Indiana Tribüne, Volume 30, Number 101, Indianapolis, Marion County, 19 December 1906 — Page 5
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Die Zlatronejse. 5!ovellette von Emma Haushofer-Merk. Sie Prinzessin ist vorbeigefah ren!Die Nachricht wirkte wie elktrisirend auf die Damen, die als Patronessen" des Bazars sich gewissermaßen als Festgeberinnen betrachten durften, denen nun durch den Besuch der hohen Frau eine große Ehrung widerfuhr. Alle blickten gespannt auf denSaaleingang, an dem die Gräfin Drontheim, an der Spitze des engeren Comites, die Königliche Hoheit empfangen sollte; alle lächelten zerstreut übcr die bürgerlichen Kundinnen hinweg, die sich eben vor den Verkaufsbuden befanden; alle fühlten, daß der HöhePunkt der Veranstaltung gekommen war, Ux sie für alle Mühe und Opfer durch eine huldreiche Ansprache belohnen follte. Am aufgeregtesten war die kleine Frau Kommerzienrath Menns, die mit ihrer hübschen Tochter Süßigkeiten verkaufte, die selbst köstliche Törtchen und duftende Kuchen gebacken, die feinsten Brötchen geliefert und aus dem Weinkeller ihres Gatten ein paar Dutzend Flaschen Sekt gestiftet hatte. Es war der Traum ihres Lebens, einmal der Prinzessin vorgestellt, einer Ansprache aus so erlauchtem Munde gewürdigt zu werden Heiße Fleck: brannten auf ihren Wangen, ihre Augen flackerten unruhlg; sie spielte nervös mit ihrem fei-, nen Spientaschentuche, zupfte dann noch rasch dieSchleifen an ihrer Taille zurccht, auf denen große Brillanten blitzten, strich über die Falten ihres schweren Seidengewandes. -Sieh mal rasch her, Aennie. So ist es doch recht?" flüsterte sie aufgeregt und probirte hinter dem Orangenbäumchen, das die Bude schmückte, schnell nochmals das Hofkompliment, wobei sie sich so tief zur Erde beugte, daß es den Anschein hatte, als wollte die kleine Frau ganz in dem grauen Atlas ihrer Schlepprobe versinken. Gewiß, Mama! Sehr schön!" sagte Annie lächelnd. Ihre strahlenden jungen Augen waren auch zerstreut, aber sie hefteten sich nicht auf den Saaleingang, sondern suchten in der dunkeln Insel, welche die schwarzen. Nöcke der Herren zwischen den hellen Damenerscheinungen bildeten, nach einem fröhlichen iungen Gesicht, das immerfort zu der Konditorei herüberschaute. Telegraphie ohne Draht! Ohne daß die Mama es ahnte, tauschten über die schwirrende, bewegte Menge hinweg zwei junge, verliebte Menschenkinder ihre sehnsüchtigen Grüße aus. Ein allgemeines Verbeugen, Schleppenrauschen, Knicksen -zeigte an, daß der hohe Gast den Saal betreten hatte. Nun litt es Frau Kommerzienrath Menns nicht mehr im Hintergrunde. Wie eine glitzernde graue Motte, die dem Licht zustrebt, zog es sie der hohen.vornebmen Erscheinung nach, die nun langsam, freundlich nach' allen Seiten grüßend, auf die Verkaufsbuden zutrat, während ein Kranz von Patronessen gleich einem lichtbestrahlten Halbmond der fürstlichen Sonne folgte: Aber ach, wie sich Frau Menns auch in die Näh; drängte, wie ehrfürcktig sie auch immer wieder ihr Hofbuckelchen machte, der ersehnte Blick blieb nicht auf ihr haften. Die Prinzessin wendete sich mit liebenswürdigen Worten an die Damen, die sie kannte, die ihr bei ähnlichen Gelegenheiten schon vorgestellt worden, und so mußte Frau" Menns mit eifersüchtigem Neid zusehen, wie Frau Kommerzienrath Wagner, die gewiß nicht mehr war als sie", die Ehre zutheil wurde, der Königlichen Hoheit ein Glas Sekt zu überreichen. - , Wenn die Prinzessin gewußt hätte, daß sie mit einem Worte eine