Indiana Tribüne, Volume 30, Number 98, Indianapolis, Marion County, 15 December 1906 — Page 4
Jndiana Tribüne, 15 Dezember 1900.
Jndiana Tribüne. ynaulztlden v dn Sted?s Ts. Indianapolis, Ind.
Hany O. Tjudin B yräfldeut. OeschäftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE SV. tifid Kl the Post Office of Indianapolis K, cond dass matter. Aus Schutt und Asche wie dererstanden. Der California Demokrat" erscheint jetzt wiederum als tägliches Morgen dlatt. ES war eine schwere Heim suchung, welche der Demokrat- durch zumachen hatte und unter der Wucht des SchkcksalschlageS war Hoffnung' lofigkeit. die an Verzweiflung gemahnte, in den Herzen derer eingezogen, welchen die Leitung des Demokrat- in Hün den lag. Nur menschlich war diese Mutlosigkeit, eS war ein Beugen der Erdengröße vor der Allmacht des Schick sals. Ader nur wenige Tage, da lo derte die Hoffnung wieder auf und der California Demokrat- ar wieder er standen, freilich nur als Wochenblatt, Jetzt fühlt er sich soweit gekrüstigt, daß er wieder als tägliches Blatt erscheinen kann. Wie er seinen Lesern einen herz, llchen Morgengruß zurust, so soll ihm auch hiermit ein herzlicher Gruß ent boten seln!-Möge ihm der Starkmuth, den er in diesen schwere Stunden bekündet hat, nie fehlen, wenn eS gilt, andere Widerwärtigkeiten zu überwin den, die in der Zukunft keiner deutschen Zeitung hierzulande erspart bleiben können. Gesellt sich hierzu die ttlug. heit und fortschrittlicher Geschäftssinn, und nicht minder aus dem Leserkreise die Anerkennung, die jede deutsche Zei tung von ihrem Publikum fordern darf, so wird der California Demokrat" schnell wieder feste Wurzeln fassen und zu einem kräftigen Baume er wachsen! Der Chqmpagner-Trust wird die Preise erhöhen: auch DaS noch! DaS giebt uns armen Teufeln den Rest! Alea jacta est! BttNl politischen Spiele um die Herrschaft im Reichstage hat der CentrumS'Partei.fführer Röh ren einen schlechten Wurf gethan. In den Ruhestand trat ttontteadmiral Coghlan. - Schade, schade. Wer wird nun, wenn der Champagner fließt (Grog trinken unsere Leute ja nicht mehr) singen: Hoch der Kaiser. Die Erfahrung hat gelehrt, dab die deutsche Regierung bei Wahlen, die im Wint stattfinden, am besten ab schneidet. Die Neuwahlen müssen ge setzlich, blö zum 11. Februar statt, finden. Die Sozialisten und Liberalen beabsichtigen, ihre RelchStagSwahlcam pagne auf Grund der Fleischnoth in Deutschland zu führen, und hoffen, da mit einm durchschlagenden Sieg zu erringen. DaS Centrum dagegen wird wahrscheinlich seine Campagne auf Grund seiner schwarzen" Brüder in Afrika führen und tüchtig verhauen werden. Es sind im ganzen nur dreiundneunzig japanische Schüle.?, deretwegen der Sturm im San FranclScoer Thee kessel entbrannt ist. Davon stehen fünf undvierzig im Alter von fünfzehn bis zu zwanzig Jahren. Ob es nöthig war, dieser paar Leute wegen solchen Lärm zu machen, müssen wir der Beurthellung jener überlassen, die an dem Lürmmzchen betheillgt gewesen find. Noch -ehe die Victoria-Fälle