Indiana Tribüne, Volume 30, Number 75, Indianapolis, Marion County, 19 November 1906 — Page 5

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Als die Fabrik der Rochester Composite Brick Co. gebaut wurde, gab es viele Leute die über die Idee Aktien darin zu kaufen lachten. Ich ftcty eilfae mich niemals an so etwaS", sagten dieselben ; Ich verstehe nichts vom Backstein-Eeschäft und weiß nicht ob Ihre Backsteine etwas werth sindZ und ob aus dem Geschäft Geld zumachen ist". Diese Leute waren skeptisch und lachten höhnisch über unsere Anstrengungen, eine Fabrik zu bauen Diese Leute waren ganz sicher, daß sie nie nie Aktien in einem Unternehmen wie in diesem kaufen werden. . Aber nachdem wir die Fabrik gebaut hatken und Backsteine herstellten und diese Backsteine wurden an Wohn- und Geschäftshäusern, Fabriken etc. benutzt, dann lachten diese Männer nicht mehr. 3m Gegentheil, sie wünschten Aktien zu kaufen. EineS Borgens als ich mich um 9 Uhr nach der Ossice begab, waren vier von diesen Männern da die immer dachten, daß eS perfekt absurd sei, bei ihnen anzufragen, Aktien in der Rochester Composite Brick Company zu kaufen, welche auf mich warteten. Und sonderbar zu sagen, jeder dieser Herren wünschte Aktien zu kaufen. Ich sagte den Herren, daß die Gesellschaft keine Aktien zu verkaufen hätte und ich hätte auch keine zu verkaufen. Unsere Aktien sind alle verkauft. Wir derkaufen jetzt Backsteine und es wird mich freuen Ihnen Backsteine zu verkaufen, aber Aktien sind keine mehr zu haben. Aber so ist die menschliche Natur, wenn Sie ein ein Ding zu besitzen wünschen und es nicht haben können, so ist das Verlangen darnach um so größer. Und so war eö auch mit diesen Herren und mit vielen anderen, die

Ein Brief bon B. I. T. Jenp, welcher acht Jahre der Ingenieur der Stadt Indianapolis war. Indianapolis Composite Brick Company Ich habe die Liste von Maschinerien und der Equippirung, welche Sie für die Composite Brick Anlage in hiesiger Stadt bestellt haben, sorgfältig durchgesehen, und erlaube mir zu sagen, daß Sie eine Anlage haben werden die sehr substantionell, die Arbeit erspart und sehr dauerhaft sein wird. Die Equippirung ist aus dem allerbesten Material hergestellt, ist sehr solid und das Fabrikat von Firmen mit etablirtem Ruf. Die Anlage

wird nach meiner Ansicht ihren Zweck vollständig entsprechen

Ranges liefern zum geringsten

Eine gute Investirung ist die Arbeit einer Lebenszeit roerth."IndianavoliS Coaposite Brick Company ist eine gute Anlage. Behalten Sie Ihr Geld in der eignen Stadt, eö wird sich am besten lohnen. Leset was der Telegraph" am 11. November sagte: Manche, unserer Leser werden sich erinnern, von Zeit zu Zeit in unserem Blatte eine Anzeige der Composite Brick Company gesehen zu haben. Da wir stets sehr vorsichtig in der Aufnahme von Anoncen find, um unsere Leser gegen Fakire und Schwindler zu schützen, so haben wir, ehe die Anzeigen aufgenommen wurden, die Sache erst gründlich untersucht, und wir fanden, daß Leute,

Grundkapital $100,00. Um Aktien zu kaufen schickt diesen Coupon Indianapolis Composite.Brick Co. - Einliegend sinden Sie Check, Draft für in Zahlung für.... Senden Sie Certisikate an Name Adresse

Der Preis steigt auf 'S. per Antheil am 2Ä. November

524-527 State Life Gebäude, Indianapolis. Fabrik an Homestead Straße. Man nehme Süd Meridian Straßenbahn bis Raymond Straße. Wir können einen energischen Mann gebrauchen um unsere Aktien zu verkaufen.

