Indiana Tribüne, Volume 30, Number 104, Indianapolis, Marion County, 22 December 1906 — Page 4

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Zndiana Tribüne. Cttaalgtgttea do d ettf Ts. Indianapolis, Ind. Harry O. Thndium Präsident. SeschäftSloealt . 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 69

K tH the Pott Office ol Indianapolis a tcond das matter. Der Stillstand der französischen evSlterung. Die soeben veröffentlichte Statistik üder die Bewegung der französischen Bevölkerung im Jahre 1905 ist sehr wohl geeignet, jeden national gesinnten Franzosen nachdenklich zu stimmen. Die Zc:hl der Geburten belief sich auf 807.000, die Zahl der Sterbefälle auf 770,000. sodaß die gesammte natür lkche BevölkerungSvermehrung Frank reichZ 37.000 Personen ausmachte. Dies ist sin für einen Staat von ca. 40 Millionen Einwohnern geradezu klüglicheS Ergebnis. In dem vorange gangen Jadre 1904 war das Resultat etwas beffer gewesen. Damals wurden 813.000 Personen geboren. 761.000 Menschen starben. Die Zahl der Ge burten war also um ca. 11.000 stärker als 1905, die der Sterbesülle um 9000 geringer. Der Geburtenüberschuß mit hin um 20.000 g,ößer. Damit ist die natürliche VevölkerungSvermehrung auf weniger als 1 öro Tausend herunter gegangen, während sie in den anderen europäischen Großstaaten unvergleichlich Viel höher ist. In Großbritannien be trügt sie durchschnittlich jährlich über 11 pro Tausend, in Oefterreich.Ungarn ebensoviel, in Italien ca. 10 pro Tau send, in Rußland 13 pro Taufend und in Deutschland 14 bis 15 pro Tausend. Nicht nur zwischen der relativen, son dern auch der absoluten Bevölkerung?' Vermehrung der beiden Rivalen Frank reich und Deutschland dürste nicht ohne Interesse sein. Im Deutschen Reiche betrug im Jahre 1904 die Zahl der Geburten ca. 2.140.000. während die BevöikerungSziffer Deutschlands nur um einhalbmal größer ist die Frank reich, war die Zahl der Geburten um mehr als das eineinhalbsache starker. Tee Uiberschuß der Geburten über die Sterbefülle machte 862.000 Seelen as. sodaß also in Deutschland der Ueber schuß fiürker7war, als in Frankreich d!e Zahl der Geburten überhaupt. In Deutschland hat eben das bewußte Be streben der Eheleute, eine möglichst ge ringe Zahl von Kindern zur Welt zu bringen, um ein möglichst, bkquemeö und sorgenfreies Leben führen zu kön nen, kaum in den obersten Schichten der Bevölkerung Schule gemacht, in den unteren Schichten ist davon erst recht nicht die Rede. In Frankreich be herrscht dieser Grundsatz aber offen bar auch die breiten Massen der Bevöl kerung. In dem großen Kriege 1370-71 setzte Frankreich, nachdem die reguläre Armeee vernichtet war, dem siegreichen deutschen Heere die leyee en rnasse entgegen. Zwar hatte dieses Massen ausgebot keinen Erfolg, aber eö brachte doch einige Momente der Gefahr für den deutschen Gegner. "Diesmal wäre das ganz anders. Während das Frank reich von 1870 dem damaligen Deutsch land an Bevölkerungsziffer ungefähr gleich war, steht es gegenwärtig um mehr als 20 Millionen Einwohner zurück und j?deS Iah? erhöht sich diese Differenz um 800 bis 900.000 Seelen zu Gunsten Deutschlands. Zweitens ist Deutschland heute von 'vornherein Viel besser darauf vorbereitet, einer französischen levee en masie zu be gegnen, weil im gegenwärtigen Deutsch land da? Prinzip der allgemeinen Wehrpflichtkpraktisch durchweg durchge führt ist, während damals die füddeut schen Staaten noch darin zurückftan den. Die Franzosen erkennen die ihnen in militärischer Hinsicht aus der geringen BevölkerungSvermehruvg erwachsende Gefahr sehrlwohl und nationale Dichte machen ost darauf aufmerksam, daß eS nöthig sei. mehr Kinder zu erzeugen pour refaire la patrie", aber die Theaterbesucher klatschen wohl solchen schönen patriotischen Worten Beifall, aber sie denken nicht daran, sie in die That umzusetzen. ' Zum Schlüsse sei noch darauf hinge vielen, daß die geringe Aevölkerungö Vermehrung Frankreichs auch Wirth schaftllch ins Hintertreffen bringt, denn wie soll die Industrie sich ausdehnen können, wenn die Arbeitskräfte nich zunehmen? Der Zuzug fremdländische.

