu geben vermochte, verstarb im hiesigen HoSpi tal für ansteckende Krankheiten und wurde im Crown Hill Friedhofe beige setzt. Hunt war mit Lungenentzündung be haftet und bekam während seiner Reise durch Alabama einen Zusatz von Blat tern. die zwar in milder Form auftre tend. seinen Tod beschleunigten. Die Eltern, deS erst 24.jährigen jungen Mannes wohnen No. 2042 Nord Se nate Avenue. Weihnachtsfeier des Indianapolis Liederkranz Wie vorauszusehen war, wurde die Weihnachtsfeier des Liederkranz aufs Beste besucht und jeder der Anwesenden konnte sich gratullren, diese Gelegen heit, ön,'enchme und anheimelnde Stund. : ;t verüben, nicht vermißt zu habe'? Im ;rnrT? Sale der Germania fa"J 'aien alle Vorbereitungen zu ';rjA r trÄizen Empsange der jab . 5tt.', u Mitglieder deö Vereins getrof :V u:'.d programmgemäß erfolgte die c .tusche Beleuchtung deö Riefen ' ' ,c!hnLchtSbaumeS und die Befcheerung Kinder. Der beliebte Dirigent des Vereins. Herr Karl Riegener, wurde durch den Präsidenten, Herrn Joseph Behringer, mit einem WeihnachtSange binde d:S Vereins, unter dem Christ bäum beehrt. ' Hierauf folgte allgemeinige freudige Stimmung und in dieser gab man sich sowohl dem Tanzvergnügen hin, wie man an der Preisvertheilung durch das Glückrad, welcher Herr Kurt Korn zur allgemeinsten Zufriedenheit, vorstand, theilnahm. Bis zu später Stunde er freute man sich geselligen Beisammen seinö und war eS für manche schwer sich von dieser letzten Feier dek alten Iah reS zu trennen. Dcr Haushalt Dantons. Etwa einen Monat nach der Hinnchiung Dantons (27. Mai 1794) wurde der gesammte, vom Staate konfiszirte Haushalt des großen französischen ZLottstribunen ottemuch versteuert. Das gerichtliche Protokoll der Versteigerung, ein historisch interessantes Dokument, wurde vor kurzem aufgefunden und veröffentlicht. Danton, der im Rufe eines Sybariten und Genußmenschen stand, hatte zuletzt in Sevres im Hause seines Schwiegervaters eine Wohnung innegehabt, die. wie sich aus dem aufgefundenen Protokoll ergibt, recht bescheiden eingerichtet sein mußte. Der einzige Luxus dieses Haushalts bestand in der gut ausqestatteten Vorrathskammer , und in einem für einen Pnvathaushalt sehr bedeutenden Be stand an lebendem Vieh. Allerdings waren in jenen bewegten Zeiten viele Familien so vorsichtig, sich für alle Fälle einzurichten. Danton besaß 2 Kühe, 2 Ferkel 19 Hühner und einen Hahn, sowie 21 Paar Tauben. In der Vorrathkammer war eine große Menge Speck,' sowie 6 Schrnken aufgespeichert. Hingegen war der Haushalt in Bezug auf Möbel, Geschirr, Wäsche und Garderobe nur einfach ausgestattet. Zwar war auch ein Reisewagen vorHanden, aber im Stall stand nur ein Esel, der, wie das Protokoll vermerkt, noch dazu ein sehr altes Thier, war. Das Salonmobiliar, bestehend aus emem mit Seide bezogenen Kanapee und 6 Stühlen, mußte gerade nicht sehr kostbar gewesen sein, denn es wurde nur mit 181 Livres (etwa . M) . bezahlt, was zum -damaligen. Kurse-der Assignaten auf einen sehr geringen Werth schließen läßt. . Alles in allem überstieg der Erlös der Versteigerung kaum die Summe von 6000 Livres. 7 ' : " ' Eln .Ezpreßzug ,der Hamburg Köln Bahn kollidirte heute Morgen mit einem Frachtzug'e an der Station Ot teröberg. Fünf Zuadedienfteteuur den getödtet, vier Personen tödtllch und sechs schwer verletzt 4 ty 1 .T
Eisenbahukollision.
