Indiana Tribüne, Volume 30, Number 89, Indianapolis, Marion County, 5 December 1906 — Page 5
Jnd l an a Tribune, 5 Dezember mmo
Vim Julaadk. Als kürzlich in der Nähe von Beloit. Wis., William West, ein alter Soldat, von einem Stiere angegriffen wurde und sah, daß. er nicht entrinnen könne, ließ er den Stier herankommen und führte dann mit aller ihm zu Gebote stehenden Kraft mit der Faust einen Schlag nach dem Auge des Thieres. Dieses blieb auch, von Schmerz gepeinigt, stehen, und diese Gelegenheit benutzte West, .um zu entkommen. Er hat indeß mehrere Verletzungen an der Faust und am Arme davongetragen. 9 Der in der Nähe von'Menominee. Mich., wohnende Farmer W. F. Hunton fand in einem hohlen Baume nahe seinem Hause das Skelett eines Menschen. Die Knochen eines Armes waren gebrochen, und es hat den Anschein, als ob das Skelett von einem Jäger herrühre, welcher verletzt worden war und dann in dem Baume vor der Kälte oder vor einem ihn verfolgenden Thiere Schutz gesucht htU. Das Skelett ist jedenfalls schon lange Jahre dort geWesen, und eine Jdentifizirung ist ausgeschlossen. Ein Sonntagsjäger, mit Namen Charles Brewbaker, in der Nähe von Middleburq, Washington County, Md., wohnhaft,, wurde auf einem JaFdausflug 'beim Anblick eines Hasens so aufgeregt, daß er die Kugelflinte, die er mit dem Lauf nach unten trug, unwillkürlich abdrückte und sich eine Kugel durch den Fuß jagte. Befürchtend, er würde verbluten, rannte er, so schnell er konnte, nach seinem eine Meile entfernten Hause, seine Flinte wegwerfend. Ein herbeigerufcner Arzr erklärte jie Wunde für ungefährlich. Der in Vuffalo. N. Y., wohnende Nordpolforscher E. B. Valdwin erhielt zwei interessante Schriftstücke gesandt, nämlich zwei Briefe, welche rm Jahre 1901 von der Baldwin-Ziegler.-Nordpol - Expedition im arktischen Meere in Schwimmtonnen ausgesetzt worden waren und in denen die Expedition, die wegen Kohlenmanyels zur Rückkehr gezwungen war, um Nachsendung von Kohlen bat. Die Tonnen, welche die Briefe enthielten, waren vom Kapitän eines Walfischfängers an der Moffen - Insel gefunden worden. Ein gerichtliches Verhör per Telephon fand kürzlich in Wisconsm statt. John Hendricks hatte bei einem Streite den Marschall von Tarrent durchgeprügelt. Dann begab er sich auf seine Farm zurück und begann zu arbeiten. Später wurde er telephonisch verständigt, daß gegen ihn ein Haftbefehl ausgestellt sei. und daß. er abgeholt werden, solle. Er bat den Friedensrichter, ihn per Telephon zu vernehmen, weil er zu beschaftigt sei. Dies geschah, und er bekannte sich schuldig und versprach, die ihm auferlegte Geldstrafe durch den Landbriefträger einzusenden. .Drei junge Männer von Marinette County, Wis., Albert Mersch, Warren Hale und James Forbes, entgingen auf wunderbare Weise dem Tode. Sie weilten in der Gegend der Eagle - Fälle auf dem Peshtigo River und versuchten den Fluß per Boct zu überfahren. Das Fahrzeug kippte um und sauste mit den Insassen über die Fälle, ehe Hülfe herbeikommen konnte. Hale erreichte das Ufer schwimmend, Mersch wurde bewußtlos auf die Sandbank geworfen und von Freunden befreit, und Forbes wurde' nach vieler Mühe von herbeieilenden Leuten gerettet. Er war beinahe leblos, doch gelang es, ihn wieder in's Bewußtsein zurückzurufen. 5m kommenden April
