Indiana Tribüne, Volume 30, Number 108, Indianapolis, Marion County, 28 December 1906 — Page 7
Jnviana Tribüne, 28 Dezember oti.
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Z Noman von M A. (5. von S u 1 1 n t r g ZI?!IIIIil!!III!II'!!!I!i!!I!I!!!lI!I!I!IIIIIIIIIIIIIiIIIIlI!I (Fortsetzung.) Herr Florian war mit seinem Zimmerherrn" sehr zufrieden: Er hatte in ihm e.len pünktlichen Zahler, und ein Willi?' s Auditorium gesunden, zwei Dinge, die der Haarkünstler der Borch" seh? zu schätzen wußte, denn: Pünktlichkeit in Geldsachen stempelt selbst den ,Unqebornen' zum .Kava-
lier,'" behauptete Herr Florian, imb Verständniß für die Geistesperlen der .klassischen' Dichter .zeugt' von einem künstlerischen Sinn und von einer zarten .Begabung' für das Schöne." Da Andreas diese Eigenschaften im vollsien Maße besaß, so glaubte der Kunstler sich nichts zu vergeben, wenn er ihn mit seiner wärmsten Freundschaft, und selbst mit seinem Vertrauen auszeichnete. Dieses Vertrauen beschränkte sich wohl nur auf einzelne Andeutungen über seinen Herzenszustand, die Herr Florian hin und wieder fallen ließ, aber Andreas konnte leicht das Fehlende ergänzen wenn sein Genosse auf seinem Galleriesitz über die Wolter in Eztase gerieth. An jenen Abenden, wo er das Glück gehabt hatte, das Seidenhaar der Tragödin zwischen seinen Fingern zu spüren, da sprach er dann in fast zärtlicher Weise von der Charlotte" der gewaltigsten Künstlerin," und der erhabensten Seele des Jahrhunderts." Florian fühlte sich an den Theaterabenden zu wiederholten Malen berufen, den Applaus zu leiten. oder, wie er sagte, in die richtige Bahn zu lenken." denn seiner Ansicht nach waren die Galleriebesucher nur selten fähig, die Stellen aufzufassen, welchen der eigentliche Beifall gebührte: Wenn irgend ein bengalisches Feuer losgebrannt wurde, eine elektrische Sonne lhr Licht über die Bühne goß, oder ein Palast einstürzte, da gerieth die rohe Menge in Enthusiasmus, wenn aber die Wolter lispelte: jch er-innere mich" wenn Krastel tremolirte: Erba a a a armen!" oder wenn Meißner schmunzelte: allllerdings," dann faßen sie mit offenen Mäulern da und rührten sich nicht! Das ärgerte den kunstverständigen Mann, und das mußte mithin berichtigt werden; doch wollte es Herrn Florian nur selten gelingen, die dickköpfige Schaar durch herausforderndes Klatfchen und Nicken für seine Ansichten zu gewinnen ja, einmal hatte er sogar den Schmerz erleben müssen, sich von einem mürrischen Nachbarn einen derruckten Vanillikrampus" nennen zu hören. (Herr Florian bevorzugte nämlich eine reichlich mit Vanille versetzte, von ihm zubereitete Pomade. mit der er seinem Absalon-ähnlichen Haarwuchs die nöthige Schmiegsam seit verlieh.) Das war äne dirette Beleidigung, die ein Mann, und besonders ein Künstler nicht einstecken dürfte: Herr Florian gab eine scharfe Replik zurück dann folgte eine noch 'schinde Duplik und es wäre fast der Augenblick gekommen, wo der schwerbeleidigte Kunstenthusiast zwar nicht das Schwert aber an dessen Stelle das treue Brenneisen gezogen hätte, wenn es nicht Andreas gelungen wäre, mit Aufgebot all seiner Ueberredungskunst den Zwist beizulegen. Die Sommerferien sollten diesen vergnügten Abenden ein Ende machen und überhaupt in Andreas' BerHältnisse eine große Aenderung hervorbringen. Er erhielt eines Tags von Pater Maurus folgenden Brief: Lieber Geier!