de? Zambest dem Touristenverkehr recht zu gängllch geworden find, fallen sie be reitS dem JndustrialiSmuS zum Opfer. Die British South Africa Co. bead fichtigt, die Fälle zur Erzeugung von elektrischer Kraft auszunutzen. Die Kontrakte für die Lieferung der betref senden Maschinen find der Allgemeinen EleltrizitätS'Gesellschaft in Deutschland übertragen worden. Wenige Jahr zehnte erst ist eS her, daß diese Fälle, die höchsten unter den großen Wasser fällen der Erde, entdeckt wurden und schon werden fle von einem gleichen Schicksal ereilt, wie Unsere Niagara Fälle. Die elektrische Kraft, die man aus jenen Fällen zu gewinnen hofft. wird auf 150,000 Pferdekraft bercch net und soll hlnreichm, um Transvaal mit Elektrizität zu versorgen. . EZaS vaaskt s Südseite Kneipe, 1291 Süd Eaft Stw
Die Ausstellung in James
town, Va. Unter allen Ausstellungen, welche seit der Centennlal von 1876 in Phi. lcldelphia abgehaltenen in den Ver. Staaten stattgefunden, dürfte wohl keine einen Vergleich mit der im kom menden Sommer auf virginlschen Bo den abzuhaltenden Jameötown Erposi tion, in Bezug auf Ekgenartigkeit, Orl ginalltät und Neuheit, aushalten kön nen. Bereits haben die meisten euro pülschen Mächte, Deutschland voran. ihre Betheiligung zugesagt. Die Jameötown Ausstellung gilt in erster Linie dem Andenken der ersten Anstedlung der Engländer auf amerl. kanischem Boden im Jahre 1607 zu Jameötown. Va., woselbst Kapitän John Smith mit einer kleinen Anzahl von Kolonisten das Dörfchen JameStown begründeten, das als der Ge burtökelm einer Bevölkerung von hun dert Millionen zu betrachten ist. Durch die Abhaltung dieser Ausstellung soll die Stellung, welche die Ver. Staaten in der Geschichte und kulturellen Ent Wickelung im Laufe von dreihundert Jahren errungen baden, zur VerN' schaullchung gebracht, werden, durch Vorführung der Erzeugnisse auf allen erdenklichen Gebieten. Gleichzeitig mit der Ausstellung wird sich auf dem Meeresspiegel der Hampton RoadS den Besuchern ein Schauspiel darbieten. desgleichen die Welt noch nie gesehen oder erlebt bat, nämlich eine Flotten demonftration vom riesigsten Umfange, in welcher jede Art von Kriegsschiffen aller Nationen der Erde vertreten sein wird. Hampton RoadS ist nämlich groß genug, tämmtliche Flotten der Erde aufzunehmen. Ein weiterer An ziehungSpunkt wird ein großes interna tionaleS Lager bilden, in welchem De tachemetS von militärischen Truppen körpern auS allen Theilen Europa'S im Verein mit amerikanischen Truppen Exercitien, Manöver, Paraden und sonstige Schauftellungen aufführen wer den. In Washington bezeichnet man die Situation in der Kontroverse mit Ja pan noch immer als kritisch. Je fried lichr die Stimmung hierzulande ist, eine desto ernstere Bedrohung des Friedens bildet das größenwahnstn nige Jingothum der Japaner, das die Kräfte des eigenen Landes in nicht minder maßloser Weise Überschätzt, wie eS die. des Auslandes unterschätzt. Wer sich erinnert, wie die Pariser ChauvinS 1870 die französische -Re gierung