Indiana Tribüne, Volume 30, Number 92, Indianapolis, Marion County, 8 December 1906 — Page 5

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Jndkana Tribüne, 6 Dezember 1906 5

mnfamtelU . ' Don Ilse Hamel. Nimm mich. süße, ftille Fraue, Nimm mich. Einsamkeit; Mit den reinen Augen schcme Mir gesund mein Leid. Brauche deinem seinen Lauschen Nichts mehr zu vcrtrau'n. Tiefer als die Quellen rausckcn Deine iiugen schau'n. Wenn sie ihre Träume spinnen Um die Lande firr, Seh'n sie alle Wasser rinnen Heim in's große iflcev. Wasser, die zum L.t begehrten. Und nun müd' und still Singen von dem 'zeimgekchrtcn Sund, daZ schlafen will. H'it Mratlisvermittlcrin. Berliner Skizze von Pik-Vuck. Da stand es in der Zeitung: Junye Wittwe, mit fünfhunderttausend Mark. Sofort vorzustellen! OePerreicherin aus sehr guter Familie, 40.000 Kronen Rente, später mehr! Donnerwetter, das ist am Ende kein Pappenstiel. Vom Gelde einer Frau zu leben, gilt ja nach unserer landläufigen Moral nicht als unanständig, sofern man nur mit ihr verheirathet ist, genau wie' die Ehe für Frauen, die kein eigenes Vermögen haben und zu träge sind, um zu arbeiten, als die beste Versorgung angesehen wird. Die Ehe ist eben so heilig, daß sie sogar die Begriffe von Mein und Dem verwischen darf. Deshalb hat auch das Bürgerliche Gesetzbuch sie so gut wie unlöslich gemacht. Oder sollten diese Zeitungsannoncen am Ende eitel Flunkerei sein, bestimmt, Gimpel auf den Leim zu locken? Am Ende gar Vorauszahlungen schöne Versprechungen hin- . terher das leere Nichts? Freilich in unserer polizeilich so sorgsam überwachten Zeit, die sogar verlangt, daß über Zeder Ladenthür auch der wirkliche Name des Besitzers steht, dürfte so etwas kaum möglich sein; Jedenfalls wollte ich der Sache auf den Grund kommen. Und ich beschloß, zunächst zu der Vermittlerin, die am wenigsten entfernt vom Mitielpuntt der Stadt wohnte, HinzugeHen. ' Das Haus, das ich als alte Baracke vermuthete, ist ein durchaus modernes Wohnhaus und macht, um die in Berlin üblichen feinen Unterschiede zu wahren, wenn auch nicht einen hochherrschaftlichen, so doch zum mindesten einen herrschaftlichen Eindruck. Ein eleganter Treppenaufgang mit rothen Decken. Im ersten Stock l'äute ich; eine hohe zweiflügelige Thür öffnet sich; die Inhaberin der Firma Adele Ringfeld selbst ist es, die in ihr erscheint; zwar keine elegante Erscheinung die gedrungene, zurFülle neigende Gestalt im hellen Kattunkleid, aber eine gut bürgerliche Hausfrauenaestalt und nicht ohne Spuren geschäftlicher Intelligenz in dem von wohlfrisirtem schwarzen Haar umrahmten Gesicht. Frau Adele führt mich in ein elegantes Zimmer und nimmt mit lachelnder Miene auf einem Fauteuil mir gegenüber Platz. Dann sieht sie mich mit ihren ebenso geschäftstüchiigen wie wohlwollenden Augen an, als erwarte sie von mir die Eröffnung der Unterhaltung. Ich komme auf Veranlassung eines Freundes, der wieder heirathen möchte." Das kennen wir schon! Der Freund sind Sie selbst." Nein, wirklich nicht, verehrte Frau, es handelt sich in der That" Na, also schön! Wie alt ist denn Ihr Freund?" So Ende der Vierzig!Ende der Vierzig! Und was haben Sie Einkommen?" Sie meinen, mein Freund!" , Richtig! Ihr Freund! Was ht er denn Jahreseinkommen?" Das ist sehr verschieden! Mal 2000, mal 20,000 Mark im Jahre, mal auch gar nichts! Wie ihn eben Glück, Zufall und Arbeitslust begünstigt." Was sind Sie denn? Arzt obe Rechtsanwalt!" Ich bin keines von beiden, mein