Arbeiter ift auch nicht allzuftark, weil die franzvflschen Ardeiter die fremden

mit mißgünstigen Augen betrachten und sie mit einer Unfreundlichkeit be handeln, die manchmal bis zu Thätlich eiten geht. Die öffentlichen Ländereien. Eine der von dem Präsidenten Roo evelt dem Kongreß übermittelten Spe zialbolschaften beschäftigt sich mit den öffentlichen Länderelen. Wir erfahren aus derselben, daß diese Landereien noch immer einen Gesammtwerth von eintausend Millionen Dollars repra entiren. Da die Ausstattung des Ver waltungSdevartementS der Forftreser den noch sehr ungenügend, ihre Ver vollstündigung aber sehr kostspielig ist. o empfiehlt der Prüsidmt. daß der Schatzamtösekretür ermächtigt werde. dem Forftdepartement auf daS in den Forftreserven vorhandene Holz etwa ünf Millionen vorzustrecken, welche Summe nach zehn Jahren in jährlichen Theilzahlüngen abbezahlt werden soll. Die Nationalparks im Westen sollen nach der Empfehlung deö Präsidenten der Kontrolle deö Ministers deS In nern entzogen und unter die des Land wirthschaftS'MinifterlumS gestellt wer den. Die Indianer sollten für alle Lündereien, die man ihnen genommen hat, im vollen Maße entschädigt wer den. Der Präsident betont die Nothwen digkeit deS Erlasses schärferer Landgeetze, um den planmäßigen Räuberelen von RegierungSländereien zu steuern. Was die rationelle Forstwirthschaft be rifft, so hatte Hr. Roosevelt als Gou verneur deS Staates New Jork bei der Gründung der Adtrondack Forftregion hinreichend Gelegenheit, da? Bedürfniß der Erhaltung uns Pflege der Wälder zu ftuoiren, und die Art und Weise, wie er die erworbenen Kenntnisse als LandeSoberhaupt den einflußreichen Land nd Holzgaunern deö Westens gegenüber verwerthet, können ihm nicht hoch genug angerechnet werden. ' Dem großen Ungläubigen" Bob Jngersoll wird in Peorta, Jll., ein Denkmal errichtet. WaS sagen unsere Frommen tm Lande dazu? . Die ZZreude, welche der Mormo nen'Aeltefte mit seinen sieben Frauen und zweiundsiebzkg Kindern haben muß. wenn Weihnachten vorüber ist, laßt sich mit Worten nicht schildern. Seine Botschaft über Schissssub vention hat der Präsident wahrschetn lich deshalb zurückgehalten, weil sie vom Volke schwerlich als Weihnachtö geschmk aufgefaßt worden wäre. Die Schulden ihre? geschiedenen EhegesponS braucht Madame Gould nicht zu zahlen, so hat daS Gericht ent schieden einer der Fülle, wo die Gläubiger Nachsehen haben müssen. Der Generalstabs-Ches des neun tm französischen Armee EorpZ hat um seinen Abschied nachgesucht, um gegen die Verwendung von Truppen bei der Aufnahme von KirchenJnventaren zu proteftiren. Scheidungs Gesellschaften- der neueste Sport. Die besondere Auffas sung, die viele Amerikaner von der Ehe haben und die sich in der zuneh mmden Zahl der Ehescheidungen äußert, zeigt sich nun auch darin, daß .ScheldungS Gesellschaften" immer mehr in Mode kommen. ES scheint in den Bereinigten Staaten fast ein Eh rentitel zu werden, ein geschiedener Mann oder eine geschiedene Frau zu sein; denn sonst würden die Geschiebe nen sich nicht so ungezwungen in'S Lich der Oeffenllichkeit stellen. V! u n c i e. Die Wittwe deS früheren StaatSfuperlntendenten der öffintlichen Schulen. Frau John M Bloß, wurde tn letzter Zeit dielfach durch .spiritistische Zuschriften be lüftigt, welche alle, als von ihrem Gatten herrührend, darauf hinaus liefen, sie möge dieser oder jener Per son den Betrag zahlen, den ihr ver storbener Satte denselben noch schuldig sei. Alle Nachfragen, welche an die tn den Schreiben genannten Personen ge richtet wurden, ergaben, daß der Ber ftorbene keinerlei Schulden hinterlassen hatte.. Frau Bloß, welche allein auf ihrem Landsitze wohnt, war im Anfang durch diese Epistel geängstigt, sie hat diese Angst jedoch jetzt übervunten und der Polizei die Angelegenheit übergeben, welche den mysteriösen Schleie? zu heben suchen wird.