Ei zoologischer arten in München. Während das nördliche und mittlere Deutschland mit zoologischen Gärten reicher alZ irgend ein anderes Land ausgestattet ist. . hat Süddeutschland während langer Jahre blos in Stuttgart eine ständige Thierschau besessen. Das sehr viel größere München mußte sich bisher mit den wandernden Menagerien begnügen, die alljährlich zur Zeit des Octoberfestes die Jsarstädt zu besuchen pflegen. Dieser Mangel wurde nicht nur vom schaulustigen Publikum ud von Gelehrten, sondern namentlich auch von Kunstlern empfunden, die, wenn ste Thierftudien machen wollen, andere deutsche Städte aufsuchen müssen. Die Ursacht des Mangels ist vielleicht darin zu suchen, daß München, schon 1862, also gleich nach Berlin Frankfurt a. M. und Köln, eimn zoologischen Garten erhalten hat, der sehr viel besucht

Hier ist eie gute Gelegenheit .

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Aktien zu kaufen machten. Wo glauben Aktien und die kennen wenn sie gleich zu Anfang Geld in einigen Nun, wenn der Backsteine ist die gleiche. Die Rohmaterial für Kostenpreis. läge lange nicht Preis $47.50 per Antheil

Für weitere Information schickt diesen Coupon

oder Money Order Antheile .' Adresse. wurde,' aber trotzdem als nicht genügend fundirtes Privatunternehmen schon bald verkrachte. Seitdem hat sich der Glaube eingenistet, daß das Klima, dem ja auch die an den Bauten der ersten bayrischen Könige angebrachten Freskogemälde nicht siandgehalten haben, für die thierischen Bewohner wärmerer Landstriche zu rauh sei. Aber die Erfahrungen HagenbeckS und andeer Thierzüchter haben gezeigt, daß es verfehlt war, wenn man Löwe. Tigern, Straußen u. s. w. durch winterliche Einschließung in warme Räume die Verhältnisse ihrer Heimath künstlich darbieten wollte, daß dagegen eine Akklimatistrung, der sogar die Natur durch Bildung eines wärmeren Haarkleides entgegenkommt, sehr wohl möglich ist, wenn, blos ein geschütztes, .trockenes . und durch dicke Schichten von Dünger und Streu gewärmtes Lager sowie sehr viel Räum zur Bewegung im Freien zur Aerfll-

Msbmtm

wünschten, nachdem wir Backsteine Sie denn, wo man welche bekommen

kann ? fragten sie. Und weil einige derselben einflußreiche Geschäftsleute waren, deren Wort der Gesellschaft viel nützen konnte, so gab ich ihnen die Namen einiger der kleinen Aktienbesitzer die gleich im Anfang gekauft hatten und

die vielleicht Willens waren ihre Aktien zu einem guten

Prosit zu verkaufen. Und diese Herren sprachen bei diesen Aktienbesitzern vor und zahlten für die Aktien $65 00, $70.00 und

$75 00 per Antheil und schließlich wurde es immer

schwieriger Jemanden zu sinden der verkaufen wollte,

3100.00 per Antheil wurden osserirt für Composite Brick

klugen Männer die eine gut Sache ereine solche sehen, hatten Verstand genug zu inveiiiren und sie verdoppelten ihr Monaten. dieö in Rochester gethan werden kann.

warum kann es nicht mit einem gleichen Geschäft in IndianapoliS gethan werden? Der Proceß der Herstellung

der gleiche ; die Geschäftsführung ist Verhältnisse in Indianapolis sind besser

als die in Nochester. In Rochester muß der Sand, das

die Backsteine, zwölf Meilen per Bahn

herbeigeschafft werden ; in Indianapolis besindet sich derselbe in unerschöpflichem Vorrath auf unserem Fabrikplatz. In Rochester befanden sich vier TonbacksteinFabriken mit welchen die neue Company konkuriren mußte ; in Indianapolis ist die nächste Backstein-Fabrik 40 Meilen entfernt.

und Backsteine allerersten

B. I. T. Jeup. . welche den besten Ruf genossen, dem Unternehmen vorstanden. Ein hnliches Geschäft im Osten, wo die Sach-

so günstig war wie hier, erwies sich als

sehr vortheilhaft. Wir freuen uns, heute sagen zu können, daß unser Urtheil richtig war. Die Fabrik welche die Indianapolis Composite Brick Company an der Homestead Straße erbaute, ist in 'jeder Hinsicht substantionell. Die riesigen Maschinerien sind die praktischsten, dauerhaftesten und auö dem besten Stahl gefertigt. Im Ganzen genommen ist die Anlage eine derartige, daß Indianapolis auf dieselbe stolz sein kanw, so daß sich dieselbe für die Aktien-Snhaber als eine gute Ertragsquelle erweisen wird.

baar oder $50 auf Zeit

Indianapolis Composite Brick Companys. Ich habe Geld zu investiren und wünsche weitere Einzelnheiten über Ihre Vorschlag. Name....

