Indiana Tribüne, Volume 30, Number 104, Indianapolis, Marion County, 22 December 1906 — Page 1
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1 ' lV GrsÄxeint seden Ncut7rittag. ' Jahrgang 30. Indianapolis, Ind., Samstag, 22. Dezember 1906 No 104.
Crschicßt einen Neger. wiederholte Warnung nicht beachtet.
Apothekergehilfe vertheivigt seine Rechte. Arthur C. Meiler, ein Provisor in Daniel Cox'Z Avotheke, 2302 Nord Capitol Av:.. töötete heute früh den 40 Jahre alten Neger Albert Harvey. als dieser trotz roiederholter Warnung hinter den Ladentisch trat. Eine Ku gel drang in's Gehirn, die andere in'S Herz. Metzler trat hieraus in Bade'S Grocery nebenan und bat den Fuhr, rnann, Herrn Cox zu benachrichtigen, den todten Nigger fortzuschaffen, wo. rauf er die Polizei benachrichtigte. Augenzeugen zü der That find keine, doch erzählt etzler den Vorfall wie folgt: Kurz vor 9 Uhr erschien der Schwarze im Geschäfte, in welchem ich zur Zelt allein war. Ich sagte ihm, als er hinter den Rezeptschrank trat, dort fortzubleiben, doch achtete er nicht auf die Warnung, worauf ich hinging, und die Thüre offenhaltend, meine Aufforderung wiederholte. Ein Kunde trat in'S Geschüft, ich bediente ihn. und als ich zurückkehrte, hatte sich der Neger Sachen genommen." Ich befahl ihm nochmals, hinter dem Schranke herauszugehen, er weigerte sich, und folgte mir sogar hinter den Ladentisch. Als ich nochmals meine Aufforderung wiederholte, der Neger aber immer noch nicht ging, ergriff ich den Revolver. Er folgte mir wieder. Ich schoß darauf dreimal und der Ne ger brach zusammen. Dann telepho nirte ich der Polizei und benachrichtigte meinen Arbeitgeber." . Metzler wurde verhastet und unter Mordanklage gestellt. Harvey, der getöotete Neger, ift auf Crownhill als Fuhrmann angeyellt, er war 41 Jahre alt und wohnte 3121 ttenwood Ave. f Caroline Neber f Im Alter von nahezu 67 Jahren ift am Donnerftaz Frau Carolina Reber. Gattin von Christoph Reber, in ihrer Wohnung, 1354 Kennington Straße, durch den Tod abberufen worden. Frau Reber wurde zu Möckmühl, Württem. berg, geboren und kam vor 26 Jahren mit ihrem Gattm nach JndianavollS. wo sie seither in glücklicher Ehe lebte. Um die Verstorbene trauern zahlreiche Freunde und Bekannten und außer ihnen, eine Tochter, Frau August Cä sar. Die Beerdigung findet am Mon tag Nachmittzg von der Wohnung ihres Schwiegersohnes, August Cäsar, 720 Iowa Straße aus statt. Silberne Etz- und TheeLöffel, Messer und Gabeln, bei Julius C Walk Ton, 12 Ost Washington Str. In Postamts geht'S lebhaft zn. Um den Beamten am Markenschalter unseres Postamtes beizuftehen, ift jetzt vor Weihnachten ein Cxtra.Gehülfe zum Wiegen der Psckete angestellt wordem, um den Markenverkäufern die volle Zeit zu ihrem Geschäfte zu laffen. ES stellte sich heraus, daß an einem der letzten Tage die große Mehrzahl der ' Packete nach Los Angeles, Cal., adres. firt war, und ist dieS wohl dem Um stände zuzuschreiben, daß diese Packete eine längere Zeit gebrauchen, um ihren Bestimmungsort zu erreichen, und daß die Jndlanapollser viele Freunde dort haben. Von eingeschriebenen werden täglich nur zwei Postsücke an ein und dieselbe Stadt von einer anderen gesandt; .find diese gefüllt, so müssewetwa übrig blei dende Sachen bis zum nächsten Tage auf den Versandt warten. Gottlieb Lenkhardt, DU gemüthliche Ecke, Scke Noble nd Narret Qtr.
