Indiana Tribüne, Volume 30, Number 94, Indianapolis, Marion County, 11 December 1906 — Page 5

rv

Jndkana Tribüne, KZ Dezember SS 5

Punkt Zwölf." Humsreske von Roda Roda. Me Junggesellen, besonders abei Generale, die den Anschluß an den VergnügungZzug der Hochzeitsreisenden versäumt haben, Pflegen Marotten zu haben. Wenn man Serecht sein will, kann man's ihnen nicht einmal verdenken. . Auch Generalmajor von Kehlhappel war nur ein Mensch und als solcher bedacht, der Langeweile Herr zu werden. Wie er's ehedem angefangen hatte, als er noch jung war, darüber schweigt die Geschichte aus rühmlicher Diskretion. In den letzten fünfzehn Jahren aber beschäftigte sich der Major, Oberstleutnant, Oberst und zuletzt General von Kehlhappel mit Uhren. , Er hatte Pendeluhren, Standuhren und Taschenuhren. Uhren, die schlugen, spielten und solche, die bl:, tickten. Uhren mit leuchtendem Zifferblatt, mit Figuren oben, alte und neue, große und kleine, eine sogar mit einem Soldaten, der Posten stand und Punkt zwölf 'Gewehr rrrraus!" rief. Diese-. Uhr war sein arößter Stolz, die hatte er selber

erfunden Natürlich verließ den Herrn General seine Schwäche auch außerhalb der vier Wände nicht. Seine Gesichtsfärbe konnte das ganze Spektrum durchlaufen vor Wuth über eine siehende Uhr. Das geschah wirklich einmal, als er das 43. Divisions-Artillerie-Regi-ment in Neudörfl mspizirte und die Kasernuhr dort am Morgen auf Punkt zwölf stand, ohne sich den Lormittag über , auch nur um eine Sekunde weiterzurühren. Sie war nämlich eingerostet. Hm: Oberst", sagte der General ich wünsche, daß da sofort abgeholfen werde. Die Pünktlichkeit ist nicht nur die Höflichkeit der Könige, sondcrn auch die Seele des allerhöchsten Dienstes, dessen ewig gleichgestellte Uhr dem Soldaten zur Gewohnheit werden muß. Gewohnheit aber ist des Menschen zweite Amme. Ich wünsche, daß Sie dem Soldaten seine zweite Amme verschaffen." Herr Oberst Schwarz war guten Rathschlägen immer zugänglich, besonders wenn sie, mit Drohungen vermischt, von oben kamen und schrieb sofort an die Stadtgemeinde. Wie das im Leben so geht, begriff der Gemeinderath : die Dringlichkeit der Affäre nicht, nahm sie zuerst auf eine leichte Achsel und dann auf die andere, und als Herr Oberst Schwarz noch einmal schrieb, wurde der Gemeinderath bei aller äußerlichen Hochachtung heimlich grob und ( antwortete 7" Di: Uhr gehe den Magi! strat gar nichts an. Die Stadt ist verpflichtet, die Reparaturen am Kaserngebäude vorzunehmen", behauptete der Oberst. Allerdings aber die Uhr war gar nicht im ursprünglichen Plane inbegriffen", der Magistrat. So zogen sich die Verhandlungen drei Monate hin. Herr Oberst Schwarz wußte aus früheren Fällen, daß aus den drei ganz gut auch siebenundvierzig, ja selbst fünfundachtzig Monate werden könnten. Da er so lange nicht warten wollte, machte er kurzen Prozeß und beauftragte die Verwaltungs-Kommission, die Uhr in Gang zu bringen. . . Ein schwerer taktischer Fehler! Er hätte zuerst die Verwaltungs - KomMission in Gang bringen müssen! Als der Herr General sich zur Frühjahrsinspizirung ankündigte, war die Verwaltungs - Kommission noch nicht einmal im, reinen mit sick darüber. aus welchem ' Pauschal die Reparaiurkosten bestritten werden sollten! Das ging dem Herrn Obersten über die Hutschnur er dachte dabei an einen Zylinderhut. und da ihm zugleich auch das. Wasser bis an die Gurgel reichte in einer Woche kommt der General! , machte ' er wiederum kurzen Prozeß und schrieb einen Dienstzettel an die Batterien: sie hätten ihre Uhrmacher dort und dort stellig zu machen Punkt zwölf! Punkt zwölf standen vier Mann da ein Schuster, ein Maschinschlosser und zwei Vuchdruckergehilfen. Uhrmacher hatten die Batterien nämllch keine. Der Oberst wählte den Maschinschloss und befahl ihm einen Ziviluhrmacher zu holen. Der besah das Werk sehr eingehend, fand, daß es dreizehn kleine und emen großen Fehler habe (vermuthlich den, daß es nicht ging)' und machte sich anheischig, binnen vier Tagen Ordnung zu machen. Nach vier Tagen that die Käsernuhr Punkt zwölft die gehörige Anzahl von Schlägen, stöhnte laut auf und fiel in eine todtesähnliche Ohnmacht. Alle Versuche, sie aufzuwecken, scheiterten an ibrem hartnäckigen passiven Widerstand. Das einzige, was sich noch rührte, war die Galle des Herrn Obersten Schwarz. Herr", schrie er den Meister an, Sie haben mir versichert " Wann i' net ko'! rnernic der andere gleichmüthig und hilflos. Dos Zeug is so verrost', un' i, i bin von Yrofession Goldarbeite?. Die Uhr