,gung stehen. Aus runo uictx urur ren Anschauung hat q voriges Jahr in München ein Verein gebildet, der für die Anlage eines modernen zoologischen Gartens eine lebhafte Agltation entfaltet und der auch, wenn ihm die Stadt durch kostenlose Ueberlassung der am rechten Jsarufer auserscheuen Grundstücke entgegenkommt, seinZiel erreichen dürfte. Da man von den bisher beliebten prunkhaften Menageriebauten absehen will und da auch die Thierpreise mit der fortschreitenden Erschließung Afrikas und anderer Länder immer niediger geworden sind (kostet doch ein Paar Löwen oder Tiger blos noch gegen 81000), so hofft man mit einem Anlagekapital von rund $300,000 und jährlichen Ausgäben von $50,000 auskommen zu können. Unleugbar, ist, daß man sich bei dem geplanten Naturgarten die Erfahrungen aller älteren Anlagen ähnlicher Art zunutze machen kann.

Der Mettcrpropyet. Skizze von djalmar Höglund. Der Frühling kam leise und schleichend, als sei er alt und krank und kraftlos, und als würde es ihm schwer, von der Stelle zu kommen. Länger als sonst lag das Eis auf den Seen und der Schnee im Walde, die Bäche und Gräben waren halbleer, und die Quellen drohten zu versiegen. Die Knospen schienen nicht ausspringen und die Felder nicht grünen zu wollen. Der Wind fegte heulend von Nordwest und Nordost und war beißend kalt wie im November, und die Alten sagten, daß sie ein solches Wetter viele, viele Jahre nicht gesehen hatten. Kurz gesagt, der Frühling war nicht, wie er sein sollte. Er war schwächlich und zögernd, als habe er seine alte gute Laune verloren und als wage er es aus Bescheidenheit nicht, sich sehen zu lassen. Die Menschen waren schon recht unzufrieden mit dem Frühling, und wo zwei und zwei sich trafen, sprach man nur von der anhaltenden Kälte und von dem Zurückbleiben der Aecker und Wiesen, und man schloß daraus auf ein schlechtes Jahr. Der alte Gustaf aber wie alt er war, ist schwer zu sagen, denn schon seit zwanzig Jahren hieß er nur der alte Gustaf hatte seine eigenen Gedanken über die Sach. Er lachte nur über die Klagen der anderen imV meinte, daß alles so gut gehe, wie es nur gehen könne. Ihr müßt nämlich wissen," Pflegte er zu sagen, daß meine Wetterprophezeiungen immer eintreffen. Ich habe Euch schon 'um Neujahr gesagt, daß wir einen strengen Winter mit starkem Frost und vielen Schneestürmen bekommen und daß der Frühling lang und kalt sein würde. ' Ist das nicht eingetroffen? Nun ja! Ich habe aber auch gesagt, daß der Spätsommer warm und trocken sein und uns