Die Ferien stehen vor der Thür, und
mit diesen voraussichtlich eme Unter-
brechung Ihrer Lektionen.
Falls Sie es nicht vorziehen, sich bei
den Ihren von der Arbeit auszuruhen,
und den Sommer im Hause Ihres
Freundes zuzubringen, wäre ich in der
Lage. Ihnen einen Vorschlag zu ma
chen, der Ihnen vielleicht annehmbar scheinen dürfte. Ich glaube Ihnen in
einem MNIj7 Briefe vorübergehend von
der benachbarten Gutsherrschaft ge
sprochen zu haben, von der Grafin
Holtzapfel, welche mit ihren beiden En
keln das Schloß Rauhenstein bewohnt.
D:e Grasm sucht für ihren Enkel
Erwem emen jungen Mann, dem we
niger das Amt des Lehrers, als das
des Gesellschafters obläge. Der arme achtzehnjährige Junge ist blind und kränklich, und bedarf eines opferwil-
llgen, pflegenden Freundes, der ihm
einen quten Theil des Tages zu wid-
men bereit wäre. Wollen Sie die Äolle
dieses Freundes übernehmen? Ihre medizinischen Vorstudien, die Sie ge-
genwärtig betreiben, würden ein Faktor mehr sein, der für Ihre Person spricht, wcnn ich nicht ohnehin aus den Briefen des Herrn Ambrosius. und auS anderen Quellen wüßte, daß ich Sie mit gutem Gewissen für diese Ver-
trauens stelle empfehlen kann.
Die Bedingungen wären: Vollständige Verpflegung und vierzig, Gulden Monatsgage. Ueberlegen Sie sich die
Sache, und geben Sie mir bald mög lichst Nachricht. Mit Gruß Maurus. Pfarrer."
Die Antwort bedürfte nicht vieler Uebnlegung. Andreas sandte schon
ym nächsten Tage sein Schreiben ab, rin er dem Pfarrer herzlich dankte.
x sich mit dem Vorschlag vollkom.einverstanden erklärte. Er bat
sich nur die Erlaubniß aus. eine Woche zu Hause zubringen zu dürfen, dann wollte er ohne Zeitverlust seinen Posten antreten. Nachdem dieser Brief abgeschickt war. beeilte er sich, seine Kassa zu untersuchen, um die nothwendigsten Einläuft an KleidungZ- und Wäschestücken zu machen: Sein Baarvorrath betrug sechzig Gulden. Sobald er seine Schuld an Pater Maurus abgetragen, hatte er die Besiimmunz getroffen, die ibm nun bleibenden monatlichen fünfzehn Gulden der Mutter zu senden aber diese verweigerte energisch die Annahme: Sie versicherte, Alles zu haben, was sie brauche, und rieth dem Sohne, das Geld in der Sparkasse anzulegen, wel-
chen Nath Andreas schließlich befolgte.
Er war somit letzt in der Lage, sich
anständig herauszustaffiren, um in Nauhenstein seiner künftigen Stellung entsprechend auftreten zu können.
Nachdem alle Einkaufe besorgt waren. schnürte er seine Bündel, nahm
von Herrn Florian herzlichen Abschied.
und fuhr in Gesellschaft Pechs fröhlich
dem Bahnhöfe zu.