muß nach Wien zu an urntlichen Thurmuhrmacher." Oberleutnant Wastel, der Mann, der sich immer zu helfen wußte, sagte: Herr Oberst, ich weiß ein Mittel, um doch noch. . Lassen Sie hören." Unser Maschinschlosser könnte den Vormittag der Inspizirung über im Thurmstübchen sitzen bleiben und. . . die Uhr von .Minute zu Minute. . . langsam .. . vorrücken." Unsinn, zu dem , Schwindel gebe ich mich nicht her", antwortete der Herr Oberst. Später aber ließ er dem Oberleutnant durch den Adjutanten sagen, er möge das NLthige veranlassen, damit die Uhr gehe."

Als der Morgen der Inspizirung graute, saß der Unterkanonier Scherepetz. seiner Zivilbeschäftigung nach Maschinschlosser, schon ' auf seinem Posten, und Oberleutnant Wastel gab ihm die letzten Verhaltungsmaßregeln. Sie verstehen' mich also Scherepch? Genau nach meiner Taschenuhr. Sie ist gestern Abend nach der des Herrn Brigadiers richtet, ich lass', sie Ihnen hier. Zwischen neun und zehn dürfen Sie sie ein bißchen laufen lassen Das war nämlich die kritische Stunde, in der Wastel zeigen sollte, was seine Reiter könnten. - Um sieben Uhr, pünktlich wie die Enttäuschung, blies der Trompeter der Wache seinen halben Ruf der Herr General war da. Ein Blick nach 'oben und seine Miene hellte sich auf.' Endlich einmal eine gutgehende Uhr! Eine gute Vorbedeutung! Wirklich war alles, was man dem Herrn General zeigte hübsch und nett. Wie sollte es auch anders sein bei so pünktlichen Leuten? Es schlägt neun?" Der Herr Ge neral zog seinen Chronometer. Ja, soviel ist es auch haargenau! Also auf die Reitschule, meine Herren! Das Jnspizirungsprogramm muß eingehalten werden." Wastels Abtheilung war schon gestellt. Brillant, brillant!" lobte der Herr General gut gelaunt und eh' man's gedacht, war die Stunde um. Indessen saß der brave Unterkanonier Scherepetz einsam oben im Thurm und wandte keinen Blick von seiner Arbeit. Stundenlang hdtit ex getreulich nach jeder Minute, die Oberleutnant Wastels Taschenuhr wies, das große Raderwerk um einen Zahn vorgerückt, von neun Uhr an etwas schneller. . . und immer schneiler. . . Die anderen Batterien sind auch nicht von Eisen", hatte er sich gedacht.' Und fad 'war's auch sehr und er hatte Hunger. Und es wurde sehr bald Mittag! Bim bim " begann die Uhr zu schlagen. , Der Herr General fand, daß die Zeit ungewöhnlich angenehm und rasch verstrichen sei, erinnerte sich, daß er das Essen in der Offiziersmesse für Punkt zwölf angesagt habe und lenkte die Schnte dahin. Na, es war ein Bild für Götter! Kein Tisch gedeckt, alle durcheinander gerückt, die Ordonnanzen in Hemdärmeln und die kalte Platte, Fisch mit Aspik, mitten im Saal auf der Erde! Ja wa was ist denn das? sammelte derHerr General und traute seinen Augen nicht. Bim bim bim " er tönte in diesem Augenblicke die Pen dule der Messe. General von Kehlhappel zog er staunt seinen Chronometer: Wirklich erst dreiviertel elf! Ah, darum! Es tst mir gleich so komisch vorge kommen! Ihre Kasernuhr geht ja viel zu rasch, Herr Oberst die muß ich richten , rief der General enthusiasmirt. Aber! ! Herr Generalmajor werden sich doch nicht bemühen wollen , versuchte der Oberst mit einem leisen Vorwurf einzuwenden. Warum nicht? Ich thu das gern. Es ist ja ganz einfach; man macht das Perpendikel ein wenig langer. Besorgen Sie das, Herr Oberleutant!" sagte der Oberst ge schwind zu Wastel, der eifrig davon lief. 's nützte alles nicht. Der Genera wollte es durchaus eigenhändig machen. Er verstehe das am besten, versicherte er. . . So setzte sich das große Rudel, der General voran, das Offizierskorps hinter ihm nach dem Thurm in Bewegung. Nur Oberst Schwarz nicht.,. Er saate. er habe was anderes zu thun und aina in die Kanzlei: denn er wollte um einen Zylinder telegraphiren, 58. Zentimeter Kopfweite und ganz modern: Den Unterkanonier Scherepetz hatten unterdessen viel zu spät schwere Ahnungen und Gewissens bisse überfallen. Als die goldstrotzende Gesellschaft von der Messe her über den Kasernhof schritt,' da war er keinen Augenblick im Zweifel 'darüber, wo die, Sache hinauswolle. . . und als er, den Kopf durchs Guckfenster sieckend, gar den Herrn General mit einigen Herren im Thurmaufgang versäÄinden sab. da wurde-in ihm au&