gegen deren Willen zum Krieg trieben, wird nicht ohne Besorg niß auf das tolle Treiben der japani schen JingoS blicken. Voraussichtlich wird man sich aber auch in Japan bald wieder beruhigen. Wenn man sich in den Vereinigten Staaten über das Eindringen japanischer Wilderer in dleRobbenbeftünde an der Küste Alaöka'S nur annähernd so aufgeregt hätte, wie die Japaner sich über den San Franciöcoer Schulftreit skandalk firt haben, dann hätte eS zu sehr unan genedmen Auseinandersetzungen kom men können. Einen Motor von außerordentliche: Leichtigkeit und außer ordentlicher Leistungsfähigkeit will ein französischer Ingenieur construirt haben. Der für Santos Dumont, aber nicht ausschließlich für diesen arbeitende Maschinen - Ingenieur Vavasseur erklärte, demnackst mit e: nem nicht mehr als 100 Kilo wiegenden Motor von 100 Pferdekraft hervorzutreten. Man werde also eine Schnelligkeit von 150 Kilometer pro Stunde erreichen und wirksam gegen den Wind ankämpfen, doch unter der Voraussetzung, daß der Flugapparat der Zukunft sich der Pfeilform mög ligst .nähere. Vavasseur fügte hinzu, daß er vom Fürsten von Monaco bedeutsame Anregungen erhalten habe, die zuerst dem Motorboot, dann aber der Flugschisfahrt Dienste leisten wurden. Kindermund. Schwester!: Du, wie schaut denz: der Storch ans, der die Karserkrinzerln KrinaN" Brüderl: Wäs meinst denn, der schaut genau so aus,. w:e der unsere. Aber auö einem anderen Teich holt er sie, weißt, aus tV-m Vrimenteicb. da. wo nur kleine Prinzerln drin wachsen!" cywetteri: Wenn er aber amal elnö vertragt und zu aewöbnlicke Leut' bringt?" Brüderl: .Nack'r wird er halt a verwunschener Prinz, der sei' evtag tut esonderes werden tarn" Im Symphonie Con cert. Töchter (beim Adaaio): .5teKt drückt Beerhoven in seiner Musik die wemnutyrge Sehnsucht nach dem derlorenm Glück aus!" Mutter (beim Maestoso): Das ist iekt die Klaae über das traurige Menschenloos!" Ver folgende Thett wird durch einige Paukenschlage emgeleUet. JQüitz Und jetzt wird frisch angezapft!"
AllS den Gerichtcu.
Neue Klagen. Scheidungsklagen wurden ringe, reicht von: Katie Moore gegen Jameö Moore wegen schlechter Behandlung und Trunksucht des Beklagten, mit welchem sie am 30. August 1L99 den gesetzlichen Ehebund einging, der ste ader am 20. Juli 1905 verließ und da keine Kinder da find, wünscht fie ihre Freiheit wieder zuhaben. Charles E. Elements gegen Lona Elements, welcher als Grund seiner Klage ebenfalls schlechte Behandlung anführt, indem seine Frau daS Haxs nicht rein hielt, ihm seine Mahlzeiten nicht bereitete, keine Wüsche für ihn be sorgte, kurz und gut, verteufelt wenig um den Haushalt gab. und will er deshalb lieber ohne" sein. Sie hei ratheten am 12. April 1902 und gin gen am 3. März 1905 auseinander. Mary T. Purdeu gegen John L. Purdeu, den fie am 11. November 1897 heirathete, der fie aber am 12. August 1906 verließ und seitdem nicht mehr für sie und ihr jetzt siebenjähriges Töchterchen sorgte. Sie wünscht ferner nach erlangter Scheidung die Obhut über