Indiana Tribüne, Volume 30, Number 83, Indianapolis, Marion County, 28 November 1906 — Page 7
Jndiana Tribüne, 28 November iooo.
Momljl Rache.
flöUiU . utu dem nordischen Volksleben. Zöxi Xsl CT ßaine. (Utünftrte Ukdkyrunz au dem EuzliZch. Ccp Mit Hk.) r--rK,ma. Zum killen Male erhob er jetzt das Haupt und antwortete ihr. .Warum? Dein Stolz war die Triebfeder Teincr Heirath mit mir ; Dein unseliger Stolz und Deine Eitelkeit, die in Deiner Kind heit schon Deine HauptschKr waren. Als Du von London zmnckkehrtest, glaubte ich. Du hättest diese Fehler abgelegt, aber wie es scheint, haben sie sich dort nur noch mehr ausgebildet. Ich hätte das wissen sollen, Grceba; ich hätte auch voraus sehen können, daß Dein überaus leichter Sinn Dich einmal auf eine falsche Bahn leiten werde. Ich habe also nur mich selbst anzu. klagen.Wenn er dies im hellen Zorn oder unter vorwurfsvollen Thränen gesagt hätte, so würde sie darin die Sprache der Liebe, die mit. sich selbst im Üampf liegt, erkannt haben und mit dem Frendeurusc: Tu bist und bleibst mein ! in seine Arme gestürzt sein. Aber ruhig und kalt hatte er die harten Worte gesprachen, ohne daß auch nur ein cuf zcr seine Brust gehoben hätte, und dar aus schloß sie. daß sein Herz für sie erstorbcn sei. Hierdurch gereizt, antwor tctc sie: .Tu glaubst, daß ich Jason seiner Armuth wegen aufgab nnd Dich, als den Reicheren, vorzog. Das ist eine ebenso falsche als grausame Beschuldigung; Tu weißt das sehr wohl, oder solltest es doch wenigstens wissen." .Ich bin nichts weniger als reich. Grceba,- fuhr er fort, .neben Jason aber, der nur ein armer, freudloser Seemann war. mag ich Dir ni Deinem Stolze, schon der armseligen Glorie meiner Stellung wegen, reich erschienen sein." Ich sage Dir aber, es ist nickt wahr ! rief sie. .Meinen Gatten würde ich lieben, und wenn er kciu Dach über seinem Kopfe hätte. Und doch muß ich so etwas hören, muß cö von Dir hören, der Tu mich doch besser kennen solltest. 2Jtit welchem Rechte darsst Du cS wa gen, mir so verworfene, gemeine Bewegarüude unterzuschieben? Wie?" Grecba war außer sich und. Thränen in den Auqen. Zorn ln dem empörten Her zcn, erhob sie unwillkürlich ihre Hand und inen sounenlockc vor die Brust. Der schlag that eine mächtigere Wirkung als alle Bctheuerungcn unter Thrcincnllromcn hervorzubringen vcr möcht hätten. DaS Mißtrauen, welchcS sich wie c:nc ElSnude um onnen locke'S Herz gelegt hatte, schmolz dahin. aber ehe er noch Zeit zu einem Worte der Erwiderung fand, lag Grecba schon wieder vor ihm aus den Knieen und flehte ihn um Verzeihung an. denn sie rome nicht, was iiciluie. .Aber falsä, ist jedes Wort, was Du qemgt hast," lugte iic hinzu, .und nicht nur falsch, sondern auch .grausam. Ja. ich bin stolz, sehr stolz sogar, aber nur auf meinen Gatten. Stolz auf ihn bin ich. weil ich ihn als den edelsten aller Menschen verehre. Das ist der schlimmste meiner Fehler, dan ich aus den Mann, den ich lieben soll, stolz sein muß ; nicht stolz auf seine Würde oder leinen Nelchthum, londern nur aus cm Herz, iiud wäre er annnnd elend, so würde es mich doch mit tolz erfüllen, fein Loos theilen, an feiner Seite leben zu dürfen." .Bill Tu dessen sicher. Greeba?' frug onnenlocke. der diesen