Indiana Tribüne, Volume 30, Number 85, Indianapolis, Marion County, 30 November 1906 — Page 7
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14 ., IHMIV4 I A flött,l)( aus dem NÄröischen Volksleitn. Von Kall Eeine. (3Utfn&rw Ukdri?ung au,kem SnOlUchen. vor HA,?.) (Ttcffffcuna-) Die Schiffbrüchigen traten nun ihre Weiterrcise allein an, aber sie vcrmochten den Paß nicht ;n finden, welcher nach Tlzingvellir führte, und mußten daher abermals an der Küste entlang marschircn. Aus diesem Wege gelangtcn sie an einen Ort, welcher öirisurik heißt. Hier fanden sie sich inmitten einer schauerlichen Wildniß ; nickt jene Kälte, nicht jene Kirchhossflille herrschte hier, wie in den andern Einöden dieses Vandcö. sondern höllische Feuer vcrbreiteten Hitze, ein entsetzliches Getöse erfüllte die Seele mit Schrecken und dazwischen ließ sich ein dumpfes Murmeln vernehmen, wie das Klagen eines unter' irdischen lindes. Eine weite, mit Asche bedeckte Ebene, breitete sich aus. umgeben von einem Zkreife von Hügeln, ans welchen kein chncc haften blieb, denn in ihrem Innern wütheten Feuer gluthcn ; aus hundert natürlichen Schloten schössen pfeifend heiße Dämpfe und kochende Wasjcrströme empor, oder wäl;tcn sich schwerfällig dicke Rauchwolken in die Vust. dieselbe mit ihren stickenden Dünsten verpestend. Die Hölle selbst schien hier ihre Werkstatt ausgeschlagen zu haben. Und in der weiteren Umgebung schlummerte die Erde friedlich unter der weißen Schneedecke, und jenseits der südlichen Hügel schimmerte das majestätische Meer und innerhalb der Hügel im worden breitete sich ein lieblicher See aus. dessen Wasser dem Grün des GrascS im Frühling glich. Äeim Betreten dieses schrecklichen Orteskam Adam der Gedanke, daß dicfe Schöpfung Gottes sicher nicht gcmacht sei. um menschlichen Wesen zum Aufenthalt zu dienen, und dcunoch erblickte er zwei hölzerne Baracken, in welchen Männer truppweise geschäftig ein nnd ausgingen, und von einem driltcn ähnlichen Bau wurde eben erst daS Gerüst entfernt. Aus der Antwort, die er auf Befragen in der ihm Unverstand lichcn Landessprache erhielt, vermochte er nur so viel zu entnehmen, daß dies die Schwefelbergwcrke seien welche der Präsident dcr vkcpublik zur Strafkolonie gemacht habe, daß die beiden Baracken den Gefangenen als Werkstätten und Schlafränme dienten und das noch unvollendete HauS als Hospital benutzt werden solle. Während Adam und seine Genossen, aus ihren Pferden sitzend, das Schauspiel noch mit Blicken des Staunens nnd der Furchtbctrachtetcn. kam ein Trupp von vier Sträflingen in Beglcitung von eben so vielen Aufsehern au ihnen vorüber. In einem dieser Sträflinge erkannte Adam den rothen Jason. DaS lange rothe Haar war kurz abgcschnitten, sein Antlitz mit den sonst so vollen, gesunden Wangen war eingcfallen. Er ging in ökeih und Glied und trug um den Racken ein Halseisen, von diesem zweigte sich ein über den Kopf bis zur Stirne reichender Bügel ab. an dessen Ende sich eine Glocke befand, welche beim Gehen läutete. Die strotzende Lebenskraft, die sich sonst in seiner Erscheinung ausgedrückt hatte, schien versiegt, seine Gestalt war vorwärts gebeugt, sein Blick fortwährend zu Äoden gerichtet. Dennoch hatt? Adam ihn auf den ersten Blick erkannt und, überrascht und entsetzt zugleich, seinen Ramen gerufen. Aber der Unglückliche hörte und sah ihn nicht. Jason! Jason!