werden es 40 Jahre sein, -daß diel rmr'i. rr . I CVWi . f. i 11- 1 lissyut iaxii) s nüanziitziuüiwn beiseite gesetzt worden ist. Ursprünglich umfaßte sie 36 Townships mit Wald- und Prairieland. Im Jahre 1889 sind vier Townships der Regierung wieder übeclassen worden. In dieser Zeit sind in der Reservation die erfreulichsten Fortschritte zu ver zeichnen gewesen. Heute sind die Chippewas dieser Reservation im Durchschnitt die wohlhabendsten Leu te von Minnesota. Die Reservation lingt in der Mitte der sogenannten Gartengegend von Minnesota und ist überaus fruchtbar. Zahlreiche Quel len, Seen und Flüsse bewässern das Land, und die großen Wälder weisen einen Reichthum an erstklassigem Holz auf. Nach' genauen Abschätzungen aus verschiedenen Quellen ist der Werth von Land usw. auf der White. Earth Reservation folgender: 737.280 Acres Land ($8.00 per Acre), $5,898,240; 700,000,000 Fuß Fichtenholz ($10 per 1000 Fuß), $7.000,000? 800,000.000 Fuß Eichen- und andereö' Holz ($10 per 1000 Fuß). $3,000,000; Verbesserungen und Vorrath, - $500.000; Gesammtschätzungswerth $16.398,240. Ein Vergleich dieser Zahlen mit der Bevölkerungszahl von 4625 ergiebt ein Durchschnitts vermögen von $3480 per Kopf; außerdem aber ist im Bundesschatzamt, wie kürzliche Abschätzungen erweisen, Geld aus Verkäufen von Land und Holz angesammelt und deponirt, wodurch dieser Fonds noch um $15,000' bis $20.000 vermehrt wird, so daß das Durchschnittsvermögen er Kopf auf $5000 gebracht wird. ' - . - -
Vom Auslande.
Der Pole Berezowski, welcher im Jahre 1867 im Bois oe Voulogne bei Paris ein Attentat auf den Zaren unternommen hatte, ist vom Präsidenten Fallieres begnadigt worden. Er hatte damals einen Revolverschuß auf den Zaren abgegeben, aber nur ein Pferd des kaiserlichen Wagens getroffen. Berezowski wurde zu lebenslänglicher Deportation, verurtheilt und befindet sich nun seit 30 Jahren in Neu - Caledonien. Schon im Jahre 1879 hatte er von Gambetta seine Begnadigung erbeten. Mit Rücksicht auf Rußland aber war ihm diese bisher verweigert worden. Eine geheimnißvolle Nachlaßgeschichte, die inLeipzig spielte, hat jetzt ihre Aufklärung gefunden. Als im Mai dieses Jahres der Spezialist Dr. med. Schwarzkopf starb, fehlten im Nachlaß für 30.000 Mark Werthpapicre. Jetzt ist ein Theil davon durch einen Produktenhändler einer Bank zum Kauf angeboten worden. Man nahm den Mann, der sich einen falschen Namen beigelegt hatte, fest und fand in seiner Wohnung noch Wertpapiere im Betrage von $20,000 Mark. ' Er hat diese von der Frau seines kürzlich verheiratheten Sohnes empfangen, die bei dem Arzt in Stellung war und die große Summe wahrscheinlich gestohlen hat. Das Interesse des deutschen Kaisers für die Fortschritte in der Krebsbehandlung und die Bestrebungen der deutschen Gelehrten, Mittel und Wege zur Bekämpfung des Krebses zu finden, haben nunmehr auch in Frankreich eine ähnliche Bewegung hervorgerufen. Die in Paris von dem Deputirten Gaston Meunier seinerzeit mitgetheilte Aeußerung des Kaisers Wilhelm über die Hosfnun-' gen. die man in Deutschland auf die Institution zu? Bekämpfung des