leiden schaftlicheu Worten tiefbewegt getauscht hatte. .Stelle mich auf die Probe!" rief Greeba. .DaS soll geschehen. Grecba. Mor aen verlassen wir dieses Haus." .Wie?" frug sie. sich rasch von ihren Knieen erhebend. .Ja, Grceba, von morgen an wird in unseren Verhältnissen eine große Veränderung eintreten: Bereite Dich daraus vor." Der herausfordernde Muth, den Grceba vorhin erst bekundet, schien sie vlöklich ;u verladen. .Was meinst Du damit?" frug sie erschrocken. .Dn hast den Präsidenten aeheira thct, wirst aber künstig nur mit dem schlichten Manne leben müssen." antwortcte er. ' .Oh, Michael. Michael, was hast Du vor?" rief sie. .Du willst Dich erniedrigen." .Das will ich," versetzte er ruhig. .Um mich zu bestrafen? Mich auf di: Probe zu stellcu ?- v .Wenn Du sie bestehst, werde ich zu. frieden und gluctucü teilt, war leine Antwort. .Und Du wirst dann nichts mehr in diesem Lande gelten. Michael?" .Was thut das? Erinnere Dich. was Du vorhin geiagt halt." .Dauu bin ich nur Dein Weib ae worden. ' um Deine Laufbahn. Dein reven zu vernichten,- rief Grecba. 5Za. Michael, ich. ich I Ich will ae hen, will Dir entsagen. Du sollst Dich nicht um meinetwillen erniedrigen, sollst nicht um meinetwillen von der Stufe Iicrao tclgen. au? welche jjkü Den; Verdienst gehoben hat. Um alle Schätze der Welt gebe ich da'ö nicht zu. lieber verlafze ich Dich." .Niemals sollst Du mich verlassen. entgeguete Sonnenlose. .Wir sind Mann nnd Frau und müssen als solche
zusammenbleiben." .Aber ich bleibe nicht!" rief sie. .Ich .bin Dem Gatte und Du als Weib hast mir zu gehorchen," sagte er mit unerschütterlicher Nube.
.Michael, theurer Michael, nur zu Deinem eigenen Besten will ich mich a von Dir trennen, damit ich Deiner Lausbahn nicht im Wege stehe. Wer bin ich. daß ich Deine hoffnungsreiche Ankunft zerstören sollte? öin Nichts
bin ich! aß mich gehen. Michael ; laß mich gehen !" Ev ist zu spät. Greeba. Armuth l,'t unser künftiges oos und wir müsscn es Beide gemeinschaftlich tragen." Grceba brach in schluchzen aus. ste erzählte von dc.n Besuche ihrer Brüder. von dcr cigcui'.utzigcn Absicht, durch welche dieselben ncl) dabei hatten leiten lauen, wie ic dicic Abi. mit vereitelt, der .Vabiun'.t der Bruder einen empfind lichc Streich gespielt uud damit Bergel tuug au ihnen geübt habe. Dasür hatten sie sich nun gerächt. .Du siehst. Michael, nur niedrige Nachsucht hat all das Unheil angestiftet, nur chic bewillige Entstellung der Wahrheit, ein unseliger Irrthum ist im spiele." Rein. Grceba. von einem Irrthum kann nicht die Rede sein." antwortete er. .cS ist kein Irrthum, daß Du mich getäuscht und belogen hast." Bei diciem Worte Hockten Grceba s Thränen, ihr 'ganzer Stolz erwachte wicocr und die Gluth ihres Innern flammte aus ihren Augen. .Du bleibst also dabei?" rief sie leidenschaftlich. Ah! dann vielleicht lag dcr Irrthum darin, daß ich jenen andern Mann Dclttctwcgctt verwarf. Er ist edel, schlicht und offen, ein Herz kennt sein Mißtrauen. Gott tröste ihn und verzeihe mir!" Znm ersten Male verließ jetzt Sonncnlockc seine Rulje und während seine ttmme bebte und ein wildes cucr aus seinen Augen leuchtete, erwiderte er heftig : .Laß mich nie. nie jenem Manne begegnen, Bor suns Jahren