Jugendliche Nanberbande.
Halbwüchsige Bengel berauben eine Grocery und entkomnzen unbehelligt mit der Beute. Kurz vor 6 Uhr gestern Abend wurde von drei Burschen im Alter von 15 -13 Jahren ein Raub ausgesührt. wie wir ihn in der Geschicht? der Stadt wohl frecher nicht zu verzeichnen haben. In C. N. DaliympleS Grocery. 1063 Olioer Aoe., erschienen um die angegebene Zeit drei recht anständig gekleidete Bengel und Herr Dalrymple begab sich nach dem Vorderende deS Ge schästölokaleS, um dieselben zu bedie. nen, während seine Frau etwas weiter nach hinten in Nähe deS Telephons stehen blieb. Einer der Jungen verlangte ein Packet Taback, Dalrymple holte das. selbe und blickte dann, sich umdrehend, in die Mündungen zweier Revolver. Der dritte und jüngste der Bengel war inzwischen auf Frau Dalrymple zuge treten und hatte ihr zu verstehen gegeben, daß der Versuch. daS Telephon zu benutzen, ihr das Leben kosten werde. Dalrymple, der .natürlich stillstand, mußte dann mit ansehen, wie einer der Gesellen die Kaste ausplünderte. Nach aufgeführtem Raube liefen die Bur. schen davon und bogen in die Henry Str. ein, worauf sie dem River zueil ten. Dalrymple versuchte die Bandi ten zu verfolgen, wurde aber durch mehrere Revolverschüsse zurückgetrieben. Eine Posse von etwa 20 Mann wurde gebildet, welche unter Ansührung der inzwischen eingetrossenen Radler da? ganze Terrain absuchten, ohne auch nur eine Spur der Burschen zu finden. Beschuldigt seine Koftvirthiu. Auf einen vsn Thomas Shannon er wirkten Haftbefehl hin wurde gestern Ella Crail. 325 West Market Str., die Besitzerin eines Kosth.useö verhaftet. Shannon behauptet, mit $65 in der Tasche nach Hause gekommen zu sein, will sich dort auf einen Stuhl gesetzt haben und eingeschlafen sein. Als er erwachte, war das Geld fort. Die Frau behauptet abec daß Chan non betrunken heimgebracht wurde, und sie wundert sich sehr darüber, daß er gerade ihr den Diebftahl aushängen will, da ja auch gerade sogut derjenige, welcher den hülfloS Beduselten heim lotste, denselben beraubt haben kann. Wird Sahnankans geplant? Wte verlautet war vor einigen Ta gen ein Fremder im Claypool Hotel abgestiegen, welcher fich ungewöhnlich diel um den Bau der beiden neuen un abhängigen elektrischen Bahnlinien, der Indianapolis, Neacastle und To ledo Electric Railway und der Jndia napoliS, .CrawsordSville und Western Traction Company, bekümmerte, und die Angestellten derselben nach allem Möglichen ausfragte von den empfan gsnen Informationen fich Notizen machend. Man vermuthet nun, daß der Fremde lm Interesse einer dritten Ge sellschast bandelt, um den Ankauf der beiden Bahnen, welche Jndiana von Osten nach Westen durchqueren, zu vermitteln. Seln Name konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Schöne blühende Blumen, Valmen, ffarren u.s.v für Weihnachtsgeschenke bei H. W. ieman, fflorist, Ecke East und Morris Str. ZweiG es lüge! Händler, deren ausgezeichnete Waare nicht mit dem geforderten niedrigen Preise har. monirte, wurden von den Radlern Shine und Schlangen verhaftet. Die selben gaben ihre Namen als JameS White. 533 Süd Illinois Str.. im Nick Oftermeyer, 1226 West Market Str. an. Laut ;Au!sagen der Radier wurden die fünf ausgeschlachteten Tur keys, welche die beiden Verhafteten zum Preise von 10 Cents prs Pfund aus boten, der Indianapolis Poultry Cö. gestohlen. .7 . ; " . , -
Herr Franz Happersbergcr Durch den Männerchor in erhebender Weise geehrt. In Rede und Lied.
