Indiana Tribüne, Volume 30, Number 106, Indianapolis, Marion County, 26 December 1906 — Page 4

Znvtana Trt'üne, 20. Dezember tln.

Jndiana Tribüne. Hnaulgegcden vo Ux utdrs Es. Indianapolis, Ind. Harrtz O. Thndium ... präfident. SesÄSftSloealt No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269.

Eutied t tte Pot Office oi Indl&aapolU at cond dni rnrntter. Aus der Bundeshauptstadt. Daß da? Parlament Norwegens unserem Präsidenten den Nobel'PreiS als Anerkennung feiner Verdienste um das Zustandekommen deS Friedens zwischen Rußland und Japan verlieh, ist gewiß die gerechte Würdigung eines großen weltgeschichtlichen Werkes, und Nie. mand wird Herrn Roosevelt diese hohe Auszeichnung mißgönnen. Aber trotz alledem muß man sich einen solchen an. erkannten FriedenSengel unwillkürlich ganz anders vorstellen, als unseren Teddy". Theodore Roosevelt kommt mit der Znerkennung deS Preises in dieselbe Kategorie mit der Baronin von Sutter, welche mit der Devise: Die Waffen nieder!" seit mehr als zwei Jahrzehn ten dem Weltfrieden dient und mit Wort und Schrift nach der Abschaffung de? Krieges als eines UeberbleibselS von Barbarismus strebt. Theodore Roosevelt, der Kommandeur der Rau hen Reiter" im spanischamerikanischen Kriege, ist wahrscheinlich von der Ueber flüsstgkeit deS Krieges nicht in demsel. ben Maße überzeugt wie Frau Beitha v. Sutter, eS ist ihm im Gegentheil ein ausgesprochen kriegerischer Sinn zu eigen und in seinem ganzen Wesen wiegt ein stark soldatischer Zug vsr. Er Mag'dle lEinreihung seiner Per. son in eine Klaffe mit Bertha von Suttner, mitProseffor von MartenS, dem Lehrer deS Völkerrechts oder mit Dunant, dem Gründer deS Rothen KreuzeS" wohl selber als etwas Un gereimtes empfundenlhaben und er hat sich deßhalb entschloffen,!durchdie nam haste Geldschenkung, welche mit dem Preise verbunden ist, seinen Ruf als Mann des' Friedens zu begründen. Er hat bekanntlich die vierzig Tausend Dollars als Grundstein dazu verwandt, um in Washington ein ständiges In ftitut in'SZLeben'zu rufen, deffm Auf. gäbe es fein soll, der Erhaltung und Wahrung '.des industriellen Friedens, deS Friedens zwischen Kapital und Ar. beit in den Ver. Staaten zu dienen. ES giebt ihm die Zuwendung deS $?o del.PreiseS Gelegenheit, einen prakti fchen Schritt zu thun zur Vermirk lichung einer wichtigen Empfehlung in feiner letztenZ Botschaft, nümlich zur Verwirklichung der obligatorischen schiedsrichterlichen Beilegung von Kon flikten zwischen Arbeitern und Nrdeit. gebern. Die edle Regung wird dem Prüsidentenvom Lande hoch angerechnet werden. Er, der seinen Mitbür gern ohne ' Unterlaß das Evangelium vom SquareDeal" predigt, hat mit seiner Verfügung über.denNobel'Preis das Richtige lgetroffen und eS'wiid ihm nicht nur fein eigenes Land, sondern die gesammteZcivillfirte Welt, in deren Theilen er eine so! hohe, weithinleuch. tende Stellung einnimmt, für seinen Entschluß ZDankund Bewunderung sollen. : Die Qnti-Spuckordiuaxz. Nicht weniger wie 5 Leute wurden Montag verkästet, ud unter die An klage gestellt, dielftädtischen Seitenwege despucktjzulhaben. Alle wurden gegen Entrichtung! der 515 Bürgschaft entlassen. Diese ungewohnteZAktiditüt der Beamten wurde dadurch veranlaßt, daß Henry L. Smith gegen die Verhaftung eines jungen Mannes proteftirte, und der GefundheitS.Ofstce zuletzt die Er. klärung machte, daß er innerhalb einer Stunde o.LeuteZverhaftenlkönne. Dr. Buehler nahm den Mann beim Wort, gabZihmlzwei Inspektoren mit, und in wenigen Minuten zeigte Smith, daß er sein, Wort vahrmachen könne, falls er nur wolle. . Die Verhafteten find douiö Melvllle. 133 West Vermont Str.; Harry T. Eook, 1701lUnionStr.; Edward De Haven, 1215 Ashland Ave. ; George Grover, 547.Arbor Ave. Sith, der bei der Verhaftung zweier der Leute zugegen dar, wird als Zeuge auftreten müssen. Sobald er erfuhr, daß dieses knothvmdig fei werde, vollteZer nicht weitn mitmachen.