kam ich hierher, um ihm Gutes zu thun : wenn ich ihm aber jetzt gegenüber stünde wurde seine oder meine Todesstunde geschlauen haben. Danke Gott, daß er an einem Orte aufgehoben ist. wohin ich ihm niemals folgen kann !" IM. Kapitel. Als die Gebrüder airbrotbcr in den ersten Tagen nach ihrer Ankunft in Is land über Sonncnlocke's Berhältnisse suchten sie oft eine kleine Trinkstube wo Scclcutc verschiedener R'ationali täten. Dänen. Isländer. RoiiDcacr Engländer und Irländcr verkehrten Da Alles, was sie dort über Sonnenlocke hätten, ihren Erwartungen günstig war. so wurden sie stolz auf ihn nnd so oft sie seinen Namen mit Ach tung ai:osprcchcu horten, blähten 'sie sich w:c chscnsrosche und erzählten, er sei sozusazcii ü)v Bruder uno von seiner frühesten Jugend in ihrem väterlichen Hanse auferzogen worden. Begeglitten sie dabei zweifelnden Mienen io liununi sie alciiii eine Mcirnc iiied lichc r ldicschichrcu ans sciucr itinicheit zu erzählen, in denen sie die großlnutlnae eichutzerrolle crwachicncr ziuoer neirncit uallen. uttv tx kehr iu der Trinkstube sollte nicht ohne - (:, .u t rf Cd. i iVvujcil uiciuiu. aio -tijuiiun uuu, Ja lob'S Niederlage demselben erneu die Hccrcssolgc gekündigt hatte, suchte er rost in ocr rlnksluve uno von machte er die Bekanntschaft eines Man nes, der zwar ein fremdes Idiom sprach, ihm aber doch zu Verständniß 1.. f...:...... i.. . i.v.... 511 irnuijwi luiic, vlli) er slll), nuujuiui seine ossnnna auf Sonucnlockc'S Frei gebigkeit gescheitert war. dennoch zu einer wennglunnng vcrueircii tonne. Hierauf bezog sich Thurstau's dunkle Ansvicluua scincii Brüdern acacuübcr. als Jakob' mit feinen Plänen zu Ende war. viii ocmsclvcu -tage hatte er mit jenem Fremden wieder eine Unterredung iu der Trinkstube und als er Abends nach Hause kam. sagte er zu seinen Brüdern : Svrach ich Euch nicht vou gewissen Plänen, die in aller Stille gesponucu wurocu m .Was gibt'ö? Was acht vor?" frugen vier Stimmen zugleich. .as vorgeht erwiderte hurstan. .Der impoikömiuliug wird klein gemacht werden." Allmälig rückte er mit der Sprache heraus und erzählte, im Hafen liege unter fremder Flagge ein dänisches Sckiff mi: uner vaduna aroncr Nässer. ls heinc. sie cntuicltcn ala. Da alle unter dem SenatSgebäude untergebracht werden. So lautete Thurstau's Mii thciluug. welcher cr dauu noch mn schlauer Miene hinzufügte, daß für den nächsten Abend das Älthing zu einer Sitzung im SenatSgebäude berufen fei und Michael Soliuenlockc dcrfclbcu bei wohnen werde. Das v.l'icncnspict dcr zuhörenden Brüder bewies, daß sie Alles wohl ver standen, und gar listig und vielsagend waren die Blicke, die sie dabei gcgcnscilig auStanschteu. Au demselben Abend wurden in später stunde die großen Fässer .am Hafcndamm ausgeschifft, nach dem Seualsgcbäudc gerollt, und dort, eins nach dem andern, mit großer snuau piart. Ttzurstan leistete da. bci Hilfe, einige Hcrumflrcichcr sahen zu. dcr Thürhüter war nirgends sichtbar und vlicmand in der im tiefen Schlafe liegenden Stadt wußte, was vorging. Als Tburstau nachHause kam. flüsterte er den Brüdern zu : .Wir werden nicht nurGcnugthuung haben, sondern es wird auch sonst noch ctwiS dabei für unö hcranSkommcn. uud dafür lzabe ich schon ein sicheres 'Bersteck ausgekundschaftet. nämlich ein kleines Gelaß unter dem Thurme dcr alhedrale. Dort bergen wir unseren Schatz, bis die Geschichte vorüber ist und wir abreisen können." m Am anderen Morgen befand sich Ncvllavik in nrofecr Äufreauna. Es
