Indiana Tribüne, Volume 30, Number 109, Indianapolis, Marion County, 29 December 1906 — Page 1

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Erscheint Zeden Nachmittag. Jahrgang 30. Indianapolis, Ind., Samstag, 2cj. Dezember' 1906 , No. 109. , . . -,

Untersuchungen im Lange. Weitere Verhaftungen erwartet.

Gegen die am Donnerstag verhaf teten drei Bulgaren wird die Anklage der Erpreffung erHoden, und die ein geleitete Untersuchung wird bis zum Ende gesuhlt. Ein Grieche. Nick Nickole wurde gestern noch verhaftet, und auch er wurde unter dieselbe An klage gestellt. George ChimbouriZ, Ausseher einer Eisenbahngesellschast, der die Griechen und Bulgaren kennt, und welchen sie als ihren Aathgeder in allen Sachen ansehen, gab zu der Einfangung des Roucheff am Donnerstag den Anlaß, indem er die so schlau gestellte Falle selber erdachte, und durchführte. Er hielt auch die beiden Macedonier, Ni cola Michaeli und Satiri Nichola auf eigene Unkosten fast 2 Wochen hier frei, als dieselben am 13. Dezember ihrer Stellungen verluftig gingen. ChimböurlS, ein gutgeschulter Grieche, und der englischen Sprache völlig mächtig, sagt, daß viele der im gebildeten Arbeiter unter den Griechen und Macedoniern regelrechte Tribute an die Agenten zahlten und daß Leute wie Roucheff in fast jedem von Süd. europüern bewohnten Eisenbahn-CamdZ an Zahltagen eintreffen, um ihren Tribut einzufordern. 'ChlmbouriS wird versuchen, die bis jetzt geruvsten Leute zur Zeugnißab. gäbe zu veranlagen, verspricht sich aber keine großen Erfolge. Die schwarze Hand hat eine zu große Gewalt über die armen Kerle. Seiner Anficht nach schweben dieselben in beständiger Furcht ermordet zu werden oder sie müssen be fürchten, daß man ihre Verwandten in der Heimath züchtigt. Ehimbouriö' Aussage nach bedient sich der Geheimbund nicht immer der Todesstrafe; häufig folgt nur Ver stümmelung durch Abschneiden der Nase, der Ohren, Hände. Arme usw.. sowie in nickt den seltensten Füllen Tödtung der Kinder. Die Macedonier und Griechen, welche genau die Gefahren kennen, welchen sie sich im Falle eines Geständnisses aus setzen, ziehen es aus diesem Grunde vor. lieber Nichts zu sagen. Ueber die Mitgliederzshl der schwär zen Hand oder wie sie auch genannt wird, Secieta Sofia Bulgaria", weiß ChimbouriS keine Aufklärung zu geben. Seiner Anficht nach ist die Mitglieder, zahl derselben nur verhältnißmäßig klein, doch liegt, wie er sagt, die Macht derselben in der Furcht vor dem Unge wissen. Kein Südeuropäer ist vor der Aache derselben sicher, wenn er eS nicht versteht, sich auf die eine oder die an dere Weise den guten Willen derselben zu erkaufen. Die Opfer find vornehm lich jene erst kürzlich eingewanderten LandLleute. welche der englischen Sprache nicht mächtig find. ChimbourlS ist ernstlich bemüht, die Macht des GebeimbundeS zu brechen, und er entsandte unverzüglich eine Depesche an Jörn Griechischen Eonsul, NicolaS SalopouloS, damit derselbe nach hier komme und die Sache gegen die Bulgaren in die Hand nehme. Seine Anwesenheit wird, so glaubt man, von großem Einflüsse sein, da vielleicht die Bedrohten dem Eonsul Aussagen machen werden, welche sonst niemand von denselben erlangen könnte. Roucheff'S Fall ist nach Anficht des Capt. Bray so klar, daß eZ nicht schwer fallen sollte den Mann zu überführen. Er leugnet jedoch hartnäckig und will keinen der Leute vor seiner Verhaftung gesehen haben. Hl Jacob Kierdorf'S Wirthschaft, 885 Massachusetts Ave. Während sie gestern mit der Zubereitung des Abendessens beschäftigt war, explodirte der Galolinöfen und erlitt Frau Marie Luzader, 543 Arbor Avenue, schwere Brandwunden im Ge sichte . und an. den Händen. Frau uzaoer.ergrln einen, lmer 203an.tr V w nrxi. VI. Of II. . i r t t f rrn pp . 1X10 101?IC UIC UlUKiaiCil, V vic jJUI

Aerzte des Staates Gaste der medizinischen Fakultät der Purdue Universität.