Krebsleidens setzt, veranlaßten den Professor Poirier. der Pariser medizwischen Akademie die Bildung einer Anti-Krebsliga vorzuschlagen. Er hofft wenig von der Serotherapie, desto mehr von der Chirurgie. Dr. Heinrich Rothschild spendete für die Ligazwecke 100.000 Francs. Ueber den Abzug der englischen Garnison von St. Helena wird berichtet: Am 25. Octvber lief der Dampfer EIunv Easile" in St. Helena ein, nahm die Garnison an Bord und fuhr mit ihr am 29. October ab. Das Scheiden des 'Militärs war mit keinen Gefühlsäußerungen irgendwelche: Art verknüpft. Die Bevölkerung, die anfangs bitterlich gegen den Abzug der Garnison protestirt hatte, ist allmählich in einen Zustand der Apathie verfallen. Die Bewohner der Insel verlieren mit den Mannschaften ihre - Haupteinnahmequelle. Die Insel besitzt jetzt keine Bertheidigungswerke mehr. Die Geschütze, das Pulver und aller Zubehör sind weggeführt worden. Es ist dies das erstemal seit der Geschichte von St. Helena unter englischer Herrschaft, daß alle Truppen entfernt wuden. Der. Lokomotivführer Karl Baer 'zu Breslau beging am 1. November eine .Dienstjubelfe:er, die noch' keinem seiner Amtsgenossen zu feiern vergönnt war. An diesem Tage waren es 40 Jahre, daß er den ersten Zug als Heizer nach Myslowitz beförderte. 1872 zum Lokomotivführer ernannt, ist er ununterbrochen in treuester Pflichterfüllung thätig gewesen und hat, von flüchtiger Unpäßlichkeit abgesehen, niemals wegen Krankheit seinen überaus schweren Dienst unterbrochen. Er hat in dieser Zeit über 2Y2 Millionen Kilometer auf seiner Maschine zurückgelegt, das heißt, das 62fache des Erdäquators. Baer ist trotzdem noch ein Mann von großer körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische. Er hat das Glück gehabt, bisher von keinem Unglücksfalle bei AusÜbung seines verantwortlichen Berufes ktroffen zu werden. Folgende mer k w ü r d i ge Geschichte wird aus St. Petersburg berichtet: Ein russischer Beamter Loktiew, der gegen zwei Uhr Morgens mit seiner Frau nach Hause zurückkehrte, wurde durch ein Geräusch im Eßzimmer beunruhigt, xxt dem plötzlich ein Stuhl umzustürzen schien. Eine Durchsuchung des Zimmers ergab' nichts Auffälliges, und auch in den übrigen Räumen wurde nichts gefunden. Sie kehrten nun nach dem Speisezimmer zurück, wo ein großes Portrait des Großvaters von Frau Loktiew an der Wand stand. Die junge Frau erschrak plötzlich und schrie auf. Was ist denn los?" fragte der Gatte überrascht., Mir schien es eben." antwortete die Frau, am ganzen Leibe zitternd, wie wenn das Portrait mich mit wirklichen Augen ansähe." Der Mann lachte über ihre kindische Furcht, aber die Frau konnte das seltsame Funkeln der Augen, das sie zu sehen meinte, nicht ertragen, und wurde sogar ohnmächtig. Loktiew untersuchte noch einmal das Zimmer, ohne etwas Verdächtiges zu bemerken. Am nächsten , Morgen aber entdeckte er. daß mehrere werthvolle Sachen verschwunden waren. und als er das Portrait näher betrachtete, fand er, daß die Augen ausgeschnitten wa?en und das Bild ein wenig - von der Wand fortgerückt war. Der Dieb hatte sich äugenscheinlich hinter der Leinwand ' versteckt und die nach ihm Suchenden die, lanie Zeit hindurch beobachtet.
