Indiana Tribüne, Volume 30, Number 96, Indianapolis, Marion County, 13 December 1906 — Page 5

Jndkana Tribüne, 13 Dezember inoö

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Vrüger Co. Von W. H. .Je älter, je dümmer die Mädchen," rief Christian Krüger, als sich die Thür hinter Fräulein Helms gesclossen hatte, und krachend warf er einen Stoß Papiere von der einen Seite des Schreibtisches aus die andere. Mit einem Schlag aus aller Ruhe, um allen Frieden gebracht," seufzte sein Aruder 5ans. der ibm aeaenüber

h am Schreibpult saß, und schlug mit w. rf,..ri ..c crirx

uii iyuui uu iriu ijuy. .Muß die alte Fregatte durchaus noch in's Unglück segeln wollen. Nach 20jähriger tadelloser Buchführung verlobt sie sich. Soll man es für möglich halten!" .Und wie sie darauf brennt, fort zu kommen! Man follte doch denken, daß ihr die sauberen Bücher ein wenig an's Herz gewachsen wären in all' den langen Jahrm. Aber hörtest Du's, wie sie lachte, als ick) ihr das vorhielt? Lachte und gackelte, als wenn sie noch ein Backfisch wäre." Ja, das gackelt noch auf dem Sterbebett, das Weibsvolk," knurrte Christiern mit dem ganzen Groll des Junggesellen und begann allmählich seine Arbeit. Briefe, die Fräulein Helms hereingebracht hatte, zu lesen und zu unterschreiben. Auch Hans wandte sich. mit gerunzelter Stirn wieder seinen Papieren 4U. Die Federn kratzten aus dem Papier. die große Uhr, der einzige Schmuck des kahlen Bureauraumes, in dem die beiden, über die Schreibtische gebeugten Grauköpfe ihr halbes Leben verbracht hatten, tickte laut und energisch in die Stille, als wüßte sie. welch wichtiger Gegenstand sie in dem Leben der pedantischen Menschen da unten war. Ach was." unterbrach Hans das friedliche Schweigen und warf die Feder fort. .Die Sache läßt mir keine Ruhe. Was sollen wir denn nun machen?" .Ja," sagte Christian und kratzte sich bedächtig mit der Feder hinter dem Ohr. .Wollen wir die Freundin von der Helms, die sie uns empfiehlt, nehmen? Wir ersparen da das Jnseriren, unnöthige Schreibereien und Zeitvergeudung." .Gewiß, das ist wahr. Wie heißt sie denn noch, die Helms hat's doch aufgeschrieben?" .Hier steht es: Lotte Keller, da ist auch die Adresse; in Berlin ist sie jetzt. Lasse an sie schreiben, dann ist die Sache wenigstens so weit erledigt." , Beide Brüder seufzten. Wieder ein neues Gesicht, an das man sich erst gewöhnen muß." Und solch fremdes Weibsbild, das wieder von nichts eine Ahnung hat. DieHelms war jetzt . so gut eingearbeitet." ! Als die Uhr schnarrend zwölf zu schlagen begann, erhoben sich die Brüder mit einem Ruck. Bon zwölf bis ein Uhr auf die Minute machten sie ihren Spaziergang im Bismarckhain". Das wußten alle Mitbürger der kleinen Stadt, in der die Brüder das erste Getreidegeschäft .Krüger & Co." besaßen. Schon zwölf, denn Krüger & Co. kommen," sagten die Kindermädchen, die im Bismarckhain saßen. .Herrjeß, schon bald eins, Krüge? & 5o. sind auf dem Rückweg." schrien die Buben, die sich auf dem Nachhausewege von der Schule spielend herumtrieben. Krüger & Co. aber gingen stets tief versunken ihren gewohnten Weg. Es waren meist dieselben Gedanken, die in . den beiden grauhaarigen Häuptern hin und her gingen: die Kurse an der Getreidebörse, eine neue Ordre, der unhöfliche Brief eines Kunden, bas Ungeschick eines Angestellten, das kommende Mittagbrod oder Aehnliches. Nur selten wechselten sie ein Wort, denn sie waren selten verschiedener Meinung. Heute quälte beide einmüthig der Gedanke an die neue Buchhalterin. Wenn sie nur keinen gräßlichen Sprachfehler hat," sagte Chrlstian aus feinen Gedanken heraus. .Das müssen wir die Helms fragen." .Gewiß," erwiderte Hans, .und daß sie sich etwa nicht parfümirt, die alte Kruke." .Müssen wir auch der Helms sagen. Ja, wenn die Männer nicht so viel höheres Gehalt verlangten " Als die Uhr vom rothziegeligen Rathhaus eins schlug, traten sie über die Schwelle ihres Hauses, und im selben Augenblick hatte Frau Schall, die Wirthschafterin, drinnen im Eßzimmer die Suppenterrine auf den Tisch zu setzen. Dann begann das Mittagessen. Wenn es Mittwoch war wie heute, gab es Kalbsleber mit Mattaroni, morgen gab es Hammel mit Wirsing; jeder Tag hatte sein festes Menü, und als Frau Schall am vorigen Mittwoch keine Kalbsleber bekam und Schnitze! fervirte, waren Krüger & Co. den ganzen Tag verstimmt. Frau Schall aber ging zum Schlächter und sagte: .Daß Sie mir aber andermal die Kalbsleber für Krüger & Co. refcherfüren. Mich zitterten ordentlich . die Hände, als ich die Schnitzels bringen mußte." ' Auch sie sagte gewohnheitsmäßig wie die anderen stets: Krüger & Co. Christian und Hans nannte Niemand die beiden mehr, seit vor dreißig Iahren die Mutter so bald' dem Vater auf den Kirchhof gefolgt war. Damals waren sie erst dreißig und dreiunddreißig Jahre alt und waren nicht ganz so

