Indiana Tribüne, Volume 30, Number 99, Indianapolis, Marion County, 17 December 1906 — Page 4
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Indiana Tribüne. Httkulztbtn von dt? Sntnldtrg O. Indianapolis, Ind. Harry O. Thudlu Präsident. VeschSftSloeal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE L6S.
.red Rt the Pott Office ol Indlanapolia ai tecond cltaa matter. Arbeitsmangel und Ein-wanderungs-Gesetze. ES exiftirt schon eine große Anzahl scharfer Gesetze, die die Einwanderung einschränken. Und doch sollen immer noch neue, schärfere hinzugefügt werden. Warum aber die Einwanderung über Haupt beschränken? Welchen Grund hat man dafür, wenn z. B. in allen Zel tungen zu lesen ift, daß San Francisco so langsam auflebt, nur weil Arbeiter fehlen, und trotzdem man sie mit allen möglichen Versprechungen dorthin zu locken sucht. Wenn sich ferner in Geor gia eine mächtige Organisation gebildet hat die Agenten nach allen Staaten Europas schickt, um von dort die Jmml gration nach den Ver. Staaten zu len ken, und für diesen Zweck große Sum men ausgesetzt hat. Wenn dasselbe in Earolina geschieht? Weßhalb diese Bewegung gegen" die Immigration, wenn z. B. in der N. Y. Times- vom 7. Oktober 1906 ein Artikel ersüeint. der folgende fettgedruckte Ueberschristen trug: Need of Labor is Universal Cry Crying Need for Southern Labor - Need in California, Colorado" und in dem dieser NMchrei in einem langathmigen Artikel bewiesen wird? Wenn man fejn in der .Wall ftreet Summary- Folgendes findet: Vse need larger Immigration. " Wenn endlich in einer New Orleans Zeitung vom 7. Oktober zu lesen ift: Labor Agents swarm around immigrants ship Solution of South's raost yexing probiern is exemplifled bj tbe eagerness with which for eign labor is sought, Kailroads, Mining Companies and Planters in shartJ Competition for Hands " Und Alles das in großen Buchstaben gedruckt und in ausführlicher Weise bewiesen. In dem N. Y. Globe", sowie in anderen leitenden Zeitungen wird wieder und wieder derselbe Schrei nach ArbeitLkrästenZlaut. Selbst die eng. herzigen Natidlsten. die den Strom der Einwanderung durch neue Gesetze einzudämmen trachten, müssen beken nen, daß das Land immer noch die fremde Zufuhr von Arbeitskräften nöthig hat. .Wir brauchen die fremden Arbeiter," so sagen sie, um die Schätze unserer Minen zu heben, Eisen bahnen zu bauen, in die Felsen Tun nelö zu sprengen, unsere SkyscraperSaufzuführen und Vieles Andere mehr. Schwächliche oder alte Personen sollten aber von unserer Küste fern gehalten werden." Nun nehme man aber folgenden Fallen, der wahrscheinlich ost genug in Wirklichkeit vorkommen wird. Ein alter Vater landet mit seinem ein zigen Sohne hx ElliZ Island. Der Sohn in der Hoffnung, durch harte Arbeit seine Ledenöverhältnisse zu bes. sern und seinem arbeitsunfähigen Va ter die letztenZLebenStage zu erleichtern. Das grausame Gesetz aber weift den GreiS zurück, weil er dem Staate viel' leicht zur Laftlfallen könnte. Das Ge fetz kennt aber kein Mitleid und der alte Mann muß gebrochenen Herzens die Rückreise wieder antreten, während der Schmerz des Sohnes sich in Haß gegen ein Land verwandelt, das so grausame Gesetzesbestimmungen ent hält. Sie find eö, die ohne Erdarmen Familien auselnanderreißen, Kinder von ihren Eltern, den Mann von der Frau, den Bruder von der Schwester trennen. Daß das keine Phantasiege bilde find, wird durch häusige Berichte in den TageSblüttern bewiesen. Die Männer, die diese harten Gesetze ge macht haben, haben nicht in Berechnung gezogen, daß Famllienliebe der beste Ansporn für den Starken ist, dem Schwachen fortzuhelfen, daß also der junge Sohn gerne für die alten Eltern, oder der Bruder für eine schwächliche Schwester eintreten und seine ArbeltS kräfte verdoppeln wird. . Selbst wenn aber auch die eine oder die andere schwächliche Person den Ver einigten Staaten wirklich zur Last siele, so wäre der Verlust ein ganz verschwur dender im Gegensatze zu dem ungeheu. ren Reichthum, der dem Lande durch die jungen ekngevanderten ArbeitZ. kräfte in den Schooß geworfen wird.
