Indiana Tribüne, Volume 30, Number 84, Indianapolis, Marion County, 29 November 1906 — Page 4
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Jnvtana Tribüne, 29 November ioo
Indiana Tribüne. Ottaulautticn von Ux Onttubtt a s. Indianapolis, Ind.
garrh O. Thudinm .... Präsident.
QeschSftSloealt lo. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE LKS.
E -t.d - the Pot Office ot Indiinapoli ai cond dtti matter.
Danksagungstag.
Das nationale Erntefest, der DanksagungStag. wird heute in allen Theilen der Ver. Staaten, von der Zeiten und Sitten ' Wandlung unberührt, nach alter Väter Sitte in patriarchalischer Weise gefeiert. Wenn nicht aöe Anzeichen trügen, so wird der schöne Festtag gerade in diesem Jahre mit einer, ungewöhnlich starken Be thätigung der Lebensluft gefeiert wer. den. Weite Schichten des amerikani fchen Volkes glauben ja in diesem Jahre ganz besondere Veranlassung zu haben, mit dem Laufe der Dinge zu frieden i sein und werden die gute Gelegenheit, diesem Frohgesühl leb haften Ausdruck zu verleihen und zu gleich dem Herrn der Welt, für alle Wohlthaten, die er zunächst ihnen und in zweiter Linie der Nation erwiesen, zu danken, sicherlich nicht unbenüt vor übergehen lassen. WaS zunächst die ursprüngliche Be deutung deS TageS betrifft, so hat daS Volk der Ver. Staaten ja in der That alle Ursache, sich dem Schöpfer aller Dinge recht dankbar zu erweisen, denn wir haben auch in diesem Jahre wieder eine überaus reiche Ernte zu verzeich nen. Auch , die Geschäfte haben einen kolossalen Aufschwung genommen, Handel und Wandel zeigen so frische Lebenskraft und so großes Vert'auen in eine sich immer gedeihlicher geftal tende Zukunft, wie feit langer Zeit nicht. Und wenn auch das gefammte Volk von diesem gewaltigen Aufblühen deZ industriellen Lebens noch in weit höherem Maße prositlren würde, wenn unsere ganzen ökonomischen Zustände nicht so wesentlich von der Monopol, wirthschaft und den Trustbildungen, die den Grundsatz Selber essen macht fett? in so rücksichtsloser und eigen, nühigtr Weife verwirklichen und die Sahne von der Milch für sich ab schöpfen,' beeinflußt würden, so macht sich doch ein recht guter GeschMgang überall bemerkbar.
Neben den Farmern, die das reiche Ertrügniß ihrer Felder mit großen
Profiten verkauft haben und den Groß. industkiellen, die ernten, ohne zu säen, wird auch der kleinere Geschäftsmann.
Gewerbetreibende und Handwerker mit
den Früchten seiner Arbeit zufriedener
wie seit geraumer Zeit sein, wenn er
am Schluß des Geschästsjahres die Bi
lanz zieht. Trotzdem giebt eS noch
viele, viele Arbeitslose und Verarmte und zumal wir im Beginn des Win. terS stehen, der die auf der Schatten feite des Lebens wandelnden Enterbten
das Ungemach ihres Daseins dopvelt
schwer empfinden läßt, sollte kein Rel cher den heutigen DanlsagungStaq vor übergehen lagen,' ohne sich seine? Ver
pflichtungen gegen seine nothleidenden
Mitmenschen zu erinnern. Der gepriesene amerikanische Fest vogel, oder'ein ähnliches Subftltut für denselben, der sich einer so großen Be litbtheit erfreut, wird wohl auch in
diesem Jahre wieder auf keinem ameri