dieses Kind gerich:lich zugestanden zn haben, da. wie ste sagt, ihr John L. absolut unfähig sei, dasselbe zu über nehmen. Emma Ziegler gegen Raymond Zkeg ler, weil ihr Mann sie schlecht und grausam behandelte, und, wie ste wei ter sagt, Ehebruch mit anderen Frauen trieb. Diese Ehe wurde am 27. Sey tember 1904 geschlossen und hielt bis zum September 1905, seit welcher Zeit die Gatten nicht mehr zusammen leb' ten. Die Klägerin wünscht auch, die Erlaubniß zu erhalten, ihren Mädchen namen Emma Kraft wieder führen zu dürfen, sowie ihren Gatten in die tto ften des Verfahrens nebst Tragung der Anwaltsgebühren verurtheilt zu sehen. Samuel Russell gegen Ella Russell, die er am 19. April 1895 heirathete. aber von der er seit dem 6. November 1905 getrennt lebt. Er klagt seine Frau der grausamen Behandlung an und sagt ferner, daß fie ihren HauS pflichten in keiner Weife gerecht gewor den wäre, deshalb wünscht er auch die Obhut über die drei der Ehe entsprösse nen Kinder zu erhalten, da seine Ella hierfür durchaus nicht die geeignete Persönlichkeit sei. HaSkell R. Bandy gegen feine Frau Martha U. Bandy, welche er im April 1835 heirathete, die aber seit den letz. ten fünf Jahren so mit der Eifersu.cht I geplagt ist. daß er die Behandlung, welche fie ihm in Folge dessen zutheil werden läßt, nicht mehr länger auShal ten kann und deshalb auf Scheidung dringt. Jqlie Gunning gegen ihren Da nlel, weil fie dessen grausame BeHand lung. welche er ihr seit den letzten 3 Jahren zutheil werden ließ nicht mehr ertragen konnte. DaS Paar verbei rathete fich am 26. November 1893 und ledt: bis zum Sevtember 1906 zusammen. Der Ehe entsproß ein Sohn, dessen Obhut und Erziehung fie zu übernehmen wünscht und möge das Gericht dahin entscheiden, daß ihr Gatte wöchentlich $5 UnterhaltungS kosten an fie entrichte und die Kosten dieser Klage, sowie $25 Anwaltsge bühren zu tragen habe. Die Coal Creek Cannwg Company reichte gegen die Farina' Canning Company" wegen Nichteinhaltung eines ContracteS eine Schadenersatzklage in Höhe von $500 ein. Martha Wilder klagt auf $500 Schadenersatz gegen die Indianapolis Traction & Terminal Co. Wie fie sagt, fuhr fie um 4 Uhr des Nachmit tags am 19. November dieses .Jahres mit einem Straßenbahnwagen nach der unteren Stadt; als fie nebst vielen an deren Paffagieren den Wagen verlassen wollte, bewegte fich derselbe plötzlic, mit einem Ruck nach vorn, wodurch sie auf die Straße geschleudert und so ver letzt wurde, daß fie fich in dieser Klage berechtigt glaubt. Edward Nichlassen strengte eine Klage gegen die Jndiana Jmplement Com pany an, für .welche er einen Massen Verwalter ernannt haben will. Er sagt, er sei der persönliche Eigenthümer von 4159 Antheilscheinen zu je $1 der Gesellschaft; diese besitze Eigenthum im Werthe von $10.000, jedoch stände diesem ein ähnlich hoher Betrag von Schulden gegenüber, und wünscht er deshalb die Abwicklung der Geschäfte durch einm Massenverwalter. Wm. McLaughlln, der ein Barbier, geschäst im Hause No. 133 Nord Dela.