NuN ewYo r k er Brücke. Aus New York wird geschrieben: Sechs Jahre sind seit Projektirung der Man-hattan-Vrücke, offiziell bekannt als Brücke No. 3, verflossen. Drei Jahre davon gingen durch Rechtsplänkeleien der Kontraktoren fruchtlos verloren, bis endlich vor drei Monaten der Kontrakt für den Oberbau vergeben wurde, nach dem die PierZ längst vorher erbaut waren. Und nun sind die Vorarbeiten soweit gediehen, daß man mit der eigentlichen-Stahlkonstruktion beginnen kann und innerhalb von viel leicht vier Jahren eine Vertthrsentlastung der Brooklyner Brücke zu erwarten steht. Am Freitag verfügte der Vertheilungsrath denAnkauf von Land zum Kostenpreise von $4,205,000 für eine Zufahrt zur Manhattan-Vrücke und eines weiteren Landstreifens von Division Str. und Vowery nach dem Fluß für eine breite, mit der Brücke parallel laufende Straße, desgleichen Ankauf der Brooklyn Plaza und Zufahrt zum Kostenpreis von ungefähr $600,000. An der Brooklyner Brücke zahlt die Stadt jetzt $5.000.000 für Land, das bor zwanzig Jahren für weniger als den zehnten Theil des Preises zu haben war. An der Manhattan Seite umschließt das für die neue Brücke erforderliche Grundeigen thum die ganzen zwei von der Bowery und Canal Str., Forsyth und Bayaro Str. begrenzten Häusergevierte und einen 180 Fuß breiten Streifen zwischen Bayard und Forsyth Str. nach dem Fluß zu. Auf Antrag des Korporationsanwalts Ellison wutde beschloss sen, die Vesitztitel sämmtlichen für die große- Schleife der alten Brooklyner Brücke benöthigten Grundeigenthums am 24. Dezember einzuziehen und nach Erledigung der betreffenden Formalitäten den Bau des Brückenkopfes binnen 90 Tagen in Angriff zu nehmen. In die Kondemnirung des GrundeigenthumS sind eingeschlossen: Das Gebäude der New Yorker Staatszeitung", sowie wahrscheinlich vier weitere Häusergevierte längs der Brücke. Andy Horn's Gebäude miteinbezogen. Wie lang?- der Bau der Schleife dauern dürfte, entzieht sich vorläufig noch der Berechnung. ' Der Vertheilungsrath stürzte sich in seiner Sitzung überhaupt großartiq in die Geschäfte und erledigte deren soviele. wie schon seit Iahren nicht. Unter Anderem wurden auch dem neuen Board of Water Supply 510.000.000 'bewilligt und der Ankaus für Land für die Erweiterung der Delancey Str. nach Elm Str. beschlossen. Kostenpunkt $119.000. Ein verständiger Reger Namens D. H. Harris in Chicago tritt in einer öffentlichen Erklärung denen seiner Rassegenossen entgegen, welche den südcarolinischen Bundessenator Tillman für den Fall, daß er gemnächst, einer Einladung gemäß, eine Rede dort hält, wegen seiner Negerhetzereicn Mit allerlei Gewaltthaten bedrohen. Sein Hauptsatz lautet: Werni ich in Süd-Carolina öffentlich meine Meinung über Tillman aussprechcn wollte, so würde ich ohne Zweifel von Weißen vergewaltigt werden. Was aber von Weißen in