Vkverbe- und Arbeitöftattstit für 1905. DaS Census Bureau deS Departe

mentö für Gewerbe und Arbeit gibt eine Analyse der Fabrikanten in dieser Stadt vom Jahre 1895 in seinem Bul etin No. 33. ES weißt hierin 64 ver chiedene Industrien nach, welche in 310 Anlagen ein Capital von S53. 410.820 repräsentiren. Man zählte 510 Eigenthümer und 4.115 salarlrte Beamte und ClerkS. welche insgesammt $4, 096, 269 oder in Durchschnitt $955 44 pro Person erhielten. Die Durchschnittszahl von Lohnbedienfteten betrug 26.775, welche einen durchschnittlichen JahreSlohn von 8472 pro Person verdienten, einschließ ich aller Tagelöner, welchen irgend ein Lohn in den 310 Etablissements be zahlt wurde. Bon diesen auSgelohnten Personen waren 21,611 männlichen Geschlechts über 16 Jahre alt, welche einen Durch chnitt von $523.67 erhielten und 4652 weiblichen Geschlechts über 16 Jahre, welche einen Durchschnittslohn von $270 verdienten, und 462 Kinder unter 16 Jahren, welche durchschnitt ich 6186 pro Jahr bekamen. Der Productenwerth dieser verschie denen Industrie! belief sich im Jahre 1905 auf $82,227,905, während der selbee 1900 nur $59.322.234 betrug. welches eine Zunahme von $22.905,716 oder 33.6 Procent in fünf Jahren bedeutet. 1905 -zeigte eine Zunahme gegen 1900 von III Etablissements und $18.633.449 Kapital, oder 53.3 Pro. cent, und eine Zunahme der Angeftell ten von 5740, oder 27.4 Procent, wäh rend die Löhne um $3.776.354, oder 42.7 Procent, zunahmen. Im Jahre 1905 machte die Anzahl der in unserer Stadt beschäftigten Lohn arbeite? den 6. Theil der Gesammtzahl derselben im Staate aus. Der Garsield Park Teich vartel auf Eis. Der Teich des Garfield Parkes, wel cher ein Areal von circa 5 Ackern be deckt, ist jetzt wieder mit Waffee gefüllt und sobald kühleres Wetter eintritt und denselben mit einer genügenden EiS decke überzieht, kann das Schlittschuh? laufen loSgehen. Der Teich wird regelmäßig tm Herbst von Sand und Schlamm gereinigt und alsdann frisch mit Wasser gesüllt. da eS aber jetzt zum Gondeln zu kalt ist muß auf die Eisdecke gewartet werden, ehe derselbe als BergnügungSplatz sei nen Ranz einnehmen kann. Felertags Excursions-Raten. Weihnacht? und NeujahrS Feiertags' Er cursionen nach vielen Stationen, laufen über die C H. D. Bahn. Fahrkarten werden verkauft am 22 , 23., 24., 25., 29., 30. und 31 Dezember 1906, soroie am Iten Januar 1907; mit Retourfahrt beschränkt auf den 2ien Januar 1907. Für völlige Jnforma tion wende man sick an dit C. H. & i. Tlaet-Agenren. Polizeiliches. Thomas Kelly. 3329 Nord Illinois Str., ein 16 Jahre alter Junge, wurde durch den Polizisten Hart verhastet. Der Junge ist be schuldigt, mit Schneeballen geworfen zu haben. Zwei junge Burschen, die gestern den Versuch machten, in das Eigenthum von Frau Dora Scherer, 634 Prospekt Straße, einzudringen. waren bei Ankunft der Radler Ber nauer und ttitzmiller bereits verfchwun den. Cltfford D. Byers, 1040 West Henry Straße, der sich gestern vergaß und auf den Kußboden eines Straßenbahnwaggons spuckte, wurde verhastet. Die Verhaftung ist die Folge einer Ordre, daß in Zukunf alle Diejenigen, welche ausdie Seiten wege, StraßenbahnwaggonS u. f. tu. spucken, prompt zur Station befördert werden. Harry Gray. 224 West New York Str., ein erst kürzlich vom ran kenlager ausgestandener Invalide, der ließ gestern Nachmittag die Elternwoh nung, und wurde seither nicht mehr gesehen. Seine Mutter befürchtet, daß derselbe im kalten Wetter auf der Straße umherirrend, vielleicht um kommt, und wendet sich deshalb an die Polizei, ihr bet der Nachforschung be hülflich zu sein. Der neue 1807 Lahrer Hinkende Oote sowie ?a rien Kalender, beide von Deutschland irnportirt, find in unserer Osflee, 31 Oüd