ware.Straße betreibt, klagt auf $1500
Schadenersatz gegen Henry Kothe und Julius A. Lemcke, die Vermiether des selben, da ihm das contractlich zu ehende warme Wasser, welches er in seinem Geschäfte so nöthig gebraucht. jn den Stunden von 6 bis 3 Uhr Mor genö und von 6 Uhr AbenbS ab wäh rend der letzten sechs Monate nicht ge liefert wurde. David L. Cook und Emanuel M. Cook, die unter der Firma Cook BroS. ein Plumber " . Geschüft betreiben, klagten gegen Walter I. Hubdard we gen gelieferter Arbeiten auf $200. Harriett I. Dunlng reichte gegen The Zink Gymnastic und Orthopedic Institute- (Jameö L. Zink. Wm. E. Henry und Henry M. Sweeny) Noten klage für den Betrag von $300 ein. Die Klage fußt darauf, daß Klägerin Verbesserungen an dem vom Verklagten occupirten Gebäude im Betrage von $2500 auf deren Veranlassung vor nehmen ließ und diese fich verpflichteten, am 1. Oktober jeden Jahreö $2ö0 für die nächsten zehn Jahre abzutragen, daß fie jedoch ihren Verpflichwn gen am 1. Octoder 1906 nicht nach kamen. Kriminal-Gericht. Richter Freemont Alford. Wm. Olney bekannte sich deS Klein diebstahlS schuldig und wurde zu 81 und Kosten, nebst 10 Tagen Gefängniß verurtheilt. Obwohl Olney eingestanden hatte. $3600 werth Waaren von der JndianapoliS Warehouse Company geftoh len und solche an LouiS ttaminöky verkauft zu haben, wurde er vom ttri minalrichter nur zu obiger geringfügi ger Strafe verurtheilt. Kaminsly, welcher die fraglichen Waaren den Be ftohlenen wieder zurückerstattet hatte. ging in dieser. Angelegenheit frei aus. Kre'.sgericht. Richter Henry Clay Allen. Die von Martha W. Brown gegen ihren Gatten LouiS L. Brown eingereichte Scheidungsklage wurde bewil ligt, jedoch muß die Klägerin mit Wie derverheirathung 2 Jahre warten und die Kosten bezahlen. - Superior-Gericht. Zimmer No. 1. Richter John L. McMafter. ' Jn der Schadenersatzklage der Rose Miller gegen EnoZ Hall entschieden die Geschworenen zu Gunsten des Beklag, ten. . Die Schadenersatzklage des Levi Pfendler gegen die Indianapolis und Cincinnäti Traction Comp., wurde zu rückgezogen und die Kosten bezahlt. ' Zimmer No. 2, Richter Jameö M. LeatherS. Die MechanicS LienKlage der AN' derson Screen Manufacturing Comp. gegen Gustav A. Schiefer wurde gegen die Kläger Entschieden und diese in die Kosten verurtheilt. Die Klage von Edward Nicholassen gegen die Jndiana Jmplement Comp. für Ernennung eines ReceiverS, 'wurve genehmigt und Herr George Mull hierzu ernannt. Die Scheidungsklage von Frau Cora A. Barnett gegen Oberst John T. Barnett, einem Veteranen des Epa nisch'Amerlkanischen Krieges und ArmeeOfsizierS a. d. zur Verhandlung gebracht. Eine große Anzahl Zeugen aus der Nachbarschaft ihrer früheren Wohnung, Delaware und 20. Straße waren erschienen. Frau Barnett zieh ihren Gatten der Verspottung ihrer Religion, der inhumanen Behandlung, indem er ihr befahl Dienstleistungen für ihn zu thun, statt fie zu bitten, anch habe er nicht genügend für fie, ge sorgt, indem er ihr nur $30 den Mo nat bewilligte, womit fie für vier Per sonen sorgen und noch die Köchin be zahlen mußte. Der Oberst war durch seinen An walt vertreten und ließ auf all diese Anklagen Nichts erwidern. Der Frau Barnett wurde die Scheidung sofort bewilligt. Nachlassenschafts'Ccricht. Für den Nachlaß von Hugh I. Drummond, wurde dessen Wittwe als Verwalterin ernannt und unter $23,000 Bürgschaft gestellt. Bandit als Gouvern e u r. Der Vanditenhäuptling Raisuli Zn Marokko, der seiner Zeit den Amerikaner Perdicaris entführte, ist zum Gouverneur der Stadt Arzilla und der benachbarten Provinzen ernannt worden. Die Ernennung erfolgte .durch den Sultan. DaS Gebiet unter Raisulis Votmäßigkeit erstreckt sich von Tanger biZ El-Araish. -
