Indiana Tribüne, Volume 30, Number 94, Indianapolis, Marion County, 11 December 1906 — Page 7

Jndiana Tribüne, 11 Dezember 1000.

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Zrau Königin. Von Ernst Petri. Mit zitternder Hand tastete die ftniii nach dem Knopf der elektrischen Glocke. Ein schriller Klang, dann nähern sich von drinnen schlürfende Tritte und die Thür geht auf. Eine modisch und korrekt gelleidte Person in mittleren Jahren, mit säuberlichen Zügen und spitzer Nase erscheint m ihrem Rahmen. Wohnt hier Frau Halboy?" fragt die Draußenstehende schüchtern. Die mit den säuberlichen Zügen mustert sie mißtrauisch. Wie viele alleinstehende ältliche Jungfrauen in guten pekuniären Verhältnissen ist sie immer zum Mißtrauen gegen Fremde geneigt. Lieber Gott, wer ein bißchen Geld hat, von dem will jeder was haben, und wenn er's nicht im guten bekommt, dann nimmt er sich's mit Gewalt. WaS für schreckliche Geschichten von Raub- und Mordanfällen erzählten nicht täglich die Zeitungen! Die Frau, die hier vor der Thür steht, macht aber nicht den Eindruck, als ob man etwas Derartiges von ihr zu gewärtigen hat. Sie sieht so bescheiden aus, etwas kleinstädtisch, auf fällig ist nur ihr kummervoller, aufgeregter Gesichtsausdruck. Beruhigt durch diese Wahrnehmungen, erwidert Fräulein Emma

Palzow trocken, aber nicht gerade unfreundlich, daß Frau Halboy allerdings hier wohne, aber augenblicklich nicht zu Hause sei. Wissen Sie vielleicht, wann sie wiederkommt?" erkundigte sich die an dere mit matter Stimme. Fräulein Palzow zuckt auf eine ablebnende Art mit den Schultern. Da hätte eine Hausbesitzerin die bin ich nämlich viel zu thun, wenn sie sich drum bekümmern wollte, was alle ihre Miether machen. Ich habe nur zufällig gesehen, daß die Halboy fortging mit den Kindern. Wird wohl nach ihrem Geschäft gegangen sein weil sie ein großes Packet auf dem Arm trug, mein' ich." Arbeitet sie denn in einem Geschäft?" kommt es gespannt von den Lippen der blassen Frau. Für ein Geschäft sie näht.Wäsche für ein Geschäft. Wie könnten krt Qrnip sonst Ynnfis rntsfi !fn h.T i v vv w v der Mann so gut wie gar nichts derdient!" Ein Ton von Geringschätzung klingt aus den Worten heraus. Dann kommt es der Sprecherin aber doch zum Bewußtsein, wie indiskret es von ihr ist. einer Fremden solche rückhaltslose Mittheilungen über die VerHältnisse ihrer Miether zu machen, und diese Erkenntniß verdrießt sie so sekr.daß sie nahe daran ist, jener ohne weiteres die Thür vor der Nase zuzuschlagen. Doch die hagere Frau mit dem kummervollen Gesicht hat hastig einen Schritt auf sie zu gemacht, als ahne sie ihr Vorhaben und wollte es verhindern, dann aber scheint ihre mühsam aufrecht erhaltene Kraft sie zu verlassen, denn sie schwankt und lehnt sich schwer athmend an den Rahmen der Thür. Um Gotteswillen, was ist Ihnen? Sind Sie unwohl geworden?" forscht das alte Mädchen erschrocken. Nein nein nicht unwohl nur, das Ungewohnte, die großeStadt der Lärm und nun daß ich sie nicht finde es ist so weit bis zum Gasthaus, wo ich wohne, und mit den Straßenbahnen komme ich so wenig zurecht " Ja. ja, das ist richtig, damit muß ich Bescheid wissen", nickt Fräulein Palzow mit dem Stolz der Großstädterin. Aber wissen Sie was, liebc Frau, treten Sie ein wenig bei mir ein. Inzwischen kommt die Halboy vielleicht auch zurück." Die fremde Frau folgt gern der Einladung. Sie ist ja so erschöpft von dem vielen Herumlaufen, und noch mehr von der Spannung und Erwartung dieses schweren Tages. Die Besitzerin des Mietshauses im äußersten Norden der Millionenstadt führt sie in ein kleines Zimmer in dem die bescheidene langweilige Ele ganz kleinbürgerlicher Kreise herrscht. Da sieht die unvermeidliche Plüschgarnitur, an der einen kurzen Wand der Vertikow, und am Pfeiler zwischen den Fürsten die Marmorkonsole mit dem Spiegel darüber. Alles blitzt und glänzt von Sauberkeit: die avv ferne Germania in der Ecke und der Rahmen des Oeldruckes über dem Sofa lassen durch ihren dicken GoldÜberzug verrathen, daß sie mindestens lläjhrlich einmal neu mit BronzePulver und Sikkatiö überstrichen werden. und die zahllosen gehäkelten Deckchen, die allenthalben umherliegen. sind blendendweiß und schön steif gestärkt. Die Fremde fühlt sich beim Anblick dieses Raumes heimathlich angeweht. Ihre Möbel zu Hause sind altmodischer und wenigstens ihrer Ansicht nach weniger luxuriös und schön; aber wenn sie auch statt der rothen Plüschgarnitur nur ein langes steifes mit braunem Wolldamast überzogenes Sofa, und statt des Bertikows eine Glasservante hat, so weht doch derselbe Geist hier wie dort. Es ist die gleiche überängstliche Sauberseit und Ordnung, der gleiche Geruch nach Räucherpuloer und Seife. ASßon der letzten fühlt die Frau zwar Vnichts. im Gegentheil, eö wird ihr Vvarm ums Herz, denn an der