Fünfhundert Ae?zte dieses Staates, welche sich für die Lage des medizini fchen Colleges in Jndiana interes firen, nebst deren Freunden, wer. den . die Gäste der Facultät deS Jndiana Medical College, der Schule der Medizin der Purdue Uni ver'fität, bei Gelegenheit eines Erinne rungSdankettS, welches deute Abend im Claypool Hotel fiattnndet..sein. Lehrerversammlung in der Tom. Uuson Salle. Die Lehrervereinigung von Jndiana hielt gestern Nachmittag ihre Versamm. lung in der Tomlinson Halle ab. bei welcher Gelegenheit Dr. Henry Van Dyke an die Lehrer eine Bewillkom mungSrede richtete, welche allgemeinen Anklang fand und Poefie und mensch lichen Verkehr behandelte. Hierauf folgte das Violinquartett Larghetto" von Spohr.Schüfer, wel chem sich das Vocal . Solo der Frau BremermanEdmundS anschloß. Der Indianapolis Männerchor war auf specielle Einladung ebenfalls er. schienen und trug Waldmorgen- von ttoellner und Lorelei- von Silcher vor welche sich so großen Beifalls er freuten, daß dieser Verein sich zu den Dreingaben 01d black joe und Alt NieoerländtscheS' Volkslied" de quemte. Das Männerchor . Quartett sang hierauf noch Tommy went fishing". Am Abend Hielt Dr. Earroll D. WrigHt die Begrüßungsansprache, in dem er das ArbeltSproblim erörterte, und unterhielt das Schaefer Symphony Orchester durch drei mit größter Prä. zifion auf ihren Streichinstrumenten ausgeführten Stücke auf das Vor. trefflichste. Hierauf folgten noch verschiedene Solovorträge und Ansprachen. Elektrische Drahte muffen Untergründ gehen. Die Repräsentanten der verschiedenen öffentlichen Anstalten, welche elektrische Drähte benutzen, kamen gestern mit den Beamten der Behöede für öffentliche Arbeiten und dem Bürgermeister unse rer Stadt, Herrn Bookmalter, zusam men, um über das Untergrundlegen der elegischen Drähte im Geschäfts, theil der Stadt zu berathen. Nach den Berichten, welche Jnspek. toren für die Stadt anfertigten, ist eS unbedingt nöthig, daß die, Drähte unter Grund gelegt werden und wurde erwartet, daß die verschiedenen inte resfirten Gesellschasten die nöthigen Pläne in Bereitschaft hätten, um über deren Durchführung berathen zu kön nen. Das der Stadt gelieferte Gas O. K. Stadt.Jngenieur Miller hat wieder einmal das der Stadt gelieferte Gas auf feine Lichtstärke geprüft und das Resultat war günstig für die GaSgesell schas, indem eS eine Leuchtkraft von 18.7 Kerzen darstellte. Verschiedene Versuche wurden in dieser Beziehung.angcstellt, welche an fangS gegen die GaSgefellschaft auS fielen, nachdem jedoch der PrüfungS apparat der Stadt einer gründlichen Reinigung unterzogen war, etzielte man vorangeführtes Resultat. Die nördliche Gaölage, liefert mo mentan alles Leuchtgas, da dieselbe in dieser Beziehung der GaSanlage an Süd Pennsylvania Straße bedeutend voraus ist, welche ein Kohlengas lie fert, das mlnderwerthig für Leucht zwecke ist. vährenddak.GaS der Nord anläge als Mischung von Kohlen und WassergaS bedeutend bessere Leuchtkraft befitzt. ' Frank Weilacher'ö Sample Noo, l Ecke Columbia Ave. und . löte Straße.