Gestern Abend nach der regelmäßigen Gesangprobe deS Indianapolis Mün nerchorS fanden die Aktiven .in der Kneipe festlich bestellte Tafel, die auf einen ganz besonderen Anlaß hindeute ten, vor. Der Gelegenheit wohnten die Dele gaten des Buffalo TeutoniaLieder kränz, die Herren Theodor Steeg, Loulö I. Fritz und Robert Schulz, aus be. sondere Einladung des Prüstoenlen des MünnerchorS, Herrn John P. Frenzel, bei. Nadem Herr Wm. Rkeß die Gäste oen Anwesenden vorgestellt hatte und denselben ein herzliches Willkommen dargebracht war, erhob sich Herr Steeg und dankte in beredten Worten im Na men des TeutoniaLkederkranz. Nun erhob sich Herr I. P. Frenzel. um der Bedeutung des Abends Worte zu verleihen. ES handle sich darum, sagte Herr Frenzel, dem treuen Mitglied Herrn Franz HapperSberger, vor seiner Ueber stedelung nach Cincinnati darzulegen, wie ties und schmerzlich der Männerchor den Verlust eineS solchen Treuen empfinde. Nicht der Süßeren Vorzüge deS Herrn Franz HapperSberger gedachte der Red ner, wohl aber ließ er mit einigem Verständniß die HerzenSeigenschakten deS Mannes, der stets bereit war dem Wohle deS MünnerchorS zu dienen, dem keine Mühe zu groß war um andere zu erfreuen, vor dem Auge der Anwesen sen Revue passtren. Die tiefgefühlten Worte verfehlten ihren Eindruck nicht, und feuchtenAugeS stimmten Alle begeistert in das Hoch ein, welches dem Freunde und Sänger Franz HapperSberger galt. Nun stimmte der Männerchor unter der Leitung seines bewährten Dlrigen ten Herrn Bellinger manch schönes Lied an. Dann ergriff Herr AloiS Geiger das Wort. Er bat die Sänger die Wid mung deS Männerchor zu 'singen und an deren schöne Textworte anknüpfend, sprach Herr Geifer einige Freundes Worte, die Verdienste die Herr Hap peröberger um den Männerchor eruor den hatte, betonnend. Die Thränen drüsen unter den Augen deS Herrn HapperSberger schwollen bedenklich an, denn die tief innerlichen Worte seines Freundes Geiger drangen zum Herzen. Mit kurzen kernigen Worten dankte Herr HapperSberger den beiden Freun den sowie den Aktiven für die erwiesene Liebe und Ehrung. Lied folgte nun auf Lied bis Herr Friedrich Mack zu Ehren deS Herrn HapperSberger einen solennen mufika ltschen Salamander steigen ließ. ES ift selbstverständlich, daß daS Quartett sowohl als auch das Farmer quartett zur Verschönerung deS Abends beitrugen. Herr Mack gedachte dann auch deS UmftandeS, daß Herr John P. Frenzel gerade den 53. Meilenstein seines Le den? zurückgelegt habe und daran an knüpfend sprach Herr Geiger herzliche Worte, in welchen er die Verdienste deS Herrn Frenzel um daS Deutsche Lied im allgemeinen und den Männer chor im besonderen aus'S Wärmste feierte. Herr Frenzel dankte in wenigen Worten. Dann schloß das schöne Lied Weh da? wir scheiden müssen", den schönen Abend. Socialer Turnverein 35a Deutsche Hauö" Weihnachtö-ffeier der Turnschule am Sonntag, den 23 Dezemder Ansang 3:30 Nachmittags , Bruce Clark, ein 13 Jahre aU ter Junge dessen Eltern 141 Süd West Straße wohnen, wird als aus dem Detentionheim entwichen gemeldet.