Zvtimal gefangen. ' L. Wilson, ein Neger, Kutscher bei JameS E. Roberts, No. 1073 Nord Meridian.Str., bemerkte Dienstag fiüh. daß sich eine dunkle Figur durch'ö ttel lerfenfter in'S Haus hineinarbeitete; er begab sich zur Kellerthür und sing den Einbrecher ab. Der schwarze Ritter der Nacht wär.' wohl ohne Beanstandung bei seinem Fänger geblieben, wenn nicht inzmt schen Herr Roberts mit einem Schieß, eisen auf der Stelle erschienen wäre Das Schießeisen aber flößte dem Ge fangenen eine solche Furcdt ein, daß er sich loZrtß und davonlief. Wilson eilte hinterdrein, und ncd einer Verfolgung, welche sich Über mkd rere SquareS erstreckte, gelang eS ihm nochmals, den Einbrecher abzufassen und bis zum Eintreffen der Nadlei AmSden und Stewart zu halten.

Kleine Stadtnenigkeiten. Gestern wurden in allen Kirchen de, Stadt Feftgotteödienfte abgehalten. Richter Whallon wurde ge ftern von den verschiedenen Anwälten deS PolizelgerichtS mit einem elegante! Schreidgeschirr nebst Unterlage be schenkt. JameS Mctttbden'S Woh nung, 106 Ortental Str., wurde gk, ftern Abend durch einen Einbrecheheimgesucht, doch wurde der Bursch verjagt, ehe er Beute machen konnte William E. Davtö, dr gegenwärtige Eounly.Clerk. der am 1 Januar sein Amt an den erwüyltei Nachfolger Leonard M Quill abtritt wurde Montag mit einem leoerne, Handkoffer sowie AnzugSkoffer be schenkt. N Fort Wayne. B. Hufton um F. Kruse auS udurn Junctlon, Jnd wurden tm Rlversioe Hotel todt tm Bette ausgefundm. Beide waren zuv Vergnügen nach hier gekommen unv hatten da GaS aukgedlnsen, als st nach Hause kamen. Kruse war tu Junggeselle während Huston ein ffliti wer ist, der eine verhenathete Tochte hinterläßt. Feiertags Sxcursions-Raten. Weihnacht! und NeujahrS Feiertags-Ex-cursionen nach vielen Stationen, laufen über die C H. &2. Bahn. Fahrkarten werden verkauft am 22 , 23 . 24., 25., 29., 30. m d 31 Dezember 1906, soroie am Iren Januar 1907 ; mit Retourfahrt beschränkt aus den 2len Januar 1907. Für völlige Jnforma tion wende man sicb an du C. H. D Ticket-Agenten. Ueber eine Million Einwanderer in 1906. Was die Thätigkeit der Emwanderungsbeamten auf Ellis J5land bedeutet, läßt sich auö der Thatsache ermessen, daß während dieses Jahr über eine Million Einwanoerir auf der Insel abgefertigt wurden, und in den Monaten März, AprU Mai und Jun! in jedem Monat sechö Ziffern tte Zahl der Ankömmlinge bezeichneten. Hie und -da dringen Beschwerden über angeblich ungerechte Behandlung der Einwanderer in die Öffentlichkeit, doch wird das der Fall sein, solange eine Kontrolle der Einwanderung bestehen wird und so tauge baJ8 Einwanderungsgesetz derartig abgefaßt ist, daß das EinwanderunSDepartement in Washing ton beliebige Ziegeln für die Kontrolle der Einwanderung erlassen kann. Doch wenn man bedenU. waö die Abfertigung den einer Million Personen in einem Jahr bedeutet, ohne auf Unregelmaßigkeiten urö Unzulänglichkeiten zu stoßen, so wird man Kommissär Watchorn, der den Dien-st nach der WilliamS'schen Sturm und DrangPeriode, in welcher Willkür gang und gäbe war, so zu sagen neu orgamsiren mußte, um den Ankömmlingen, die hoffnungsvoll die Gastfreundschaft der Verelnigten Staa-ten beanspruchen, gercqi zu werden, die Achtung, die ihm für seine administrativen Fähigkeiten gebührt, nicht versagen können. Obgleich der Monat Dezember erst zur Hälfte beendigt ist, ist eine Million bereits überschritten, und die beiden Iah., des Kommissärs Watchorn auf Ellis Island haben die größte Zunahme der Einwanderung in den Annalen ton Ellis Island gebracht. Die Einwanderung der beiden letzten Iahre ',1 in monatlicher Zusammenstellung, mit beigefügter Schätzung der Zahl der Ankömmlinge, die bis Ende dieses Monats eintreffen, in folgender Tabelle enthalten : 1905. . 46,231 . 53,176 .105.022 . 112,081 . 104,803 1906. 42.962 56.891 115.310 131.337 133.756 106,722 71.079 69.055 84.116 88.563 81,100 70.000 Januar .. Februar . . März.... April Mai Juni .... Juli'.... August . . . September .Oktober . . November Dezember . . V ". . 89,485 . 61,433 . 51,959. . 62,492 . 68,950 , . 49.975 . . . 52.043 Schätzg, 857.655 2,050.886

