Indiana Tribüne, Volume 30, Number 83, Indianapolis, Marion County, 28 November 1906 — Page 5
Jndiana Tribüne. 28 November 1900
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Frau Oberförster.
Novellette von Anna Gade. Die ersten goldigen Strahlen der aufgehenden Sonne lugten neugierig durch die weißen Mcrdmen in Ilse Feldheims Erkerstubchen und umkosten neckend, als wollten sie sie wecken, die rosigen Wanqen und blonden Stirnockchen der reizenden Schlaferm, die nun auch wirklich die serdlgen Wimxern hob und träumerrsch. in den junLen Morgen blickte. Sie streckte wohlig jetzt die schlanken Glieder unö kreuzte die hübschen Arme, die aus dem spitzenbesetzten Nachtgewand hervorsahen, hinter den Prachtvollen blonden flechten, die lose über den Rücken hingen. Ah die feinen Nasenflügel dehnten sich welch' wundervoller Duft durch das geöffnete Fenster drang! Unten im Garten standen ja die Obstbäume und die Syrrngenbüsche in voller Blüthenpracht. Jetzt ließ sich auch ein schmelzendes, melodisches Pfeifen hören, das waren die beiden Staarenpärchen, die vor den Nistkästen, die neben dem Erkerfenster hingen, jauchzend den wundervollen Morgen grüßten. Flugs sprang das junge Madchen von seinem Lager auf und lugte durch die Vorhänge. Ach, war das schon da draußen! Auf allen Gräsern und Blürhen glitzerte der Thau. Es war ja noch so früh und noch so still da draußen. Dreiviertel aus fünf erst zeigte die Uhr. Nur hin und wieder trabte schon ein Dorfbewohner am Haus vorüber, und überall, so weitste sehen konnte, vor allen Thüren der BauernHäuser prangten festlich grüne Maibüsche. Wie'sch'ön das Pfmgstfest doch Auf dem Lande war! Wie mußte es aber erst im nahen Walde herrlich sein! Und plötzlich stand auch ihr Entschluß schon fest. Sie wollte das fZrllhaufstehen, den wundervollen Moraen nun auch aenießen. gründlich und ganz auf eigene Faust. Hier auf dem Lande konnte man das ja, früher in der Großstadt schickte sich das nicht. Aber jetzt, wo ihre Mutter, die verwittwete Frau Majorin, der Noth gehorchend und nicht dem eigenen Triebe, das heißt, der theuren Söhne wegen, gesundheitshalber" mit ihr sur ern paar Jahre nach Westerbostel gezogen, konnte Ilse sich das ja leisten. Sie steckte hurtig ihr reiches, welltges Blondhaar geschickt zu einem Lppigen Knoten auf und streifte, da Toileite ja nicht von nothen war, nur emfach -ein lose hängendes Morgenkleid aus lichtblauem Leinen über, das aber gerade in seiner Schlichtheit die schlanken, graziösen Linien des schöngebauten Körpers auf's Vortheilhafteste hob. Nun noch den großen, mit weißem Müll und Margueriten garrnrten Ganenhut herbeigeholt, dann schNipfte sie leise, um nicht die Mutter, oie nebenan im Aimmer schlief, zu stören, die Treppe hinab und durch den Varten auf die Dorsstraße. Nur Erdmann, der krummbeinige kleine Dackel, hatte sich ihr ritterlich angeschlossen. obwohl er noch twas verschlafen aus seinem Korbe hochkam und den Spaziergang ein bißchen reichlich früh fand. : Gleich vor dem Dorfe beaann der weite Klosterforft, und Ilse boq auch r i I oaio in einen oer laujCQiaen und gut gehaltenen Wege ein. Sie athmete tief aus. Äch, war das köstlich hier! Wie es duftete, so waldesfrisch, nach feuchtem Humusboden, nach jungem Laub, nach Waldmeister und Tannennadeln. Die Morgensonne schien goldig durch's ? cr i i . i t. v w a grüne ialicroaaz oer ucyen, und neckisch spielte ein leises Lüftchen mit dem zitternden Brautschleier der jungfraulichen Birken, deren weiße Stamme schimmernd blinkten. Und erst dies taufendstimmige Ju.rr:.w v:3 r.r . v.. c ... 