Glückliche machen konnte, so würde sie in ihrer Gutherzigkeit gewiß nicht gezögert haben, sich die kleine Frau vorstellen zu lassen. Aber der sehnsüchtige Blick, das flehende Verlangen auf dem vor Erregung glühenden Gesicht entgingen ihr. Dagegen sah ein anderer, der junge Maler Steinhofer, der Frau Menns noch mehr deren Tochter aufmerksam beobachtete, daß die Mama vollständig im Bann des feierlichen Augenblicks war und ihre sonst so streng behütete Aennie aus den Augen ließ.' Um so freudiger eilte er auf die Konditorei zu. Die Augensprache war zwar recht hübsch, aber er hatte doch längst den heißen Wunsch nach der holden Nahe. t Ganz allein, gnädiges Fräulein? Das ist ja herrlich!" flüsterte er mit einem leidenschaftlichen Blick und einem innigen Händedruck. I v Mama sieht in Ux Nähe de? Prin zessin," berichtete sie, warm zu ihm aufsehend. O, ich weiß. Ich habe den Moment erhascht. Ihre Mama ist mir ja leider nicht sehr gewogen," fügte er mit einem Seufzer hinzu. Auf dem letzten Ball nach dem unvergeßlichen Walzer mit Ihnen mußten Sie so rasch fort, und ich hätte Ihnen noch so viel, so unendlich viel zu sagen ge habt." Sie blickte während 'seines zärtlichen FlüsiernZ verwirrt auf die Cbokoladenplatzchen und JiZkuitschnitten herab, die vor ibr standen. . .Ach Gott!' Mama hat nun mal
den Ehrgeiz,' ich. sollte Äaronin oder gar Gräfin werden!" lachte sie dann übermüthig. Ein solcher Titel muß auch etwas ungemein Verlockendes haben! Dagegen kann ein bescheidener Maler freilich nicht aufkommen!' murmelte er bitter. Meinen Sie? O, ich hätte nicht die geringste Lust, mich in eine Gesellschaft einzudrängen, in der ich doch nur eine Geduldete wäre!" Also Ihr Ehrgeiz fliegt nicht über die bürgerlichen Kreise hinaus. Fräu lein Aennie?" fragte er bewegt, bittend. r Ihre Blicke tauchten wieder ineinander. O , Kann man denn überhaupt wäh-, len. was man für seine Zukunft will und wünscht?" erwiderte sie leise. Das läßt sich doch nicht so einfach bestimmen und berechnen wie etwa die Richtung einer Reiset Wenn die Liebe kommt, dann ist es wie ein Wunder, und dann muß man ihr eben folgen, wohin sie uns führen mag." Er hatte wohl Grund, aus diesen Worten ein liebes Bekenntniß herauszuhören. Schon bei dem letzten Wal zer, den sie zusammengetanzt, hatte er ihr eine leidenschaftliche Frage in das Ohr geraunt. Nun zog er mit mühsam beherrschtem Jubel die feine Mädchenhand an seine Lippen. Nicht wahr, Aennie, das Wunder ist geschehen, die Liebe ist gekommen für uns beide. Nun wollen wir uns von ihr führen lassen, wohin sie will." Ihre Augen nickten ein Ja"; aber sie schaute sich doch ängstlich um, ob sie wirklich unter all den Menschen ungeachtet und ungestört in die süßeste Vertraulichkeit hineingerathen war, und seufzte nur besorgt: Ach, ich! Ich habe ja keinen freien Willen mehr! Ich will, was Sie wollen! Aber die Mama! O, die Mama! Papa läßt sich sehr von ihr beHerrscher. Wenn sie ihre Einwilligung versagt, dann giebt es schwere, schwere Kämpfe!" Er hielt heimlich hinter dem Orangenbäumchen ihre Hand in der seinen, und sie schaute spähend hinaus, ob die' gefürchtet kleine Frau nicht heranrauschte, um ihnen das erhäschte Glück dieser Stunde zu stören. Aber Frau -Menns folgte noch im mer der magnetischen Anziehungskraft, versank in einen tiefen Knicks, so oft sie in den Augenwinkel der Hoheit gerieth, und blieb unbeachtet. Ö, wenn die Prinzessin nur-meine Mama ansprechen würde! Darauf hatte sie sich doch so gefreut. Sie wäre