Geistesgegenwart rettet sein Leben,

Nur seine Geistesgegenwart rettete beute früh den in einem Conftruction Camp beschäftigten etwa 80 Jahre alten Harry C. Atkinö, 620 Oft Odio Straße, vor dem grausigen Schicksal von einem dahinbraufenden Zuge zer malmt zu werden. Atkinö versuchte an der Adison Ave. die Geleise zu überschreiten, als er auf irgendwelche Weise stolperte, und direkt auf deu Zug zufiel. ES gelang ihm, sich im Sturze eine derartige Wendung zu geben, daß sein Körper nicht auf die Geleise gerieth, doch' war er gezwungen, um durch den Luftzug nicht unter die Rüder des da hinbrausenden ZugeS gerollt zu wer. den, seinen Arm soweit auszustrecken, daß die Hand direkt auf die Schienen gerieth, und dieselbe ihm theilweise ab gequetscht wurde. Atkinö wandte sich an den des Weges kommenden Louis Jamison, de? ihn dann nach dem DiSpensarium brachte, wo ihn die Aerzte in Behandlung nahmen. Abzugskanal von Schnrman Ave. nach Harding Str. verlegt. Die Pläne des beabsichtigten Abzugs kanalS von Schurman Ave. wurden durch städtische Ordinanz auf Harding Str. Übertragen, wozu die Pläne un sereö HülsslngenkeurS Charles A. Brown benutzt wurden. Der Sewer wird sich vom White Rtver bis zur 29. Str. ausdehnen mit Zweigleitungen nach Osten und Westen in der 18 Str., von Parkway bis Montcalm Str. Die Größe des Abzugskanals wird zwischen 6 Fuß und 13 Zoll variiren und der Kostenpunkt wird aus 855,000 geschätzt. :- Meine Otadtneniglelten. Eine Explosion in der alten Wäscherei an der Nord Ritter Ave.. Jrvington, richtete einen auf mehrere hundert Dollars geschätzten. Schaden an. Wüsche im Werthe von etwa $75 wurde beschädigt. Die Wäscheret hatte früher mehrmals die Besitzer gewech seit, Dr. Samuel McJaughey war der letzte derselben, bis Anfangs Oktober war da? Geschäft geschlossen. Seit Anfang Dezember befand sich eine Zeug Reinigung? Anstalt . in dersel den. Regula's Halle, Logen- und Vereins Local, 1703 Süd East Str. Nachrichten aus Jndiana. V i n c e n n e 8. Walter Green, 32 Jahre alt. Mitglied einer gut bekann ten Familie in Wheatlattd, verwundete gestern Abend seine um sechs Jahre ältere Frau durch einen Revolver schuß. Green war seit längerer Zeit an der Spree, und gestern Abend trat er in'S KofthauS seiner Frau, als diese gerade für eine Anzahl ihrer Koftgän ger das Abendessen auftragen ließ. Frau Green begrüßte ihn mit den Worten: Abendbrot ist fertig.- Green antwortete mit Flüchen, und ehe die Frau. Gelegenheit hatte zu fliehen, brachte er feinen Revolver zur Aen' dung. Acht Schüsse wurden abgege ben, und mit einer Wund: am Kopfe, einer Kugel im Armgelenk und einer äußerst gefährlichen Wunde im Unter leib sank die Frau zur Erde. Salem. Die Großgeschworenen deS Washingtoner KrelSgerichtS erhoben nach sorgfältiger Untersuchung Anklage wegen TodtschlagS gegen John Mont gomery, wett er den MarcuS CrlSwell, einen alten Soldaten, am Danksa gungstaze im Streit wegen einiger Truthühner erschlagen haben soll. Ueber den Streitfall an sich, ist schon mehrfach früher berichtet worden. ES sind. übrigens Versuche gemacht war den, die Großgeschoorenm zu Gunsten MontgomeryS unzulässig zu beeinfluß seit, doch waren diese Versuche nicht von Erfolg 'begleitet. '

Aus den Gerichten.