7 ocuico, uica iciiftc ;yaua9zcn oer lielnen Sänger droben in den Zweigen. Melodisch sang die Goldamsel ihr Morgenlied. Ilse stand andächtig und lauschte. Welch' wundervolle Klangfülle in dieser kleinen Brust! Und fern, irgendwo im tiefen Waldgrunde, dort zuleite die Nachtigall. Allüberall, welch' fröhliches Leben und Treiben. Die Finken schmetterten, die Wildtauben gurrten kosend, und unweit von ihr brach ein schlankes, braunes Reh durch's Unterholz und setzte anmuthig, die großen Lichter erstaunt nach ihr gewendet, in's dichte Tannengrun. Ja, es war doch schön hier, genau wie Onkel Christian ihnen geschrieben, der schon seit langen Jahren Pastor in Westerbostel war. Er hatte recht, es ließ sich hier wohl leben. Aber rm Winter! Würde es dann nicht schrecklich einsam sein? Und etwas wie ein banger Seufzer folgte. ' Sie hatte zuerst gemeint, als von der Absicht, auf's Land zu ziehen, die Rede war, zu schrecklichster Berbannung ver-dammt zu sein. In so . ein einsames WalddHis übersiedeln, das hieß ja, von allen Großstadtreizen, den Kreundinnen und dem amüsanten Flirt, überhaupt dem Leben Abschied nehmen und künftig in trostloser Oede versauern und verbauern unter Menschen. die me im Leben was von Ten nis und Lancier gehört. Wenn nicht die Reisen zu Verwandten und den Freundinnen als Trost in Aussicht gewefen. dann hatte ste vei dem G:oan ken zu Anfang schier verzweifeln mögen. Denn bis die Brüder, die beiden Kadetten und der Student, erst aus dem Gröbsten waren und sie aus dem Eril in die - Großstadt zurückkehren konnte, war sie ja fraglos längst alö Opfer dieser Brüder eine trübsinnige
alte Junqfer geworden! Sie lacöte
plötzlich bei dem Gedanken doch still in sich hinem. Nein, so schnell grng das Altejungferwerden doch Gott sei Dank noch nicht. Von siebzehn Jahren bis dreißig war noch eine riesige Zeit, da tonnte sie' auch längst Frau Ilse geworden sein! Aber sie seufzte auch schon wieder wer sollte hier in dieser Einsamkeit denn wohl als Prinz auftauchen! Was mitzahlte, war, soweit sie IN den wenigen Tagen lhres Hierseins bereits erfahren hatte, kaum unter sechzig und alles wohlbeweibt. So schlenderte sie. bald froh, bald düster philosophirend, hin durch den Wald. Da drangen plötzlich menschnche stimmen an ihr Ohr. Es schienen Knaben zu sein, die in einem der Nebenwege lebhast zusammen sprachen. Wart mal." hörte Ilse den einen eben sagen ich klettere 'rein 'und broche oben die Spitze ab, die ist am ?? f. r f :. n u i yuoillzcnen! Die Vlrkenbüsche rauschten und fco gen sich, da stand sie auch schon vor ihnen. Zwei kleine Gymnasiasten waren es, die. wie es schien, von der nahen Kreisstadt zu Rad einen frühen Ausslug in den Westerbosteler Wald unternommen und gerade dabei waren, sich Marousche zu pflücken und einer der jungen Birken dabei die Krone abzubrechen. Halt! Was macht Ihr da?!- rief Ilse sie energisch an. Das dürft Ihr nicht und solltet doch wohl wissen, daß das bei strenger Strafe verboten ist!" Der erne fuhr denn auch sofort beschämt zurück, der andere aber, obschon er auch von seinem Vorhaben abließ, schien es seiner männlichen Würde doch schuldig zu erachten, sich nicht verbiüffen zu lassen und rief ihr keck entgegen: Nanu, sind Sie denn vielleicht der Oberförster?!" Ilse, die niemals mundfaul aewesen, erwiderte prompt: Das nicht, wohl aber seine Frau! Ich werd'.Euch also zur Anzeige bringen!" Als sie es herausgestoßen, war sie doch selber etwas erschrocken. Aber - was machte es! Die Jungen waren ihr völlig fremd, und daß sie den Oberförster und seine Frau genau so wenig kannten, wie sie, erbellte daraus, daß die beiden plötzlich, sehr kleinlaut um Entschuldigung bten und sich dann schleunigst aus dem Staule machten. Sie ging jetzt