Medizin und Mcdkzsuer.

Im Wiener Franz Joseph-Spital ist :in eigenartiger Streik ausaebrochen. Die dortigen Aerzte, für die besonders j gekocht wird, weigern sich, die Speisen zu nehmen, nicht blos wegen der Gesundheitsschädlichkeit der rn die Aerzte und die Pflegeschwestern verabreichten Spitalskost allein, sondern insbesondere deshalb, weil die Aerzte erklärten, es nicht weiter mehr mit ihrem Gewissen vereinbaren zu können, ruhig zuzusehen, wie die Patienten unter der schlechten Kost beeinträchtigt werden. Schon zu wiederholtenmalen wurden die Aerzte deshalb bei der Direktion vorstellig. Die daraufhin getroffenen Vorkehrungen hatten aber jedesmal nur kurze, vorübergehende Wirkung. Dadurch, daß die Aerzte einen Speisestreik einleiteten, hoffen sie. die Direktion zu einer dauernden . AbHilfe in der Spitalsküche zu veranlassen. . Die Erhöhung' der ärztlichen Honorare, die mit Rücksicht auf die allgemeine Theuerung seitens der Berliner Aerzteschaft geplant wird, beschäftigt die zuständigen Kreise auf das lebhafteste. Es handelt sich vor allem darum, eine Erhöhung des Mindestsatzes für Berlin und die Vororte eintreten zu lassen, dergestalt, daß eine Berathung in der Sprechstunde künftig hin zwei und ein Besuch im Hause des Patienten drei Mark kosten soll. Eine große 3ahl ärztlicher Vereine hat. wie die rltnei Aerzte-Korrespondenz mitujeil:, die Frage bereits berathen und eine Erhöhung der Honorare vom .1. Januar 1907 ab als eine dringende Nothwendigkeit anerkannt. Auch der Geschäftsausschuß der Berliner ärztlichen Standesvereine wird sich in seiner nächsten Sitzung mit dem Gegenstande beschäftigen. I I Das im November 1904 in Karlsruhe eröffnete Tuberkulose-Museum hat wegen seines reichen und anschaulichen Inhalts weithin Anerkennung gefunden und anregend gewirkt. Damals außer dem kleinen Stamm-Museum in Berlin die einzige Sammlung dieser Art, hat es im Inland und im Ausland Nachfolgeschaft gefunden und diese Bewegung gewinnt, wie es scheint, immer größere Bedeutung. Regierungen und Verbände wirken zusammen, um solche Museen die zum Theil auch als Wandermuseen ausgebildet werden zu gründen, zu finanzieren und ihnen würdige Räume zu schaffen. Daß das badische Tuberkulose-Mu-seum in allen Bevölkerungsschichten großen Anklang gefunden und überall segensreich gewirkt hat, ist bekannt. Weniger bekannt ist dagegen die Thatsache. daß das vorbildliche badische Museum, seitdem e? seine. Unterkunft im MarkgräflichenPalais verloren, jetzt schon sein Monate in Kellerräumen sein Dasein fristend, der Oessentlichkeit völlig enäzogen ist. Wie der Straßburger Post geschrieben wird, begeht aber zur Zeit nicht die geringste Aussicht, innerhalb der Grenzen des badischen Landes für das Museum eine 1 dauernde Stätte zu gewinnen. Somit scheint das mit so großem Aufwand an Arbeit und Geld ins Werk qesetzte Un-1 ternehmen für das badische Land völlig ; verloren zu gehen, wenn nicht erneute Impulse erfolgen. Die kürzlich in Paris neugegründete Vereinigung zur Bekämpfung der Krebskrankheit hat einen von, zahlreichen hervorragenden Gelehrten und Finanzleuten unterzeichneten Aufruf veröffcntlicht, der zum Beitritt auffordert und die Ziele der Vereinigung kundgibt Die .erste Subskriptionsliste weist einen Betrag von 267.000 Francs auf. Ein in allen ärztlichen Kreisen interessirender Vorfall hat sich in Stettin ereignet. Im dortigen Generanzeiger hatte der erste Staatsanwalt einen Steckbrief erlassen, dessen Schluß lautete: E., der kürzlich operirt worden ist ,trägt um das Handgelenk des rechten Armes einen Verband. Ich ersuche insbesondere die Herren Aerzte und Heilgehilfen, auf verdächtige Personen ihr Augenmerk zu richten." Die Aerztekammer der Provinz Pommern beschloß.- an den preußischen Justizminister eine Eingabe zu richten, worin gebeten wird, derartige Aufforderungen an Aerzte zu unterlassen, wie sie in dem obenerwähnten Steckbriefe enthalten sind, denn einmal thue die Staatsanwaltschaft damit nichts Geringeres, als daß sie die Aerzte ihrerseits zu wer strafbaren Handlung, nämlich zur Verletzung der Amtsverschwiegenheit, die nach Paragraph 300 des Reichsstrafgesetzbuchs mit Strafe belegt ; 'rd. auffordere, und dann erschüttere sie dadurch das Vertrauen des Publikums in die Verschwiegenheit der Aerzte und schädige diese damit. Geh. Medizinalrath Professor Bernhard Fränkel in Berlin feierte unilängst seinen siebzigsten Geburtstag. Der Jubilar, der am 17. November 1886 zu Elberfeld als Sohn eines Arztes geboren wurde, zählt gegenwärtig zu den bekanntesten Forschern auf dem Gebiete der Hals- und Nasenlranlheiten; er hat durch seine Arbeiten und durch seine Lehrthätigkeit an der ' Berliner Universität wesentlich dazu ieisetragen. diesem früher wenig beamtet Spelidfcch die feiiciS GUÜuug

