Indiana Tribüne, Volume 30, Number 82, Indianapolis, Marion County, 27 November 1906 — Page 3

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Jllterurbm Zeit-Tabelle.

I. XL T. SygtLl. 3 straft Montag, den 1. Oktober 1906. Schnelle Durchzüge nach Fort Wa?ne. Schnelle Durchzüg; nach Marion. Schnelle Durchzüge nach Peru. Schnelle Durchzüge nach Logansport. Schnelle Durchzüge nach Anderson. Schnelle Durchzüge nach Muncie. Züge verlassen Indianapolis. Nuneieck Marion Division. Lawrence, Fortville, Pendleton, Anderson, Nvrktown, Muncie, Middletown, Alezandria, Sunnnitville, Fairmount, GaS City, Joneö dors, Marion, Blufft und Union City.

4 00 33m. 1 05 Nm. 5 05 23rn. 2 00 Nm. 00 Vm. 3 05 Nm. 7 05 Vm. 4 00 Nm. 8 l Bm. 5 00 Nm. S 05 Vm. 5 05 Nm. 10 00 Vm. 6 00 Nm. '11 00 Vm. 7 05 Nrn. 11 05 Vm. 9 05 Nm. 12 00 MttgS. 11 30 Nm.

Limited. LoganSvort Peru Division, aratf, NobleSville, Cicero, Arcadia, Ullanta, Tipton, Kokomo, Galoefton, Oalton, LoganSport, Miami, Bunker Hill, vnu und Elwood. 5 00 Vm. 1 45 Nm. 5 45 V. 3 00 Nm. 7 00 Vm. 3 45 Nm. 7 45 Lm. 5 00 Nm. V 00 Vm. 5 45 Nm. ? 45 Bm. 7 00 Stet. 11 00 Lm. 9 00 Nm. 11 45 Vm. 11 30 Nm. 1 00 Nm. Limited. Reu spezielle Bedienung nach Ft. Wahne. Züge verladen Indianapolis um 7.-00 und 11:00 Uhr Vormittags und 3:00 und 7.-00 Vt)T Nachmittags, schnelle Fahrt nach Fort Wayne machend und mit den Schnellzügen ach Toledo, Detroit und Lima verbindend i,ie auch in Toledo und Detroit mit den Dampfern, die auf den großen Seen nach Rackinac, Bussalo und den Niagara Fällen lausen, Verbindung machend. 11:30 Mtt:d-Zug nach Muncie. 11:30 Abend-Zug nach Peru. ZjSge fahren nach Fort Benjamin Harri ,,n um 6:45 Vm, 9:05 m, 11:05 Vm, 1:05 Lm und 3:05 Um. Weitere Information in der Office: Ter mmal Gebäude. PhoneS : Neu, Main 6055; SU, Main 175. Indianapolis & Eaftern. Schnell Züge laufen nachl Greenfield, nightötown, New Castle,JCambridge Ciry, Mchmond, Dayton, Ohw, jede