Oelaware Gt? n hab?.

Hochgerichte in der Schmch.

Ncrlwürdie echtSaltcrthnmer im Ursere, thal-Tie ..tre pttastri." In einem Walde zwischen Andermatt und H?spenthal im schweizerischen Kanton llii stoßt man auf zwei gemauerte Steinpfeiler, von welchen der eine noch fast rollständig erhalten ist. während' der zweite umgestürzt am Voden liegt. Tie Äfeiler haben gegen die Vergseite eine scharfe Kante, während r- p. "w rfp i t ' r t. iie aus oer yaeile aogerunoei nno. Diese Pfeiler sind die Ueberresie des alten Galgens von Hospenthal, der als Hochgericht für das ganze Urserenthal (Andermatt, Hospenthal und Realp) gedient hat. Die eigenartige Form der Pfeiler laßt darauf schließen, daß der Galgen zugleich als Lawinenbrecher hat dienen müssen. Man findet tm Gotthardgebiete, namentllch im tessmischen Vedrettothale oft an Hausern und Kirchen auf der Vergseite scharfe Kanten, die als Lawinenbrecher angebaut worden sind. Zum gleichen Zwecke ist der Kirchthurm m Villa im Vedrettothale funfkantiz gebaut. Tie Gemeinde Hospenthal will rnii den Galgen wiederherstellen lassen. Auch :n Graubunden finden sich noch Ueberreste eines alten Galgens, die tre pllastri" bet Novcredo tnt Misox; sie sind ebenfalls gemauert. Man hat hier zum letzten Mal im Jahre 1842 einen Mitthäter gehängt. Im Dorfe Mesorco im gleichen Thal ist zwar der Galgen verschwunden, doch trägt dort noch eine kleine Wiese auf einer Anhöhe m San Pietro den Namen tre pilastri." Ein merkwürdiges Rechtsalterthum hat das Dorf Sonnico im Maggiathal. Kanton Tessin, m Gestalt eines alten Gerichtshauses aufzuweisen, das noch aus der Zeit stammt, wo die tessinischen Thaler als ennetblrgljche Vogteien Unterthanenland der dreizehnörtigen Eidgenossenschaft waren; an diesem Gerichtshaus ist heute noch der Lasterstem zu sehen und em Halseisen, das in die Mauer eingefügt ist. Das alte Gerichtshaus selbst besteht aus drei Kerkern und zwei Stuben. In Sonn:co soll noch zu Ende des 18. Jahr hunderts gefoltert worden sein. -m Intelligenz und Kürpcrentwicklung. Schon ifte? ist der Versuch einer Intelligenzprüfung der Schuljugend im Zusammenhang mit der Körperentwicklung gemacht worden. Grazianow und Sack brachten durch Langen- und Gewichtsbestimmungen heraus, daß Schüler mit vorgeschrittener Korperentwick lung einen besseren Schulerfolg aufzuweisen hatten. Towsend Porter berechnete die mittlere Länge und das mittlere Gewicht von 33.500 Schülern in ,St. Louis und fand, daß von allen in dem gleiazen Lebenswahr stehenden Kindern diejenigen, welche einer höhern Klasse angehörten, auch durchschnittlich eme bessere Korperentwicklung besaßen als ihre Altersgenossen in niedern Klassen. Nietz untersuchte in 19 Gymnasien, 8 Realgymnasien. 