Freund auch nicht! Sie lächelt wieder. Ach so. Ihr Freund! Also was ist er denn?" Er hat einen künstlerischen Beruf!" Darum der verschiedene Verdienst. Ja, wissen Sie, ich hätte was für Sie für ihn, sogar, mehrere sehr passende Partien. Wieviel muß sie denn haben?" Das läßt sich so genau doch nicht sagen. Jedenfalls soll die Dame so viel besitzen, daß mein Freund keine künstlerischen Ziele verfolgen kann, ohne irgendwie durch .Geldforge gehindert" Ja,- ich verstehe schon. Es muß also eine gebildete Frau sein!" Ja. zum mindesten." Da ist eine, eine Rheinländerin, sehr gebildet, spricht mehrere Sprachen" Das allein thut'S nicht." Gewiß , nicht, sie repräsentirt aber auch sehr gut und macht einen sehr jugendlichen Eindruck, obwohl sie zweiundvierzig Jahre ist.". - Zweiundvierzig!" .Nun, das würde immerhin Pas,

sen, wenn der Herr Ende der Vierzig ist; .und dann sieht sie ans wie zweiunddreißig. Ich werde Ihnen mal das Bild zeigen!" ... Ja bitte." Frau Ringfeld verschwindet im Nebenzimmer und kehrt gleich darauf mit einem großen, dicken Photographiealbum zurück. Sie legt es bereits aufgeschlagen vor mich hin; von jeder Seite blicken mich vier Frauenfiguren an. Ihr fleischiger Finger weist auf ein in der unteren Reihe befindliches Bild einer dekolletirten, üppigen Brünette. Die Vierzig sieht man ihr allerdings nicht an, wie sie da kokett hingegossen im Lehnstuhl sitzt und ihre wohlgeformten Arme zeigt. Die vollen Lippen und der Ausdruck der Augen verrathen ihr . heißes Blut. Die Dame ist natürlich Wittwe?" frage ich. Frau Ringfeld erwidert mit Selbstbewußtsein: Natürlich verwittwet. , Denn Geschiedene heirathete ich nicht." Ach was! Sind die minderwerthig?" Aber sehr! Mit dem schuldlosen Theil, geht es ja noch gelegentlich, aber auch sehr schwer; denn die Leute sagen, wenn überhaupt geschieden worden ist, sind beide nichts werth. Die Dame da hat übrigens 700.000 Mark Vermögen." Das ist allerdings eine hübsche Summe, aber ich glaube trotzdem" Also, nicht! Nun, sehen Sie die hier oben die ist ebenso alt und hat 400,000, die Wittwe von einem Großkaufmann." Das ist so ziemlich dasselbe Genre!" Also auch nichts! Wie würde Ihnen diese Dame hier gefallen? Die hat 300.000 Mark und ist eine hochgebildete Frau, ewtas schwärmerisch und macht sehr schöne Gedichte!" ltnd trotzdem kommt sie zu Jh-