o:e leyre Hoffnung aus em giuckttcyes

Ende zunichte. . . Doch ein Schurk, wer sich lebendia eraibt! Sckerevek ricktete die Zeiger auf elf, setzte sich hin, stieß das Perpendikel an und ließ es langam schwingen. Er brauchte nicht allzulange zu warten. Bald erschien keuchend der Herr Brigadier auf der obersten TreppenWindung. Was machen Sie da, mein sohn?" fragte er. Herr Generalmajor, ich melde aeh orsamst. die Uhr aebt vor. . ." . Haben S' das sckon bemerkt? sia, das ist brav. Haben S' sie auch schon zurückgestellt? 5la'? Brav! Haben S' auch das Perpendikel verlängert? Nein? nann Kalten S' mal an. ick will Ihnen zeigen so so sehn feie, macht man das. Jetzt ist alles wieder gut. Die Uhr ist ja so weit nicht schlecht. . . und wird iekt pünktlich gehen, verlassen Sie sich darauf! Nur ein wenig verrostet ist sie. (sagen Sie das dem Herrn Ober1n. meine Herren!" Stolz darauf, daß er sich habe nützlich machen, können, stapfte der Herr General wieder die Treppe hinunter. Ritterliche benteuerfahrten. Der Ritter Ulrich von Licktensiein ist durch'seinen wunderlichen Zug von Venedig bis nach Böhmen, auf dem er als zrau Venus in ein weißes Gewand gekleidet und ' mit fliesenden Zöpfen daherritt, um sich zum Ruhm er von iym vereyrten ame nrn anderen Edelleuten im Turnier zu mefr. i v fricii, uciuymi gciooioeii., hinein zeoen Ritten der mit ihm einen Speer brechen würde, versprach er einen goldenen Aing uno, saus er von ihm besiegt würde, die Rosse, die er mit sich führte. Blieb er aber selbst Sieger, so sollte sich der Besiegte nach allen vin Himmelsrichtungen zu Ehren von uiriazs warnt verneigen. Er brach am 25. April 1227 auf und verstach t,!a -1 en cm rrr . via zum zö. max öu( Speere. Äabei vertheilte er ' 271 Ringe. Aber Ulrich von Lichtenstein war nicht der einzige Ritter der an einem so seitsamen Zuge Gefallen fand. Schon ein Jahr vor ihm. 1226, unternahm ein thüringischer Ritter, Waltmann von Sättelstedt, eine ähnliche Adenteuerfahrt. Er begleitete den Landgrasen .Ludwig von Thüringen zum Turnier nach Merseburg und führte dabei eine prächtig geschmückte Jungfrau, die auf einem Zelter ritt, mit sich. Auf der Hand trug die' Jungfrau einen Sperber der zur Jagd abgenchtet war, wahrend ein tüchtiger Stöberhund neben ihr hertrabte. Waltmann machte bekannt, daß er auf seinem'Zuge nach Merseburg, sowie auf der Rückkehr nach Eisenach bereit sei, mit Jedermann ein Turnier auszufechten. Wer ihn niederwerfe, solle die Jungfrau, den Zelter, den Sperbei., den Jagdhund und außerdem seinen Harnisch erhalten. ' Indessen dürfe sich die Jungfrau mit einem goldenen einen Gulden werthen Ring lösen. Wen er jedoch besiege, der solle sowohl ihm, wie der Jungfrau einen Ring von gleichem Werth verehren. Als das Mädchen nach Eisenach zurückkam, hatte es so viel Ringe, daß es alle Hofjungfrauen damit befchenkm torMt. Noch verwunderlicher war die Abenteuerfahrt, die der französche Ritter Moritz von Eraou veranstaltete. Er ließ sich, um der Gräfin von Beaumont, die er verehrte, ein ganz neuesSchauspiel vorzuführen, ein Schiff bauen, das auf Rädern ruhte und ringsum mit Scharlachtüchern behängen war. Die Anker waren aus Mefsing.. die Taue au5 Seide und vom Mäste wehte dem Segel gleich des Ritters Banner. Nachdem noch -Lanzen in Menge auf das Schiff verladen waren, wurden Pferde vorgespannt, die unter dem Umhang verborgen waren. So fuhr er durch Frankreich bis zum Schloß Beaumont, bestand mit seinen Begleitern gegen die Ritter im Schloß ein Turnier und verschenkte darauf Schiff und Ausrüstung an die Bettler. Cln unwillkommener Auftrag. Von Labiche, dem witzigen Autor so vieler lustiger Schwänke, wird in der Revue hebdomodaire" ein melancholischer Scherz aus, seiner Todesstunde erzählt. Dieser Vaudevillistewar im Leben ein liebenswürdiger und tiefsinniger .Philosoph.. der dem Tod mit heiterer Seelenruhe ins Auge .sah. Emile . Augier, der als langjähriger Freund in seinen letzten Tagen .nicht von seiner Seite wich, erzählte nun aus diesen Tagen folgende kleine Scene: Stellen Sie sich vor, daß es gestern Labiche ein, wenig besser ging. Er lag im Bett, und sein Sohn ein ausgezeichneter Sohn! stand einige Schritte vom Bett entfernt. Plötzlich überkam' den jungen .Mann, der einige .Monate vorher seine Frau verloren hatte, eine tiefe Traurigkeit. Er trat an das Bett seines Vaters, beugte 'sich über ihn und küßte ihn zärtlich... Wenn Du sie dort oben wiedersehen wirst, sage ihr ja,. daß ich sie nicht vergessen babe.. .Da glitt ein mattes. Sächeln über die Züge des Sterbenden, und er antwortete .mühsam: Möchtest. Du doch. das, selbst bestelle. ...