Jndiana MauufaeturerS und ShipperS Association
Wirbt um neue Mitglieder. Die Beamten der Jndiana Manu facturerS und ShipperS Association, welche vor Kurzem fich zur Bekämpfung der Frachtverschleppung und Kohlen noth verbanden, melden, daß einer der bekanntesten Eisenbahnleiter fich zur Aufnahme in ihre Vereinigung vor schlagen ließ. Man wird nun ein Auge auf alle aufzunehmenden Mitglieder haben, damit keine mit den Bahnen in Verbindung stehenden Personen Auf nähme finden, und dadurch die Ver sammlungen von deren Beeinflussung frei gehalten werden. Dagegen wird mit Eifer dahingewirkt, gute und wirk ltch interesstrte Mitglieder in größter Anzahl anzuwerben, damit die Associa. tion durch ihre Stärke einen Druck auf die Legislatur auszuüben im Stande ift. Drogniste antworten aus Warunngeu des StaatöchenikerS. Auf 207 Warnungen, welche der StaatS'Chemlker an verschiedene Dro gulften deS Staates vor einigen Wochen absandte, erhielt derselbe bis her 137 Antworten worin die Mehrzahl erklärt, ihre Waaren im guten Glau bm, reine, unverfälschte Artikel zu be kommen, von den EngroSJirmen ge kauft zu haben, und nur in einem Falle wurde zugegeben, daß der be treffende Gehülfe bei der Mixtur einen Irrthum begangen habe. Eechszehn Detail'Verküufer sagten aus, daß sie schwarzes Antimonium kauften, aber bei Cxamlnation des selben auSfanden, daß man ihnen nur Kohlenstaub sandte, wofür sie 12 Cent pro Pfund bezahlten, waS $240 für die Tonne Kohlen ergeben würde. Viele Droguiften sollen veraltete Pharmacopöen gebrauchen und macht Herr Barnard darauf aufmerksam, daß man auch hierin , mit der Zelt fort schreiten müsse. Klage über Patentrecht. Eine Beschwerde wurde im Bundes gericht eingereicht von der American Jnsulating .Material Manufacturing Company, von St. LoulS, gegen Charles C Hall, von Alexandna, von dem sie sagt derselbe habe ihr ein Pa tent auf die Erzeugung von Mineral Wollfilz für den Preis von $15,001 verkauft und gleichzeitig alle Rechte an Verbesserungen, welche er je hierzu er finden werde. Hall war darauf bei den Klügern angestellt und machte während dieser Zeit die Erfindung einer Verbesserung, wie sie sagen. Jetzt aber, geben sie an, wolle Hall seine neue Erfindung verkaufen, und bitten daS Gericht, dieses zu verhindern. San FranciöcoS Hilfsfonds. Die San Francisco Relief and Red Croß Funds Corporation" in San Francisco hat an den Kriegssekretär die folgende Mittheilung gesandt, welche allgemeines Interesse beansprucht: Die östliche Presse behauptet aus Grund' des Berichtes eines hiesigen Blattes, daß große Summen von dem gezeichneten Gelde verloren gegangen seien und daß der Präsident der Ver. Staaten und Beamte des Geheimdienstes Untersuchungen darüber anstellen. Der Bericht beruht anscheinend darauf, daß eine Expreßgesellschaft ein Packet mit $1000 aus Searchlight, Nev.. nicht rechtzeitig abliefern konnte, welches aber ießt angekommen ist. Abgesehen davon ist aber vom Fehlen von Fonds keine Rede. Das Gerücht ist vollständig grundlos und jeder Subscribent, der Hilfsfonds direkt nach San Francisco gesandt hat, sollte im Besitz einer nummerirten Quittung sein, welche vom Präsidenten, vom Comptroller und vom Kassirer unserer Korporation unterzeichnet ist. Um der Stadt San Francisco und unsern hochherzigen Freunden im Osten gerecht zu werden, bitten wir Sie, diese Mittheilung möglichst bekannt zu machen." . nwzts il .Halten Sie die Firma Mayer für ein zahlungsfähiges Unternehmen?" Nein, bis jetzt ist wenigstens noch kein i Kassirer dort aus gekniffen." - "' -;
Alls den Gerichtell.