weiberfeindlich wie jetzt. Aber an beiden schon in der Jugend pedantischen Männern war die Liebe votbei in die Arme eines anderen gelaufen Das hatte sie noch fester verbrüdert,' und jetzt waren sie froh, daß kein Weibergezänk ihnen die häusliche Ruhe störte. Fräulein Helms hatte lächend versichert sie lachte jetzt unausstehlich viel daß ihre Freundin Lotte Keller keinerlei Sprachfehler habe.'Sie"glaube auch nicht, daß sie sich Parfümire, sie werde es ihr jedenfalls schreiben, daß es nicht erwünscht wäre. Sehr langsam für Fräulein Helms, fehr rasch für Krüger & Co. kam der nächste Monat heran. Fräulein Helms schied mit Thränen des Glücks.

Die beiden Brüder hatten nach langen,' reiflichen Ueberlegungen im BismarckHain beschlossen, ihr hundert Mark als Hochzeitsgeschenk zu geben, die Christian feierlich überreichte, indem er ihr Glück zu dem wenn auch vielleicht unüberlegten Schritt" wünschte. Bald darauf sahen die beiden mit gesenktem Kopf, wie Fräulein Helms im Vorfrühlingssonnenschein die! Straße hinabellte, ohne sich nur einmal umzuschauen. Am anderen Morgen gingen die Brüger Krüger mit einem starken Druck im Hals den Weg in's Kontor. .Das neue Fräulein schon da?" fragte Christian, als er in's Vorzimmer kam.. . ' ' .Noch nicht," war die Antwort. Um neun Uhr sollte sie antreten, jetzt war es halb zehn. Eine Viertelstundespäter klopfte es, und gleich darauf öffnete sich rasch die Thür. Entschuldigen Sie' meine Verspärung." sagte eine helle Mädchenstimme. Die beiden Köpfe wandten sich rasch der Eintretenden entgegen. Eine Pause entstand. Zwei Paar- rund aufgerissene, kurzsichtige Augen sahen starr auf ein junges Mädchen, über deren weiße Stirn sich goldblondes Haar kräuselte. Große, blaue Augen blickten ängstlich auf die sie Anstarrenden, ein rother Mund verzog sich wie zum Weinen, und eine kleine Hand spielte in der Verlegenheit mit einem goldenen Kettchen, das sich um einen zarten Hals schlang. Und Sie wollen Buchführung könncn?" sagte endlich Christian barsch. . Wie alt sind Sie denn?" herrschte Hans. Achtzehn ein halb," sagte Lotte Keller ganz verschüchtert. Das schienen ja viel schlimmere Brummbären zu sein, als ihr Fräulein Helms schon geschildert hatte. Ja, wie kommen Sie denn dazu, eine Freundin von Fräulein Helms zu sein? Wir erwarteten natürlich eine viel ältere Dame." Lotte stammelte etwas Unverständliches. " ' '' ; - - Na, nun haben Sie die Reise gemacht, wir werden es jedenfalls versuchen," rief Hans laut und hastig. Er hatte große Angst, daß die großen, blauen Augen plötzlich zu tropfen beginnen könnten. Lotte Keller setzte sich an Fräulein Helms' verlassenen