eine gute Ernte bringen wird. Undwas :ch sage, stimmt auch. Das werdet Ihr sehen." Und so hatte der alte Gustaf viele, lange Jahre das Wetter vorausgesagt, und immer hatte er recht gehabt. Man hatte ihm zugehört. Die meisten hatten seine Prophezeiungen aber wieder vergessen. Einigen, und zwar den älteren "waren sie doch im Gedächtniß geblieben, und daher kam es, daß der alte Gustaf sich in der Gemeinde des Rufes eines zuverlässigen Wetterpropheten erfreute, dessen Voraussagungen nie fehlschlugen. Hier im Norden hat fast jedes Dorf gleichsam als eine Ueberlieferung aus alter Zeit seinen ttuqen" Mann, den etwas Dunkles und Geheimnißvolles umgibt. Diese Leute wissen mehr als andere; sie beschäftigen sich viel mit Kräutern, stellen Heilmittel her und sagen das'Wetter voraus. ' Ob ihre Künste' wirklich auf Beobachtungen beruhen , oder ob ihre Leistungen vom Zufall abhängig sind, bleibe dahingestellt. Sicher ist. daß sie. wenn ihre Voraussagungen einmal eintreffen oder ihre Medikamente bisweilen helfen. gleich eine Reihe Anhänger finden, die auf sie schwören und sie als Wunderkünstler Hochpreisen. Emer von diesen war der alte Gustaf. Wie kannst Du das alles nur im voraus wissen?" fragte man ihn wohl. Das stand in der Milchstraße geschrieben, und da habe ich es gelesen." lautete seine Antwort. Wer sich auf die Milchstraße versteht, kann auch das Wetter vora-ussagen." Aber wie er es machte und welche Regeln zu beobachten sind, um die Schrift der Sterne dort oben zu deuten. das bewahrte der alte Gustaf als sein tiefstes Geheimniß, das er niemanden anvertraute. An kalten, klaren Winterabenden konnte er oft stundenlang dastehen und zu der Milchstraße hinaufschauen, und was er dann in ihr sah. weissagte er. An einem selchen Abend war es auch gewesen. daß er seine Kunst gelernt hatte und hierüber sprach er sich offen aus. Eines Wmters vor langen Iahren." berichtete er, fand hier im Dorfe eine aroße Hochzeit statt, die nach alter Sitte mehrere Tage dauerte und zu der sich so viele Leute eingefunden hatten. dq eine Reihe Gäste aus den Nachbarhosen untergebracht, wurden. Auch auf diesem Hofe war alles besetzt, und selbst die Wirthschafts gebäude waren mit Leuten belegt. Man half sich, so gut es ging, lag aus Stroh und xn Heu, unten auf dem Fußboden und oben unterm Dach. Kurz gesagt: jeder Raum ward ausgenutzt. Als ich am Abend des ersten Hochzeitstages heimkehrte ich war damals selbst Bauer auf diesem Hofe . trat ein Lappländer mir entgegen und bat um Nachtquartier für sich und mt Seinen. Da st alle bereits bis auf'Z äußerste beengt waren, schlug ich seine Bitte ab. Da fina der Mann an zu jammern und zu wehklagen. Er sei von Hof zu Hof gezogen und habe um Unterschlupf gebeten. Keiner habe ihn aber aufnehmen wollen, be hauptete er. und er habe ein Kind bei sich, das krank sei und zeden Augenblick sterben könne. Deshalb beschwor er mich um Gottes Barmherzigkeit willen, ihn nicht auf die Straße zu setzen und ihm nebst Frau und Kind ein wenn auch noch so bescheidenes Obdach -zu gewahren. Ich hatte selbst damals einen kranitn Junaen. so daß ich htm Lapplän der seine Angst nachfühlen konnte und

von Mitleid mit dem Äerrnsten erarsf.