Krknndtgnngcn anstellten, um sich der Bögcl im Busche zu versichern, ehe sie den Boael in der töano vicisaabcu. be
iviagazinc ciigEiiDlidlich mit icriegSmaterial vollgepfropst waren, so sollten sie nach ihrer Ausschisfuua in dem Raume
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war bekannt geworden, daß das Ältluug Abends zu einer außerordentlichen Sitzung zusammentreten werde, und weil man nicht wußte, nm was es sich dabei handeln werde, so wurde desto inclzr darübcr geiprocheu. Die Venic standen in Gruppen beisammen und tauschten i!zre Vermuthungen ans ; in den Väden nnd in den Wirthshäusern wurde lebhaft hin und icr dcbattirt. Darüber war mau allgemein einig, daß ein bedeutsames Ereigniß in der Luft schwebe, aber wa? cS sei. darübcr vcr. mochte sich ?i'icmand eine klare Vorfiellung ;n machen. Rur in einem Punkte glaubte mau nicht im Zweifel ;u sein, das; nämlich die Person deö Präsidenten selbst im engsten Zusammenhange mit dcr zu erwartenden Äotlchast ltcbe. Je näher derj.'lbnid kam. desto mehr nahm in der tadt jene halb rnvar tttngövollc. halb uubchaglichc Stimmttlig zn. unter deren Eindruck sich jede Station bcfiudct. wcnn eine dunkle Wolke am politischen -Horizonlc den nahen AuSbruch cincS Tturmcs vcr küuöct. Als die stunde nahte, wo das Althing zusammentreten sollte, füll ten sich die Straßen mit Menscheninasscu. Zvraucn standen an allen Hauöthnrcn; junge Mädchen lehnten sich, trotz dcr i!ältc. zu dcu geöffneten Fenstern heraus; Aiatroscn und Fischer, die Pfeifen zwischen dcu Zähucn und die Hände tics in die Taschen vergraben, lungerten in ernstem Schweigen vor den virthöhänsern umher, und 'unter den offenen Vampen, die an dcu Straßcneckcll brannten, stauben alle üt'äuitcr und kanten ihre Priemcheu oder fchnupften Tabak. u der Nachbarschaft des Senat gcbäudcö war da) Gcdrängc am dichteftcn. und diejenigen Mitglieder des Ältlnug. welche zu Fuße kamen, mußten siel) den Weg zur Eingangsthüre fast erkämpfen. Die dem Publikum eingeräumten Plätze hatten sich, nachdem dcr Thürhüter die dorthin führende citcnthür geöffnet, km Tai bis zum Erdrücken gefüllt. Als )!icmand mehr herein konnte, würde die Thür von außen zugeschlossen, nnd man erinnerte sich später, daß dcr Thürhüter den Schlüssel einem dcr sechs Engländer übergab, welche sich seit kurzem in dcr tadt aufhielten. Dieser Engländer war Thurslan Fairbrolher. Die BolkSvcrtrctcr fanden sich zu Zweien uud zu Dreien ein und jeder neue Ankömmling wurde halb neckend um Auskunft über das große Geheimniß befragt. Dcr Senat war iu zwei Parteien gespalten : die kirchliche Partci. welche an dcr Jkeligion. als dem Hauptfnndament des Staates, festhielt, uud die sogenannten .Gleich' machcr.