- schrie Adam von ?!cucm. indem er vom alkcl glitt und den Sträflingen nacheilte, "4Jtc Ausjeyer erhoben zesocy avwcv' rend und drohend ihre Arme, und mit den Ucbrigen schritt Jason weiter, ohne das geringste Zeichen von sich zu geben. Gott schütze unS! was hat das zu bedeuten?" frnq sich Adam, aber so an gelegentlich er sich auch mit Hilfe be3' anen euaije vei ocn ain .oipiiai noaj beschäftigten Bauleuten erkundigte, so wußten ihm diese doch über Jason nichts zu sagen. Adam mußte beständig den Kopf schütteln. AlS er von seiner heimischen Insel absegelte, war daS letzte, ihm vertraute Antlitz, in daS er blickte, dasjenige Jason'S gewesen und hier in der weiten Ferne sollte eS auch wieder das erste sein. Aber er sollte bald noch UebcrraschcndereS erleben. Die räthsclhastc Begegnung mit Jason veranlaßte ihn nur zu um so schnellerem Ausbruch nach Reykjavik und mit sorgenvollen Gedan kcn an Sonnenlocke erfüllt, ritt er in Begleitung seiner Genossen weiter. Als man den Fuß des ÄcrgzugeS erreichte, über welchen der Weg nach der Hauptstadt führt, war der schmale Paß durch Menschen und Ponies gesperrt, welche auf die diesseitige Ebene herabfliegen. Es waren fünfzig berittene Dänen, vor denen etwa zwanzig Packpierde einher getrieben wurden. Was dieser Zug zu bedeuten hatte, tonnte Aoam nicht er fahren, doch sah er. wie die Vordersten deS ReitcrtruppS sich vor einer der bei den Holzbarackcn ausstellten, nnd aus verschiedenen anderen Borgangcn, die nun folgten, zog er den Schluß, daß die isländischen Beamten der Strafkolonie von den Dänen abgelöst wurden. Während ihn noch seine Beobachtungen bcschäftigten. kam plötzlich der alte Ehalse. der ein Stück vorausaeritten war, auf ihn zu; sein Gesicht war bleich vor U . , 1. CL. V V i.i. ?chreaen, mit veoenoer pano ocumc er gufmar.tS. wo eben die letzten Reiter
den Saumpfad uerabramen.
.Gott im Himmel!- rief der alte Mann mit stammelnder Zunge, seht nur. dort dort ! er ist's, er ist es selber!AlS Adam hinsah, wollte ihm fast das Blnt in den Adern erstarren. Zwischen zwei Dänen ritt Michael Sonnenlocke. er war ein Gefangener, denn er. trug Fesieln. Da ward Adam zu Muthe.
als wäre er in einen tiefen Schlaf verfunken gewesen und in nnn zn einem teuen Vcbcn in einer gant neuen Welt erwacht, wo die Vcntc dieselben wie in der alten waren, aber unter ganz verändenen, ichiccfhchcn Umgebungen und Verhältnissen lebten. Er mußte sich die Augen reiben, als Sonnenlocke näher icrangerltten kam. und rief tan. eon lenlocke. der ihn hörte, wars ihm einen 3licf zu. worin Freude und Schmerz ugleich lag. Mein 5ohn! mein Junge!- rief Adam. Vater! Vater!- tief Sonnenlocke. aber die beiden Dänen xn seiner ette fließen Flüche aus. hieben aus sein Pferd ein und entführten ihn rasch. ivelgeud hatte Adam ihm eine hkilc nachqestarrt. Dann wandte er sich gegen seine Gefährten um mit den Worten : A'icbe freunde, meine Reue ist ;n Ende und Ihr müßt Euren Weg ohne mich fortsetzen. Ich kam in dieses Vand. um Jemanden aufzusuchen, der mir mehr noch als cm ohn it. und gcdachte meinen alten Arm auf feine junge Schulter zu llünen. Run habe ich ihn gcfttudcn. aber iu einer traurigen Vage, die mir noch räthfclhaft ist, und fein lnnacr Arm besän icfct der tüt?c meiner allen Schulter. Dieses Wieversehen, von dem Ihr Zeugen gewesen seid, hat sich nicht so qestaltct. wie ich erwartete, es hat alle Hoffnungen zcrliort. an denen iu) meine gebrochene "c benokraft wieder auszurichten gedachte. Gottes Wille geschehe. Und so zieht denn Eures Weges und laßt mich da. wohin eine höhere Führung meine schritte aelenkt hat. Möge Gottes Schutz Euch begleiten und Euch glücklich in Eure Heimath und in