nen: Warum nicht? Zu mir kommen Millionärsfrauen, wenn sie in ihrer Bekanntschaft nicht den Richtigen sinden. Ich wundere mich manchmal selbst über die Aufträge, die ich bekomme. Erst heute da sehen Sie, hier ist der Brief erst heute bekomme ich aus München von einer angesehenen Familie den Auftrag, für oie Tochter, die ein Vermögen von viereinhalb Millionen besitzt, einen Mann zu besorgen." - .Und die sollte bei solcher Geldfülle nicht allein einen Ehegemahl finden? Das muß doch wohl einen Haken" Glaube ich nicht! Uebrigens ist es ja jedem völlig unbenommen, sich so viel zu erkundigen, wie er will. Im Gegentheil, ist mir sogar sehr angenehm, dann kann mir wenigstens nie ein Vorwurf gemacht werden, denn ich muß natürlich alles glauben. was man mir sagt, und garantire für nichts." Ich hatte inzwischen das Bild der dichtenden Dame mit den Dreimalhunderttausend betrachtet und fragte: Wie alt ist die eigentlich?Rathen Sie einmal?" Fünfunddreißig' Nicht wahr? Sieht sie nicht so aus? Zweiundfünfzig ist sie!" Und da will sie noch herrathen? Ich kann Ihnen Briefe von Fünfundfünfzigj'ahrigen und Achtundfünfzlgjahrigen zeigen, die alle heirathen wollen. Diese hier" sie wies wieder auf das Bild der Dichterin ist wirklich prächtig erhalten, sie hat tadellose Zähne, prächtiges Haar und alles echt! Verkehrt außerdem in der ersten Gesellschaft!" Und bei alledem Dreimalhunderttausend!" Dreimalhunderttausend! Sie sollten sich's überlegen!" Na, wollen mal sehen. Wie heißt sie denn!" Mein Gegenüber lächelte. Das kann ich nicht sagen. So viel Diskretion muß ich selbstverstündlich den Familien und meinen Damen gegenüber bewahren. Außerdem weiß ich ja auch noch gar nicht, mit wem ich das Vergnügen habe." Sehen Sie. das gefallt Mir! Dlskretion ist gerade bei Ihrem Geschäft noch mehr als Ehrensache!" ' Nicht wahr? Uebrigens brauchen Sie sich gar nicht an die Damen, deren Photographien ich Ihnen gezeigt habe, zu halten. Ich habe noch viel mehr an der Hand, die mir ihre Photographien nicht gegeben haben; namentlich aus Berlin." . Aus Berlin W.l" Ach, geh'n Sie mir doch Mit Verlin W! Da ist kein Geld, da ist bloß Prunk. Man glaubt immer, die Leute haben das Geld, weil sie sich so' putzen und überall zeigen und wohlthätig sind. . Ist ja gar nicht. wahr! In andern Stadttheilen ist viel mehr zu holen. Alles, was mit' dem Viehhof zusammenhängt zum Beispiel, was hat das für Geld! Die ganze Frankfurter Allee! Was habe ich da für schöne Geschäfte gemacht!" Ihr Gesicht strahlte ordentlich in der Erinnerung an diese schönen Gesch'äfte, und in liebevoller Versunkenheit verweilte ihr- Blick ein paar Sekunden auf ihren reich beringten, Fingern; , diese Brillantringe ,mochtm wohl in innigem Zusammenhang

mit den Geschäften der Frankfurter Allce stehen. Um sie aus ihren Träumen zu reißen, wies ich in dem noch offen auf dem Tisch liegenden Album auf das Bild eines hübschen, jungen Mädchens von höchstens zwanzig Jahren. Wer ist denn das?" .Ach, das ist nichts! Eine Bauerntochter!" .Sieht man ihr nicht an." Das weiß sie auch.- Darum ist sie auch so wählerisch. Keine Famiixt ist ihr gut genug, obwohl oder vielleicht gerade weil ihre eigene nichts werth ist. Nein, das ist nichts fll: Sie. Da stehen - Ihnen eine Reihe ganz anderer Adressen zur Verfügung." .Darf ich also mal bitten?" Ja, erst muß ich wissen, mit wem ich es zu thun habe. Anonym ist gar nichts. Und dann, ob meine Bedingungen ausgeführt werden." .Wie sind Ihre Bedingungen?" .Hundert Mark im voraus zur Deckung meiner Unkosten und am Tage der' standesamtlichen Trauung zwei Prozent von der Mitgift! Das wissen die Familien auch alle, daß ich die erhalk, und sind damit auch ganz einverstanden, denn von den Damen erhalte ich ja nichts, also müssen mich wenigstens die Herren bezahlen." Ist auch ganz in der Ordnung, daß die zahlen, die yichts haben! Ist überall so in der Welt! Mit den zwei Prozent bin ich ganz einverstanden, aber die Vorauszahlung, die scheint mir " Erlauben Sie, wenn Sie heute zu einem Handwerker gehen und was bestellen " Warum wollen Sie sich mit einem Handwerker vergleichen. Kein ordentlicher Kaufmann, der einen Auftrag entgegennimmt, wird sich darauf eine Vorauszahlung zahlen lassen. Wenn er ihn ausgeführt hat, dann hat er ein volles Recht" .Entschuldigen Sie, Sie vergessen die Kleinigkeit, daß meine Forderung nicht einklagbar ist." .Richtig! Das Bürgerliche Gesetzbuch verlangt, daß die Ehen im Himmel geschlossen werden." .Ungefähr so ähnlich!" .Aber so gemein wird doch Niemand sein, daß er Ihnen die zugesagte Provision verweigert!" Haben Sie eine Idee, verehrter Herr! Wenn Sie" wüßten, was ich schon Alles erlebt habe und gerade mit Herren der sogenannten ersten Stände!" ; .Wirklich?" .Wirklich und wahrhaftig! So