Platz, nahm den Federhalter in die Hand und begann emsig, das ihr Aufgetragene zu schreiben. Uns solch Küken auf den Hals zu laden," sagte Christian Mittags im Bismarckhain. .Ich weiß nicht, ob es Dummheit oder Frechheit von der Helms war," brummte Hans. Aber das Küken schien sich einzuarVeiten. Wenigstens blieb Fräulein Keller bei Krüger & Co. Es war mittlerweile Frühjahr geworden, und im Bismarckhain grünte und sproßte alles. Ein herrliches Frühjahr diesmal, sagte Christian. Ob die Keller auch etwas spazieren geht? Ich habe gehört, daß junge Madchen im Frühling leicht bleichsuch tig werden." bemerkte Hans nachdenk lich. Was geht das uns an," brummte Christian, das erste Mal wüthend, daß Hans den gleichen Gedanken hatte wie er. Einige Tage später geschah . das Unglaubliche. Hans sagte, als die Uhr chre zwölf Schlage avgeschnurrt hatte: .Ich komme heute nicht mit Dir in den Bismarckhain, ich habe Kopfschmerzen und gehe direkt nach Hause." Christian war es nicht so unlieb. wie Hans gefurchtet hatte; mit freundlichem .gute Besserung" begab er sich auf den Weg. Hans blieb im Bureau, bis alle An gestellten fort waren. Dann eilte er hastig an Fräulein Kellers Pult und holte ihr Buch hervor. Sorgsam be gann er darin zu radiren und die Zah len zu verbessern. Er hatte vorhin ge sehen, welch großen Rechenfehler das kleine Ding wieder gemacht hatte, rasch fort damit, ehe Chnstlan es sieht und sie wieder anfahrt. Plötzlich öffnete sich , vorsichtig die Thür, und Christian kam leise herein, ein Radirmesser in der Hand. Er fuhr zurück, als er Hans fah, murmelte etwas wie .Wichtiges hier vergessen und verschwand sofort wieder, ohne zu fragen, was Hans hier im geschlossenen Geschäftslokal zu thun habe. Aber seit dieser Begegnung war et was zwischen den Brüdern. Siegingen nicht mehr zusammen im Bismarckhain spazieren.. Es kam, sogar vor, daß sich einer oder der andere mn mthttrt 'Minuten du Tilin tutSbaUi.

MNZ Ipraqlos Äver war Vrau Tcyau, als Krüger & Co. eines Donnerstags überhaupt nicht merkten, daß sie statt des 'fälligen Hammelfleisches Schmorbraten vorgesetzt bekamen. Es war jetzt Sommer, die Fenster des Bureaus waren weit geöffnet. Auf den Schreibtischen standen dichte Rosenbüsch?. Fräulein Keller hatte sie mitgebracht, weil sie Blumen fo liebte. Man konnte ihr ja die harmlose Freude" gönnen, hatte Christian gleichgültig gesagt, und Hans hatte ebenfalls nichts dagegen. , Lotte Keller aber fand die beiden Brummbären gar nicht so schlimm, wie sie erst gedacht hatte.- Allerdings das Bücherführen war ihr fürchterlich langweilig, und in diesen heißen Tagen konnte man geradezu dabei ein-