die Arme Eurer Vicbcn zinücksühren.Aber die rauhen Männer wollen von einer Trennung nichts hören, sie wollten ihn nicht verlassen, was auch immer kommen möge, und der alte Ehalse begann ohne WeikcreS aus dem spärlichen iHQcniicif, wo man )ich gerade befand. das Zelt anszujchlagcn. Gegen Abend machte Adam eine öLandcruna durch das traurige Thal. um zu versuchen, ob er über die Ercignisse, die ihren Schatten aus seinen cigcnen cbcnspsad warfen, einiges Rähcrc erfalzreu könne, und da vernahm er denn, daß Island eine Zeit lang VJicun blik uud Michael Sonnenlocke ihr Präfidcnl gewesen, daß Beide gestürzt wor den waren nnd Jörgen Jorgcnson wieder als dänischer Gencralgouvcrncur leinen Eluzug gehalten hatte. Schlaflos saß er in später Abendstunde in seinem Zelte ; lein Geist war wie betäubt von der überralchenden Hunde, die ihm geworden, und den titsamen Wechselfäilen. die sie zugleich in sich schloß. Seine treuen Gefährten standen bei ihm und fuchten ihn eben zu trösten, als in der Oeffnung des Zolles ein junger Isländer erschien nnd iu gebrochenem Englisch frug, ob man nicht eiuer Dame, welche mit ihm von ökeykjavik gekommen sei und kein Unterkommen finden könne, für diese Rächt hie; Obdach gewähren wolle. Die Seeleute zuckten die Achselu uud blickte:, unschlüssig aus Adam ; dieser aber antwortete dem Isländer, er möge die Dame nur herbringen. Bald auch kam sie. ES war Greeba. Es wäre schwer zu beschreiben, wie bei diesem unerwarteten Zusammentreffen zwischen Vater und Tochter jedes andere Gefühl für den ersten An icuMicf in i ,17" , Erstaunen erstarrt schien, wie dann die Freude über das Wiedersehen zum Ausbruch kam, um sich in Schmer,; zn vermandeln, als nach und nach Eines des Anderen Erlebnisse erfuhr. In überstürzender Hast berichtete Greeba von dem :4,00c der Mutter und dem jaiand lichcn Benehmen der Brüder, von Sonucnlocke'S Bri:f. ihrer Flucht nach IS land und ihrer Verheirathnng mit coi ncnlocke. der den Vater hatte aufsuchen wollen uud nach seiner Jtückkunst in die Hände seiner Feinde gefallen war. lieber das .crwürfniß mit ihrem Gattcn schwieg sie. als aber der Vater ihr erzählte, dan er Jason gesehen habe nnd sich zcinc 'Anwesenheit aus der In1 cl nnd die ieltiai'.ien Umstand?, unter denen er ihm begegnet war, nicht enträlhseln könne, schlug ihm Greeba auch dieses traurige' Blatt ihrer Geschichte aus. Adam iprach ihr mit liebevoll vater lichcn Worten Trost zu, dessen er zetzt selbst mehr als je bedurft hatte. Wah rend dieses gegenseitigen, mit so stürmi scheu GcmüthSerschüttcrungcn verbun denen AuStanicheS war die Rächt vor gerückt, uud endlich suchten Beide die Ruhe auf. ' ' Am anderen Morgen zogen dic islän dischcn Gcsangcncnausschcr der &tval kolonic ab, um nach Hause zurückzukchreu. uud bald nach ihnen wurden die dänischen Sträflinge entlassen, welche als Spione von der Republik hierher geschickt worden waren. Adam hatte während der schlaflos verbrachten Rächt einen Entschlaf; ge saßt. Sonncnlocke'S Gefaugcnuahmc lst eine llngcrcchtigkcit.- sagte er zu Greeba. uns ich hoffe, die Mittel zu fei ner Befreiung gesunden zu haben. Rie mand hat das Recht, ihn ohue Richter spruch zu strafen. Ich gehe nach Lkeyklavlk, um mich an Jörgen Jörgen oi selbst zu wenden. Will er mich nicht hören, fo bringe ich meine Beschwerde vor feinen xjbcrhcrrn, den onlg vor Dänemark, ittopfe ich auch dort ver gebens an. fo appellire ich an die eng tische Regierung, denn Sonnenlocke ii britischer Unterthan und hat auf den Schutz Englands Anspruch.Und wenn man auch in England