kanischen Familien-, Boardinghauö. und Hoteltische fehlen. Er wird wie der den Weg in alle menschlichen Heim .ftätten. finden, in die Paläste der Reichen. in die bescheidenen Wohnungen der Arbeiter, in die WohlthätlgkeitZ. Anstalten und Asyle der Armen, wie in die Gefängnisse, in welchen die Ver brecher ihr verfehltes Dasein bejam mern. ES ist der souveräne Wille deS amerikanischen Volkes, daß wenigstens an diesem einen Tage alle glücklich sein sollen, soweit eben ein mit allerlei guten Speisen gefüllter Magen den Menschen glücklich machen kann. Soweit sind wir allerdings noch nicht, wie jener Franzofenkönig Heinrich IV., fc da wünschte, daß von den Vogesen bis zu den Pyrenäen jzder Bauersmann am Sonntage ein gebratenes Huhn auf dem Tische finde, aber wir leisten doch insofern doch schon etwas mehr, als wir es nicht bei dem bloßen Wunlche bettendkN lassen, 'fondern in der That dafür sorgen, daß einmal im Jahre ein aedratener Vogel auf den Tisch jedes Ein zelnen kommt. Der französische Hein rich, ' der bekanntlich sür seine völkerbe glückenden Thaten schließlich' mit dem Dolchstiche KteS hungrige Fanatiker
belohnt wurde, war nicht nur ein men schenfreundlicher Mann, den oie Schrecken der Bartholomäusnacht Räch ftenllebe und Abscheu vor gewaltthätt ger Tyrannei gelehrt hatten, sondern auch ein sehr kluger LedenLkünftler, der da ganz genau wußte, daß ein allzeit sattes Volk auch ein allzeit zufriedenes und leicht am Gängelbande einer ziel bewußten Regierung zu führen ist. Solche LebenSkünftler find auch unsere Republikaner, die dem Volke gute Ein ten .bereiten" und ihm ab und zu mal einen Bissen von ihren reichbesetzten Tischen zukommen lassen, wodurch fie ihre Mi.cht behaupten und daS satteVolk am Gängelbande weiterführen. Ader zu der DanksagungSftimmung, welche hoffentlich alle unsere geehrten Leser und schönenLeserlnnen beherrscht, paßt diese politische Abschweifung vom Wege der breiten Behaglichkeit, der Zu friedenhelt mit sich und aller Welt, welche dem heutigen Festtage einen so lebensfrohen Charakter verleihen soll, nur schlecht. Wir wollen also um Ab. solutton bitten und schnell zu dem ge bratenen Vogel- zurückkehren, den ja heute jeder Amerikaner haben wird. Wir wünschen, daß derselbe Allen ohne Ausnahme trefflich munden möge, vor Allem Denjenigen, die sich unverschul
deter Weise in mißlicher Lage befinden und einer kleinen Herzens und Magen ftärkung am dringendsten bedürfen. Sie vollen DiÄ enthaupten, diefen Hals, den blendend weißen, mit dem Beil durchschneiden." So sagt heute mit Msrtimer der junge Puter zu seinen gereifleren Geschwistern.
Krimwakgericht.
Boni'S Glaubiger verlangen jetzt ihr Geld, wie aus Paris berichtet wtrd. Verlangen können fie eS freilich; DaS ist ihr gutes Recht. Ader bekommen werden fie aus naheliegenden Gründen wohl nichts.
Ein Dieb in Toledo wurde fünfzehn Jahre nach dem Auchthaufe ge schickt, weil er einen Geldbeutel geftoh len hatte. Hätte er ein paar Ctsenbah nen gestohlen, dann wäre er wahrschein lich in den Senat geschickt worden.
Mit ihrer Absicht, die Eisenbahn
Gesellschaften noch strenger als dtöher
kontrolltren zu wollen, hat sich die Ad
miniftration viel vorgenommen. Sie
wird schon - genug zu thun bekommen.
wenn fie versuchen will, Harriman zu
kontrolltren.