Die folgenden Zahlen werden das de weisen. In jedem Jahre kommen mehr als eine halbe Million junger
kräftiger Leute herüber, die Amerika so nothwendig gebraucht. Die Kosten für die Ernährung und Erziehung dieser Leute Hai aber Europa bezahlt und sie werden fich'gewiß auf mehrere Milliar den belaufen. Amerika hat demnach nicht nur diese gewaltigen Kosten ge spart, sondern obendrein die ArdeitS kraft der in der Blüthe ihrer Jugend stehenden Männer dazu erhal ten. Muß man Angesichts dieser That sachen sich nicht um so mehr über die Engherzigkeit der amerikanischen Gesetze empören? Auf der einen Seite cn pfängt man willig Hunderttausende von gesunden jungen Leuten und macht sich deren Arbeitskraft zu Nutze, und sendet in herzloser Weise einige schwächliche Personen, selbst wenn sie die Garantie zu bieten vermögen, daß sie den Staaten nicht zur Last fallen würden, wieder über den Ocean zurück, obne Rückficht auf die innigsten Fami lienbande. Wenn Amerika'S Reichthum an Gold, Silberund Boden die einzigen Ursa chen für die Immigration wären, dann müßte Rußland eine weit größere Im Migration aufweisen. Rußland aber braucht keine Immigration, zum Min besten ruft eö sie nicht in'S Land. Die Vereinigten Staaten aber suchen mit allen Mitteln, durch die Nothwendig, keit gezwungen. Leute in'S Land zu ziehen. Wenn Amerika nun einen sol. chen Vortheil von der Einwanderung hat, so ift eS eine unverantwortliche Grausamkeit, einwandernde Familien zu zerreißen, den Sohn aufzunehmen und die alten Eltern zurüzuwelsen. Auch die Furcht vor der Uederbevölkerung ift ein nichtiges Argument. Sobald die reichen Quellen Amerikas nicht mehr so reichlich fließen werden, wird auch der Zustrom von Außen ganz von selbst aushören; denn nur dort bietet sich die Arbeit an, wo auch eine Nachfrage für sie exiftirt. Häusig hört man auch die Amlkaner darüber sich ungehalten äußern, daß viele Leute wieder das Land verlassen, wenn sie nach ein.'r Reihe von Jahren ein Vermögen angesammelt haben. Ist der Verlust wirklich ein so großer? DaS Geld, was der Arbeiter verdiente, repräsentirt doch eine bestimmte Summe Arbeit, die er dem Lande geleistet hat. DaS.. was er als Arbeit den Vereinig ten Staaten gegeben hat, bleibt also hier, und nur den Lohn nimmt er mit sich. Aufgabe der Staatsmänner also wird eö sein müssen, diese vielen schie fen Urtheile und Ansichten über die Einwanderung zu zerstreuen und richtig zu stellen. Vor Allem aber sollten sie nicht die Hand dazu bieten, daS Elend der Elenden noch größer zu gestalten und die scharfen Gesetze noch schärfer zu machen. Sie würden dadurch nicht nur ihrem Lande einen großen Dienst leisten, sondern auch der Welt zeigen, daß die amerikanischen Gesetzgeber noch nicht das Gefühl für Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Klugheit eingebüßt haben. Wenn manL recht betrachtet, stehm die Ealifornier uns eigentlich bedeutend näher als die Japaner; jene sind un fere Mitbürger, von