vorsichtig bin ich nun allerdings, mir einen Ehrenschein ausstellen, zu lassen; aber trotzdem was meinen Sie wohl, da ist jum Beispiel mein eigener früherer Hausarzt. Änderthalb Jahre fuchte ich den Mann unterzubringen, er hatte für kaum dreitausend Mark Prazis alles umsonst! Da kommt eines Tages ein junges Mädchen aus sehr guter Familie sehr aufgeregt zu mir. Meine Eltern wollen mich zwingen, meinen Veiter zu heirathen. Ich kann den Menschen nicht .ausstehen. Sie müssen- mir sofort einen Bräutigam verschaffen; wenn er nur einigermaßen ist, nehme ich 'ihn, und vor einer vollendeten Thatsache werden meine Eltern sich beugen. Was soll, ich Ihnen sagen: Am nächsten Tage war mein Herr Hausarzt verlobt mit einem hübschen Mädchen, und 150.000 Mark bekam er auch. Und Sie auch Ihre Provision." -Allerdings! Aber ech durch Vermittlung der Aerztekammer. Denn mein lieber Doktor ließ einfach nichts von sich hören, nachdem er die Braut heimgeführt hatte. Ich ließ ihn ruhig, erst von der Hochzeitsreise heimkehren, dann mahnte ich ihn. Und was meinen Sie woh" Na, was antwortete er denn?" .Er wäre drei Jahre lang als Hausarzt täglich in mein Haus gekommen und hätte dafür im Jahre nur hundert Mark bekommen. Das wäre eine so geringe Bezahlung ich bitte Sie, ein blutjünger Anfän-. ger daß , ich eigentlich auf die, Provision zum Ausgleich verzichten mußte. Reizend, nicht wahr?" .Allerdings!" Ich schickte also den Ebrenschein einfach an die Aerztekammer, und nun hielt es der harte Mann für gerathen, es zu keinem weiteren Vrrfahren kommen zu lassen, sondern schickte mir' schleunigst das Geld." .Wozu doch so ein Ebrenratb aut ist. ' Wie heißt denn jener Ehrenmann von Arzt?" Das sage ich natürlich nicht." 'Selbst einem Manne 'gegenüber. der so an Ihnen gehandelt hat " Ja. selbst dem gegenüber wahre ich die Diskretion." V Das lst wirklich mehr, als 'man verlangen kann. Die verd!enen es oar nicht Mag sein, aber ich bin nun mal so! Und wenn Sie " Sie werden mir doch nicht zutrauen, daß ich etwa auf Bewahre! Ich will nur sagen, daß, wenn Ihnen meine Bedingungen acceptabel erscheinen,. Sie sich ebenfalls von meiner Diskretion werden überzeugen können." .Sie vergessen, daß es sich nicht um mich, sondern um. meinen Freund' handelt; ich kann doch nicht bestim-