A Vom Miller Drgas. . . uiftellus l Sdren eines Besreier an v ! ftarrer unsttraditlon. Der Verein Berliner Künstler hat aus Anlaß des 75. Geburtstags von Rcinhold Vegas eine Ausstellung ver anstaltet, die in den Erdgeschoßräumen der ehemaligen Hochschule für Musik etwa 90 Werke des berühmten BildHauers vereinigt. Ein nach jeder Seite hin" bezeichnendes Gesammtbild des Schaffens dieses Künstlers, lenkt die Ausstellung den Blick namentlich auf das" zurück, was den Ruhm des Meisters begründete. Im. Gegensatz zu dem kühlen Klassizismus seines Lehrers Rauch, hat Ve-

zi l

Philosophie. gas, vor nahezu einem halben Jahrhundert, ein starkes Naturgefühl in die Bildhauerkunst getragen und ist für seine deutschen Fachgenossen so recht der Befreier von der Ueberlieferung geworden. Unerhörter Naturalismus so nannten damals die am Alten Hangenden seine Behandlung des Marmors; heute ist er für viele Moderne bereits zu konservativ. Die erste Etappe seiner Siegeslaufbahn war der Entwurf des nach heißem Kampfe ihm endlich zur Ausführung übertragenen Berliner Schiller-Denk-mals. Die akademische Schablone erblaßte neben dem Pathos, das in seiner Figur des Dichters glühte, und neben der realistischen Kraft des Ausdrucks, von dem die weiblichen Sockelfiguren der Philosophie und Geschichte, der Lyrik und des Dramas beseelt waren, die zugleich in der Fülle der Formen und in dem schwungvollen Wurf der Gewänder nach langer Zeit wieder einmal eine großzügige dekorative Wirkung des plastischen Kunstwerkes erzielten. Daß den Meister, der ein' Befreier aus starrer Tradition wurde, in manchen Werken ein glänzendes Talent und :ins temperamentvolle, oft aber zllgelliKf5 Eigenart die Strenge künstlerischer 'Gesetze vergessen und sie hinter eine? schnellen' Virtuosität zurücktreten ließ, kommt dem Beschauer -der Aufstellung wiederholt zum Bewußtsein; ebenso eindrinqliih aber' zeugt sie davon, daß Vegas sich und seine Zeit zu ungewöhnlich starkem Ausdruck zu bringen wußte 'ündsich damit ein dauerndes Gedenken gesichert hat. : Von An,,? daznnral. Die Söclzi,! des Dieters. ' .Herr Doktor, die Katz' im Nachbar haus hat drei Junge 'kriegt!" Was geht das denn mich an?" Nun, ich bab' nur denkt, vielleicht können Sie s' brauchen für Ihren Roman!" Zwerqob st bäume leiden ost vom Frost am Wurzelwerk, da der Frost in die nicht durch eine Pflanzendecke geschützte Erde tiefe? eindringt. Man vergesse daher nie. die Erde um den Stamm, soweit die. Krone reicht. mit strohiqem Mist oder Laub zu.be decken. Diese Decke schützt aber auch den Boden vor zu starkem Austrock nen auch im Wasser braucht det Baum Wasser, wenn auch in sehr geringem Maße und verhindert einen vorzeitigen Safttrieö. der zu empfindlichen Frostschäden am oberirdischen Theil. des Baumes Veranlassung geben kann. Vor Aufregung tobsüchtig. Als der Zugführer Maier vom Feldjägerbataillon in Brück. Steiermark. ein ' Kaffeehaus verließ, wurden ohne ersichtlichen- Grund zwei Revolverschüsse auf ihn abgefeuert. Beide Schüsse verfehlten zum Glück ihr Ziel. Die in Begleitung des Zugführers befindlichen Jäger faßten den Revolverhelden. einen Fabrikarbeiter Namens Kaiser, und prügelten ihn weidlich . durch. Vor Aufregung wurde der Zugführer nach der Prügelei tobsüchtig, so daß er in das Garnisonsspital abgegeben werden mußtel .

toftlSSf 5. V vr-;T. 0 gsiSsr sdS 0k ply 4 MUfzs- tkMt l c ÄM ,K fsfrjfe WM M "sw0mm m ' -