Stunde bis Uhr KSendS, in Dayton, Ohio, mit allen Schnellzügen, die nach Springsield, Colum tnS und allen centralen Punkten Ohio'S kaufen, Verbindungmachend. Mend'Zug um 11:30 Abends nach KnightS UNZN. Wettere Information in der Office : Ter mal Gebäude. PhoneS : Neu, Main 6055 .Main 175. Indianapolis & Martinsville. ach Msoresville, Bethany Park, Mar nnSville, Ind. Erste MorgenCar um 5:10 Uhr MorgenS. Dann von 6:00 Uhr Morgens jede Stunde tti 9:00 Uhr Abends. Ob end Car verlassen die Jnterurban Station um 10:00, 11:30 und 11:50 Abends. Die 10.-00 und 11:50 CarS fahren nur bis SooreSville. Weitere Information in der Office : Terinal Gebäude. PhoneS: Neu, Main 6055 ; lt, Main 175. .. - Indianapolis Coal Tractisn Co. Züge laufen stündlich von JndianapolU nach Plairfield von 5) Uhr MorgenS lt 7.-00 Uhr AöendS. Abendzüge um 9 und 11 Uhr Abends. Weitere Information in der Office : Ter niinal Gebäude. PhoneS: Neu, Main 6055; lt, Main 175. Indianapolis & Northwestern. SchnellZüge nach Crawfordsville und La saoette lausen stündlich von 5.-00 Uhr Mor gen bis 9:00 Uhr Abends. Anschluß in Lafayette .für Chicago und allm nordvest Uchen Punkten. Der Zug um 10.-00 Uhr Abend fährt blos IiS nach Lebanon. Der Zug um 11:30 Uhr AdendS fährt bis nach Frankfort, Anschluß in Lebanon für CravfordSoille; oerselde fährt in der 6ona tag Nacht bloS bis nach Lafyette. Weuere Information m oer Ofpce: xcx nnal Gebäude. PhoneS: Neu, Main 6055; Alt.iMai 175. M0N0N ROUTE. City Ticket Olfice, S Nord JUinoiS Straße. Telephon 737. Nach Chicago über direkte Linie. Abfahrt von Indianapolis 7:00 Lorm. 11:50 Vm., 3:35 Nm., 2:48 Vm. Ankunft in Indianapolis 4:18 Vorm., 7.50 Vm., 4 52 Nm. Via Noachdale, Craufordsville und Lafayette, nach Chicago. Abfahrt 11:50 Vm. Ankunft 2:50 Nm. Michiaan City. Abfahrt 7:00 Vm., 3:35 Nm. Ankunft Indianapolis 2:50 Nm. Monon Accomodation. Abfahrt 5:15 Nm. Ankunft 9.00 Lm. Täglich. Nur Sonntags.