zu verschaffen. Bereits im Jahre 1871

habilttirte er sich, nachdem er zuvor als praktischer Arzt gewirkt und die Feldzüge gegen Dänemark. Oesterreich und Frankreich mitge.vacht hatte, als Privatdozeni, und im Jahre 1887 wurde er in Anerkennung seiner Leistungen zum außerordentlichen Professor und gleichzeitig zum Direktor der neu gegründeten Königlichen UniversitätsPoliklinik für Hals- und Nasenkranke ernanni, sechs Jahre darauf wurde ihm die Leitung einer gleichfalls neu eingerichteten Klinik in der Eharit6 übertragen. Im Jahre 1901 wurden beide Institute nach seinen eigenen Plänen in einem der prächtigen Neubauten des Eharitö-Krankenhauses vereint. Vordem gab es keine derartige Anstalt in Preußen. Vorübergehend war Professor Fränkel auch dirigirender Arzt des Berliner Augusta-Hospitals. Fast noch bekannter, besonders in der breiten Öffentlichkeit, ist der Jubilar durch seine unermüdliche Thätigkeit auf dem Gebiete der Tuberkulosebekämpfung geworden,. Die moderne Heilstättenbewegung ist mit seinem Namen eng verknüpft, und die in der Nähe Berlins gelegene Lungenheilstätte Velzig und die ihr angegliederte Kinderheilstätte verdanken ihre Entstehung und ihre mustergiltiqe Einrichtung zum Theil seiner Initiative. In der. Berliner Aerzteschaft nimmt Professor Fränkel eine angesehene Stellung ein. Bereits in den 60er Jahren bethätigte er sein Interesse für sozialärztliche Angelegenheiten in Wort und Schrift und suchte die Stellung der Aerzteschaft in jeder Weise zu fördern. Ueber Geheimrath Wilhelm Ebsiein, den im Oktober in den Ruhestand geiretenen Göttinger Kliniker, der am 27. November den 70. Geburtstag feierte, schreibt Dr. Adolf Bickel-Berlin in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift: Wenn man Ebstein's Bedeutung für die Medizin gerecht werden will, so muß man diese in mehrfacher Richtung hin würdigen. Der Einfluß der Virchow'schen Schule dokumentirte sich bei ihm nicht zum letzten in dem anatomischen Denken am Krankenbette, dem er bei seinen Vorlesungen und klinischen Visiten stets besonderen Ausdruck verlieh; dazu gab ihm sein Beruf als Prosektor in Breslau reiche Gelegenheit, sich in der pathologischen Anctomie auch produktiv zu bethätigen. Die physiologische Schulung erhielt er im Heidenhain'schen Laboratorium : lange Jahre hindurch sehen wir ihn als Mitarbeiter dieses feinsinnigen Gelehrten. Mit der glücklichen Hand des Experimentators vereinigte Ebstein eine scharfe Beobachtungsgabe am Krankenbette, der wir die Prägung -.:euer Kranlheitstypen und die Verfeinerung der