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ber. altvertrauter GenwS entgegengetreten die Tradition in all' ihrer Engherzigkeit und Beschränktheit, der auch sie in ihrem Hause einen Altar gebaut hat. Fräulein Palzow, der es nicht entgeht, wie es dem Gast bei ihr gefällt, und die dadurch noch wohlwollender wird, nöthigt die Fremde, auf dem Sofa Platz zu nehmen. Legen Sie nur ab", räth sie ihr, dann wird Ihnen besser werden. Ich kenn' das, daß einem aus der Provinz hier das Berlin ein bißchen den Athem benimmt, ich bin nämlieb ursprünglich auch nicht von hier, sondern aus Pommern aus Gramzow, wo mein Vater Kirchendiener war. Aber als er dann starb die Mutter war schon lange todt und mir nichts hinterlassen hatte lieber Gott, ein Kirchendiener kann keine Seide spinnen dann nahm mich seine ältere Schwester, die einen Berliner Hausbesitzer geheirathe! hatte und nun eine kinderlose Wittwe war, zu sich. Nun, und die ha! mich denn später zu ihrer Erbin eingesetzt." Da haben Sie aber wirklich Glück aehabt." spricht die Kleinstädterin,

die über dem Interesse, welches das Gehörte ihr einflößt, momentan ihre Unruhe und Spannung fast vergißi. Fräulein Palzow wirft sich in die Brust. Das will ich meinen. Es ist keine Kleinigkeit, aus einer armen Krrchendienerstochter eine Hausbesitzerin zu werden. Anfangs, als die Tante noch lebte, hatte ich's ja wohl schwer, denn sie war 'ne eigene, strenge Frau, und so'n junges Ding, wie ich Gott, ich war. als Vater starb, erst siebzehn hat ja so viele Dummheiten im Kopf. Na, d hat die Tante mir gründlich ausgetrieben, und jetzt seh' ich ein, wie rech! sie dami! harte. Folg' mir nur hübsch und laß' dir nicht einfallen, heirathen zu wollen, dann kriegst du auch einmal alles, was ich habe. Ich hab' ihr ja auch gehorcht, trotz meiner Dummheiten im Kopf, um mir mein Glück nicht zu verscherzen und dafür hab ich's nun auch prächtig, bin ganz selbständig, brauch' keinem Mann zu gehorchen und lebe wie wie " die Sprecherin sucht nach einem Wort, das ihr genügt, um die Größe ihres Glücks zu versinnbildlichen wie eine Königin!" schließt sie zielbewußt. Wie eine Königin!" murmelt die Fremde leise. Ihre Augen starren versonnen vor sich hin in die Vergangenheit zurück, in der ein kleines Mädchen mit silberölondem Haar und rehbraunen Augen in den Zimmern ihres mütterlichen Hauses, in dem der Tradition ein Altar errichtet war, jubelte und spielte und tanzte und sang. Und weil mein Liebster König ist. Drum bin ich auch Frau Königin", hörte sie im Geist die Stimme des kleinen Dinges zwitschern. Es war der Refrain ihres Lieblingsliedes, und weil sie eS immer auf den Lippen hatte und schon damals, als sie noch ganz kurze Kleidchen trug, mit drolligem Ernst behauptete, sie werde einst einen König heirathen, nannten alle sie scherzweise kleine Frau KLnigin". Und nun? Die