3 Oberrealschulen und 12 Realschulen 20.400'Schüler im Alter von 9 bis 20 Jahren, wobei er sie ohne Schuhe maß und wog. Daraus ergab sich, daß die körperlich bestveranlagten und zugleich am weitesten in der Schule vorgeschrittenen Schuler zeden Alters meist über das Durchschnittsmaß des nächst höhern Alters hinausreichen, wahrend diejenigen Mit unge nllgender Entwicklung in der Befähigung häufig weit unter dem Mittel werth des vorangehenden Lebensjahres bleiben. In jedem Alter waren also die normal vorgeschrittenen Schüler durchschnittlich die entwickeltem und anderseits die minder befähigten auch die körperlich zurückgebliebenen. Riet gab auch der Meinung Ausdruck, daß der Grund für das Nachlassen der geistigen Arbeitskraft eines Schülers stets in dem gleichzeitigen Nachlassen seiner körperlichen Energie zu finden sei. Trinkgeld für einen Minister. Als kürzlich der englische Arbeitsminister John Burns seinen Spaziergang längs der Themse machte, bemerkte er zwei Knaben, die mit dem Boot, in dem sie sich befanden, bei der starken Fluth, und weil sie noch ein anderes Boot im Tau hatten, nur sehr schwer davonkommen konnten. Schließ lich warm sie ganz erschöpft und konn ten überhaupt nicht weiter. Der Minister rief ihnen zu, sie möchten an's Ufer kommen, er wolle ihnen helfen. Dies geschah, und Burns sprang in das leere Boot und ruderte es bis nach Hammersmith eine stattliche Strecke. Das andere Boot wurde von den Jungen nachgebracht, die es an der Landungsbrücke von Charles See anlegten. Auch BurriZ hatte daZ von ihm geführte Boot verlassen und war :m Begriff wegzugehen. c.l bt Jungen ihm zuriefen zu bleiben, da sie ihm ein Trinkgeld- aeben wollten. Schon gut!- rief ihnen der Minister lächelnd zu und machte sich eiligst ' aus dem Staube. Mark Twain aus öem Index. Mark Twains .Evas Tagebuch" wurde von den Trustees der Bibliothek in Worcester. Mass., auf den Index verbotener Bucher gesetzt und auf , 1- .1 c m..tf lC.tf i ewige Zeilen aus oer ioiioii vzi Lannt. Als Grund ward angegeben. daß zwar das Werk selbst mcht an stößig sei, dasselbe aber von der Biblio thek ausgeschlossen werden müsse wegen der dann enthaltenen Illustrationen.

Zum Stand der Funten, telegraphie.