" Der Gangfischftng im Dodensce. Ein yischerzunst in Qtm&tln&tn rn i . Art ihre? ewrbsbtries. Im Dezember, wenn dicker Nebel auf dem Bodensee liegt, das Nebelhorn kreischt und Ufer und Wasser in einträchtigem Grau sich verschmelzen, da haben die Vodenseefischer Hochsaison. Es ist die Zeit des großen Felchenfanges; die Fische haben Laichzeit, und da ist die Ernte ergiebiger als zu jeder anderen Jahreszeit. Eine Art des Felchen ist der Gang-fisch.-Manche Gelehrte betrachten' ihn sogar nur als. ein Jugendstadium des Blaufelchens, dieses vornehmsten Bodenseefiches. Der Gangfischfang vollzieht sich an kcnzentrirter Stelle, zwischen Konstanz' und dem Unterrsee. in jener Gegend, die halb Rhein, halb See ist. Torthin ziehen sich die .Gangfische im Dezember zum Laichen zurück, und da stellt ihnen der raublustige Fischer nach. An den besten Fangstellen sind Hindernisse angebracht, sogenannte Fachen," ' die den Wanderzug der Gangfische einengen und fast unmöglich machen. Die Fischer aber thun sich für den Fang zusammen und betreiben das Geschäft im Großen. Just 18 Ermatinger Fischer, die ein zunftgemäßes altes Fischerrecht besitzen, rücken mit der Gangfischsegi" aus, und es entwickelt sich auf dem See ein ganz photographirenswerthes Schauspiel. Die Sed" ist ein gewaltiges Zugnetz von

180 Metern Länge. 10 Metern Breite und verschiedener Maschengröße. Mit einem großen Schiffe und zwei kleineren Kähnen' zieht die 18köpfige Zunft aus. und es ist ihr. ein 'Leichtes, mit dem großen Netz einen Raum von 1000 Quadratmetern zu umspannen. Während das . Hauptschiff, das Segi"Schiff, das Netz versenkt, verrichten die beiden kleineren Boote Treiberdienste; der Kreis des großen Netzes wird enger und enger, angezogen, bis dann der große Zug erfolgt und die Seg,i".mit ihrer zappelnden Beute gehoben wird. Die Ernte entspricht oft nicht der gespannten Erwartung; oft ist sie aber auch unglaublich reich,- und nicht selten sind Massenfänge von 1000 und mehr Stück. Wenn die Fische geborgen sind, wird die Segi" neuerdings versenkt, und das Schauspiel wiederholt sich alle 20 Minuten. Vom 25. November bis Weihnachten wird so Tage und Nächte durchgefischt. Im Jahre 1903 wa? der Gangfischfang ergiebig; es wurden in Ermatingen 80.000 Stück eingebracht. Ter Fang wird unter die 18 Fischer brüderlich vertheilt; , er vereinigt sich dann aber wieder in den Händen einiger Fischhändler von Ermatingen. von wo aus die Fische