Süd-Carolina ein großes Unrecht gegen Neger wäre, das wäre, umgekehrt in' 'Chicago von Schwarzen gegen Tillman und seine Redefreiheit verübt, ein großes Unrecht von Negern grgen Weiße." Dieser Harris beherbergt offenbar in seinem Wollkopf eine gesunde Logik. Der New Yorker MilchTrust ist perfekt. Nach dem veröffentlichten Prospekt beträgt das Kapital des Trusts 25 Millionen Dollars; 5 Millionen in Borzugs-Aktien und 20 Millionen in Stammaktie. Etwa 10.000 Farmer wcrd:n ihre Milchprodukte an den Trust liefern. Wie vielen Milchhändlcrn durch d?n Trust ihr Geschäft rumirt wird, 'ca:cn steht in dem Prospekt nichts. Melken mit Maschinen. Sie Universität von Wisconsin in Ma. :ison läßt nun ihre Kuhheerde mit Maschinen melken. Es sind zwei derirtige Maschinen angeschafft und im uhstalle aufgestellt worden; durch diese soll die Hälfte der Arbeit erspart werden. Während des kurzen Ackerbaukursus, welcher am 1. Dezember beginnt, werden die Studenten Gelegenheit haben, diese Maschinen praktisch zu erproben. Es ist dies das erste Mal, daß Studenten in die Lage kommen. die Behandlung solcher Maschinen zu studieren, welche, wenn sie sich bewahren, eine wichtige Molkerciarbit bedeutend vereinfachen und erleichtern werden. Es werden gegenwärtiaVersuche aemacht, daö Melken, mit .den Maschinen mit dem Melken mit der Hand zu vergleichen. Die Bauart und Zusammensetzung der Maschine ist sehr einfach. Sie besteht aus einem Saugapparat. iner Luftpumpe, die von irgend iner Farmkraftmaschine betrieben wetden sann, und einer Röhrenleikuna zur Vttbtorining des eigentlichen Melkapparates mit der Luftpumpe. Bewährt sich diese Maschine, dann b:deutet pt icm ganz gewaltigen Fortschritt auf dem Gebiete des Molkerei Wesens. " W a r n u n g f L.r S o l ch e, die das Büraerwerden versäumen. - Bo, Ellis Island sollte im Einklang mit dem . Gtsetze. ein, Mann, der seit neun Jahren in New Fork wohnt, dessen Gattin sich dort befindet und dessen beide Kinder d,rt boren sind, nach Europa zurUckgcki werden.' S. Kad kam am 10. VlaütmlvT mit hm
Dampfer . .llrminia von einer Bei suchö,?ise fa feinet Mhere .Heimath
Oesterreich wieder is New Aort an. Er wohnte neun Jahre vorher in New Fork, seine Gattin Regina und seine beiden Kinder befinden sich in du New Yorker Sheriff Str-aß,. doch hat er niemals Anstalten getroffen, Mrger der Vereiniaten Staaten m werden. Als er zegl von semer wzt zurua kehrte, wurde er von den' Einwände rungs.Aerzten als an der Tuberkulose leidend bezeichnet, und in diesem Falle hatte die Inquisition keine andere Wahl, als ihn unter bem Gesetz auszuschöeßen. weil Ausländer, die mit der Tuberkulssis behaftst sind, nicht zugelassen wvrdsn dürfen. Die einzige Mögiichkeit, dir von Beruf Plumber ist. vor DeportaKon zu bewahren, wäre. nsrchzAweis-en, da er sich die Krankheit hier zu Lande zugezogen hat.