doch wegen ihrer Verwandten in der Provinz so selig, wenn sie ihnen das schreiben könnte! Ich glaube, das würde ihre Stimmung unendlich heben." Sie meinen wirklich- daß sich auf die Wirkung eines solchen Moments bauen ließe! Dann ja dann soll eine große Keckheit helfen! Gieb mir noch einmal Deine Hand, Aennie! Auf Dich darf ich mich ja verlassen, nicht wahr, wie es auch ausgehen mag! Du hast doch Muth für unser Glück? So! Nun stelle ich mich einmal der Prinzessin in den Weg! Paß auf!Aber um Gottes willen, was thun Sie! Was wollen Sie?" rief Aennie erschrocken aus. Aber er warf ihr nur noch einen zärtlichen Blick zu und schritt dann durch' den Saal auf die Kunstbude zu, vor der die Prinzessin im Kreise verschiedener Damen und Herren stand und sich die ausgestellten Bildchen besah. Eben schlich Frau Menns betrübt, enttauscht, hoffnungslos in ihre Konditorei zurück. Auch die Konfitüren hatte die Prinzessin von einer anderen Patronesse entgegengenommen. Ihren Sekt, ihren Kuchen! Sie aber war unerwähnt geblieben, vergessen. Sie stand dann mit einer sauern Miene, die ihre Tochter sehr beunruhigte, neben ihren Süßigkeiten und spähte voll Gram und Neid auf die Bevorzugten, die sich in der Nähe der hohen Frau halten durften. Aber was war das? Der Maler, dieser junge Mensch, der so häufig mit ihrer Tochter tanzte, dem sie stets eine sehr kühle Miene gezeigt, bekam einen fürstlichen Händedruck, ein ungemein freundliches Lächeln des erlauchten Mundes.- Wie zu einem lieben Bekannten wendete sich die Prinzessin an ihn und behielt ihn an ihrer Seite. Steinhofer wuchs in den Augen der Kommerzienräthin plötzlich empor zu einer imponirenden Persönlichkeit. Di: Prinzessin hatte in der That, als Steinhofer sich vor ihr verbeugte, mit besonderem Wohlwollen bemerkt: Ah. da ist ja unser Künstler, mein vortrefflicher Lehrer! Sie kommen wie gerufen, Herr Steinhofer!- Sie sollen mir Ihr Urtheil über die beiden Skizzen sagen, die ich eben ausgewählt habe!" Die kleine Landschaft ist entzückend, der Kinderkopf famos in der Behandlung." . , ; Nicht wahr, nicht wahr!" sagte die Prinzessin geschmeichelt. O, ich habe viel bei Ihnen gelernt. ' Wenn auch meine - eigenen Arbeiten nur dilettantenhaft blieben, so habe ich doch sehen gelernt." . Königliche .Hoheit -sind 'ungemein
gütig. Ich stehe Königlicher Hoheit . t .rjc c . ' mir meinem ccjcqciof nen nonnen immer zuDiensten," stammelte der junge Maler mit' mühsam .verborgener 'Er gung. ' ' -
Als tss sie fühlte, daß noch was auf dem Herzen habe, fragte die Prinzessin: Ich habe Sie erst so spät hier be merkt, Sie sind wohl auch bei dem Vazar beschäftigt, müssen den Damen helfen." Verzeihung. Königliche Hoheit, wenn ich mich nicht zum Empfang einfand. Ich war in der That beschäftigt. aber nicht für den Bazar für mein eigenes Glück. Während KöniAliche Hoheit eintraten, war ich dort m der Konditorei in ein sehr ernstes Gespräch vertieft. Ich habe mich nämlich eben verlobt." Ah, da waren Sie natürlich sehr ernstlich engagirt," lächelte die Prinzessin. Meinen Glückwunsch, Herr Steinhofer. Wer ist Ihre Braut?" Innigen Dank. Königliche Hoheit! Meine Braut ist Fräulein Annie Menns. Ihre Mutter ist eine der Patronessen des Bazars. die sich im Interesse des wohlthätigen Zweckes sehr um die Veranstaltung bemüht. Ich glaube, die Dame hat noch nicht die Ehre gehabt. Königlicher Hoheit vorgestellt zu werden." Odas läßt sich ja nachholen. Ich möchte gern Ihre Braut sehen." Frau Menns fing an zu zittern vor