gleichfalls ihres ,Weges und lachte verstohlen in sich hinein. Das war doch eben zu drollig gewesen, hier in der Einsamkeit ein richtiges kleines Erlebniß. ' Sie fühlte sich ordentlich stolz auf ihren impulsiven Einfall und auch nicht wenig geschmeichelt, daß diese frechen kleinen Dachse doch die Vtxavi Oberförster" so ernst gnommen. Uebrigens wie die m Wirklichkeit wohl aussah?! Und erst ihr Mann?! Denn wohnen mußte hier irgend einer, sie hatte gestern' noch zwei Waldarbe,!ter vom alten Oberförster" , sprechen hören. Sie sah ihn im Geist ganz deutlich vor sich. Groß. breUschulterig natürlich, mit einem glänzen, grauen Bart und wetterfestem Gesicht. Und seine Frau? Nun, vermuthlich so eine behagliche alte Dame mit einem gemüthlichen Embonpoint und freundlich gutmüthigem Gesicht. Was übngens der forsche alte Herr wohl bloß für Auqen gemacht haben 'würde über ihr dreistes Mundwerk?! Aber dankbar Ware er ihr fraglos doch gewesen, daß sie so resolut sich seiner Waldbäume angenommen. ' ' . Da plötzlich sah sie zu ihrer lebhaften Verwunderung, daß ihr Erdmann Gesellschaft bekommen. Em rostbrauner kleiner Dackel, der unbemerkt unter den Büschen hervorgekommen sein mußte, tauschte' eben die üblichen Bearüßunaszeremonien mit ihm, und als sie infolge dessen sich unwillkürlich umwandte, ob nicht die Begleitung des Hundes auch irgendwo in Sicht sei, sah sie dicht hinter sich aus einem der vielen - engen Seitenwege einen Äerrn in arauarunem Lemenanzua da herkommen. Eine schlanke, aber kraftvolle und imponirende Erscheinung war es, vermuthlich auch irgend so ein Waldschwärmernnd einsamer Tourist. Der Fremde aber grüßte schon im selben Augenblick mit tadellosem An stand und redete sie an, während er mit wenigen Schritten ihr zur Seite war: Ich bitte vielmals um Verzer hünq, gnädige Frau, aber ich hörte soeben, daß mir ein reizender Zufall das Vergnügen verschaffte, die Bekanntschäft der Frau Oberförster zu machen; dürfte ich alfo gnädige Frau wohl um die Liebenswürdigkeit ersuchen, mir .den Weg nach der Oberförsterei' zu weisen, ich habe dort zu thun und möchte gern Ihren Herrn Gemahl aufsuchen! - Ilse, die ihren Hut am Arme trug, war vor Schreck bis unter den welligen 'Scheitel hinauf blutroth geworden. Um alles in der Welt was antwortete sie bloß?! Einfach die Wahrkeit eingestehen?! Aber sie hätte sich mit ihrem übermüthigen Scherz vor diesem fremden jungen Herrn, der da so liebenswürdig, aber auch mit einem sie hatte wenigstens für einen Augenbllck den fluchtigen Eindruck so eigen ironisch sprühenden Gesichtsausdruck, in höflicher Stellung vor ihr stand, doch fürchterlich genirt. Und anderseits sich ruhig als die Frau Oberförster gelten lassen und dabei zu'gestehen zu müssen, daß ste mcht mal nach ibrer Vebausnna Ziurückzusinden
outt! Das gms erst recht nicht Mio , das eben ist der Fluch der bösen That" so ging es ihr durch den Sinn es hieß mit tollkühnem Wagemuth ruhig weiter flunkern der Fremde kannte ja zum Glück weder sie noch die Verhältnisse hier und dann zu rechter Zeit einfach Reißaus genommen. So stieß sie denn ein scheues Sehr gern!"- hervor, worauf der Fremde