Richter Freemont Alsord. Daniel Washington wurde wegen Kleindiebstahl zu 81 und Kosten, nebst 30 Tagen ArdeilöhauS verurtheilt. Edgar Scott wegen Großdiebstahls angeklagt, konnte jedoch nur wegen KleindiebftahlS gebucht werden. Ent scheid vorbehalten. Wegen Beleidigung und thätlichen Angriffs wurde William Miller schul, big befunden und zu 60 Tagen Ar beitShauS nebst 81 und Kosten verur theilt. Wegen Unterschlagung und Klein. diedftahlS- stand HagneS Nydon aus dem Anklagebrett und wurde derselbe nach Verhör und Beweisaufnahme we gen KlelndiebstahlS fürifchuldig befun. den und zu $1 und Kosten nebst 90 Tagen Arbeitshaus verdonnert. Liewellyn H. Vimedge gewann im Supreme Gericht, an welches er apellirt halte gegen die Anklage der American Steel & Wire Co von Anderson. daß er denselben vor 3 Zahren $5000 un terschlagen habe. Der Ingenieur ArtemuS N. Hadley. welcher seine Osfice in No. 23 Talboti Block hat, wurde von Anna Jackson, einer Frau im mittleren Alter, welche mit kleineren Verkaufsartikeln haustrl sür 55000 Schadenersatz bei Richter McMafter von dem Superiorgerichr wegen Beleidigung und thätlichen An griffö verklagt. Wie fie sagt, wurde sie im Verlauf eines Streites von Hab ley geschlagen. DaS Jndiana Supremk'Gericht gab eine Entscheidung dahin ab, daß ein Postbeamter, welcher als solcher in einem Zuge fährt, dieselben Berechti aunarn hat, wie irgend ein andere, Paffagier, und hält deshalb die Van dalia Eisenbahngesellschaft verpfl'ch tet, 59500 für den bei einer Colllston umgekommenen Fred H. Hetmson aus zuzahlen.
Herman Moeller'ö Halle, Südwest Ecke Noble und Market Str
Der 59. Kongreß tritt am Mon tag, den 3. Dezember, zu seiner zwei
ten, der sogenannten kurzen, Session zusammen. - ES kommen da noch nicht
die neuen Männer, die im November
erwühlt worden find, zusammen, son dern die alte Garde erscheint wieder im BundeS'Kapitol. Die Neuerwühlten
kommen erst am : 4. März nächsten Iah reS tn'S Amt.
Gouverneur Jefferfon TaviS von
ArkansaS erklärte gestern: Im Bun
deöfenate wird man etwas erleben, wenn ich erst in denselben komme. ES
ist die höchste .Zeit, daß die Schlaf.
mützen dort einmal 'gründlich ausgerüt
teil werden. Nun, Bod Taylor von Tennessee, Mistgabel Ttllman aus
South Caroltna, Vardaman aus Mtf
filsippt und ich selbst, wir werden schon
Leben in die Bude bringen.- Hoffent lich hält DaviS, was er verspricht.
Nicht einmal die Fahrt nach dem
JfthmuS-hat das kleine Ge chwader.
das den Präsidenten begleitet hat, ohne
Unfall zurücklegen können. Der Kreu
zer Washington- ist flügellahm nach
Norfolk zurückgekehrt. Jedenfalls hat man die besten Schisse für die Fahrt
ausgewählt. Wenigstens sollte man
das gethan haben, und da hätte es
eigentlich ohne Unfall abgehen sollen.
Statt immer größere und immer schve
rere Kriegsschiffe zu bauen, wäre eS vielleicht besser, etwas mehr Werth auf
ihre Tüchtigkeit und maschinelle Aus dauer zu legen. Nach Angabe des geologischen Buaus find im Fiskaljahre -1905 in
Illinois 38.434.363 Tonnen Kohlen
im Werthe (an den Gruben) von S40.577.592 produztrt worden. ES waren in den Gruben jenes Staates 53.653 Mann beschäftigt, zumeist acht Stunden den Tag. Durch Gruben Katastrophen fanden während des Iah. reg 199 Mann ihren Tod, 535 trugen Verletzungen davon. Nach Pennsylvanken war Illinois der Staat, wo das-größte Quantum Kohlen produzirt wurde. Die Kohlen Produktion von West Vlrglnlen wird indessen im Jahre 1906 voraussichtlich die von Illinois übertreffen, weil in letzterem Staat im Frühjahr die Arbeit in vielen Gruben infolge von Streiks stillstand, während die vsn West Vir ginia fast ununterbrochen in Betrieb
warm. - . .