Aphroditens Freudenreich. Aus London wird geschrieben: Eln armes Madchen aus Kent war von ihrem treulosen Sweetheart", zu Deutsch Liebsten, schändlich, verlassen worden und wußte auf der Welt nicht mehr wohin. Da erbarmte sich ihrer der Polizeigerichtsmissionar in Hanley. ein Mr. Billingsley. der das Mädchen, das ihm als brav und tüchtig bekannt war, gleichsam öffentlich zur Ehe ausschrieb. Und siehe da : 500 biedere Männerherzen erklärten sich bereit, der Verlassenen eine warme und sichere Stätte zu bieten. Einer von dieser Legion wurde denn auch mit dem Mädchen beglückt und lebt jetzt hoffentlich glücklich und in Freuden. Aber kaum lasen die Tausende von Verzeihung, meine Damen ! überzähligen Jungfrauen, die England so gut wie die meisten Kulturstaaten Europas zu den seinen zahlt, von dieser Wundernachricht, als sie schon den Zauberlehrling in Ehesachen, Mr. Billingsley. von allen Seiten mit Briefen bombardierten, in denen sie ihn um des Himmels willen baten, auch ihnen zu einem Herrn und Meister zu verhelfen. Hunderte um Hunderte solcher Briefe strömten in Mr. Billingsleys Haus und der Gute wurde die Geister, die er gerufen, nicht mehr los. Aus ganz England kamen dieAnfragen nach seinem wohlassortierten Lager" von 500 heirathsfähigen und welche Ausnahme ! heiraths lustigen Männern ! Man ehe der Jungfrauen schrieben gar pathetisch. Auch ihnen war es grausam ergangen,, .manche hatten schon an Selbstmord gedacht nach schändlichem Veirogensein. als die Himmelsbotschaft neUe's Hoffen in ihren Herzen aufleben ließ. Andere meinen wieder, es fehlte ihnen leider an jeder Gelegenheit, mit netten jungen Männern Zusammenzukommen, ob Herr BillingZley sie also nicht sich überaus verpflichten" wslle. Herr Billingsley weiß nicht mehr, was zu'-' thun, und fordert zur Gründung eiuer: Gesellschaft von Menschenfreunden auf, die diese Sache in die Hand nehmen, könnte. .Sie sollte ein Heirathsbureau errichten, um betrogenen Mädchen, die dessen würdig befunden werden, geeignete und tüchtige Ehegatten zu verschaffen. 0ran hat schon seit einigen Jahren über das Niedergehen der Geburtszahlen in England gejammert' Da könnte solch ein Bureau ja-Wunder' wirken. Die englische Rasse ist gerettet vor allmählichem Aussterben. Kinder in genügender Zahl geNcbert. Hoch das Heirathsbureau ! Stalljunge und Automob i l b e s i tz e r. .Wenn es noch eines Beweises dasür bedürfte, daß die Göttin Fortuna ihre Gaben nicht nach den Geboten der Vernunft, sondern nach Gunst und Laune verschenkt, so ließe sich als ein solches Beispiel der Gewinn anführen, den, wie aus London berichtet wird, ein Stalljunge in New Market soeben davon getragen hat. Der Junge hatte auf irgend welche Art ein Loos zu einer Wohlthätigkeitslotterie erhalten. die bei einem Bazar in Lockerbi? Town Hall unter dem Patronate der Herzogin Luise von Argyll, der Schwester des Königs Edward, veranstaltet wurde. Ein Haupttreffer dieser Lotterie bestand in einem Deasy-PZotor. wagen, der mit allem Luxus ausgestattet und von modernster Konstruktion ist. Der Stalljunge, der Glückliche heißt F. Wellsman, gewann diesen Treffer und sieht sich nun plötzlich, in den Reihen der' Automobilbesitzer. Es wird ihm wohl nicht viel anderes übrig bleiben, als das kostbare Fahrzeug möglichst vortheilhaft zu verkaufen und sich nur die Erinnerung daran zu bewahren, daß auch er einst in der Lag? war, das kostbarste aller neuzeitlichm Beförderungsmittel ein paar Stunden lang sein Eigen zu nennen. Diebstahl im Leihar't. Zur Abwechslung ist die Reichshauptstadt wieder einmal durch einen Riesenskandal in Aufregung versetzt worden. Bei einer Revision im königlichen Leihhaus hat sich herausgestellt, daß von Beamten der Anstalt seit Jahren systematisch Unterschlagungen verübt wurden . Die Unterschleife sollen sich ausviele Tausende von Mark belaufen, sind jedoch noch nicht annähernd genau festgestellt. Der Kassenrendant Ostermann wurde unter der Beschuldigung verhaftet, versetzte Werthpapiere gestohlen und mit Hilfe eines Maklers an der Börse veräußert zu haben. Der Angeklagte ist geständig, erklärt jedoch, daß verschiedene seiner Kollegen sich noch schlimmere Diebereien zu Schulden kommen ließen. Die Beamten vflegten angeblich die innerhalb' der gesetzlichen Frist nicht eingelösten werthvollen Pfänder einfach unter der Hand zu 'verkaufen , und den Erlös in .die eigene Tasche zu stecken. - .