Frau muß sich Gewlt an thun, um nicht aufzustöhnen vorGram und Bitterkeit über das unvernünftige Kind, das dem Willen der Mutter trotzte, die es doch so gut mit ihr meinte, um mit einem Menschen davon zu laufen, der nichts hatte, nichts war und nicht einmal arbeiten wollte denn das bißchen Possenreißerei auf der Bühne, das kann doch keiner arbeiten nennen. Wie schlecht es der Lene ging, hatte sie von Bekannten gehört, die ihren Mann, den Halboy, in einem elenden Dorfkrug hatten auftreten sehen. Na, nun war er ja in Berlin bei einer Bühne, aber wie vorhin diese Dame ihr gesagt, verdiente' er auch da so gut wie nichts. Arme Lene! Arme Lene! Daß sie so schwer büßen muß für ihren Leicht sinn und Ungehorsam! Aber sie soll nicht länger büßen! Nein. Sie, die Mutter, hat ihren Groll bezwungen und ist selbst nach Berlin gekommen, um die Tochter und die Kinder mit sich zu nehmen nach ihrer alten Kinderheimath. in die ruhigen, gesicherten, behäbigen Verhältnisse. Die Lene hat me.. wieder geschrieben, nachdem ihr erster Brief nach ihrer Flucht uneroffnet zurück kam. auch nie durch andere um Unterstützung bei der Mutter bitten lassen; aber gerade darum wird sie nun um so mehr überrascht und selig sem, wenn die Mutter kommt, ihr verzeiht und sie heim holt heim. Nicht jede Mutter wurle es fertig brinaen. so gütig, so nachsichtig zu sein, nachdem die Tochter so undankbar gewesen, ihr solchen Kummer bereitet bat, aber mein Himmel, die Lene ist doch nun einmal ihr einziges Kind! N:in, die Lene soll nicht mehr büfon. Die Halboy ist eben nach Hause gekommen", sagt da plötzlich Fräulein Palzow, die immerfort nock von ihrem ungeheuren Glück als serbständige, gattenlose Hausbesitzerin geredet hat. Da, durch dies Fenster können Sie gerade in das Hintergebäude sehen, wo sie wohnt.-

-mit fremde Frau t lelcyrnoian ge worden; vor ihren Augen summt es, als ob sie auf einem hohen einsamen Thurm stände und tief unter sich die Stimmen vieler Tausender von Menschen zu einem brausenden Getön zusammenfließen hörte und dann steht sie vor dem Fenster wie sie dahin gekommen ist, weiß sie nicht und starrt, mit beiden Händen sich am Fensterkreuz anhaltend, hinüber nach einem kleinen ärmlichen Hofzrmmer, das ganz voll ist von Sonnenschein. Die goldenen Funken fliegen über den kärglichen Hausrath, über die rosigen Gesichter der beiden Kinder, die an den Kleiderfalten ihrer Mutter hän gen; sie sammeln sich zu Strahlenbündeln, über das silberblonde Haupt der jungen Frau und fangen sich in deren rehbraunen Augen. Ist das Zimmer wirklich so voll Sonnenschein? DaS kann ja gar nicht sein. Die Fremde reibt sich die Augen, um sich den Schleier fortzuwischen, der davor liegt; aber er läßt sich nÄt entfernen die durchwachten Nächte von vier langen einsamen Iahren haben ihn gewebt, darum ist er so dicht. Der Schleier ist daran schuld.