Superior-Gericht. Zimmer No. 1, Richter John L. McMafter. In der Schadenersatzklage von Wm. Tilgore gegen die Indianapolis Trac tion & Terminal Company wurden dem Kläger 8500 zugesprochen und die Beklagten in die Kosten veructhellt. Zimmer No. 2, Richter JameS M. LeatherS. Die Schadenersatzklage der Lydia A. Gulick gegen Thomas Madden Son & Co. wurde zurückgewiesen und Klüge rin in die Kosten verurtheilt. In der Appellationösache von Brad ford A. Bullock gegen John Craig u. A. wurde gegen den Klüger ent schieden und derselbe in die Kosten der urtheilt. Zimmer No. 3, Richter Vinson Carter. Die Indianapolis & Western Rail way Company klagte gegen Jacob Hohn u., A. auf Schadenersatz und wurde ein Urtheil gegen die Verklagten von 5450 gefallt. Kriminal-Gericht. Richter Freemont Alford. John Whitson wurde wegen Bedro hung mit einer tödtlichen Waffe, dessen er sich schuldig bekannte, zu $25 und Kosten, nebst 30 Tagen Arbeitshaus verdonnert. Samuel Schlick wurde wegen thüt lichen Angriffs mit 810 und Kosten bedacht. JameS MeScall wurde schuldig be funden, gestohlene Wagren in Empfang genommen zu haben; da deren Werth jedoch unter $25 geschützt wurde, so bedachte man ihn nur mit $1 und Kosten nebst 10 Tagen Gefängniß. lArtbur Hammel, 17 Jahre alt, bekannte sich deS GroßdlebftahlS schuldig und wurde mit suspendirtem Urtheil entlassen. . Kre!sgericht, Im KreiSgerlcht' wurde Friedens richter Harvey B. Stout zur Rechts. Praxis zugelassen. Neue Klagen. Harry lTaylor reichte gegen Wm. W. GravenS, den Eigenthümer der Re liable Transfer und Storage Company eine Schadenersatzklage für 8150 ein, weil, wie er angiebt, seine Möbel und CarpetS, welche er obiger Firma am 10. September d.l I. zur 'Aufbewahrung übergab, bei deren Wiederaufnahme in solch schlechtem Zustande sich befanden, daß er dieselben nicht mehr gebrauchen konnte. ' Die Rechtsanwaltsfirma Carson Thompsonw. Dowden klagte für 5750 gegen Harry B.'Byfield für Dienst leiftunhen, welche sie demselben im Januar, März und April d. I. zu Theil werden ließen. Gegen die C. C. C. St. L. El senbahngesellschaft reichte Frau Ella I. Cashman als Vermögenöverwalterin des verstorbenen Daniel Daniel E. Wallace Schadenersatzklage für $10.000 ein. Wallace war Conducteur eines Frachtzuges der angeklagten Bahnge sellschaft und wurde am 27. Octoder d. I. in der Nähe ' Durdin. O.. in Folge einer Colliston augenblicklich ge tödtet. Die Realty Investment Co. von In dianapoliS klagt gegen die Stadt In dianapolls wegen Verbindung der auf deren Grundeigenthum zwischen Penn sylvania Straße und Washington Boulevard von .33. bis 40. Straße führenden Straße, welche angelegt wurde ehe dieser Complex innerhalb der Stadtgrenze lag, und will nun die Stadt Seltenwege an der Nordseite der 33. Straße anlegen ohne die neuange legte Broadleighftraße zu berücksich. tigen, indem sie keine Zu und Abfuhr gelegenheitöeinschnitte in die Selten wege vorsteht. Die Straße wurde s. Zt. gegen den Willen der ZStadt ange legt und will dieselbe nun, wie eS scheint, ihre Autorität zur Geltung bringen. , Sottlieb Leukhardt, . Die gemüthliche Söe Noble und Narket Gfr. ,