diesen- weiß man nicht einmal, ob sie Luft haben, eö zu werden. Aehnlich gehässig, wie gegen die Flottenpolltlk Deutschlands, verhält sich jetzt auch die Londoner Presse gegen unsere amerikanische Politik der Flöt tenverftärkung. Die englischen Zei tungen halten nach, wie vor, an der Ansicht feft, daß das Meer den Briten gehört.In Frankreich scheint man vielfach keine rechte Freude mehr zu empfinden an dem Einvernehmen mit England. In der Deputirtenkammer äußerte in den letzten Tagen der sozialistische Ab geordnete JaureS seine Zweifel über daS dauernde Zusammengehen der bei den Mächte:' Oel und Wasser lassen sich nicht mischen.Nun verursacht auch der GesundheitSzuftand des Königs Oskar von Schweden ernste Besorgnisse. Ter Groß Herzog von Luxemburg ift durch einen Schlaganfall vollständig gelähmt und eine Wiedergesundung ift auögeschlossen, daS Ableben des ShahS von Per sie wird täglich erwartet, der Sultan der Türkei, der König von Rumänien und der Präsident Castro von Venu. zuela find kranke Herrscher, deren Lei den wenig Hoffnung auf Genesung er warten lassen. Soviele . kranke . Herr scher hat eö wohl selten auf einmal ge geben.
Amerikanische Erooks. Sflce Me ud reisend, Delrüger.' Ausdrucke vom Lerbrecherthum. Der Confidence Man" ist ein Erzeugniß Amerikas und heißt in seiner Abkürzung einfach Con man." Er ist aber nichts weniger als eine Wertrauenspersonlichkeit. wie sein Name vermuthen läßt, sondern ein abgesehnter Spitzbube. Er hat seinen Namen, weil er das Vertrauen der Leute zu geftrinnen sucht, vorzugsweise indem er die Instinkte der Habsucht und des Vetrugs in seinen Opfern weckt. Er gibt sich gern das Ansehen, als sei er leicht über' Ohr zu hauen. Klassisch ist der Confidence Man hauptsächlich durchzwei semer Kunststücke geworden: Selling gold bricks" und Selling green goods. Dem Green goods-Schwindel fallen namentlich wohlhabende Farmer zum Opfer. Ihnen wird brieflich oder bei einem Besuch in der Stadt nahe gelegt, der Confidence Man habe einen großen Betrag gefälschter oderauch in der Bundcsgravieranstalt von staatlichen Platten ungesetzlich abgezogener Bankoder Schatzamtsnoten, für deren Vertrieb Agenten nöthig seien denen sie zu halbem Preis überlassen würden. Der Farmer weiß also, daß es siaum betrügerische Absichten handelt, er erhält zuerst einen kleinen Posten echter Goldscheine, und da er diese ohne Anstand absetzt, bekommt er Muth und übernimmt einen großen Betrag, findet aber bei näherem Zusehen schnell, daß er sich ganz grobe Fälschungen, sogenanntes Theatergeld, hat aufhalsen lassen, wagt es aber meist nicht, Anzeige zu machen, da er ja selbst in betrügerischer Absicht gehandelt hat. Ter Gold brick ist das Ian;stü(f des Con man. wobei er als ungebildeter, armer und höchst mißtrauischer Goldgräber des fernen Westens auftritt und seinem Opfer weiszumachen versteht, er befinde sich im Besitz vergrabencr Goldklumpen, die sich am Ende als bloßes Kupfer herausstellen, nachdem