daß sie Dinge zu sehen laubt. dle mcht da sind Sonnenschein und lachende Lippen. Denn daß die Lene lacht in ihrem Elend, das aber da klingt's an ihr Ohr, wie Vogelzwitschern so hell, dies Lachen, dies schreckliche Lachen von drei Stimmen. Das Fenster drüben ist offen, ganz deutlich hört sie's wenn der Schleier ihr auch den Blick verdunkelt, so täuscht sie ihr Ohr doch nicht. Lachst du, Lene?" stammelt die Frau, indem sie meint, daß ihr Herzschlag stockt. Von den beiden Kindern da drüben hat das älteste, ein pausbäckig;? Junge von etwa drei Jahren, einen schäbigen Purpurmantel, der über ei nen Stuhl lag. hcruntergezerrt, und ihn nach sich schleifend, läuft er auf die Mutter zu. Umnehmen. Mutti " bittet er sei Frau Königin. Mutti!" Die thut ihm den Willen und, legt sich den rothen Stoff um die Schultern. so daß er die ganze zierliche Gestatt umfließt. Und dann singt sie, sich drehend und in den Hüften wie gend, indeß die Kinder jubeln und vor Entzücken in die Hände klatschen: Und weil mein Liebster König ist. Drum bin ich auch Frau Königin!" So treiben sie's immer", flüstert die Palzow. die an die Seite ihres Gastes getreten ist. Haben nichts zu beißen und zu - brechen bnd sind vergnügt, als ob die ganze Welt ihnen gehörte. Die Frau muß kein Gefühl dafür haben, daß es ihnen so schlecht geht, und wenn man ein Wort zu ihr d'rüber sagt, so erwidert sie lachend, daß bald alles anders sein wird, weil ihr Mann ein Genie ist und über lang oder kurz ein beühmter Schauspieler sein wird." . Wird er's werden?" - gibt die Fremde ebenfalls im Flüsterton, hastig und aufgeregt zurück. Nie", entgegnete die Palzow entschieden. Ich Hab's von dem Theaterdiener, der sagt, daß er keine Spur von Talent hat und daß sie ihm bloß solche kleine Rollen geben, bei denen es auf's Hübschsein ankommt denn ein hübscher Kerl ist er, das muß ihm der Neid lassen. Aber die Frau ist in ihn vernarrt und hält ihn für wer weiß was. und das wird sie thun, glaub' ich, wenn er alt und grau ist und es doch zu nichts gebracht hat. Eine wahre Schande ist's, so verolendet zu sem. Und weil mein Liebster König ist. Drum bin ich auch Frau Königin!" singt sie drüben wieder. Dann plötzlich stockt der Gesang, denn die Thür wird aufgerissen und ein großer, schöngewachsener Mann mit dunklen Augen und Haaren tritt ein, dem die junge Frau mit einem Jubelruf an die Brust sinkt. Mutti ist Frau Königin!" kreisch! das Bübchen, und Mutti Frau Könrgin!" stammelt das kleine Schwesterchen. Ja, meine Königin!" spricht der Mann m:t 'einem leichten theatrallschen Parbos, durch das aber doch ein warmer Herzenston klingt. Und dann halten vier, der Mann, die Frau und die Kinder, sich umschlungen und lachen lachen Die Fremde ist vom Fenster zu rückgetreten. Ihre Züge sind hart ge worden, sie sieht aus, wie um zehn Jahre gealtert. Ich will jetzt gehn". spricht sie mit fester Stimme, vielen Dank, daß Sie mich hier haben warten lassen." Gehen?" fragt die Palzow tu staunt. Aber Halboy ist doch zu Hause und Sie wollten zu ihr " Ich will nicht mehr zu ihr, ich ' ich bin nämlich ihre Muttter und ich ich wollte sie heimholen mit ihren Kindern, aus ihrer Armuth, aber ich weiß jetzt, sie kommt nicht " Nein, sie kommt nicht", 'sagt auch das alte Mädchen bestimmt. Die Fremde reicht ihr die Hand. Nochmals vielen Dank und sagen Sie ihr nicht, daß ich hier war, ich bitte Sie darum. Ich will ihr Geld schicken, "damit sie nicht zu hungern brauchen, denn ich bin reich, aber " sie vollendet nicht und geht steif anfserichtet zur Tbur binaus.

Sie kommt nicht", wiederholt sie auf der Straße immerfort im stillen. Sie kommt und ich später vielleicht, aber jetzt kann ich noch nicht ich muß mich erst daran gewöhnen, daß ihre Stube voll Sonnenschein ist und daß sie lacht lacht " Ja, sie mußte sich erst daran gewöhnen. die einsame fttau. dak ibre