, 15. Kapitel, s war an einem warmen Juninachmittag, daß Andreas den Pfarrgarten au Zellerndorf
durchschritt. Der Herr Pfarrer sitzt im ,Lusthaus' " hatte ihm eine alte Bekannte zugerufen, die
er in der Küche mit Kaffeebrennen beschäftigt gefunden: die ehemalige Haus-
halterm des Rektors, welche nun die Stelle der Wirthschaften im Pfarrhofe einnahm. Der angefangene Brief, den sie damals, als ihr Herr im Sterben lag, zu sich gesteckt, hatte seine Wirkung nicht verfehlt: der Ernennung des Herrn Maurus zum Pfarrer von Zellerndorf war die Erhebung Jener zum Amt. der Küchen-, Keller- und Hofregentin' gefolgt. Andreas fog mit Lust den Duft der zahlreichen Blumen ein, welche den fchmalen Kiesweg zu beiden Seiten einfaßten. Hie und da blieb er sogar stehen, um eine besonders schöne Rose
zu bewundern, oder daran zu riechen, und endlich gelangte er in einen von edlen Weinreben gebildeten Laubgang, an dessen Ende er den Hsrrn Pfarrer, mn einer Zeitung in der Hand, am gedeckten Tische sitzen sah. Die Begrüßung war eine herzliche und freundliche. Jetzt erst hatte Andreas eigentlich Gelegenheit. Pater Maurus persönlich kennen zu lernen, denn damals, im Fieber, hatte er gemeint, den Rektor vor sich zu sehen. Die Aehnlichkeit war übrigens auffallend; Herr Maurus mochte weniger hoch an Gestalt sein oder war es vielleicht die Körperfülle, welche die Große beeinträchtigte aber das Gesicht erinnerte Andreas lebhaft an das seines alten Protektors; schade, daß die Brille den blauen Augen ihren freundlichen, hellen Glanz etwas benahm. Andreas kam gerade zur'cht zum tssee. Man, konnte in aller Seelenruhe .jausnen" plaudern und dann. wenn sich die Sonne etwas gesenkt hatte, den Gang nach Rauhenstein unternehmen. Pater Maurus wollte seinen Schützling persönlich einführen. Die Wirtbschafterin ließ nicht lange mit dem Kaffeebrett, nebst allem zur .Jause" erforderlichen Zubehör, wie: Brot. Butter. Salz und Kuchen, warten. Hauptgegenstand des Gespräches zwischen dem Pfarrer und Andreas bildete natürlich der verstorbene Rektor. Wenn ich je mein Ziel erreiche, so verdanke ich es hauptsächlich ihm," sagte schließlich Andreas mit Wärme. Freilich darf ich nicht die Wohlthaten des Vaters, die Herrn Fummerers und die Ihren vergessen" der Pfarrer wehrte mit einer Handbewegung. aber der Rektor war es, welcher mir die Lust und das Verständniß für meinen künftigen Beruf einimpfte, und er war es auch, der mich lehrte, gegen die Widerwärtigkeiten des Schicksals mit allen mir zu Gebote stehenden Kräften zu kämpfen. Freilich drohte dieser mein Widerstand doch endlich gebrechen zu werden, aber da erschien mir noch rechtzeitig der Gute in Gestalt seines Bruders verzeihen Sie. Herr Pfarrer aber ich lärm nicht anders: je mehr ich Sie ansehe, um so stärker wird die Vorstellung in mir, meinen ehemaligen Gönner leibhaftig vor mir zu schenk Möge es immer so sein, mein junger Freund, es würde mich freuen, bei Ihnen in Allem und Jedem die Stelle meines seligen Bruders vertreten zu können." So plauderten sie fort. Andreas begann, dem Anderen seine Lebensgeschichte von allem Anfang an zu erzählen all feine kleinen Leiden und Freuden, bis dahin, wo der Tag gekommen, an welchem er das väterliche Haus verließ, um das Gymnasium zu beziehen. Hier brach er vorläufig sein: Geschichte ab, d;n es hieß sich nun auf den Weg machen, um in Rauhenstein vor Einbruch der Dunkelheit einzutreffen. Die Entfernung war nur uns' deutend. Andreas und sein B:elei' mochten ungefähr eine halb: r'hindurch die wogenden Kornzenfelder entlang gewand'r' sie in eine dichtbeschaltc'nienallee einlenkten. r offizielle Erlaubniß t war, den Sommer U -
zuzubringen, galoppir t , . Ar, r. . v .1 . .