ortfuhr: Gnädige Frau " sie wand sich doch dabei von Neuem vor.Verlegenheit, obschon die eigenartige SituaNon bereits auch wieder annna. einen prickelnden Reiz auf sie auszuüben 'j C . et er' , r Jilavige tfrau cycinen uortgens ieyr an Frühaufstehen gewöhnt und haben sich wohl vor Tag und Thau schon aufgemacht, um den wundervollen Morgen in tiefster Einsamkeit zu genießen?! Da bewundere ich nur eins, daß nämlich Ihr Herr Gemahl es sich hat nehmen lassen, seine junge Frau an solch' einem köstlichen Morgen zu begleiten!" Ach,"' ste wurde von Neuem dunkelroth 'und sah verwirrt jvor die Füße mein mein Mann, der schläft gern etwas lange, und da " Nun." fiel er belustigt ein, im Allgemeinen ist das Langschläferthum sonst gerad' nicht Sache der Forstleute, aber es gibt natürlich auch Ausnahmen! Uebrigens. meine gnädige Frau, ist eigentlich Ihr Revler sehr groß, und sind Sie, wenn ich fragen darf, schon-lange in 'Westerbostel? Aber was. rede ich das ist wohl nicht gut möglich!" setzte er mit einem galanten Blick auf Ilses blutjunge und mädchenhafte Erscheinung hinzu. Ja! Nein! Das heißt " verwirrte sie sich wieder also das Revier ist allerdings, soweit ich unterrichtet bin, ziemlich ausgedehnt, aber genau weiß ich noch gar nicht darin Bescheid!" Nun, hoffentlich finden aber anädige Frau aus Ihrem Walde doch wenigstens wieder zur Oberförsterei zurück?! Mir schien's nämlich eben ; rein instinktiv natürlich als gingen wir nicht recht und müßten diesen Weg hier nehmen!" Ilse stand einen Augenblick rathlos. ein Bild der, hilflosesten und reizendfien Verwirrung, in ihrem losen. llchtblaun Moraenklerd. Welch .wunderliebliche Waldfee. welch wahrhaft entzückende Erscheinung! dachte der Fremde, der sie bewundernd ansah. Wissen Sie was, meine gnädige Fral.,. vertrauen wir uns doch Ihrem Dackel 'an, der findet fraglos zurecht! Oder mal meiner Fuhrung! Ich bin nämlich auch so 'n alter routinirter Waldläufer... vielleicht orientire ich mich besser und bringe Sie Ihrem Herrn Gemahl der hoffentlich inzwischen ausgeschlafeq und fraglos sich schoir.schnrerzlich nach Ihnen - gesehnt haben wird unter sicherem Geleit zurück!" . Jetzt wurde auch Ilse wieder von Neuem übermüthig. Kennen Sie denn meinen Mann überhaupt? Vielleicht von früher her?" fragte sie lächIlnd. .;; ' " Das freilich nicht! Uebrigens. gestatten gnädige Frau, daß ich etwas bereits zu lange Versäumtes nachhole: Oberförster Ramberq, also auch einer von der grünen Farbe! Nein, das Vergnügen habe ich freilich nicht, aber ich nun, ich habe einen Auftrag an ihn zu erledigen!" Ach, da wird mein Mann sich fraglos sehr freuen. Ihre Bekanntschaft zu machen!" Urplötzlich aber stockte, sie und riß entsetzt die Augen aus, denn durch die Büsche hindurch sah man auf einer Lichtung bereits ein ländliches Gewese liegen,' am First des Wohnhauses ein Hirschgeweih. Hilf, Himmel! durchfuhr es sie erschrocken. Die Oberförsterei! Der Fremde streifte sie verstohlen von der Seite, und in den dunklen Augen blitzte es: Nun, gnädige Frau, da wären wir ja schon vermuthlich vor Ihrem Heim; wenn Sie also die Liebenswürdigkeit haben möchten, mich Ihrem Herrn Gemahl bekannt zu machen Sie aber stand, ohne sich zu rühren. und nestelte verzweifelt an ihrem Garienhut. Ja! Gern! Das heißt Herr Oberförster, Sie werden micy entschuldigen ich muß nämlich noch ich habe wenn Sie also freundlichst erst vorangehen möchten ich komme Ihnen dann nach und muß und will nur eben unser Madchen mal benachrichtigen, das vermuthlich da weiter hinten auf dem Acker ist und" ' Und am Ende dort Kartoffelsalat zu heute Mittag pflückt!" fiel er mit sprühender Belustigung ein, Sie aber wurde nur noch verwirrter und stieß verzweifelt hervor: Nein, dort nach Ravünzchen sucht!" . Nun, gnädige Frau, dann kann ich ja vielleicht mit zum Rapünzchensuchen gehen!" - Jetzt wußte sie sich keine Hilfe mehr und äugte nur, wie ein gestelltes Wild, mit angstvollen Blicken nach einer Fluchtgelegenheit umher; und. ehe er slch's versah, war sie auch richtig, wie eine scheue Waldnymphe, an ihm vorüber und im Tannenweg wieder verschwunden. . Mochte der Fremde denken. was er wollte, jetzt hieß es einfach sauve qui peiit! . Der Fremde aber war schneller als 7 und hatte sie bald eingeholt. , Frau Oberförster!- Was soll ich nur Ihrem Herrn Gnahl. sagen, wo We.oebl'reben iind? . ' -