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Kleider aus Baumrinde. Tic großen Vortheil?, die die Vcr Sendung von Vaunirindc für Kleider darbietet, werden in einer Meldung .luö Washington dargelogt. Es hau delt sich um die Rinde von Bäumen, die in ungeheuren Massen im Osteu und im Innern Afrika's wachsen. Tie Rinde wird von den Bäumen abgeschält", heißt es in dein Bericht, und von den Eingeborenen zer stampft, die dann daraus lange Strci fcn Zeuges verfertigen. Die wichtigste Eigenschaft der Rinde scheint die zu sein, daß sich ihre Fasern sehr gut zum Spinnen eignen. Sie würde sich, mit Wolle vermischt, vorzüglich zur Herstellung von Filz eignen, doch kann das Zeug auch wie Seide, Mus selin oder Sammt behandelt werden. Man kann cs beliebig färben und zu Uniformen für den Sommer vcrw'n den, da cs leicht und wasserdicht ist. Auch Kopfbedeckungen können aus diesem , Material für Männer und Frauen in allen Formen verfertigt werden. Sie bewähren sich ausgezcich' net und sind viel leichter als Stroh. Achnliche Baumartcn, dcren Rinde ron den Eingeborenen zur Kleidung rcrwandt wird, finden sich überall im Süden des Aequators in Südame rika, Ostindien und auf, den Philipp!, nen." ' Tic Abstimmung des Publikums. Künftig werden die Dramatiker sich nicht mehr über die mangelhafte Fest stellung ihrer Erfolge zu beklagen ha ben, wenn erst eine Erfindung Allz lncinbcsit! der Kulturmenschheit geworden sein wird, die demnächst in einem Theater in Rom erprobt wer den soll. Ein Signor Voqgiano hat nämlich einen Avvärat erfunden, der einen automatischen Registrator des Erfolges oder Mißerfolges cines Theaterstücks darstellt. Man sieht an ihm zwei schmale Ocffnungen; über der einen steht die Ausschrift: Das Stück hat mir gefallen", über der an dern: Das Stück hat mir nicht ?e fallen." Wenn nun die Zuschauer nach der Vorstellung das Theater ver lassen, so werden sie gebeten, eine Me tallmarke, die sie beim Eintritt crh .l. ten haben, in eine der beiden Oeff nungen zu stecken. Der Apparat ver zeichnet dann selbstthätig die Zahl der Stimmen für und gegen das Stück, und das Ergebniß wird an der Vor derscite des Theaters sichtbar, so daß Jedermann es ablesen kann. ine ed)tc Alatslhdahe. ...Wie, Sie haben selbst bei der Wäsche mitgeholfen, gnädige Frau?" Freilich!... Ich sage Pnen, da er, fahrt man mehr als bei emem Kaffee-kränzchen(- . Verbrannt e n in ttn e m Strohdiemen. Bei AscherSleben, -Provinz. Sachsen, brannte, ein großer Strohdiemen nieder. , Beim Aufräumen fand man . Skelettüberrefte von vier -Lanpreichern, die in dem Dieden acnächtigt. hatten.