iqwelsweoeino voran, förmlichen kleinen . . ' '
Laufe der Monate ein allerliebster Zwergpudel geworden, der nun sorgfältig gewaschen, und, gleich einem Löwen. halbgeschoren, vollkommen wärdig schien, ein Mitglied der hohen Gesellschaft von Nauhenstein zu werden. Der Weg führte durch ein mächtiges Thor, welches in der äutzeren Umsassungslnauer angebracht war. Hier lagen die Wirthschaftsgebäude, wie: Stallungen, Scheunen. Remisen,
s o:s Meiers, des Verwal
ters u. s. w. Dann kam ein zweites Thor und die Beiden standen vor dem von großen alten Linden umgebenen alterthümlichen Gebäude. Eine breite, figurengeschmückte Steinbrücke füürte über den ehemaligen Wassergraben in's Schloß. Diese Brücke wollte nun der Pfarrer mit seinem Begleiter überschreiten, um in's Innere zu gelangen, aber ein Diener kam ihnen entgegen mit der Nachricht, daß die Gräfin nach Laa auf Besuch gefahren sei; doch wurde sie jeden Augenblick zurückerwartet. Komtesse Esther und Graf Erwein sind im Park," fügte der Mann hinzu, .wenn Hochwürden wünschen Ja gewiß." entschied Herr Maurus. Wir wollen die jungen Leute aufsuchen." Da es ein Umw.zg gewesen wäre, von außen in den Park zu gelangen, schlug d?r Diener den näheren Weg durch's Schloß und über die Terrasse vor. Es war zum ersten Mal im Leben, daß Andreas ein wohlerhaltenes Ueberbleibsel feudaler Zeit betrat. So mußte seine Ruine am Kamp in ihrer Glanzperiode ausgesehen haben. Das war ungefähr fein Gedanke, als er die lange bildergeschmückte Halle entlang schritt. Dann ging es die Freitreppe hinauf, durch einen großen Saal, und ein schmuckes, blumenduftendes Rebengemach auf die Terrasse. Ich wette, sie sitzen beide beim Gärtner," sagte der Pfarrer, als er dic Stufen der Terrasse hinabschritt. Sie müssen nämlich wissen, daß Erwein und seine Schwester zwei wahre Blumennarren sind. Der Gärtner ist vor-
lausig ihr bester Freund; Mit dem
stecken sie oft stundenlang beisammen.
um ihm zuzusehen (ich könnte dieses
Zeitwort fast auch auf den armen Erwein anwenden, denn sein Tastsinn tv
setzt ihm in Manchem die Augen) wie er .Stupfer' schneidet Knollen zertheilt und Blätter behufs Ver-
mehrung fesisteckt.
Uebngens ist das ein unichuldiger. ganz lobenswerter Zeitvertreib, dem sich die beiden Kinder hingeben, und ich muß bemerken, daß ihnen die Gesellschaft des braven Skebra nur nützlich sein kann. Er ist ein sehr fähiger Gärtner, und dabei ein guter, woblerzogener Mann, mit dem man ganz prächtig ein Stündchen oder zwei verplaudern kann. He. Freund haben Sie Acht, daß Ihr Pudel keinen Scbabernack anrichtet, sonst werden Sie sich Beide den Zorn der Komtesse Esther zuziehen!" In der That batte Pech in seiner ausgelassenen Fröhlichkeit einige Luftsprünge über die nächsten Blumenaruppen ausgeführt, ohne daß jedoch
irgend ein Schaden angerichtet worden
Ware. Hierher Pech!" befahl Andreas, und drohte mit dem Finger, daß Du
mir artig bleibst, sonst mußt Du in die
Stadt zurück." .Wäre die Strafe wohl so groß?meinte der Pfarrer lächelnd. Ich beurtheile ihn nach mir," erwiderte Andreas heiter, für mich wäre es eine Strafe, diese schöne Natur so schnell wieder verlassen zu müssen, um in den Häuscrzwang zurückzukehren." Run, diese Zeit wird schneller koMmen, als Sie glauben." Leider. Doch da kann man sich wieder auf das nächste Jahr vertrösten; zum Glück kehrt ja auch der Sommer wieder." .Sie hatten den ersten, im Rokoko-Stil angelegten Theil durchschritten. Jetzt gelangten sie