Zn diele Leute von der Paßbe

hörde beschäftigt. Zum Jahresschluß scheinen sich noch allerlei Unannehmlichkeiten in dem Bureau der Parkbehörde bemerklich zu machen, indem man die Beamtenzahl nach Beginn deS neuen Jahres zu der ringern gedenkt, was mit den Wächtern und Arbeitern der verschiedenen ParkS bereits vor einigen Wochen geschehen ist. Der Stadtrath behauptet, eö wären zu viele Demokraten von der Parkbehörde angestellt und die mußten vor Allem in den Wintermonaten, wo so wie so Nichts zu thun wäre, 'raus. Mayor Bookwalter schwieg sich über diese Angelegenheit größten Theils aus und meinte nur, daß augenblicklich zu viele Leute beschäftigt würden, ohne daß man wirklich Verwendung für sie habe und der Geschichte sollte ein Ende gemacht werden. Nächsten Montag findet eine dieSde zügllche Versammlung der Parkbehörde statt. NeneS Bankgebaude geplant. Der Präsident der Richcreek Bank, S. M. Richcreek. beabsichtigt an Stelle des jetzigen BankgedäudeS ein Gebäude acht Stockwerke hoch, vollständig mo dem und feuersicher, mit Marmortrep pen, Bvqenfenöern zt. :c. zum Kosten preise von $30.000 errichten zu lassen und soll der Bau am 1. April 1907 beginnen. Der erste Stock wird von der Bank eingenommen, während die oberen Stockwerke als Ossicen ver miethet werden. Herr Richcreek soll die Abficht gehabt haben, den Phoenix Block aufzukaufen und ein größeres Gebäude an der Ecke von Delaware und Market Straße aufzuführen, jedoch habe- sich der Eigen thümer, I. H. Baldwin, geweigert, auf eine derartige- Offerte einzugehen. Die Pläne wurden von dem Archltec ten W. A. Staples . ausgeführt und für ein 8-stöckiges Gebäude berechnet, jedoch mag noch ein 10ftöckigeS daraus werden. Seife einst und jetzt. Die Seife ist eine relatw moderne Erfindung. Aber wie uns die Geschichte der Aegypter, Griechen, RLmer lehrt, war man schon bei diesen Völkern sehr auf Reinlichkeit bedacht. Wie man nun dabei zuwege kam ohne Seife? Nun. einerseits kannte man die Oele, mit denen man viel Schmutz auf mechanischem Wege namentlich dann entfernen kann, wenn man damit den Körper abrieb und noch dazu cic von der Statue des Schabers her bekannten Schabeisen verwandte.' Wenn man außerdem immer für einen gewissen Oelüberzug über den Körper, wie dies üblich war, sorgte, ehe man sich dem Staub aussetzte, war dies noch ausgiebiger. Dadurch nämlich setzte sich der meiste Schmutz in der feinen Fettschichte an. ' Außerdem kannte man auch 'die Wnkung von Asche und anderen Alkalien, die allerdings mehr zum Reinigen ' von Weinbottichen, Oelfässern, Marmorstatuen und ähn lichem als zur Körperpflege verwendet wurden. Auch kannte man den Saft gewisser Pflanzen. (Seifenholz), der noch heutzutage zu gleichem Zweck verwendet wird.' Plmlus beschreibt übn gens ein Haarverschönerungsmittel, das aus gutem Talg und der Asche von Birken bereitet wurde. Das muß also ein ähnliches Produkt wie unsere Seife gewesen sein, die ja auch auS Fett oder richtiger Fettsäure und Al kalien (Natron oder Kali) besteht. Erst im 17. Jahrhundert allerdings-stoßen wir' auf richtige Seifenfabrikation. Im Anfange wurde aber die Seife auch noch hauptsächlich als Reinigungsmittel für Gegenstände benützt, nicht für den persönlichen Gebrauch. Selbst vor etwas' über 100 Jahren war wahrscheinlich die Seise noch so atzend, daß sie die Haut, bei .täglichem Gebrauch zu sehr angegriffen hätte. Jetzt darf eine gute Seife selbst' zarte Haut nicht mehr im mindesten schädigen. Die Seift ist . für uns moderne Menschen LedensaUS - etwas' geworden, was wir als einen der unentbehrlichsten Kultmggmstände erachten, den zu missen wir immer unfähig werden. DaS ist im Interesse der Hygiene und der Appernlichkttt natürlich W . ' ,; iiu j4 uDiugwi.., '