schlafen. Und bald lag das blonde Köpfchen vornüber auf dem Buche, und regelmäßige Athemzüge erriethen, daß Lotte fest und ruhig schlief. Christian und Hans waren zu einer Gerichtsverhandlung gewesen. Jetzt kam Christian allein zurück. " .Die häßlichen Fliegen," sagte er vor sich hin, als er die schlafende Lotte I eruhrt betrachtete, und leise stellte er ich hinter sie und scheuchte die Fliegen von der Schläferin. Es dauerte wohl eine Stunde, bis Lotte erwachte. Christian räusperte sich, und es schien,, als wäre er gerade zur Thür hereingetreten. Einige Tage später sagte Christian zu Hans: .Ich habe Dir etwas zu sagen.". Ich weiß es," flüsterte Hans. .Du bist der Aeltere, nimm sie, ich ziehe fort, und meinen Geschäftsantheil zahlst Du mir nach und nach aus. .Du bist der Jüngere," sagte Christian wehmüthig. .Ich werde fortgehen." .Ich nehme das Opfer nicht an. .Ich auch nicht." Nathlos faßen Sie sich gegenüber.. .Laß sie selbst entscheiden," meinte Hans endlich. .Wir wollen ihr jeder schreiben. Christian schrieb: .Sehr geehrtes Fräulein! .Biete Ihnen hiermit an, mein bescheidenes Heim für Lebenszeit mit mir zu theilen. .Erfüllung meiner Bitte hoffend, bin ich in ausgezeichneter Hochachtung Ihr ergebener Christian Krüger, i F. Krüger & Co." Hans' Brief lautete: , .Liebes, junges Fräulein! .Sie würden mich glücklich machen, wenn Sie die einfache Häuslichkeit eines alten Mannes theilen wollten, um ihm Behaglichkeit und Freude zu bringen. .Mt Wohlwollen Ihr ergebener Hans Krüger." - Tags darauf gingen sie sehr unruhig in's Burean. Erst gegen zehn Uhr erschien Fräulein Keller. Sie kam auf beide zu, drückte jedem gerührt die Hand und sagte: .Wie gut Sie sind, daß Sie mich beide in Ihr Haus nehmen wollen Sie können mich gewiß nicht mehr brauchen hier wegen der vielen Rechenfehler, die ich immer noch mache. Ich eh's ja ein. Und damit ich doch mein Brod habe, wollen Sie mich als Hauskälterm nehmen, o das ist herzensgut. Aber" sie stockte und wurde dunkelroth .wenn Sie mich wenigstens bis zum Herbst noch hier im Bureau behalten könnten! Ich hatte schon so fest mit dem Gehalt gerechnet. Ich ich bin nämlich verlobt, seit seit einem Monat, und im Herbst soll die Hochzeit fein." Jetzt färbte sich auch der weiße Hals dunkelroth. Nach einer langen Pause sagte Christian rasch und heiser: .Meinetwegen bleiben Sie bis zum Herbst." Und Hans rief heftig: Wir werden Sie nicht am Heirathen hindern. Das fcheint jetzt chronisch bei den Buchhalterinnen zu sein." Lotte Keller war ganz erschreckt über den schroffen Ton in den Stimmen, und sie dachte .aber im Herbst". Wie selbstverständlich gingen seit diesem Mittag Krüger & Co. wieder zusammen ihren gewohnten Weg in den Bismarckhain. .Ein Glück, daß sie unsere Briefe von. dieser Seite ausfaßte," meinte Christian kleinlaut. .Da hätten wir alten Esel uns gut blamirt," sagte Hans, und mit einem schüchternen Lächeln sehen sich beide von der Seik an. Damit hatten sie sich alle Mißverständnisse der letzten Monate einmüthig vergeben. Im Herbst aber saß bei Krüger & Co. trotz des höheren Gehalts ein schnurrbärtiger Jüngling auf Fräulein Helms' einstigem Posten., . zHöyere Gewalten.' Ein berühmter Meteorologe hat auf den, Sonntag .brillantes Wettek" vorausgesagt und nimmt an diesem Tage an einem Gesellschaftsausslua theil. Bald fängt es an, fürchterlich zu regnen, und es stellt sich heraus, daß niemand einen Scbirm bei sich hat, als der Herr Professor.' .Ei. e!, Herr Professor fragt man von allen Seiten, .Sie selbst verlassen sich so wenig auf Ihre Wis senschast?" .$," entgegnet dieser ganz ruhig, .meine liebe Frau hat gemeint, ich sollte doch einen Schirm mitnehmend