an ein schön gearbeitetes eisernes Gitterthor, von welchem mehrere Stufen zu dem sich nun mehr in die Breite ausdehnenden Theil des Parkes führte. Bon beiden Seiten war dieses Parterre von hohen zugestutzten Spalieren begrenzt, in deren ausgeschnittenen Rifchen sämmtliche Götter des Olymps in regelmäßigen Abständen Aufstellung gefunden hatten. Das ist schön!" rief Andreas stehen bleibend, um die breiten rasen- und blumengezierten Fläcben zu betrachten, in welchem vor ihm ein Springbrunnen seinen Strahl in aoldschimmernden Perlen, die die untergehende Sonne färbte, zum Himmel emporsandte. 'Mir gefällt die andere Hälfte des Parkes besser," versetzte der Pfarrer nach rechts weisend, dort, hinter den hohen Buchenspälieren, liegt der im englischen Stil angelegte Theil. Tort gibt es schattige, lauschige Plätzchen dort steht nicht Alles in Reih und Glied, wie hier, wo man meinen könnte, bei ,Hof' zu sein, und sich versucht fühlt, in etikettenmäßiger Unterthänizkeit seinen ergebensten Kratzfuß nach links und r:ch!s zu machen." Sehen Sie. ich habe recht ' r, gegen die andere Seite v' 3 Glashaus stand. Aus ':n waren mehrere Pertr tltn, welche PflanzenH'inden trugen, und sich machen schienen, diesel- .. chenden Töpfen unterzu-
. ,'arrer und Andreas beschleunigten ihre Schritte gegen die Gruppe au. .Feierabend!" rief der Erstexe
lachend. " Nach Sonnenuntergang ist's
auf der ganzen Welt zu Ende mit der Arbeit!"
Ah Herr Pfarrer!" erwiderte
eme angenehm kttnacnde Mtstimrne.
und Esther, welche den Ausruf gethan. lezte die Pflanzen, mit denen sie socöen leschäftigt gewesen, beiseite. Dann, als sie entdeckte, daß der Besucher nicht a?ein war, steckte sie die mit Erdspuren
behafteten Hände schnell in eine neben-
anstehende Gießkanne.
Bitte Komkffe!" saate der Gärt-
ner, dem jungen Mädchm seine Schürze -um Abtrocknen hinhaltend.
Die Toilette war schnell beendet, und dann trat das Fräulein auf Herrn Maurus zu, um ihm die Hand zu reichen. Gestatten Sie mir, Ihnen meinen jungen Freund Andreas Geier vorzustellen!" sa7.te der Pfarrer, indem e? auf feinen Begleiter wi:s, der den Hut gezogen hatte. Graf Erwein, geben Si: sich nicht allzuviel Mühe mit dem Händeputzen wir.sind's Beide von unseren Vätern her gewohnt, ehrlich? Arbeiterhände in den unseren zu halten." Sie sind uns kein Fremder!" versete Erwein. seinen künftigen Genosfen b:qrüßend, der Herr Pfarrer hat uns Vieles von Ihnen erzählt!" ..Pscht keine Indiskretionen!" rief Herr Maurus lachend. Und ich bin im voraus überzeugt, mir werden sehr gute Freunde werden!" fuhr Erwein nach jener kurzen Unterbrechung fort. Andreas ergriff xcohbewegt die dargekotcne Hand, und drückte sie herzlich. Dabei blickte er m-'.edig fast wehmüthig in das blasse Gesicht, das sich nur an zwei kleinen Stellen der Mangen leicht geröthct hatte, und welchem der scelenvolle Ausdruck der Augen fehlte: Ich bringe Ihnen mein ganzes Herz entgegen. Herr Graf; an Ihnen ist es, dasselbe, in Empfang zu nehmen." So. das ist der Moment, in welchem die Indianer di: Friedenspfeife aus dem Kasten holen und in Ermangelung dieser pfeife wollen wir ein: Prise nehmen; was meinen Sie, Herr Skebra?" wandte sich der Pfarrer behaglich an den Gärtner. Doch, daß ich nicht vergesse Sie müssen sich ja auch nock mit meinem jungen Häuptling die Nasen reiben; so und jetzt bleibt nur noch eine Vorstellung übrig, nd ick bin meinen Pflichten als wohlerzogener Mann nachgekommen: He, Pudel; ps. ps!