Frau Ningfeld blickte mich einen

Augenblick an, als müßte sie sich erst 5?:ner?., dann sszte sie lächelnd: Ach richtia. 36r fsreund. Na. .'vielleicht entschließt er, sich, aus seiner Anonymität berauszutreten. Er ist ein sehr bekannter, man rann sagen berühmter Mann!" Das macht nichts! Ich habe sogax den Doktor . . . verheirathet." Und hier entscklüvfte der bisber so diskreten Dame der Name eines allerdlnas sehr bekannten nud anae sehenen Mannes. Aber im näcksten Augenblick sprang sie wie entsetzt uoer ncy selbst vom Stuhle empor. Ich versicherte ihr. daß ihre Besoranisse unbearllnde seien, ein leichtes Versehen könne jedem passiren, uno meiner Diskretion könne sie unter allen Umständen sicher sein: ich würde den mir genannten Namen unter keinen Umständen weiter sagen. Wie Figura zeigt, habe ich mein Wort gehalten. Ohrfeigen in Rußland. Eine nette Geschichte berichtet der Rußlandreifende d'Arlincourt. Ein kaiserlicher Kurier, Namens .Aegor. kam mit seiner bildschönen jungen Frau, Tochter eines berühmten russischen Advokaten, an eine Ueberfahrtsstelle des Don. Dem Eigenthümer der Fähre schien die junge Frau mehr zu gefallen, denn er wollte das Ehepaar nur übersetzen, falls ihm die junge Frau einen Kuß gebe. Der über diese Zumuthung mit Recht aufgebrachte Ehemann versetzte dem Zudringlichen ohne Weiteres eine saftige Ohrfeige und drohte, falls er nicht sofort übergesetzt würde, mit Beschwerde an die Regierung. Der Vootseigenthümer wagte dem Befehle, nicht zu widersprechen, drohte aber wegen der Ohrfeige mit Klage vor dem Gericht. Ich nehme Euch zu Zeugen," wandte er sich an die beiden Bootsführer. Der Mensch soll mir die Ohrfeige theuer bezahlen." Kaum glitt der Kahn über die Fluthen, al sdie junge Frau heimlich zu ihrem Manne sagte: Ohrfeige jetzt sofort die beiden Bootsleute, aber schnell!" Der Kurier gehorchte. Die Schiffsleute wollten sich, über die unverdiente Mißhandlung empört, auf ihren Passagier werfen, doch dieser hielt sie sich mit den Pistolen vom Leibe, worauf seine Gattin lachend zu ihnen sagte: ..Beruhigt Euch, diese Ohrfeigen waren nothwendig, und Ihr werdet später ein Schmerzensgeld erhalten. Ich bin eins Advokaten Tochter und kenne die Gesetze. Der Bootseigenthümer vermaa. nun meinem Mann nichts mehr anzuhaben, da ihm die Zeugen fehlen." Wieso?" Das Gesetz sagt: Niemand kann in einun Rechtsfalle als Zeuge auftreten, der selbst Partei ist. Er kann es also auch dort nicht, wo er als Mitleidender gilt. Jene erste Ohrfeige allein wäre meinem Gatten unangenehm geworden, aber durch die Zugabe an Euch ist er aus seiner mißlichen bfreit." Feiue Nache. Von ' dem früheren Direktor der Paristr Oper Ritt, der ebenso geistreich wie thatkräftig war, erzählt man sich eine amüsante Geschichte: Er hatte sich den Zorn einer hochgestellten Dame in reifem Alter zugezogen, indem er ihr wie vielen andern .hre Freiloge entzog. Als er zufällig in einer Gesellschaft mit der gealterten Schönheit zusammentraf, zeigte ihm diese unverhohlen ihr Mißfallen und äußerte sich laut höchst absprechend darüber, daß ein solcher Greis Direktor wäre." Da trat Ritt muthiz auf sie zu: Madame", sagte er, ich hatte schon einmal das Unglück, Ihr Mißfallen zu erregen." Wieso denn?" Sie erinnern sich vielleicht, meine Gnädige, daß bei Ihrer Einsegnung die feierliche Handlung durch das Schreien eines kleinen Täuflings unterbrochen wurde. . ." Ja, aber ich sehe nicht ein. . fragte die crstaunte Dame. Nun", antwortete Ritt mit vielsagendem Lächeln, der Täufling war ich!" Zauberer und Marokkaner. Die Revue Hebdomadaire" beuchtet von einem ergötzlichen Zauberkunststück. ' Der bekannte Zauberer" Vosco , kaufte auf dem Markte zu Eonstantine zwei Eier. Der Verkäufer forderte zwei Sous. Vosco sagte ihm, das ei viel zu wenig, da die Eier viel mehr Werth hätten und gab ihm für jedes fünf Sous. Der Verkäufer lachte über den verrückten Frmden. " Dieser ab schlug vor seinen Augen die Eier auf und w eine Hand voll Goldfüchse heraus. Sogleich begann der Verkäufer seine anderen Eier zu zerschlagen und seinem Beispiele folgten alle Eierhändler des Marktes. Dieser war bald von gelbem Eierbrei llberfluthet, aber vergebens suchten die enttäuschten Händler die Goldstücke. dabei den bösen Zauberer verfluchend. Ein Köpenick - Opfer. Hauptmann: Werden Sie mich denn noch immer nicht anhören, Fräulein Elise?" Fräulein: Von Herzen gerne thät' ich es... aber zeigen Sie mir erst Ihre Legitimation!" ' V e i den Temperenzlern. Warum ist denn der Meier aus EÄrem Verein ausgeschlossen worden?" Weil er das Lied Jetz' gang' i' an's Brünnele, trink' aber net" gesungen hat!" .

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