Angestellter geiödtet, materieller Schaden gering. , In einer Seitenkolliston zweier Loko motlven wurde kurz nach Mitternacht Wm. T. Kemp, aus Wllbur, Ind., ein Heizer, getödtet. Das Unglück ereignete sich in der Nähe der Stockyards und der Gürtel bahn. Wie verlautet, hielt die eine der Lokomotiven auf einem sogenann ten Y" Seitengeleise und die andere Lokomotive suchte auf dem Hauptgeleise an derselben vorbeizufahren. Der Dampfcylinder der auf dem Nebengeleise haltenden Lokomotive streifte den Kohlentender der- vor überfahrenden Lokomotive, setzte sich an demselben fest, warf den Tender gegen die Lokomotive und brach dann ab. Ob Kemp durch den Anprall von seiner Lokomotive geschleudert und so getödtet wurde, konnte noch nicht festge stellt werden. Er wurde zwischen Lokomotive und Tender eingeklemmt aufgefunden und in eine benachbarte Office gebracht, von wo man ihn später nach dem städtischen Leichenhause beförderte. Anscheinend erlitt er einen Schadelbruch. Die Ge schwindigkeit des in Bewegung sich be findenden Zuges betrug nicht über 4 Meilen per Stunde, und laut Anficht der Eisenbahnangeftellten, ist eS als außergewöhnlich zu betrachten, daß Menschenleben bei dem Unfälle verloren gingen. Der materielle Schaden, ist nominell. Weihnachtsmann in Schvnlitäte. In dem 16jährigen Mädchen, wel cheS gestern Abend thrünenüberftrömt im Polizeigefängniß faß, würde wohl niemand die ehedem so luftige Edna McJntire wiedererkannt haben,' welche noch vor einigen Tagen ihren Freun den gegenüber mit so freigebiger Hand den Santa Claus darstellte. Und doch waren jener so lustige Santa Clauö und die Edna von gestern, ein und die selbe Persönlichkeit. . Kurz vor Weihnachten verschwanden auf unaufgeklärte Welse aus John Broder'S Wohnung, 843 Athen Str., ein goldener Trauring, eine werthvolle Brosche, und andere Sachen, ohne daß man eine Ahnung gehabt hätte, wer der Dieb gewesen, und schon schien eö, als ob die Sachen niemals wieder zum Vorscheine kommen würden, als plötz llch der Ring im Leihhause auftauchte. Laut Aussagen der Polizei nun soll Edna im Verdachte stehen, diese Sachen entwendet zu haben. Den Ring soll sie im Leihhause versetzt, und die an deren Sachen unter ihre Freunde als Weihnachtsgeschenke vertheilt zu haben. Edna wurde gestern Abend im Hause der Eltern, 840 Athon Str., verhastet. Sottlieb Leukhardt, Die gemüthliche &e Scke. Noble und Market Str. Kein Seit in Fenervehrdepartenent lang genug. Unser FeuerwehrChef hat jetzt schlaf lose Rächte, weil er dem neuen Feuers wehrmanne Robert T. Cordrey kein Bett lang genug verschaffen kann, wel cheS dessen 6 Fuß 4 Zoll langen Körper' regelrecht zu beherbergen im Stande ist, da nach vorgenommenen Messungen die längsten Departements Betten nicht über 6 Faß und 3 Zoll messen.' - Bor Kurzem öatte sich der Chef der Feuerwehr, Herr C?ots, dahin geäußert, daß er nur kleine Leute erhielte, von denen immer zwei nothwendig wö ren, um einen Wasserschlauch die Leiter hinaufzutragen. Herr.Wm. Schoppen horst, Mitglied der SchicherheitSbehörde, erwiderte ihm hierauf, er .'glaube, im Stande zu fein, ihm den rechten Maün zu, besorgen. -Jetzt' nun , stellt IHerr Schoppenhorft dem Feuervehrchef den obengenannten Cördre'y vor,', welcher außer - seiner' L ünge .' auch , noch ein Ge wicht von .203 Pfund repräsentirtund :-, - A V ' " l- '". : ' W.. T mta I .