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Selleröburg. Hier wurde gestern Frank Harris, ein früher tb angesehener Insasse JeffzrsonvilleS dingfest gemacht, weil er an Edith Ut richt, seiner noch nicht neunjähriger, Stieftochter, ein nicht näher zu bezeich nendeS Verbrechen begangen haben sollDie Angelegenheit hat bereits die Groß gefchworenenibeschästigt, LouiS Dieser!, dach, Großvater deS KindeS, trat clS Klüger auf. Die StaaiSanwaltfchast ist im Besitz von Thaisachen, die ge. radezu zum Himmel schreien. Ein Zeuge hat zum Beispiel einer Unterhat, tung zugehört, die Harris mit dem Mädchen in einer Scheune hatte. Bet dieser Gelegenheit soll Edith Utricht laut geweint, Harris ihr aber mit dem Toe gedroht haden.falls sie verrathen würde, was zwischen ihnen seit Monaten vorgegangen ist. DuS Kind hat Ire ZwillingssSwegtr, die aber den Stief vater in keiner Weife beschuldigt. Har. riS iftvon seiner ersten Gattin im Jahre 1903 geschieden worden und hei. rathete sodann die Wittwe Minnie Ut richt. Frau Grace Cooper ln Staple ton. Staten Island, bei New York, wurde heute verhaftet,' da sie im Ver dachte steht, ihren Mann, den Hotelbesitzer James Cooper in der letzten Nacht mit einem Meffer so schwer ver wundet zu haben, daß er heute ftarb. Der spanische Premier-Minifter Deminguez überreichte heute nach einer längeren Konferenz dem König Al fonso die Resignation deS ganzen Mt nlfterkablnettS. Der frühere Premier Minister Meret y Pendergaft ist beauf. tragt worden, ein neues Kabinett zu bilden. Richter Hough im Bundesbezirks, gericht in Nem.Vork verurtheilte heut' die American Sugar Resinlng Co. zur Zahlung von $18,000 Strafgeldern, weil fie von der New York Centralbahn durch Gewährung von ungewöhnlich niedrigen Frachtraten begünstigt wor den sei. Gottlieb Leukhard t, Die gemüthliche Scke-, Ecke Noble und Market Str.
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stunde. Unteroffizier: Schulze, wie lang ist der Gewehrlauf?- Solbat: .83 Centrmeter.- Unteroffizier: Warum?- Soldat: (schweigt). Un-
teroffizier: .Mensch, das wissen Sie' nicht? Ach Kerls, Ihr seid aber doch zu dumm. Also ich will Euch las. erklären: Der Gewehrlauf ist alfo83 Centimeter lang 1. weil er so seine, vorgeschriebene Länge hat und 2. toaj rum ooiü m6?- I
-r? Ewald Fleitmann in
New York gestorben. Ewald Fleitmann, ein prominenter Geschäftsmann New Yorks, ist daselöst gestorbcn. Er war im Jahre 1846 in Schwerte in Westfalen geboren. 'Nach dem er eine Zeit lang ein Gymnasium besucht, trat er in eine preußische Kadettenanstalt ein. verließ diese aber, um sich in Antwerpen zum Kaufmann auszubilden. Im Jahre 1864 kam er nach New York und gründete mit seinem Bruder Hermann ein ImportGeschäft für Seide und Kurzwaaren. da8 heute in der Broome Straße einen Jahresumsatz von Millionen hat. BiZ zu seinem Tode stand er an der Spitze der Firma Fleitmann & Co. Von feiner umfassendenArbeitsthätigkeit zeugt folgende Liste der Korporationen usw., deren Mitglied oder Beamter er war: Trustee der Atlantic MutualJnsurance Co., Vizepräsident und Direktor der Citizens National Bank, zweiter Vize. Präsident und Direktor der Deutschen Sparbank, Vizepräsident der GermanAmerican Feuerversicherungs Gesell, fchaft, Vizepräsident der German Al liance Assurance Co., Direktor der N. ?). Life Insurance Co.. der Germania LebensversicherungS - Gesellschaft und der Fidelity Bank. Ferner war er Mitglied des Verwaltungsraths deS Deutschen Hospitals, des Merchants' Lawyers-, des Union League und des Sudurban Riding and Driving Clubs. Mitglied und Ex-Präsident des Deut, fchen Vereins, Mitglied