Aufregung und Spannung. Was bedeutete das? Die Prinzessin kam mit ihrer Hofdame in Begleitung des jungen Malers durch den ganzen Saal herübergeschritten, durch die Reihen der ehrfurchtsvoll zurückweichenden Menschen. Es war unverkennbar: sie steuerten auf die Konditorei zu. Aller Augen waren auf sie gerichtet. Eine solche Auszeichnung! Ei so sinnverwirrende Wendung. Steinhofer stellte die Dame vor. Ich wollte die erste sein, die Ihnen zu der Verlobung Ihrer Tochter mit Serrn Steinhofer Glück . wünscht!" sagte die Prinzessin zu der verblüfften Frau, die, demüthig in die Kniee sinkend, nur mit emporgedrehten Augen. in selig-süßem Flötentone stammelte: Welche Ehre! Welch große Ehr?. Königliche Hoheit!" Die Prinzessin lächelte, sein und unmerklich, wie Prinzessinnen zu lächeln verstehen. Die Hofdame verbarg ihr Gesicht in ihrem Blumenstrauß. Um so wohlwollender ruhte der Blick der hohen Frau auf Aennis warm erröthendem, lieblichem jungen Gesicht. Nehmen Sie diese Rosen, mein Fräulein! Möchten sie Ihnen ein gutes Omen sein," sagte sie, die duftenden Blumen, die sie in derHand trug, dem jungen Mädchen überreichend. Sie sprach dann noch ein paar freundliche Worte über den Bazar zu der Kommerzienräthin, die nur immer wiedek knickste und flötete: O. welche Ehre! Meine Bemühungen sind ja überreich belohnt! Die große Ehre!" Frau Menns schwamm nach der großen Auszeichnung, in der sie geschwelgt, wie im Oel des Entzückens. O Kinder! Warum habt Ihr mich denn so überrumpeln lassen? Ich wußte ja gar nichts. Ich war so derwirrt. Aber die Prinzessin ist ja so unbeschreiblich liebenswürdig gewesen! Sie scheinen ja sehr in Gnade zu siehen, lieber Steinhofer!" Kinder!" hatte sie gesagt, und lieber Steinhofer!" In diesem Plural allein lag ja schon die Erfüllung aller ihrer Wünfche. und der Maler in seinem Jubel zerdrückte hinter dem Rosenstrauß der Prinzessin fast die feine MädchenHand. Auf diesem nicht mehr ungewöhn. ltchen 2B0t." Rund 200 Jahre beträgt nunmehr das Alter des Heirathsgesuches durch öffentliche Blätter, da die ersten Anfange in dieser Beziehung, wie nachgewiesen worden ist, bereits aus der ersten Zeit des 18. Jahrhunderts datiren. Hamburg hat hier den Weg gezeigt, der als gangbar befunden wurde, denn nicht lange währte es, und allenthalben konnte man in Blättern, namentlich größerer Städte Deutschlands, die Gesuche von Männlein und A eiblein um ein Ehegespons erblicken. Am Ende des 18. Jahrhunderts kannte man auch schon in Oesterreich das Heirathsgesuch; die Chronik berichtet von einem solchen, das 1794 in einem Wiener Blatte veröffentlicht wurde. Es möge hier im verbürgten Wortlaut seinen Platz finden: Ehegattin wird gesucht. Ein verwittibter Mann Namens Bruderhofer, der sehr gut denket und auch vermöglich ist, seines Alters etlich dreißig Jahr, zwei Kinder, suchet, weil wenig bekannt ist, durch diese Gelegenheit eine Ehegattin. Die Weibsperson mag von Wien oder vom Lande seyn, Wittib oder ledich. nur soll sie nicht häßlich seyn, weder zu jung noch zu alt seyn, und soll tot nigstens die Halbjcheyd seines Bermögens einbringen.". Man sieht, daß es auch zu unserer Großvater Zeiten schon recht praktische Männer in puncto Ehe gab, und das erwähnte Heirathsgesuch ist dadurch noch bemerkenswerth; daß darin der Name deö Suchenden genannt ist. Es soll dieser seltsame Braüch damals Regel gewesen sein I n de m neuen Lagerspeicher der Bibelgesellschaft in Queen Dicto. ria-Ttraße in London befmden sich 1,250,000 Öi&fct.