estrtioncn

Im Hecre Onkel Saurs nehmen von Jahr zu Jahr größere Dimensionen an.

Gatteumörderm erbalt nur ein Jahr.-Rieffge

ley giebt dem Präsidenten echt. Opser der Wissenschaft. ginnt. Gemißhandelt, gesengt.-Wagten Desertionen vermehren sich. Washington, D. C.. 26. Nov. Der Jahresbericht des Militür.Sek. türS General AinSworth zeigt, dab im letzten Jahre, endend am 30. Juni 1906. im ganzen Heere Onkel Cam'S 6.253 Soldaten desertlrt sind, oder 7.4 Desertionen auf je hundert Soldaten. Im Vorjahre 1905 war die Rate der Desertionen nur 6 8, und für die letz ten drei Jahre im Durchschnitt nur 6.1 Prozent. Die Desertionen in der Ar llllerke waren am höchsten und betrugen! 9.2 Prozent, in der Kavallerie 7.3 Prozent. ' Weiße Soldaten desertirten zur Rate von 8 4 Prozent, dagegen Neger nur 2.3 Prozent. Neunzig Prozent der Deserteure waren in den Ver. Staaten geboren und nur zehn Prozent waren Cingemanderte. Von den Deserteuren wurden 813 später verhaftet. 240 mel deten sich wieder bei den Behörden und die übrigen sind entkommen. General Ainöaorth schiebt die Schuld der vielen Desertionen dem Umstand zu, daß die Deserteure, wenn sie verhaftet werden, oder sich wieder melden, mit zu großer Mllve bestraft werden. Gattenmürderin erhält nurIJahr. a n s a S City, Mo., 26. Nov. Die kaum den Kinderschuhen entwach. sene Frau Dora Drogmund, welche ihcen Gatten, den Kapellmeister E). Drogmund, erschossen hatte , wurde heute nach mehrstündiger Berathung der Geschworenen deS Todtschlages im 4. Grade schuldig befunden und zu einem Jahre Gefängniß verurthellt. Sie nahm das Verdikt gelassen auf. erklärte aber später, daß sie froh sei so milde davon gekommen zu sein und werde nicht appelliren. Nachdem die Geschworenen sich int fernt. theilte der Richter der Verurtheilten mit, daß sie sich ohne Bürgschaft nach dem Ashland Hotel begeben dürfe. um nach ihrem zwei Monate alten Baby zu sehen, welches infolge der Auf regung der Mutter kränkelt. Frau Drogmund will sofort ihre Strafe antreten. Der Fall hat in weiten Kreisen Auf. sehen erregt, zumal die Verurtheilte einer angesehenen Familie angehört. und erst vor einem Jahre ihre Studien in einer höheren Anstalt beendet hatte. Riesige Prairiedründe. Santa F e, N. M., 26. Nov. ES find hier Nachrichten über einen Prairiebrand eingetroffen, welcher das westliche TexaS und das östliche Neu Mexico heimgesucht hat. Ueber eine Million Acker Weideland und andere Lündereien wurden verheert. Aus NeuMexkco werden keine Verluste an Menschenleben gemeldet, jedoch glaubt man, daß in TexaS mehrere Personen in den Flammen umgekommen sind. Man schützt, daß in TexaS und Neu Mexico zusammen 100,000 Stück Vieh ohne Weide geblieben find. Präsident im Weißen Hause. Washington, D. C., 26. Novr Heute Nacht kurz vor 11 Uhr kam die Dampsyacht Mayflower- mit dem Präsidenten und seinem Gefolge an Bord hier an und legte am Dock hinter dem Bureau deS Kommandan ten der Schlffsbauhöfe an. Sobald eine Planke zwischen dem Dock und der Mayflower- gelegt war, eilte Frl. Ethel Roosevelt auf'S Schiff und bf grüßte ihren Vater und ihre Mutter herzlich. Auf dem Dock wurden die Ankom menden von Frl. Hagner, Sekretärin der Frau Roosevelt, Capt. McCoy, und Leutnant'Kommandeurttey. die persön lkchen Adjutanten des Präsidenten, sem Kommandanten und von anderen Beamten der Schiffs Bauhöfe empfangen. Nach der Begrüßung bestiegen der Präsident. Frau Roosevelt und Frl. Ethel einen Wagen uud fuhren nach dem Weißen Hause, wo sie kurz nach