das Opfer, in der Absicht, den nicht allzu hellen Goldgräber möglichst kräftig beim Handel zu beschummeln, einige Tausende von Dollars los geworden ist. X Quinn erzählt in seinem Buche Narren des Glücks." wie bei dem Gold brick-Schwindel der Confidence man meistens sich das Opfer zuerst mit Hilfe eines angesehenen Mannes aus der Bürgerschaft, eines Bankiers oder Beamten, aussucht und dem Auskunftgcber dafür einen Prozentsatz des Gewinnes zahlt. Eine andere Sorte von Crooks" in Onkel Sams Land sind die reisenden Betrüger und Schwindler. Von ihnen überlaufen werden insonderheit Bahnzllge, Dampfer. Sommergasthäuser und Landstädte. Besonders der Mon-te-Mann macht sich da bemerklich, der das Dreikarten-Monte auf Bahnen spielt, mit dem Zugpersonal unter einer Decke steckt und seine. Mitreisenden mit gezeichneten Karten betrügt. Der erfolzreichstc der Monte-Leute war ,.Eana da Bill," der einer der größten Bahnlinier: zwischen New Jork und Chicazo 523.000 Jahrespacht angeboten hatte für die Konzession, unbehindert das Dreikarten-Monte spielen zu dürfen; dabei wollte er sich darauf beschränken, blos Geistliche zum Spiel zu verlocken! Die amerikanische Sprache ist überreich an Ausdrücken, die aus der Welt des Verbrecherthums in die Tagesspräche übergegangen sind; Flimflam z. B. bedeutet ursprünglich einen Betrug beim Geldwechseln; das Vunkospiel ist ein betrügerisches Hasardspiel, aber der Ausdruck I have been buncoed" ist gang und gäbe geworden. Zahllos sind die humoristischen Gedichte. Geschichten und Weisheitssprüche darüber, daß man einen anderen hereinlegen müsse, ehe man selbst hereingelegt wird; to do a man" ist die euphemistische, aber überall verstandene Redensart für einen über's Ohr hauen." Thätigkeit deS Notben Kreuzes." In der Jahresversammlung des Zweigvereins des Staates New Fzrk von der American National Red Croß Society" in New York, berichtete Dr. Edward T. Devine, welcher die Gesell-, schaft nach dem Erdbeben 'in San Francisco vertrat, daß der GesammtVerlust an Eigenthum infolge der Erd-beben-Katastrophe auf h500.00O.000. der Verlust von Menschenleben auf über 1000 geschätzt würde. Ter Hilfs-Fond erreichte die Höhe von Z13.000.000. wovon Z9.000.000 in Baar vom Publikum kamen. Z2.500.000 von der Buu-des-Regierung und der Rest von unabhängigen Organisationen. Das Jahreseinkommen der Gesellschaft betrug Zl.123,464. Hiervon wurden dem Fonds für die Hungerleidenden in Japan $19,121 zugeführt, $974 kamen den Personen zu Gute, die durch den Ausbruch des Vesuv in Noth geriethen, $3421 wurden dem Fonds für die Linderung der Noth ili Valparaiso zugewendet, und $1.100'127 wurden nach San Francisco geschickt. Zahlreiche Patente haden Frauen in den Ver. Staaten für Möbel-Novitäten erhalten, von welchen ein Schulpult, das eine Orgel enthält und ein Sopha, das mit einem einfachen Handgriff in eine Badewanne umgewandelt werden kann, besonderer Erwähnung verdienen.
Allerlei fär'S HauS.
