Indiana Tribüne, Volume 30, Number 76, Indianapolis, Marion County, 20 November 1906 — Page 5
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Der Dichter als Schafhirt. Manch heitere Geschichte wird von xm verstorben:!! ftanzoiiichen Dichter Emile lÄoudeau ausgesrljcht. Goudeau besaß in jenen Gtüctsiagen, da er sein erstes Kabarett qrünoetc und den Montmartre entdecken half, einen schvnen spanischen Wachtelhund, mit dem er überall erschien. Bald war das hübsche Thier allgemein so bekannt wie sein Herr, so bekannt, daß selbst der Steuerbeamte von seiner Existenz Notiz nehmen mußte und eines Tages bei dem Dichter vorsprach, um von ihm die auf das Halten von Luxushunden gelegte Steuer zu verlangen. Goudeau fiel aus allen Wolken und wurde wüthend. Ein Luxushund!" schrie er, er, mein treuer Freund, ja ich kann sagen, der Mitarbeiter eines armen 3eistesproletariers!" Er schickte sich zu einer langen Rede an, aber der Beamte unterbrach ihn kurz: Hitt handelt es sich nicht um Literatur. Die Steuer muß bezahlt werden. Nur die Schäferhunde sind frei, und Sie sind doch kein Schäfer, nicht wahr?" Da fuhr Goudeau entrüstet auf: Ich kein Schäfer? Wissen Sie denn nicht, mein Herr, daß seit dem ältesten Alterthum die Dichter immer Schäfer waren? Virgil und Theokrit und der göttliche Corydon und Longus, der Vater von Daphnis und Chloe: und Alexis " Der Beamte war von der Menge seltsamer Namen, die ihm da in's Gesicht flogen, wie betäubt. Endlich brachte er mühsam den Einwand hervor: Aber Sie haben ja keine Heerde!- . Ich habe keine Heerde," entgegnete der Dichter mit grimmigem Lächeln, weil ich ein armer Schäfer bin. Aber woher kommt meine Armuth? Alle die sind schuld daran, die sich darin gefallen, Unglück zu säen, die Politiker und Sie, ihre Helfershelfer " Der Beamte ging achsehuckend fort. Goudeau aber kaufte sich, um sich als Schäfer zu legitimiren, ein Schaf, das er nun auf seinen Spaziergängen neden dem Wachtelhunde herumführte. Man ließ von da ab ber. Poeten uuzeschoren. aber sein Mittel wäre wohl doch nicht allen Leuten zu empfehlen, die keine Hundesteuer zahlen wollen. Der Kaiser und der Botschafter.
In Pariser Zeitungen machte unsängst eine amüsante Geschichte von Kaiser Wilhelm II. und dem englischen Botschafter Sir Frank Lasnlles die Runde, deren Wahrheit von englischen Zeitungen bestätigt wird. Es war an einem Wintermorgen, als der Kaiser ziemlich früh in der englischen Votschaft erschien. Ehe die Dienstboten sich von ihrem Erstaunen erholt hatten, war der Kaiser in dasSchlafzimmer des Botschafters gegangen, der noch in bestem Schlummer lag. Die eine Hand des Schlafenden lag auf der Bettdecke, und der Kaiser weckte den überraschten Botschafte: auf, indem er die Hand aufhob und sie fallen ließ. Sir Frank Lascelles rieb sich die Augen, dann rief er Himmel, es ist der Kaffer!" Dieser drückte ihn sanft in die Kissen zurück, zündete sich eine Cigarette an, gab dem Botschafter auch eine und unterhielt sich dann über eine Stunde. Als er sich erhob, um zu gehen, sprang Sir Lascelles aus dem Bett und begleitete den Kaiser bis zur Thür. Ehe er sich aber zurückziehen -konnte, hatte der. Kaiser den Botschafter am Arm gefaßt, auf den Flur an die Treppen-Balustrade gezogen und rief seinem unten wartenden Adjutanten zu: Sehen Sie hier! Haben Sie schon einmal einen Botschafter in Unterhosen gesehen?" Am Abend fand in der englischen Botschaft ein Diner statt, und der Kaiser sagte im Laufe des Gesprächs zu einigen jüngern Attaches: Heute, meine Herren, habe ich etwas gesehen, was Sie noch nicht sahen!" Auf die Frage, was dies gewesen sei, antwortete der Kaiser: Ich sah Ihren Botschafter im Bett!" Seit jener Zeit hat der Kaiser den englischen Botschafter noch mehreremale überrascht, und Diplomaten sagten: Der Kaiser weiß immer die enalifä Diplomatie im Schlaf zu sangen! Die Cudikwurzel. Ein alter Forstoeamter entschloß sich noch, das Forstexamen zu machen. Präsident der Prüfungscommission: Sagen Sie, mein Bester, können Sie wohl eine Cubikwurzel ausziehen?" Warum denn nicht? Schaffen Sie ' mir einen Cubikbaum, dann werde ich ws Ausziehen der Wurzel schon U sorgen!" . - - Preußen hat über 2000 Kloster. - Wettbewerb. Dichter (beim Barbier): Während Sie mir die Hühneraugen schneiden, werde ich einen kleinen Einakter dichten . . . wollen mal sehen, wer zuerst fertig ist!" Um Sold rahmen aufzufrischen, wäscht man sie mit kaltem Wasser ab, worin vorher Zwiebeln gekocht wurden. Oder , man überstreicht die Rahmen mittels einer weichen Bürste mit geschlagenem Eiweiß und reibt dann mit einem weichen Tuch nach, worauf Schmutz und Flecken verscbvindrn.