Kreisgericht. Richter Henry Clay Allen. In der Scheidungsklage von Mamie Mitchem gegen Wm. Mitchem wurde ersterer die Scheidung bewilligt und ihr die Obhut über ihr Kind bewilligt, jedoch muß fie mit Wiederverheirathung 2 Jahre warten. Superior-Gericht. Zimmer No. 1. Richter John L. McMafter. In der Schadenersatzklage von Jas. E. Brown gegen LogSdon BroS. Fuel Co. entschieden die Geschworenen für den Angeklagten und wurde der An klüger in die Kosten verurthellt. Scheidung wurde dem Adolph Pfef fer gegen Clianie Pfeffer bewilligt, jedoch mutz er die Kosten bezahlen und darf in den zwei kommenden Jahren nicht wieder heirothen. Kriminal-Gericht. Richter Freemont Alford. Der Farbige Floyd Ford konnte und wollte eö nicht glauben, daß feine an gedetete Stella Tanner ihm für immer den Laufpaß gegeben habe. Als Rit ter von echtem Schrot und Korn ent. schied er fich dasür, das Aeußerste zu wagen und womöglich seine, beliebte zu entführen. Stella war bei Mortimer McCoy an Oft 24. Straße angestellt, woselbst fie auch wohnte. Eines Abends wurde sie durch ein Geräusch in ihrem Zim mer erschreckt, und als sie sich in ihrem Bette aufrichtete, sagte eine Stimme in ihrer Nähe: Ich bin's. Floyd. Stella schrie darauf laut aus und erweckte hierdurch ihren Arbeitgeber, welcher alsbald, zur Stelle war, um, nachdem er die Thür erbrochen, in Er fahrung zu bringen, daß Floyd seine Stella mit einem Revolver bedroht hatte, und, nachdem ihm dieser entwun den, versuchte, ihr aus einer Flasche eine Portion Salzsäure einzuschütten. McCoy begrüßte Floyd durch einen kräftigen Schlag mit dem Griffe eines Teppichklopfers über den Kopf, vorauf Stella aus dem Zimmer entfloh und bei dieser Gelegenheit ihren Erretter und Brotherrn so mit dem Ellbogen anstieß, daß es demselben für den Augenblick nicht 'möglich war. den edlen Liebhaber an der Flucht zu verhindern. Er wurde sofort verfolgt, bald fefige nommen und dem Criminalgerichte überwiesen, obwohl er betheuerte, er habe nicht die Absicht gehabt, der lieben Stella irgend ein Leid zuzufügen. . Gestern war sein Termin und daS Urtheil der Geschworenen lautete auf $1 nebst Kosten sowie 214 Jahre Zuchthaus. Zimmer No. 3, Richter Vinson Carter. - Jrl der Schadenersatzklage von Benj. Cadley gegen die Indianapolis & Mar tlnkvllle Traction Comp., wurden dem Klüger $100 von den Geschworenen zu gesprochen. Neue Klagen. Martha Angleberger reichte eine Ver sorgungSklage gegen ihren John P. Angleberger für $30 pro Monat ' und anständige AnwaltSgebühren ein. Ver heirathet wurden die Beiden am 5. November und trennten fich am 10. Dezember 1906. Wegen Ertheilung eines reinen Be sitztitelS klagte Sterling R. Holt gegen Jacob R. Williams u. A. Eine gleiche Klage reichten JameS W. Noel und Anna Noel gegen Catha rine H. Enfield Metcalf u. A. ein.' Wegen Auflösung der HandelSge meinschast (Partnership) klagte Em monS D. Jacobs gegen Daniel B. Dunhamlund bittet gleichzeitig um Er Nennung eines NeceiverS. Thomas H. OSlom u. A. reichten eine Rechnungsklage für 8900 gegen Gillen D. Bufick ein. . Frank G. Caftor klagt wegen Hypo thek auf bewegliches Eigenthum für 60 und Kosten. . Um Erfüllung eines früheren Ur theils zu erlangen klagt Henry Mc Jntyre als Administrator deS Nach lasse dn verstorbenen Margaret Mo