- die den Einfluß derselben aus das xi5olf nach Möglichkeit beschränken wollten. An dcr Spitze dcr kirchlichen Partei stand der' Bischof, welcher Mitglicd dcr ikammcr war ; dcr Führer der . Gleichmache" war jene kleine Männchcn. das dem Gerichtshöfe, von dem ason ocnrnhcilt worden war, als Sprecher gedient hatte. Jeder dcr bcidcu Parteiführer rief bei feinem Erfchcincn im Hanfe eine leise Bcwegnng hervor. Äald nach ihnen langte dcr Oberrichtcr an, dcr im Althing als Sprecher fungirte und unmittelbar darauf konnte man von draußen auf dem festgefrorenen Schnee den Hufschlag ciucö Pferdes vernehmen, was von einem dumpfen Stimmengemurmcl be gleitet, die Ankunft des Präsidenten verkündete. Bleich im Gesicht, müde und abgcspannt, betrat Michael Sounenlockc das Haus, wo Aller Augen sich anf ihn richtctcn. und nahm seinen Platz ein. wäh send Todtcnftillc herrschte. Dann er hob er sich und redete die Versammlung ruhig und mit klarer Stimme folgendermaßen an. Meine Herren ! Auf meine Bcranlassung seid Ihr hier erschienen, um eine Botschaft von einiger Wichtigkeit zu vernehmen. ES ist wenig über ein halbes Jahr verflossen, seit der hier versammelte Nath dcö Althing unser vand alö freie Republik erklärte nnd die Ne. gicrung derselben in die Hände dcr Volksvertretung legte. Ihr erwieset mir die Ehre, inich zum ersten Präsidenten dieser Republik zu wählen,' und obwohl ich mir bewußt war. daß Niemand weniacr Ansprüche auf dieses Kode Amt
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iKa;, als :aj, ocr laj iar jungte uud uiie'lsahreilsle unter Euch und von GeKurt 'in Enaländer war so nabm ich UUC üHi Un.i ull, ludl iu) UUl UhU liiirz der aUeii Ordnung der Hanptbetheiligkc war nnd mich deshalb für vcrpflichtet hielt, dcm Aufbau dei' neuen meine ganze ttraft zu widmen. Auch noch durch andere Gründe ließ ich mich hierbei bestimmen uud unter diesen stand der Wunsch obenan, die unter sich uneinige Nation vor der Anarchie zu bewahren uud den gemeinschaftlich? Feind, dcr diese Uneinigkeit leicht hätte zu seinen Gunsten ausbeuten können, fernzuhalten. Ich will nickt behaupten, daß nicht auch egoistische Beweggründe wie pcrsonlichcr Ehrgeiz, für mich bestimmend gewesen seien, als ich das Amt annahm, zu welchem Euer vertrauen mich berief, doch werdet Ihr mir das ZcuJnip nicht verjagen, rag ici) es mir havc angelegen sein lassen, die übernommenen holzen Pflichten als ehrlicher Manu zu erfüllen, mag icli auch manchen Fehler, mau chcn Mißgriff bcgangcn haben.Hier erhob sich ein gedämpfte? Murmeln des Beifalls, worauf eine Pause eintrat. Dauu fuhr der Präsident fort : Aber, meine Herren, ich bin zu dcr Einsicht gelangt, daß ich dcr Bürde der mir gestellten Aufgabe nicht gcivachscn bin. n:id ich bitte Euch daher, mich meines Amtes zu enlhcbcn.Ein augenblickliches Schweigen trat ein, welches bald durch Ausrufe dcr Ucbcrraschuug unterbrochen wurde. Wie das Ärauseu cineö fernen Meeres tönten sie in onncnlockc'S Ohr. in seinem bleichen Antlitz znckte cS. aber sein Auge blickte klar und ruhig. nl)it Zwcifcl seid Ihr berechtigt." nahm er seine Nede wieder ans. die nächsten Beweggründe kennen zn lcr ncn, welche mich zu diesem plötzlichen Entschlüsse getrieben haben, und ich kann nur an Eure )!achsicht appelliren. wenn ich Euch dicsclbcn vorcnthaltc. ES liegen Borkommnisse zu Grunde, die nur meine Person angehen und wobei ich mir Irrthümer zu cbnlden kommen ließ, welche mein Selbstvertrauen erschütten haben. Unfähig, in der eigenen Sache das