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fZEAD Tffß Aßoyß Wa gab sie s!H gefangen.' yicd, mein Gott ich bin ja gar nicht die Frau Oberförster! Ich kenne den alte? Herrn und seine Frau nicht, mal yom Ansehen! Ich bin ja selber noch fast fremd hier, und das Ganze war nur ein toller, unüberlegter Scherz von Mir, lediglich durch vle Unart der beiden Knaben hervorgerufen !" v Und plötzlich streckte sie :hm in xt zender Schelmerei, wie abbittend, die Hand hin: Nicht wahr, Herr Oberförster, Sie handeln als Gentleman und fagen es dem alten Herrn da mcht?! Mutter und ich sind nämlich vor Kurzem hierher verzogen, und da wäre es mir doch unendlich peinlich, wenn der alte Herr jemals davon erführe!" Nun, mein anadiqes Fraulnn, so gern ich selbstverständlich Diskretion übe, so wird es der-Gemahlin des Oberförsters aeaenllber nat'"''sZch anck geschehen, denn sie eristirt vor läufig gar nicht! Aber was ihn, den alten Herrn" betrifft, so kann ich leider doch die Kenntniß ihm beim besten Willen nicht vorenthalten, denn er. hat's bereits erfahren! Der alte Oberförster" von Westerbostel steht nämlich in höchst eigener Person vor Ihnen!" Er lachte sie dabei, die jetzt vor Schreck und Ueberraschung beinahe dem Umsinken nahe war, plötzlich so übermüthig und auch so strahlend an, daß Ilse am liebsten hätte weinen mögen. Herr Oberförster," stammelte sie wie furchtbar bin ich, bestraft! Was denken Sie nun bloß von mir?!" Was ich denke? Daß Sie eine reizend resolute, unendlich liebenswürdige junge Dame find, und daß es für einen so einsamen Waldmenschen wie ein holdes Wunder sein müßte, alle Tage solch-" Herr Oberförster," fiel sie hastig ein, jetzt muß ich aber wirklich eilen, sonst möchte mein Mütterchen sich -um mich sorgen!" Dann gestatten Sie wohl, daß ich Sie zv.rückbeqleite!" erwiderte er artig. Das bin ich Ihrer Frau Mutt:r schuldig, der Frau MaZorin Feldheim, nicht wahr.?" setzte er fragend hinzu. Ich hörte bereits vor einigen Tagen, daß Sie hierher verzogen seien." Und Ilse verneigte sich höflich und ließ es sich gern gefallen. So lachten und plauderten sie nun zusammen in übermüthig:? Neckerei nech weiter über ihr drolliges Erlebniß. und immer wieder sah er bcwundernd das reizende Mädchen an. Also Sie sind der alte Herr Oberförster?!" meinte sie schelmisch. Das eigentlich nicht, Fräulein Feld heim, ich bin wohl richtiger der neue! Vor .gut vier Wochen freilich war noch der alte" hier, zu dessen Nachfolger ich dann berufen wurde. Gerad' in der köstlichsten Zeit setzte er nach einem Weilchen hinzu, im wunderschönen Monat Mai!" Und nach einer Pause dann, auch leise den Zusatz, rezüirend: Als alle Knospen sprangen, da ist " Da ist der Wald schon zu Ende!" fiel Ilse statt dessen ein und schnitt ihm das Wort ab. , Nein, Fräulein Feldheim," korrigirte er hartnäckig, so heißt es nicht!" Und er sah ihr beredt in die schönen Augen. Da ist in meinem Herzen auch die Liebe aufgegangen!" Und als sie ihm hastig Adieu sagen wollte, setzte er in 'ernstem Tonfall hinzu: ' Fräulein Feldheim, würden Sie mir zürnen oder es ungern sehen, wenn ich demnächst Ihrer Frau Mutier meine Aufwartung machte und um die Erlaubniß bäte, als einsamer Waldmensch ab und zu ein Stündchen bei Ihnen verplaudern zu dürfen?" Da lächelten ihm ihre schönen Blauaugen eine stumme Gewährung ZU. ' Scherzfrage. Was ist .versrZwendung?" Wenn sich der ewige Jude", in erne Lebenöversich jrung einkauft!"-. . : .
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