Jntyre gegen die C. C. C. & St. L. Etsenbahngesellschast u. A. für $657.24 nebst 6 Proze.lt Zinsen vom 21. April 1904 an gerechnet. Supreme-Gericht.. ' Das Supreme.Gericht entschied, daß der Verkauf von berauschenden Geträn ken in Quantitäten von mehr als fünf Gallonen die Herausnahme einer County. Licenz nicht nöthig mache, da dies kein Vergehen gegen das Nicholson Gesetz sei, wie solches von der letzten Legislatur angenommen wurde. Hermann Bock von Gibson County war angeklagt, ein Fünf.Gallonen Füßchen Bier an einen Mann verkauft zu haben, welcher kein Kleinhändler in diesem Artikel war. ES wurde ausge führt, daß EngroShändler zu jeder Zeit eine derartige Quantität an .irgend Jemanden ohne die betreffende Licenz verkaufen könnten, daS Gesetz sich hauptsächlich gegen die sogenannten Quart ShopS" richte und der Ver küufer nur dann strafbar fei, wenn das betreffende Getränk auf seinem Grund und Booen getrunken wird, ohne daß er eine WirthschaftSlkcenz besitzt. Polizeigericht. Polizeirichter Whallon belegte So. dlum Sulphite, ein FleischerhaltungS Mittel, mit dem Bann, als er die Ent scheidung in einer Anllage gegen Cd ward P. ReynoldS, den Eigenthümer eines Fleischerladens No. 355 West Washington Str., gab. ReynoldS wurde mit 810 und Kosten bedacht und ihm anheim gegeben, a.i eine höhere Instanz zu appelliren, da er daS ange wandte Mittel in geringer Quantität benutzt, für ungefährlich hielt, und eine böbere Kntlckeidun in dikler An,
- ' wvi wyvw-w wwwvj lVV gelegenheit erwünscht wäre. Der städtische Chemiker Fred. W. Clark bezeugte, daß Sodlum Sulphite, . wenn tätlich genoffen, die Gesundheit beeinträchtige. , . , Der Geschäftöleiter des RathSkellerS an West Washington Straße, wurde im Polizeigericht von .Richter..Whallon des Verkaufs von berauschenden Ge tränken an Minderjährige für schuldig befunden und zu 825 und Kosten verur theilt. Ein junger Mann Namens Edward Wilson wurde ebendaselbst wegen Verabreichung von berauschen den Getränken verhaftet und zu $20 und Kosten verurtheilt. GegenBarrettgesetz-CollectionS-gebrauche. Der Rechtsanwalt Thomas A Daily, ein Mitglied der Jndiana Assembly, sagt, er habe die Absicht, in jeder Be ziehung gegm das BarrettGesetz zu ar beiten, und besonders wünscht er den schlechtesten Punkte desselben beseitigt zu sehen. DaS CollectionSsystem meint er, solle auf jeden Fall verbeffert wer den,. damit für kleine Beträge, welche der Besitzer ineS Grundeigenthums für Straßenverbesserungen etc schuldet, von welcher Schuld er aber keine Ah nunz hatte da er die diesbezügliche Jnformattonökarte nicht bekam, nicht der 4 bis 20fache Werth an Gerichts kosten etc. miteingerechnet werden und der Sesammtbetrag statt in 10 Raten mit einem Male bezahlt werden muß.. Herr Daily führt auS, daß oft genug für nicht rechtzeitig bezahlte Betrüge von 25 bis 50 Cents eine LnwaltSgebühr von $5.00 gerechnet würde, was nicht gerechtfertigt fei, da derartige Anklagen , ? mm vmnens m größerer Anzayt aus em Mal vor Gericht gebracht würden, wo durch eZ dem betreffenden Rechtsanwalt ermöglicht fei, sich mit 50 Prozent deS AffeßmentS zufrieden zu geben, auch vertritt er die Ansicht, daß man den GrundeigenthumSbesttzer 10 Tage vor Entziehung' des EigenthumSrechtS be jlxjliii . n ci.n nuujiimiifcii, ujoium c yuuuui, un ist derselbe unerreichbar und der Ve n.....U.. izn rr... i v i. .t fteurruiigoe!lug ov cuet uicui aer. so sollte man aar keine Anwalts gebühren rechnen dürfen. E. T. Heberlein, Fabrikant von Violinen, Mandolinen und Guitarren. Reparaturen prompt und billig besorgt. 116 Virginia Ave.