Laut einer Ankündigung der Indiana Pferdedieb - Detective Association ist dieselbe in sämmtlichen Countys des Staates gründlich or anisirt und während ihres 3jährigen Bestehens verminder! sie die Diebereien und Gesetzlosigkeit um mindestens 75 Prozent. Die Beamten der Association erklären, daß ihnen bei der Auffindung und Ergreifung von Verbrechern nichts so sehr behülflich gewesen sei. als das Telephon. Sobald ein Diebstal gemeldet ist, wird das Telephon benutzt, und selten gelingt es den Verübern aus dem County zu entkommen, ehe sie verhaftet werden. Fräulein Rosemary Sartoris. Enkelin des verstorbenen Präsideten Grant und das zweite Kind von Frau Nellic Grant-Sartoris, hat sich kürzlich in New York mit dem Engländer George H. Woolston, dessen Familienbesitzung sich in England nahe der alten Sartoris - Heimstätte befindet, vermählt. General Frederick Grant. der Onkel der Braut, erfuhr von der Sache erst nach vollzögener Trauung, obwohl die Verlobung seiner Nichte ihm schon seit Monaten bekannt geworden war. Die Trauungsceremoni: wurde mit Rücksicht auf den erschütterten Gesundheitszustand der Mutter der Braut in aller Stille vollzogen. Trotzdem erregt es Ueberraschung, daß der Onkel der Braut und dessen Gattirr nicht zu der Trauung geladen wordei? sind. Selten dürfte e 2 vorkammen. daß ein Mann für sein Begräbniß so genaue Vorsorge tristf. wie dies nach einer Meldung aus Superior. Wis., James P. Riley. ein Angestellter der Great Northern-Bahn, gethan hat. Der Mann befindet sich gegenwärtig in bester Gesundheit, er hat aber mit dem Leichenbestatter einen Kontrakt abgeschlossen, wonach dieser nach seinem Tode seine Beerdigung genau nach seinen Angaben durchzuführen hat. Er hat cngeordnet. daß für seine Beerdigung der Betrag von $500 angewandt werden soll. Der Leichenwagen soll mit vier Pferden bespannt sein; an der Spitze des Leichenzuges soll eine Musikkapelle marschiren und bekannte Stücke spielen und eine Reihe von Wagen soll seinen Freunden, welche ihm die letzte Ehre erweisen wollen, zur Verfügung stehen. Herr Riley ist gegenwärtig 40 Jahre alt und man kann annehmen. daß er noch ein langes Leben vor sich hat. Einen schweren Verlust hat der Hudson City Turnverein" von Jersey City, welcher im November 1904 sein fünfzigjähriges Bestehen feierte, erlitten, indem seine Halle in Jersey City durch Feuer beinahe ganz zerstört wurde. Das Feuer brach um halb sechs Uhr Morgens aus unerklärliche Weise im hinteren Theile des Gebäudes aus, und als der VerWalter W. Bartels, der im oberen Stocke über dem Turnsaal und der Bühne wohnte, durch den Rauch geweckt wurde, stand bereits die Bühne in Brand. Bartels brachte seine Gattin in Sicherheit und rettete den goldenen Pokal, welchen der Verein bei seinem Jubiläum vom New York Turnverein" erhielt; aber ein goldener Kranz, das Geschenk des New Jersey'er Turnbezirks, andere Geschenke, alle Diplome, welche der Verein bei Turnfesten erlangte, die Turngeräthe die Scenerien und Coulissen, sowie die Einrichtung Bartels' wurden ein Raub