ZNeik Haversack's Zchreivebrief.

S!o. 474. Seöhrter Mister Edithor! Mit meine Jnscherrie is es doch nit so schnell besser geworde wie ich eckspecktet gehabt hen. Im Gegedheil. ich hen ganz schreckliche Pehns kriegt un ich ben gar nit ausmache könne, was die Kahs davon war. Ei tell juh. die Schmerze hen mich puttinier krumm gezoge un mei Limbs sin uffgeschwolle wie alles. Ich sin uff en schöne Dag zu den Dackter gange un hen mich emol diesent ecksämmme losse. Ich sin effreht gewese. daß ich mich mehbie e paar Knöchelcher gebroche hätt. Der Dackter Hot gesagt: .Mister Scheriff. ich will Jhne emol ebbes sage: Sie hen den Rummetissem un was mer so uff deitsch die Gauts rufe duht. Wann Sie jetzt en armer Deibhenker wäre, dann'deht ich Jhne e Preskripschen gewwe un deht sage, nemme Se alle halwe Stund en Tiehspuhn voll. Den Weg könnte Se noch so ebaut vier fünf Jahr lang Ihre Pehns aushalte un wann Se bis dahin nit selig entschlafe wäre, dann wäre Se so daungeronnt, daß Se nicks mehr drum gewwe dehte. ob Se hunnert odder dausend Johr alt wer'n. Lang hätte Se dann ennihau nit mehr zu lewe. Sie sin awwer 'en Mann mit Miens. wo ebbes for seine Gesundheit spende kann, un for den Riesen sag ich: packe Se Ihre Dods un gehn Se nach Schermennie in e Äad." .Schiewiß, hen ich gesagt, for e Bad zu nemme, is doch kein Juhs, daß ich nach Schermennie gehn, fell kann ich doch auch hier hen, wann ich es grad absolut nöthig hen." Mister Scherriff, Hot der Dackter gesagt, jetzt losse Se emol Jhne Ihre Tscheuks; Sie wisse doch schuhr genug, daß ich mit den Bad nit den Dipp meine, wo mer alle Samstag nemme duht, ich meine e'Minnerell Bad, wo den' Nummetisscm aus Jhne Jhrn Frehm ziehe duht. So en Platz is Wiesbade, un wann Se mein Ettweis folge wolle, dann duhn Se's reiteweg, sonst kann ich Jhne keine Hoffnung mache." Er Hot noch for e Weil den Weg getahkt un ich' hen genohtißt, daß er Bißneß gemeint Hot. Ich hen noch zu den Mister Mehr gehn wolle, for en Tahk mit ihn zu hen, awwer ich sin nit ehbel gewese, un for den Riesen hen ich ihn Wort geschickt, daß er emol zu mich komme sollt. Er is auch gleich komme, un do hen ich ihn alles verzählt, was mich der Dackter gesagt Hot. .Wei, Meik. Hot er gesagt, ich will dich emol ebbes sage, ich gewwe dich sechs Monat Feckehschen for daß du gehn kannst, un wann ich wißt, wie sich der Mister Baldrian anlasse deht, dann deht ich auch mit gehn. Ich hen auch Ruhmettissem un plentie davon, un in unsere Aebsenz müßt der Mister Baldrian die Zittie rönne. Wann du denke duhst, daß er fitt is, so ebbcs zu mache, dann gehn'wir mitsamme." Schiewiß, do hen ich mich awwer gefreut! Mister Mehr, hen ich gesagt, wann du das duhn dehtst, dann wär ich so häppig wie e Behbie an Krißmeß. Den Christ, den könne mer ja noch e wenig einbreche un ich sin schuhr. daß er es nit schlechter mache duht. wie mir. Heut Nacht will ich ihnnoch tackele un dann könne mer in zwei odder drei Däg sehle." Das Ding war also gesettelt un wie am Obend der Christ heim is .komme, do hen ich ihn in mei Ruhm komme losse un hen gesagt: .Christ, denkst du, daß du ehbel bist, diese hier Taun for so ebaut e Halmes Jahr zu rönne, mitaus daß der Mister Mehr un ich hier wäre?: Do Hot er gesagt: Ich denke ich kann. Es is hier alles in so e gutes Schehp, daß es iesig is. Off Kohrs duhn ich awwer auch en Rehs in mei Sällerie eckspeckte." .Jsch dat so? hen ich gesagt, du kriegst noch kein verdollte Pennie mehr. Du solltest die, Sach als e Anner angucke un sollst se gar mt hoch genug epprieschjiehte. Der Mister Mehr is krank n so stn ich, un mir müsse beide nach die alte Kontrie. Also mach dein Meind schnell uff. sonst lcsse mer uns aus e annere Zittie Jemand komme, der als Mehr äckte duht un du Host dann die Tschehns von e Leifteim gemißt, sage zu könne: Ich sin auch emol Mehr von diese Taun gewese!" Sell Hot geschafft. Er sagt, well, er deht denke, er dehts mache, er wollt nur noch emol höre, was die Selmä von denke deht. Er is dann zu seine Alte gange un e Minnit un e halb später is er mit die Selma in mei Ruhm komme. Die Selma Hot gestrahlt vor lauter. Wonne un Entzücke. ., Meik, das is der schönste Monument von mei Lewe," Hot se' gesagt. .For so e Tschehns hen ich schon mei ganzes Lewe gewart un wann es auch nur for fechs Monat is, so kann mer , ja doch, nit wisse, ob nit der Rummetissem doch länger nemme duht.