Jkechtc zu thun, fühle ich nicht mehr den Muth in mir. die Angelegenheiten einer ganzen Nation zu teilen, und räume meinen Platz einem würdigeren, 'o überraschend mein Entschluß erscheinen mag. so ist es mir doch nicht leicht geworden, den Ehren zu entsagen, zu web chcn mich das Bettrauen dcr Nation emporgehoben hat. Mit ganzem Herzen gab ich mich dcm Werke hin, das ihr in meine Hand gclcgt habt, freudig würde ich dafür mein Leben geopfert haben, und wenn ich Euch bitte, mich zu entlassen, fo bringe ich mir selbst eiu schweres Opfer. ' Bin ich je stolz gewesen, so hat der Himmel mich gcdcmüthigt. Noch jung und bis vor Kurzem reich an' Hoffnungen, blicke ich jetzt in eine Zukunft, in welcher sich meinem Ehrgeize keinerlei Aussicht ans Erfolge öffnet.' Ihr werdet mich, nach meinem Scheiden ans meinem Amte, nie wiedersehen. &Me eine Welle im Weltmeere werde ich spurlos im großen Ganzen verschwinden, denn dcr Polarstern mcineö Leben: ist erloschen. mur mit tiefem schmerze spreche ich die Bitte aus. mich meiner Pflichten als Präsident dieser Ncpublick u entbinden nnd mich meines Weges ziehen zu las-scn.-Er setzte sich nieder nnd eine ganze Weile verharrte die Versammlung in lautlosem Schweigen, als spräche cr noch immer. Dann entstand ein Gemurmel und eine lebhafte Bewegung. bis der klei::e Mann, dcr Führer der Glcichmacher- und Sonncnlockc'S cnt sckicdcnstcr Gegner, sich erhob. Der Präsident, sagte er. habe dcm Althing die Berechtigung zugestanden. dieGründe seiner plödlichcn mid übcrraschcndcn Berzichtlcislung zu wissen, und daranf besitze die Versammlung allerdings Anfpruch. Der Präsident habe ferner gefagt. bei Uebernahme seines Amtes habe ihn zum Theil auch der Wunsch geleitet, das Land vor Unheil zu bewahren. Was aber thue cr jetzt ? Setze er durch seinen plötzlichen Rücktritt das Land nicht geradezu den Gefahren aus. vor denen cr cS habe schützen wollen ? WaS babe diese plötzliche inneSäudcruna ;u
Vrobirt CArdui gegen Schmerzen im Rücken, unregelmäßigen Monatsfluß, OhnmachtZgefühl, Kopfweh, kalte Hände und Füße, Schwindelanfälle, Krämpfe, Nervosität, Reizbarkeit und alle Störungen dcr weiblichen Organe oder Funktionen. Arbeits-Mädchcn, in Store, Office und Fabrik. Schullehrerinnen, Hausarbeitcrinncn etc., welche ihre Kräfte durch Stehen, Heben, Nähen. Kehren c-tc. überanstrengen, leiden gewöhnlich cm 5drcmlheiten, die ihrem Geschlechte eigen sind, und sie sollten. ehe ihr Zustand gefährlich wird, sich mit der wohlbekannten und erfolgreichen Medizin für kranke Frauen behandeln
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.Ob ich lebe oder sterbe," schreibt Sarah G. Butts, die populäre.' Schullehrcrin von Whitc Plaincs, Va., .ich bin sicher, daß der Tod nicht schlimmer ist als die Schmerzen, welche ich bei den Perioden zu erdulden hatte. Ich hatte ein Frauenleiden der schlimmsten Art. Ich hatte viele Medizinen ohne Erfolg gebraucht, daß ich der Verzweiflung nahe war.' Vier Flasche Cardui verschafften mir Linderung, und ich bir jetzt kräftiger als seit fünfzehn Jahren. Car. dui ist sicherlich ein Universalmittel für Frauenleiden.
Möge Gott Ihre Bestrebungen segnen und Ihren Wirkungskreis erweitern, bis Sie jede leidende Frau erreicht haben."