der Flammen. Ein Klavier, welches von der GesangSektion, der Hudson City TurnerLiedertafel", benutzt wurde, ist durch Feuer und Wasser ruinirt. Der Feuerwehr, bei, deren Ankunft das ganze hintere Gebäude in Flammen stand, gelang es mit großer Mühe, den vorderen Theil mit dem Schankzimmer im Kellergeschoß zu retten. Auf eigenthümliche Weise um's Leben kamen zwei bejahrte Männer, von denen der eine in Bellevue. Pa., der andere in Pittsburg wohnte. Das Seltsame ihres plotzlichen Ablebens wird noch dadurch erhöht, daß bei beiden die Todesursache identisch war, nämlich daß sie an Stücken Fleisch erstickten, die ihnen beim Verzehren des Abendessens im Halse stecken geblieben waren. Der eine der Männer ist Michael Snyder. ein ungefähr 64 Jahre alter Gartenarbeite?, welcher bei dem Landschastsgärtner Herman Vrindle in Bellevue angestellt war. Snyder hatte am Nachmittag verschiedene Arbeiten verrichtet und die frische Herbluft hatte seinen Appetit gereizt, so daß er sich mit einem wahren Heißhunger zum Abendessen niedersetzte. Er aß schnell und scheint das Essen verschluckt zu haben, ohne es vorher genügend zu kauen. Plötzlich blieb ihm ein Stück Fleich im Halse stecken. Er würgte und machte vergebliche Versuche, das Stück zu entfernen, aber ohne Erfolg und plötzlich stürzte er bewußtlos nieder. In aller Eile wurde dann ein Arzt berufen, doch konnte derselbe nur constatiren, daß der Unglückliche schon todt war. Der zweite Fall war der des 75 Jahre alten Fred. Tournier von Pittsburg. Infolge seines hohen Alters und seiner schwachen Kräfte unterlag er bald, Qls ihm ein Stück Fleisch, das er nicht verschlucken' konnte, im Halse stecken blieb und nicht entfernt werden konnte.
Vom Inland
Europäische Nachrichten. Provinz ScHsesten. Ares lau. Der 37 Jchre alte Kutscher Paul Gottschalk wurde auf der Dammstraße durch den von ihm geleiteten Wagen überfahren und erlitt schwere innere Verletzungen, de. nen er bald darauf im AllerheiligenHospital erlegen ist. Vor kurzem beging Heinrich Stumpf sein 23jähriges Jubiläum ununterbrochener Thätigkeit in der hiesigen Filiale der Rudols Mosse'schen Annoncen-Ezpedi-tion. B r i e g. Das dreijährige Söhnchen des beim Gutsbesitzer Peuker in Vriegischdorf in Diensten stehenden Arbeiters Orlitz wurde kürzlich von einem Gespann so unglücklich übersahren, daß es auf der Stelle todt war. Deutsch- L i s s a. Vor einiger Zeit brach in der, in der benachbarten Ortschaft Goldschmieden belegenen Holz-Cement-, Asphalt- und Dachpappen-Fabrik Friedrich & Co. Feuer aus, welches den zur Aufbewahrung von Säuren dienenden Schuppen' ein äscherte. Groß-Strehlitz. Der Arbeiter-Aufseher Lissek, der bei den hiesigen Kalkwerken in Arbeit steht, gerieth zwischen die Puffer zweier rangirender Wagen,' wodurch er schwere Verletzungen erlitt. Der Schwerverletzte wurde dem hiesigen KrankenHause überwiesen. Friedenshütte. In der Rosamündehütte ereignete sich ein tödtlicher Unfall. Vier Arbeitsmädchen waren mit dem Einladen von Zinkplatten in einen Schmalspurwagen beschäftigt. Hierbei