Lene nun doch eine Frau Königin geivoron in, wie es jede Frau ist, deren Herzliebster der König ihrer vextit lU &tt Gipfel der Klugheit. Ja, meine Herren," sagte der alte Oberförster Robde an seinem Stammtisch zu seinen Freunden, es ist schon viel uder die Klugheit der Hunde geredet und , geschrieben worden, aber das, was ich neulich mit meinem uaidmann erlebte, durste denn doch noch nicht dagewesen sein. Gehe ich da neulich durck die ??orst. und mein Waldmann geht ehrbar hinter mir her. wie es einem braven Jagdhunde geziemt. Plötzlich springt ein Junghase über den Weg, und Waldmann schießt wie der Blitz hinter ihm drein. Da er auf meinen Pfiff nicht hörte, beschloß ich, ihn gründlich zu bestrafen. Nach einiger Seit kommt er obne den 5asen zurück,' weil ihm doch wohl sein agdyundgewissen geschlagen haben mochte. Ich gehe ihm mit erhobenem Stock entgegen. Als der Hund mich so erblickt, macht er plötzlich Kehrt und setzt sich in einiger Entfernung unter einem Pfahl nieder. Als ich ihm näher komme, winselt er und springt fortwährend an dem Pfahl in die Höhe. Ich sehe nun zu meinem grenzenlosen Erstaunen, daß der Hund sich zu einem Pfahl geflüchtet hat, der oben ein Schild trägt mit der bekannten Jnschrif: Schonung!" Was sagen Sie nun, meine Herren, zu der Klugheit meines Hundes? Haben Sie etwas Aehnliches wohl je gehört? Ich konnte es natürlich nicht über mein Herz bringen, den klugen Hund zu bestrafen, und so ließ ich ihm die Schonung angedeihen. um die er mich so flehentlich gebeten hatte." Das Et des ColumvuS. Der Sage nach stellte Eolumbus ein Ei auf die Spitze, indem er es auf die Tischplatte schlug. Hierbei wurde die Schale an der Spitze eingedrückt und das Ei blieb infolgedessen aufrecht auf dem Tische stehen. Im Folgenden ist eine Lösung desselben Problems gegeben, welche den Reiz des Geheimnißvollen für sich hat. Man stelle das Ei auf ein Blättchen weißes Papier, welches man zuvor scheinbar absichtslos auf den Tisch gelegt hatte. Das Ei selbst wurde für das Kunststück dadurch präparirt, daß man an die Spitze desselben heimlich einige Salzkörnchen heftete. (Man befeuchtet die betreffende Stelle ein wenig mit der Zunge und tupft das Ei in ein Salzfaß.) Wenige Salzkörnchen, die auf der weißen Unterläge nicht zu sehen sind genügen, um dem Ei die erforderliche Stütze zu geben. Will jemand von den Zuschauenden das Kunststück nachmachen, so reicht man ihm Papierblatt und Ei, wischt aber bei dieser Gelegenheit unbemerkt die Salzkörnchen ab. Das Geheimniß bleibt so gewahrt und der andere wird sich vergeblich bemühen. In der Buchhandlung, Hier, bitte Herr Verkäufer, ich bin in der größten Eile. Ich will ' ein Buch für meinen Mann kaufen. Es ist nämlich sein Geburtstag, und ich will ihm ein Geschenk machen. Zeigen Sie mir, was Sie haben, und bedienen Sie mich schnell. Nichts ist zu theuer, verstehen Sie mich recht, und ich will nichts haben, was billig aussieht, wissen Sie. Er ist ein Mann von sanftem Charakter und kein Sport, also zeigen Sie mir nichts in dieser Linie. Und um Gottes Willen, zeigen Sie mir keine faden Novellen, denn die haßt er. und ich verdenke es ihm nicht. Ebenso können Sie mich nicht überreden, irgend etwas wie ein Geschichtswerk, oder Biographien oder Memoiren zu lesen. Das hat man gerade neuerdings satt gekriegt, meinen Sie nicht auch? Also, nun suchen Sie mir schnell etwas Geeignetes, denn ich bin in der größten Eile und habe hier schon viel zu viel Zeit verschwendet. Was schlagen Sie vor? Ich weiß, Sie kennen meinen Mann nicht persönlich, aber nach meiner Beschreibung von ihm werden Sie beurtheilen können, was ihm allenfalls zusagt. Was schlagen Sie also vor?" Hier ist ein ganz neues Lehrbuch unter dem Titel: Wie man eine Sprechmaschine behandelt." Zur Herstellung, einer Flasche echten Kognaks sind acht Flasehen Wein erforderlich. -Die Erde erhält in jeder Minute von der Sonne 434,000 Milliarden Kalorien Wärme. Es ist beobachtet worden, daß Biber einen Damm konstruirten, der eine Länge von 1530 Fuß hatte. BeiAuerbach wurde vor Kurzem ein Erzlager entdeckt, daö 3 Kilometer lang. 500 Meter breit und 20 Meter tief ist.

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