'Das Reinigen von Fla. schen bereitet oft Schwierigkeiten, und ist es gut, von geeigneten Remigungsmethoden Kenntniß zu besitzen. Fettige Flaschen reinigt man mit Benzin, oder noch besser mit mangansaurem Kali, welchem etwas Salzsäure zugefetzt wird. Clor, welches sich dann entwickelt, zerstört die fettigen Substanzen. Die Flaschen werden mit reinem Wasser nachgespült; Flaschen, welche harzige Flüssigkeiten enthielten, reinigt man mit Pottasche und Wasser. In den Wasserkaraffen, in welchen sich kalkhaltiges Wasser befindet, sieht man oft einen Niederschlag auf dem Boden und an den Wänden. Um diesen zu entfernen, nimmt man roh geschälte Kartoffeln, schneidet sie in ' scharfkantige dünne Scheiben und wirft eine Hand voll in die Karaffe, füllt so viel Wasser dazu, daß die Kartoffelnscheiben vollständig verdeckt werden und schüttelt einige Zeit kräftig. ' Darauf spült man die Flasche mit reinem Wasser nach. Reinigung von Parkettfußböden. Mit Seifenwasser darf man Parkettböden nicht säubern, ba sie dadurch allen Glanz und alle Glätte verlieren. Die Behandlung mit Stahlspähnen ist immer noch das beste, wenn sie auch mühsam und zeitraubend ist. Erprobt und bewährt soll aberein Verfahren sein, bei dem Seife und Spähne zusammen in Thätigkeit treten, und zwar soll man einfache Schmierseife dazu verwenden. Man streicht diese über den Parkettfußboden und reibt dann nach einiger Zeit mit Stahlspähnen nach. Der Boden bleibt trocken und außerdem wird dabei das lästige Staubaufwirbeln vermieden. In Fällen, in denen großes Reinmachen nicht nöthig ist, genügt Terpentinöl, auf dem man mit Sägemehl nachreibt. Schwarzwollne Spitzen zu waschen. Man spannt die Spitzen gerade und fest auf ein Brettchen, kocht in Wasser gewöhnlichen Rauchtabak und legt dann die Spitzen in die heiße durchgeseihte Brühe. Sind dieselben sehr schmutzig, so ist es nöthig, sie vorsichtig mit einem weichen Bürstchen abzubürsten, sonst genügt gewöhnlich schon ein Hin- und Herschwenken des Brettchens in der Brühe. Dann legt man sie einige Minuten in lauwarmes Wasser, drückt sie so gut al? möglich aus und bügelt sie noch feucht zwischen zwei reinen LeinwQndtüchern. Sind die Spitzen mit Perlen benäht, fo legt man sie auf Flanell, bedeckt sie mit einem leinenen Tuch und bügelt sie trocken. Oeldruckbilder wäscht nzan mit einem in Milch getauchten Schwamm und trocknet sie mit einem ganz weichen, womöglich seidenen Tuche ab. seidene Hals- nd Taschent ü ch e r . waschen sich vorzüglich in venetianischer Seife, die vorher gekocht und abgekühlt wurde. Man wäscht die Tücher zweimal mit dieser Seife. spAt sie gut in kaltem Wasser, windet sie leicht aus, indem man die Ecken in je eine Hand nimmt und die Feuchtigkeit durch Schütteln in der Luft herauszubringen sucht, und plättet dann, ohne sie vorher zu trocknen, mit heißem Stahl. Brennenden Spiritus oder brennendes Petroleum versuche man nie mit Wasser ersticken zu wollen, sondern durch Auflegen mit feuchten Decken oder durch Sand. Sollten durch einen unglücklichen Zufall, oder durch Unvorsichtigkeit die eigenen Kleider brennen, so laufe man nie hin und her, sondern suche durch rasches Umhüllen von Decken, Mänteln u. dgl. und durch Wälzen am Boden- die Flammen zu ersticken. Halsweh und Heiserkeit. Ist Erkältung die Veranlassung von Halsweh, Katarrh, Schnupfen oder Husten, so ist das Allerbeste ein starker Salbeithee. dem man Honig bis zum Süßwerden und nachher etwas Essig zusetzt. Beim Schnupfen nimmt man täglich sechs- bis zwölfmal einen Eßlöffel voll, beim Husten ebensoviel, und bei Erkältung des Halses gurgelt man täglich zwanzig- bis dreißigmal damit. Kalte Hände. Diese