Jndlana Tibüne,

Prairiebrände.-Senator Bai' Japanischer Spion als Professor. Das Weibnachtsgeschäft fie beraubt und am Pfahl anibr Leben vergebens. Senator Bailey giebt Präsidenten Recht. . W a s h l n g t o n. D. C.. 26. Nov. Senator Joe Bailey von TexaS, der erbitterte Gegner Roosevell'S in der Eifenbahnratenfrage während des leg' ten Kongresses, sieht voll und offen auf Seite des. Präsidenten im Falle der summarischen Entlassung der aufrüh mischen Negerfoldaten und er glaubt, daß wenigstens sämmtliche Senatoren des Südens gleicher Ansicht sind. ' Cr sagt am Schluss: seiner Auslassung: Hätte der Präsident die einmal gege bene Order widerrufen, so würde dies Anlaß zur Demoralisation der Armee gegeben und unberechenbaren Schaden in den Südftaaten angerichtet haben." Japanischer Spion als Professor. AnnapoliS, Md., 26. Nov. Der japanische Professor I. Fama, shita, der seit einem Jahre an der Ma rtneAkademie angestellt war, um die Midshipmen in die Geheimnisse des javanischen Jiu.Jitfu einzuweihen, ist plötzlich verschwunden und eS war bi? jetzt nicht möglich, ihn aufzufinden. Man glaubt, daß er das Land ver lassen hat. Die Behörden wünschen seinen Aufenthaltsort kennen zu lernen, da er den Unterricht wenigstens so lange wieder aufnehmen soll, bis sein Termin abgelaufen ist. Unter den Schülern der Akademie geht das Gerücht, daß Vamafhita ein verkappter japanischer Marineoffizier war, der sich nur des halb angeboten hatte, um die Art und Weife des Studiums für angehende amerikanische Seeossiziere kennen zu lernen und der jetzt, nachdem er sich über alles Wissenswerthe orientirt hat, einfach verschwand. Opfer der Wissenschaft. W a s h i n g t o n, D. C-, 26. Nov. Robert Vanor Freeman, welcher früher im Äckerbau. Departement angestellt und einer der Leute war. mit denen Profes. for HorveS W. Wlley, Chef deS Bureau für Chemie. Versuche vornahm, indem ihnen verfälschte Nahrungsmittel zu essen gegeben wurden, ist hier in der Wohnung seiner Mutter, Frau Lathan, an der Tuberkulose gestorben. Seine Mutter schreibt seinen Tod dem Genusse verfälschter Speisen zu, welche ihm Pro fessor Wiley vorsetzte und wird gegen die Regierung klagbar werden. ES wird behauptet, daß die jungen Leute, welche sich zu Versuchsobjekten hergeben, Kontrakte unterzeichneten, durch welche sie die Regierung von vornherein von allen Folgen, welche entstehen mögen, freisprachen. Da gegen wieder behauptet die Mutter Freeman'S, daß dieser', als er den Kon trakt unterzeichnete, noch nicht mündig war, und dies ohne Vorwtffen und und ohne ihre Zustimmung gethan habe. Gemißhandelt, beraubt und am Pfahl angesengt. S t e u b e n v i l l e. O.. 26. Nov. Der Glasarbeiter Frank Couleter wurde in der letzten Nacht auf feinem Wege von West Virginien nach hier von vier Straßenräubern überfallen, gemißhan delt und beraubt. Darauf banden die Banditen ihn an einen Pfahl und machten ein Feuer um ihn an, worauf sie verschwanden. Die Flammen ver sengten ihm die Füße und durchbrann ten auch gleichzeitig den Strick, mit dem er am Pfahl angebunden war Cou leter kroch in den Ohio Fluß und kühlte sich seine Wunden und nachdem er sich mehrere Stunden erholt hatte, kroch er üoer die Brücke und brach dann ohn mächtig zusammen. Der Zustand des 23 Jahre alten Ma'nneS ist besorgnißerregend. Von den vier Schurken ist keine Spur zu finden. Indem Wahrspruch der Coro nerö'Geschworenen beim Jnquest über die Opfer deö Eifenbahn.UnfallS bei Woodvtlle, Ind., wird betont, daß die Betriebsleitung der Baltimore & Ohio Eisenbahn sehr viel zu wünschen übrig läßt.