Erlauben Sie mir. meine Herrschaften. Sie mit diesem Vierfüßler bekannt zu machen cr hat sein ernstliches Versprechen gegeben, die Blumen zu re-
spektiren."
O Du hübsches Thier!" sagte Esther, den Hund streichelnd, der über die freundliche Aufnahme entzückt zu
sein sch'zn. Wie beißt er?" Pech!" beeilte sch Andreas zu erwidern. Das ist kein hübscher Name: Pech. Theer " Es gibt noch ein anderes Pech, als jenes, welches die Schuster und Faßbindcr bcnützen," meinte d:r Pfarrer. Sie müssen den Namen weniger substanziell auffassen. Komtesse Esther." Dasselbe wollte ich soeben bemerken." mischte sich Erwein in's Ge-
spräch. Herr Geier hat ohne Zweifel
dem Namen c:e andere Bedeutung zu leaen wollen."
Also hat Ihnen Pech Pech
malheur," veroesserte sich Fraulem
Esther, gebracht?" Die schwarzen
Augen richteten sich fragend auf An-
dreas.
Nur zeitweilig." erwiderte der Be-
fragte und ich bin ganz Ihrer
Meinung, Komtesse, der Name ist gar stiq. Wenn Sie die Gnade haben woll
ten. einen passenderen zu finden, so
wurden wir es uns Beide zur Ehre an
rechnen, eine Umtaufung vorzuneh-
men; habe ich recht, Pech?"
Phlox wäre nicht übel," schlug
der Gärtner vor.
Da erkennt man doch gleich den
versessenen Blumisten!" rief Herr
Maurus. Warum nicht lieber gleich: .Victoria regia!' Uebrigens denke ich, hätten wir noch Zeit zu di:ser wichtigen Frage; jetzt muß man
trotz eingetretenen Feierabends diesen
armen Wasserlechzenden belspnngen.
Der Pfarrer zeigte nach dem Nest der
Pflanzen, welche noch nicht in die Töpfe verseht waren. Wenn wir Alle
Hand anlegten, könnte die Sache in einer Viertelstunde besorgt sein. Sie
verstehen sich doch auf's Pflanzen.
Geier?"
Gewiß" erwiderte Andreas, und er machte sich ohne Zögern an die Arbeit, während die Anderen seinem Bei-
spiele folgten. Bald war das Ge
sch'äft besorgt; nun hieß es noch die Hände ein wenig reinigen, und dann
konnte man sich in's Schloß begeben. Großmutt:? bleibt lange aus," be merkte Esther. Der Weg nach Laa ist schlecht
meinte Erwein, man muß eine gute
Strecke weit im Schritt fahren.
Die Frau Gräfin' bittet zum Thee." meldete der Diener, der unbe-
merkt beranaetreten war(Fortsetzung folgt.)
Mio nran's treibt, so gekt'. Onkel szum verschuldeten Nef-
fen. der ibm die Vbotoaravbie seiner
reichen Braut zeigt):' Ja, ja, die hatte ' v r t . . . i k t es jl .
icy juir jcgon vor zeyn jagten ücjtqici ben können!"
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