entstehen meist durch eine falsche Blutvertheilung im Körper, man suche also in erster Linie diese zu beseitigen. Schnelle Hilfe bringen Massage, Beklopfen und Reiben, sowie auch das Dämpfen der Hände. Hierbei hält man die Hände über einen Topf mit recht heißem Wasser und taucht sie darauf in kaltes Wasser. Sterben die Fingerspitzen ab, so suche man durch fleißiges Baden, viel Bewegung im Freien und einfache Diät einen regelmäßigen Blutumlauf zu e-reichen. Kopfschuppen. Die übermäßige Bildung von Kopfschuppen wird verhindert, wenn man die Kopfhaut jeden Abend mit officinellem Theerwasser (aus der Apotheke) wäscht. Es empfiehlt sich, in der Woche einbis zweimal eine Waschung mit warmem Wasser, guter Seife und etwas Soda vorangehen zu lassen. Hausmäuse und Ratten tödtet man, indem man fein zerschnittene bittere Mandeln mit Mehl , und Zucker .in die Räume streut, welche die Thiere aufzusuchen pflegen. Man vergesse jedoch den Zucker nicht, da er die einzi Lockspeise ist, , der die Hausmäuse nicht widerstehen können.-'
Mw ttmm uch nur ein vrrnünfttgrv Mensch mit gesundem Menschenver stände, von dem wir doch alle unseren Theil abbekommen haben, wie kann ein solcher Mensch fortfahren die -ordinären Soda Crackers" zu kaufen, alt und staubig wie sie sein müssen, wenn man sin 5 Ct. schon U)ifi)edla WjSQüM i frisch vom Ofen, geschützt gegen Staub durch ein Packet dessen äußere Zierde hungrig macht, erhalten kann. NATIONAL B1SCUIT COMPANY
ckrankM! a. JTL Bedeutung der Stadt in Handel, Industrie und deutscher Geschichte. Das RothZchils-LtammlzauS -Berliner Sank inftitute-S7atterstraKe rstzartigerBa!,: hvf ITai amekunviertel" Tie Paulsf ixCc- Gotii) ?,öurhau5. Still und verlassen, so schreibt ein deutschländischer Reisender, steht in Frankfurt a. M. in der Vornestrai;e. der alten Judengasse, daZ alte Roth-schild-Stammhaus da. aus dem einst in C'estalt eines dürftigen Männchens Frenkfurts Ei'.ropz-deherrschende VcdeuZunI herc.u -geschritten ist. Es ist heute nur noch ein Tenklnal verklungener Zeit, nachdem auch der lehte auS der Enkelreihe jenes Mannes der Gasse und der Vaterstadt den Nucken gekehrt. In moderner Pracht aler, vom Puls des Lebens durchströmt, ragen , in d?n Straßen, auf den Plätzen, die jet den Brennpunkt der Stadt bilden, die Palaste der Berliner und von Berlin aus beherrschten Bankinstitute auf. . Wenn früher von Frankfurt die Nede war. so wurde als eines ganz besonderen Clous der durch den Glanz ihrer Läden und ihren großen Verkehr berühmten Zcil gedacht. Die Läden der Zeit sind seitdem noch glänzender, der Verkehr noch reger geworden. Aber ihre Paraderolle hat die Zeil längst schon an eine andere Straße abtre!en müssen, nämlich an die vom Bahnhose ausgehende imposante Kaiserstraße, wie denn überhaupt der Bahnhof, der einer der großartigsten des europäischen Kontir.cnts ist, in dem täglich 250 Personenzüge verkehren, den hauptsächlichsten Schwerpunkt bildet, nach dem das nroderne Frankfurt gravitict. Umschlossen von einem gewaltigen Halbkreis, der von grandiosen Hotelpalästen umsäumt ivird, schickt er nach allen Seiten breite Straßenfluchten aus. Wie in vielen anderen deutschen Städten, so hat auch in Frankfurt die Erbauung von eleganten Wohnhäusern und Villenvierteln ihren Weg nach Westen genommen, schon weil hier ie Natur durch das Taunusgebirge einen herrlichen Hintergrund geschaffen hat. Hier befinden sich der Palmengarten, der Neubau der Akademie für Sozialund HandelswissenschafZen und zahlreiche andere Vereinigungspunkte der Frankfurter Kultur. Ter Umstand aber.. daß der Hauptgüter- und Personenbahnhof sich gleichfalls im Westen befindet, hat