27. November 100G.

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Das Weihnachtsgeschäft beginnt. New York. 26. Nov. Dunn & Co., veröffentlichten die folgenden Angaben über den Stand des Ge schäfteS in der letzten Woche : Die Wetterverhältnisse haben das Geschüft in zeitgemäßen Etapelwaaren aufgehalten, aber die Bewegung für den WeihnachtSmarkt hat ungewöhnlich früh eingesetzt und zwar in einer Weise, die zufriedenstellende Resultate ver spricht. Das Großgeschäft hält sich besser als im Vorjahre um diese Zeit, und die Kollektionen haben sich stetig günstiger vollzogen. Im Manufakturengeschäft sind alle WerkSätten in vollem Gange, doch können die Ablieferungen immer noch nicht so prompt, wie gewünscht wird, erfolgen, und man schiebt die Schuld daran hauptsachlich auf die Unzulüng. llchkelt der Cisenbahnbeförderung." In der Industrie von Gerüft.Eisen ist eine der vorgeschrittenen Jahreszeit angemessene Abnahme zu verzeichnen die durch den hohen Stand des Geld Marktes mitbeeinflußt fein dürste. Trotz der Preiserhöhung hat die Nachfrage im Roheifen.Markte nicht nachgelassen. Der ausländische Markt ist durch Importe zusehends gefestigt worden. Stahlbalken für ttonkret.ttonstruk. tionen, sowie Bahnschienen, haben ei' nen ungemein lebhaften Absatz und Be. ftellungen bis weit in das kommende Jahr hinein liegen vor. Fabrikanten von Baumwollenwaaren sehen sich außer Stande, die vereinbar ten Ablieferungszeiten einzuhalten, sodaß Käufer sich beschweren. Dieser Zustand ist die nothwendige Folge des ZögernS mit rechtzeitiger. lBeflellung, sodaß jetzt die Fabrikanten die Sl tuation beherrschen. Die Verpflichtungen in geschäftlichen Fallissements im November betragen, soweit das bis jetzt gemeldet, 84,111, 944, wovon 81,801,687 im Manufak turgefchäft, Y2.207.006 im Handel und 8103,251 in anderen Branchen. Schnee. Lawine zerstört mehrere Gebäude. Telluride. Col., 26. Nov. Eine Schneelawine zerstörte heute Nacht das Lagerhaus, die Schmiede, ein gro ßeS LogtrhauS, die Maschinen und Luftschachthäuser mit allen Maschine, rlen deS Mountain Green Bergwerks, welches vier Meilen von hier liegt. Ein Sturm herrscht hier seit mehreren Ta gen und der Schnee liegt 37 Zoll hoch. Der am Bergwerk verursachte Schaden belauft sich auf über 850,000. Mutter mit ihren zwei Kindern beg e ht Sel'bft. mor d. , P r o v i d e n c e, R. I., 26. Nov. Frau Charles G. Chackley und ihre bciden Kinder, 2 Jahre, resp. 5 Mo nate alt, wurden heute Nacht in ihrem Wohnhause todt augefunden. Die Frau votte daö Leuchtgas angedreht und sich dann mit ihren beiden Kindern in den Armen auf das Bett gelegt. Sie hatte vor ihrem Tode auf einen Zettel folgende Worte geschriebin: An den theuersten Mann auf der Erde! Ich bin unglücklich und wünsche zu sterben. Ich liebe meinen Mann, meine Heimath und meine Kinder. Verdamme mich nicht." Wagten i h r Leben ver g e b e n s. Niagara Falls, N. Y., 26. Nov. Ein unbekannter Mann wurde heute hier in einem Boote über die Hufeifen.Fälle deS Niagara.FlusseS in den Abgrunv geschleudert und Mann und Boot sah man nicht mehr wieder. Vom Flußufer ausser kanadischen Seite sah man von Weitem ein Boot im Strudel treiben, in dem ein Mann stand und mit dem Hute winkte. Meh rere beherzte Männer wagten sich in zwei Booten in den Fluß, aber eö war unmöglich das im Strudel schnell sah rende Boot mit dem Mann z errei chen, wenn dke Helfer nicht auch ihr Leben gefährden wollten. . Unter großen Schwierigkeiten erreich ten die beiden Hülssboote das Ufer, wahrend das Boot mit dem Mann in den Abgrund auf Nimmerwiedersehen stürzte. Die Namen der beherzten Mün ner, welche ihr Leben zur Rettung deö unbekannten Manneö auf'S Spiel fetz ten. sind: John Rapeljle, ein Angeftell ter der Canadlan Power Co., Detektiv Greenwood und Louis B. 5dudd, Re. dakteur der Welland Tribune, in einem Boot und George Gray und Thomas Jlommerfeld, im zweiten Boot.