stürzten die aufgestapelten Zinkplatten um und begruben die daneben stehende 22iährige Schichten Marzejok aus Neudorf. Das Mädchen wurde auf der Stelle getödtet. Die anderen Mädchen kamen mit den, Schrecken davon. G r o d t S r o. Hier wurde vas Wohngebäude des Fleischermeisters Lasarek, der sich gerade auf einer Geschäftstour befand, ein Raub der Flammen. Die Ursache des Feuers ist unbekannt. Heinzendorf. Im Gehöft des hiesigen Stellenbesitzers Kaulisch brach Feuer aus, das die -große, mit diesjährigem Erntegut gefüllteScheue: in Asche legte. Gleichzeitig verbrannten landwirtschaftliche Maschinen und einige Wagen. Kattowitz. Der Gerichtsvollzieher' Manuel hat sich in seiner Wohnung erhängt. Das Motiv zu der That ist in Schiebungen und Gef'älligkeitsgiros in einer Concursmasse zu suchen. Das Disziplinarverfahren sollte eingeleitet werden. , Marklissa a. Q. Der hiesi' gen Schützengilde, welche vor kurzem die 250jährige Jubiläumsfeier beging, ist vom Kaiser ein silberner Adler an seidenem Bande in den preußischen Landesfarben durch Bürgermeister Knappe überreicht worden. Frovinz H'ose. . Posen. 'Todt aufgefunden wurde der sechs Jahre alte Thadd'äus Lagoda aus Winiary, der seit einiger Zeit vermißt wurde. Man fand die Leiche des Kindes letztens in den Solaczer Wiesen. Das Kind hatt; sich anscheinend verirrt, hat dann infolge des Hungers, des Regens und der Kälte dte Krämpfe bekommen und hat dabei seinen Tod gefunden. Adeln au. Hier hat sich der Gutspachter Engelhardt aus Chwalischew 2. erschossen. Der Beweggrund ist unbekannt. Hohensalza. Von seiner Pflegemutter wurde das Kind des Arbeiters Nowak im Vororte Kruk zu To de mißhandelt. Die Leiche wurde beschlagnahmt und die Mutter festgenommen. Lissa. Erschossen hat sich der pensionirte Oberinspektor Schirmer. In einem Briefe, den de: Unglück--liche an seine Schwester geschrieben hat, theilte er dieser mit. daß er seit dem Kriege so an Kopfschmerzen litt, und daß er infolge der furchtbaren Leiden, die er geduldig getragen hat, nicht mehr weiter leben könnte. Ostrowo. Bei der Wahl von katholischen Schulvorstandsmitgliedern wurden auf die Dauer von drei Iahren Justizrath Pomorski und Schuhmachermeister Stanislaus WesolowsIi wieder- und Propst von Zborowski neugewählt. . . . S ch i p p e n b e i l. Niedergebrannt ist die Scheune des FuhrhalterZ Steinbeck in der Bahnhofstraße, die erst vor zwei Jahren massiv erbaut ist. Die Scheune des Spediteurs Haupt, die nur durch eine Brandmauer getrennt ist, wurde gerettet. Wie verlautet, sollen zwei Kinder, a der Scheune mit Streichhölzern gespielt und dadurch den Brand verursacht haben. Schmiege!. Mit dem Bau der evangelischen Kirche in Altboyen ist begonnen worden. Somit wird dte Gemeinde ihr lang ersehntes Gotteshaus im nächsten Jahre benutzen können. Bis zur Vollendung wird der Gottesdienst nach wie vor in der evangelischen Schule in Robatschin abgehalten. Frovinz SacHfen. Magdeburg. Fräulein Bertha Krupp in Essen stiftete für den
j Neubau einer Kirche Hierselbst . 10.000 'Mark.