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Das Brief-Porto. Die Handelskammer wird fich zusam
men mit anderm Körperschaften im Lande bemühen, eine weitere Herab setzung deS Brief.PortoS zu erlangen. Vor allen Dingen", erklärte ein be . kannte? Geschäftsmann, der mit den Postmeistern eine Conferenz' in dec Sache hatte, .ist eine Erhöhung des Briefgewichtes nothwendig. 'Seitens des Weltpoftkongresses ist das ElnheitS gewicht für Briefe im internationalen Postverkehr von einer halben auf eine ganze Unze erhöht worden. Für Briefe bis zu dieser Gewichtsgrenze wird ein Porto von 5 Cents berechnet, sür jede weitere Unze wird ein,ZuschlagSPorto von 3 Cents erhoben. min ociiiup ucucuici cuic jriuu k.r. fla.r&f..& c..c setzung des Briefportos im internationalen Verkehr um fünfzig Prozent, aber eS ist nicht zu befürchten, daß die Länder deS Weltpostvereins, dadurch wesentliche Einbuße in ihren Einnah men erleiden werden. Die Erfahrung lehrt daS Gegentheil. Daß in dm
Ver. Staaten das Bedürfniß nach Her abfetzung des Briefportos vorhanden ist, kann gar nicht geleugnet werden. Die Erhöhung des ElnheitSgewichteS von einer' Unze auf vier Unzen mit einem ZufchlagSporto von einem Cent für jede weitere zwei Unzen würde dem vorhandenen Bedürfniß entgegenkam men und sie würde gleichzeitig die Ein nahmen der BundeSpoftverwaltung nicht .unerheblich erhöhen. Für den Lokalverkehr müßte damit eine Herab setzung des Portos für Briefe von zwei Unzen Gewicht von zwei Cents auf einen Cent verbunden sein. . Das ist seit Jahren das Verlangen unserer Geschäftsleute gewesen, . und nach den Erfahrungen, die europäische Poftverwaltungen mit dem billigen Porto für ' den ' Lokalverkehr gemacht haben, kann mit Sicherheit angenom - men werden, daß die BundeSpoftver waltüng auch damit ein WänAndeS Geschäft machen würde. In Deutsch" land werden Briefe bis zu ächt Unzen Gewicht im Lokalverkehr für einen 'Crot befördert. Die Schweiz berechnet für acht Unzen im Lokalverkehr einen Cent, für den Verkehr durch's ganze Land zwei Cents. In den Ver. Staaten kostet die Unze im Lokalverkehr zwei Cents, acht Unzen sechzehn Cents. , Die rrc v.. frjL. .-.f - .
lyoyung oes lnyellsgeroiazles von einer Unze auf vier Unzen für Briefe im Jnlandverkehr würde eS ermög lichen, die jetzt gebräuchliche Klaffifizl. rung der Postsendungen fallen zu lassen. 's . " ', ' Die .Postsachen erster, dritter' und vierter Klasse., soweit sie zwei.. Unzen wiegen, würden einheitlich berechnet werden können, waS der Poftverwal tung eine Unsumme von lästiger und zeitraubender . .Arbeit ersparen würde. Die GeschästSle'ute würden den Vortheil haben, daß fie Muster in die Briefe einlegen und kleinen Packeten die Rechnung oder einen Brief beifügen könn ten.' Fürden Geschäftsverkehr ' würde das nicht blos eine große Erleichterung sein, eS würde den Geschäftsleuten auch Vortheile bringen, die fich nicht annä hernd überschlagen lassen. Unser Poftwesen ist auf diesem Ge biete etwas im Rückstände geblieben. ES handelt fich hier nicht mehr um Ex perimente, deren Resultat zwelfelhast ist, fondern um die. Einführung von Erleichterungen und , Verbesserungen, die fich in anderen Ländern seit Jahren glänzend bewährt haben, und die fich in den ' Ver. Staaten nicht minder glänzend bewahren würden." - : s ! ) - - ' - ! . LSeinachtSfest des Maine Nan-Her-ttasiuo'S. ' w . Gestern Abend fand daS WelhnachtS. 7 fest des obigen . Vereins in - Hermann Möllers Halle, an.Ecke, Noble und Market Straßen statt' und' erfreute fich eines sehr guten , Besuches.. Das Ar rlmgements.ttomite hatte - in jeder Be ziehung seine Pfltcht'gethan, und va' ren die Kindr der .Mitglieder bei der' Bescheerung reichlich bedacht wordm. Die -ervechsenen Mitglieder gaben fich nach Vertheilung der Geschenke, noch dem Tanz undrsonstlgkn geselligen Ver.
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