des Naturhistorischen MuseumS, deS Mtropoli tan Kunstmuseums und der Handels kammer. Die Wittwe und sechs Kin der betrauern seinen Hingang. Her mann, der älteste Sohn, ist Mittheile haber des Geschäfts. Fische sollen vertrustet werden. Unter dem Namen Na tional Fisherieö Company wird in Boston die Gründung eines FischTrusts geplant, -der mit einem Aktien kapital von $5,000,000 unter hm Gc fetze.i deS Staates Marne inksrporiri wcr'en soll. Die meisten Fischers ß Händler Bostons werden sich dem Unternehznn anschließen und der ZweiZ ist, Boston zu dem größten Fifchmarli in Amerika zu Hestallen und dem blühenden Fischereigewerbe von Glouccfc: Konkurrenz zu machen. Man &: absichtigt. für die Fischerei im Trustb triebe nur Dampfer zu verwrden, th nen festen Preis einzuführen und Nachfrage und Angebot zu regeln, o daß das jetzige System der Versteig:rung von FischkargoS m Wegfall kommen soll. Ei New gorker Kompagnie, die drei gro-ße Halibut-Dam j?fer an der Pacifu - Küste besitzt, wird, wie es heißt, dem Trust beitrcten. Ungefähr die HAfte der gesammten Boston Fischvroduktion wird i:i den Neuengland - Staaten, ein Sechstel in. Stadt und Staat New York und der übrige Theil in Washington. Philadelphia und i westlichen Staaten verbraucht. Der jährliche FischVerkauf auf der.T-Werft beziffert sich allein auf nahezu Ze,S00.000. und ungefähr 4500Mcmn sind in der Bostoner Lisch Industrie beschäftigt. Fehlende Millionen. Eine eigenthümliche Angelegenheit erregt jetzt in Wien um so größeres Aufsehen, da die betheiligten Personen, die Rothschilds und einer ihrer Verwalter, Julius Schuster, zu den bekanntesten Persönlichkeiten der Wiener Gesellschaft gehören. Varon Nathaniel Rothschild, der Bruder des Barons Albert Rothschild, Chef des Wiener Hauses, der vor einigen Monaten gestarben war, hatte, da er unvermählt gewesen ist. seinen Neffen Alfons zum Universalerben seines großen Vermöans, der Güter, der Wiener Palais und der berühmten großen Gärten in Döbling. eingesetzt. Bei der Uebergäbe des Nachlasses werden nun Geldabgänge im Betrage von etwa zwei Millionen Kronen entdeckt. Der bisherige Zentraldirektor Julius Schuster. der das vollste Vertrauen NathanielS besessen und den Nachlaß verwaltet hatte, wurde nun von Albert Roth schild, dem Vater deS Universalerben, sofort entlassen, aber es wurde gegen ihn keine gerichtliche Anzeige erstattet, obgleich die Advokaten des Hauses Rothschild dazu riethen. Julius Schuster nahm eine angesehene Stellung in der Wiener Gesellschaft ein, besonders in Sportkreisen, und genoß auch das große Vertrauen der Fürstin Pauline Metternich, die mit Nathaniel sehr befreundet gewesen war. Es heißt nun. daß Schuster wegen seiner Entlassung gegen daS HauS Rothschild gerichtlich auftreten will. Landrichter begeht Selbstmord. Unter tragischen Umständen ist in Dresden der Landrichte? Mühlmann aus dem Leben geschieden. Der allgemein geachtete Veamte jagte sich eine Kuge! durch den Kopf, weil ihm Verhafte wegen Meineids drohte. Dieses Ve:--rechens soll er sich schuldig gemacht haben, um seinen seinerzeit der versuchten Erpressung angeklagten Schwiegervater zu retten. Derselbe hatte angeblich versucht, von einem Kaufmann Namens Schurig 20.000 Mark zu erlangen, indem er denselben als gewerbsmäßigen Wucherer zu denunziren drohte. Die etwas mysteriöse Geschichte beschäftigte längere Zelt die Gerichte, wurde aber schließlich niedergeschlagen und man hörte nichts mehr von ihr. bis sie kürzlich durch - den Selbstmord Richter Mühlmann's ein trauriges Nachspiel erhielt. , , , , -
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