Zugräuber bekennt sich schuldig. Marshall. Mo.. 26. Nov. "Der Bandit, der in der vorigen Nacht die Passagiere deS Chicago & Alton Zuges zwischen Glasgow und Slater ausraubte und bei seiner Flucht nieder geschlagen und verhaftet wurde, ist heute Morgen hierher in'S County. Gefängniß gebracht worden. Der StsatSanwalt stellte sofort ein Verhör mit ihm an und der Bandit sagte: Ich heiße Claude Randall, bin 20Z Jahre alt und wohne -in St. Louis. Ich bestieg den Zug in Slater und beraubte fünfzehn Personen, um ungefähr S1500 und zehn goldene Uhren. Mein Bruder hat vor einigen Wochen den Golden State Zug beraubt und ist glücklich entkommen.. Ich wollte die Uhren von den Paffagieren nicht an nehmen, aber dieselben hatten solche Angst, daß sie mir Geld, Uhren und Juwelen förmlich' aufdrangen. Im Staate Missouri steht die Todes. strafe auf Bahnraub und aus diesem Grunde schob er den Ueberfall auf den Golden State Zug seinem Bruder in die Schuhe, aber man glaubt allgemein, daß Claude auch jenen Raub vollführt habe. Ein Detachement Landgenödar men unter Befehl deö Capt. Landa nahm heute eine Bande von acht In surgenten bei CienfuegoS, Cuba, ge. fangen und entwaffnete dieselben unter großen Schwierigkeiten. Frau Emma Kaufmann, Gattin des steinreichen Brauereibefttzerö MofeS Kaufmann in Sioux Falls, S. D., erklärte sich heute im Gericht unschuldig, ihr 16 Jahre alteö Dienstmädchen Agnes PolreiS ermordet zu haben. Der frühere französische Finanz minister Pierre Marlou wurde heute von einer Frau, die sich Allemagne nannte, auf dem Boulevard deS Italiens in Paris durch zwei Schüsse erheblich verwundet. Verhaftet, sagte die Frau, sie habe nur Rache an Mar lou genommen. Im westlichen Theile Pennsyl vanienS zeigen sich in diesem Jahre viele Bären, welche Menschen angreifen. Der 16 Jahre . alte John Dicht wurde in Elk Couniy von einem schwarzen Bären getödttt und Henry Bradley wurde heute in Warren County von einem schwarzen Bären angegriffen und sehr schwer verwundet. Der Gassenhauer alö Verräther. Aus Münchcnr wird berichict: Eine Dame, die lange vergeblich nach dem Rechten" gesucht hatte, hatte sich endlich mit ihren: Zimmerherrn verlobt. Nachdem die Verlobung besannt geworden war, erhielt die spate Braut eine anonyme 5Zarte mit den spöttischen Versen: Staun man nicht haben, was znan liebt, so liebt man, was man haben kann!" Darob gro her Zorn bei der Beleidigten; Tag und Nacht sann sie, iver der Böse sein könnte, der ihr bräutliches Glück srübte. Eines Abends besuchte nun die Verlobte eine Bekannte; wie die beiden gemüthlich plauderten na türlich über die bevorstehende Ver ehclichuug sang der möblirte Hcrr" der Freundin nebenan obige Verse; beim Weggehen las die glück liehe Braut" unbemerkt die Visiten karte des Herrn an dessenThür, und sieh, in ihrem Gedächtnis tauchte er als einer ihrer früheren Verehrer auf. Sie hatte gefunden, was sie gesucht! Wehe ihm! Er soll beim Kadi verklagt sein! Ob er nicht zbenslänglich" bekommt? Dichter und Hirt. Eine amüsante Erinnerung an den verstorbenen Chansonier Goudeau bringt der Pariser Figaro": Der Bohemien besaß einen schönen WachtelHund, der so bekannt war, daß eines Tages auch der Steuereinnehmer bei Goudeau vorsprach, um.ihn zu ermahnen, den Hund anzumelden und die Tare für Luzushunde zu bezahlen. Was, Luxushund!- rief der Dichter aus; der Mitarbeiter, ich möchte fast sagen, der Inspirator der arbeitsamen Proletarier der Literatur ein Luxushurt? . . Der Steuereinehmer unterbrach ihn: Es handelt sich nicht um Literatur. Das Gesetz gibt die steuerfreien Hunde an. Zuerst Schäferhunde. Sind Sie Hirt?" Goudeau erwiderte: Gewiß bin ich Hirt; seit dem entferntesten Alterthum waren doch alle Dichter Hirten!" Und er zitirte ein Masse Namen, die den Steuereinnehmer ganz verwirrt machten, so daß er schließlich ausrief: Ab Sie haben ja keine Heerde?" Weil ich arm bin,' arm durch die Schuld der Politik." Und um allen Reklamationen vorzubeugen, kaufte sich .Goudeau ein Schaf, das er mit dem Hunde spazieren führte.

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11 Uhr ankamen. )