In allen ÄnollZeken in
ur.ti bedeuten, was liege iur zu Gruuoc Wenn die Gesundheit dcs"Präsidenrru erschüttert sei, so wäre sein Entschluß erklärlich, aber davon habe man noch nichts vernommen. Vielleicht läge die Sache tiefer. Er habe von beuten aus dcr unmittelbaren Umgebung des Präsidcntcn gehört, derselbe beschäftige sich mit dem Gedanken, der Ordnung dcr Dinge iu unserem Lande eine feste Grundlage zu gcbcn. Was sei hier-' unter zu verstehen ? Etwa cin Protektorat odcr wohl gar ciue Monarchie? Habe etwa der Präsident die Absicht, die Krisis, welche diesen Wechsel herbeizuführen gccignct sci, zu beschleunigen? Hoffe cr, seine jetzige Würde mit dcr eines Protektors oder vielleicht mit einer noch höheren zn vertauschen? Warf cr etwa mil dcm Häring nach dcr Makrele? Man mögc auf dcr Hut sein! Dcr bissige kleine Redner setzte sich mit trinmphircnder Miene nieder und nach ihm crcrifs einer feiner Parteigenossen das Wort. Wer von im$," begann cr kennt nicht das Glcichniß von dcm Manne, dcr ein großes Abendmahl veranstaltete uud viele Gäste dazu einlud ? Aber Alle ließen sich cntschuldlgcn. Dcr Eiue gab vor. er habe einen Acker gekaust und müsse ihn besichtigen, der Zweite sagte, er habe fünf' Joch Ochsen gekauft, uud der Dritte entschuldigte sich, er habe cin Weib genommcn und könne nicht kommen. Dieser Dritte ist dcr Präsident, dcr ebenfalls ein Weib genommen hat und Der Rconcr kam nicht weiter, denn gegen alle parlamelltarischeNegel sprang onnenlockc von sciccm itze aus und unterbrach ihn. Als ich dieses Haus betrat," sagte cr in großer Erregung,' wußte ich im Voraus, daß ich es nicht verlassen werde, ohne daß sich tadelnde Stimmen in der Versammlung gegen mich erheben würden. Ich wußte auch, daß es unter derselben Unzufriedene gibt, welche dcr neuen Ordnung der Tiuge feindlich gegenüberstehen und keine Gelegenheit versäumen, dieser UnZufriedenheit Ausdruck zu verleihen. Darübcr bcklaac ich mick nickt, aber aegen vööwiuige Jnlinuationen, wie ut) sie eben vernommen, muß ich mich mit aller Entschiedenheit verwahren. Meine Fähigkeit mag man in Zwcifcl ziehen, meinen ehrlichen Ramen lasse ich nicht antasten; das Bewußtsein cineS.rcchtschasfcnen Lebenswandels ist mein einziger Stolz, und diesen will ich ungeschmälert mit mir nehmen, wenn ich diesen Platz verlasse." Er setzte seinen yui aus und duckte, wayreno eoler ManneSmuth aus seinen Augen sprühete, mit erhobenem Haupte in der Bersammlung nmher. die unter lautem Beifall feinen Worten ihre Zustimmung gab. Atö die Ruhe sich wieder hergestellt hatte, meldete sich dcr ehrwürdige Bichof zum Worte. Wir leben in einem treitsüchtigen Streitaltcr.- begann er eine Rede, in einem Zeitalter, wo es en Menschen, die sich als Brüder lieien sollen, förmlich zum Bedürfniß geworden ist, durch kleinliche Eifersucht und verächtliche Berläumdung das Lcden zu verbittern. Können wir denn die Botschaft des Präfidcuten nicht für das nehmen, was sie wirklich ist? Müs. scn wir nach Gründen fragen, die uns nicht angehen? Wann hat cr uns j verrathen odcr auch nur den geringsten Anlaß gegeben, ihn einer solchen HandlungSwcise für fähig zu halten? Seit er Island betreten, hat er sich stets durch strenge Rechtschaffenhcit ausgezeichnet. Ric ließ er sich von Stolz oder selbstsüchtigem Ehrgeiz beherrschen, seine schönste Zierde war stets die Bescheidcnhcit und bci mehr als einem Anlasse hat cr bewiesen, wie wenig Gewicht er auf die Standcsuntcrfchiede legte, an die ihn gleichwohl seine hohe Stellung band. Niemals war dcr Mammon sein Abgott. Wenn cr von uns geht, so verläßt cr uns so arm, wie er gekommcn. wovon daS Althing sich selbst überzeugen wird. Als ihn die Stimme des Volles an die Spitze unseres Staates berief, gab es Viele und unter diesen befand auch ich mich welche Am stoß an seiner allzu großen Jugend nahmen und für das Wohl des Landes in so nngcprüster Hand zitterten, aber nun wissen wir, daß Freiheit. Wohlfahrt und Ordnung keiner bessern ObHut als der feinigen anvertraut werden