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bis er kurirt is. Well, mer wolle daS beste hofse. Ich wer'n schon dazu tende, daß der Christ kein Nonsenz rnadfc duht un ich will mit einem Wort e gutes Auge an die Ettministrehschen hawwe. Denkst du, daß mich die Viebels dann auch Missus Mebr xuU duhn?" Schuhr Ding," hen ich ge sagt, un sin froh gewese, daß die Sach so iesig gesettelt war. Mer hen dann gleich alle Errehnschements gemacht un ich denke in en Dag odder zwei schwimme mer schon. Wisse Se, zwische Jhne un mich, ich hen mich arig uff den Tripp gefreut un in die erschte Lein, daß der Mister Mehr mit" gange is. Der is noch nie nit in die alte Kontrie gewese un do kann ich ihn alles so schön ecksplehne, bikahs ich hen das doch schon alles gesehn, eckzept in Wiesbade sin ich noch. nit gewese, awwer das werd jo auch nit so viel aus den Weg sein, daß sich nit en deitscher Mann dorchfinne kann. Mit allerhand Achtung Juhrs trulie Meik Habersack, Eskweier un Scheriff von Appel Jack, Holie Terrer Kauntie. Hawaiische Wahlversammlungen. Mag man auch noch so viele Wahlcampagnen innerhalb der Ver. Staaten in engerem Sinne gesehen haben, so kann man doch im Territorium Hawaii noch manches Neue und Eigenartige bei Wahlfeldzügen beobachten. In Honolulu und überall sonstwo