taub gegen Deine Vorstellungen bleibt ?-
frug Greeba. Dann wird Gott, der Allmächtige. mich erhören, der dem unschuldig Verfolgten noch nie feinen Beistand versagt nnd den Uebermuth ungerechter GewaltHaber stets gedemüthlgt hat. Dank fei dem Himmel, daß er mich hierher geführt. Ich hoffte, meine Tage iu Ruhe zu beschließen und mein thöri)tcS graues Haupt, das vergessen hat. für sich selbst zu sorgen, in Sonncnlockc'S Schulz zn flüchten. Aber Gottes Wege sind nicht unsere Wege, und noch bin ich nicht so altersschwach, um die Hände in den Schooß zu legen. So komm denn mit mir. Greeba. wir wollen uns zukämmen aufmachen, um für onncnlocke'S Befreiung zu wirken.Greeba icdoch hatte vom ersten Augcublickc au. wo sie ihrem Gatten hierher gefolgt war. ihren eigenen Plan ge habt uud fcküttclkc zctzt den icopf. Rein. Vater, nein,- gab sie zur Antwort. Ich muß Dich allein gehen lassen, ocnn mein 'prar) isi an ocr meines Gatten. Er hat den Glauben an meine l'icbc verloren nnd mir vorgeworfen, ich fei nur die einige gcworden, um mich in dem Glänze feiner :tkllnttg zu sonnen. Aber er soll sehen. was ein Weib für den Gatten, den es liebt, zu ertragen vermag. Ich vcrfolge an diesem traurigen Cne meinen besonderen Zweck , und fühle mich demselben . gewachsen. Mache lr keine wrgc um mich, das; ich lncr zurückbleibe : gehe allein und Gott möge Dein Vorhaben segnen." Mag es denn farnn," lernte Adam. der Tochter die Hand drückend. Rachdem er sich mit seinen treuen Un.zUlcksgcfährtcn besprochen, mit denen er so viel Ungemach getheilt hatte, bcgab er nch von Rcucm aus die Reis? uud wandte den ttopf seines Rosses geu Äkenkjavik. welches von hier ans in einem Tage zu erreichen war. Als er fort war. ging Greeba nach dem Bergwerke uud frug nach dem jcommandan tcn der Strafkolonie. Einer der Dänen stellte sich ihr als solcher vor. Sie habe gehört, fagte sie zn ihm, daß hier ein Hospital errichtet worden sei nnd wäre von rcykjavik gekommen, um ihre Dienste als öcranlcnwärtcrin anzubieten, falls eine solche gebraucht werde. Wir können eine solche allerdings gebrauchen.- ant-wortctc der Commandant, und Ihr hättet zu keiner besseren tund: kommen können. - Unter einem angenommenen Ramcn trat Greeba ihr Amt als Ärankenpflegcriu der Strafkolonie an. Die dänischeu Beamten, die erst ans Dänemark gekommen waren, wußten mcht, wer sie war. Niemand, außer sonnenlocke und Jason. kannte sie hier. Äl'anchcrlci widerstreitende Gefühle und Gedanken bewegten ihr Inneres, nachdem sie ihren nächsten Zweck erreicht hatte. Würde sie mit ihrem Gatten zusammentreffen? Würde er selbst vielleicht ihrer Pflege bedürfen? Das verhüte Gott ! Doch nein ! im Gegen theil, möge Gott es fo fügen, denn dann konnte sie ihm auf schnellerem Wege zur Freiheit verhelfen, als die Bemühungen des gntcn alten Vaters es im günstigstcn Falle vermochten. Würde sie Jason begegnen? Würde Sonnenlocke mit ihm zusammentreffen? Sollte sie hiervon das Schlimmste zik befürchten haben oder dürfte sie unter den verändcrtcn Umständen Gutes davon crhofsen ? Vielleicht ! Mit solchen Hoffnungen nnd Bcfürchluugen zog Greeba iu ihren neuen Wirkungslrciö ein. 2G. Kapitel. So befanden sich denn Jason und Sonnenlocke innerhalb der engen Grenzen der Strafkolonie. Von Land zn Vaud hatten Beide einander gesucht, der Eine, nm seinen Rachcschwur, der Andere, um chic cdle Sendung zn erfüllen, und nnn theilten Beide das gleiche Schicksal als Strafgefangene in den Schwcfclminen von Krusavik. Dort sahen und sprachen sie sich, dort arbeiteten sie Seite an citc. aber keiner ahnte in dem andern den Mann, den er so lange gesucht und nicht gefunden hatte. 