. Die Parteien im Neiyötagr. Mit seiner 116. Sitzung nahm der Reichstag die am 28. Juni abgebröchenen Verhandlungen wieder auf. Alle 397 Mandate sind diesmal besetzt inmitten einer Session eine groß Teltenhcit. Diese 397 Mitglieder verthcilen sich auf folgende Parteien: 1) ;!c;:tnim 99 2) 5o;ialdci:?okratcn 79 3) konservative (cinschlicblich 2 Hospttailteil rS .11 4) akionalliberale (einschl. 2 Hosritail ten El 5) 1)1 ci Ataris i (einschl. 4 Hospitanten) . . 22 6) Freisinnig? Pollspartei teinschtieblich 1 Hospitant) 20 7) Polen 10 8) Wirtbschattliche Bereinigung 15 yj iriiaU otvringer 10 10) Freisinnige Bereinigung (einschlieblich 2 Hospitanten) 10 XD Teutsche öicform-Partei 0 12) Teutsch . Hannoveraner 6 13) Teutsche Botlsxartei (einschlich 1 Ho spitant) C 14) Bei keiner Fraktion 5 Summa 3tt Mit, diesen 13 Parteien ist es jedoch nicht abgethan. Die kleine Gruppe der Wirthschaftlichen Vereinigung von 15 Mitgliedern gestattet sich den Luxus. 5 Parteigrüppchen darzustellen (Deutschsoziale, 6, Bund der Landwirthe 4, Niederbayerischer Bauernbund 2, Christlich-soziale 2, Braunschweiger Welse 1) und die-die unter den Parteilosen" inbegriffenen Mitglieder Hilpert und Hanssen beanspruchen jeder für sich eine Partei zu repräsentiren (Mittelfränkischer Bauernbund und Däne), so daß der Deütsche Reichstag das bunte Farbenbild von nicht weniger als IS Parteien zeigt. Das Schwergewicht der Zahl und des politischen Einflusses liegt aber ,im Zentrum. Nominell besteht die Fraktion aus 99 Mitgliedern: bei Abstimmungen geht indeß der Reichstagspräsident mit ihr, 4 Hospitanten von der Gruppe der Deutsch-Hannoveraner und 10 El-saß-Lothringer, die sich vielleicht baldigst völlig ihr anschließen werden, darf sie als sichere Gefolgschaft zählen; in den meisten Fällen auch die Polen, so daß dieZentrumsgruppe eine geschlossene Phalanx von 114 bis 130 Stimmen darstellt. Gegenüber diesem Machtfaktor und der Soziald:mokratie mit 79 Stimmen, vermag der gesammte Liberalismus von den Nationalliberalen bis einschließlich des demokratischen Dänen nur 88, die a sammte Liberalismus von den Nationalliberalen bis einschließlich des demokratischen Dänen nur 88, die gesammte Rechte von den Reformern bis einschließlich der Reichspartei und den beiden anderen Deutsch-Hannovera nern, die sich nicht dem Zentrum angeschlossen haben, 100 Stimmen in's Feld zu führen. Srausige Funde sind, wie der Erml. Vztg." gemeldet wird, seit etwa drei Wochen in Kaukehjnen (Ostpreußen) bei dem Um bau. eines alten Wohnhauses gemach: worden. Das Gebäude, in welche. Zeit Menschengedenken ein Kolonial waarengeschäft, verbunden mit Gast und ' Schankwirthschaft betrieben wurde, wird zur Zeit untermauert, und bei den Ausgrabungen zu den Fundamenten und Kellerramnen ist man wiederholt auf menschliÄZ.Gc hmic gestyncn. Diese wurden ht der alten Einfahrt etwa zwei Spaten stiche tief und in der Küche fast un mittelbar unter der Diele vorgefun den. Nach dem letzten Funde, bei welchem vier noch ziemlich gut erhal tene Schädel sowie zahlreiche Beiu knochen bloßgeleat wurden, handelt es sich nach ärztlichem Gutachten im ganzen um die Gebeine von wenig' stens fünf erwachsenen Personen uno eines Kindes, die, wie Sachverständi ge urtheilen, 40 bis 60 Jahre in der Erde gelegen haben. Es finden sicki nur Knochenreste, und auch diese sind. besonders bei dem in der Küche ge machten Funde bereits stark verino dert. Der Staatsanwaltschaft in Til sit, welcke mitNachforschungen in die serAngelegenheit begonnen hat, dürf te es wohl kauni gelingen, den Sachvergalt aufzuklären, zumal da die früheren Besitzer des Grundstücks, zwei Brüder 3., welche es vor e.wa 40 Jahren bewohnten, beide gefror, ben find, der letzte vor etwa acht Wo chen, wenige Toge nachdem er das Haus verkauft hatte. In der rn wohnerfchaft ist man fast allgemein der Ansicht, daß ein oder mehrere Verbrechen vorliegen. Diese Ansicht gewinnt noch besonders durch den Umstand an Wahrscheinlichkeit, daß die' Gebrüder S. feit Jahren ein ttol ständig von aller Welt abgeschlossenes und geradezu menschemcheues Dasein führten. Auch sollen sie, obwohl sie ein ziemlich bedeutendes Vermöge;' besaßen, nie dazu zu bewegen gewesen sein, in dem alten, in sehr fchkvfc' tem baulichen Zustande befindlichen Gebäude irgend welche Ausbesscrun gen von fremder Hand ausführen w lassen. Bei dem Verkauf hat außer dem der jüngere der beiden Bruder 5. noch die Bedingung gestellt, daß zu seinen Lebzeiten nichts an dein al ten Bau verändert werden dürfe. An den aufgefundenen Knochen sind je doch irgend welche Merkmale, welche auf einen Gelvaltakt schließen ließen, nicht festzustellen gewesen.