bewirkt, daß die Industrie sich dem Zuge nach dem Westen anschloß und in den westlich gelegenen Vororten Bockenheim, Rödclheim, Grieslieim sich in großen Blocks angesiedelt hat. die im Frankfurter Volksmunde wegen ihres schwarzen Anstriches Kamerunviertrel" genannt werden. Frankfurt hat sich zu einer großartigen Industriestadt entwickelt, unter deren Zweigen, außer den Luxusartikeln und, feinen Modewaaren, die von jeher großes Renommee genossen, die chemische, elektrische und Metallindustrie eine erste Stelle einnehmen. Viel zu Frankfurts neuer Blüthe hat, außer seiner glanzenden Lage im Eisenbahnverkehr, die vor 20 Jahren erfolgte Mainkanalisation beigetragen, durch welche die Stadt in unmittelbare VeZiehungen zu den Seehäfen Antwerpen und Rotterdam getreten ist und. da sie gleichzeitig für die Rhein-Main-Schiff-fahrt zum Endpunkt dadurch wurde, in Nordbayern, Thüringen und Oesterreich ein höchst ergiebiges Hinterland gewann. Noch heute grüßt' den Fremden, wenn ix drüben von Sachsenhausen herkommt, auf der Brücke, gleich am Ufer, mit engen, winkeligen, hügeligen Gassen. übereinandergeschobenen Giebeln, auf denen die Spatzen ihre Nester bauen, ein Stück Alt-Frankfurt. Man windet sich durch die Gaßchen bis zum Dome, und kommt an dem vor eirngen Jahren renovirten Römer" vorbei, ferner an der versteckten runden PaulZ kirche, wo Deutschland von 1843 bis 1849 vergeblich seine Einigungsversuche mächte Man sieht daS Haus, wo
Bismarck als Bundestagsgesandter wohnte, und den Gasthof Zum Schwan." in dem er nach dem Abschluß des Friedens mit Frankreich zu dem Oberbürgermeister der Stadt die Worte sprach: Ich habe nicht allein den Frieden in Frankfurt abgeschlossen, sondern ich hoffe, auch meinen Frieden mit Frankfurt gemacht zu haben." Man kommt am Goethe-Tenkmal vorüber und tritt in Goethes EeburtsHaus am großen Hirschgraben ein. Seit ein paar Jahren sind darin einige neue Räume erschlossen worden, unter anderem ein kleines nach dem Hof und Garten gelegenes Musikzimmer mit Spinett. Stehflügel und Laute. Die größten Frauen, im physischen Sinne natürlich, hat England aufzuweisen, dann kommen die Amerikanerinnen. Die Große der Französinnen beträgt 'durchschnittlich 5 Fuß 1 Zoll- die DurchschnittZ-Ame-rikanerin ist nahezu um 2 Zoll größer. In Bezug auf Körpergewicht sind die Amerikanerinnen, bei einem Durchschnittsgewicht von 117 Pfund, ihren Geschlechtsgenossinnen in England und Frankreich um ein weniges überlegen. . GmoM'DH Wechjcl Credtttkriefe, Postanweisungen, auf alle Städte Europas. Schiffsscheine von und nach Europa. n und Verkauf ausländi scheu Geldes. No. 35 Süd Meridian Str. ttercksnts National Bank. er Trubel mit vielen Geschäften ist, daß die Nachfrage ungewiß, Konkurrenz groß und die Profite klein sind. Beim In vestiren Ihrer Ersparnisse machen Sie die Augen auf ! Gewiß erhalten Sie größere Erträge von Ihrem Geld von einem Unternehmen das noch neu ist, aber wählen Sie eins, wo die Nachfrage nach Waaren groß eine stabile ift die beste Konkurrenz klein und Profite groß sind. Solch ein Ges chäft ist Tlie Indianapolis Composite Briet Co. die völlig durch Patente geschützt' ist. Wir sind Besitzer unserer Anlage, mit freiem Roh Material, unsere große Fabrik ist vollendet und dafür bezahlt, unsere massiven Maschinerien sind hier und werden aufgesetzt . 43 ist eine sichere und profitable Geldanlage. Schreiben Sie nach 624 State Lise Gebäude für alle EinzelnheUen. Karstadt Bros. ZZampf-Fävberei und Reinigungsanstalt. ftttX.omcf: 1435 N. Jllwoiö Ctu Br4tlt Ltt Virginia Cve: 205 Jndiana Cvc. SN.JLKUU.' . JCct Vhones
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