'Die einzige Schöpfung SonnculockcS. welche Jörgen Jorgcnfon während der Reaktion, die dem Sturze der Republik aus dem Fuße folgte, nicht zerstörte, war die Verwerthung der Schwefelbergwrrkc als Strafkolonie, nur caß er oas lsiandismclumlcnpcrsonal ccisci den durch dänisches ersetzte. Die iS ländifchen Aufseher kannten Jason und wenn Sounmlocke. den sie noch besser kannten, noch während ihrer Amlöverwaltuna ihnen übergeben wor den wäre, so würde seinem der beiden Gefangenen verborgen geblieben fein wer der andere war. Aber von den dänischen Beamten wußte Riemand etwas von Jason. und fo erfuhr dieser nie, dan sonnenlocke icui Mitgetan aener war. und konnte er auch aus dem Wechsel des- Beamteupersonals nnd mancher zufällig gehörten Aeußerung entnehmen, dan die Republik gefalle: war. so ließ er sich doch nicht im Ent ferntesten träumen und es war auch Riemand da. der es ihm gesagt hätte dan der Verhasztc. welchen er verfolgte um ihn zu todten, uud den er doch ,:r von Angesicht zn Angesicht gesehn hatte, gleich ihm ein Sträfling fei nu! täglich und stündlich innerhalb sein Gesichtskreises mit ihm 'dieselbe hart! Arbeit rerrichtctc. Was Souuenlocke betraf, so wußte er nlazt. cau Ja,on sich noch in der ilo lonie befand. Er vermuthete vielmehr derselbe sei in Freiheit acsebt worden weil ihm bekannt war. da,': oraen Jorgenson die Entlassung aller nutcr der Repribiit Verurtheuten befohlen hatte. Aber der ommandant der 0 lonie hatte nur die politischen Gesänge nen entlassen und Jason war. als ge meiner Verbrecher, nirückbebalten wor den. Die übrigen noch zurückgebliebenen
Sträflinge, etwa ihrer sünfria. waren
alte Verbrecher aus entlegenen Distriktcn. die schon iu der Zeit von Jörgenon'S erster tatthaltcrfchaft in Reuk. favik im Gefängnisse gesessen hatten und in den ersten Tagen der epublik nach ikrusavik geschickt worden waren, wo sie auch jetzt verblieben. In der ersten Zeit bekamen Jason ' un) sonnenlocke einander nicht zu Gesicht. Die beiden Blockhäuser, welche zur Unterkunst der Gefangenen dienten. lagen ans zwei entgegengesetzten Seiten. das nördliche blickte auf eiucn breiten streifen des Meeres hinaus, das südliche 'aus einen düsteren See. Im ersteren Hanse war Jason. im letzteren wuiiiicmoac !:riicrgeoraail. tfrui) nm süns verließen die Sträflinge die Räume, um erst iu der achten Abendstunde zurückzukehren ; ihr spärliches, meist aus :tocks,sch uud Brot bestehendes Mahl trugen sie iu zinnernen Büchsen bei sich. Jedes der Hauser beherbergte fünfund zwanzig Sträflinge; unter der dänischen Verwaltung nn bald grvsze Unreinlichseit ein ; die Wände wimmelten von Ungeziefer, der Fnßbodcn. auS festgestampftcr Erde bestehend, war mit schlüpfrigem Schmutz überzogen, den die Bewohner mit hereinbrachten, und dabei herrschte eine dumpfe Vust, die der Geruch faulender Nahrungsmittel, vollends verpestete. Auch unter der dänischen Verwaltung wurde an dem vorher eingeführten Brauche festgehalten, dan der zuletzt angekommene Sträfling jeden Morgen. nachdem die Ucbrigcn zu ihrem Tagewerke ausgerückt waren, ciue der beiden Baracken reinigen mußte. So lange ihm diese Pflicht oblag, trug er als entehrendes Abzeichen seines Roviziatö dcn eisernen Hals kragen mit der Glocke. Wahrend Jason die äubernng des nördlich gelegenen Hauses besorgte, vcrrichtete Sonnenlocke das gleiche widerwärtige Amt im südlichen. Jason