Symptomatologie und .Diagnostik bekannter Bilder verdanken.Aus seinen klinischen Veröffentlichung gen spricht eine reiche Erfahrung, wie sie nur wenigen Aerzten sich anzueignen vergönnt ist. Fast auf allen Gebieten der inneren Medizin und der ihr verwandten Disziplinen hat Ebstein besondere Leistungen zu verzeichnen,, und ich will nicht unerwähnt lassen, daß er große Epidemien der meisten Seuchen während seiner praktischen ärztlichen Thätigkeit miterlebt hat. Seine therapeutischen Erfolge waren es in erster Linie, die seinen Namen weiten Kreisen bekannt gemacht haben. Seine Monographien über die Fettleibigkeit.' die Gicht, die Zuckerharnruhr. Harnsteine, die chronische Stuhlverstopfung u. a. haben unter Aerzten und Laien eine gleichgroße Verbreitung gefunden. Sein in Gemeinschaft mit I. Schwalbe herausgegebenes Handbuch für praktische Medizin hat einen großen Erfolg gehabt. In den letzten Jahren wandte sich Ebstein mit besonderem Eifer Studien aus der Geschichte der Medizin zu. von denen die Arbeiten.: Die Medizin im alten Testament", Die Medizin im neuen Testament und im Talmud". Die Pest des Tbulydides", Die Krankheiten im Felozuge gegen Rußland (1812)" u. a. ein allgemeineres Interesse beanspruchen dürfen. Endlich weise ich noch auf die hygienischen Publikationen Edstein's hin. Sein trefflich geschriebenes Büchlein über Dorf- und Stadthygiene, zu dessen Abfassung ihm die fast unglaublichen hygienischen Mißstände in den Dörfern der Nachbarschaft Göttingens die Feder in die Hand drückten, hat seinerzeit berechtigtes Aufsehen erregt." . In medizinischen Zeitschriften sind in letzter Zeit mehrfach Artikel erschienen. welche sich mit . der Lage der Schiffsärzte beschäftigten. Auch auf dem letzten Verbandstage deu'cher Aerzte gelangte diese Frage zur Erörterung. Es wird deshalb interessiren, zu erfahren, daß feite 's der deutschen Dampsschissfahrts - Gesellschaften beschlössen worden ist, vom " . Dezember dieses Jahres ab die Gehc.."ssätze der Schiffsärzte einheitlich wie folgt zu erHöhen : Das Anfangsgchalt auf 150 Mark, steigend nach einem Jahr auf 175 Mark und vom dritten Jahre ab auf 200 Mark für den Monat. DaS Gehalt der Schiffsarzte auf den Dam pfern der indisch-chinesischen Küstenlinien des Norddeutschen Lloyd betragt im Anfang 200 M.steigend nach sechs Monaten auf 250 Mi und vom zweiten Jahr ab auf 200 M. für den Monat..Sötkiche Ethaltösätze verstehen sich bei LUig freier Mation. Wenn die SchffPSrite Märtet Gehalt gegen dke S?f2sffoim zurSckgebkieben sind, so ifi d&MA tsHiUUHm darauf