fen wurde. Ich ließ denn auch im Kuhstall einen Platz für den Mann. cy... v. i . : vic uiüu uiw oas Nlno einräumen und genügend Strob zum Nachklaaer herbeischaffen. Ihr Pferd brachte ich in einsm andern Gebäude unter und fütterte es selbst. Zu damaliger Zeit pflegten die Lappländer im Winter, wenn sie bettelnd in die Ebene kamen. mr . . . ' immer Pserd und Schlitten mitzufüb ren. Das Pferd liehen sie sich von den Bauern und Hauslern oben Zm Gebirge, und diese vertrauten ihnen gern die Thiere an. Denn niemand geht mit den Pferden besser um und pflegt 1 gewinenyaster. als der Lappländer. Deshalb kann man ihnen auch ruhig seine Pferde überlassen. Heute, wo das Abholzen im Norden in fo hohem Maße betrieben wird und man die Pferde im Winter zur Forstarbeit verwendet, gelingt es den Lappländern so leicht nicht, ein Pferd zu leihen. Aus diesem Grunde sieht man sie in unserer Gegend auch nicht mehr so oft als früher. Am nächsten Moraen kam der Lappländer zu mir und bat mich, noch . ? O 1 .. r einen ag oieioen zu ourten. Mnn das Kind sei so krank, so krank. 3tä begleitete ihn in den Stall, um mich nacy muütx und Kind umzusehen. Das Kleine sah auch so elend aus, daß ich an seinem Aufkommen zweifelte. Rührend war die Besorgniß des Zllaters. Sie hoben wohl keine Kinder? fragte mich der Lappländer. Ja." lAber keine kranke?" .Ja." Ach, dann verstehen Sie auch den Schmerz eines armen Lappländers." Am Abend wurde es kalt und sternklar. Da kam der Lappländer wieder zu mir und bat mich. mtt ihm hinauszugehen. Was Sie für mich und die Meinen gethan haben, soll nicht umsonst ae Wesen sein. Zwar bin ich nur ein armer Lapplander. Ich mochte mich Jh nen gegenüber aber doch dankbar zeigen. , Und damit führte er mich ein Stück chen beiseite, so daß niemand uns hören konnte, und lehrte mich in der Milchstraße lesen und daraus 'das Wetter voraussagen. Seitdem verstehe ich diese Kunst. Das Kind starb ihm, und ich unter stützte ihn bei der Beerdigung des Kleinen. Dann verschwand er aus der Gegend und hat sich mt wieder se hen lassen, ich habe aber, wie gesagt. die Kunst der Wetterprophezeiung von ihm gelernt, und was ich voraussage. ist noch immer eingetroffen. Aber wie machen Sie es nur? fragte jemand. Wie ich es mache ja, das ist mein Gheimniß und das verrathe ich nicht. So lange ich weissage, müßt Ihr alauben." Schon recht aber wenn Sie nicht mehr am Leben sind, so Ware es doch schön, wenn die Kunst auf einen andern überginge. ' Wenn ich nicht mehr am Leben bin ja, hm. nun dann kümmert "mich das Wetter auch nicht mehr." sagte Gustaf kurz, und damit verschwand er. Und der alte Gustaf hat schon viele, viele Jahre prophezeit, und er sagt auch heute noch Wind und Wetter voraus. und viele schwören auf ihn. Vielleicht gibt es aber noch mehr Leute, die seinen Deutungen aus den Sternen der' Milchstraße keinen Glauben schenken. Er komponirt alles selber. Der bekannte Feuilletonist Adolf Palm schildert die Stuttgarter Theaterverhältmsse bis zu den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ungemein fesselnd. Auch von Lindpaintner, der 37 Jahre lang das musikalische Szepter m Stuttgart schwang, weiß er interessant und theilweise auch amüsant zu plaudern. Man erzählt sich merkwürdige Dinge über seine handwerksmäßige Art des Schaffens; nulla dies sine linea" war dabei sein Wahlspruch. Und wenn man ihn fragte, wie er nur alle die vielen Opern, Ballets. Entreactes, Ouverturen, Lieder fertig bringe, meinte er Das Mittel ist sehr einfach: um vier Uhr Morgens aufstehen, den ganzen Tag wenig essen, fortarbeiten bis zum Abend und sich durch nichts stören lasstti!" Die vielen eigenen Werke, die er auf diese Art produzirte, machten ihn unduldsam gegen die. der 'Anderen, mochten es nun bedeutende und. anerkannte Talente, wie Meyerbeer, oder , noch junge, erst emporstrebende sein. Kam da eines Tages ein junger Musiker, der in seiner Kapelle den Kontrabaß strich, und überreichte ihm ehrfurchts voll die Partitur eines größeren Erstlingswerkes, einer Shmfonie, mit der schüchternen Bitte, sie durchzusehen und womöglich im AbonnementsKonzert aufzuführen. Lindpaintner erwiderte: Lassen Sie das gut sein, Herr Hofmusikus, das besorgen wir hier selbst!" Sprach's, schob dem Verblüfften das Notenheft wieder unter den Arm und ihn selbst zur Thür hinaus. Autlers Gratulation. Zu Deinem Geburtsfeste wünsche ich Dir Gesundheit, ein langes Leben und daß Dir das Benzin nie auö-geht!"

Geschäfts-Kalender.

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