nach den Städten der Schweiz und Sud deutschlands verschickt werden. Vorher aber legt man die Gangfische vier Tage :n Salz, dann werden sie an Wachholderruthen oder Tannenäsien in Räucherhütten und Kamine gehängt, wo sie eine hübsche Bronzefarbe und ein ganz appetitliches Aussehen erhalten. Als Telikatesse" kommt dann der Gangfisch auf die Speisekarte; er wird Table d'hote-fahig, kann unter Um ständen den Hering ersetzen und erzielt respektable Preise. Die' bekannten al testen Leute" am See erzählen, daß früher, in der guten alten Zeit, die Gangflsche in den Wirthschaften am See zu fünf Rappen (1 Cent) das Stück verkauft worden seien. Das ist anders geworden; aber die Fischer, welche die Ganzfischzeit mit einem guten Mahl, der Abletzete," abschließen. beüageii sich nicht sehr über diesen Wandc! der Zeiten. V Im Fau st kämpf erfchlage n. Ter professionelle Klopffechter Mike Ward von Sarina, Ont., wurde in Grand Rapids, Mich., in einem Faustkampf von seinem Gegner, einem gewissen Harry Lewis von Philadelphia, niedergestreckt und schlug im Fal len heftig auf den Boden auf, fo daß er bewußtlos liegen blieb. Alle Wiederbelebungsversuche waren vergebens und er. starb bald danach. Eine GeHirnblutung war die Todesursache. D r e , Tage in einer C a r eingefverrt. Während ein gewisser James Quirk in einem Frachtwagen fchkief, in dem er sich in Lomsvllle, Ky., niedergelegt hatte, wurde der Wagen versiegelt, und 3j Tage war Quirk nicht, im Stande, sich bemerkbar zu machen. Er hatte kem Nahrungsmittel, Wasser oder hinrei chendo Kleidung in dieser Zeit, und wurde halbtodt in Columbus, O.,' au? seiner schrecklichen Lage befreit. )re: Kinder verbrannt. In Olschov, Böhmen, entfernte sich eine Mutter und vertraute ihre drei Kmde? der Obhut des Großvaters an. Dieser abe" entfernte sich, um ein Gläschen Schnaps zu trinken, nachdem er die Kinder im Zimmer eingesperrt hatte. Die letzteren fanden in der Stube rohe Kartoffeln vor und wollten dieselben braten. Sie zündeten mit Streichhölzchen einen Strohsack an und kamen in dem ausgebrochenen Feuer um. ' Nach 32 Jahren b e - g n a d i g t. Der Maurer Nikolaus Müller von Hundelshausen, Unterfranken. der 1874 seinen Kameraden Eck ermordet und ausgeraubt hatte und hierwecen, vom Schwurgericht zum Tode venirtheilt, jedoch zu lebenslanglicher Zuchthausstrafe begnadigt worden war, ist jetzt auf ein einzerichtes Gnadengesuch auZ dem Zuchthaufe entlassen worden..