3 ctöfjisfe für cfrauenseiDen Sl.yl)-Kaschen zu yoöen. konnten. 9!ur'mit tiefem Bedauern würden wir ihn scheiden sehen ; ist sein Eulschluß aber unabänderlich, so möge Gottes Schutz uud Segen ihn auf allen feinen künftigen Lebenswegen begleiten !" Es gab nnr Wenige, die nicht von ganzem Herzen Amen hierzu gesagt hallen, nnd die Rufe dcr Zustimmung, wclchc die Red? des Bischofs hervorgerufen, schwiegen erst, als Sounenlockc sich wieder vernehmen ließ, um dcm Bischof zu danken und ciu Wort des Abschieds an die Versammlung zu richten. Er halte noch nicht ausgesprochen, als Plötzlich eine eigenthümliche Bcwcgung entstand, man hörte das Getrampel vieler Füße, lautes Schreien und Rufen und plötzlich sah man an dcr Hauptthür Bewaffnete mit aufgepflau;tcu Bajonnetten erscheinen. Es war eine Kompagnie dänischer Soldaten, wclchc den untcr.dcm Hause untergcbrachten großen Fässern entstiegen und in dcu Sitzungssaal gedrungen war. Roch ehe sich Jemand von seinem Er. staunen erholt yatte, trat cin Ofsizicr vor. Meine Herren!" rief er, alle Ausgänge sind verschlossen. Im Ra mcn Sr. Majestät des Königs von Dänemark erkläre ich Euch für meine Gefangenen." Verrath! Verrath!" schrieen fünfzig Stimmen zugleich. Das also ist der Schlußalt dieser gchcimnißvollcn Komödie,- rief der Führer der Glcichmachcr- mit kreideweißem Gesicht in den allgemeinen Tumult hinein, nun krnncn wir den wahren Grund, weshalb wir in corpore heute Abend hierher berufen wurden. Verrathen, in der That und dort steht der Aerräther." Bei diesen Worten deutete er mit der Hand auf Sonnenlocke, welcher wie zu Eis erstarrt schien. 'Es ist nichtswürdige Verleumdung," rief Sounenlockc. ES ist " Aber wilde Rufe aus der Versammlung übertönten seine Stimme und drohende Fäuste erhoben sich gegen ihn. . . . In dieser Nacht landete Jörgen Jorgcnson in Reykjavik, um von der Stadt Besitz zu nehmen, und mil der zwciteir isländiicben Republik war es zn Ende (Fortsetzung folgt.) ' D i e Koreaner beschneiden! niemals Haare oder Bart, weil sie andernfalls ihre Eltern und Ahnen zu entehren fürchten. Jedes etwa ausfallende Haar wird sorgsam aufgehoben und mit allen Fingernageln-Ab-schnitzeln in dem immer schon vorhandenen Sarge aufbewahrt, so daß. Mann und Frau einst völlig intakt die. Reise in die andere Welt antritt.. - Ein interessantes Kur i 0 s u m in Gestalt eines alten Hangeschlosses befindet sich im Besitze der berühmten Kunstschlosserei von Aale & Towne in New York. Das etwa 5 Pfund schwere Unikum der alten Schlosserkunst stammt aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, und seine einstige Bestimmung bestand in der Verschließung des Geldschrankes eines Bürgermeisters von Zürich. ' ! Es i st merkwürdig, wie verschiedene Volksrassen den abakgenutz vertragen. In einer Wissenschaftlichen Zeitschrift wird darauf hingewiesen, daß in den Ländern des Morgenlandes ein geradezu übermäßiges Rauchen, bei dem sogar der Rauch noch verschluckt wird, fast schon in der Wiege beginnt, das ganze Leben lang fortgesetzt wird und doch keinerlei schädliche Wirkungen hervorzubringen scheint. Ein weißes Rebhuhn hat ein John Word in Christa! Falls. Mich., auf dr Jagd geschossen. Söullehrerin erfroren. Die 19 Jabre alte Schullehrerin Laura 5:ott ist in der Nähe von Parker. Douglas County. Colo.. todt auf, gesunden worden. Die CoronersJury kam zu dem Schluß, daß daS Mädchen erfroren war. Es hatte sich verlausen und in der Kälte den Tod gefunden.
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