'aus diesen Inseln, wo es überhaupt zu ponttjchen- Versammlungen kommt, sind dieselben recht malerischen Charakters und haben gleichzeitig einen entschieden familiären Anstrich: denn es nehmen stets auch alle Frauen und Kinder der Nachbarschaft daran theil, und jeder kluge Redner hat allemal auch etwas Angenehmes für die Evastöcher zu sagen und weiß die Aufmerksamkeit der Kinder auf sich zu ziehen. Fast alle solche Versammlungen finden im Freien statt; bei dem milden Klima kann man sich das leisten; denn mit Wind oder Kälte braucht gar nicht gerechnet zu werden, und strömender Regen stellt sich nur höchst selten ein. Meistens werden keine Sitze geliefert; die Hawaiier brauen sowobl wie Männer hören stundenlang" stehend Reden an. Manche bocken auf dem Boden, ohne sich jemals zu erkälten, und neben oder hinter den Erwachsenen spielen die Kinder herum. . Zur Beleuchtung in Abendversammlungen werden nur Petroleumfackeln verwendet, außer wenn die Versammluna an einem besonders fashionablen , Platze stattfindet, oder wenn sie eine Glanzaffäre der betreffenden Partei sein soll. Im Uebrigenist die glänzendste Beleuchtung das Redefeuerwerk. Jeder Eingeborene dieser Inseln ist ein geborener Redner. Auch gibt es erstaunlich viele Kanälen oder Mischlinge, welche eine wundervolle .Fizigkeit" im Uebersetzen einer Rede don einer Sprache in eine andere haben. Allemal werden ineiner Wäh lerversammlung zwei Sprachen angewendet. Jede englische Rede wird sofort in's Hawaiische übersetzt aber nicht viele hawaiische Reden in's Englische; Letzteres ist nicht so nöthig, da gewöhnlich die Mehrheit des Publikums aus Eingeborenen besteht. Das Uebersetzen erfolgt in der Weise, daß der Redner immer nur etwa ein Halbbuchend Sätze fortlaufend spricht, dann innehält und wartet, bis sie übersetzt sind. Dies thut der Wirksamkeit der Rede durchaus keinen Eintrag, es fördert aber die Anwendung kurzer, bllndiger und schlagender Sätze. Diese, sowie Volkssprichwörter und Gleichnisse aus dem Naturleben sind beim hawaiischen Publikum am beliebtesten, mag der Inhalt auch ein noch so gewagterem betreffenden Falle fein. Die meisten Campagneversammlungen und alle,' in welchen die Eingeborenen vorwiegen werden mit Gebet eröffnet, wobei Alles mit entblößtem und gebeugtem Haupte dasteht, und am Schluß aus Aller Munde ein .Amen" erschallt. Der Vorsitzende der Versammlung gilt als eine riesig wichtige Person, und dieses Amt ist eine sehr begierig gesuchte Ehre. Die Ergebenheit so manchen " Hawaiiers für seine Partei ist durch die Zuwendung solcher Ehren erhalten worden. , Und an und für sich ist es mit der Partei-Loyalität hier durchaus nicht weit her; denn so lebhaft die Hawaiier anscheinend auch die Politik erfassen, und ein so ernstes Gesicht sie auch dazu machen, wechseln sie ihre Partei-Zu-geHörigkeit erstaunlich oft.- Man hat kürzlich in Honolulu auf einem Par-iei-Ticket" mehrere Personen gehabt, welche unmittelbar zuvor Conventtonscandidaten Gegenpartei rund an der Ausstellung ihrer Gegner 'betheiligt waren. Doppelsinnig. Er: .Glaube meinen Schwüren! Nie werde ich Dich verlassen; -Dein Schicksal ist mein Schicksal!" Sie (seufzend): .Ach. Dein Eid ist Mein-Eid!" Begründete Abneig u n g .Ich möchte wissen, was Sie an dem Meier auszufetzen haben?" .O, das ist ein durch und durch ünangenehmer Patron so oft ich ihn fchj; erinnere ich mich, daß ich ihm sünsziz Mark fchuldig bin.-.

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