Geschäftö-Kalender.

Putzmacheriu. ysngufta Lauge. Erpert.Vuvu,aa,eria. ml AArihtffMa VtM rWHUfVia vt Rerzte. Oy. E. 5. IHoma. tot 110 Xttottn 00! Atfiftith Cfithn ii.it k cn w.wmwv. VWHVVR -M nj U. IHV M M Blech und Metall-DStzer. lech nd ttall-Dicher, sowie Vachrknn, ge fertigt und reputrt. THo. . Hatzieh, IM Nltniky ve. euer hone iom. Tapeten. Vaptten. Ich hänge und liefere Taptte. J ritihn n?n um ..IfVItf w... I SpeziMen. QxtH kurlrt ohne Meiler, ohne Schmerzen. Die ieft v bekannte Behandlung der euzett. Sprecht or nd lernt eine Methode. Dr. .B.8rlgha, XI eft Market Straße, gegenüber rerminal Etatton. Waaren.Ablieserung. are abgeholt nd bgettefert. Mäßige Prell Schnelle Bedtennng. 111 Süd Pennsylvania St, Neu Bitt ; lt. Mal 1. . ufii. g. Optiker. EMXRS02? DRULBY, tSStf Mafsachvsett Vk im ersten Sanare, zwelter Stock. Nngen nntersncb. ' Linse geliefert. Zu Aonsultatlone eingeladen. ' Leichenbeftatt. MbMett & knlvn. Lelchenbeftattn. tu 9t. Sllio ö ßtx. Xrftta&fiii : lutu tJUL' IIL tatn isaa. 3thnsm, Hatzler George. 867 VlaffachnseN AV., ' Telephone : Ktu63; mit. Etats 1430. Ots spreche deutsch. yatent'Anvalt und Ingenieur. chompfoa St. Bell, 401 Satt Skbclnde. Zweig Dffi: asdwat. D. &u 9m done 1901. Feuervergcherung-GrundeilZenUlu. 3acob Vnennagel, Zimmer 5 und , No. 29 End Delaware Strafte. Finanzielles. Mir leihen Geld ans Vöbeln und Pian,k ohne die lelbtn tocainncbmen. Cbenfo ans Un tn und Diamanten. entral Lean So t03 Statt Lise kld. ZRWS5WSS5SKSSSS5?SZW5Z?5VT5ZLW55 555??55555555K ' - 55 3t)t 55 55 Freund ' 55 tn der $ td $$ 9$ Da ist'S mal wir scho Tausende von Len. $$ ten in Jndianapoll waren. ' f Da ist wa wir Ihnen N sein wünschen 5$ wenn Sie uni gestalten. Senn immer Sie Seid nöthig haben' kom me- Sie ,n un. Wir leihen Ihnen irgend einen Vetrag au f$ HauIgercUlzs asten. Pmno. seroe. Sagen, W XI oder Einricht icn. Wir lassen die Sacht j tu Ihrem ifu and Sie zahlen vn zarücl t $$ kleinen wöchentlichen oder mvnaUlchen Sb 3 $$ schlagSjahlungen. 5$ ff Wir berechnen Ihnen weniger alS irgend 5$ ein Eomvany in der Stadt. $k Nehmen Sie ,cht unser Wort dasür Hole t Sie sich die Raten ei von andere und sehen gr W i, wa tnfr kn. fptrn. "fr $$ $$ J7" i - - . C?fl Wtttttt Street on Jo. 105 Law -bände. 