Die Stadtverwaltung, von Baku hat ihre' Zahlungen anFis kus und Privatpersonen eingestellt. 'Jeu er zerstörte den großen Besitz des Hofbesitzers Dreesen ii A)ülp. 60 Stück Vieh verbrannten. Die täglichen Brände rufen in Nor derdithmarschen eine wahre Panik hervor. . . .
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Eine lange Geduldsprobe hatten kürzlich siebenundvierzig Kohlenhändler zu bestehen, welche in. Omaha,. Neb., unter der Beschuldigung. eine gesetzwidrige Uebereinkunft zur Festsetzung der Köhlenpreise getroffen, zu haben, dem Richter Sutton vorgeführt wurden. Der Richter ließ ihnen die Anklage verlesen was zwei Stunden in. Anspruch nahm, und sie mußten die ganze Zeit über stehen. Als der Vertheidiger' nach der Verlesung den Einwand machte.' daß nicht alle gesetzlichen Bedingungen eingehalten worden seien ließ der Richter die Anklage abermals verlesen und die Kohlenhändler muß ten wiederum stehend die Verlesimg, anhören. Eine Gartenstadt für rbeiter dürfte nächstes Jahr am Nonnendamm in Berlin ' entstehen. Hier liegt, neben den Eharlottenburger Wasserwerken' das Kabelwerk der. Äktien-Gesellschaft Siemens & Halske. Die Firma plant nun auf dem östlich angrenzenden Hühner-Wer-der für ihre Beamten und Arbeiter eine Colonie nach dem Muster der englischen Gartenstädte anzulegen. Wegen Abtretung des erforderlichen Geländes sind Verhandlungen ..mit dem Forstfiskus eingeleitet worden. Sollten, diese an der Höhe der Grunderwerbskosten scheitern. fo, ist ein Terrain, nördlich der Kabelwerke, in der Nähe, der sogenannten Weißen Sandberge, in Aussicht genommen. , Geschäftö-Kalender, Putzmacherin. gruaufla Lange. zperPutzmacherln. - ei, Maffachusettl ve. Nerzte. ay. . . ryoma. tk-tt0 ttvton ahtovl. J ebäude. Stund ll-l . und l-IH. BleS' und Metall'Däöer. lech. vnd Metall-Dächer, sowie Dachrkmen nge serttgt und trt. . Iho. . Hadley. Hl Kentncky ve. Rener Phone l. Tapeten. Tapeten. Ich hänge und liefere laVtten. s Telephon, a! 5. SpeziaUSen. tteebs kurlrt vZne Metser. ohne Schmerze. Die Ist bekannte Behandlung der euzeit. . Sprecht twxf and lernt meine Methode. Tr. . v. vrigha, t West Market Strafte, gegenöder lerrnlnal Statt,. Waaren-Ablieferulig. antaten abgehslt und Rdgettefnt. Zißlge reise & Schnelle Bedienung, in Sud Pennsylvania Sie Neu 6113 ; fOX, Ma!n 143. . X Anfti. Sig. Optiker. KMEHS027 DRULKY, S9tf assachuiett im ersten Equare, zweiter Str. ugen wrterjuchw. Linie geliefert. Zu Konsultationen eingeladen. Leichendestatter. Mitts! & kulver. Ltichtnvtftatttk. IIS 91 SKtkct Str. Iklttho : e, 664: Alt. Stete M80. 7 Sohnion, Haper sorgt, 7 KafiachuseUI dt ettphone : Nk 963 ; fttt. IX UM. 13t sprechen dntsch. yaient'Anval! und Ingenieur. Thompson R. BcS, 401 Satl ttflnbf. Awktg t" Office: ashmgion. 8. K., e Phon, ix. FeutrvttKcherung-Gruudeigeatav. 3 ob Buennagel, Llmmer 5 nd , . s. 2H Sud De!, senke. Finanzielles. Mir leih CcT auf CJdtlu tfcV $iail ohn, die i selben wunhe. enso aus Nh tn nd via unten. " , entral Loa o tst Clale i ZZZzr. -