Tag für Tag hört man jetzt von drahtloser Telegraphie reden; aber nicht viele Laien haben eine klare Vorstellung davon, was bis jetzt in dieser Beziehung erreicht , ist, und was nicht. Mit Recht weist eine unserer FachZeitschriften darauf hin, daß, was immer die Zukunft dieser Telegraphie sein möge, das Hauptbedürfniß in jetziger Zeit nach einem mächtigen und durchaus verläßlichen System drahtloser Seetelegraphie gehe. und wir in dieser Beziehung noch ein großes Stück Arbeit vor uns hätten. Diesen Gedanken hat auch der Flottencommandeur B. T. Walling, welcher an den amtlichen Versuchen mit verschiedenen derartigen Systemen stark betheiligt war, in einer AbHandlung hervorgehoben. Es kommt dacei zweierlei in Betracht: der drahtlose Telegraphieverkehr zwischen Meer und Land, und derjenige ausschließlich auf der. See selbst. Betreffs des ersteren sind schon bedeutend günstigere und sich?-' re Ergebnisse erzielt worden, als im letzteren Falle. Man hat bei jenen Versuchen Botschaften von Schiffen aus Entfernungen bis zu 1400 Mellen auf dem Lande oder auf Inseln mehrere Tage hindurch ohne UnregelMäßigkeiten erhalten, d. h. wenn die atmosphärischen Verhältnisse günstig genug dafür waren. Auch kommt es dabei Nicht einmal immer auf die Leserlichkeit solcher Botschaften an: In vielen Fällen genügt die Stärke, und sonstige Umstände der einlausenden Votschaften schon vollkommen. um die relative Lage der verschiedenen sich bewegenden Schiffe sogleich festzustellen, und wenn es sich lediglich darum handelt, kann man ja damit zufrieden sein. Anders aber ist es mit dem drahtlosen Verkehr zwischen Schiffen und Schiffen auf der Fahrt. Hier wird, soweit verläßliche Mittheilung auf große Entfernung in Betracht kommt, noch herzlich wenig geleistet. Der bei diesem Verkehr angewendete Uebertragungs - Apparat ist mächtig genug, aber vom EmpfangsApparai kann nicht dasselbe gesagt werden. Der funkentelegraphische Verkehr von Schiff zu Schiff sollte auf mindestens 300 Meilen verlaßlich geführt werden können; aber damit hapert's noch sehr! - Interessantes von der Taschenuhr. Das Greifrädchen der Uhr stößt Tag für Taa 432.00mal an die Gabel, d. h.lm Jahre 157,680,000m al oder 3,153,600.00mal in dem kurzen Zeiträum von 20 Jahren. ' Diese Zahlen überschreiten freilich die Grenze unseres Anschauungsvermögens, das Wunderbare an einer Uhr ist aber noch nickt abgeschlossen. Man hat genau bcrechnet, daß die Kraft, die eine Uhr bei einer Bewegung des genannten Balanziers verbraucht, nur viermal so groß ist wie die eines aufspringenden Flohes, sie konnte also mit vier Flohkraften bezeichnet werden. Eine Pferdekraft aber würde genügen, um 270 Millionen Taschenuhren in Gang zu erhalten. Der Balanzier einer Taschenuhr wird bei jeder Schwingung durch jene minimale Kraft um etnxr 10 Milllmeter bewegt, demnach etwa 5726 Kilometer zurück. Es bedarf keiner großen Oelkanne, um die Maschinerie für ihren fast 5 Tausend Kilometer lan gen Weg zu schmieren; der zehnte Theil eines Tropfens Oel genügt für deren Thätigkeit in emem ganzen Jahre - andererseits aber braucht die Uhr diesen Äebnteltropfen hochst..nöthwendia. Ein von Jägern verfolgterHirsch gerieth auf die Geleise der Duluth, Missabe & Northern-Vahn und wurde von einer Ranairmaschine überfahren und getötet. Der Vremfer Seasted, welcher auf dem Trittbrett der Lokomotive stand, wurde zwischen Hirsch und Lokomotive eingeklemmt und' erlitt einen Beinbruch. Ein früherer Farmer ita mens Olaf Donhotoe hat nach einer Meldung aus Story, Ja., em onglnelles Mittel gewählt, um zu entscheiden, welchem seiner Kinder er die aus einer Vlertelsemon werthvol len Landes bestehende alte Heimstätte südlich vom aenannten Orte über aeben solle. Der Farmer hat fünf Söhne und zwei Tochter und gab . l .3 n!.k .WI. oieien oeranni, oay jcirc smu uic Heimstätte bekommen solle, welches ihm an einem bestimmten Tage ein versiegeltes Preisangebot übergeben würde, dessen Höhe seiner eigenen Schätzung am nächsten komme. Die Kinder erklärten sich damit einverstanden und legten dem Vater ihre Schätzungen vor. ' Bevor er sie öffnete, erklärte er, daß er selbst den Werth des Landes auf $75. per Acre schätze. Henry' Donhowe käm dieser Schätzung mit seinem Angebot von 573 am nächsten und er erhält auch die Heimstätte. DaS dasür gezahlte i i . t . 1 V! vitlD XDixo gincymaVig unier vic Mnder .vertheilt. Mutterliebe. Ihr Bub' ift gestern mit ganz schmutzigen Ot ren in die Schule gekomrnen. Lassen Sie diesmal noch Gras d'üin .wach'tu, yerr hehrer. ... ,

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