134 Ost Markt Str. ' tf $$ $$ done. Reu 432. - Central. Main 2985. $j U 5$ 5W5SSS5WWWSVS5S5SS555S555S5M5 QcX für Weihnachten. Lassen Sie Ihre Lieben zn Weihnachten nicht leer ausgehen, weil Sie temporär kurz an Geld sind. Sprechen Sie vor oder schreiben Sie uns. Wir werden Ihnen helfen. Wir ve leihen Geld von $10 aufwärt an Möbeln, Piano. Fuhrwerke, Einrichtungen. Lager-hau-Quittnngen und andere persönliche Eigenthum . ohne dasselbe wegzunehmen. Ihre Zahlungen werden so klein sein, dab Sie dieselben nickt spüren, ii.20 ist die wöchentliche Zahlung an einer Anleihe von $60 (ür bo Wochen. Andere Beträge in einem gleichen Verhältniß. Alle Geschäfte strenge Wertranenssache. ' Anleihen werden tn allen Iheilen der Stadt gemacht, sowie tn Shelbyville, Sreenfield, nighttown, Franklin. llolumbu. Marinkville, Libanon. Roblekoille, Sreencaftle. Spiceland. Eiayton, Tauville, Plaiafield und allen anderen Orten du von den Jnterurban Bahnen berührt werden. Post oder Telephone Applikationen erhalten prompte Be- t achtnng. Wenn Sie Geld benöthigen so füllen Sie da! unten folgende Formular au, schneiden Sie e an und schicken Sie e per Post, einer unserer Agenten w'rd bei Ihnen vorlvrechen. Lassen Sie un Ihnen zu eiuer fröhlichen We,h nachten verhelfen. Namen. Gattin Name. Straße und Nummer. Stadt. Betrag gewünscht. Man spreche vor oder schreibe an Jndiana Mortgage Loaa.ffo., ktablirt 1887.) Zimmer 4 Lombard Gebände, UM Oft Washington Etrage, Beide Telephone SSS.

DieKIeinköpfe" (Mi-. -krocephalen) gehören zu einer südame-, rikanischen Rasse. Der Schädel dieser Leute zeigt, eine merkwürdig tonische Form und ist am Scheitel nicht größer als ein Silberdollar. Ihre Größe beträgt ton 3 Fuh bis 3 Fuß 6 Zoll. Die letzten drei Ueberlebenden dieser Rasse sind Frauen.- . : S a r a s a t e hat, wie die meisten Musiker, einen Glauben an Talismane. Sein besonders heimliches Hilfsmittels besteht in eine? kleinen silbernen Nach-' ahmung der berühmten Guarneri- ' Geige, auf der Paganini zu spielen pflegte. Sarasate würde es nicht wa-, -gen, in einem Konzert . aufzutreten, wenn er die winzige Violine nicht an sich trüge. . ' ' Hochherzige Stiftung für Blinde. In Bukarest. Rum'änien, überwies ein unbekannt bleiben wollender Reichsdeutscher der Konigin. für eine projektirte Blindenstist tung 100.000 Francs ($19,300). ......