ln esse mehr

von der am meisten Nahrhaftigkeit bietenden Mehlspeise Uneeda Biscuit der einzige am besten zuBereitete Soda Cracker." Dann wrrd man mehr verdienen können da ein autgepflegter Körper großereLelstunMM aufzuweisen Vki.JW Pl$ Weise kommt man endlich m die Lage, daß mnn mehr spuren kann ; denn es giebt keine Nahmng die für den erhaltenen Wert so billrn ist, als Uneeda Biscuit

ß in einem stnubfrelen ) feuchttgkettdichten Packet.

NATIONAL BISCUIT COMPANY

in zurückzuführen, daß die meisten Aerzte nur vorübergehend eine Stelle als Schiffsarzt übernehmen, wobei es ih nen weniger um die Höhe deS Gehaltsbezuges, als um interessante Reisen zu thun ist, und in manchen Fällen sogar von vornherein auf jede Gehaltszahkung verzichtet wird. Die jetzigerehaltsregulirung, welche den heutigen wirthschaftlichen Verhältnissen Rechnung trägt, bedeutet für die Aerzte auf den Dampfern der transatlantischen Linien eins Erhöhung des Gehaltes gegen früher von vollen 50 Prozent. Außer dem Gehalt beziehen dieSchisssarzte noch Getränkegelder im Betrage von 2 Mark tögltch, owie auf einigen Linien auch noch bestimmte Waschegel der. Außerdem ist denselben ore Berechtigung eingeräumt, krank an Bord kommendenPaffagieren der erftenKlasse für ärztlichen Beistand eine Honorarrechnung ertheilen zu dürfen.' Berücksichtigt man ferner, daß die Schiffsärzte ohnehin bereits nicht unbedeutende Nebeneinnahmen an freiwillig übersandtem Honorar aufzuweisen haben, so darf die pekuniäre, Stellung der Schiffsärzte zweifellos als eine ' recht günstige bezeichnet werden. DieSchiffsärzte des Norddeutschen Lloyd habm sich auch bereits in einem Schreiben an den Leipziger Verband dahin ausgesprachen, daß die neuen Gehaltsfestsetzungen als durchaus angemessen und zufriedenstellend anzusehen seien, womit also die Gehaltsfrage der Schiffsärzte nunmehr eine befriedigende Lösung gefunden hat. San Francisco liegt zum größten, Theil noch in Trümmern und schon machen die Bürger Woltausstellungspläne. Freilich stecken sie das Ziel ziemlich weit.. Im Jahre 1913 soll's los gehen, weil man annimmt, daß bis dahin der Panamakanal fertig sein wird. Die Stadt wird bis dahin schwerlich wieder aufgebaut sein; da aber voraussichtlich auch der Bau des Panamakanals ein paar J'ährchen mehr in Anspruch nehmen wird, braucht man sich über die Unternehmungslust der Leute amgoldenenThore vorläufig nicht aufzuregen. Vielleicht kommt auch ihnen bis dahin die Erkenntniß, daß man für die. finanziellen Verluste einer Weltausstellung unter Umständen schon ein kleines Erdbeben riskiren kann. . St. Louis verliert sein schönsies Konzerr- und Vergnügungslokal. So klagt die Westi. Post" und so begründet sie ihre Klage: Der prächtige Konzertplatz der -Alpen", der während der Weltausstellung der beliebteste Aufenthaltsort für Hundderttaufende von Weltausstellungsbesuchern und seitdem an allen Sommertagen das Ziel von Freunden guter Musik war, fällt der Zerstörung anheim, da er sich niemals bezahlt hat und die Unternehmer nicht länger bedeutende Summen dort zusetzen wollten. Der Umstand, daß das herrliche Lokal beständig mit einem schweren Defizit arbeitete, ist kein Vorwurf für die Stadt, sondern für den Prohibitionsfanatismus Folk's, durch welchen die Einnahmin in bedauernswerther Weise vermindert wurden. Ohne den reaktionären Unsinn des Folk-Sonntags würde sich das beliebte Lokal wahrscheinlich rentirt haben. Jeder, der in den Alpm" angenehme. Stunden verlebt hat, wird sich noch lange und gern dieses idealen und prächtigen Konzeriplatzes erinner.i. Stilbluth. Elender' sagte de? Graf. zu seinem Sohn, jag' Dir eine' Kugel durch den Kopf, denn Du bist keinen Schuß Pulver werth!" . Jacob Kierdorf's Wirthschaft. LL5 Massachusetts Qve.