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I n der Saint - LouisKirche in Poissy haben mehrere Einbrecher Nachts den Schrein erbrochen, der die Reliquien des heiligen Louis birgt. Um sich nicht mit werthlosen Sachen zu beschweren, hatten die Gauner sofort dinen Prüfstein und Scheidewasser hervorgeholt, um sich von der Echiheit der in Betracht kommenden Gegenstände zu überzeugen. Ihre Enttäuschung war groß, als sie die Entdeckung machten, daß die heiligen Kelche und auch die Truhe selbst, in der sie aufbewahrt lagen, nicht aus Gold waren. Aus Wuth, darüber, daß sie der Ruf" der histo-! risch sehr werthvollen Kirche hinters Licht geführt hatte, zertrampelten und zerschmetterten die Diebc die Kelche, und alles übrige, das ihnen von den geweihten Gegenständen in die Hände kam. Vorsichtlgerweise nahmen sie aber das kostbare Kristalletui mit dem Finger des heiligen Ludwig mit, das sich bisher durch alle Stürme der Zeit gerettet hatte. Früher lag das Kristalletui noch in einem kleinen Goldkoffer, der aber schon vor vielen Jahren durch eine kleine Kupfertruhe hatte ersetzt werden müssen. Entdeckt wurde der Kirchenraub' durch den Sakristan der 'Kirche erst dann, als die Einbrecher sich längst in Sicherheit gebracht hatten. Um bei ihrer Arbeit nicht gestört zu werden und vor allem,' um keine Spuren zu hin rlassen, hatten sie die Schuhe ausgezogen. Prüfstein und Scheidewasse? wurden am Orte der That funden, Zur Errichtung eines Denkmals für Theodor Mommsen. das im Vorgarten der Berliner Universität seinen Platz erhalten soll, war ein' engerer Wettbewerb unter sieben Bildhauern ausgeschrieben. Die Entwürfe gingen schon vor länger als Jahresfrist im Kultusministerium ein und brachten fast durchweg interessante Lösungen der Aufgabe. Gefordert war eine sitzende Darstellung des großen Gelehrten. Nunmehr hat das Comite die Entscheidung getroffen. Professor Brütt. Mommsen's holsteinischer Landsmann, ist aus dem Wettbewerb als Sieger hervorgegangen. Sein Entwurf zeigt Mommsen auf einem-hohen Sessel in gedanken voller, charakteristischer Auffassung. Brütt hat. wie erinnerlich, auch Mommsen's Todtenmaske abgeformt und zu einem stimmungsvollen Bilde des Entschlafenen gestaltet. Als Material für das Denkmal ist Marmor gedacht. Zur Ausführung steht eine Summe von 60.000 Mark zur Verfügung. Mommsen wird vor der Fassade des Universitätsgebäudes rechts vom Haupteingang seinen Platz erhalten. Es ist in Aussicht genommen, als Gegenstück ein Denkmal Leopold von Ranke's zu errichten. 'Von der Gesammt'-Koh-lenproduktion der Welt im vorigen Jahre entfielen auf die Ver. Staaten 362.964.000. Großbritannien 239.889.000. Deutschland 173,664.000. Oesterreich - Ungarn 36.048.000. Belaien 21,884,000, Rußland 17,120,000, Japan 11.895.000, Indien 7.921,000 und Canada 7,950.000 Ton. nen. Die Ver. Staaten haben die größte Produktion, werden aber, was den Export angeht, von England übertroffen ' Großartig. Dame (zu e:ner Freundin): Gestern bin ich Dir meinem Mann' gegenüber so großartig in die Ohnmacht gefallen, daß auch gleich noch für meine sechsjährige Elsa ein Kleidchen mit abfiel!" , Die junge Hausfrau. Wie oft habe ich Ihnen gesagt,Anna, daß das Eis nicht auf dem Küchentisch liegen bleiben, sondern sofort in den Eisschrank gelegt werden soll dies hier ist schon gar nicht mehr richtig kalt!" y Schreck lieh. Heute bin ich die halbe' Rächt wach im Bett gesessen." Ja, warum denn das?" Zweimal hat mir von meiner Schwiegermutter geträumt, dann hab' ich. mich, nicht. , mehr emzuschlafen. gt traut."
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