Der angebliche Mörder von 5a

rah Schafer verhört. Gofhen, Ind. Anwalt Fletcher von Bedford, Ind., war heute in un serer Stadt um den angeblichen Mör der von Sarah Schäfer zu vernehmen. Berger wurde von dem Gefängniß zum Privatzimme? deö Richters JameS S. Dodge geführt, woselbst Fletcher das Verhör im Beisein von Richter Dodge, Sheriff Manning nebst Gerichtödienern, und dem Gerichtöftenographiften vornahm. Vertreter der Presse waren hiervon ausgeschlossen. Die Examina tion dauerte mehrere Stunden Vormit tags und wurde Nachmittags um 2:30 Uhr fortgesetzt, ohne daß ein bestimm teS Resultat erzielt wurde. T e r r e Haute. Die Ent dkckung, daß in der Office deS Sekre tär.SchatzmelfterS John H. Kennedy vom 11. Distrikte der Vereintaten Grubenarbklter von Amerika Checks und Geldanweisungen im Betrage von S600 700. 'sowie Quittungen und PenstonSpapiere über S900' abhanden gekommen find und daß gleichzeitig Diftrikt.Vicepräfident William Stin son verschwunden ist. hat begreiflicher weise nicht nur zunächst unter den ttoh lengräbern, sondern auch in den wei testen Kreisen große Aufregung hervor gerufen. Die übrigen Diftrlktbeamten find der Anficht, daß Stinfon die Wertpapiere an sich genommen habe. Stinfon war nicht im Hauptquar tler erschienen, aber obschon der Ver luft der Werthpapiere schon am Mor gen entdeckt worden war, hatte sich erst der Verdacht auf Stinfon gelenkt, als es im Laufe des TageS bekannt gewor den war, daß Stinfon einen zu Gun sten von John H. Kmnedy von Terre Haute lautenden Check elnkafsirt hatte. Weder die Polizei, noch die Beamten der organlsirten ttohlengräber haben zur Stunde das Geringste über Stin foö'S vermuthlichem jetzigen Aufent halt ermitteln können. ES wird ange nommen, daß er Stadt und Umgegend verlassen hat. Kennedy hatte beim Schluß ster Of fice am Dienstag Abend ' die Werthpa Piere in einem Fache deS Pultes gelas sen. Am Mittwoch Morgen waren die Papiere auS dem Fach fort. Die Checks waren alle zu Gunsten von John H. Kennedy ausgestellt und variirten im Nennwerthe von S20 bis $60.' Sie bildeten die monatliche Kopf steuer der Grubenarbeiter. Polizeiliches. Henry McCaffrey, alias Bucyanan, uoer oeyen legte Tyalytg keiten das Detek!ivDepa?tement soweit noch keine Erkundigungen einzuziehen vermochte, wurde als Bummler vom Polizeirichter mit 180 Tagen Jall bedacht. Hmry wurde vor 4 Jahren bereits einmal aufgegriffen und eS wurde damals ein Brecheisen N ihm vorgesunden. Henry? Bertillon Photographie ist an die Bertillon Hauptftationen tn New Vor! und Chicago gesandt worden. JameS Macoroni, ein Grieche, sowie auch sein LandSmann Aeo. SopoluS, wurden gestem wegen Keilerei verhastet. SopoluS hatte etwa $450 in seinem Besitze, und wie eS heißt, gerieth mit Macoroni in . I k.t.P. -m n X. .tf.l..l 1 V iren, wett oieier es nq aoiomr in oen Kops setzte, das Geld theilen zu vollen. ChaS Vaaöke'S Südseite Kneipe, 1291 Sud East Str.. Bauerlaubnißscheine. O. L. Miller, Schuppen. 415 Holton Str., $700. O. L. Miller, Adytlon, 456 Holten Str., 5150. c."6. Miller, Addition, '435 Holton Str., 5250. JoS. ConeS, Wohnhaus, 1125 West 30. Str.. 51,600. I. F. Ja lodkn, Wohnhaus, 2436Oshlend Ode., 5175. C. F. Murray. OohnhauS,

i '3223 N. Pennsylvania Str., c2,500. -: ;.:;'.?.-'':. r-v;;i..'i --.1 .

stelle gerufene Feuerwehr anlangte.

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