bUiDBl

SS5"-(3

1

324 W. Marylsut. Erstklassige ffaUienvasche. etd TltZh sDnropäischeS DeMterue mm CreditSriese, Postanweisungen, auf alle Städte Europas'. chiffsschetne von und nach Europa. Kn und Verkauf ausländl, scheu Geldes. No. 35 Süd Meridian Str. Merchants National Bank in Mann von Reichthum, ob ererbt. I nh fciivA frfYnr OTifctf rVnrti 1JS i " ben, wird Ihnen sagen, daß eö ver hältnißmäßig leicht ist, Reichthum zu erwerben, aber sehr schwer, denselben zu halten.- Die Weisheit dieser Behauptöng muß Jedermann klar sein. Der Durchschnittsmann erwirbt viel Geld, ist aber ein schlechter Svarer". Sie können den Gliedern Ihrer Familie oder Ihren Freunden keinen besseren Dienst erweisen, als dieselben in der Sparbank - Gewohnheit" zu unterstützen. Diese starke Gesellschaft, . mit ihren unübertrefflichen Facilitaten zum Geldersparen, wird bereitwilligst Beistand leisten. Ein Dollar beginnt ein Conto. Geben Sie Ihren Freunden ein Spar-Conto für die Feiertage. TUE IIID1AII4 TRUST COMPANY, apttal $1,000,000.00 Ueberschuß 326,000.00 Geld! Geld! Geld! Wir leihen auf Diamanten, Uhren. Juwelen, e, ehre und ILerth.Zlrtikel zu niedrigem Ziaifuß. Geschäft strenge Verschwiegenheit. lr haben ein grobes Lager von nneingellfte timanten, rlhren, ketten. Ringen, Echninösache cktz anderen Pfändern, passend für die Feiertage d wir zur Hälfte del erthe verkaufen. Mantels Vfandleih.Hauö 305 West Washington Str. Lorraine Hotel Sebitude. Abend offen. rn w m u rn. m. li ia k i 11 k a & i . m m mj Wrn. StOQÜ ler SelFl. 5!o. 202 Nord Noble Strcr. NeA Telephon 2001, Er. 1 H. Teutsch Ihier.R,U Cffleei Schellhovse'kLeih-! Off Ofthtfi . leleph,: eu.u Wohnnng : iftiiefi creritux Ctrl. fieser t8 9 Cli, fftolttect losi. Beim Fußballspiel in den Ver. Staaten wurden in der letzten Saison des Jahres-1906 11 Spieler' getödtet und 104 verletzt, gegen 18. resp. 163 im Jahre 1905. Der Hering verendet eher als irgend, ein anderer Fisch, wenn er äu8 der Wasser genorzinen wird. Karpfen und llale leben auhalb ihres Electr.i:3 cn Cr 2:n Mischen,

S

mm

mm.