'Halle. Vor einiger M. derünglückte der Kaufmann Felix Becker von hier, früher Mitinhaber des Bankhauses Becker, das von der Magdeburger - Privatbank übernommen wurde, auf einer Jagd in der Nähe von Schmiedeberg schwer, indem sich die Büchse plötzlich entlud und eine volle Schrotladung ihn traf. Er erlitt Verletzungen am Unterleib und am linken Unterschenkel. N o r d h a u s e n. Geheimer Sanitätsrath Dr. Richard von Blödan erhielt den Rothen Adlerorden 4. Klasse. Niederbeuna. Der landwirthschaftliche Arbeiter Matthis stürzte von einem Strohfeimen und zog sich dadurch solche schwere Verletzungen zu. daß er bald darauf verstarb. Der Verunglückte hinterläßt eine starke Familie. Querfurt. Kürzlich gerieth der Hilfsweichensteller Teichmann, der auf dem hiesigen Bahnhofe beim Rangiren beschäftigt war. mit dem Kopfe zwischen die Puffer zweier zusammenrennender Wagen. Der Kopf war dem Aermsten völlig zerdrückt. Teichmann war auf der Stelle todt. S ch ö n e b e ck. Erster Bürgermeister Schaumberg feierte mit seiner Gemahlin die silberne Hochzeit. Wüstheuterode. Letztens entstand hier auf unaufgeklärte Weise Feuer. Vollständig niedergebrannt sind zwei Wohnhäuser., die Scheune des Maurers Riethmüller und die Ecyeune mn einem Anvau des tvorius Gehrt. Beschädigt sind das Wohnhaus von Gehrt und das WohnHaus von Heuberg. Es wird Brandstiftung vermuthet. W e r n i g e r o d e. Ein Sohn desLandwirthschaftsministers v. Podbielski ist hier bei einer Partie vom Rad gestürzt und hat sich einen Oberschenelbruch zugezogen. Frovinz Kannover. Hannover. Verliehen wurde: Dem Professor, Dozent an der hiesigen Technischen Hochschule Hoyer de: Rothe Adlerorden 3. Klasse sowie dem 5ereisschulinspektor Pastor Ernst Wecken in Linden und dem hiesigen Stadtturninspektor Böttcher der Rothe Adlerorden 4. Klasse. Vassum. Der Maurergeselle Schröder von hier war mit mehreren Arbeitscollegen auf einem Bau in Nordwohlde thätig. Nach beendeter Arbeitszeit wurde der Nachhauseweg per Rad zurückgelegt. In Stühren ist Schröder mit , seinem Rade gestürzt und blieb besinnungslos auf der Straße liegen. Seine Collegen hoben ihn auf und brachten ihn -in Stühren unter. Telephonisch wurde von hier ein Arzt herbeigerufen, leider war ärztliche Hilfe . erfolglos, da der Gestürzte einen doppelten Schädelbruch erlitten hatte. ' 'H i l d e s h e i m. Hier verstarb im 61. Lebensjahre Generalmajor z. D. Karl Hermann Heinrich Niemeyer. Der Verstorbene wurde am 14. März 1845 in Dannenburg als Sohn des Amtshauptmannes und Regierungsraths Niemeyer geboren. H i n t e r b r a k. Die Knechte Bannasch und Gollan geriethen mit einander in Wortwechsel, wobei Bannasch ein Messer zog und dem Gollan einen Stich in den Nacken versetzte. Der Getroffene brach zusammen und war sofort todt. Bannasch, der seinen Mitknecht nicht hat todten wollen, zeigte tiese Reue über seine That. Er wurde ins Gerichtsgefängniß zu Jork eingeliefert. Münden. D2s zweijährige Söhnchcn des Lokomotivführers Körber stürzte, als es einen Augenblick unbeaufsichtiqt war. aus dem Fenster der in der 2. Etage belegenen Wohnung in der Parkstraße. Der Kleine erlitt eine Schädelverletzung, der er nach kurzer Zeit erlag. Ostehauderfehn. Sein 60jähriges Jubiläum als selbständiger Gastwirth konnte dieser Tage hier der wohlbekannte Gastwirth O. M. Bunger feiern. Ganz besonders interessant war dieses Jubiläum dadurch, daß in all diesen Jahren Bunger, obwohl sich die beste Gelegenheit bot, niemals in seinem Lokale geistige Getränke (Wein. Bier, Spiritussen) genossen hat. . Außerdem hat Bunger niemals Tabak öder Cigarren geraucht. vierzig stücken. Vor einiger Zeit traf ein Blitzstrahl das Wohnbaus des Hofbesitzers Johann Hadler und äscherte Haus und Scheune, die mit Stroh gedeckt waren, ein. Das in den Gebäuden befindliche Vieh konnte gerettet werden, während von den landwirthschastlichen Ma schinen und Gerathen vieles verbrannte. Wil'helmshaven. Das Fest der silbernen Hochzeit feierten die Eheleute Henrich Jentsch und Frau, Augustenstraß: 6. Letztens sprang ein Matrose, der hiesigen zweiten Werftdivision in- selbstmörderischer Absicht in die Weser. Nach der am Ufer gefundenen Mütze handelt es sich um den Matrosen A. Both. Frovinz ZSestfaken. Münster. Verliehen wurde : Dem Vetriebsinspektor Prött in Paderborn, dem Eisenbahn - Betriebsingenieur Engel in Paderborn und dem Oberbahnhossvorsteher Keller in Soest der Rothe Adlerorden 3. Klasse, dem Landrath von Mallinckrodt in Meschede und dem Fabrikbesitzer Lex sen. in Meschede der Rothe Adlerorden 4. Klasse.
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