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i . t f ' .'. . - I J .- ;-.. - - . Vi :m mm 3 ... .,...-..: kmJiili JZZf'i -rV.A 1 - . 'ttes . . -r- . ."5pM-,. V; - v rmfS'lym . y:vi fWnW1!1 .... Iwi ?t7i' 'V W-r-'' iüt-.'i ff v . - 4 - . I Entsprungener kehrt freiwillig zurück. In Ärapahoe, L. T., sind sechs Sträflinge aus dem Gefängniß entsprungen. Einer der Entsprungenen, ein Mann Namens W. G. Lewis. der unter Mordanklage steht, kehrte freiwilligl wleöer zurück, besreüe den von den Ausbrechern in eine Zelle eingeschlossenen Aufseher und schloß sich dann selbst wieder in seine Zelle ein. Die Leute, die ein Komplott geschmiedet, um auszubrechen, hätten, als sie vom Avenoorot nach ihren Wellen zuruckaingen. das Schloß an der Korridorthür I außer Ordnung gebracht. Spater g:n- i gen sie dann einfach nach dem Wohn-! zimmer des Gefängnißaufsehers. kne-: beltcn diesen, schlössen ihn in eine'ihrer j Zellen ein und suchten alödann daö Weite. i l Ein totrifibollf 8 V? n , nu s k ri p t fand der Kustos der königlichen Bibliothek zu Wien untez einem Haufen unsortirter Pergamente. ' in Gestalt einer etwa 300 Linien umfassenden in Verse gebrachten Ueberfetzung der Bibel in die bayrisch-ale " mannische Mundart von dem Schweizer Rudolf . von Zms. dem größten deutschen Epiker des Mittelalters. Du Bedeutung des .Fundes liegt in de: Thatsache, daß dies Manuskript dik erste theilweise Uebertragung'der Bibel ' in's Deutsche repräsentirt. G a n s e k'i e l f e d e r n kamen -im Jahre 553 in Gebrauch, die ersten Stahlfedern im Jahre 1820. Das ctnMfedern wurde für 536 VI JiW zrv ' M7"" verkauft. ' (Zeschäftö-Kalender. Putzmacherin. ysugufta Lange. Ezpert.Putzmacherln. is OftflaAuW eis äftafla&ufcttl Ade. Aerzte. a. E. d. Ihomak. 10 Rtwton aypool u bände. Stunden ll-u m d A-t R. Blech und Metall'DLcher. Ailkch und Mktall-TScher, sowie Tachrime ge fertigt und repartrt. Iho. . Habley, 14 nttniky Rve. euer Phone ioo. . Tapeten. i Tapeten. Jq hänge und liefere Tapete. Teleplzoo, Mat C3. Spezlalifteu. Qttti kurirt ohne Messer, ohne Schmerzen. Die bek " bekannte Behandlung der Neuzeit. Sprecht d . ,d lernt meine Methode. Dr. E. .Brigh, IS Wefl Market Straße, gegenüber Ter!nal Etat!. Waeren-Abliesernng. Maaren abgeholt und abgelieferü Mäßige Preise v Schnelle Bedienung, nt Süd Pennsylvania fett Neu U: ?7t, Mai . I uftin. Eig. Opttler. KMBRSCtt? DRULB Y, IM Maffachnsttt r. t ersten Equare, zweiter Stock. Loge ntersncht. Linsen geliefert. Zu onsultatlonen eingeladen. ' Leiütndtftatter. Mhitsett & nlver. eiche vkftatt. Ilt 9L JllinnI 3 Str. Uepho : eu M4; It. atu sa. 3ohnfvn, Häßler & George, 7 Vkafsachnsett tte., relehont : Mi i . tat 1450. Dir spreche deutsch. Vatent'?lwatt und Jngenleu?.. chomdson R. Bell. 401 Eak Sebknde. Lweig Office: asyingt,. D. . Ske Phone 1803. Kenerverficherung-GrnndeigenthULl. 3acod Buennagel, Zimmer und . -9io. a Süd elaa Straft. Finanzielles. Mir leiö Veld aus Mddeln und Pianel ohne die. P selb, wegzunehmen, eas ans Nh e u,d Viamante. Central Loan T U vtat Ltse C3i.
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