trug sein Schicksal glcichgillig und stumpfsinnig ; Sonnenlocke dagegen lehnte sich gegen die ekelerregende Beschäftigung auf. Ungefähr zwei Monate waren vergangen, ohne daß die Beiden einander begegnet wären, als ein Zufall in ihrer Vage ciue Aenderung bewirkte. Der ans den heißen Quellen gewonncnc Schwefel wurde in ücke verpackt und Ponies trugen dieselben nach Havnafjoro. dem nächsten Hafen, von wo aus die Säcke nach Dänemark verschifft wurden. Im Verhältniß zu den sehr kleinen Ponies war die ihnen aufgcbürdete xat außerordentlich schwer, und der Weg von den ilratcrn in das Thal hinab war zum Theil holprig und ausgetreten, zum Theil machte ihn der Thonboden schlüpfrig. EincS Tages kam eine Reihe schwer beladencr Ponies den Berg herab und fast bei jedem Schritte hieb der neben hergehende Treiber mit einer in mehreren Vcdcrrinnen endenden Geißel auf die Thiere los. Eines derselben, ein niedlicher Schecke, strauchelte über eine ausgctrctcuc Stelle des Weges und stürzte nieder. Unter furchtbaren Flüchen ließ der rohe Treiber feine Peitsche auf das arme Geschöpf hcrabsauscn, welches sich vergebens zu erheben suchte. Steh' aus. du kleine faule Bestie !" brüllte der Burfch. während seine unbarmherzigen Hiebe bald die Weichen nnd den nach oben gekehrten Bauch, bald Kopf, Maul oder Augen des hilflosen Seheckcn trafen, dcn seine auf dem Rücken festgebundene schwere Ladung am Voden hielt. Ein Trupp Sträflinge, der in. der Rähc arbeitete und die Flüche und Peitschenhiebe hörte, machte sich über den mit den Beinen zappelnden Pony und über dcu Treiber lustig, was den letzteren nur zu noch größerer Wuth aufstachelte. Das arme Thier machte abermals ciue verzweifelte Anstrengung, sich zu erheben, und schon wär es ihm gelungen, aus die Vordcrfüße zu kommcu. als einer der Säcke sich loslöste und dem Pferde nntcr die Hinterfüße glitt. wolci der Sack gesprengt wurde nnd sich seines Inhalts entleerte. Von Neuem fiel der Pony nieder uns schlug mit dem Kopse gegen einen Stein. Die rohen Zuschauer lachten hierüber noch lauter mid der wüthende Treiber versetzte dein Schecken heftige Fußtritte auf den Kopf. Der Vorfall trug sich in der Nahe des Blockhauses zu. in welchem Jason eben sein tüaliches Geschäft verrichtete. Als er das Aachen, die Flüche nnd die Peitschenhiebe vernahm, kam er heraus. Mit einem Blick die Situation übersehend, eilte er so rasch, als die Fesseln au seinen Füßen es ihm gestatteten, aus die Unglücksstcllc zu. wars mit einer fräs tilgen Hauddcwcgung den grausamen Treiber aus den Recken und' umfaßte dann den Pony mit beiden Armen, um ihn ans die Füße zu lüpfen. Die zuschauenden Sträflinge hörten auf zu lachen, denn die Kraftprobe Jasons. dessen außergewöhnliche Stärke hier rnch Niemand kannte, erregte ihr nngläubiges Erstaunen. Oho!" rief der Eine, der will ein Pferd in die Höhe heben wie ein ökeisigbündcl!" Und drei Säcke Schwefel dazu.lzöhntc ein Anderer. Ohne erst iie Lücke zu entfernen, legte Jason seine mächtigen Arme unter dcu Hals des Ponys, hob diesen auf die Vordcrfüße, stemmte dann seinen Rückcn gegen den Bauch des Thieres und brachte dasselbe sammt seiner Ladung vollends auf die Beine. Alle Wetter! der Kerl ist so stark wie Samson!" riefen die bekehrten Zuschauer. (Fortsetzung folgt.) In der Verlegenheit. Dame: .Acer. Herr Schulze, glauben Sie. eS mache mir Spaß, wenn Sie immer nur vom Wetter sprecken?" Jüngling: Ach, ich ich dachte, weil's Wetter gerade so schön ist!"
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